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Verbindungen Behörden/EMA - Pharmaindustrie

spacerat
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Verbindungen Behörden/EMA - Pharmaindustrie

Beitragvon spacerat » 5. Mai 2017, 11:43

http://www.bukopharma.de/Pharma-Brief/P ... 001_06.pdf (S. 7).

Bayer im Visier der Justiz, 50% aller Patienten betroffen, ein Whistleblower packt aus, der Rest schweigt gegen Bares. Die "lebensbedrohlichen Infektionen" kamen natürlich nicht durch Cipro zustande, das lag bestimmt nur an den bösen, bösen Bazillen...

http://www.mezis.de/wp-content/uploads/ ... L_2015.pdf

EMA PLANT „ADAPTIVE ZULASSUNGEN” … Deregulierung im Sinne der Pharmaindustrie mit erhöhten Risiken für Patienten

Ohne Zweifel ist die Pharmaindustrie der weitaus größere und mächtigere Profiteur einer raschen Zulassung und der wahre Adressat. Ihr verspricht die Behörde kürzere und weniger teure Studien, damit sich Investitionen rascher amortisieren.

https://books.google.de/books?id=JsJ-BA ... si&f=false

Im Jahr 2008 wurde Pasqualino Rossi, EMA Vize und weitere Lobbyisten festgenommen, es ging um fälschung von Daten gegen Bares.

https://books.google.de/books?id=IQc4BA ... en&f=false

60-70% der Gelder der EMA stammen aus der Pharmaindustrie

https://www.transparency.de/fileadmin/p ... -08-18.pdf

Die Zulassung von Arzneimitteln ist ein mehrstufiges Verfahren, das gesetzlich geregelt und sehr kostenaufwändig ist. Es ist nur für Insider transparent, insbesondere sind die Beziehungen zwischen Antragstellern, gutachtenden Experten und Behörden undurchsichtig, zumal keine Offenlegungspflicht der Interessenskonflikte besteht, die überprüfbar ist. Mit guten Argumenten sind Zweifel an der Objektivität und Unabhängigkeit der Zulassungsbehörden untermauert, zum Beispiel weil unabhängige Wissenschaftler erst nach der Zulassung eines Arzneimittels einen – allerdings immer noch begrenzten – Einblick in die Unterlagen erhalten können, so dass sich Entscheidungen der Behörde selbst im Nachhinein meist nicht nachvollziehen lassen. Selbst Sicherheitsdaten zu Arzneimitteln und Informationen über laufende klinische Prüfungen werden mit dem Schleier des Amtsgeheimnisses überzogen, und zwar nicht nur in der deutschen Behörde, sondern ebenso in der europäischen Zulassungsagentur EMEA. Letztere gehört nicht zur Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz, sondern zur Generaldirektion Enterprise und wird fast ausschließlich von der Pharmaindustrie finanziert. Folglich sind die Entscheidungen auf Industrieförderungen ausgerichtet, nicht auf Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung. Gefährdungen der Anwender durch ineffektive und/oder riskante Produktzulassungen werden offenbar billigend in Kauf genommen, während die Hersteller uneingeschränkten Schutz genießen. In der Entscheidungsphase fehlen nachvollziehbare Begründungen für regulatorische Entscheidungen völlig.



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