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Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

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Schorsch
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Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Schorsch » 13. Nov 2016, 11:50

Hallo,

anbei per Copy Paste ein Tip bezüglich Mitochondrientherapie einer erfahrenen Langzeitgefloxten aus einer anderen Hilfegruppe. Danke Michaela für deine Mühe dein Wissen zu teilen, um anderen zu helfen.



Zitat des Beitrags:



Ich bin nicht so gut mit Worten und berichte in der Regel genau so wie meine Gedanken gerade sind...also wirr.

Da ich gebeten wurde in der Gruppe meinen derzeitigen Stand mitzuteilen, tue ich es nun.
Habe versucht etwas zu ordnen und vielleicht kann jemand was damit anfangen...
Und findet auch zusätzlich etwas dazu raus [denn mir schwirrt schon der Kopf]

Fluorchinolone sind genau wie Bactrim/Cotrim höchst gefährlich, da es massive
DNA-Schäden in menschlichen Zellen schon nach kurzer Einnahmedauer verursacht.
Insbesondere schädigen sie, genau wie Virustatika auch – die Mitochondrien.
Wie wir wissen kann es bei der Schädigung von Mitochondrien zu Immmunzellschwächen und zu Organschäden führen.

Mitochondriale Toxzität ist als eine unerwünschte Nebenwirkung der Behandlung mit Nukleosidanaloga (NRTI)...[und Fluorchinolone??].... seit langer Zeit bekannt und gefürchtet.
Ursprünglich wurden Schäden der Mitochondrien vor allem im Rahmen von Myopathien und Neuropathien beobachtet. Weitere Organe wie Leber, ZNS und Herz sind nicht zuletzt aufgrund ihrer hohen metabolischen oder energetischen Aktivität besonders von einer intakten Mitochondrienfunktion abhängig und gelten als häufig von NRTI-induzierten Nebenwirkungen betroffener Organe.
Denke von der durch Arzneimittel hervorgerufene mitochondirale Toxität bei Chemotherapien und HIV-Patienten kann auch auf Fluorchinolone geschädigte abgeleitet werden. Denn Fluorchinolone sind ein Chemotherapeutikum.

Als Hinweis: ATZ [NRTI] gehört in die Gruppe der Virustatika.

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Die Einnahme von Vitaminen, L-Carnitin, Coenzym Q 10 und vor allem Uridin können der mitochondrialen Toxizität – zumindest im Laborexperiment – entgegenwirken.

Uridin und Cytidin wird gegen mitochondriale Toxität eingesetzt.

Was ich gestern Vormittag herausgefunden habe, dass wohl bei HIV-Patienten wegen der mitochondrialer Toxität durch Arzneimittel geforscht wird....angekratzt wird auch die Chemotherapie. Aber die meiste Information findet man zwecks HIV-Patienten.
Ich denke, es liegt daran, dass es bei dem Krankenverlauf am gravierendsten ist und man daher versucht dort zu forschen...zumindest versucht hat.

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UridinMonoPhospath [UMP] ist in Keltican forte.
Uridin und Cytidin war der Bestandteil von Keltican N
Ich habe den ganzen Vormittag gesucht und bin darauf gestoßen dass beides gegen mitochondriale Toxität eingesetzt wird.

Nukleotide sind Grundbausteine der Erbinformation (DNA) im Zellkern.
Reparaturvorgänge aktivieren »Uridinmonophosphat zeigt bei Wirbelsäulensyndromen analgetische Effekte. Die neuroregenerative Wirkung ist belegt«, unterstrich Uwe Gröber, Essen. Der Apotheker erläuterte, dass Uridin und Cytidin in der Frühphase von Nervenläsionen verstärkt eingebaut werden. Nach Nervenläsionen sei der Bedarf an neurotropen Pyrimindinnukleotiden erhöht. Jedoch seien Nervenzellen aufgrund ihrer Enzymausstattung nicht in der Lage, diese selbst herzustellen, und somit auf Zufuhr von außen angewiesen. Am geschädigten Neuron, so Gröber, greifen Nukleotide sowohl in die Syntheseprozesse der Nukleinsäuren und Myelinscheiden als auch in energieliefernde Stoffwechselprozesse ein. In Tierversuchen, so der Pharmazeut, ist nach Gabe von Pyrimindinnukleotiden eine signifikante Beschleunigung der Regeneration traumatisch geschädigter Nervenzellen mit erhöhter sensibler und motorischer Faserleitgeschwindigkeit festgestellt worden. Die Applikation von Uridin- und Cytidinmonophosphat hat in placebokontrollierten Studien an Ratten mit künstlich herbeigeführten traumatischen Nervenläsionen zudem zu einer signifikanten Vergrößerung der mittleren Faserfläche auf Basis einer beschleunigten Mylinscheiden- und Axonreifung geführt, sagte der Referent. Uridinmonophosphat ist Dreh- und Angelpunkt der endogenen Synthese von Pyrimindinnukleotiden als Bausteine der Nukleinsäuren und somit der DNA und RNA. UMP besitzt vielfältige Funktionen im Zellstoffwechsel und der Zellregeneration. Bei Nervenschädigungen fördern die aus UMP entstehenden, physiologisch aktiven Uridin- und Cytidinphosphate intraneuronal die Proteinbiosynthese und stellen eine ausreichende Enzymversorgung sicher.
Cytidin gibt man bei Nervenentzündungen und Muskelerkrankungen.

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"Labordaten legen nahe, daß Uridin trotz fortgeführter NRTI-Therapie die mitochondrialen DNA-Spiegel anhebt. Demnächst soll eine Studie zur Wirksamkeit von NucleomaxX beginnen."

Als Hinweis: NucleomaxX ist ein in Deutschland zugelassenes Nahrungsergänzungsmittel mit Wirkstoff UMP das aus Zuckerrohrextrakt gewonnen wird und ist viel zu überteuert, wird in der HIV-Therapie eingesetzt...neben TAU.

Von 2005: Derzeit laufen mehrere Untersuchungen, um Substanzen zu finden, mit denen sich die Störung der Mitochondrienfunktion wieder beheben oder zumindest abmildern läßt.
Ein aussichtsreicher Kandidat hierfür ist die körpereigene Substanz Uridin.

Im Reagenzglas hat Uridin inzwischen in mehreren Studien zeigen können, daß Zellen vor der mitochondrialen Schädigung geschützt werden können.

Thomas Sternfeld aus München berichtete über eine andere Uridinform, das Tri-Acetyl-Uridin (TAU). Hier werden 30 Leute mit Polyneuropathie und/oder Lipodystrophie über zwölf Monate beobachtet.
Nach einer Zwischenauswertung nach sechs Monaten hatten subjektiv (Selbsteinschätzung der TeilnehmerInnen).
73 % bei Lipodystrophie eine Verbesserung, bei der Polyneuropathie waren es 38 %.
Mittels Messung der Nervenleitgeschwindigkeit wurde tatsächlich auch bei 38 % eine Verbesserung festgestellt.
Die Daten sind noch nicht vollständig ausgewertet, so daß noch keine weitgehenden Aussagen möglich sind.

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Das ist nun alles was ich gestern Vormittag zusammentragen konnte und ich bedanke mich fürs lesen und vielleicht kann das ganze uns irgendwann auch helfen, wäre ja schön wenn auch für Fluorchinolone Geschädigte hier angesetzt werden kann.



Irena
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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Irena » 21. Mär 2017, 15:46

Hallo Schorsch und liebe Mitforisten,
ich habe mit Interesse Deine Ausführungen,Schorsch, zur Wirkung von Uridin gelesen. Auf Deinen Rat hin nehme ich ja schon sein 3 Wochen Keltican forte, allerdings nur 1 Tbl. täglich. Meine Nervenschmerzen und "Misssempfindungen" an Händen und Beinen sind zwar besser geworden, aber schubweise immer noch stark. Ist es sinnvoll, mehr davon zu nehmen?
Vielen Dank für alle Tipps!
Irena

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Schorsch
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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Schorsch » 21. Mär 2017, 16:44

Hallo Irena,

ich würde es probieren. Theoretisch spricht nichts dagegen.
Denn was enthält Keltican forte ?
Rein nur Mikronährstoffe wie Vitamin B12, Folsäure und eben Uridin und Cytidin.

Bei anderen Produkten sind diese Wirkstoffkombis wohl ja auch erhöhter. Probiere es einfach mal aus eine Woche lang z.B. eine zusätzlich und schaue was passiert. Man muss aber auch theoretisch annehmen, dass es unabhängig davon grundsätzlich eine gewisse Zeit dauert. Denn selbst wenn man den Nervenzellen optimale Bausteine zuspielt braucht der Körper die Reparaturzeit.

Danke für deine Rückmeldung. Das motiviert dann hoffentlich auch andere mal.

Gruß Schorsch

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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Irena » 22. Mär 2017, 14:06

Hallo Schorsch,
danke für Deine Antwort. Ich werde es ausprobieren!
Gruß
Irena

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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Irena » 26. Jun 2017, 19:10

Hallo Schorsch und liebe Mitforisten,
hier ist mein Bericht über die doppelte Dosis von Keltican forte:
Ich habe seit Ende März für ca. 4 Wochen Keltican forte zweimal am Tag eingenommen und eine Verbesserung meiner Nervenschädigungen gespürt. Meine "Zuckungen" am ganzen Körper und meine Missempfindungen - vor allem an den Händen -, waren zunehmend weniger geworden. Dann habe ich einige Wochen wieder nur 1 Tablette am Tag genommen - und es zuckte und kribbelte wieder deutlich mehr.
Abends auf dem Sofa musste ich wieder alle 1 - 2 Minuten irgendwo kratzen.
Seit Anfang Juni nehme ich wieder morgens und abends je eine Tablette und ich glaube, es hilft gut.
Ich werde erst einmal dabei bleiben, obwohl das Mittel doch ziemlich teuer ist.
Viele Grüße!
Irena

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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Schorsch » 27. Jun 2017, 08:09

Hallo Irena,

du kannst dich auch mal nach anderen Produkten mit dem Wirkstoff Uridine Phospaht umschauen.

Eine andere Gefloxte hat mir mal dieses Produkt hier empfohlen. Da ist grundsätzlich schon mehr Konzentration drin:

http://www.ebay.de/itm/122218247200?redirect=mobile

Aber Google mal selbst genau. Und vergiss nicht das Keltican auch Vit B enthält. Ggf. solltest du dir Uridine Produkt und Vit B Konzentriert als einzel NEM zulegen. Das wird ggf. billiger als Keltican.

Ansonsten mach das einfach mal so weiter. Ich würde die Dosis immer reduzieren wenn es erträglich ist, um dann im härte Fall noch Wirkungserhöhung zu haben.

Gruß Schorsch

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Re: Tip NEM - bei Nervenschäden / Neuropathien

Beitragvon Schorsch » 20. Jul 2017, 16:46

Hallo,

über diesen Kommentarverlauf bin ich heute geklickt...

Wollt es auch hier nochmal absichern:


http://polyneuropathie-forum.de/viewtopic.php?t=5820

Gruß Schorsch


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