Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

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Schorsch
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Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Schorsch » 23. Jan 2017, 13:47

Hallo,

ein rudimentärer Biomarker für Fluorchinolone-Vergiftungen könnte auch die Fingernägel sein.
Von vielen Gefloxten weiß ich, dass sich hier seit Floxierung oft deutliche Änderungen feststellen lassen.

Insbesondere kommt es zur Rillenbildung. Wie sieht das bei euch so aus ? Habt Ihr seit Vergiftung eine Veränderung der Fingernägel in Form zunehmender oder sich deutlich von der Nagelplatte abhebender Längsstreifen beobachtet ?

Ihr könnt hier auch in den Themen stets Bilder / Dateien uploaden (bitte nur Urheberrechte achten).

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Wolfgang
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Wolfgang » 23. Jan 2017, 13:55

Hallo Schorsch,

habe ich auch, began mit der Intoxikation und setzt sich bis dato fort, allerdings wechselhaft stärker oder schwächer ausgeprägt. Diese Schwankungen kennen wir ja aber auch von anderen Erscheinungen/UAW durch flox.
Ist exakt wie du es beschreibst, rillenförmige Längsstreifen vom Nagelbett zum "weißen" hin, eindeutig sicht-und tastbar. Dieses "Phänomen" hatte ich preflox zuz keiner Zeit.

Wolfgang

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Wolfgang » 23. Jan 2017, 14:16

.....relativierend aber ist zusagen, dass meine liebe Frau auch (in milderer Form) solche Längsrillen hat und ziemlich, ziemlich sicher nie flox eingenommen hat.
Werde da mal bei Freunden und Verwandten die Augen aufhalten und berichten....

VG
Wolfgang

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Schorsch » 23. Jan 2017, 14:32

Hallo Wolfgang,

ja stimmt das ist nicht großartig Neues und sogar auch in dem Floxreport schon dargestellt.
Grundsätzlich ist das halt auch ein indirekter Hinweis auf einen gestörten Stoffwechselprozess. Und der kann ja logischerweise vielseitige Ursachen haben.

Hast du bei dir auch mal zeitweise eine Dunkelfärbungen der Zähne bemerkt ? Ich kenne einen härter Gefloxten, der generell bei den Zähnen solche eindeutigen symptomatische Effekte hatte.

Gruß Schorsch

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Wolfgang » 24. Jan 2017, 09:10

Hallo Schorsch,

nein, das habe ich nicht, aber was nicht ist...... ;-)
VG
Wolfgang

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Schaf » 24. Jan 2017, 17:01

Hallo Schorsch,

die meisten meiner Nägel sehen so aus seit ich denken kann.

Viele Grüße
Nadine

Silram
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Silram » 27. Jan 2017, 16:25

Hallo
Also ich kann das bei meinen Fingernägeln auch seit einiger Zeit feststellen, besonders stark ausgeprägt ist es beim linken Daumen zu sehen.
Ich schob es aufs Alter???
Früher hatte ich das nicht. Kann schon sein das es durch das Fluorchinolon kommt.
Ich polliere meine Nägel ab und zu ,dann ist es nicht so auffällig. :P

Gruß Silram

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Schorsch » 4. Feb 2017, 10:54

Hallo,

folgende interessante Hinweise zum Thema Fingernägel und FQ-Vergiftung habe ich aus einer anderen Unterhaltungen aufgeschnappt:


Ausgeprägte Längsstreifen entwickeln sich normalerweise erst im höheren Alter (60+), wobei der Eisengehalt des Fingernagels sinkt, während der Calciumgehalt steigt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3221241/). Dieses spezielle Elektrolytungleichgewicht ist ein typisches Zeichen für den Funktionsverlust von Mitochondrien, welcher bekanntlich den biologischen Alterungsvorgang prägt und leider auch im Zentrum von FQ-Vergiftungen steht (die wiederum Störungen des intrazellulären Eisen- und Calciumstoffwechsels verursachen können).

Grundsätzlich werden solche Nagelveränderungen mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht, denen Störungen des Kollagenstoffwechsels zugrunde liegen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2018723). Das überschneidet sich natürlich auch mit FQ-Vergiftungen. Zudem muss man nicht lange googeln, um zu erkennen, dass viele Fibromaylgiepatienten (aka Floxies) über ein schubartiges Auftreten der „vertical ridges“ klagen.

Wenn also Menschen unter 60 J. Nagellängsstreifen entwickeln oder deren Zunahme beobachten, kann das auf eine unspezifische Störung der Kollagensynthese und einen beschleunigten Alterungsvorgang hindeuten, der durch FQs verstärkt wird. Einige Betroffene sagen übrigens, sie hätten vor der FQ-Vergiftung vollkommen glatte Fingernägel gehabt (http://www.levaquinadversesideeffect.co ... humbnails/).

Interessanterweise wurden FQ-induzierte Nagelerkrankungen schon vor dreißig Jahren beobachtet (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2945743): die hier beschriebenen Nagelablösungen wurden durch übermäßiges Sonnenlicht begünstigt, was wiederum gut mit der Phototoxizität der FQs übereinstimmt, die offenbar auch die Hautanhangsgebilde betrifft. Jedenfalls scheint es sich bei den beobachteten Nagelablösungen nicht um Einzelfälle zu handeln („Thankfully, I’ve never lost my nails, as some flox victims have.“ http://fluoroquinolonethyroid.com/about ... mber-2015/).

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Re: Vitamin D-Mangel als Ursache?

Beitragvon Rosanna Garten » 25. Feb 2017, 22:13

Liebe Floxis,

auch meine Fingernägel weisen leider diese Längsrillen auf, sind extrem spröde und "spalten" sich.
Auch ganz viel Pflege mit gute Ölen, regelmäßige Maniküre usw. hat bisher nicht geholfen.
Meine Nägel waren jedoch schon länger so "unschön", also auch schon vor der Vergiftung.
Allerdings hat mein Neurologe eine interessante Entdeckung gemacht: durch das viele Zuhause rumliegen wegen der starken körperlichen Erschöpfung und der Schmerzen, hat sich bei mir über die Monate ein extremer Vitamin D-Mangel eingestellt.
Derzeit nehme ich zusätzlich hochdosiert Vitamin D (20.000 i.E.), bis sich der Vitamin D-Spiegel wieder normalisiert hat.
Da sich ein Vitamin D-Mangel nicht nur in Form von brüchigen Fingernägeln zeigt, sondern auch viele Symptome hervorrufen kann, die denen einer Levofloxacin-Vergiftung ähnlich sein können:

z. B.
Müdigkeit
Antriebslosigkeit
verlangsamtes Denken
depressive Verstimmungen/Depressionen
Muskelschwäche
Knieschmerzen
Rückenschmerzen
Schlafstörungen
Appetitlosigkeit
Innere Unruhe / Nervosität
Hautprobleme, zum Beispiel Schuppenflechte
erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Infektionen und grippale Infekte
Kalziummangel und dadurch bedingte Muskelkrämpfe
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Kopfschmerzen
...
u.a.

ist es für einige Betroffene möglicherweise hilfreich, den Vitamin D-Spiegel überprüfen zu lassen, da die Möglichkeit bestehen könnte, dass die Nebenwirkungen der Vergiftung zusätzlich zu einem Vitamin D-Mangel (z.B. nach langer Bettlägerigkeit) führen.
Dieser verstärkt dann evtl. wieder zusätzlich die Nebenwirkungen…

Sind denn Vitamine für euch ein Thema?

Da ich neu bin, habe ich noch nicht so den Überblick ob hier im Forum schon darüber geschrieben oder berichtet wurde.
Hab jetzt einfach mal hier meine Erfahrung berichtet, kann aber auch nicht sagen, ob die Einnahme des Vitamin D-Präparates ursächlich für die aktuelle Besserung einiger meiner Symptome (z.B. weniger Müdigkeit und Schlafbedürfnis, verringerte Muskelschmerzen und –schwäche) ist.

Viele Grüße

Rosanna

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Pfeifferin » 26. Feb 2017, 10:45

Hallo..
Ja habe auch einen vit D Mangel laut Blutentnahme...habe einen Wert von 18 nehme seit drei Tagen dekristol ersteinnahme 60.000i.E zweiter Tag 100.000i.E und heute noch mal 60.000i.E...gestern ging es mir etwas besser aber heute wieder Schwindel und brennen im Kopf...das mit den Nebenwirkungen von vit D Mangel habe ich auch gelesen und war sehr erstaunt das diese sich mit cipro NW decken...hoffe jeden Tag das es besser wird...am schlimmsten ist es das ich nicht schlafen kann und nicht zur Ruhe komme...früh ist es immer am schlimmsten auch mit der Angst...wenn ich nur mal schlafen könnt so wie noch vor drei Wochen... :-( ausserdem habe ich auch Angst auf die psycho schiene geschoben zu werden...

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Pfeifferin » 26. Feb 2017, 10:48

Und das mit den rillen in den Nägeln kann ich bestätigen...das hat aber meine ostheopatin letzte Woche schon festgestellt

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Re: zu Vitamin D-Mangel

Beitragvon Rosanna Garten » 21. Mär 2017, 19:15

Hallo liebe LeserInnen,

zum Thema Vitamin D-Mangel, das im Zusammenhang mit dem Fingernagelthema aufkam:
Auch bei mir wurde ja (wie weiter oben beschreiben) ein extremer Vitamin D-Mangel festgestellt.
Deswegen wurde mir 2x wöchentlich hochdosiert Vitamin D verordnet.
Das Vitamin D wurde wieder abgesetzt, nachdem sich der Vitamin D-Spiegel lt. Laborkontrolle wieder normalisiert hatte.
Nun hat sich bei einer neuen Laboruntersuchung herausgestellt, dass mein Vitamin D-Spiegel jetzt viel zu hoch ist.
Der Wert ist wohl so hoch, dass Gegenmaßnahmen notwendig sind.
Welche das sein werden, weiß ich noch nicht genau, da mein Hausarzt den Befundbrief noch nicht erhalten hat.

Ich werde weiter berichten:-)

Viele Grüße

Rosanna

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

Beitragvon Schorsch » 22. Mär 2017, 10:35

Hallo Rosanna,

wieviel Vit D hast du denn da zu dir genommen und über welchen Zeitraum ?
Die Ernährungsberatung empfiehlt ja nur 1.000 I.E. was aber ein Witz ist.
Als Flox soll man so 10.000 I.E. täglich nicht überschreiten um Aufzubauen.

Gegenmaßnahmen wird vermutlich Magnesium / Calciumtablette sein und Vitamin K sein.

Gruß Schorsch

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Re: Vitamin D - Überdosierung?

Beitragvon Rosanna Garten » 22. Mär 2017, 10:59

Hallo Schorsch,

über einen Zeitraum von 6 Wochen habe ich 2x wöchtlich 20.000 i.E. eingenommen.
Das Vitamin D wurde mir in dieser Dosierung vom Neurologen verordnet.

Greets ;)


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