Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch und Fisch

Christine Ernst
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Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch und Fisch

Beitragvon Christine Ernst » 21. Jan 2017, 17:58

Hallo Schorsch,
und alle, die die Webseite besuchen,

weil ich meine Vorsätze und Vorsicht vergessen hatte, hatte ich gestern und vorgestern Industriefleisch in Form von 125g Leberwurst gegessen. Und prompt habe ich heute morgen eine Verschlechterung der FQ Symptome bemerkt, d.h. dass meine Koordinationsstörungen zu einem geringeren Anteil wieder da waren, die ich eigentlich schon losbekommen hatte mit Gottes Hilfe. Ausserdem bekam ich am Abend auf einmal wieder eine sehr ernsthafte Herzrhytmus-Störung, die ich eigentlich auch schon losbekommen hatte, plus einen Albtraum-ähnlichen Traum. Diese drei Symptome waren unter meinen ursprünglichen Symptomen und wurden offensichtlich durch den Industriefleisch-Konsum erneut ausgelöst.

Deshalb werde ich auf jeden Fall in Zukunft noch viel vorsichtiger sein, was Industriefleisch betrifft. Mit Bio Fleisch habe ich solche Erfahrungen nicht gemacht.

Viele Grüße

C Ernst



Zwinge
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Re: Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch

Beitragvon Zwinge » 21. Jan 2017, 20:12

Hi Christine, das kann gut sein. Vielleicht ist aber Leberwurst auch das schlechteste in Hinsicht auf Fluorchinolone, wegen der enthaltenen Leber. Im Cipro-Beipackzettel habe ich gelesen, das die Fluorchinolone vor allem renal ausgeschieden werden, aber hohe Konzentrationen in der Galle auftreten. Vielleicht hat die Leber auch viel Fluorchinolone gespeichert. Bei den Nebenwirkungen wird auch das akute Leberversagen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 von 10000 erwähnt. Aber nachdem ich gerade den Beitrag hier über Herrn Stahlmann gelesen habe wundere ich mich über nichts mehr. Solche Menschen wie der sind für mich das gleiche wie gewöhnliche Raubmörder. Nur verurteilt werden die nicht.
Grüsse Zwinge

Christine Ernst
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Re: Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch

Beitragvon Christine Ernst » 22. Jan 2017, 18:04

Hallo Zwinge,
wo finde ich denn den Beitrag über Dr Stahlmann, bzw welchen Titel trägt er?
Viele Grüße.,
Christine

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Schorsch
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Re: Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch

Beitragvon Schorsch » 22. Jan 2017, 19:09

Hallo,

Christine. Hier ist der anonym verfasste Artikel zu Prof. Dr. Stahlmann:http://fluorchinolone-forum.de/viewtopic.php?f=55&t=120

und zum Thema Fleisch und FC-Rückstände wollte ich auch kurz was sagen.

Ich würde als Flox vorallem in der Karenzzeit (wenn es diese überhaupt gibt, bzw. die jemals endet) nur Rindfleich vom Metzger mit lokaler kontrollierte Herkunft genießen, um so das potentielle FC-Rückstandsrisiko möglichst gering zu halten.

Rinder bekommen laut Veterinärstatistiken am wenigsten AB. An erster Stelle steht meines Wissens Geflügel- gefolgt von Schweinefleisch. Daher sollte man dieses Fleisch nur essen, wenn man wirklich ausschließen kann das es jemals AB gab.

Noch mehr Vorsicht ist bei Fisch (Zuchtfische aus Aquakulturen), Shrimps, Garnelen etc. geboten. In den Aquakulturen in China werden hauptsächlich FC AB eingesetzt. Daher habe ich mich entschossen nur noch kontrollierten Wildfang zu verzehren. Hier bitte auf nachhaltige Fischerei prüfen.

Wenn man eine Fleisch- / Fischmahlzeit zu sich nimmt, sollte man wenn sowieso auch immer gleich wie zu einer Hauptmahlzeit zeitgleich eine Magnesium-Kapsel nehmen. Ich mache das mit der Überlegung, falls doch ein minimaler Rückstand vorhanden wäre, wird durch gleichzeitige Magnesiumgabe der FC Wirkstoff theoretisch direkt begrenzt. Übriegens Eier hole ich nicht nur aus Freilandhaltung, sondern meist vom Bauern nebenan aus dem Eierautomat. Denn auch die Eier sind eine nicht zu unterschätzende Risikoquelle.

Gruß Schorsch

Wolfgang
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Re: Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch und Fisch

Beitragvon Wolfgang » 23. Jan 2017, 12:26

Hallo zusammen,

soweit ich weiß ist Prof. Stahlmann zwischenzeitlich emeritiert.
Auch ich habe ihn seinerzeit angeschrieben, wonach er mir, wie so vielen, ein Telefonat anbot, um womöglich das Risiko auszuschließen etwas verfänglich schriftliches abzuliefern.
Es liegt auch nahe, dass im Grunde fast jeder flox, der im Internet recherchiert und sich kundig macht, früher oder später bei ihm landete.
Ein Leidensgenosse teilte mir vor Jahren nach einem Telefonat mit Prof. Stahlmann mit, dass sich laut Aussage Herr Stahlmanns seit über 15 Jahren nahezu wöchentlich neu Betroffene mit ihm in Verbindung setzten und verzweifelt um Informationen und Therapiemöglichkeiten ersuchten, welche es aber nicht gäbe!
Mir gegenüber sagte er, dass es jedoch keinen einzigen aktenkundigen Fall in der Schwere und Ausprägung wie meinen gäbe.

Hier könnte man sich folgende 2 Fragen stellen:

1.
Ist es möglich, gibt es diesen Zufall, dass in 15 oder noch mehr Jahren des scheinbar wöchentlichen Updates neuer Geschädigter keiner dabei ist, den es schwer erwischt hat?

2.
Wenn man erstens am Thema forscht und zweitens so viel Information über teils gravierende Schadwirkungen von so vielen Einzelpersonen erhält, warum also kommt man nicht auf die Idee mal den einen oder anderen Fall aufzugreifen und damit aktenkundig zu machen?

Wolfgang

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Re: Refloxgefahr durch FC-Rückstände in Fleisch und Fisch

Beitragvon Wolfgang » 23. Jan 2017, 14:04

Hallo Schorsch,

der FQ-Missbrauch in der Masthaltung oder/und Fernost-Aquakulturen war mir bekannt, die Eier habe ich als Vegetarier bisher einfach ignoriert......da aber in konventionellen Einern fast zwangsläufig auch FC enthalten sein MUSS, werde ich mir auch andere Quellen als den hiesigen Supermarkt suchen.

Die besagte Karenzzeit hast du ja selbst schon in Frage gestellt.....ich persönlich denke, dass, einmal gefloxt, eine lebenslange Karenz unabdingbar ist, will man sich nicht dem kummulativen floxeffekt aussetzen, ich habe dies erlebt und von vielen gelesen oder berichtet bekommen: Wenn man einmal auf flox mit UAW reagiert riskiert man beim zweiten mal, dass die Bombe erst richtig hochgeht.
Anyway, kein flox wird sich zukünftig freiwillig wieder auch nur 1 Tropfen floxhaltiges ins Auge klatschen wollen....insofern vielen Dank für deinen Hinweis mit den Eiern und sich allgemein hinterfragende Gedanken zu machen.

Wolfgang


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