Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8854

Beitragvon Anouk » 15.12.2018, 02:31

Hallo liebe Betroffene,
Bei mir wurden jetzt schon allerlei Untersuchungen gemacht- da ich kein Geld für privat oder natur-ärztliche Untersuchungen habe, bisher nur Kassenärztliche Untersuchungen.
Bislang sind die Diagnosen Hashimoto und vom Rheumatologen eine undifferenzierte Systemerkrankung.

Nach wie vor leide ich trotz allerlei NEM mit Magnesium, Vit D+k, Q10 usw...ich kann garnicht alles aufzählen, weiterhin an
-Schlafstörungen
-Konzentrations und Aufmerksamkeitsstörungen
-Fußssohlenschmerzen
- diffuser Haarausfall
-immer mal wieder leichter auftretende Knieschmerzen, Rückenschmerzen

Die Schlafstörungen und Konzentrationsdefizite machen mich arbeitsunfähig. Abgetan wurde das diagnostisch als Depression.
Nun habe ich KEIN Interesse daran, für den Rest meines Lebens mit Depressionen abgestempelt zu werden.

Meine Rheumatologin hat mich deshalb nochmal zum Neurologen überwiesen um das Nervenwasser untersuchen zu lassen.
Insbesondere möchte ich ihn bitten, auf das GABA zu schauen, da dort ja laut flox Report die Übertragung gestört sein kann.
Vor 2 Jahren wurden bereits im Krankenhaus allerlei neurologische Untersuchungen gemacht (MRT, Nervenmessungen, Blutuntersuchungen)ohne Befund.
Der Neurologe zu dem ich gehen würde, glaubt mir und ist über flox ein bisschen informiert durch Funk und Fernsehen.

Hat jemand von euch bez. flox schonmal eine Lumbalpunktion machen lassen und hat es etwas gebracht?



Idgie
lvl 6
lvl 6
Beiträge: 527
Registriert: 18.05.2018, 09:16

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8855

Beitragvon Idgie » 15.12.2018, 08:27

Hallo Anouk,

Maximus hat Dir dazu im Schlafthread schon was geschrieben und er kennt sich da wirklich gut aus - vielleicht hast Du es nicht gesehen? Das deckt sich mit den Aussagen meiner Hausärztin. Ich habe auch nach einer Möglichkeit gesucht, da auch ich mit der Diagnose Depression abgestempelt wurde, habe aber bisher nichts gefunden. Mein Beschwerdebild ist ähnlich wie Deines.

Das hat Maximus geschrieben - und ehrlich? Ich würde dieses Risiko nicht eingehen:

Maximus hat geschrieben:Hallo Anouk,

für Flox geschädigte besteht im Regelfall keine medizinische Indikation ( d.h. kein med. Grund ) für eine Lumbalpunktion.

Bei einer Lumbalpunktion kann es, wenn auch selten zu Blutungen, Entzündungen, Schmerzen und Gewebeschäden
kommen und im schlimmsten Fall zu einer bleibenden Lähmung (Rollstuhl).

https://www.thieme.de/viamedici/klinik- ... -32783.htm

Neurotransmittler ( GABA, Serotonin Dopamin ) lassen sich mit einer Lumbalpunktion nicht nachweisen.

Siehe auch dazu der Beitrag von Kerstin: Lumbalpunktion ohne Befund Link >>> https://fluorchinolone-forum.de/viewtop ... tion#p3621

Gruß
Maximus


LG Idgie

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8860

Beitragvon Anouk » 15.12.2018, 17:47

Hallo,
man, das ist alles frustrierend,
ich frag mich ehrlich gesagt wie das weiter gehen soll, da ich davon ausgehe, dass ich so schnell nicht wieder gesund werde.
Mitunter bleiben die psychischen Beschwerden vllt lebenslang, ich habe mich zumindest so in etwa darauf eingestellt weil ich auch schon vieles ausprobiert habe und merke, ich häng fest. Es geht weder vorwärts noch rückwärts seit 2 Jahren.
Inmoment lässt mich das JC inruhe, ich denke auch aufgrund der Tatsache,dass ich eine gerichtliche Betreuung grad im Schlepptau habe, die vieles abfedert.
Aber irgendwann werden sie wahrscheinlich mit Amtsarzt und dergleichen kommen und fragen warum ich denn keine Psychotherapie mache, wenn ich doch schwere Depressionen habe...und so schlecht könne es mir dann ja nicht gehen. Mir graut es schon davor. Am schlimmsten arbeitsfähig entlassen, unwillig, verordnete Medikamente zu nehmen...
Sonst würde ich auch sein lassen, weiterhin zum Arzt zu gehen.
Kann mich diesbezüglich evtl jmd beruhigen? :doh:

Idgie
lvl 6
lvl 6
Beiträge: 527
Registriert: 18.05.2018, 09:16

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8861

Beitragvon Idgie » 15.12.2018, 18:48

Hallo Anouk,

was findest Du an der Frage, warum Du keine Psychotherapie machst, so verwerflich? Viele hier, mich eingeschlossen, haben sich professionelle, psychotherapeutische Hilfe gesucht. Wir sind alle durch Flox traumatisiert, warum das also nicht adäquat behandeln?

Was nimmst Du alles an NEMs?

Was ist JC?

LG Idgie

Cairn
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 71
Registriert: 25.11.2017, 10:52

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8862

Beitragvon Cairn » 15.12.2018, 19:26

Hallo Anouk.
Ich hab es machen lassen 2015,kam nichts bei heraus, danach hatte ich 3 Tage schlimme Kopfschmerzen. Es ist aber auszuhalten. Aber es wurde sehr viel Untersuchungen gemacht, 10 Tage im Krankenhaus. Ich hatte damals schon den Verdacht geäußert, daß Cipro der Auslöser war. Die Ärzte wollten davon nichts wissen.
Versuch doch mit kurzer Schilderung Deiner Beschwerden den Dr. Pieper anzusprechen, vielleicht sagt er was dazu.
Gruß Martin

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8863

Beitragvon Anouk » 15.12.2018, 20:41

Idgie hat geschrieben:Hallo Anouk,

was findest Du an der Frage, warum Du keine Psychotherapie machst, so verwerflich? Viele hier, mich eingeschlossen, haben sich professionelle, psychotherapeutische Hilfe gesucht. Wir sind alle durch Flox traumatisiert, warum das also nicht adäquat behandeln?

Was nimmst Du alles an NEMs?

Was ist JC?

LG Idgie


Hallo Idgie,
ich hatte bereits tiefenpsychologische sowie Verhaltenstherapie ausprobiert.
Der Verhaltenstherapeut hat mich abgewiesen, weil er sagte dass wäre nicht das richtige für mich. Flox hat er mir nicht geglaubt, weil er selbst gleichzeitig Arzt war und "cipro hätte er ja schon seiner ganzen Familie und sich selbst gegeben, da war nie was passiert" :roll:
Tiefenpsychologisch ging es für den Therapeuten schnurstraks in meine Kindheit und "warum ich denn vor flox eine Blasenentzündung hatte". :clap: :doh:
Ich habe gesagt, für mich ist die Zeit nach flox relevant. Alles was davor war, überfordert mich thematisch. Aber bis das mal ein Therapeut checkt... Ich habe das Gefühl, die haben ihren Leitfaden aus dem Studium und das lautet, dass 95% aller traumatischen Erlebnisse aus der Kindheit stammen und dort angesetzt werden muss. Hilft mir aber nix.
Deshalb bin ich auch bei Psychotherapeuten mittlerweile misstrauisch, und kommt mir vor wie verschwendete Energie wenn ich immer gegenan reden muss. Ich will das der Therapeut auf meine Themen eingeht, nicht andersrum.
Wie es mir scheint, haben auch Psychotherapeuten zu wenig Ahnung von dem Thema Medikamentenschaden, wenn sie da stumpf ihrem Lehrwissen aus dem Psychotherapie-Studium folgen.

Zum Thema Nems:
Ich habe lange Zeit magnesium genommen, Vit B, Vit c, Q10 usw. Ich kann hier garnicht alles aufzählen.
nehme es jetzt aber unregelmäßig, weil nämlich auch im Raum steht, dass auch NEMs hochdosert oxidativen Stress verstärken.
Das gefühl habe ich auch, deshalb lasse ich gerade die Finger weitestgehend davon. Wenn dann nehme natürliche Sachen mit Pflanzenxtrakten, aber das ganze künstliche in den Tabletten, das geht am Körper vorbei, ist in meinen Augen in exessiver form rausgeschmissenenes Geld wenn die die Zellen massiv geschädigt sind, weil es den Zellstress nurnoch erhöht. Das ist kontraproduktiv. Muss jeder für sich entscheiden. Mein Körper kommt damit nicht zurecht

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8866

Beitragvon Anouk » 16.12.2018, 00:39

Cairn hat geschrieben:Hallo Anouk.
Ich hab es machen lassen 2015,kam nichts bei heraus, danach hatte ich 3 Tage schlimme Kopfschmerzen. Es ist aber auszuhalten. Aber es wurde sehr viel Untersuchungen gemacht, 10 Tage im Krankenhaus. Ich hatte damals schon den Verdacht geäußert, daß Cipro der Auslöser war. Die Ärzte wollten davon nichts wissen.
Versuch doch mit kurzer Schilderung Deiner Beschwerden den Dr. Pieper anzusprechen, vielleicht sagt er was dazu.
Gruß Martin



Hallo Martin,
unter welchem Namen ist Dr Pieper hier im Forum?
Wo kann ich ihm schreiben?
Ich finde leider grad nichts zu seinem Profil, kannst du mir weiterhelfen? Gerne auch mit PN.
LG Annika

Idgie
lvl 6
lvl 6
Beiträge: 527
Registriert: 18.05.2018, 09:16

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8869

Beitragvon Idgie » 16.12.2018, 08:20

Hallo Anouk,

schau mal hier: memberlist.php?mode=viewprofile&u=643

Gruß Idgie

Forscher
lvl 5
lvl 5
Beiträge: 179
Registriert: 09.10.2018, 15:28

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8873

Beitragvon Forscher » 16.12.2018, 10:20

Hallo Anouk,
bist du sicher dass dich die Lumbalpunktion weiterbringt? Ich kann aus eigener Erfahrung sagen dass das eine sehr sehr unangenehme Untersuchung ist. Außerdem ist sie nicht Risikoarm und obwohl sie absolut Fachgerecht durchgeführt wurde habe ich gelegentlich noch leichte Schmerzen im unteren Rücken. GABA wurde nicht überprüft sondern Laktat und Glucose. Diese und alle anderen Parameter waren völlig normal. Ich glaube inzwischen nichtmehr dass Floxschäden mit herkömmlicher medizinischer Diagnostik nachweisbar sind. Evtl wäre eine Gewebebiopsie und Färbung der Mitochondrien in der Frühphase eine Möglichkeit, aber dazu ist kein Arzt in der Lage sondern derzeit nur Grundlagenforscher.

Bitte lass dich gut Beraten ob durch die Untersuchung auch wirklich ausreichende und stichhaltige Daten gesammelt werden können. Andernfalls wird es dir womöglich mehr Schaden als nützen.

Viele Grüße,
Forscher

Glühwürmchen
Moderator
Moderator
Beiträge: 215
Registriert: 26.11.2016, 04:54

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8887

Beitragvon Glühwürmchen » 16.12.2018, 15:59

Hallo Anouk,
Dr. Pieper hat einen Artikel über die Chinolone geschrieben. Du findest ihn in unserem Forum unter
https://www.fluorchinolone-forum.de/viewtopic.php?f=35&t=1002&p=8777&hilit=Dr.+Pieper#p8777

Am Ende des Artikels steht seine Anschrift. Du kannst ihn wahrscheinlich auch hier im Forum eine PN schicken.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Unter Neurotoxizität hat er als mögliche Laborwerte folgendes geschrieben:
Neurotoxizität:
Neuro-Stress-Profil, S100B [32], Fettsäureprofil mit
Omega-3-Fettsäuren

Ich habe bei einem Labor folgende Informationen gefunden (es gibt sicherlich noch weitere Labors, die vergleichbare Tests anbieten):
https://neurolab.eu/diagnostik/einzelparameter-neurostress/

Einzelparameter:
Andere Neurotransmitter und Aminosäuren

GABA 46,05 € (Faktor 1,0) – 52,96€ (Faktor 1,15)
Glutamat 46,05 € (Faktor 1,0) – 52,96€ (Faktor 1,15)
Histamin 46,05 € (Faktor 1,0) – 52,96€ (Faktor 1,15)
Taurin 35,55 € (Faktor 1,0) – 40,88€ (Faktor 1,15)
Glycin 30,31 € (Faktor 1,0) – 34,85€

https://neurolab.eu/diagnostik/labordiagnostik/

Neurostress Profile

Noradrenalin, Adrenalin, Dopamin, Serotonin, Glutamat, GABA, Cortisolprofil (8/12/20 Uhr), DHEA (8/20 Uhr)
263,46€ (Faktor 1,0) – 302,94€ (Faktor 1,15)

Wenn Du nicht viel Geld hast, dann würde ich GABA oder Glutamat testen lassen. Eventuell noch Histamin.
Wenn Glutamat erhöht ist, dann müsste GABA erniedrigt sein. Deshalb bräuchtest Du erst einmal nur eins von beiden testen lassen.

Ich hatte S100 B vor vielen Jahren untersuchen lassen. Laut Kuklinski kann man dadurch Rückschlüsse auf die Intaktheit der Blut-Hirn-Schranke ziehen. Dr. Pieper hatte das auch im Artikel vorgeschlagen. Ich weiß nicht, wieviel dieser Test heute kostet.

Dies sind alles Blutuntersuchungen. Ich würde erst einmal hier weiter machen bevor Du eine Lumbalpunktion über Dich ergehen lassen musst.


Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiter helfen.

Liebe Grüße
Glühwürmchen

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8954

Beitragvon Anouk » 20.12.2018, 16:10

Mal sehen was das neue Jahr bringt. Ohne Gesundheit kein Job, ohne Job kein Geld ohne Geld...naja so steht man dann da...
Versuche jetzt zu sparen wo es geht, aber weniger als 400 Euro im Monat die einem zur Verfügung stehen und dann auf gesunde Ernährung zu achten, kann man kaum die 50 Euro abknapsen.
Aber so habe ich nun zumindest einen kleinen Überblick, wieviel die einzelnen Sachen kosten.

Anouk
lvl 4
lvl 4
Beiträge: 76
Registriert: 07.12.2016, 18:15

Re: Lumbalpunktion 3 Jahre nach flox- bringt das möglicherweise neue Erkenntnisse?

#8955

Beitragvon Anouk » 20.12.2018, 16:25

In letzter Zeit hatte ich auch GABA als NEM genommen, allerdings ohne eine Wirkung zu erzeugen.
Deshalb würde eine Bluttest glaube ich nix bringen, denn dann würde das GABA vom NEM gemessen werden- der dann falsch ist. Ich werde den Neurologen fragen, soweit ich gelesen habe, kann man auch mit Lumbalpunktion GABA messen, allerdings dann im Nervenwasser und das denke ich ist aussagekräftiger


Zurück zu „Erfahrungsaustausch“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder