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Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

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Krabiwi
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Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6741

Beitragvon Krabiwi » 15.08.2018, 13:48

Diesen Thread ist dem Thema Hoffnung gewidmet, denn diese kommt insbesondere im deutschsprachigen Raum leider noch viel zu kurz.

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Was mich selbst sehr überrascht hat ist, dass es überhaupt so viele Skeptiker, Zweifler und Miesepeter gibt obwohl das Netz voll mit positiven Erfahrungsberichten bei konsequenter Mitochondrien-Therapie mit Low Carb Ernährung und solider Orthomolekularmedizin ist.

Die Therapie-Skeptiker lehnen Vitamine und Mineralien ab und gehen sogar soweit diese als "Blödsinn" und "gefährlich" zu bezeichnen. Das ist eine verantwortungslose Haltung welche gerade akut Gefloxte verunsichern kann so dass diese sich ihrem Schicksal ergeben und am Ende mit ihrer Gesundheit bezahlen.


Ziel dieses Threads ist es nun konkrete Berichte zu sammeln welche den mitochondrialen Therapieansatz über low carb Ernährung sowie Ergänzung von lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Aminosäuren empirisch untermauern. Die folgende Sammlung ist unvollständig da ich bei weitem nicht alle Berichte studiert habe und es auch nicht mehr tun werde, da sich meine Prioritäten bei fortschreitender Genesung verschieben.

Eins vorweg um Missinterpretationen zu vermeiden, 100% Heilung ist in vielen Fällen ausgeschlossen, oft bleiben selbst bei günstigen Verläufen sporadische Neuropathien übrig, eine verminderte Kondition ist ebenfalls häufig, was insbesondere sportlich aktive spüren, ganz zu schweigen von einer unterschwelligen Mitochondriopathie die sich bei ungesundem Lebensstil selbst nach Jahren wieder verstärken und Schübe sowie Rückfälle verursachen kann. Es geht hier also nicht um 100% Heilung und Heilsversprechen sondern um möglichst zügige und soweit wie individuell´mögliche Genesung sowie Vermeidung von Schüben und Rückfällen. Auch sei hier nochmal extra erwähnt, dass wenn quasi über Nacht schwerste Organschäden auftreten oder chronische Vorbelastungen vorhanden sind, alle Therapieansätze nur bedingt gelten, das sollte logisch sein. Fakt ist, dass sich Schäden wegen dem oxidativen Stress der sekundären Mitochondriopathie noch über 1-2 Jahre hochschaukeln können, daher ist es wichtig therapeutisch anzusetzen um diese oxidativen Schäden zu verhindern. Low Carb Ernährung und NEM sind vom Prinzip her antioxidative Therapie.

Richtwerte gibt auch der Floxreport, welcher die Genesungsverläufe von 42 Floxfällen statistisch aufbereitete und systematisch in 33 leicht und mittlere sowie 9 schwere Fälle anhand der Symptomatik einordnete. Selbst bei mittleren Fällen sind oft chronische, jedoch lediglich leichte und sporadische Symptome zu erwarten.



Wir beginnen mit dem Forum, da sich hier die positiven Berichte mit solider Ernährungs- und NEM-Strategie immer mehr häufen. Man kann die ganze Diskussion auf einen Satz reduzieren: "Wer heilt hat recht" und die konsequente Therapie (Low Carb, Fasten, Orthomolekularmedizin, Vermeidung von Umweltgiften) hilft mir und bereits anderen mit signifikanten Besserungen, teilweise innerhalb von wenigen Monaten:



Der Biochemiker Gerald hatte 30 Tagesdosen FCs als die Toxizität durchschlug, lebensbedrohliche Vergiftung mit 39 Nebenwirkungen, Notaufnahme, alle Gliedmaßen geschwollen, 30 kg Gewichtsverlust, definitiv einer der schwersten Fälle im Forum. Mit einer äußerst soliden und umfangreichen NEM-Strategie kämpfte er sich innerhalb von 2 Jahren wieder zurück ins Leben, Beschwerden liegen noch in den Füßen vor:

viewtopic.php?f=36&t=467


Idgie macht ebenfalls mit einer soliden NEM-Strategie sowie low carb Ernährung und Intervallasten massive Fortschritte:

viewtopic.php?f=36&t=841


Floxie begann 8 Monate post flox eine solide NEM-Strategie, welche sie wieder auf die Füße brachte, nach Absetzen der NEM erfolgte ein Rückfall, nach erneuter Aufnahme der NEM sowie Betreuung durch einen mitochondrialen Arzt macht sie wieder massive Fortschritte und ist nach eigenen Angaben bei 90% Genesung:

viewtopic.php?f=36&t=560



Eine solide orthomolekulare Therapie mit Laboruntersuchungen, offensichtlich nach einem Jahr aus dem gröbsten Draußen:

viewtopic.php?f=36&t=459



Robmuc im Mai 2015 gefloxt, anschließend Symptome und 3 Jahre Augenschmerzen. Er wusste nicht dass er gefloxt wurde, im Januar 2018 dann Reflox mit Floxal Augentropfen und massiver Verschlechterung der Symptome. Etwa ab Februar Vitamincocktail + Glutathion-Therapie i.V., war nach 12 Infusionen aus dem gröbsten draußen und nach eigenen Angaben wieder bei 70% und arbeitsfähig, seitdem hört man nichts mehr von ihm:

viewtopic.php?f=36&t=709




Selbst User Koriander der eigentlich eine Spitze gegen NEM bringen wollte bestätigt einen positiven Effekt der NEM, 6 Monate sind eine sehr gute Zeit in Flox-Maßstäben, nur hatten er und seine Heilpraktikerin zu seinem Unglück Borrelien sowie die Darmsanierung übersehen, dafür können die NEM natürlich nichts:

"Hier im Anhang siehst meine Therapie aus dem Jahre 2004 da habt Ihr alle noch in der lauen Sommernacht dem Mond zugeschaut.
Übrigens die Dosis war das 8-fache Menge der von DGE empfohlene täglichen Nahrungszufuhr in allem.

Damals nach 6 Monaten war der Spuck durch - doch weder ich noch meine HP-Therapeutin wußten, dass ich einen total geschädigten Darm mit Antibiotika-Resistenz ohne schützende Darmschleimwand habe aus einer Tennisarm-Op 2000 und sich hier folgend der AB-Anwendung Keime - wie auch Borrelien breit macht haben."

viewtopic.php?f=38


Hier sei angemerkt, dass eine ketogene Ernährung schädlichen Bakterien sowie Candida ihre Nahrungsgrundlage entzieht, denn diese Organismen benötigen zur Vermehrung einfache Kohlenhydrate, insbesondere Zucker. Fettsäuren können diese nicht verarbeiten da diese über einen komplexen Stoffwechsel umgewandelt werden müssen, deswegen schimmelt Brot sehr leicht, Öl mit über 90% Fettanteil dagegen nicht, um es laienhaft auszudrücken.


Nichtzuletzt meine eigene Geschichte, die ich bestmöglich dokumentiere. Gefloxt Anfang März 2018. Direkt mit Mg und Zink supplementiert weitere 7 Tage Zerfall bis zur Ergänzung von Protein Whey. Konnte nicht mehr stehen und hatte neben Schwäche weitere Symptome die täglich zunahmen, 3 Wochen nur auf Bürostuhl fortbewegt, seit Mitte März ketogen, ab April Glutathion und Ozontherapie für 6 Wochen. 14 kg Gewichtsverlust. Ab Juni wieder auf den Beinen im häuslichen Bereich und beruflich im Homeoffice tätig, stetige Besserung mit abgeschwächtem Schub Ende Juni:

viewtopic.php?f=36&t=722


Dies sind nur die aktuellen Fälle welche mir bekannt sind, ich habe bei weitem nicht alle Geschichten gelesen.





Erwähnenswert ist ebenfalls der Fall von Alex der seinen Fall auf https://ciprohilfe.wordpress.com/ dokumentierte.

Ebenfalls Glutathiontherapie i.V. über mehrere Monate, dazu Magnesium sehr hochdosiert über 800 mg. Größtenteils draußen ab Monat 7 für 2 Monate, dann aber Rückfall für weitere 5 Monate.


Vieles was die Amerikaner auf Floxiehope praktizieren und über die Jahre durch umfangreiche Selbstests nahezu perfektioniert haben fällt ebenfalls in die Kategorie mitochondriale Therapie mittels low carb und Orthomolekularmedizin. Das Pendant zu Dr. Kuklinski heißt dort Terry Wahls.

Auf Floxiehope gibt es mittlerweile über 90 Berichte mit soliden Genesungsverläufen, die meisten umfassen eine mehr oder weniger solide NEM- bzw. i.V. Therapie mit low carb Ernährung.


Sehr schönes Beispiel mit konsequenter Selbsttherapie sowie solider NEM-Strategie von Ruth, nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen:

https://floxiehope.com/ruths-story-cipro-toxicity/

Dazu ein brillantes Zitat, dass ich niemandem vorenthalten möchte:



"Well, here is the reality my friends. Every single one of us who have been floxed are now part of a medical research study. Even if you opt out of trying anything suggested on floxiehope, you are still part of this clinical research, because you are testing if time alone can heal us. Everything we do or do not do, every symptom we experience, every theory we put together as to what happened to us based on that experience is part of this new body of medical research into how we get floxed and whether floxed bodies can heal.
To tell other floxies to shut up because their theories do not agree with your own is to limit and taint this medical study. We should not stop this study because it is about the only research going on into what causes floxing and what will help us. The medical community is not doing it. They don’t even believe in FQAD and even if they do, where will they get the money to study floxing? From the drug companies? We are it. What we try or do not try and every time we describe what happened to us we contribute. Someday somebody is going to look at the research we collected and it might just lead to a cure. This makes site like floxiehope invaluable."

"Nun hier ist die Realität meine Freunde. Jeder einzelne Gefloxte ist Teil einer medizinischen Forschungsstudie. Selbst wenn du dich dagegen entscheidest irgendeinen vorgeschlagenen Ansatz auf Floxiehope auszuprobieren, bist du immer noch ein Teil dieser klinischen Studie, weil du testest ob Zeit alleine deinen gefloxten Körper heilen kann.
Anderen Gefloxten zu erzählen ruhig zu sein, weil du mit deren Theorien nicht einverstanden bist limitiert diese Studie lediglich. Wir sollten diese Studie nicht stoppen, weil es die einzige Studie ist die aktuell durchgeführt wird um zu sehen was die Symptome verursacht und was einem helfen kann. Das Gesundheitswesen unternimmt nichts. Die meisten Ärzte glauben nicht einmal an die FC induzierten Schäden und selbst wenn sie es täten, wer würde die Finanzierung für Flox-Studien bereitstellen? Die Pharmakonzerne? Wir sind es. Was wir probieren oder nicht probieren, jedesmal wenn jemand beschreibt was passierte, leistet er einen Beitrag. Eines Tages wird irgendjemand auf unsere gesammelte Forschung schauen und dies zu einer Therapie führen. Deswegen sind Seiten wie Floxiehope von unschätzbarem Wert. "

Prinzipiell trifft jeder Gefloxte eine Grundsatzentscheidung, entweder er testet das was anderen half oder er testet ob sein Körper alleine ohne NEM damit fertig wird. Die Verantwortung für die Folgen dieser Grundsatzentscheidung muss jeder am Ende selbst tragen. Wenn er sich durch Nichtstun chronisch verkrüppelt genauso wie wenn er sich mit Überdosen von Magnesium, EIsen und Zink die Nieren zerstört. Eigenverantwortung ist eine ganz schwere Sache um die man als Gefloxter aber nicht (mehr) herumkommt. Natürlich ist es ggü. sich selbst am bequemsten sich einzubilden man könne gar nichts tun, denn dann wäre man aus der Eigenverantwortung draußen. Hier sei aber abermals erwähnt, dass NEM keine Allheilmittel sind und es definitiv starke Anfangsschäden gibt.

Umso mehr polarisieren natürlich die Arbeiten von Michalak, Pieper, Kuklinski sowie meine Beiträge die größtenteils auf deren Arbeiten basieren.


Weitere Beispiele auf Floxiehope für solide NEM-Strategien:

https://floxiehope.com/fluoroquinolone- ... y-stories/


Angefangen mit der Betreiberin Lisa:
https://floxiehope.com/lisas-recovery-s ... -toxicity/



Bill, Low Carb, NEM und Ozontherapie, nach 4 Monaten aus dem gröbsten draußen, jedoch über 3 Jahre noch kurze Schubphasen in abnehmender Intensität:
https://floxiehope.com/bills-recovery-s ... e-effects/



Suzan, wusste jahrelang nicht was mit ihr los ist, nach 8 Jahren chronischer Probleme entdeckte sie, dass Aminosäuren ihr halfen:

https://floxiehope.com/susans-story/

Man kann nun rätseln welche Aminosäuren exakt, ich würde auf die Bausteine des Glutathion Methionin und Cystein tippen. Eventuell noch Tryptophan. So einfach kann es manchmal sein, aber natürlich nicht immer. Man muss eben alles durchprobieren.


Nick, NEM, low carb, Glutathion i.V. löste seinen Brainfog auf, nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen, betreibt wieder Bodybuilding:
https://floxiehope.com/nicks-story-recovery-from-cipro/



Tom, radikal no carb, NEM, nach einigen Monaten draußen, andere medizinische Probleme sind unter seiner Radikalkur ebenfalls abgeheilt, leider wenig Details, bestätigt aber praktisch die heilende Wirkung der ketogenen Ernährung:

https://floxiehope.com/toms-story/



Ryan, NEM, Ozon
https://floxiehope.com/ryans-story-cipr ... -recovery/



Tamara, Ernährung, NEM und Glutathion i.V., sie bezeichnet GSH als ihre "Magic Bullet", nach 4 Monaten draußen, bekam postflox ein gesundes Kind:
https://floxiehope.com/tamaras-story-cipro-toxicity/


Daniel, 42 x 1000mg Cipro, low carb, NEM, Meditation, erste Besserung nach 10 Wochen, nach einem Jahr draußen:

https://floxiehope.com/daniel-ls-recovery-story-2/


Die Autorin Amy hat prinzipiell ebenfalls mitochondriale Therapie betrieben, äußerst solide und umfangreich von Ernährung bis NEM, war nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen:

https://amyknichols.wordpress.com/2016/ ... ught-back/





Die o.g. Verläufe werden von diesem klinischen Fachartikel untermauert in der eine mehrfach und chronisch gefloxten Frau mit Vitaminen und Antioxidantien behandelt wurde. Gut dokumentierter Fall, ihr ging es nach 14 Tagen Moxifloxacin nach 3 Jahren ohne dass sie wusste was los war und somit auch ohne Therapie besser, bekam dann aber anschließend eine Ladung Cipro oben drauf die ihr den Rest gab, erholte sich dann aber nach einer IV-Therapie mit Vitaminen und Glutathion über Monate langsam aber auch merklich wieder. Außerdem wird hier auf den Einfluss von genetischen Dispositionen im Bereich der Entgiftungsenzyme hingewiesen:

"This test revealed a genetic polymorphism in the cytochrome P-450 pathway, as well as genetic variations in the catechol-o-methyl transferase enzyme, the Nacetyl transferase enzyme, and the glutathione-s-transferase enzyme necessary for glutathione conjugation and phase II detoxification. "


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23991888





Auffällig an den Berichten ist, dass disziplinierte und zügig begonnene low carb Ernährung mit Vermeidung von Umweltgiften sowie solide orthomolekulare Medizin die meisten Geschädigten offensichtlich nach 6-12 Monaten aus dem gröbsten rausbringen.

Das ist bzgl. Floxtoxizität wo man laut Floxreport selbst bei mittleren Vergiftungen mit bis zu 2 Jahren rechnen muss eine gute Prognose.




Die Rede ist außerdem von SOLIDEN NEM-Strategien, dieses "kleckern" was einige betreiben, "ich probiere heut mal etwas Magnesium und morgen ein bisschen B12 und schau ob es hilft" bringt gar nichts, denn es handelt sich hier nicht um Medikamente die innerhalb von 30 Minuten Wirkung zeigen sondern bestenfalls nach Wochen oder Monaten. Ganz zu schweigen von den wellenförmigen Symptomverläufe die eine Einschätzung ob etwas speziell hilft unmöglich machen. Also entweder man lässt sich alle Werte vom Labor prüfen und behandelt gezielt oder man haut drauf und verlässt sich auf die Regulationsfähigkeit des Körper bei gesunden Nieren. Die eine Hälfte hilft die andere Hälfte bringt womöglich nichts, am Ende zählt das Gesamtergebnis.





Eine gescheiterte NEM-Therapie und Rückfälle liegt nach bisherigen Erkenntnissen an den folgenden Faktoren:


- schwerste vom Körper nicht mehr zu heilende Anfangsschäden
- hohes Alter und somit eingeschränkte Selbstheilungskräfte
- das o.g. genannte zögerliche kleckern, hier und da, aber nichts wirklich richtig
- die Einnahme von NEM ohne die Ernährung auf low carb und Zuckerverzicht umzustellen
- ein Reflox über Nahrung und Medikamente, insbesondere Zuchtfisch und Schrimps, aber auch Huhn etc
- ein zu später Beginn der Therapie, sprich erst nach mehreren Monaten oder gar Jahren, hier haben sich Stoffwechselstörungen und Organschäden bereits manifestiert die der Körper nicht mehr heilen kann
- nach der Genesung eine Rückkehr zu alten und ungesunden Gewohnheiten sowie körperliche Überlastung
- chronische und individuelle Vorerkrankungen

Man müsste sich jedoch die einzelnen Fälle im Detail anschauen um Fehler zu finden. Ich bitte darum konkrete Fälle zu verlinken, bei denen eine solide Ernährungsumstellung, Vermeidung von Umweltgiften sowie NEM nichts brachte. Da das Forum im Visier von Trollen von FB-Echokammern ist, die sich offensichtlich durch die therapeutische Genesung anderer provoziert fühlt, können lediglich Berichte akzeptierte werden die bereits seit min. 3 Monaten öffentlich einsehbar sind um erfundene Geschichten zu vermeiden.



Ein gutes Beispiel wie hoch B-Vitamine therapeutisch dosiert werden können, Benfotiamin ist ein Vitamin B1 Derivat, das etwa 5x stärker resorbiert wird, sprich 300mg Benfotiamin entsprechen somit einer Dosis von 1500 mg B1, die empfohlene Tagesdosis für B1 liegt bei rund 1mg:


viewtopic.php?f=56&t=903


Wer die seiner Meinung nach gefährlichen Vitamine und Aminosäuren meiden möchte, dürfte theoretisch gar nichts mehr essen, denn diese Stoffe sind in der Nahrung enthalten. Alle menschlichen Zellen sowie deren DNA-Stränge bestehen z.B. aus Aminosäuren. Viele Vitamine und Metalle sind Kofaktoren der mitochondrialen Atmungskette. So einfach ist das, denn NEM sind keine Frage von "was" sondern lediglich eine Frage von "wie viel", sprich der Dosierung von Vitalstoffen die wir ohnehin aufnehmen und die der Körper zum Leben benötigt.


Was in der heutigen Nahrung dank Monsanto Massenware noch an Vitalstoffen drinsteckt ist eine Blackbox, hat der perfekte rote Apfel noch das an Vitaminen was ein Bio-Apfel aus dem Garten ursprünglich hatte? Man weiß es nicht und es darf bezweifelt werden und man geht somit ein Risiko der Mangelernährung ein.

Bei einem Vitamin- und Mineralkomplex dagegen weiß man exakt welche Dosierung man gerade aufnimmt. Die Kenntnis der Dosierung ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei Therapien.

In diesem Sinne allen eine gute Genesung sowie ein starker Wille.


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6752

Beitragvon Floxi » 15.08.2018, 16:48

Danke für die tolle Zusammenfassung. Genau die positiven Berichten fehlten mir im deutschsprachigen Raum auch. Habe anfangs den gesamten Blog von Ciprohilfe verschlungen und darauf basierend Hoffnung für eine Genesung gehabt. Floxiehope bietet mir noch heute enorme Stütze, vorallem die Beiträge von Ruth (die übrigens auch auf Nachfragen zügig antwortet).

Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox.

Wahrscheinlich führt die NEM Strategie und die allgemeine Lebensumstellung auch zu einer Genesung von präflox existierenden Erkrankungen.

Als kleines Beispiel kann ich meine Vorgeschichte nennen:
Präflox benötigte ich aufgrund einer latenten hypothyreose (kein Hashimoto) L Thyroxin 100 (mikrogr). Meine Blutwerte präflox waren sogar so, dass ich auf ca LT 112,5 hätte steigern können.
Heute benötige ich dank der NEM Strategie LT 75.
Die Schilddrüse ist sehr stark von guter Nährstoffversorgung abhängig. Insbesondere Selen, Jod, Vit D und Eisen. Als ich damals mit LT angefangen habe war ich schwanger, hatte einen schwersten Vitamin D Mangel (lag bei 3,4 mit einer Norm über 30), einen starken Selenmangel und weitere andere Mängel (vorallem Vit B6) .Statt die Mängel großzügig aufzufüllen (sollte nur niedrigdosiert Vit D 1.000 nehmen) wurde mir LT verschrieben. TSH lag damals bei ca 3, freie Schilddrüsenwerte mittig in der Norm. Keine Antikörper waren vorhanden. Normal große unauffällige Schilddrüse.

Erst postflox ist mir die Wichtigkeit der Nährstofftherapie erst bewust geworden. Ich ging immer davon aus, dass wir mit der Nahrung genügend Nährstoffe aufnehmen.


Ps: was noch wichtig ist:

Das Forum wird mehr Zulauf bekommen, viele Menschen werden sich jetzt dank der medialen Aufklärung über ihre Symptome informieren wollen. Bei vielen wird wahrscheinlich FQ die Ursache sein. Die meisten kennen ja den Zeitpunkt an dem ihre Symptome begannen und viele wissen, dass sie zuvor ein Antibiotikum nahmen. Jedoch werden auch viele Leute- mit ähnlicher Symptomatik der FQ Toxizität- versuchen auch hier nach dem Auslöser ihrer Erkrankung zu suchen. Meiner Meinung nach sollte man sich äußerst zurückhalten bei Personen, die nur eine FQ Einnahme vermuten aber nicht bestätigen können. Viele Erkrankungen ( Schilddrüse und andere Stoffwechselerkrankungen bis hin zu ernsten rein psychiatrischen Erkrankungen) können ähnliche Symptome hervorbringen. Letztendlich ist der gemeinsame Nenner die mitochondriale Schädigung (sei es durch FQ, Toxine, Stoffwechselstörungen...).
Typisch für die FQ Toxizität bei einem ansonsten gesunden Körper ist die abnehmenden Intentisität der Symptome bzw der typische zyklische Verlauf. Bei anderen Erkrankungen stagniert teilweise die Symptomatik über Jahren, hat nicht diesen typischen FQ Verlauf.
Eine gute Freundin von mir hat extrem ähnliche Symptome wie ich. Vor ca 3 Jahren begannen diese. Sie hat- auf meine Empfehlung hin- ihre Krankenkassen kontaktiert und eine Liste aller verschriebenen Medikamente der letzten 8 Jahre erhalten. Sie bekam- außer einem Penicillin- keine Antibiotika. Sie hat allerlei Untersuchungen schon hinter sich- und außer einer leicht auffälligen Schilddrüse- gelte sie als kerngesund. Die LT Therapie startet sie jetzt. Ihre Symptome kommen zwar zyklisch, aber wurden im Laufe der Zeit nicht besser. Dh heisst der Auslöser existiert noch.
Sowohl eine Psychotherapie als auch AD halfen nicht. Sie hatte bis zum Ausbruch der Erkrankung ein völlig normales Leben ohne Sorgen oder Ängste.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6753

Beitragvon Schorsch » 15.08.2018, 20:20

Hallo Floxi,

diese Aussage von dir:

"Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox. "


Das möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen, da so ggf. ein falsche Bild erzeugt wird. Es gibt FQAD, es gibt mir selbst auch viele privat bekannte Floxis, die auch wie ich durch diesen Dreck kausal belegt schwerbehindert und vermutlich dauerhaft geschädigt sind. Auch ich habe sofort alles probiert und sehr konsequent umgesetzt, was ich auch heute noch ganz diszipliniert mache. Allerdings war der Erfolg nur auf manche Symptome begrenzt und macht eben bis heute 3 J Postflox auch nicht alles wett. Ich ging damals schon sehr fundiert vor, nahm z.B. im ersten Jahr schon neben den Basis-NEM, Mag, Vit D etc. auch MitoQ und viele andere symptomatisch passende NEM konsequent und richtig täglich, zudem absolute Ernährungsoptimierung und Zucker, Alkohol-, Kaffeeverzicht. Ich war auf sämtlichen US Seiten und habe deren Infos und auch vieles aufgrund von belegten Studien stets gleich umgesetzt. Der NEM und Orthomolekulare Ansatz ist ja schon in den sehr alten Skribten, wie dem LTS (Levaquin Tendonitis Solution) seit Jahren bekannt und ist eigentlich ein 100 % Pendant zur Mitotherapie. Auch die Empfehlungen einiger sehr alten FB Gruppen (z.B. Tanyas Erst Hilfe) stützen sich auf diesen Ansatz. Das ist daher alles nichts wirklich neues aber analytisch sehr gut und solide begründet von krabiwi aufgearbeitet worden.

Das was Krabiwi hier schreibt stimmt auch absolut, es ist aber oftmals in vielen Fällen so das die Antioxidativen Unterstützungen auch bei bestmöglicher Ausführung nicht ausreichend die Stoffwechselstörungen (oxid. Streß, GABA, Kollegenynthese etc. ) verhindern kann, wie der der durch das FC entsteht. Ich gehe 100 % mit das jeder Floxi der hier einiges probiert grundsätzliche Fortschritte oder weniger Probleme mit seiner Gesundheit haben wird. Aber viele erreichen eben nicht ihren alten Status zurück und eben vor allem nicht bei allen Problemen und Symptomen. Wir wissen auch aus den wissenschaftlichen Arbeiten, dass insbesondere Muskel-, Sehnen- und Nervenzellen eben ab einem gewissen Punkt nicht mehr regenerieren können. Da ist dann leider Game Over.

Ich finde es daher nicht richtig, solche verharmlosenden Aussagen zu machen auch wenn du nur von viele sprichst und das inhaltlich einen anderen Kontext betrifft, es ggf. auch garnicht wirklich so gemeint ist. Dieses Gift schädigt leider viele Menschen dauerhaft. Ggf. besteht dein Umfeld eher aus "Leichtgefloxten" und es kommt dir deshalb nur so vor. Das soll bitte kein Vorwurf sein aber es soll eben der Sache gerecht werden. Denn ich fühle mich bei so Aussagen genauso pauschal abgestempelt und verarscht, wie das oft die Ärzte bei meiner Diagnose tun.

Ich möchte auch nicht bestreiten oder jemanden die Hoffnung nehmen nicht vollständig zu heilen aber wir sollten hier alle gemeinsam klar Kante zeigen und immer für uns all sprechen. Ich glaube auch viele meinen nur, sie wären geheilt und haben unterschwellig, indirekt weiter dran zu knabbern. Dann kommts erst Jahre später zum Reflox oder zu anderen Problemen ohne Kausalbezug. Ggf. sind die meisten Arthrosen und andere vermeintliche Altersprobleme "Alzheimer" etc. zum großen Teil ursprünglich auf FC zurückzuführen, ein Aortenaneurysma entsteht auch nicht über Nacht. Das Zeug ist sicher nicht an allen Krankheiten Schuld aber so komplex und zerstörerisch wie es auf den humanen Stoffwechsel wirkt, darf man hier nie davon ausgehen, das man "geheilt" ist auch wenn man mal 1-2 Jahre Ruhe hat. Schätzungsweise muss man echt sein Leben lang anderen Streß vermeiden, nur um die FC-Toxizität zu kompensieren. Je nachdem welche restlichen Reserven man noch hat, klappt das gut oder weniger gut. Du hast natürlich Recht der weitere Lifestyle Postflox bietet eben unglaubliches Kompensationspotential auch bei vielen anderen Dingen die ggf. vorher schon bestanden hier bin ich auch 100 % deiner Meinung. Man ist max. sensibilisiert worden und hat unglaublich viel gelernt.

Dieser Kommentar soll keinem hier die Hoffnung nehmen symptomfrei und unbeschwert wieder gesund zu werden. Es gibt ja auch zum Glück viele die "nur Leichtgefloxt" sind. Bzw. welche die es einfach besser wegstecken und kompensieren können.

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6754

Beitragvon Levoflox26 » 15.08.2018, 21:48

Hallo zusammen,
ich habe jetzt einige der verlinkten Berichte auf Floxiehope gelesen. Da war niemand dabei, der Levo genommen hat.
Macht es bzgl. der Heilungschancen eigentlich einen Unterschied, ob man Levo oder Cipro genommen hat? Vielleicht täuscht mein Eindruck ja, aber ich habe das Gefühl, dass Cipro eher neurologische/psychische Probleme macht und Levo eher Muskeln, Sehnen und Gelenke schädigt.
Diese Anfangssymptome, wie Panikattacken, Ängste, Unruhe, Schlaflosigkeit etc. haben bei mir wieder nach gelassen, bzw. sind ganz weg. Aber die Muskelschmerzen in den Waden, die Schmerzen der Füße (Gelenke u. Sehnen) haben sich gar nicht verbessert, sind eher schlimmer geworden. Du, Schorsch oder auch Cypho, schreibst ja auch, dass deine Muskel/Sehnenprobleme anhalten.
Haben wir mit Levo noch schlechtere Heilungsaussichten als mit anderen FC?
Grüße in die Runde
gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
9/2017 - 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Schorsch
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6755

Beitragvon Schorsch » 15.08.2018, 22:01

Hallo Levoflox,

sehr interessant deine Feststellung.

Dazu sei erst mal ganz gesagt: klar wissenschaftlich belegt ist das Levo doppelt so toxisch wirkt wie Cipro. Und das es wohl statistisch gesehen bei der Häufigkeitsverteilung auch eher symptomatisch die Muskel- / Sehnen bzw. die Kollagensynthese betrifft.

Ich schätze es macht bei der grundsätzlichen FC Toxizität wesentlich mehr aus einmal max. überdosiert zu fahren als langfristig kleinere Dosen zu nutzen. Weshalb das doppelt so toxische Levo ggf. massivere Auswirkungen hat.

Aber auch in einigen Papers und auch aus unseren Erfahrungen heraus ist jedes FC Cipro, Levo, Moxi etc. jeweils gewissen Symptomatikschwerpunkten zuzuordnen. Liegt vermutlich am unterschiedlichen Chemischen Aufbau und dem Wirkmuster im Stoffwechsel. Ich schätze daher auch wenn man ein FC mit Symptomatiken in gewissen schlecht regenerierbaren Bereichen hat, ist eine Heilaussicht grundsätzlich eher schwieriger. Trotzdem auch unter Levo bestehen sicher Chancen, auch wenn Floxiehope hier nichts sagt. Ich gebe meine Hoffnung auch niemals auf. Allerdings gehe ich auch nicht davon aus, jemals im Leben nochmal einen Marathon laufen zu können.

Gruß Schorsch

Bellaflox
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6758

Beitragvon Bellaflox » 16.08.2018, 19:50

Hallo,

Ja Levo ist toxischer als cipro.
Ich werde wohl kein Salsa mehr tanzen können. Wahrscheinlich nur meinen Namen mit meinen Armen! Auch bei einem Marathon werde ich nicht machen. Die achillessehnen fühlen sich einfach nur instabil an. Ich muss mit denen immer reden. Ich hab aktuell keine Schmerzen, aber die Rechte ist seit einem Jahr geschwollen. Warum? keine ahnung.

Jedoch finde ich es toll, wie sich jemand hier die Mühe macht alles auf das Tablett zu legen.

Zum Alex muss ich sagen, dass er auch keine Updates mehr gibt. Es kann sein ihm geht's gut, und er ist raus aus der Sache.

Jedoch bin ich der Meinung das es Heilung gibt. Ich denke im Inneren kann Heilung entstehen. Die Natur kann sich auch binnen einiger Jahren wieder erholen, wenn man ihr die Chance gibt. Wieso sollte es ein Mensch nicht Können?

Jedoch sehe ich das mit dem NEMS auch relevant und werde sie weiterhin nehmen. Und wenn ich wieder mehr Ruhe habe, wieder Vollgas geben.

Floxi
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6759

Beitragvon Floxi » 16.08.2018, 20:14



Eins vorweg um Missinterpretationen zu vermeiden, 100% Heilung ist in vielen Fällen ausgeschlossen, oft bleiben selbst bei günstigen Verläufen sporadische Neuropathien übrig, eine verminderte Kondition ist ebenfalls häufig, was insbesondere sportlich aktive spüren, ganz zu schweigen von einer unterschwelligen Mitochondriopathie die sich bei ungesundem Lebensstil selbst nach Jahren wieder verstärken und Schübe sowie Rückfälle verursachen kann. Es geht hier also nicht um 100% Heilung und Heilsversprechen sondern um möglichst zügige und soweit wie individuell´mögliche Genesung sowie Vermeidung von Schüben und Rückfällen.


Hallo Schorch,
mir ging es um das Zitat von Krabiwi, dass in vielen Fällen eine Heilung ausgeschlossen sei. Tatsächlich habe ich bei Floxiehope wirklich über viele Fälle gelesen, die ihren Gesundheitszustand als besser bezeichnen. Bei Floxiehope gibt es vorwiegend leicht bis mittelschwer Gefloxte.
Das hätte ich zum besseren Verständnis natürlich nochmals hervorheben sollen.
Auch das am meisten symptomatische Organsystem spielt da eine große Rolle: sind es die Muskeln, Sehnen und Bänder die betroffen sind? Sind es das periphere oder das zentralen Nervensystem?

Die Frage ist auch wieso Levo meist andere Schäden als Cirpo oder Moflo verursacht.

Ich will natürlich mit diesem Satz keinem schwer gefloxten zu nahe treten (ich bin selber in einem anderen gesundheitlichen Bereich schwer geschädigt und kann über leichte und mittelschwere Fälle nur „schmunzeln“- auch hier läuft bei mir gerade eine aussichtsreiche Klage gegen den verursachenden Arzt- aufgrund dieser Sache habe ich Cirpo in Kombi mit Metronodazol nehmen müssen), aber ich will auch verdeutlichen, dass man auch Hoffnung haben kann.

Cypho
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6762

Beitragvon Cypho » 17.08.2018, 13:06

Hallo Schorsch, Levoflox und Nicole,

bei Levofloxacin hat man einen Piperazinring an das Chinolonmolekül heransynthetisiert. Deshalb wirkt es auch gut gegen gramnegative Bakterien.
Dieser Piperazinring ist der wichtigste strukturelle Unterschied zu Cipro oder Moxi. Er soll dafür verantwortlich sein, das Levo so sehnentoxisch ist.
Auch wenn das jetzt zynisch klingt: Ich wäre lieber durch Cipro oder Moxi gefloxt worden. Ich hatte 2 Stunden nach der Einnahme einer einzigen Tablette massive AS-Schmerzen. Habe das Zeug sofort abgesetzt. Ich denke heute, das die Sehnenschäden die sofort entstanden sind von Anfang an nicht mehr reparabel waren. Ich kann heute 13 Monate danach maximal 50 Meter am Stück laufen, bei einer Tagesgesamtlaufleistung von 200 Metern. Für längere Strecken benutze ich einen Rollstuhl.
Ich habe jetzt 10 bis 12 Monate postflox noch eine Small Fiber Neuropathie und starke Schmerzen in den Fußgelenken (hoffentlich nicht Arthritis) dazubekommen.
Ich denke nicht das eine Tablette Cipro oder Moxi ähnliche irreversible Sehnenschäden verursacht hätten.
Levo kann einen mit einer Tablette in den Rollstuhl bringen.
Wikipedia: Fluorchinolon-induzierte Sehnenschäden gelten als therapieresistent und erfordern häufig chirurgische Eingriffe, medizinische Rehabilitation, orthopädische Hilfsmittel oder den Einsatz eines Rollstuhls.
Ich werde Heumann-Pharma schreiben, das sie in Zukunft zu jeder Levo-Packung noch eine letale Dosis Strychnin oder Herzglykoside dazulegen sollen.

Beste Grüße Cypho

Levoflox26
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6763

Beitragvon Levoflox26 » 17.08.2018, 15:34

Hallo zusammen,
Auch wenn das jetzt zynisch klingt: Ich wäre lieber durch Cipro oder Moxi gefloxt worden.


Ich wäre lieber gar nicht gefloxt worden. Es sind vielleicht andere Symptome vorrangig, jedoch schränken diese das Leben der Betroffenen ebenso ein. Und es kann dir auch keiner mit Sicherheit sagen, dass du nicht auch von einer Cipro oder Moxi Achillessehnen Probleme bekommen hättest. Haben viele der Cipro Geschädigten hier doch ebenso. Fakt ist, wir alle haben unser altes Leben verloren. Mit unglaublich vielen Konsequenzen in Partnerschaft, Freunde(?), Job, Finanzen, Freizeitaktivitäten etc. Es ist für jeden hier tragisch, zumal bei Einigen kein Ende absehbar ist.
Andere haben großes Glück gehabt, konnten schnell die Kausalität erkennen, hatten eine bessere körperliche Verfassung vor der Einnahme oder was auch immer.
Aber auch wir sollten weiter hoffen, Cypho. Was ist denn die Alternative? Wir können nur nach vorne schauen, in der Hoffnung, dass die NEM und die Zeit uns weiter bringen.

Ich werde Heumann-Pharma schreiben, das sie in Zukunft zu jeder Levo-Packung noch eine letale Dosis Strychnin oder Herzglykoside dazulegen sollen.

...und für die, für die es zu spät ist, doch bitte eine finanzielle Entschädigung, mit der wir wenigstens unsere Existenz sichern können.

Habt trotzdem einen guten Tag und ein schmerzfreies Wochenende.
lg
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6764

Beitragvon Bader » 17.08.2018, 19:08

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob` s jemandem hilft, schreib s aber trotzdem.
Ich hab im Dezember 2015 2 Packungen Levofloxacin verschrieben bekommen und auch eingenommen,
d.h. 20 Tabletten über drei Wochen.
Meine Geschichte mit den Beschwerden hab ich ja schon beschrieben.
Heute, über zweieinhalb Jahre spater, geht s mir gesundheitlich wieder sehr gut, nur noch leichte Beschwerden
an den Ellbogen-und Hüftgelenken. Diese Stellen bearbeite ich seit einem halben Jahr mehrmals täglich unter starkem
Druck mit der Daumenkuppe und hab den Eindruck, dass auch hier Besserung eintritt.
Will damit sagen, dass auch Levofloxacin-Geschädigte berechtigte Hoffnung auf Genesung haben können.
Schöne Grüße
Bader

Cypho
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6767

Beitragvon Cypho » 17.08.2018, 20:27

Hallo Bader,

das ist ein erfreulicher Fakt, der Hoffnung macht. Glücklicherweise hattest du aber keine AS-Entzündung. Aber du bist deine Neuropathien wieder losgeworden. Das ist schon sehr gut und freut mich für dich. Außerdem hattest du eine schlaue Heilpraktikerin, die dir rechtzeitig Alpha-Liponsäure empfohlen hat.

Beste Grüße Cypho

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6768

Beitragvon Bader » 17.08.2018, 20:52

Hallo Cypho,

ich wusste damals noch nichts von Fluorchinolonen, bin erst letzten Herbst durch einen TV-Bericht hellhörig geworden.
Vielleicht war das ganz gut so, sonst hätte ich mich evtl. sogar mit den Nebenwirkungen abgefunden....
Mein Allgemeinzustand war verheerend, ich schob das damals auf einen schlecht plombierten Zahn.
Schmerzen und Beschwerden hatte ich am ganzen Körper, u.a. an den Oberschenkeln, den Waden, den Achillessehnen und auch den
Fußsohlen. Von den anderen Körperregionen ganz zu schweigen...Ob ich eine AS-Entzündung hatte, vermag ich nicht zu
beurteilen. Ich hatte auch nicht den Eindruck, jemals wieder gesund zu werden.
Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers beachtlich sind, wenn er die nötige
Unterstützung von aussen bekommt. Ich kann auch nicht bewerten, was genau zu meiner Gesundung führte, hab
alles Erdenkliche genommen und ausprobiert.
Vielleicht hab ich auch nur Glück gehabt. Ich rate aber trotzdem, nicht aufzugeben und immer wieder selber an sich zu
arbeiten, z.B. durch ständiges durchkneten der betroffenen Stellen, kaputtmachen kann man im Zweifelsfall eh nichts mehr...
Aber einfach nie aufgeben. Aber die aktiven User hier im Forum sind eh Kämpfer, und das ist gut so.
Schöne Grüße und baldige Gesundheit
Bader

Karlken
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6817

Beitragvon Karlken » 22.08.2018, 18:22

Hallo alle zusammen

Klasse das mal jemand ein solches Thema hier eröffnet hat.
Das hat mir hier ein wenig gefehlt. Hätte man auch selber drauf kommen können. :oops:
Hab mich mal auf Floxie Hope umgesehen. Bin sehr erfreut doch so viele letztendlich positive Geschichten dort zu lesen.
Gerade für Neulinge des Forums ist es, so denke ich, wichtig zu lesen das es Hoffnung gibt.
Entgegen der Aussage von Levoflox26 finde ich dort sehr wohl Berichte positiver Verläufe nach Levofloxacin Einnahmen.
Ich habe Lisa`s Geschichte und die ersten 10 Berichte weiterer Geschädigter mittels Google-Übersetzer ins Deutsche übersetzt. Habe nur in wenigen Fällen, zum besseren Verständnis, die Google-Übersetzung verändert.
Ich finde es sehr wichtig das wir alle auch mal Erfolgsgeschichten lesen sollten. Das gibt Hoffnung und mentale Stärke die sich ggf. auch positiv auf unsere Genesungsabläufe auswirken können.
Da die Berichte in Word-Dateien hineinkopiert wurden habe ich hier einen Link für diejenigen die kein Office haben.

https://www.chip.de/downloads/Word-Datei-oeffnen_54508973.html

Hier die Geschichten
James.docx
(14.74 KiB) 96-mal heruntergeladen
James.docx
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Karens Genesungsgeschichte.docx
(13.01 KiB) 85-mal heruntergeladen
Karens Genesungsgeschichte.docx
(13.01 KiB) 85-mal heruntergeladen

Keris Genesungsgeschichte.docx
(15.7 KiB) 74-mal heruntergeladen
Keris Genesungsgeschichte.docx
(15.7 KiB) 74-mal heruntergeladen

Lisas Geschichte.docx
(25.38 KiB) 85-mal heruntergeladen
Lisas Geschichte.docx
(25.38 KiB) 85-mal heruntergeladen

Lynn.docx
(26.53 KiB) 73-mal heruntergeladen
Lynn.docx
(26.53 KiB) 73-mal heruntergeladen

Marks Recovery Story.docx
(12.01 KiB) 67-mal heruntergeladen
Marks Recovery Story.docx
(12.01 KiB) 67-mal heruntergeladen

Richards Genesungsgeschichte.docx
(13.9 KiB) 91-mal heruntergeladen
Richards Genesungsgeschichte.docx
(13.9 KiB) 91-mal heruntergeladen

Sharons Geschichte.docx
(12.79 KiB) 70-mal heruntergeladen
Sharons Geschichte.docx
(12.79 KiB) 70-mal heruntergeladen


Da ich offenbar nur 8 Dateien hochladen kann werde ich weitere, wenn gewünscht, nach und nach hochladen.

m.f.G.
Karlken

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6819

Beitragvon Levoflox26 » 22.08.2018, 19:40

Hallo Karlken,
vielen Dank für deine Mühe. Google ist leider nicht die optimale Übersetzungshilfe, da kommt dann oft etwas unverständliches wie dieses heraus:
Als ich floxed war, war ich nur einen Monat davor, eine sehr hohe Dosis von Benzodiazepinen zu kündigen.

Es gibt eine bessere Option: deepl.com

Entgegen der Aussage von Levoflox26 finde ich dort sehr wohl Berichte positiver Verläufe nach Levofloxacin Einnahmen.

Ich schrieb auch nicht, dass ich ganz Floxiehope durchsucht habe, sondern einige der Links von Krabiwi gelesen habe. Klar gibt es auch positive Verläufe bei Levo, ich hatte ja beim ersten Mal auch deutliche Verbesserungen. Es ist lediglich mein ganz subjektiver Eindruck, dass sich die diversen FC symptomatisch wie auch von der Heilungsaussicht unterscheiden. Ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ich finde es sehr wichtig das wir alle auch mal Erfolgsgeschichten lesen sollten.


Unbedingt. Aber man sollte die Geschichten auf Floxiehope auch kritisch hinterfragen. Manche der Stories (damit meine ich nicht die von dir übersetzten) empfinde ich als unglaubwürdig. An Wunder glaube ich nämlich nicht. Im Netz kann jeder schreiben was er will und es gibt leider auch Menschen, die uns nicht wohl gesonnen sind oder die einfach ein bisschen seltsam unterwegs sind. Das sollte man m.E. stets im Hinterkopf haben.

Liebe Grüße
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6820

Beitragvon Schorsch » 22.08.2018, 21:33

Hallo,

ohne hier positive Stories von Floxiehope oder sonst woher kaputt reden zu wollen, sehe ich das rein faktisch ebenso kritisch wie Levoflox.

Genauso wenig, wie ich direkt den subjektiven Aussagen einzelner Floxis glaube, das Ihnen dieses und jenes NEM etc. wirklich geholfen hat, glaube ich auch bei vielen Recovery Stories nicht an ein wirklich fundiertes Statement. Es gibt viel zu viele einwirkende Dinge, die alle Einfluss haben. Zudem ist nicht gesagt, bzw. liest man nie 100 % raus, ob einige wirklich wieder alles so wie zuvor machen können. Daran habe ich aber starke Zweifel. Lass doch mal wie früher 10 km rennen, dann noch täglich dauerhaft Arbeitsstreß haben und am Wochenende gemäßigt feiern gehen. Derartige Aussagen sind zum Zeitpunkt der Verfassung einer Story so nie bedacht worden. Alles reflektiert sich eher stets an den Alltageffekten, welche logischerweise auch den massivsten Verlusteffekt darstellen. Daher sehe ich das auch alles äußerst skeptisch. Ich kenne selbst zu viele Betroffene, die eben nach Jahren noch auf der Stelle treten und irgendwann nicht mehr weiter vorwärts kommen. Zumindest aber ist es jedem möglich deutliche Lebensqualität bei Beachtung gewisser Aspekte zurückzugewinnen. Das ist meiner Meinung nach eher eine absolute reale Aussage mit der man motivationserzeugend rangehen sollte.
Klar ist das Motivation, Hoffnung + Psyche einen riesen Einfluß auf den Heilerfolg haben und sicherlich gibt es auch positive reale und 100% reflektierte Stories bei Floxiehope, genauso wie es aber irgendwelche "Laabereien" dort gibt. Es ist wie die Symptomatik selbst eine absolute Gradwanderung mit subjektiven Einflüßen von Betroffenen, bei der man stets hoffen aber auch der wissenschaftlich belegten Wahrheit ins Auge sehen sollte.

Gruß Schorsch

PS Klar ist wer sich stetig mit negativen Stories vollpumpt wird die mentale Last die Flox schafft sicher nicht unbeschadet auf Dauer ertragen.

Glühwürmchen
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6827

Beitragvon Glühwürmchen » 23.08.2018, 15:22

Hallo Zusammen,
Schorsch hat oben geschrieben:
Zumindest aber ist es jedem möglich deutliche Lebensqualität bei Beachtung gewisser Aspekte zurückzugewinnen. Das ist meiner Meinung nach eher eine absolute reale Aussage mit der man motivationserzeugend rangehen sollte.


Das entspricht auch meinen Beobachtungen aus früheren FQ-Gruppen.

Mein Ansatz war/ist, dass ich schaue, welche Fähigkeiten/Möglichkeiten noch vorhanden sind. Anstatt traurig zu sein, was ich alles nicht kann, weitet sich mein Blick und oft habe ich Dinge gefunden, die ich noch machen konnte. Manchmal konnte ich allerdings auch nur noch ins Bett gehen. Dann war das halt so.
Die Symptome nehmen mal mehr mal weniger Platz in meinem Leben ein. Den Raum, der noch frei bleibt, den versuche ich so gut es geht zu füllen.

Liebe Grüße
Glühwürmchen

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6828

Beitragvon Karlken » 23.08.2018, 16:35

Hallo Levoflox26
Hallo Schorsch
Hallo Glühwürmchen
Hallo Floxi

Danke für eure kritischen Rückmeldungen.Extra Dank an Levoflox26 für die Google-Übersetzer Alternative.
Werde sie demnächst ausprobieren.

Leider habt ihr in vielen Punkten zu unser aller Leid recht.
Meine Intension war es lediglich Frischgefloxten aufzuzeigen daß das Leben nicht zwingend vorbei ist.


Mit freundlichen Grüßen
Karlken

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6829

Beitragvon Glühwürmchen » 23.08.2018, 17:52

Hallo Karlken,
ich denke, da wir alle sehr verschieden sind, brauchen wir auch ganz verschiedene Ansätze, wie wir mit dieser Situation umgehen. Ich denke, dass hier in diesem Pfad für jeden etwas ist. Deshalb war Deine Arbeit auch wichtig.
Liebe Grüße
Glühwürmchen

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6830

Beitragvon Levoflox26 » 23.08.2018, 17:53

Hallo zusammen,

Meine Intension war es lediglich Frischgefloxten aufzuzeigen daß das Leben nicht zwingend vorbei ist.


Karlken, das ist auch gut so und ich finde es prima, dass du dir die Mühe mit den Übersetzungen machst. :handgestures-thumbupleft:
LG
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7254

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:18

Hallo zusammen,

Levofloxacin wird in den USA als Levaquin vermarktet, Amy Nichols litt z.B. unter Levaquin-Toxizität und kam mittels äußerst konsequenter Selbstherapie sehr gut aus der Geschichte innerhalb von 8 Monaten raus.

Welche FC-Derivat nun das toxischere ist darüber lässt sich streiten, jeder glaubt natürlich, dass seines giftiger ist als das der anderen.

Levo zersägt die AS, aber auch bzgl. Cipro gibt es Fälle wo die AS chronisch zerstört wurde. Bzgl. Moxifloxacin kenne ich keinen Fall, aber es wird auch weit weniger verschrieben als die anderen beiden, ich kenne mit meinem insgesamt nur 4 Erfahrungsberichte mit Moxifloxacin, darunter auch der klinische Fachartikel in dem die Geschädigte über 3 Jahre beinträchtig war.

Fakt ist, dass Cipro mit 3 Stunden, Levo mit 6 Stunden und Moxi mit 12 Stunden die längste Halbwertszeit besitzt, da Moxi generell nicht durch CYP450 entgiftet werden kann.

Der Aufbau der Seitengruppen spielt für die biochemische Reaktion eine große Rolle, aber hier wird es chemisch äußerst komplex und ohne die umfangreichen Forschungsunterlagen der Pharmakonzerne wird man hier im Detail nichts einschätzen können.

Z.B. bei Gatifloxacin und Travofloxacin landeten bis zu 5% der Patienten direkt im Jenseits, es kommt maßgeblich auf den Aufbau der Seitengruppen an.

Dr. Pieper verweist auf folgende Studie mit der Seitengruppe in Position 7:

"Die Toxizität dieser Nebenwirkung korreliert offenbar
mit den Methyl-Piperidinyl-Seitengruppen in Position
7, sodaß diesbezüglich Ofloxacin und Levofloxacin ein
höheres Risiko haben als beispielsweise Ciprofloxacin [12]"

Dr. med. Pieper, OM Ausgabe 163 6/2018

[12] Kaleagasioglu F et al., Review: Fluoroquinolone-Induced
Tendinopathy: Etiolgy and Preventive Measures, Tohoku J.
Exp. Med. 2012,226
https://www.jstage.jst.go.jp/article/tj ... 4_251/_pdf



"Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox. "

Hallo Floxi,

definitiv kommt das vor, nichtzuletzt weil man sich zwangsweise zum Heilpraktiker, wenn nicht gar mitochondrialen Mediziner, fortbilden muss und diese Erkenntnisse auch postflox nutzt um möglichst gesund zu leben.

Um jedem gerecht zu werden sei auch hier nochmal erwähnt, dass manche keine Wahl hatten da die initialen Schäden zu groß waren oder sich über die Monate über den oxidativen Zellstress potenziert haben.

Ich für meinen Teil habe z.B. entschieden mich nur noch ketogen zu ernähren, die paar Süßigkeiten wie Eiscreme, Pfannkuchen, Müsli, Kuchen und Waffeln mache ich mir selbst mit Mandel-Kokosmehl sowie Erythrol/Stevia. Selbst Nussbrot back ich mir nun selbst. Bei den Ballaststoffen in Form von Kernen, Leinsamen und Flohsamenmehl betreibt man eine stetige Darmkur.

Ketogene Ernährung ist antioxidative Ernährung, Kohlendryate werden im Darm in Glukose aufgespalten sind also im Prinzip, wenn auch etwas komplexer Zucker und somit Mitochondriengifte da diese die Menge an freien Radikalen und somit oxidativen Zellschäden fördern.


" Auch ich habe sofort alles probiert und sehr konsequent umgesetzt, was ich auch heute noch ganz diszipliniert mache. Allerdings war der Erfolg nur auf manche Symptome begrenzt und macht eben bis heute 3 J Postflox auch nicht alles wett. Ich ging damals schon sehr fundiert vor, nahm z.B. im ersten Jahr schon neben den Basis-NEM, Mag, Vit D etc. auch MitoQ und viele andere symptomatisch passende NEM konsequent und richtig täglich, zudem absolute Ernährungsoptimierung und Zucker, Alkohol-, Kaffeeverzicht."

Hallo Schorsch, das folgende soll kein Vorwurf sein und auch keine Klugscheißerei sondern um die Sache ganz realistisch und objektiv zu betrachten, damit jeder Lehren daraus ziehen kann um Fehler zu vermeiden.

Man muss bei Dir daraufhinweisen, dass Deine NEM-Strategie äußerst solide war aber bzgl. Ernährung (zumindest später als die Symptome sich besserten) massive Fehler gemacht wurden und sehr wahrscheinlich mitunter zum Schub führten.

Du erwähntest dass Du wieder Limonade und Cocktails getrunken hattest, von den Schrimps ganz zu schweigen. Man kann daraus schließen, dass du dich bzgl. Ernährung wieder gehen ließt als es dir besser ging. Ein schwerer Fehler wie wir wissen, da selbst bei nachlassenden Symptomen die Mitochondriopathie nach wie vor vorhanden ist. Das solltest du erwähnen, denn ansonsten klingt es als hättest du die perfekte Selbsttherapie gefahren und trotzdem einen starken Rückfall bekommen, das stimmt so aber nicht. Kohlenhydrate sind im Prinzip Zucker, laut Kuklinski u.a. oxidative Ernährung und somit unter Flox kontraindiziert. Mit kohlenhydratreicher Ernährung bringen die besten NEM nichts. Das kann man gar nicht oft genug betonen.

Diese Aussage von Kuklinski muss jeder Gefloxte verinnerlichen, damit er auch vorsichtig bleibt sobald er symptomatisch (angeblich) aus dem gröbsten draußen ist:

"Mt besitzen eigenes genetisches Material (ringförmige DNA), das
frei und ungeschützt in der Mt-Matrix liegt. Damit ist es sehr anfällig für
Schäden. Gleichzeitig ist die Reparaturkapazität der Mt gering.
Mutationen treten deshalb sehr häufig auf. Jedes Mt-Genom liegt in
mehreren Kopien vor. Sind einige Kopien geschädigt, kann das durch
die anderen Kopien ausgeglichen werden. 20 % Schädigung sind so
kompensierbar. Bei 40 % spüren Betroffene eine Abnahme der
Belastbarkeit, der Alkoholtoleranz, evtl. eine unerklärbare
Gewichtszunahme u. a. Symptome. Sie leben gefährlich und wissen
es nicht: Weitere Belastungen ihrer Mt, wie z. B. Psychostress,
Infektionen, Impfungen, Medikamenteneinnahmen u. a. können sie in
die Knie zwingen, denn bei 60 % Schädigung der Mt-DNA-Kopien ist
ein Schwellenwert erreicht, der zu massiven Krankheiten führt, z. B.
das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS)."

Sobald es einem post flox besser geht und die Symptome schwinden heißt das lediglich, dass man aus dem roten Bereich 50-60% beschädigte mDNA wieder in den gelben Bereich unter 40% gelangt ist. Man ist daher noch lange nicht aus dem Schneider sondern stets hoch gefährdet.

Denn bei oxidativer Ernährung schießen sich die Mitos mit freien Radikalen direkt wieder ihre mDNA gegenseitig über die 50%-Schwelle hinaus kaputt und die Geschichte u.U. eine Kettenreaktion mit Teufelskreisen beginnt von vorne.

Ich hatte z.B. 14 Tage nach der letzten Tablette eine kleine Zuckerwaffel von 50g gegessen, ich bekam direkt einen Schub und spürte wie es in meinem linken Waden massiv krippelte und sich mein allgemeiner Zustand verschlechterte, ein Warnschuss der mich massivst das fürchten lehrte. Kaputte Mitos und Kohlenhydrate sind eine toxische Kombination, egal ob man gefloxt ist oder die Mitochondiopathie vom langjährigen Zuckerkonsum hat.

Die primäre Rolle und das Fundament der Mito-Therapie ist die antioxidative low carb Ernährung und Vermeidung von Umweltgiften und zwar langfristig, ganz wie auch Kuklinski das empfiehlt und praktiziert.


Im Forum hatte ich gelesen, dass eine nach einer großen Portion Eis einen Rückfall erlitt.

Und ich würde wetten, dass selbst diejenigen die wieder nach Jahren einen Rückfall erleiden, sich wieder viel zu kohlenhydratreich ernährten, eben weil man diese Gefahr unterschätzt.


". Ich glaube auch viele meinen nur, sie wären geheilt und haben unterschwellig, indirekt weiter dran zu knabbern."

Völlig korrekt bei einer Mitochondriopathie, man ist erst draußen wenn man die beschädigte mDNA wieder auf unter 10% bekommt, falls das überhaupt möglich ist. Falls ja dann ist das ein langjähriger wenn nicht gar lebenslanger Prozess, da man sich die Mitos auch ohne FCs zerlegt wenn man viele leichte Kohlenhydrate isst und viele Medikamente nimmt.

Sobald die Syptome verschwunden sind ist man nicht draußen, es beginnt lediglich ein neues Flox-Kapitel, eine subakute Phase in der sich entscheidet ob man einen Rückfall erleidet oder nicht. Das Kapitel endet erst wenn die beschädigte mDNA tief im grünen Bereich liegt, wenn überhaupt.

Wann kann man mit Gewissheit die Mitos sind wieder in Ordnung und man ist aus der subakuten Phase draußen? Exakt kann man das gar nicht sagen, das ist das Problem. Es ist ohnehin ein fließender Prozess auch ohne Flox gehen die meisten Menschen mit ihrem hohen Zuckerkonsum ab einem gewissen Punkt ebenfalls in eine subakute Phase der Mitochondiopathie über.

Mit low carb Ernährung entfällt die schwierige und risikoreiche Entscheidung wann womöglich Schluss mit der Therapie ist. Die Therapie endet nie, man kann sie aber so gestalten dass man sie nicht als Therapie empfindet, es ist lediglich eine Umstellung weg von der schulmedizinisch gepredigten KH-Ernährung hin zur antioxidativen Ernährung.

Kohlenhydrate lassen sich einfach ersetzen. Selbst Zucker kann man durch Erythritol und Stevia ersetzen. Womöglich genügt es später auch bereits einfach nur Zucker und Weizen zu streichen und auf Vollkorn zurückzugreifen.

Der Grund warum Rübenzucker und Weizenmehl überall massig drin steckt ist ganz einfach, es ist billig in der Produktion.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7255

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:32

Hallo Karlken,

das ist immer eine Gratwanderung es allen recht zu machen, es gibt viele chronisch Schwerstgeschädigte und eben auch die Akutgefloxten, die die Kurve kriegen bevor die Mitochondiopathie voranschreitet.

Je nachdem zu welcher Gruppe man gehört sieht man das aus einer anderen Perspektive, bei einigen ist der Zug bereits abgefahren (obwohl auch hier sicherlich noch Linderung bzw. Vermeidung von weiteren oxidativen Schäden möglich ist), während der akute lösungsorientiert und teils verzweifelt seinen individuellen Therapienansatz bastelt um möglichst schnell zu genesen.

Ich hatte ursprünglich die Idee alle Erfahrungsberichte, locker über 100, die es im Netz, vor allem auf FH gibt, systematisch in einer Tabelle zu kategorisieren. Werde ich nicht mehr durchführen, da mir das Ergebnis und die daraus ableitbaren Therapieansätze ohnehin bewusst sind und es mir keinen Mehrwert mehr bringt. Aber interessant wäre es trotzdem um mal eine Übersicht zu schaffen. Eine solche Tabelle könnte folgende Kategorien haben:

[Geschlecht], [Altersspanne <30; <40 etc], [FC-Derivat], [Tage x Dosis in mg], [FC-Vorbelastung], [Reaktion direkt/verzögert], [Symptome initial], [Zeitpunkt Therapiebeginn Woche/Monat/Jahr], [Ernährung], [NEM], [IV-Therapie], [Genesungszeit akut], [Schübe], [Quelle - Link]

Wäre eventuell etwas für Dich, da Du offensichtlich eine Präferenz für Excel und große Datenmengen hast. ;)

Jede Kategorie könnte man stichpunktartig ausfüllen, bei fehlender Information mit [?] kennzeichnen.

Ich kann vermutlich jetzt schon sagen was dabei herauskommt, diejenigen die schleunigst, dauerhaft und konsequent auf low carb mit NEM umstiegen hatten die besten und nachhaltigsten Genesungsverläufe.

Selbst wenn man sich täglich 1 kg buntes Gemüse (ohne Kartoffeln, Mais etc) reinschaufelt nimmt man lediglich rund 400 kcal zu sich, fastet quasi und der Körper muss auf Ketonkörper umsteigen.


Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7261

Beitragvon Schorsch » 16.09.2018, 22:04

Hallo krabiwi,

ich finde es interessant wie du gewisse Aspekte einfach mal so mutmaßt und sie für dich und deine Weltsicht von Flox ohne weitere Hintergrundinfo als plattes Argument nutzt. Das soll keine Diskussion auslösen ich finde es aber unangebracht.

"Du erwähntest dass Du wieder Limonade und Cocktails getrunken hattest, von den Shrimps ganz zu schweigen".,

JA ganz richtig an einem einzigen Tag ca. 12 Monate Postflox: Unserem Betriebsfest. Da hatte ich ohne nachzudenken Alkoholfreie Cocktails getrunken, vermutlich mit viel Zuckersirup auch hatte ich da 1-2 Graneelenspieße vom Grill. Glaub mir bei meiner NEM und meiner Floxstrategie, Ernährung war und bin ich mit allem sehr, sehr konsequent und auch heute noch bestrebt mich stetig weiter zu optimieren. Klar habe ich auch nicht alles perfekt gemacht, das werde ich ggf. auch nie, man lernt ja nie aus. Später weiß man auch immer mehr und nebenbei leben wir zudem täglich. D.h. wir machen mal Fehler oder bewusst auch die ein oder andere Fehlentscheidung. Du solltest mal deine eigenen Erfahrungen und deinen eigenen Flox-Status vergessen und mit richtig kaputt Gefloxten erwerbsgeminderten persönlich in Kontakt treten, anstelle nur Theorie und Studienanalysen. Dann würdest du etwas differenziertere zurückhaltendere Behauptungen aufstellen. Das NEM + Antioxidative Therapie die Mitos und somit auch dem multisymptomatischen Krankheitsbild Flox helfen zweifelt keiner an, ich sicherlich am wenigsten. Aber ich kenne genug Floxis, die das nicht wieder zum vorherigen Leben zurückbringt. Die dann so darzustellen als würden sie es nicht richtig machen oder zu behaupten Sie hätten es von Anfang an nicht richtig gemacht ist falsch und klingt absolut arrogant.


Hoffnung zur Besserung besteht bei jedem Fall zu einem gewissen Maß, weshalb auch keiner gleich verzweifeln und anstelle eher allumfassend tiefgründig im Bezug auf die Mitochondrialtherapie aktiv werden sollte. Wie weit jedoch die Floxschäden und die Individuelle Last eines einzelnen durch gewisse Stoffwechseloptimierungen verbessert werden können, liegt an zig Effekten die man nie beurteilen kann.
Stell dir doch mal vor, das du gerade schön an der Schwelle bist trügerisch Symptomfrei quasi im gelben Mito DNA Bereich. Dann fängst dir was neues an Krankheit ein oder du bist meltal belastet weil dein Kind krank ist, was dein Mitospiegel wieder enorm nach unten reaktiviert. Das musst nicht mal merken kann auch alles unterschwellig umweltbedingt ablaufen, das nennt sich Leben. Auch steht bei Michalak in den Studien selbst drin Nerven- und Muskelzellen können teils nicht mehr 1:1 heilen aufgrund der geringen Zellteilungsrate...Es kommt auf soviel an zudem Alter / Vor- Nacherkrankungen / Tägliche Umweltfaktoren man kann im Leben nie alles beeinflussen. Ich möchte + empfehle genau wie du, das jeder Flox gleich mal eine konsequente NEM und richtige Verhaltensstrategie umsetzt unsere Empfehlungen sind da schon sehr tiefgründig und ausgereift. Leider werden die wenigsten das so umfangreich und konsequent tun, es sei denn sie sind aufgrund ihrer Situation gezwungen dazu. Allerdings erst später merkt man wo man wirklich steht meist erst nach 12 - 24 Monaten später. Alle die vorher schon was sagen und hier kundtun sind für mich erfahrungsgemäß unseriös oder nicht so massiv betroffen. Vorher kann nämlich immer noch einer oben drauf kommen (ich würde hier von Floxbedingter Karenzzeit sprechen). Ich kenne in den FB Gruppen genug die haben etwa nach 12 Monaten wie ich einen Rückfall gehabt. Ich vermute das es bei mir das Betriebsfest war, da hier Abweichungen zum sonstigen Verhalten bei mir waren. Aber ich weiß das nicht das ging ja nicht schlagartig, sondern hatte sich dann durch verminderte Steh- / Gehfähigkeit mit erneutem Gehilfenzwang mit Krücken wieder aufgeschauckelt. Auch hatte ich damals Angst als Verstärker weil es nach 12 Monaten nochmal so aus heitererem Himmel schlagartig rückwärts ging. Meine A-Sehnen waren damals zu dem Zeitpunkt schön dick geschwollen. Als ich dann eine Therapie in einem Rehazentrum machte setzte ich erstmals erfolgreich Stoßwelle ganz gering dosiert ein. Das half zumindest langsam die Schwellungen abzubauen und so das ich wieder ohne Krücken laufen konnte. Trotzdem ich habe heute nach 3 Jahren insbesondere noch bei den A-Sehnen massive Einschränkungen im Alltag. Natürlich gibt's auch noch weitere Symptome bei mir und auch geringfügig belastungsabhängige Schübe. Nix ist wie vorher auch nach 3 Jahren und einem strikt geänderten Lebenswandel. Ich behaupte mal selbst die meisten Krebspatienten machen nicht soviel Aufwand wie ich um Vorwärts zu kommen.

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7276

Beitragvon Rosanna Garten » 17.09.2018, 21:16

:text-goodpost:
Danke Schorsch.

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Krabiwi
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7434

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2018, 20:00

Hallo Schorsch,

"ich finde es interessant wie du gewisse Aspekte einfach mal so mutmaßt"

Welche Aspekte mutmaße ich, bitte nennen damit ich auf diese Aspekte en Detail eingehen kann.

"und sie für dich und deine Weltsicht von Flox ohne"

Welche Weltsicht? Alle meine Ansichten sind theoretisch und empirisch soweit wie möglich fundiert, außerdem sind wir uns großteils einig.

"JA ganz richtig an einem einzigen Tag ca. 12 Monate Postflox: Unserem Betriebsfest. "

Schorsch, ich weiss dass du das konsequent durchgezogen hast und dass es dich initial sehr schwer erwischt hat. Aber der obige Satz zeigt dass du das Thema Zucker immer noch unterschätzt. Ja "ein einziger Tag" genügt völlig um die antioxidative Zellkapazität aufzubrauchen.
Glucose erzeugt oxidativen Zellstress, daher reicht ein Tag mit einer einzigen Zuckerbombe u.U. völlig aus, dass die Antioxidantien in den ganzen geschwächten Floxzellen aufgebraucht werden und sich die Mitos ihre mDNA wieder gegenseitig zu Klump schießen. Genau wie "ein einziger" Tag Ausdauersport genügt oder eine einzige Tablette FC's an "einem einzigen" Tag.

Ich will dich auch nicht belehren, denn das weißt du selbst, ich finde es aber kontraproduktive die Gefahr des Zuckers zu verharmlosen, ja NUR ein Tag, ja nur eine Zuckerbombe können u.U. völlig genügen um einen Rückfall zu verursachen, eben weil Zucker genau wie Sport und FC's den oxidativen Zellstress erhöht.

"Dann würdest du etwas differenziertere zurückhaltendere Behauptungen aufstellen. "

Dann sag mir bitte wovon die Schübe kommen wenn nicht von oxidativem Stress aufgrund von Glucose, Sport, Überlastung oder Medikamenten/Umweltgiften. Was ist die große ominöse Unbekannte die ich nicht sehe und die zwischen Monat 9-12 oder später wie ein Zeitzünder zwangsläufig zum Rückfall führt?

""Du solltest mal deine eigenen Erfahrungen und deinen eigenen Flox-Status vergessen und mit richtig kaputt Gefloxten erwerbsgeminderten persönlich in Kontakt treten, anstelle nur Theorie und Studienanalysen."

Ich will gar nicht wissen wie viele Gefloxte sich täglich mit Reis, Nudeln, Weißbrot, Weizenprodukte, Kartoffeln und Süßspeisen vollstopfen und sich wundern dass es nicht besser sondern schlechter wird. Ich würde wetten dass viele massive Fehler machen. Der eine isst seine 200g Weißbrot täglich weil er sich denkt, das kann nicht schlimm sein, ist ja "nur" Weißbrot oder "nur" eine Zuckerschnecke, ach "nur" der eine Donut, oder "nur" die zwei Bananen oder "nur" die halbe Tafel Schokolade oder das "Müsli ist doch so gesund" obwohl die meisten Müsli einen Zuckeranteil von 20-40% haben und damit pures Mitogift sind. Oder "nur" die eine Portion Eiscreme oder Torte, wenn die antioxidativen Schutzsysteme wieder stark genug sind kann man es sicherlich verkraften, aber man weiße es vorher nicht und falls nicht riskiert man einen starken Rückfall der einem um Monate oder gar Jahre zurückwirft. Das muss man sich ins Bewusstsein rufen und darf man nicht unterschätzen.

Die floxinduzierte Mitochondriopathie ist keine Konstante die sich ausschließlich in den ersten paar Tagen entscheidet sondern verläuft dynamisch. Z.B. wenn ich mir ab heute jeden Tag einen Liter Cola gönnen würde, würde ich mir meine Mitos wieder selbst zerlegen als wie wenn ich mir nochmal eine Avelox einwerfen würde.

"Aber ich kenne genug Floxis, die das nicht wieder zum vorherigen Leben zurückbringt."

Klar kann es initial sehr schwere und damit irreversible Organschäden geben das haben wir ja nun oft durchgekaut, aber selbst dann ist eine antioxidative Therapie sinnvoll um die Mito-Schäden nicht noch weiter zu verschlimmern.


" Die dann so darzustellen als würden sie es nicht richtig machen oder zu behaupten Sie hätten es von Anfang an nicht richtig gemacht ist falsch und klingt absolut arrogant."

Schorsch, war die einmalige Zuckerbombe auf der Feier nun ein Fehler oder nicht? Eben, da gibt es nichts zu diskutieren.
Niemand wird gerne auf eigene Fehler hingewiesen aber gerade deswegen werden die Fehler dann wiederholt. Du hast zu 99% alles richtig gemacht, 1% Nachlässigkeit und Bumm. Das zeigt doch nur abermals wie pervers die FC-Pathogenese ist und wie wichtig daher absolute und langfristige Disziplin ist.

Wenn meine fundierten Ratschläge von dir als Arroganz gewertet werden werde ich dies künftig unterlassen und mein Engagement einstellen, ich mache das hier ehrenamtlich und aus freien Stücken während ich mir als Naturheilpraktiker eine goldene Nase verdienen könnte.

Es ist wichtig die individuellen Therapieansätze der Betroffenen zu analysieren und mögliche Schwachstellen oder gar Fehler aufzuzeigen. Dass selbst Experten wie du Fehler gemacht haben zeigt ja wie schwierig eine solide Therapie ist, was glaubst du wie viele Fehler einer macht der nur ein Bruchteil deiner Kompetenz hat? Eben.

Wie gesagt es geht hier um die Sache, wenn du Hilfesuchenden vermitteln möchtest dass "nur" einmalige Zuckerbomben an einem einzigen Tag kein Problem sei, gefährdest du diese.


"Stell dir doch mal vor, das du gerade schön an der Schwelle bist trügerisch Symptomfrei quasi im gelben Mito DNA Bereich. Dann fängst dir was neues an Krankheit ein oder du bist meltal belastet weil dein Kind krank ist, was dein Mitospiegel wieder enorm nach unten reaktiviert."

Klar, aber Krankheit und Schicksalsschläge sind höhere Gewalt auf die man kaum Einfluss hat. Ernährungsfehler dagegen sind vermeidbar.


" Auch steht bei Michalak in den Studien selbst drin Nerven- und Muskelzellen können teils nicht mehr 1:1 heilen "".Es kommt auf soviel an zudem Alter / Vor- Nacherkrankungen / Tägliche Umweltfaktoren man kann im Leben nie alles beeinflussen."

Schorsch, wem erzählst du das. Nicht nur teils, eine Nerven-/Muskelzelle die in die Apoptose geht ist auf Lebenszeit verloren, bzgl. dem Muskelschwund haben wir wohl Glück, dass der Körper erst die Muskelfasern ausdünnt um die eigentlichen Myozyten zu entlasten und am Leben zu halten. Ohne bleibende Schäden kommt keiner raus, die Frage ist lediglich wie groß und spürbar diese Schäden am Ende sind.

"Allerdings erst später merkt man wo man wirklich steht meist erst nach 12 - 24 Monaten später. "

Das sehe ich aufgrund der Empirik anders, alles aber auch wirklich alles deutet daraufhin, dass diese verschlechternden Schübe eine Folge von oxidativem Stress sind und zwar immer wieder aus den üblichen Gründen:

1. oxidative kohlenhydratreiche Ernährung, insbesondere Zucker
2. sportliche Überlastung
3. Medikamente, Umweltgifte und Re-Flox
4. allgemeiner Arbeits- und Alltagsstress sowie Überlastung

Floxi hatte nun leider jüngst ebenfalls einen Schub mit neuen Symptomen im Bereich Muskeln und Sehnen, auch hier bei genauerer Betrachtung Therapiefehler bzgl. Ernährung und Überlastung.

"Ich kenne in den FB Gruppen genug die haben etwa nach 12 Monaten wie ich einen Rückfall gehabt."

Ich vermute dass Nachlässigkeit wegen nachlassenden Beschwerden eine wesentliche Rolle spielen, ich merke das bei mir gerade selbst, man vergisst bzw. verdrängt sehr schnell dass man quasi halbtot im Rollstuhl saß. Da wird dann wieder Sport getrieben, Zucker gegessen und ein ganztägiger Stadtbummel gemacht. Seit August klappt es bei mir wieder auch mit Sex, könnte ein Fehler sein, wer weiß.

Viele Grüße
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7435

Beitragvon Levoflox26 » 29.09.2018, 20:23

Hallo Krabiwi,
ich möchte dich etwas fragen, aus reinem Allgemeininteresse. Die Menschheit ernährt sich seit Jahrhunderten von Kohlenhydraten, zeitweise sogar unterstützt durch die DGE oder der amerikanischen Gesundheitsbehörden, mit ihren Low Fat Kampagnen. Kohlenhydrate einzusparen kam ja eigentlich erst durch Strunz, Atkins und Co. ins Gespräch, um auf diese Weise abzunehmen. Dann berichteten auch die ersten Ärzte von den Vorteilen einer KH armen/freien Ernährung und holten das böse, böse Fett aus der dunklen Ecke, in die man es zuvor abgeschoben hatte. Was ich fragen möchte: wie sieht es denn mit den Menschen aus, die keinen Flox Schaden haben. KLar, Übergewicht und weitere Zivilisationskrankheiten, sind gewiss eine Auswirkung zu vieler KH. Aber es gibt ja trotzdem auch vollkommen gesunde, normal gewichtige Menschen die nicht auf Zucker und Weißmehl verzichten. Sind deren Mitos ebenso geschädigt wie unsere? Weißt du das? Würde mich interessieren.
Merci.
Liebe Grüße
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davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7437

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2018, 20:55

Hallo Levoflox,

ja der Mensch ernährt sich eben erst seit ein paar Jahrhunderten, also mit beginn der Landwirtschaft, von Kohlenhydraten. Während der ganzen millionenjährigen Evolution davor konnte er das gar nicht.


" zeitweise sogar unterstützt durch die DGE oder der amerikanischen Gesundheitsbehörden, mit ihren Low Fat Kampagnen. "
Meines Wissens basiert dieser "KH sind die wichtigste Energieform" auf einer systematisch grob fehlerhaften Studie die gerade die letzten Jahre immer mehr zerpflückt wird.

Es ist ja auch logisch, wann konnte der Mensch vor der Landwirtschaft groß KH essen? Außer Obst im Sommer war da nicht viel mit Kohlenhydraten. Lagern ließ sich Obst im Gegensatz zu Nüssen und Samen für die kalte Jahreszeit auch nicht, ketogene Ernährung ließ sich somit im Herbst und Winter gar nicht vermeiden.

" wie sieht es denn mit den Menschen aus, die keinen Flox Schaden haben. Klar, Übergewicht und weitere Zivilisationskrankheiten, sind gewiss eine Auswirkung zu vieler KH. Aber es gibt ja trotzdem auch vollkommen gesunde, normal gewichtige Menschen die nicht auf Zucker und Weißmehl verzichten. "

Die Dosis macht das Gift, KH und Zucker in Maßen sind kein Problem solange die individuellen antioxidativen Kapazitäten der Enzyme SOD, KAT und GPx ausreichen. Die Empfehlung der WHO liegt bei max. 30 g Zucker pro Tag, das entspricht einem 100g Stück Kuchen oder 300ml Cola, ist also sehr schnell erreicht.

Die Empfehlung greift aber zu kurz, da Kohlenhydrate generell aus Glucose bestehen und Weizenmehl einen Glyx von 85 hat, also nicht viel weniger als Glucose mit 100.

"Sind deren Mitos ebenso geschädigt wie unsere? Weißt du das? Würde mich interessieren."

Hoher Kohlenhydratkonsum schädigt sukzessive die Mitochondrien und führt daher je nach Dosis und antioxidativer Kapazität früher oder später zu sekundären Mitochondriopathien. Dies kann durchaus zu einer chronischen Müdigkeitssyndrom und anderen Floxsymptomen führen. Kuklinski führt die ganzen Symptome auf und diese sind meist eine Folge von hohem KH-Konsum.

Somit ist auch (noch) gesunden Menschen zu empfehlen KH, vor allem Zucker zu reduzieren bevor sie davon krank werden, gerade mit steigendem Alter wenn die antioxidative Kapazität abnimmt.

Viele Grüße
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7444

Beitragvon Kisser » 30.09.2018, 11:47

@Krabiwi:

Hallo Krabiwi, bzgl. ketogener bzw. Kohlenhydratarmer Ernährung hätte ich eine Frage.
Bin jetzt in der 11.Woche postflox und mir geht es aktuell recht gut... einzig die Muskeln sind noch weg und ich habe wenig Kraft in Beinen und Armen.
Kann ich, wenn es mir besser geht wieder mehr KH essen, wenn ich einen Tag in der Woche z.B. komplett faste oder täglich 8:16 faste?

Wenn ich das richtig verstanden habe, hat die ketogene Ernährung in der Hauptsache etwas mit der Mitochondriopathie zu tun..
Meine Energie ist mittlerweile wieder da und ich kann meinen Alltag problemlos bewältigen.

Über einen Tipp würde ich mich freuen- Danke!

Gruss
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7583

Beitragvon Schorsch » 08.10.2018, 20:05

Hey Krabiwi,

du nervst mich mit deinen stetigen Unterstellungen. Ich verharmlose weder Zucker noch sonst was und sehe auch in keiner Weise das ich hier irgendwem erzähle das er ruhig Zucker futtern kann + sollte. Gerade Neugefloxten nicht, wenn du dir das Flox 1x1 anschaust, wird es dir ggf. auch klar. Ich habe es auch satt alles sinnlos mit dir hier öffentlich zu diskutieren, nicht weil ich deine Argumente scheue. Nein, weil ich es schon mehrfach als sinnlos hin und her getipsel und aneinander vorbei diskutiere bemerkt habe.

Du bekommst es nicht mal hin mit mir zu telefonieren und einen richtigen Austausch an Infos zu schaffen aber kannst einem hier aufwendig viel Worte im Mund rum drehen und dich analytisch austoben. Nutz doch besser mal deinen Scharfsinn und lass uns gemeinsam ein offizielles Schreiben formulieren, was die Entscheidungen des PRAC die FC absolut weiter verharmlosen wachrüttelt. Hier ist derzeit sinnvolle Arbeit zu leisten. Wir können uns es nicht erlauben, wie in den diversen FB-Gruppen uns nur mit unseren Theorien und Zankereien intern zu beschäftigen, während big Pharma uns schön weiter zumüllt.
Ich will daher gar nicht weiter Energie und Zeit verschwenden, ich habe gesagt was ich denke und damit langt es nun auch. Übriegens kann ich seit Monaten schon wieder ordentlich Zucker futtern ohne ein Rückfall zu haben. Mache das halt trotzdem nicht und fahre mein Konzept aber wie passt das denn in deine Theorie ?

Mein Probleme des Bewegungsapparates sind dauerhaft und einfach nur stagnierend vorhanden. Meine LWS wird aufgrund der geringen Bewegungsoptionen und Belastbarkeit ein stetig größer werdendes Problem für mich. Ich denke darüber nach im neuen Jahr meine Arbeitszeit privat zu reduzieren, um mich noch forcierter auf meine Gesundheit zu konzentrieren. Das viele sitzen ist Gift für mich und den Rücken, obwohl ich hier Igelball und Faszienrolle sowie alles was geht gescheit auch im Büro einsetze. Das ganze existiert 3 Jahre später Postflox trotz aller Strategien. Die NEM und Verhaltens + Ernährungsregeln helfen deutlich aber es reicht mir nicht. Ich sehe die sekundäre Mitopathie ebenso wie du und du hast auch 100 % Recht mit deinen Postings.

Dein Vorschlag mit der Verweisung zu den lokalen Mito-Experten halte ich auch für sinnvoll. Aber es ist fraglich, ob die eine durchweg gleiche sinnvolle Stategie wie z.B. Kuklinski haben und ob die diese Anwenden und Flox verstehen. Ich für mich hatte damals auch das bestreben zu einem Mitoexperte zu gehen. Bei mir um die Ecke war einer. Eine Gefloxte die ich kannte war da vorort. Ich bekam das Therapiekonzept von ihr und hatte draufhin kein Bock hier Geld zu investieren, da ich es eh schon besser wußte und umsetzte. Wer sich an unsere Spielregeln hält und da haben wir 100 % Deckungsgleichheit wird sicherlich vorwärts kommen. (Ich warne im Gegensatz zu dir nur vor ruckartigen Dosen der orthomolekular-Mittel, insbesondere Gluthation, besser ist es stets alles locker anzutesten. Das kann natürlich auch per abgeschwächter Infusion geschehen, ist aber praktisch günstiger und besser eigenständig durch Kapseln machbar) . Wie weit jeder wieder fir wird ist halt individuell und komplexer abhängig und kann sicher nicht nur auf einmaligen Zucker oder Shrimps zurückgeführt werden. Da ist mehr dahinter auch sind die Mitoschäden ja nur ein Teil des FC Problems (GABA + Kollagen etc. wurden bereits genannt). Es könnte auch weiteres zutreffen was bislang unerforscht ist...

Wichtig derzeit ist:
Was machen wir bezüglich der PRAC Entscheidung ? Unserer Therapiekonzepte sind meiner Meinung nach sehr gut, zumindest für die die sie sich durchlesen + effizient umsetzen.
Egal wie sehr wir die auch abspecken / vereinfachen, es bleibt komplex daher muss auch jeder Betroffene etwas mehr Engagement aufbringen wenn er gesunden will. Im LTS Levaquin Tendonitis Solution ist die abgespeckte Basis Therapie übriegens (Magnesium + Vit D).

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#7700

Beitragvon Krabiwi » 14.10.2018, 17:04

Hallo Schorsch,

stimme dir generell zu, daher nur ganz kurz, dann können wir das gerne abschließen.

"Übriegens kann ich seit Monaten schon wieder ordentlich Zucker futtern ohne ein Rückfall zu haben. Mache das halt trotzdem nicht und fahre mein Konzept aber wie passt das denn in deine Theorie ?"

Das passt wie folgt in die Theorie der sekundären Mitochondriopathie, du bist immerhin nun bereits 3 Jahre post flox und natürlich sind auch die Mitos, somit die Zellen und antioxidativen Kapazitäten wieder etwas stärker. Außerdem macht die Dosis das Gift, über Nüsse und Gemüse etc hab ich pro Tag auch 5-10g Glucose. Aber ich würde wetten, dass wenn ich mir ab heute jeden Tag eine Flasche Limonade und somit 100g Saccharose reinziehen würde, ich innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen einen Schub erleiden würde.

Wie gesagt, selbst bei gesunden Menschen zerlegt übermäßig Glucose die mDNA und führt mit der Zeit zu dem was FC's über Nacht anrichten.


"Dein Vorschlag mit der Verweisung zu den lokalen Mito-Experten halte ich auch für sinnvoll. Aber es ist fraglich, ob die eine durchweg gleiche sinnvolle Stategie wie z.B. Kuklinski haben und ob die diese Anwenden und Flox verstehen"

Deswegen ist Feedback sehr wichtig, wenn jemand bei einem Mito-Arzt war sollte er seine Erfahrung hier teilen. Dann kann man gleich einschätzen ob der Experte etwas taugt oder nicht und die Spreu vom Weizen trennen. Wer versteht was im Forum steht und sich reinhängt braucht auch keinen Mito-Arzt, es geht mehr um eine persönliche und individuelle Betreuung und Führung.


"(Ich warne im Gegensatz zu dir nur vor ruckartigen Dosen der orthomolekular-Mittel, insbesondere Gluthation, besser ist es stets alles locker anzutesten. Das kann natürlich auch per abgeschwächter Infusion geschehen, ist aber praktisch günstiger und besser eigenständig durch Kapseln machbar) . "

In wie fern 300 mg GSH i.V. ruckartig ist, lässt sich streiten. Aber ja Acetyl-GSH ist die einfachste und günstigste Alternative, damit kann man auch beginnen ohne erst einen Arzt zu finden.


"Wie weit jeder wieder fir wird ist halt individuell und komplexer abhängig und kann sicher nicht nur auf einmaligen Zucker oder Shrimps zurückgeführt werden. Da ist mehr dahinter auch sind die Mitoschäden ja nur ein Teil des FC Problems (GABA + Kollagen etc. wurden bereits genannt). Es könnte auch weiteres zutreffen was bislang unerforscht ist..."

Möglich dass es noch andere Effekte gibt, aber wenig relevant da es keine Beweise oder stichhaltige Indizien dafür gibt, Stand heute lässt sich alles, aber auch wirklich jedes Symptom sowie Schübe und Rückfälle mit der Mitochondriopathie erklären welche noch dazu wasserdicht mittels Studien belegt ist.

Selbst die GABA Komplexierung scheint nur ein initiales Problem zu sein, später dagegen überwiegend ein Mitoproblem, einiges deutet daraufhin dass die FC-Moleküle recht schnell vom Körper ausgeleitet werden. Eine energetisch schwache Hirnzellen produziert folglich auch das GABA-Protein nur gehemmt. Ob ein GABA nun von einem FC-Moleküle komplexiert wird und daher seine Funktion nicht ausüben kann oder wegen ATP-Mangel einfach nicht mehr genug GABA im Gehirn produziert wird, sollte im Ergebnis aufs Selbe rauskommen.

Bzgl. Kollagen ist es möglich, dass Stahlmann's Theorie von den gestörten Integrinen ein weiterer, hauptsächlich initialer, Faktor ist. Aber auch hier - das langfristige und dynamische Problem sind die Mitochondrien, von denen Kollagenzellen nur wenige besitzen was diese anfällig dafür macht, dass die mDNA-Kopienzahl der Sehnenzellen schnell dahin sind.

Was mich interessieren würde ob irgendwelche Toxine in den Füßen gelagert werden, da es ja bei manchen zu Schwellungen der Extremitäten kommt. Das ist mein größtes Fragezeichen.


"Egal wie sehr wir die auch abspecken / vereinfachen, es bleibt komplex daher muss auch jeder Betroffene etwas mehr Engagement aufbringen wenn er gesunden will. "
Es ist einfach zu komplex für die meisten und wenn jemand überfordert ist, schaltet er ab und tut gar nichts oder wurstelt auf gut Glück rum.
Das ist das was Hr. Dr. Pieper adressierte.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#8052

Beitragvon Krabiwi » 01.11.2018, 14:30

Mal anders rum. Das Gegenstück zu Floxiehope mit einer Sammlung von Fällen mit chronischen Schäden:

https://fqwallofpain.com

Wenn man hier quer liest, fällt direkt auf, dass viele nicht wussten was sie traf und somit auch keine Maßnahmen wie die äußerst wichtige Ernährungsumstellung einleiten konnten. Bei denen die wussten, dass es das AB war liest man auch oft nichts über Maßnahmen, daher kann man davon ausgehen, dass nichts unternommen wurde.

Auffällig ist bei diesem äußerst schweren Fall, dass er zwar offensichtlich volles NEM Programm fuhr, aber Aussagen zur Ernährungsumstellung sucht man vergebens:

http://www.ciproispoison.com/1_4_Blog.html

Summa summarum gibt es online sicherlich weit über 200 Berichte die man analysieren könnte um Muster zu erkennen.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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