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GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

Den.nico
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GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32222

Beitragvon Den.nico » 31.10.2022, 20:46

Hallo liebe Community,
ich wollte mal wissen ob einer von euch schon mal einen Schwerbehindertenausweis beantragt hat. Wenn ja, mit wie viel Prozent habt ihr den Beantragt? - Im Formular steht etwas von „wie viel Prozent“ man erwarten würde.

Kurzer zwischenstand und Ablauf: gefloxt 10/2018 > Ärzte Odyssee bis 12/2019 > mitochondriale Umbauzeichen & (erhöhte anhaltende ANA-Werte) nach Muskelbiopsie 02/2020 > v.A. Diagnose FQAD- Syndrom 09/2020 > Ärzteodyssee bis 04/2022 > Gutachten durch den medizinischen Dienst Bayern 09/2022 > Anwalt für medizinrecht Kontaktiert (aktuell 10/2022) > Antrag auf GdB (aktuell 10/2022) > weitere Diagnose verfahren u.a. ausschluss oder diagnostizieren einer „small fiber Neuropathie“ (aktuell 10/2022).

Über euren Rat und eure Erfahrung wäre ich dankbar.
Jedem noch so stressigem Wiederspruchverfahren möchte ich aus dem Weg gehen, um Nerven zu sparen. Hab nämlich etwas die Vermutung, dass der Antrag abgelehnt wird, weil eben das „FQAD“ an sich ja nicht in der EU akzeptiert wird.

Lg
den.nico

cf12
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32223

Beitragvon cf12 » 31.10.2022, 21:24

Hallo Nico,

die Erfolgsaussichten für die Anerkennung einer schweren Behinderung sind im Moment relativ gering. Sobald eine evtl. psychische Erkrankung diagnostiziert wird, sind die Chancen wahrscheinlich besser und Du könntest z.B. eine 50 prozentige Schwerbehinderung beantragen. Ich habe vor vielen Jahren einen Antrag gestellt (Postnukleotiesyndrom L5/S1, HWS Syndrom) und bekam 20 Prozent bewilligt. :think:

Viele Grüße

cf12

Fibi
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32224

Beitragvon Fibi » 01.11.2022, 10:57

Hallo!
Natürlich sollten wir Schwerer-Gefloxten alle einen GdB beantragen!
Ich habe einen seeehr hohen GdB bewilligte bekommen, nach einer Nachprüfung sogar unbefristet, ohne weitere Nachprüfungen.
Wichtig ist, dass man neben der Diagnose FQAD auch weitere Diagnosen einbringt, zB. CFS, chronische Schmerzen, Sehnenschädigung, Gehbehinderung, Nervenschäden, Depression, Angststörung oder ähnliches, wie es eben bei dir ist. Aber man sollte die FQAD durchaus erwähnen, dann haben die das auch schon mal gehört! Meine Hausärztin hat mir einen Arztbrief geschrieben, in dem sie einfach beschreibt, wie es mir geht, eigentlich ohne große gerätemedizinische Untersuchungen o.Ä. Aber wie es mir tatsächlich geht, hat gezählt! ich habe nunmal viele Einschränkungen. Ich hatte bei der Nachprüfung auch ein eigenes Anschreiben gemacht, mit dem ich um Verlängerung bitte, kurz meine Situation beschreibe und erkläre, wofür ich den GdB weiterhin benötige.
Mir scheint, die Prozente können manchmal auch etwas abhängig sein von dem Sachbearbeiter, an den man gerät...
Der GdB bringt was für die Steuer und evtl. zusätzliche Urlaubstage und/oder Stundenermäßigung im Job, ggf. Behindertenparkplatz. Er ist auch ein weiterer Baustein, um die FQAD zu beweisen, wenn man eine Klage anstrebt. Also unbedingt in Anspruch nehmen!
Der VdK unterstützt ggf. bei der Beantragung. Ich fand es aber eigentlich nicht schwierig, hab das selbst gemacht.
Gruß, Fibi

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Levoflox26
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32225

Beitragvon Levoflox26 » 01.11.2022, 12:31

Hallo zusammen,

fibi, du schreibst
Ich habe einen seeehr hohen GdB bewilligte bekommen


Wie hoch denn? Und in welchem Bundesland?

Meine unbefristeten Grad 60 hab ich hauptsächlich der Psychiaterin einer Reha Einrichtung zu verdanken. Aus dieser wollte man mich voll arbeitsfähig entlassen, worauf ich ein bisschen "ausgetickt" bin. Heißt, ich hab sie heulend (aus Verzweiflung) angeschrieen, dass ich ihr den Tisch abräume, wenn das nicht geändert wird. Es folgte ein Gespräch mit einem anderen Arzt und einer Ärztin die ich nicht kannte, die mir aber wohl gesonnen waren. Aus voll arbeitsfähig wurde so innerhalb von 30 Minuten ein "berufsunfähig"! Monate später, nach einer Knie TEP OP, riet mir der Ortho doch einen SBH Antrag zu stellen. Wollte ich erst nicht, dachte das stünde mir nicht zu, hab ihn dann aber doch gestellt. Keine 6 Wochen später war schon der Bescheid da: Grad 60, 1 Jahr rückwirkend und unbefristet. Ich war erstaunt und las die Begründung und dachte, ich fall vom Glauben ab: Bei Frau Levoflox liegt eine schwerwiegende Verhaltensstörung vor.... :scared-eek: Das konnte nur aus dem Reha Abschlussbericht stammen. Erst wollte ich dagegen vorgehen, der Kündigungsschutz war mir dann aber wichtiger.
Das Ganze war allerdings bereits ein Jahr vor Flox. Ich müsste längst einen Verschlimmerungsantrag gestellt haben, kann mich aber nicht aufraffen.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32229

Beitragvon Hopesoon » 01.11.2022, 20:32

Hallo,

ich habe aufgrund von Vorerkrankungen einen GdB von 50. Habe lange hin- und herüberlegt ob ich einen Antrag auf Überprüfung des GdB, natürlich mit dem Ziel der Erhöhung, stelle, nachdem ich das vor einigen Jahren schon einmal gemacht hatte und das Versorgungsamt dies zum Anlass nahm mich auf einen GdB von 30 herabzustufen. Dank eingelegtem Widerspruch, mit Unterstützung durch den VdK, wurde damals der GdB wieder auf 50 festgesetzt.

Ergo, wenn man noch keinen GdB hat, ist die Sache ziemlich risikolos und man kann eigentlich nichts dabei verlieren, im schlechtesten Fall halt einen ablehnenden Bescheid bekommen. Hat man bereits einen GdB, inbesondere einen von 50 (ab GdB 50 gilt man als schwerbehindert und hat dadurch weitere Vergünstigungen wie z.B. früheres Renteneintrittsalter, SB-Zusatzurlaub, besonderer Kündigungsschutz, Steuervergünstigung...) läuft man bei einer Überprüfung Gefahr, dass man runtergestuft wird.
Bei einem GdB von 30 gilt man als gleichgestellt und hat z.B. auch schon einen besonderen Kundigungsschutz.

Die Tendenz der Versorgungsämter der letzten Jahre ist eine ziemlich restriktive Haltung, deshalb ist bei einem bereits vorliegenden GdB und der Beantragung einer Überprüfung/Anpassung des GdB eine sorgfältige Abwägung der Chancen und Risiken geboten. Es gibt keinen Erhöhungsantrag! Heißt, den Versorgungsämtern wird bei einer Antragstellung die Türe geöffnet, dass diese sowohl einen höheren, gleichbleibenden oder auch niedrigeren GdB feststellen können, auch wenn der bisherige GdB für unbefristet festgestellt worden war!

Ich habe nun trotzdem einen solchen Antrag gestellt, diesmal aber gleich mit der Rückendeckung durch den VdK, weil meine Einschränkungen zwischenzeitlich derart massiv geworden sind. Meine Erfahrung ist, dass die Ämter nicht so schnell mit negativen Entscheidungen bei der Hand sind, wenn man eine deratige Organisation mit im Boot hat. Und man spart sich einiges an Zeit und Nerven, weil der VdK einem einen Gutteil der möglicherweise anfallenden Rumstreitereien abnimmt. Das Verfahren läuft derzeit noch. Maßgebend für das Versorgungsamt sind nicht die festgestellten Diagnosen, sondern die tatsächlich vorliegenden Einschränkungen, so wie es fibi schon beschrieben hat.

FQAD habe ich natürlich dick und fett aufgelistet!

Good luck allen!!!
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32234

Beitragvon Brischid » 02.11.2022, 10:11

Levoflox26 hat geschrieben:Meine unbefristeten Grad 60 hab ich hauptsächlich der Psychiaterin einer Reha Einrichtung zu verdanken. Aus dieser wollte man mich voll arbeitsfähig entlassen, worauf ich ein bisschen "ausgetickt" bin. Heißt, ich hab sie heulend (aus Verzweiflung) angeschrieen, dass ich ihr den Tisch abräume, wenn das nicht geändert wird.
lg uschi


Liebe Uschi,

ich wünschte, ich hätte das auch so geschafft. Die Rehaklinik hat mich psychischen und physischen Vollkrüppel (so sehe ich mich) voll arbeitsfähig entlassen und ich bin auf mein Zimmer gestürmt und habe Rotz und Wasser geheult. Gegen die Psychologin oder Ärztin kam ich mit Worten nicht an.
Erhöhung des GdB traue ich mich auch nicht beantragen, weil ich Angst habe, dass sie mich herabstufen. Da bin ich lieber mit meinem GdB 50 (vor Flox) zufrieden.

Liebe Grüße

Brischid
Zuletzt geändert von Brischid am 02.11.2022, 10:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32235

Beitragvon Levoflox26 » 02.11.2022, 12:29

Liebe Brischid,

ich wünschte, ich hätte das auch so geschafft.


Das war noch vor Flox. Ich war nach 3 Wochen in dieser Reha nervlich vollkommen am Ende. Das war damals eine Großbaustelle, von morgens bis abends Presslufthämmer in den Ohren und Dreck, wohin man auch schaute. Am Wochenende wurden wir nach Dänemark gebracht, damit man die Wände im Foyer einreißen konnte. Es gab nie Ruhe, das hat einen kränker gemacht als zuvor. Dann war da noch der Tod meiner Mutter, von dem ich am ersten Morgen dort informiert wurde. Ich war einfach komplett durch. Sonst hätte ich niemals so hysterisch reagiert. Ich hab mich über mich selbst erschrocken. Aber im Anschluss war ich auch sehr überrascht, wie schnell sich so ein "Urteil" ändern kann, wenn man sich zur Wehr setzt. Nur, wenn man schon lange krank ist, täglich Schmerzen erleidet, wer hat da noch die Kraft dazu?

Erhöhung des GdB traue ich mich auch nicht beantragen, weil ich Angst habe, dass sie mich herabstufen. Da bin ich lieber mit meinem GdB 50 (vor Flox) zufrieden.


Aber wir sind doch jetzt schwerer eingeschränkt als vor Flox! Warum sollte man da zurück gestuft werden? Jetzt bin ich immernoch verhaltensgestört, hab BSV und künstliche Knie, aber kann mit ihnen nicht mehr laufen! Mir geht es gar nicht um ein paar Grade mehr, wobei die höhere Steuererleichterung bei der geringen EMR auch nicht zu verachten ist, es geht mir um Merkzeichen. Ich benötige immer dringender den Parkausweis. Arztbesuche plane ich nicht mehr nach Empathie/Vertrauen sondern nach der Nähe eines Parkplatzes. :roll:

Hast du eigentlich einen Pflegegrad beantragt oder hat das sonst jemand schon getan?

lg uschi :romance-kisscheek:

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32237

Beitragvon Brischid » 02.11.2022, 13:08

Liebe Uschi,

nein, für mich nicht. Ich habe nur für meinen Vater eine Pflegestufe beantragt und das war ein Kampf, bis ich zumindest die Pflegestufe 2 durchsetzen konnte. Meine Mutter, stark gehbehindert und seit einem Schlaganfall geistig und sprachbehindert, hat die Pflegestufe 1. Da sehe ich bei mir keine Chance.

Liebe Grüße
Brischid
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32245

Beitragvon Fibi » 02.11.2022, 14:57

Levoflox26 hat geschrieben:Hast du eigentlich einen Pflegegrad beantragt oder hat das sonst jemand schon getan?

Ja, auf jeden Fall sollten die Schwergefloxten unter uns auch versuchen, einen Pflegegrad zu beantragen!
Und im Gespräch immer die FQAD einbringen! Wir müssen unser Problem bekannt machen, gerade bei diesen Institutionen!
Man kann sich im Internet den Fragebogen ansehen bzgl. Pflegegrad, mit einem Pflegegrad-Rechner schon mal einschätzen, wie es bei einem selbst aussieht. Auch beim Pflegegrad geht es rein um den Istzustand, um die Fähigkeiten, die man eingebüst hat. Es geht nicht um Diagnosen oder Arztberichte.
Chancen sehe ich z.B. bei schwerer CFS durch FQAD mit sehr niedrigem Wert auf der Bell-Skala, gebunden an Bett/Sofa, bei schwerer Gehbehinderung durch Muskel-/Nerven-/Sehnenschäden durch FQAD oder evtl. auch bei schwerem Brainfog/psychischen Problemen? :think:
Beim Pflegegrad gibt es keinen "Auslauftermin" oder regelmäßige Nachprüfungen wie beim GdB.
Viel Erfolg beim Beantragen!
Gruß, Fibi

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32246

Beitragvon Brischid » 02.11.2022, 15:49

Fibi hat geschrieben:
Levoflox26 hat geschrieben:Hast du eigentlich einen Pflegegrad beantragt oder hat das sonst jemand schon getan?

Ja, auf jeden Fall sollten die Schwergefloxten unter uns auch versuchen, einen Pflegegrad zu beantragen!
Auch beim Pflegegrad geht es rein um den Istzustand, um die Fähigkeiten, die man eingebüst hat. Es geht nicht um Diagnosen oder Arztberichte.
Chancen sehe ich z.B. bei schwerer CFS durch FQAD mit sehr niedrigem Wert auf der Bell-Skala, gebunden an Bett/Sofa, bei schwerer Gehbehinderung durch Muskel-/Nerven-/Sehnenschäden durch FQAD oder evtl. auch bei schwerem Brainfog/psychischen Problemen? :think:
Beim Pflegegrad gibt es keinen "Auslauftermin" oder regelmäßige Nachprüfungen wie beim GdB.
Gruß, Fibi



Hallo Fibi,

so sehe ich das auch. Die schlimmste Diagnose nützt nichts, wenn man sich noch selbst versorgen kann. Für die Höhe des Pflegegrades ist ausschlaggebend, in welchem Umfang man auf fremde Hilfe angewiesen ist und laut Auskunft einer Pflegekraft werden psychisch bedingte Einschränkungen sehr hoch bewertet.
So eine Art Überprüfung findet schon statt, allerdings nicht durch den MdK, sondern durch eine autorisierte Pflegekraft z.B. von einem ortsansässigen Pflegedienst.

Liebe Grüße
Brischid
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striker_06
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32295

Beitragvon striker_06 » 06.11.2022, 17:38

Habe "dank" Flox ebenfalls eine anerkannte Schwerbehinderung: GdB 80 mit Merkmalen aG, G und B sowie Pflegegrad 1 im Alter von 34 Jahren erhalten, der nun anstandslos um weitere fünf Jahre verlängert wurde. Bin aber auch recht schwer betroffen und könnte ohne Rollstuhl den Alltag nicht mehr schaffen...

Und es gab keinerlei Vorerkrankungen oä, mein Antrag stützte sich komplett auf die aktuellen Funktionseinschränkungen.
Zuletzt geändert von striker_06 am 06.11.2022, 17:39, insgesamt 1-mal geändert.

Gloria
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32438

Beitragvon Gloria » 24.11.2022, 10:48

Fibi, könntest du vielleicht genauer erläutern (gerne auch per PN), wie du das mit dem hohen GdB geschafft hast? Ich habe trotz massiver muskulärer und Sehnen-Einschränkungen lachhafte 30% für die Muskeln und nicht einmal 10% für die Achillessehnen erhalten ("die Sehnenproblematik stellt keine Funktionseinschränkung dar") - was ein absoluter Witz ist, wenn man das mit meinem Zustand vergleicht (Gehstrecke am Stück ca. 20m, kann kaum stehen, habe einen Rollstuhl etc.)
Mein Hausarzt meint allerdings, die hätten ihren Regelkatalog und man könne da wohl nicht viel machen :angry-cussing:
Er schlägt jetzt vor, über eine Muskelbiopsie nachzudenken, damit ich, falls da etwas nachgewiesen werden kann, etwas Handfestes in der Hand hätte. Die will ich eigentlich aufgrund der Risiken vermeiden und weiß ohnehin nicht, ob die etwas bringt? Hat da jemand Erfahrung mit?
Zuletzt geändert von Gloria am 24.11.2022, 10:57, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#32439

Beitragvon Levoflox26 » 24.11.2022, 13:38

Hallo Gloria,

Er schlägt jetzt vor, über eine Muskelbiopsie nachzudenken, damit ich, falls da etwas nachgewiesen werden kann, etwas Handfestes in der Hand hätte. Die will ich eigentlich aufgrund der Risiken vermeiden und weiß ohnehin nicht, ob die etwas bringt? Hat da jemand Erfahrung mit?


Bei mir wurde in der Biopsie nichts festgestellt, alles normal lt. Uniklinik München. Die Hautbiopsien haben dafür die Small Fiber gesichert. Neuropathien können extrem schmerzhaft und vor allem einschränkend sein, hast du da vielleicht auch Probleme? Das könnte dir mehr Behinderungsgrade einbringen.
Aber Rollstuhl und freie Gehstrecke 20m...da müsste doch mehr drin sein. Komisch, dass das nur Grad 30 sein soll. Ich würde wohl Widerspruch einlegen, falls möglich.

Wünsche dir viel Erfolg.
lg uschi

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33012

Beitragvon Fibi » 15.02.2023, 12:53

Hallo,
ich möchte auf diese Institution aufmerksam machen, mit der ich sehr gute Erfahrungen mache:
https://www.integrationsfachdienst.de/de/
Sehr gute kostenlose Beratung und Begleitung für Menschen mit GdB.

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33017

Beitragvon Levoflox26 » 15.02.2023, 16:58

Hallo Fibi,

ist der Integrationsfachdienst nur für Leute, die noch im Arbeitsleben stehen (da hatte ich von denen Hilfe bei Stress mit Cheffe) oder kann man auch weitere Hilfe von ihnen bekommen?

lg uschi

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33020

Beitragvon Fibi » 15.02.2023, 18:50

Ich nutze die Beratung auch in Bezug auf Beruf. Laut Internetseite scheint mir das das Ziel zu sein.
Für alle anderen Fragen finde ich diese Institution hilfreich:
https://www.teilhabeberatung.de/

ulif
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33027

Beitragvon ulif » 18.02.2023, 12:39

Hallo,

meine Frage in die Runde nach heutigem Posteingang,
mit neuem Abhilfebescheid (diesmal) mit Hilfe vom VDK
nun 40 statt anfänglich 20 GdB.

wg. „Funktionsbeeinträchtigungen: Muskelkrankheit, Chronisches Schmerzsyndrom, psychovegitat. Erschöffungssyndrom,
Funktionelle Organbeschwerden“….
d.h. Kein aufführen von genannten FQAD/ Chronic Fatigue-Syndrom/ ständige Muskelfaszikulationen,
Konzentrationsschwäche etc. !
Habe nur paar Tage zeit bzgl. Widerspruch und bin sehr unschlüssig OB ich es weiter versuchen sollte?
Für Tipps dankbar.. LG

Hopesoon
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33055

Beitragvon Hopesoon » 22.02.2023, 22:00

Zu Bedenken gilt, dass sie dich auch wieder runterstufen können. Die Begründung dürfte denen dann zwar schwer fallen, aber die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen. Bei GdB 30 gilst du als "gleichgestellt" (ein etwas irreführender Begriff, wie ich finde). Heißt soviel wie, dass du in manchen Bereichen die gleichen Rechte hast wie ein Schwerbehinderter (ab GdB 50), so z.B. den Kündigungsschutz, aber nicht in allen (z.B. kein Zusatzurlaub). Wenn sie dich also wieder auf GdB 20 herabstufen, fallen diese Rechte wieder weg.

Mit einem Widerspruch kannst du natürlich auch bestenfalls einen GdB von oder ab 50 und damit die Schwerbehinderteneigenschaft mit weiterreichenden Rechten bekommen und evtl. erreichen, dass FQAD erwähnt wird (wobei ich Zweifel daran habe, dass das Versorgungsamt eine in Deutschland nicht anerkannte Bezeichnung als Begründung für die Festsetzung eines GdB herannimmt).

Ich persönlich habe den Schritt gewagt eine Überprüfung meines GdB von 50 (welcher von Vorerkrankungen herrührt) mit Unterstützung des VdK, mit dem Ziel der Erhöhung des GdB zu beantragen und mich dem Risiko auszusetzen, dass sie mich versuchen runterzustufen. Aber das muss man sich gut für sich selbst überlegen.
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33058

Beitragvon hope2 » 23.02.2023, 13:44

Hallo Ulif,

mir hat das LAS auch nur GdB 20 bewilligt (mit der telefonischen Aussage eines Sachbearbeiters, ich solle in jedem Fall in Widerspruch gehen). War wohl ein Fehler, es ohne den VDK zu versuchen.
In Absprache mit dem VDK stelle ich über den VDK einen Verschlimmerungsantrag, denn ich habe drei weitere aktuellere Arztberichte und wie Hopesoon Dir schon schrieb, kann ein Widerspruch dazu führen, dass Dir das LAS den GdB runterstuft oder ganz aberkennt..

LG,
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33059

Beitragvon ulif » 23.02.2023, 18:42

Danke hopesoon und hope2 für Einschätzungen - VDK meinte eine Teilanerkennung sei nun das richtige mit Option für höhere Einstufung..habe erst heute da jemand erreicht LG

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33515

Beitragvon hope2 » 31.05.2023, 11:52

Hallo Ulif,

bist Du weiter gekommen mit der höheren Einstufung?

Mein Verschlimmerungsantrag wurde abgelenht. Widerspruch steht an.
Frage: Ist irgendjemand von Euch nach dem Widerspruch via VDK zu einem Sozialrechtsjuristen gewechselt? Oder sollte ich möglicherweise schon den Widerspruch via Sozialrechtler laufen lassen (da ein Wechsel von VDK zu einem Juristen über die RSV evtl. ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr möglich ist?) Vom örtlichen VDK möchte ich mich vor dem Sozialgericht nicht vertreten lassen..

Liebe Grüße,
hope2
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33521

Beitragvon Levoflox26 » 01.06.2023, 07:00

Du Liebe,

wenn deine RSV das übernimmt, nimm dir besser gleich einen Juristen. Dass du deinen VDK vergessen kannst, hast du zur Genüge erfahren. Oder du versuchst den Widerspruch alleine und beschreitest bei erneuter Ablehnung den Klageweg? Hauptsache du reichst erst mal fristgerecht Widerspruch ein, Begründung kannst du nachreichen. Oder frag mal bei der UPD nach, was sie dir raten würden. Ab heute übrigens auch online Beratung möglich.

Liebe Grüße
uschi

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33523

Beitragvon hope2 » 01.06.2023, 08:51

Guten Morgen liebe Uschi,

mit einer Mitarbeiterin der UPD habe ich heute morgen schon telefoniert. Sie darf mir keine Auskunft zu rechtlichen Schritten bzgl. GdB geben war die Antwort... Fand ich merkwürdig, als es um viele Fragen ging, was die Klage betrifft, hat sich die damalige Ansprechpartnerin gut 1 1 1/2 h Zeit genommen und detailiert alles mit mir thematisiert und besprochen.
Ich werde den fristgerechten Widerspruch selbst einreichen mit Nachweis; und die Begründung vorverfassen. Halt mich für meschugge: noch einen Termin beim VDK (Begleitung kommt mit) wahrnehmen und die Bergründung über ihn einreichen. Wenn dann wieder abgelehnt wird, werd ich den Klageweg über die RSV/Sozialrechtsjuristen gehen. Halte schon Ausschau nach Sozialrechtlern, die sich auch mit ME CFS auseinandersetzen. Hat hier vielleicht jemand schon eine gute Erfahrung gemacht? Dann freue ich mich sehr, via PN.

Liebe Grüße und ich halte Dir beide Daumen Uschi. :romance-caress: :romance-kisscheek:
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33524

Beitragvon Levoflox26 » 01.06.2023, 12:07

Halte schon Ausschau nach Sozialrechtlern, die sich auch mit ME CFS auseinandersetzen. Hat hier vielleicht jemand schon eine gute Erfahrung gemacht?


Soll ich mich auch mal umhören? Kenne ja mittlerweile recht viele Betroffene. Vielleicht ist jemand dabei aus deiner Gegend. Gib mir Bescheid. :romance-kisscheek:

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#33525

Beitragvon hope2 » 01.06.2023, 14:19

Sehr gerne Uschi. Vielen lieben Dank. :text-thankyouyellow:
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"Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamem Willen."
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Luketheman
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#34327

Beitragvon Luketheman » 21.10.2023, 10:21

Hallo,

Und die nächste Klatsche...
Mein Gdb Antrag wurde komplett abgelehnt, trotz Gutachten von Dr. Pieper und zahlreichen Arztberichten mit dutzenden Diagnosen bekomme ich 0% :angry-cussing: :angry-cussing: :angry-cussing:

lohnt sich ein Widerspruch? Falls ja hat jemand Tipps?
Zuletzt geändert von Luketheman am 21.10.2023, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
20 x 1mg Cirpofloxacin Ohrentropfen 2017
5 x 500mg Levofloxacin April 2022


Ohne Hinweise zu Risiken & Nebenwirkungen
vom Arzt oder Apotheker!

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Levoflox26
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#34329

Beitragvon Levoflox26 » 21.10.2023, 16:23

Hallo Lukas,

das tut mir leid. Du musst mal schauen, es gibt eine Liste mit anerkannten Behinderungen, daran orientieren sich die Versorgungsämter. Um da viele Behinderungsgrade zu bekommen, fehlt einem am Besten bereits ein Bein oder man ist blind, taub, whatever.
Ich hab nach Flox noch gar keinen neuen Antrag gestellt. Hab vor Flox Grad 60 bekommen, unbefristet: degenerative Wirbelsäulenschäden, Arthrose Knie, ein Knie Ersatz aber der größte Teil ist mir für eine "Verhaltensstörung" zugesprochen worden. Hab ich glaub mal erzählt, dass ich in einer Reha einer Psychiaterin (die ich zuvor nie gesehen hatte) gegenüber etwas ausgetickt bin. Mehr als wütendes Schimpfen und Türen zuschlagen war das aber nicht. Da das im Rehabericht stand, nehme ich an es rührt daher. Ansonsten war ich nämlich nie in psychiatrischer Behandlung. In der Reha war ich auf Grund meiner Kniebeschwerden. Sie hatte mir damals den Entlassbrief überreicht, in dem stand, ich würde voll arbeitsfähig entlassen. Auf Grund meines Ausrasters wurde das innerhalb 30 Minuten und einem Gespräch mit dem Stationsarzt und einer weiteren Ärztin dann in "Berufsunfähigkeit und arbeitsunfähig" geändert. Zu Recht, knapp 2 Monate später lag ich nämlich auf dem OP Tisch und bekam einen Knieersatz. Deshalb auch immer meine Warnungen, möglichst nicht (oder nur mit passenden Diagnosen für Überlingen) einen Reha Antrag zu stellen. Deren Auftrag ist stets, die Leute wieder in Arbeit zu kriegen. Aber das nur nebenbei. Wenn du in Widerspruch gehst, schau dir zuvor die Tabelle an und check, ob du entsprechende Diagnosen hast. Sonst heb dir das besser für schlimmere Zeiten auf.
Ich werde demnächst auch einen Verschlimmerungsantrag stellen. Mal sehen, mit E Rolli bekomm ich vielleicht 'ne Erhöhung.

Überlege dir gut, was du machst, ob es sich lohnt? Ansonsten ist das nur unnötiger Stress und wenn du nicht mindestens BHG 30 bekommst (dann kannst du dich mit 50 gleichstellen lassen aber glaub nur wenn du im Arbeitsverhältnis stehst?) hast du ja nichts davon.

Liebe Grüße
uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#34337

Beitragvon ulif » 23.10.2023, 10:11

Hallo Lukas,
ein Skandal und Klasche für alle Betroffenen! Ich kann Dir nur raten Widerspruch einzulegen. Ggf. mit Hilfe / VDK ( auch mit EUTB mache ich gerade positive Hilfserfahrungen! ) dies hat bei mir immerhin eine bisherige erhöhung von GdB 20 auf 40 bewirkt. Arbeitsagentur bescheinigte mir trotzdem vollste Gesundheit OHNE Gleichstellung :angry-cussing: Aber in Zeiten knapper Antibiotika & multiresistenter Keime wird absehbar die Flurchinolone Thematik weiterhin komplett unter den Teppich gekehrt und wir müssen uns in kleinst Streitigkeiten mit Ignoranz & Bürokratismus aufreiben ohne die nötige Energie dafür zu haben.
Wünsch Dir Kraft dafür und natürlich Erfolg.
VG uli

Fibi
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Re: GdB - Beantragen u. Anerkennung einer Schwerbehinderung

#34345

Beitragvon Fibi » 24.10.2023, 07:50

Levoflox26 hat geschrieben: mit E Rolli bekomm ich vielleicht 'ne Erhöhung.


Da sollten 80% drin sein mit G, aG und B.


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