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Mitochondrien-Funktion therapieren und stärken

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Schorsch
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Mitochondrien-Funktion therapieren und stärken

Beitragvon Schorsch » 2. Nov 2016, 10:24

Drei Methoden, die Mitochondrien-Funktion zu verbessern

Dr. David Jockers
Mitochondrien sind einzigartige Organellen in jeder Zelle des menschlichen Körpers, ausgenommen die roten Blutkörperchen. Sie enthalten ihre eigene, einzigartige DNS. Mitochondrien sind an fast allen Stoffwechselprozessen beteiligt, sie unterstützen die Bildung von 90 Prozent der Zellenergie in Form von ATP (Adenosintriphosphat). Es gibt drei Methoden, die Funktion der Mitochondrien zu stärken und die Qualität des Lebens zu erhöhen.


Es kann einfach darin bestehen, den Lebensstil zu ändern. Mithilfe bestimmter Techniken lassen sich Symptome im Zusammenhang mit einem Mitochondrien-Defekt behandeln. Diese Techniken können Sie ab sofort anwenden, um Ihre wichtigen Mitochondrien zu erhalten.

Die physiologischen Effekte der Mitochondrien-Funktion

Gesunde Mitochondrien sind lebenswichtig, um Stoffwechselprozesse aufrecht zu erhalten, z.B.(1,2):
• Sie regeln die Eisenkonzentration, beispielsweise als Kalziumpuffer, die für die innerzelluläre Kommunikation entscheidend wichtig ist.
• Sie synthetisieren Produkte für den Transport von Glucose und Insulin.
• Sie spielen eine Rolle bei der Stabilisierung schwankender Lipid-Werte.
• Sie regulieren den Abtransport von Zellmüll oder die Apoptose, wenn die Krankheit für die Mitochondrien-Funktion schädlich ist.
• Sie liefern Energie für den Blutfluss zum Herzen und im Herzen selbst.

Drei Methoden, die Funktion der Mitochondrien zu stärken:

Um die Funktion der Mitochondrien zu stärken, lässt sich vieles tun. Die drei wichtigsten Dinge, die zudem nichts kosten, sind regelmäßiger Sport, intermittierendes Fasten und eine ketogene Diät.

Jeden Tag Sport

Sport kann die Leistung der Mitochondrien in allen Körperregionen verbessern. Er mindert, sofern er richtig betrieben wird, nicht nur oxidativen Stress, sondern kann auch die Tätigkeit der Mitochondrien ankurbeln, indem er den Sauerstofffluss und den pH-Wert des Blutes verbessert.(1)

Wie sich im Vergleich des Brustmuskels von Tauben im Vergleich zu dem von Hühnern bestätigt hat, findet sich bei Individuen, die oft laufen, eine größere Anzahl funktionierender Mitochondrien als bei denen, die überwiegend sitzen.(3,4)

Intermittierendes Fasten

Wenn der Körper fastet, werden schlecht funktionierende Mitochondrien durch die sogenannte Autophagie, spezifisch Mitophagie, zerstört.(1,5) Autophagie ist eine äußerst wichtige Fähigkeit der Mitochondrien, denn dadurch sind sie in der Lage, unerwünschte Abfallstoffe und angesammelte reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies sowie entfaltete Proteine zu entfernen, die keinen Zweck mehr erfüllen und virusähnliche Probleme verursachen können.

Der Verlust der mitochondrialen Autophagie wird mit einem erhöhten Risiko von Krebs, Parkinson, Morbus Huntington, Alzheimer und Immunschwäche in Verbindung gebracht.(5)

Ketogene Diät zur Stärkung der Mitochondrien

Eine ketogene Diät mit viel Fett und wenig Kohlenhydraten wird eingesetzt, um Symptome von Muskelschwäche und abnormaler Organfunktion im Zusammenhang mit einer Dysfunktion der Mitochondrien zu unterdrücken. Ziel ist es, den Stoffwechsel, bei dem ein Körper eine bestimmte Nahrungsquelle als Energielieferant nutzt, zu verändern.

Ketogene sind alternative Energielieferanten, die Zellen versorgen, wenn nicht genug Kohlenhydrate zur Verfügung stehen. Während Kohlenhydrate die Elektronen-Transportkette in gesunden Mitochondrien zur Energieproduktion nutzen, werden Fette durch einen vollkommen anderen Prozess, den so genannten Tricarbonsäure-Zyklus, aufgespalten.(1)

Der Tricarbonsäure-Zyklus ist ein effizienter Energiepfad, den der Körper nutzen kann, um nicht funktionierende Mitochondrien zu umgehen. Ketogene Diäten verbessern die Mitochondrien-Funktion so gut, dass sie klinisch zur Epilepsiebehandlung eingesetzt werden. Epilepsie ist ein Symptom abnormaler Mitochondrien in der Hippocampus-Region des Gehirns.

Eine ketogene Diät birgt möglicherweise auch ein therapeutisches Potenzial bei Symptomen im Zusammenhang mit einer mitochondrialen Myopathie; es handelt sich um verschiedene Symptome, allen Patienten ist jedoch eine Muskelschwäche gemein.(1)


Quellen für den Beitrag waren u.a.:

1. McInnes, J., »Mitochondrial-associated metabolic disorders: foundations, pathologies and recent progress«, Nutrition & Metabolism, Okt. 2013;10:63. NutritionandMetabolism.com

2. Gonzalez, MJ, et al., »The bio-energetic theory of carcinogenesis«, Med Hypotheses. Okt. 2012;79(4):433-9. NCBI.NLM.NIH.gov

3. Massachusetts CFIDS/ME & FM Association: »Mitochondrial Dysfunction«. MassCFIDS.org

4. Jornayvaz, FR, und Shulman, GI, »Regulation of mitochondrial biogenesis«, Essays Biochem. Jan. 2014; 47. NCBI.NLM.NIH.gov
5. Ding, WX, und Yin, XM, »Mitophagy: mechanisms, pathophysiological roles, and analysis«, Biol Chem. Juli 2012;393(7):547-564. NCBI.NLM.NIH.gov

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Quelle: http://www.gesundheitsfundament.de/blog ... -zusammen/


Auf zu neuen Therapieansätzen

Ziel der Mitochondrienmedizin ist es direkt an der Ursache anzudocken, um letztendlich die Symptome an der Oberfläche aufzulösen. Hierbei stehen natürlich das Auffinden und Abschalten auslösender Belastungen ganz oben auf der Liste.


Weitere Maßnahmen:

- der Einsatz orthomolekularer Medizin/Mikronährstofftherapie
- eine gezielte Ernährungsumstellung
- Darmbehandlungen, (Darmsanierung, Darmreinigung etc.)
- Entgiftungsmaßnahmen
- speziell entwickelte Diagnose und Therapietechniken

Was man außer der Reihe noch tun könnte, um die Mitochondrien zu schützen, oder gar zu vermehren:

- Bewegung im Allgemeinen
- besser: HIIT High Intensity Intervall Training
- gezielter Sauerstoffenzug aus der Atemluft (Intervall-Hypoxie-Therapie (IHT), Imitation von Höhenluft)
- Laserlicht-Infusionen
- für ein ausreichendes Schlaflevel sorgen
- ab 18 Uhr nichts mehr essen, oder gar gänzlich aufs Abendessen verzichten (Dinner Cancelling -> HGH Produktion)
- Heilfasten im Allgemeinen
- für ausgeglichene Ruhe- und Entspannungsphasen sorgen (tägliche Meditation)
- prinzipiell alle Bausteine des Gesundheitsfundamentes

Fast immer ist langfristig bei den Patienten eine Besserung des Krankheitszustands zu beobachten. Wer sich für das Thema interessiert, kann sich schon sehr viel Know-How über Mikronährstoffe und Co. erlesen. Der Gang zu einem erfahrenen Mitochondrialmediziner ist jedoch unerlässlich. Also unternehmt nicht auf eigene Faust ohne Euch hunderprozentig sicher zu sein, was Ihr da tut.

Hier einige Anlaufstellen:

Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinski
Dr. med. Alexander Michalzik
Dr. med. Gregor Gahlen
Dr. med. Wolfram Kersten
BioMedical Center Speyer
Naturheilpraxis Dirk Rüdiger Noschinski
Dr. med. Jens Neidert
Dr. rer. nat. Dirk Kuhlmann
Dr. med. Lothar Hollerbach
Dr. med. Arnulf Fahl
Naturheilpraxis Lorenz Geßwein
Dr. med. Ralf Heinrich
Naturheilpraxis Doc Ritter
Dr. med. Harald Banzhaf und Dr. med. Thomas Nikolaus

Einige Buchtipps

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    Wieder neue Kraft: Bei Burnout Syndrom, krebsbedingter Erschöpfung und CFS Ein wirkungsvoller Weg aus der Erschöpfung
    Explaining unexplained illnesses
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    Chronisch gesund (Prinzipien einer Gesundheitspraxis)



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Dr. Kuklinskis ("Mitochondrien-Experte") Therapiekonzept bei nitrosativem Stress

Beitragvon Schorsch » 15. Nov 2016, 13:53

Quelle: http://www.symptome.ch/wiki/Kuklinskis_ ... vem_Stress



Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Einleitung
2 Stärkung des Muskelapparates und Lösung von Blockaden
3 Optimierung der Ernährung
4 Mikronährstofftherapie in 5 Schritten 4.1 Vitamin B12
4.2 Mineralstoffe und Spurenelemente
4.3 Vitamine
4.4 Gesundes Fett
4.5 Coenzym Q10
4.6 Was sonst noch gut sein kann

5 Senkung der Sympathikus-Aktivität
6 Quellen
7 Siehe auch 7.1 Relevante Foren-Beiträge
7.2 Weblinks



Einleitung

Das Behandlungskonzept Kuklinskis besteht in einer integrativen und organübergreifenden Komplextherapie, die wegen der heterogenen Erkrankungsbilder vom Arzt und Physiotherapeuten individuell angepasst werden sollte. Da er eine Mitochondropathie als zwangsläufige Folge des chronischen nitrosativen Stresses sieht, ist eine Verbesserung der mitochondrialen Energiegewinnung neben der Reduzierung des nitrosativen Stresses Bestandteil seines Konzeptes. Sofern eine instabile Halswirbelsäule vorliegt, werden auch hier bestimmte Maßnahmen empfohlen.

Ursachenbeseitigung ist nicht nur oberstes Ziel der Therapie, sondern nach Kuklinski auch teilweise erreichbar (er bezeichnet sie als "kausal wirksam"). Weitere Ziele sind die Behandlung bereits entstandener und Vorbeugung weiterer Schäden. Zum Teil den Richtlinien der sogenannten evidenzbasierten Medizin (engl. evidence für Beweis, Nachweis, Hinweis; wörtliche Übersetzung "Beweisgestützte Heilkunde", basiert ausdrücklich auf durch statistische Verfahren erwiesener Wirksamkeit) widersprechend, hebt sich Kuklinskis Ansatz deutlich von der offiziellen Medizin ab. Eine Kostenerstattung oder Anerkennung von Diagnosen seitens der Krankenversicherungen und anderer Sozialleistungsträger ist daher i.a. nicht zu erwarten.

Kuklinski hat nach diesem Behandlungskonzept bisher ca. 2000 Patienten behandelt. Als entscheidende Faktoren für die Zeitdauer bis zu den ersten Behandlungserfolgen und die erreichbare Verbesserung des Gesamtzustandes erwiesen sich dabei ein möglichst früher Therapiebeginn und die konsequente Durchführung aller Therapiemaßnahmen. Insbesondere bei der Nährstofftherapie ist zudem das Einhalten der angegebenen Reihenfolge wichtig, um nutzlose Nährstoff-Einnahme und zusätzliche Schädigungen zu verhindern. Die Therapie sollte bei HWS-Schädigung lebenslang fortgeführt werden, die Mikronährstoff-Dosen können jedoch meist reduziert werden.

Die Säulen der Therapie nach Kulinski:

Stärkung des Muskelapparates und Lösung von Blockaden

Sofern eine instabile Halswirbelsäule vorliegt, sollten der Muskelapparat gestärkt und Blockaden gelöst werden. Ziele sind dabei die Vermeidung weiterer Schäden, die Vorbeugung des Versteifens instabiler Regionen, die Unterstützung der HWS und die Reduzierung von Nervenreizungen und -entzündungen und des dadurch ausgelösten nitrosativen Stresses. Dabei kommen verschiedene Manualtherapien, Methoden der Muskelstärkung und moderate Bewegung in Form geeigneter Sportarten zum Einsatz, während auf der anderen Seite HWS-Belastungen in Alltag und Freizeit gemieden und die HWS in der Nacht durch passende Kissen und Matrazen gestützt werden sollte. Eine einfache von Kuklinski empfohlene HWS-Übung ist die "Giraffe", die gleich nach dem Aufstehen ausgeführt werden sollte: Der Hals wird langsam und ausdauernd so weit wie möglich gestreckt - ohne mit den Händen nachzuhelfen.

Optimierung der Ernährung

Kuklinski empfiehlt bei nitrosativem Stress eine spezielle Ernährungsform, die er Pro-Mitomed-Ernährung nennt.

Die Grundregeln sind dabei:
Verzehr möglichst frischer, unverarbeiteter Lebensmittel, idealerweise aus kontrolliert biologischer Erzeugung - darunter Gemüse (als Eintopf, Wok-Gericht, Gemüsepfanne), Wildkräuter wie Brennessel und Löwenzahn (wegen des Chlorophyllgehaltes), Eier, Fisch
... - abgestimmt auf die individuelle Verträglichkeit
Meiden nitrathaltiger Lebensmittel wie Blattsalate aus konventionellem Anbau und Fleischwaren mit Nitritpökelsalz
Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr auf 150 bis 200 g pro Tag in komplexer Form, keine süßen Speisen
Erhöhung der Zufuhr an Fetten mit einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Milchfett, Fisch, Nüsse, Mandeln und Brotaufstriche daraus, Oliven- und Rapsöl - bei schwereren Formen 50-60% der Kalorienzufuhr über Fett
Kürzere Abstände zwischen den Mahlzeiten, kurz vor der Nachtruhe und evtl. auch nachts bei Erwachen ein (fetthaltiges) "Spätstück"


Die Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr bezeichnet Kuklinski als "Kernstück bei der Therapie NO-induzierter Stoffwechselstörungen", da Kohlenhydrate - insbesondere solche mit hoher glykämischer Last - energetisch nicht verwertet werden können und den nitrosativen Stress und die Störungen der mitochondrialen Energiegewinnung verstärken. Fette dagegen "entkoppeln die oxidative Phosphorylierung (...), Ketone können bei kohlenhydratarmer Kost vom Hirn energetisch verwertet werden" und "entfalten lang anhaltende Sättigungseffekte" (Kuklinski). Ketone sind Stoffe, die bei der Oxidation von Fettsäuren in unserem Körper entstehen, wenn nicht genügend Glukose für die Energiegewinnung zur Verfügung steht. Auch kurzfristige Diätfehler können nach Kuklinskis Beobachtung zum Wiederaufflammen etlicher Symptome führen und sind nicht durch nachfolgende straffe Diät wieder zu gut machen. Jeder übermäßige Zuckeranstieg nach dem Essen schädige im Zusammenhang mit einer reduzierten mitochondrialen Energiegewinnung (mt-ATP-Synthese) die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse irreversibel.

Die sogenannte LOGI-Kost mit Ihrer Empfehlung 50% Fett / 25% Eiweiß / 25% komplexe Kohlenhydrate - mit einem Schwerpunkt auf Obst – wird nach Kuklinski den Anforderungen nicht gerecht. Gerade der Konsum an glukose- und fructose-haltigem Obst sollte aus seiner Sicht drastisch reduziert werden, da Fructose die Lipogenese (biologische Fettsäuresynthese) und die postprandiale (nach dem Essen auftretende) Lipämie (weißliche Trübung des Blutserums oder -plasmas, die durch Fettstoffe und bestimmte sehr kleine Lipoproteinpartikel entsteht) aktiviert und den Fettansatz fördert. Zudem werde der notwendige erhöhte Fettkonsum bei der LOGI-Kost nicht ausdrücklich betont.

Auch die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes soll durch die Optimierung der Ernährung gefördert werden und damit eine möglichst gute Aufnahme von Nährstoffen in den Körper. Diese ist Voraussetzung für die Effektivität der Mikronährstofftherapie, die ebenfalls wichtiger Bestandteil des Therapiekonzeptes ist.

Mikronährstofftherapie in 5 Schritten

Ziele der Mikronährstofftherapie sind die Reduzierung der NO-Belastung, die Sicherstellung einer Basisversorgung, der Ausgleich von Nährstoffmängeln, der Schutz bzw. die Sanierung der Mitochondrien durch Stimulation der enzymatischen Aktivitäten und die Verbesserung von Elektronentransport und Citratzyklus.

Vitamin B12

Vitamin B12 als potenter Stickoxid-Gegenspieler wird initial mit 1000-3000 µg/Tag subkutan (5 Tage lang) gegeben, danach in größeren Abständen je nach Symptomatik. Zur schnellen Senkung hoher NO-Konzentrationen können auch Kurzinfusionen zur Anwendung kommen. Nach der Besserung von Laborwerten und Symptomatik ist bei intakter Magen-Darm-Funktion die orale Einnahme zu bevorzugen, idealer Weise in Form von Adenosylcobalamin. Falls die Wirkung nachlässt, ist evtl. eine zusätzliche Versorgung mit Vitamin B6, Folsäure und Biotin nötig oder die Einnahme von NO-Blockern. In der Langzeitbehandlung können die Einnahmeintervalle je nach Symptomatik ausgedehnt werden. Bei Schwerstkranken können Cyanoverbindungen (Cyanocobalamin) nachteilig sein und Nebenwirkungen auslösen, da sie über Gluthathionsystem bzw. Leber entgiftet werden müssen, so dass hier Hydroxo-, Methyl- oder Adenosylcobalamin zu bevorzugen sind.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Je nach Laborergebnissen und Symptomatik kommen häufig Kalium und Magnesium, teilweise auch Zink, Selen, Eisen und Jod zur Anwendung. Die besonders im Zusammenhang mit Kryptopyrrolurie - nach Kuklinski eine der möglichen Folgen des nitrosativen Stresses - empfohlene Zufuhr von Zink führt allerdings bei vielen Betroffenen zu einer Verschlechterung der Symptomatik. Kuklinski erklärt dies durch eine zusätzliche Hemmung des Citratzyklus und Aktivierung des Glutamatrezeptors, mit der Folge, dass Energiedefizite und Übererregungszustände zunehmen. Vorsicht ist auch geboten bei Aspartat-Verbindungen (z.B. Magnesium- oder Kalium-Aspartat), da neben Glutamat auch das eng verwandte Aspartat Glutamatrezeptoren (genauer: den Untertyp der NMDA-Rezeptoren) stimuliert.

Vitamine

Es kommen B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, Biotin, Folsäure, B12) als Komplex und teilweise als höher dosierte Monopräparate zur Anwendung, sowie die Antioxidantien Vitamin C und E und die Vitamine D und K. Vitamin E sollte dabei stets als Komplex mit allen 8 Vitameren eingenommen werden (die Gamma-Tocopherole und -Trienole sind effektive NO-Fänger). Die Einnahme von Vitamin B1, das eine blockierende Wirkung auf das histaminabbauende Enzym DAO (Diaminoxidase) hat, kann sich nach Jarisch bei Histaminintoleranz ungünstig auswirken. Dies wird durch die Erfahrungen einiger Forumsmitglieder bestätigt.

Gesundes Fett

Empfohlen werden mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl, Hochseefisch, Fischöl oder Algenprodukten.

Coenzym Q10

Coenzym Q10, auch als "Turbogenerator" unter den Mikronährstoffen bezeichnet, wird erst eingesetzt, wenn eine gewisse Stabilität des Stoffwechsels erreicht ist. Es ist einer der Elektronenüberträger innerhalb der mitochondrialen Atmungskette (Kette biochemischer Redoxreaktionen, wichtiger Teil des Energiestoffwechsels) und eines der wichtigsten Antioxidantien.

Was sonst noch gut sein kann

Je nach Symptomatik kann auch die Einnahme folgender Mikronährstoffe sinnvoll sein:
Alpha-Liponsäure bei Kohlenhydratunverträglichkeit, Muskelschwäche oder -schmerzen - ebenfalls eines der wichtigsten Antioxidantien
die Aminosäure L-Carnitin bei Muskelschwäche und chronischer Erschöpfung
die Aminosäure Taurin - auch ein starkes Antioxidans
Kreatininphosphat bei Muskelschwäche
Melatonin - ein NO-Fänger, der auch vor Peroxinitrit schützt
Ginkgo biloba

Senkung der Sympathikus-Aktivität

Dies kann z.B. durch Verhaltenstherapien, Entspannungsmethoden oder Yoga erreicht werden.

Quellen
1.Jarisch, Reinhart: Histamin-Intoleranz, Histamin und Seekrankheit, 2. Auflage, ISBN 3131053828, Seite 12 f
2.KFS – Privat-Institut für präventive & regenerative Medizin: Mitochondriale Medizin
3.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Das Hals-Wirbel-Säulen-Trauma - Ursachen, Diagnose und Therapie (Vortrags-Mitschnitt 12/2006, Audiodatei, leider wohl nicht mehr online verfügbar)
4.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Das HWS-Trauma - Ursachen, Diagnose und Therapie, ISBN 389901068X
5.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Internistische Auswirkungen der HWS-Instabilität - für alle Therapeuten, die mit Ihren Händen die Gesundheit des Menschen fördern, Vortrags-Skript (verwendete Version nicht mehr online, eine neue Version gibt es hier)
6.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Migräne – eine Mitochondropathie mit neuen Therapieansätzen
7.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Vortrag "Nitrosativer Stress: Auslöser für erworbene Mitochondropathien" (gehalten auf dem Kongress "Chronische Multi-System-Erkrankungen" am 29.-30. November 2008 in Würzburg)
8.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Praxisrelevanz des nitrosativen Stresses (pdf-Datei)
9.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo: Praxisrelevanz des nitrosativen Stresses - 2. Mitteilung: Therapie internistischer Erkrankungen
10.Kuklinski, Doz. Dr. sc. med. Bodo und Dr. Anja Schemionek: Schwachstelle Genick - Ursachen, Auswirkungen und erfolgreiche Therapie, ISBN 3899010752
11.Pall, Dr. (PhD) Martin L.: Explaining 'Unexplained Illnesses': Disease Paradigm for Chronic Fatigue Syndrome, Multiple Chemical Sensitivity, Fibromyalgia, Posttraumatic Stress Disorder, Gulf War Syndrome and Others, ISBN 078902389X (bisher nur in englischer Sprache).
12.Patientenfragen.net - Urologische Sprechstunde: Ketone im Urin!



Relevante Foren-Beiträge
Forum Oxidativer/Nitrosativer Stress unter http://www.symptome.ch
Diskussion im Forum: Diskussion zu den Wiki-Artikeln Oxidativer Stress und Nitrosativer Stress
Weitere Threads im Forum: Behandlung nach Kuklinski, Eure Erfolge bzw. Misserfolge der "Nitrostressbehandlung", Mikronährstofftherapie nach Kuklinski, Thiamin (Vitamin B1), Histamin und NO-Stress, Vitamin B12 und nitrosativer Stress, Zusammenfassung unserer Nitrostress-Therapie
Übersichten im Forum: Ernährung A-Z, Mikronährstofftherapie A-Z, Therapie allgemein A-Z

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Re: Mitochondrien-Funktion therapieren und stärken

Beitragvon Schorsch » 19. Apr 2017, 14:01


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Re: Mitochondrien-Funktion therapieren und stärken

Beitragvon Schorsch » 24. Apr 2017, 16:12

Hallo,

anbei ein sehr interessanter Artikel über ATP:


http://symptomat.de/Adenosintriphosphat

Gruß Schorsch

spacerat
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Re: Mitochondrien-Funktion therapieren und stärken

Beitragvon spacerat » 18. Aug 2017, 23:09

Hier ein Beispiel anhand eines Patienten

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