Beratungsstelle für PatientInnen aus München/Obb./Schwaben

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Beratungsstelle für PatientInnen aus München/Obb./Schwaben

Beitragvon Rosanna Garten » 2. Mär 2017, 11:42

Hier geht es zur Seite des Gesundheitsladens:
http://www.gl-m.de/index.php?id=40

Achtung: Persönliche und telefonische Beratung nur für PatientInnen aus München bzw. Schwaben.
Wenn Du aus einem anderen Regierungsbezirk bzw. Bundesland kommst, kannst Du Dich online beraten lassen.



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Re: Beratungsstelle für PatientInnen aus München/Obb./Schwaben

Beitragvon Schorsch » 2. Mär 2017, 11:50

Hallo Rosanna,

das klingt erstmal interessant. Was haben Sie zu dem Thema gesagt ?
Welche Erfahrungen liegen vor etc ?

LG

Rosanna Garten
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Re: Beratungsstelle für PatientInnen aus München/Obb./Schwaben

Beitragvon Rosanna Garten » 2. Mär 2017, 14:29

Hallo Schorsch,

die Beratungsstelle kann man bei allen Gesundheitsfragen kostenlos und (zu den Sprechzeiten) ohne Terminvereinbarung in Anspruch nehmen.
Es ist jedoch keine spezielle „Fluorchinolone-Opfer-Beratungsstelle“!
Beraten wird man von Sozialpädagogen, die mit der Materie Arzthaftung, chronische Erkrankung, Arbeitsunfähigkeit usw. vertraut sind.
Ich könnte mir vorstellen, dass viele Betroffene dort erstmals Gehör finden und sich aussprechen können.

In erster Linie erhält man dort Informationsmaterialien (Selbsthilfegruppen, Vorgehensweise bei rechtlichen Auseinandersetzungen usw.) und Adressen (z.B. Listen von Rechtsanwälten – Medizinrecht) zu verschiedenen Themen (z.B. Was mache ich, wenn ich keine Rechtsschutzversicherung habe?).
Allerdings muss man sich z. B. die Adressenlisten selbst „abholen“. Kein Versand per Mail!

Die Broschüre "Patientenrechte - Ärztepflichten" kann zum Preis von 3,- Euro von der Homepage heruntergeladen werden:
http://www.gl-m.de/index.php?id=36

Patientenstellen
... bieten unabhängige Beratung im Gesundheitswesen.
... informieren, beraten und unterstützen Ratsuchende kostenlos.
... arbeiten mit qualifizierten MitarbeiterInnen, die psychosoziale, gesundheitsrechtliche und gesundheitliche Kompetenzen aufweisen.
... werden finanziert aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, städtischen Zuschüssen und Projektfördermitteln.
... sind Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen BAGP. Hier werden Beratungsstandards erarbeitet, das politische Vorgehen abgestimmt und die Patientenbeteiligung mitorganisiert.
Quelle: http://www.gl-m.de/index.php?id=34

Selbstverständlich kann man sich dort auch individuell persönlich beraten lassen.
So habe ich z.B. erfahren, dass es Gerichte geben soll, die, aus verschiedenen Gründen, ein Gutachten der Ärztekammer (siehe Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der jeweiligen Landesärztekammer) angeblich anders gewichten, als ein Gutachten des MDK…

Patientenberatung ist mehr als Informationsvermittlung...
Unser Angebot:

• Orientierungshilfe und Wegweisung im Gesundheitswesen
• Aufklärung über Patientenrechte
• Beratung und Hilfe bei Beschwerden über Mängel in der Gesundheitsversorgung, über Ärzte und Krankenkassen
• Unterstützung bei einem Verdacht auf Behandlungsfehler
• Vermittlung von Betroffenenkontakten
• Vorträge zu Patientenrechten, Zahnersatz, Individuellen Gesundheitsleistungen, u.a.
• Teilnahme an und Unterstützung von Arbeitsgruppen
• Neben der persönlichen Beratung werden verschiedene Broschüren bereitgestellt
Quelle: http://www.gl-m.de/index.php?id=34


Beste Grüße

Rosanna

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Re: Beratungsstelle für PatientInnen aus München/Obb./Schwaben

Beitragvon Schorsch » 2. Mär 2017, 15:17

Hallo Rosanna,

besten Dank für die ausführlichen Infos. Dieser Beitrag kann hier vielen helfen.
Ich persönlich bin glaube schon zu weit informiert um dort neues zu erfahren. Aber man weiß nie alles, das mit den Gutachtern und den Gerichten finde ich ja sowieso äußerst fragwürdig.

Ich frage mich generell, ob die Gutachter grundsätzlich überhaupt unbefangen sind. Sicher ist einer der Ärztekammer näher an der Pharma wie einer vom MDK. Aber auch schon vor dem Gutachter besteht das vermutlich gewünschte Problem, das man keinen eindeutigen Diagnoseschlüssel und keine eindeutigen Befunde für Flox bekommt. Das ist ja die Basis für das Gutachten und der Bezug zu Flox.

Teils sind Symptome ja nicht mal auf den Beipackzetteln genannt. Man hat also von Anfang an als Patient die Arschkarte und kann sich nicht wehren. Zudem kommt unser vergiftetes, marodes und ineffizientes Krankensystem. Allein ein Facharzttermin zu bekommen dauert meist 6 Wochen. Davon braucht man 4 weil 3 von vorne herein für den Arsch sind. Die Herren in Weiß haben mehr Kosten/Nutzen-Strategie als Heilinteresse an so einem Patienten wie uns.
Am besten ist es ggf. wenn man Anfangs ein toxikologisches Gutachten auf eigene Kosten eintütet und mit diesem dann die Fachärzte überzeugt und dort eine entsprechende Befundsbasis schafft. Dann kann später der MDK-Gutachter auch effizient nachvollziehen was los ist. Bei 1000 ICD Codes die soweit weg sind vom Flox unterschreibt er sonst immer nur Floxtypische Symptome, wie Achillessehnenschäden o.ä.

Bei meinem MDK Gutachten ist das von der Symptomatik auch äußerst eingeschränkt, obwohl ich alles schriftlich dokumentiert vorlegen kann.

LG


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