Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

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Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Carola14 » 27. Aug 2017, 08:31

Normalerweise stehen im Beipackzettel häufig Angaben dazu wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist eine Nebenwirkung des Präparats zu bekommen. (Bsp 1: 1000) ich habe Ciprofloxacin genommen und dort wurde eine Reihe von Nebenwirkungen aufgezählt aber dieses "Floxing" wovon hier alle sprechen wird in Deutschland leider nicht in den Beipackzettel geschrieben.
Mich interessiert ob jemand schon recherchiert hat wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist von Fluorchinolonen gefloxt zu werden in Hinsicht auf Nervenschäden und weiteres. Und wie bemerkt man überhaupt das die Beschwerden tatsächlich im Zusammenhang mit Fluorchinolonen stehen.

Lg Carloa



Zwinge
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Re: Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Zwinge » 27. Aug 2017, 10:39

Hi Carola, wenn wir hier von "gefloxt" sprechen, dann sind alle im Beipackzettel der Antibiotika der Gruppe der Fluorchinolone, sowie die nicht im Beipackzettel stehenden, aber von der Wissenschaft vermuteten oder schon bestätigten Nebenwirkungen gemeint. Hier im Forum findest Du auch Studien, die unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten (Faktor 4) der Nebenwirkungen der in den 70-ern und 80-ern im Vergleich zu den in den 90-ern Zugelassenen Fluorchinolonen zeigen, die nicht mit der chemischen Struktur meist nur ein zusätzliches Fluoratom im Molekül erklärt werden können. Eher geht man davon aus, dass die Inzidenzen in der zuerst zugelassenen Fluorchinolone falsch sind. Zu den anerkannten Nebenwirkungen zählen leider auch die, die direkt sichtbare und erfahrbare Nebenwirkungen zeigen wie z.B. Tendopathien und Sehnenrisse. Von der Wirkung auf Sehnenzellen hat man wenigstens schon auf ähnliche Wirkungen auf Knorpelzellen geschlossen, so dass manche Gelenkprobleme auch zu den Nebenwirkungen gerechnet werden müssten. Leider gibt es zu den Auswirkungen auf die Zellen des gesamten Gastrointestinaltraktes sowie z.B. des Leber- und Nierengewebes noch keine anerkannten Zusammenhänge. Meine Ärztin z.B. hat es abgelehnt, die Nebenwirkungen zu melden. Ich melde sie nun selbst. Ich habe sie aber darum gebeten, damit ihr vielleicht ein Licht aufgeht und neuerliche Verschreibungen wie bei dir vermieden werden können. Grüsse Zwinge

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Re: Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Carola14 » 27. Aug 2017, 12:20

Ja aber es gibt auch Menschen die Fluorchinolone genommen haben und die gar nichts davon bekommen haben. Es muss doch eine Wahrscheinlichkeit geben wie hoch das Risiko ist bleibende nervenschäden zu behalten etc.
Ich rede auch nicht von normalen Nebenwirkungen wie das man sich übergibt oder Kopfschmerzen bekommt und sobald man das Zeug absetzt geht es besser. Sondern von den bleibenden Schäden gegen die hier alle ankämpfen ?!?

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Re: Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Zwinge » 27. Aug 2017, 18:26

Hi Carola, kennst Du Leute, die nichts davon bekommen haben? Ich denke, dass das schwer zu beurteilen ist, wenn die Medizin nicht mal weiß wie das Zeug auf den menschlichen Körper wirkt. Ich meine nicht wie es auf die Bakterien wirkt. Die schreiben z.B. im Beipackzettel von Cipro: "Ciprofloxacin inhibiert CYP 1A2 und kann daher zu erhöhten Serumkonzentrationen von gleichzeitig angewendeten Substanzen führen, die ebenfalls über dieses System metabolisiert werden (z. B. Theophyllin, Clozapin, Olanzapin, Ropinirol, Tizanidin, Duloxetin, Agomelatin). Daher sollten Patienten, die diese Substanzen gleichzeitig mit Ciprofloxacin einnehmen, engmaschig auf Zeichen der Überdosierung hin überwacht werden, und Bestimmungen der Serumkonzentrationen (z .B. Theophyllin) können erforderlich sein." Es wird nur von Medikamenten gesprochen. Was ist mit Nahrungsmitteln? Theophyllin ist in fast allen Tees aus Blättern enthalten und ist Abbauprodukt des Koffein. Deshalb vertragen vielleicht hier viele auch keinen Kaffee. Meine Frage an die Forscher in den japanischen Labors ist. Welches Ciprofloxazin inhibiert die Cytochrome, das in die Zellen eingedrungene? Dieses ist wahrscheinlich nicht das renal ausgeschiedene. Was passiert mit den nicht renal ausgeschiedenen Antibiotika? Dazu gibt es keine Info für die Patienten. In den Studien gibt es auch Aussagen, dass das Antibiotikum auf die Teloisomerase wirkt. Womit wir bei der Epigenetik wären. Das dumme an der Geschichte ist, dass die Ärzte keine Werte vorher nehmen. Bei mir erwiderte die Ärztin auf meinen Hinweis auf erhöhte Triglycerid-, Bilirubin- und Zuckerwerte: "Ja die hätten wir nehmen sollen, aber was sollen wir denn noch alles für Werte nehmen." Grüsse Zwinge

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Re: Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Carola14 » 27. Aug 2017, 19:20

Ja ich kenne Leute die keine Nebenwirkungen hatten und denen es blendend geht. Dann finde ich auch interessant zu wissen warum es Menschen gibt wie mich zB die erst nach dem Absetzten des Präparats Probleme bekommen und manche schon nach der ersten Pille? Kannst du das vielleicht weniger mit Fachbegriffen erklären ich kann dir nicht ganz folgen.

Lg und Danke trotzdem fürs antworten

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Re: Wahrscheinlichkeit gefloxt zu werden

Beitragvon Zwinge » 28. Aug 2017, 08:58

Hi Carola, warum es bei manchen sofort Probleme gibt, bei anderen aber erst später weiß ich auch noch nicht. Deshalb versuche ich es auf dem Weg zu klären, was mit dem z.B. Cipro passiert, wenn es eingenommen wurde. Bei den Nebenwirkungen sollte man aber den Zeitraum der Erfassung der Nebenwirkungen nicht zu kurz fassen. 6 Monate reichen, wie Du hier lesen kannst oft nicht aus. Leider ist die Lage an der Erkenntnisfront nicht zufriedenstellend. Für mich sind die Studien wenig zielführend, weil die oft bei einer vagen Erkenntnis stehenbleiben. Von einer Lösung habe ich bei den Studien noch nichts gesehen. An der Stelle können wir uns solange die Wissenschaft nicht liefert nur gegenseitig weiterhelfen. Dazu bräuchten wir zusätzlich viel mehr Erfahrungsberichte über den Zustand und die Aktionen der Gefloxten einschließlich damit gemachter Erfahrungen. Und das so objektiv und umfassend wie möglich. Grüsse Zwinge


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