Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

S.Heuer
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Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon S.Heuer » 11. Feb 2017, 12:03

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Sascha Heuer
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Schorsch
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Schorsch » 11. Feb 2017, 16:11

Hi Sascha,

schade ist das nur zwei Fallbeispiele vorgestellt wurden und nicht wie ursprünglich geplant, bzw. vom Spiegel angedacht vier.
Auch hätte ich mir noch einen Härtefall mehr gewünscht, der zeigt reale Existenzverluste entstehen durch diese Mittel und niemand hilft und glaubt einem. Es könnte den Eindruck erwecken 6 Monate Streß/Krank und Existenzangst, dann Reha und alles wird langsam wieder gut. Selbst wenn man seinen Bürojob gerade noch so hinbekommt und seine Existenz irgendwie hält, wissen wir was Flox auch im Alltag langfristig ggf. dauerhaft bedeutet. Nichts geht mehr ohne behindernde Einschränkungen. Alles plant man täglich um, gestaltet es so das es überhaupt machbar ist und man täglich am aktiven Leben teilhaben zu können...
Das kam etwas zu wenig rüber aber der Artikel war ein stabiler Zwischenstand hat jemand gesagt. Und damit hat er Recht. Es war für uns sehr gut die Unterstützung des Spiegels zu haben und wir können dafür dankbar sein. Jetzt sollten wir halt auch nicht schlafen und schön weitermachn, gerade weil die EMA die Risikobewertung angetriggert hat.

Allerdings sollte man halt auch immer noch bedenken, es gibt auch leichte flox die nach paar Monaten wieder 99% oki sind. Und es ist hoffentlich nicht so das alle gleich dauerhaft bis Lebensende geschädigt sind. Jeder Flox ist anders obwohl alle auch irgendwie gleich sind...am Ende dieser Philosophie bleibt nur zu sagen jeder Flox ist überflüssig. Hoffen wir das anderen irgendwann das Leid erspart bleibt ggf. jetzt auch endlich mit einer Ursachenforschung gestartet wird. Ich bin mir sicher es gäbe irgendwie Wege zu heilen oder zu lindern.

Gruß Schorsch

Schaf
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Schaf » 11. Feb 2017, 20:23

Hallo,
ich freue mich sehr über den Artikel, weil unser Thema an die Öffentlichkeit gelangt und auch darüber, dass er sogar zwei Seiten bekommen hat.
Für meinen Geschmack wurde aber die Vielseitigkeit der Nebenwirkungen zu wenig betont (in einem Satz). Es wurden drei Fallbeispiele über Nebenwirkungen an Sehnen dargestellt und das bleibt hängen. Da ich selbst betroffen bin, habe ich natürlich auch gehofft, dass auf Brainfog, Sprachschwierigkeiten etc hingewiesen wird. Denn das beeinträchtigt ebenfalls in großem Maße die Arbeitsfähigkeit. Sie sind vielleicht aber auch lieber auf Nummer sicher gegangen, weil diese Symptome, wie wir leider feststellen mussten, nicht ernst genommen bzw. ausschließlich auf die Psyche geschoben werden.
Viele Grüße
Schaf

Christine Ernst
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Christine Ernst » 11. Feb 2017, 23:54

Hallo,

ich stimme vollkommen mit den o.g. Meinungen überein. Der Artikel hätte mehr Fakten und Statistiken beinhalten können, aber wir dürfen echt dankbar sein, dass überhaupt darüber berichtet wurde.

Was wir als Betroffene noch machen könnten: Leserbriefe oder Kommentare an Spiegel Magazin oder Spiegel Online schreiben, in denen wir uns für den Artikel bedanken, oder auch unsere eigene Geschichte in Kurzform (in ein paar Sätzen) erzählen, oder das, was im Artikel gefehlt hat, noch ergänzen.

Spiegel schreibt dazu:
Anregungen, Meinungen oder Kritik können Sie direkt in einem Leserbrief äußern. Bitte geben Sie an, ob Sie mit einer Veröffentlichung einverstanden sind. In diesem Fall brauchen wir auch Ihre Postanschrift und Telefonnummer für eventuelle Rückfragen.
E-Mail: leserbriefe@spiegel.de

Man kann es also nicht anonym tun, aber vielleicht haben einige Leute den Mut, es trotzdem zu machen. Ich denke, ich werde es tun.

Viele Grüße
Christine

Wolfgang
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Wolfgang » 17. Feb 2017, 14:15

Hallo zusammen,

wurde ja schon einiges darüber gesagt, natürlich fehlt vieles relevante, was aber ganz gut rüberkommt ist eine dunkle, traurige Stimmung, die vielleicht bei so manchem noch mehr hängenbleibt als harte Fakten?
Supergut aber ist, dass einer der 2 Betroffenen deutlich ausspricht, dass er noch ein harmloser Fall ist.........das könnte zu denken geben, scheint selbst ihm ja sicher auch nicht gerade die Sonne aus dem Allerwertesten!

Alles Gute
Wolfgang

Glühwürmchen
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Glühwürmchen » 18. Feb 2017, 06:48

Ich möchte mich bei allen bedanken, die vor und hinter den Kulissen diesen Artikel im Spiegel möglich gemacht haben.
Mir hat er als Einstieg in die Thematik gut gefallen.
Ich habe meine Umgebung über diesen Artikel informiert. Meine Mutter hat daraufhin den Spiegel gekauft und auch eine Bekannte darüber informiert. Diese ist zu einem befreundeten Orthopäden gegangen und hat mit ihm über das Medikament gesprochen.
Ein Freund hat mir gestern ganz spontan gesagt, dass das Medikament eigentlich vom Markt genommen gehört.
Ich schreibe dies um zu zeigen, dass der Artikel bei mir wie ein kleiner Stein ist, der ins Wasser fällt und immer größere Kreise zieht. Wenn ich mir vorstelle, dass es auch bei anderen ähnlich ist und dass der Spiegel von vielen Menschen gelesen wird, da kann der Artikel große Kreise ziehen und viele Menschen erreichen. Deshalb noch einmal DANKE!!!!
Glühwürmchen

Irena
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Re: Diskussionsthread zum Spiegel-Bericht 07/2017

Beitragvon Irena » 19. Feb 2017, 10:28

Hallo,
bei Lektüre des Spiegel-Artikels fiel es mir "wie Schuppen von den Augen" und ich fand endlich eine Erklärung für die vielfältigen Probleme,
die ich seit 2 Jahren habe. Seit einer Wochen nun kann ich gezielt Maßnahmen ergreifen und vor allem meine Umgebung warnen!
Vielen Dank an die Spiegel-Redaktion!
Irena


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