Seite 1 von 1

Kälteempfinden

Verfasst: 22.01.2020, 21:36
von Schaf
Hallo zusammen,
ergeht es zufällig jemandem wie mir, dass er mehr friert als früher (vorwiegend nachts)? Mir erging es auch ein paar Jahre vor dem Cipro-Crash so. Da hatte ich aber auch schon Fluorchinolone verschrieben bekommen und vielleicht hängt das zusammen. Vor 10 Jahren brauchte ich jedenfalls keine super dicke Decke.
Gruß
Schaf

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 00:02
von Maximus
Hallo Schaf,

ja, hängt mit Flox zusammen. Es kann sowohl zur Kälteempfindlichkeit, als auch zu Hitzewallungen, kommen.

Leider ist unklar, was da genau im Körper passiert.

Man kann lediglich die Schiddrüsenwerte bestimmen lassen, ob da was ist.

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse sinkt der Energieumsatz. In Folge dessen kann es zu einer Kälteempfindlichkeit kommen.

Des weiteren haben die Sexualhormone (LH, FSH, Testosteron, SHBG) einen Einfluss auf das Temperaturempfinden.

Gruß
Maximus

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 00:43
von Nina
Hallo ihr Lieben,
ich kenne das auch. Könnte es nicht sein, dass das auch auf die mitochondriale Dysfunktion zurückzuführen ist wegen der mangelnden Energiebildung?
Liebe Grüße
Nina

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 08:48
von Idgie
Hallo Schaf,

ich kenne das auch beides - Phasen, wo es mir sehr warm ist und Phasen, meist gegen morgen, 3-4 Uhr, wo es mir kalt wird. Ich brauche dann eine zweite Decke, die schon bereit liegt.

Gruß, Idgie

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 10:10
von Harry Davis
Hallo Schaf,

Bei mir ist es so das mir eher zu warm ist. Meine Raumtemperatur im Wohnzimmer ist auf 21°C eingestellt, für mich
schon recht warm seit ich gefloxt bin. Ich kann mich so im Winter in kurzen Hosen und T-Shirt in meiner Wohnung aufhalten.
Im Schlafzimmer hab ich es kühler, je nach Witterung 16-18°C.
Keine dicken Decken für mich.
Für die beste aller Freundinen aber schon, die friert ständig bei mir und braucht "Zwiebelkleidung" wenn sie bei mir ist.

Was ich aber gut abkann ist viel Wärme wenn ich mich sonne. Komischerweise geht das. Naja, man muss ja nicht immer
alles verstehen....

Grüße und werd gesund!

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 11:01
von Levoflox26
Hallo Schaf, hallo alle,

geht mir ebenso. Und so wie du, habe ich das auch schon mal erlebt. Kann jetzt aber nicht mehr sagen, ob das in der Zeit früherer FC Einnahmen war.
Andererseits vertrage ich die hohen Temperaturen im Sommer überhaupt nicht mehr. Alles was über 25° hinaus geht empfinde ich als sehr unangenehm, schwitze schnell, vor allem am Kopf (nasse Haare) und im Brust/Rückenbereich. Dagegen bildet sich unter den Achseln fast gar kein Schweiß. Das extreme Schwitzen kann ich auf jeden Fall auch für frühere FC Einnahmen bestätigen.

lg uschi

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 12:05
von Schorsch
Hallo,

bitte probiert mal konsequent eine Zeitlang Eisduschen oder Kneipp Güsse.
Ich wette das Kältempfinden wird dadurch massiv verbessert.

Ich hatte seit Flox immer eiskalte Füße...klar Durchblutungsbeschwerden, weil insbesondere Kapilargefäße auch angegriffen werden. Seit ich regelmäßig also bei jedem Duschgang abschließend eine Eiskalt-Finaldusche mache zumindest Minimum über Beine und Arme bis es vor Kälte zieht, ist das 100 % weg. Besser ist es Ganzkörper 2-3 Min eiskalt täglich so das es richtig bizzelt. Das bringt enorm viel auch bei Bluthochdruck.

Gruß Schorsch

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 12:39
von Levoflox26
Hallo Schorsch,

ich mache das schon lange bei jedem Duschen. Direkt im Anschluss spüre ich auch die angeregte Durchblutung. Aber an der generellen Temperaturempfindung ändert es nichts. Manchmal bitte ich meinen Mann meine Füße/Beine/Hände anzufassen. Er findet sie dann zwar "leicht kühl", ich aber empfinde sie eiskalt. Auch dieses Frieren ist nicht von der tatsächlichen Temperatur abhängig, schwer zu beschreiben, das kommt so "von innen raus". Irgendwie glaube ich nicht, dass das eine Durchblutungsgeschichte ist. Hab sogar schon öfter ein Fieberthermometer genutzt, weil ich gefühlte Untertemperatur hatte. Die lag aber immer um die 36°. Also völlig normal. Keine Ahnung, was dahinter steckt. Im Gegensatz zu meinen anderen Beschwerden, belastet mich das aber auch nicht sonderlich. Ich leg mir abends eine Heizdecke ins Bett, dann ist es kuschelig warm, wenn ich schlafen gehe. Nehm sie natürlich raus, bevor ich mich rein lege und schaue auch in den 1-2 Stunden, die sie eingeschaltet ist, öfter mal nach ob alles okay ist. Gab ja auch schon Brände durch solche Heizdecken, da ist Vorsicht geboten!

Unangenehmer finde ich das extreme Schwitzen im Sommer. Da tropft mir der Schweiß die Haare runter. Hab mir deshalb schon die Haare kurz schneiden lassen. :roll:

lg

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 12:43
von cf12
Idgie hat geschrieben:Hallo Schaf,

ich kenne das auch beides - Phasen, wo es mir sehr warm ist und Phasen, meist gegen morgen, 3-4 Uhr, wo es mir kalt wird. Ich brauche dann eine zweite Decke, die schon bereit liegt.

Gruß, Idgie


Hallo Idgie,

post Flox ist der Stoffwechsel (incl. Hormonhaushalt) gestört. Ich messe morgens die Körpertemperatur und die Werte sind häufig zu niedrig (< 36,6° C), was durch eine leichte SD Unterfunktion verursacht werden könnte (evtl. "subklinischer" T3 Mangel). Durch die Beseitigung eines evtl. Jodmangels kann die SD Funktion häufig verbessert werden. Weitere Verbesserungen des Stoffwechsels sind z.B. durch Ernährung, NEM, physikalische Reize, (angepasstes) Bewegungstraining und evtl. Beseitigung von hormonellen Störungen möglich. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

Re: Kälteempfinden

Verfasst: 23.01.2020, 16:44
von Schaf
Danke für eure Rückmeldungen und Ideen.
Ich wollte mir endlich eine neue, richtig warme Decke kaufen. Als ich die wärmste Test-Decke zurückgeschickt hatte, die im Sortiment war, war die Verkäuferin schockiert, als sie hörte, dass ich unter der Decke gefroren hatte (und das, obwohl wir unser Schlafzimmer nachts heizen). Sie meinte, die Decke wäre den Leuten eigentlich zu warm :-P Da ist es mir erstmal bewusst geworden, wie verfroren ich eigentlich bin und, dass das früher nicht so war.
Im Sommer habe ich mittlerweile ein umgekehrtes Empfinden: Früher konnte ich die Hitze nicht ertragen und mittlerweile nehme ich es an.
Bei einer Temperaturmessung an verschiedenen Stellen am Körper beim Heilpraktiker vor und nach Kältereiz ist aufgefallen, dass der Körper allgemein Probleme hat, die Temperatur zu regeln.

Gruß
Schaf