Artikel mit Infos von Dr. Cohen, Dr. Mercola als Warnhinweis über die Gefahr durch Fluorchinolon Antibiotika

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Schorsch
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Artikel mit Infos von Dr. Cohen, Dr. Mercola als Warnhinweis über die Gefahr durch Fluorchinolon Antibiotika

Beitragvon Schorsch » 15. Mär 2017, 13:15

Hallo,

anbei habe ich einen faktisch gut recherchierter Infoartikel mit Informationen und Warnhinweisen zu den Fluorchinolon-Fakten von Dr. Jay Cohen, Dr. Mercola und anderen zugesendet bekommen.

Gruß Schorsch

PS auch als Pdf-Download verfügbar


Bittere Pille: Die gefährlichen Nebenwirkungen fluoridierter Antibiotika
Dr. Joseph Mercola


Fluorchinolone gehören zu den gefährlichsten Arzneimitteln auf dem Markt und sollten gemieden werden, wenn nicht eben Ihr Leben davon abhängt. Doch trotz der damit einhergehenden Risiken sind sie die am häufigsten verordnete Antibiotikagruppe in den USA. Allein 2010 brachten die zwei Top-Fluorchinolone (Cipro und Avalox) dem Hersteller Bayer eine Milliarde US-Dollar ein.

Im selben Jahr erwirtschaftete Johnson & Johnson mit seinem Fluorchinolon-Medikament Levaquin 1,3 Milliarden Dollar. Alle Antibiotika bergen das Risiko von Nebenwirkungen, aber Fluorchinolone sind in Sachen Gesundheitsgefahren eine Klasse für sich.

Kein anderes Antibiotikum hat ein größeres Potenzial, zu schwerwiegenden, dauerhaften Schäden und sogar zum Tod zu führen. Trotz des hohen Risikos verordnen Ärzte regelmäßig Fluorchinolone als erste Wahl sogar bei leichten Infektionen. Fragen Sie Ihren Arzt immer, ob es nicht eine sicherere Alternative gibt!

Die meisten Opfer werden diesen Gefahren ausgesetzt, ohne jemals vor den schlimmen Nebenwirkungen dieser Antibiotika gewarnt zu werden. Ich rate Ihnen dringend, sich selbst über die Risiken von Fluorchinolonen zu informieren und jedes Rezept für diese Arzneistoffe abzulehnen, sofern sie nicht absolut unumgänglich sind.

Was macht Fluorchinolone so gefährlich?

Hauptbestandteil der Fluorchinolone ist Fluorid. Fluorid ist ein bekanntes Neurotoxin, und Wirkstoffe mit angehängtem Fluoridmolekül können in sehr empfindliches Gewebe eindringen, auch ins Gehirn.

Dadurch, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, ist Fluorid als Neurotoxin so wirksam. Fluorid stört zudem die Collagensynthese und kann Ihr Immunsystem zerstören, indem es Energiereserven erschöpft und die Antikörperproduktion im Blut hemmt.

Laut Dr. Todd R. Plumb,1 einem Arzt, der selbst zum Fluorchinolon-Opfer wurde, ist die Toxizität der Fluorchinolone anscheinend funktional, nicht strukturell bedingt, weil bei radiologischen Untersuchungen von Patienten mit Fluorchinolon-Toxizität normalerweise keine strukturellen Anomalitäten festzustellen sind. Basierend auf bisherigen Studien nennt Plumb vier Mechanismen, wie Fluorchinolone zu Schäden führen können:

 - Hemmung oder Störung der GABA-Rezeptoren im zentralen Nervensystem
 - Abbau von Magnesium und Störung der zellulären Enzymfunktion
 - Störung der mitochondrialen Funktion und Energieproduktion
 - Oxidative Schäden und Zelltod

Eine Dokumentation mit dem Namen »Bitter Pill« berichtet über drei Opfer, deren Leben durch die langfristigen Nebenwirkungen von Fluorchinolonen zerstört wurde. Einer der Betroffenen macht direkt den Arzneimittelhersteller dafür verantwortlich. Er sagt: »Sie haben doch nicht eben erst von diesen Nebenwirkungen erfahren. Diese Leute sind Kriminelle. Sie gehören für den Rest ihres Lebens hinter Gitter.«

Dr. Terence Young, der ebenfalls in dem Video vorkommt, verlor im Jahr 2000 durch eine tödliche Nebenwirkung seine 15-jährige Tochter. Er kanalisierte seine Trauer in den Versuch, herauszufinden, wie das passieren konnte, und stieß auf »korrupte Machenschaften, die verhindern, dass Ärzte und Patienten die tatsächlichen Risiken der Arzneimittel erfahren. Und schuld daran ist die ungeheure Marketingkraft der pharmazeutischen Industrie.«

Die schwerwiegenden Nebenwirkungen von Fluorchinolonen

2013 gab die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) schließlich die Warnung heraus, dass oral oder per Injektion verabreichte Fluorchinolon-Antibiotika ein Risiko für dauerhafte periphere Neuropathie bergen.2 Periphere Neuropathie ist eine Nervenschädigung in den Armen und/oder Beinen, die mit »Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheit, Schwäche oder einer veränderten Empfindlichkeit auf leichte Berührungen, Schmerzen, Hitze/Kälte oder einem veränderten Gefühl für die Körperlage« einhergeht.
Das Risiko für periphere Neuropathie war jedoch schon seit 2001 bekannt, als Dr. Jay Cohen eine Dokumentation über die Auswirkungen von Fluorchinolonen veröffentlichte.3 In Europa wurden schon in den 1980er-Jahren diese Nebenwirkungen von Fluorchinolonen beobachtet:

- Bei 91 Prozent der Patienten, die Fluorchinolone einnahmen, kam es zu Symptomen des Nervensystems (Schmerzen, Kribbeln und Taubheit, Schwindel, Krankheitsgefühl, Schwäche, Kopfschmerzen, Angst und Panik, Gedächtnisverlust und Psychosen).
- 73 Prozent litten unter muskuloskelettalen Symptomen (Sehnenriss, Sehnenscheidenentzündung, Schwäche und Gelenkschwellung).
- 42 Prozent litten unter Sinnesstörungen (Tinnitus, visuelle, olfaktorische und auditive Störungen).
- 36 Prozent litten unter kardiovaskulären Symptomen (Tachykardie, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und Herzklopfen).
- 29 Prozent litten unter Hautreaktionen (Ausschlag, Haarausfall, Schwitzen und Hitze- oder Kälteempfindlichkeit).
- 18 Prozent litten unter Magen-Darm-Symptomen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen).

In einem Brief an seinen Kongressabgeordneten schrieb Dr. Cohen:4»Diese schwerwiegenden Reaktionen treten bei ansonsten gesunden, aktiven und jungen Patienten auf. Meistens werden die Antibiotika bei leichten Infektionskrankheiten wie Sinusitis, Harnwegs- oder Prostatainfekten verordnet. Die meisten Nebenwirkungen treten sehr schnell auf, manchmal nach ein paar wenigen Gaben der Fluorchinolon-Antibiotika. Die Nebenwirkungen sind akut, schwerwiegend, beängstigend und häufig lähmend.«

Trotz der seit Langem bestehenden Warnzeichen wurde die FDA erst 2008 aktiv und fügte im Beipackzettel eine Warnung vor schwerwiegenden Sehnenschäden hinzu. Dann wartete sie weitere fünf Jahre, ehe sie zudem vor dauerhafter Neuropathie warnte. In Deutschland wartet man darauf leider noch vergeblich.

Dies ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, dass ein Medikament, nur weil es von einer Behörde zugelassen ist, NICHT automatisch nachweislich sicher ist. Fluorchinolone werden darüber hinaus noch mit weiteren gesundheitlichen Problemen und Nebenwirkungen in Zusammenhang gebracht:5

- Netzhautablösung, die zu Erblindung führen kann
- akutes Nierenversagen
- »Brain Fog« (kognitive Dysfunktion)
- Depression
- Krampfanfälle
- Störung von Collagensynthese und -abbau,6 wodurch es zu Muskel-, Sehnen-, Knorpel- und/oder Bänderschäden kommen kann
- Halluzinationen und/oder psychotische Reaktionen (etwa ein Drittel der Patienten neigt zu psychiatrischen Nebenwirkungen wie Ängsten, Persönlichkeitsveränderungen oder Verwirrtheit)
- schmerzhafter Ausschlag
- Phototoxie
- Herzschäden
- Übelkeit und Durchfall
- Hörprobleme
- Störungen im Blutzuckerstoffwechsel7
- periphere Neuropathie
- akute Lebertoxizität.8,9

Fluorchinolone sollten nur als letzte Option erwogen werden

Dr. Cohens Dokumentation weicht drastisch von den Angaben der Hersteller ab. Die Pharmakonzerne behaupten, dass in klinischen Versuchen bei weniger als einem Prozent der Probanden ernsthafte Nebenwirkungen aufgetreten seien. Das ist weit von Dr. Cohens Daten entfernt, nach denen die überwiegende Mehrheit der Patienten, die diese Medikamente einnehmen, unter schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden.

Laut »Bitter Pill« sind in Kanada seit 1985 rund 100 Todesfälle auf Fluorchinolone zurückzuführen. Im Rahmen des »Freedom of Information«-Gesetzes von der US-Gesundheitsbehörde ausgehändigte Dokumente belegen mehr als 50 000 Berichte über Nebenwirkungen und 3000 Todesfälle. Dr. Young glaubt, dass die Wahrheit zweifellos noch weit schlimmer ist, da die meisten Ärzte mutmaßliche Nebenwirkungen und/oder Todesfälle tendenziell nie melden. Und auch die Patienten melden nur selten die Nebenwirkungen ihrer Medikamente. Frühere Studien weisen darauf hin, dass die gemeldeten Nebenwirkungen nur etwa ein Prozent der tatsächlichen ausmachen.

Falls Ihnen Ihr Arzt ein Fluorchinolon-Antibiotikum verschreibt, sollten Sie absolut sicher sein, dass Ihre Erkrankung das hohe Risiko lohnt. Fluorchinolone sollten wirklich nur bei den schwerwiegendsten bakteriellen Infektionen eingenommen werden, die auf andere Behandlungen nicht ansprechen. Nachdem mehrere Medikamente aus dieser Antibiotikaklasse bereits wegen ihrer möglicherweise tödlichen Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden, sind in den USA noch sechs von der FDA zugelassen:

 - Ciprofloxacin (Cipro)
 - Gemifloxacin (Factive)
 - Norfloxacin (Noroxin)
 - Levofloxacin (Levaquin)
 - Moxifloxacin (Avelox)
 - Ofloxacin (Floxin)

Melden Sie Nebenwirkungen von Medikamenten

Wenn Sie glauben, dass bei Ihnen Fluorchinolone – oder irgendwelche anderen Medikamente – eine Nebenwirkung verursachen, melden Sie dies dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, http://www.bfarm.de). Es ist wichtig, dass man dort von jedem Fall nachteiliger Wirkungen von Arzneimitteln erfährt, um nötigenfalls gefährliche Medikamente vom Markt zu nehmen. Und da Ärzte die Nebenwirkungen so gut wie nie melden, müssen Sie selbst dafür sorgen, dass gefährliche Arzneistoffe aus dem Handel verschwinden.

Hilfe für Fluorchinolon-Opfer

Durch Fluorchinolon geschädigte Personen sind derart zahlreich, dass sie sich unter dem Namen »Floxies« in einem weltweiten Netzwerk zusammengeschlossen haben. Einige Floxies sind selbst in der Medizin tätig (oder waren es, ehe sie vergiftet wurden) und wollen anderen Fluorchinolon-Opfern helfen. So kam auch der Dokumentarfilm Certain Adverse Events10 zustande, den ich Ihnen sehr ans Herz legen möchte.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise auf den folgenden Websites (darüber hinaus gibt es viele andere. Geben Sie in der Suchmaschine einfach »Fluorchinolon« ein):

 ciprohilfe.wordpress.com
 levaquinadversesideeffect.com
 certainadverseevents.com
 Fluoroquinolone Antibiotic Toxicity Advocacy Page (Facebook)
 SurvivingCipro.com
 MyQuinStory.com

Verweise:

1 Levaquinadveseeffects.com, »Dear Doctor« (PDF).
2 US-FDA, 15. August 2013.
3 Annals of Pharmacotherapy, 1. Dezember 2001.
4 Medicationsense.com.
5 New York Times, 11. September 2012.
6 Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology, April 2010.
7 Clinical Infectious Diseases, 14. August 2013.
8 CMAJ, 2012.
9 Medscape, 13. August 2012.
10 Certain Adverse Events.
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