...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Wolfgang
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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Wolfgang » 26. Jul 2017, 13:01

Hallo Zwinge,

die ignoranten Weißen kenne ich zur Genüge und es ist auch ziemlich egal inwieweit eine Schädigung offensichtlich ist oder weniger, wenn nicht konkret ein Bein und Arm und der Kopf ab ist o. ä. (klar hat es ein härterer Fall prinzipiell einfacher, aber das nur prinzipiell).
Ich musste jahrelang echt hart kämpfen für meinen Status, beispielsweise 6 Jahre um den Schwerbehindertenstatus und das als voll erwerbsunfähiger Rollifahrer mit nur wenigen Schritten Gehfähigkeit und übleren Schädigungen. Geriet über Jahre an fast ausschließlich korrupte Gutachter, die von den Versorgungsämtern gut gebucht und indirekt über die Staatskasse bezahlt werden und ihre konkrete Aufgabe haben....teilweise gibt es da menschenverachtende Exemplare, die mit ungalublich vernichtenden und infamen Gutachten ihren Sadismus auszuleben versuchen. Auch dies behaupte ich nicht einfach so!
An dieser Stelle sei allgemein erwähnt, dass Entscheidungen der Sozialgerichte immer nahezu ausschließlich über Gutachten gefällt werden, was ja recht allgemein gilt, aber hier ist es den Richtern meist egal wie der Betroffene daherrollt, wenn der Gutachter sagt "arglistige Täuschung und Betrugsversuch" dann ist das erstmal so!
Deshalb ist es immens wichtig (das steht ganz vorne) Gutachter VORHER übers Netz zu überprüfen und im Zweifelsfall unter allen Umständen auch rigoros ablehnen, ich kann das aus leidiger Erfahrung sagen: Zu manchen Gutachtern geht man nicht-unter keinen Umständen!

Aber ich denke, dass die Zeiten heute schon besser sind als vor 9 Jahren, da durfte das flox-Syndrom schlichtweg nicht existieren, ein klein wenig hat es sich teils rumgesprochen bzw. hat man heute schon mehr Fakten in der Hand um darzustellen, dass es eben doch gefährlichstes Zeugs ist und vor allem, dass es viele Gefloxte gibt.
Auch ist es teils Glückssache an welchen Sachbearbeiter man gerät, da tuts ein Widerspruch und man hat die Schwerbehinderteneigenschaft oder man befindet sich in der "der ist und darf kein Schwerbehinderter sein"-Versorgungsamtmühle , dann wird dagegen gekämpft als ob es um Millionenzahlungen ginge.

Doch kann ich sagen, dass es sich lohnt zu fighten, am Ende habe ich mein ganzes Sozialgerichtszeugs gewonnen, was dann letztendlich wie es Tele 5 immer gerne so ausdrückt:
Geil ist :-)
Auf die Gutachterwahl Einfluss zu nehmen kann ich allen entsprechend Betroffenen nur ans Herz legen und am allerbesten fährt man wenn man die GA selber versucht zu wählen und nötigenfalls auch zu bezahlen (Rechtschutz befragen!), dies ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und die GA machen sich hier auch nicht die Mühe unauffällig auszudrücken wem sie zugeneigt sind und wem nicht.....
UND - diesen Fehler begehe ich heute sicher nicht mehr: Nicht passiv zurückhaltend sein, sondern ganz klar darstellen was Sache ist und dies auch vehement mit Nachdruck und unanachgiebig vertreten. Das spüren selbst Gutachter und vor allem Versicherungen, was auch entscheidenden Einfluss haben kann.
Dies alles nur so am Rande, denn aus heutiger Sicht hätte ich besser oft anders gehandelt und es damit sicher weit einfacher gehabt.
Wolfgang



Maximus
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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Maximus » 26. Jul 2017, 18:02

Hallo Zwinge,

ich hab es gelesen , weiter versuchen, nicht aufgeben, ich weiss das ist frusstierend.

Sag am besten am Telefon: Ich habe auffällige Leberwerte die müssten mal kontrolliert werden. Wenn die Fragen :
Wie hoch sind denn die Leberwerte , sagst du : Der Arzt im Krankenhaus hat gesagt, die sind kontrollbedürftig.
Wenn die weiter fragen: Wer ist denn ihr Hausarzt: hab keinen. Aber Sie müssen doch einen Hausarzt haben : Nö,
hab ich nicht. Was ist denn jetzt nun mit einen Termin ?...

Darüber hinaus kannst du dem Arzt folgendes sagen : Natürlich können Fluorchinolone die Leber schädigen. Haben
Sie die Fachinformationen etwa nicht gelesen ??? Unter der Anwendung von Ciprofloxacin wurde sogar Fälle von
Lebernekrose und lebensbedrohlichem Leberversagen berichtet, siehe Abschnitt 4.8.

Die Fachinfo würde ich dem Arzt bei einem Termin auch vorlegen, sonst besteht die Gefahr die schieben das Alk.

Fachinfo >> http://www.pharmore.de/pdf_files/pharmo ... r_2014.pdf

Wenn es nicht klappt sag Bescheid hier, dann lassen wir uns was anderes einfallen, damit du einen Termin bekommst.

Viel Glück
Maximus
Zuletzt geändert von Maximus am 26. Jul 2017, 23:03, insgesamt 7-mal geändert.

Rosanna Garten
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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Rosanna Garten » 26. Jul 2017, 20:27

Hallo,
auch ich war vom ersten Tag der Einnahme an krankgeschrieben zunächst wegen verschiedenen Verdachtsdiagnosen(Pfeiffersches Drüsenfieber, Borreliose, MS, ALS usw.) später dann, noch vor der konkreten Flox-Diagnose, wegen Achillodynie, Tendopathie, chron Fatigue, chron. Schmerz usw.
Auch die psychosomatische Schiene war dabei. Jetzt aber nicht mehr.
Im Krankengeldbezug seit 10 Monaten drängeln inzwischen sowohl AG als auch KV.
Dreh- und Angelpunkt ist m. E. der Hausarzt. Und das scheint ja, nachdem was ich hier immer wieder lese „Glückssache“ zu sein.
Also muss man sowieso meist schlauer sein und sagen was man braucht, was gut tut und was nicht.
Ja und auch manchmal unbequem sein und frech. Das ist vielleicht auch Typsache.
Und ich hab lange gebraucht um zu kapieren, dass hier im Forum auch Menschen unterwegs sind, die wirklich schon „alles durch haben“ und wissen wovon sie reden. Da Vertrauen zu haben, noch dazu „online“ ist ja manchmal nicht so ganz einfach, besonders dann wenn man selbst immer wieder an der eigenen Wahrnehmung zweifelt oder im Depri-Loch steckt. … Trotzdem bin ich unendlich froh um das Forum hier, denn ich habe bisher noch keinen Arzt kennengelernt der (auch bei noch so gutem Willen) weiß, was für gefloxte Menschen wirklich hilfreich ist…auch ein Schmerztherapeut bastelt halt nur an den Symptomen.
Wirklich wichtig ist m. E. dass man sich auch psychologische Unterstützung holt (die man sich SORGFÄLTIG aussucht).
Der ganze Mist ist nichts, was man nur mit Hilfe von Familie und Freunden durchstehen kann.
Also mir persönlich ist egal ob schlimm, schlimmer, am schlimmsten…und wer will (oder kann) das schon „definieren“.
Ich denke wir könnten alle in irgendeiner Weise voneinander „profitieren“.
Deswegen ist die Vielfalt wesentlich!
Inwieweit einzelne von „Horrorstories“ im Forum abgeschreckt werden könnten (oder sich davon „runterziehen“ lassen) würde ich jetzt mal als zweitrangig ansehen.
Immerhin hat jeder hier letztlich für sich selbst die Verantwortung.
Jeder KANN, keiner MUSS…

In diesem Sinne: Danke dafür, dass es euch gibt.

Rosanna

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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Zwinge » 26. Jul 2017, 23:46

Hi Maximus, keine Angst. Die benannte Dame ist vom Labor direkt an der Klinik, die als akademisches Lehrkrankenhaus der Uniklinik Göttingen dient. Da die noch im Internet mit Antibiotikaberatung wirbt habe ich die direkt angefragt. Aber die Antibiotikaberatung machen die nur für Kliniken und nur im Vorfeld der Anwendung. Ich hab jetzt einen Termin im September in einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), immerhin ein Gastroenterologe, der sowohl in der besagten Klinik arbeitet als auch in dem MVZ. Grüsse Zwinge

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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Maximus » 26. Jul 2017, 23:58

Hallo Zwinge,

ok :)

Gruß
Maximus

Glühwürmchen
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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Glühwürmchen » 31. Jul 2017, 11:03

Ich möchte noch etwas ergänzen. Ich war einige Jahre lang in der internationalen Szene (hauptsächlich Leute aus den USA). Es gibt da einige Unterschiede zu diesem Forum. Die Leute hatten genau wie hier Probleme mit den Sehenen Muskeln Gelenken, aber sie haben auch immer wieder über Ängste und Depressionen geklagt. Das kommt hier seltener vor. Außerdem gibt es hier kaum Leute, die unter Nahrungsmittelunverträglcihkeiten und Probleme mit Duftstoffen etc. klagen. Das kann einfach daran liegen, dass wir eine andere Mentalität haben und nicht über psychische Probleme offen reden.
Damals gab es jemanden in der Szene, der ein Gespräch über NEM unterbunden hatte. Hier in unserem Forum geben Schorsch und andere sofort den Rat Magnesium zu nehmen. Ich denke, dass das ein ganz wichtiger Rat ist um weitere Schäden zu verhindern! Also, gut dass es Euch gibt und dass Ihr uns in die richtige Richtung führt!
Glühwürmchen
PS: Ich werde einige Monate offline sein

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Re: ...Diskussionsfortsetzung bzgl. Informationsvielfalt besonders harter Fälle

Beitragvon Zwinge » 2. Aug 2017, 20:44

Hi Glühwürmchen, einige Monate offline? Warum so lange? Bisher gibt es bei so langem "Entzug" noch keine Daten, ja ob man das überhaupt überleben kann. Und wenn, dann bleiben bestimmt schwere Schäden zurück. Aber das mit den gastrointestinalen Beschwerden und den "Durchhänger" habe ich beschrieben. Der Durchhänger war bestimmt so eine Phase. Wie sagt man so schön: Man ist sehr nah am Wasser gebaut. Grüsse Zwinge


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