Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

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Schorsch
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Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9214

Beitragvon Schorsch » 13.01.2019, 20:05

Hallo allerseits,

allen noch einen erfolgreichen Start ins neue Jahr, vor allem mit max. Gesundheit.

Anbei aktuell ein Hinweis / Link, zu einer sehr gut aufbereiteten Internetseite für Fluorchinolon-Betroffene:

https://www.fluorchinolone.info/

Die Seite soll insbesondere als Orientierungshilfe dienen, damit "frisch" Gefloxte sich inhaltlich schnell und klar eine objektivierte, sachliche Informationsübersicht beschaffen können. Hier in unserem Forum ist das manchmal nicht allzu einfach möglich. Wie bei allen Dingen setzt das informieren zum Thema natürlich lesen und verstehen vorraus. Das ist für mich die erste und wichtigste Hürde einer Therapie. Denn die meisten Neulinge machen gerade Anfangs, wo es darauf ankommt vieles aus Unwissenheit leider falsch.

Ich finde die Seite ist inhaltlich ganz gut aufgestellt und kann auch an Ärzte gegeben werden.

Gruß Schorsch



Levoflox26
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Re: Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9229

Beitragvon Levoflox26 » 14.01.2019, 21:43

Vielen Dank für den Link, Schorsch.
Das ist wirklich sehr informativ geschrieben. Dankeschön an den/die Autor/in. :handgestures-thumbupleft:

Forscher
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Re: Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9230

Beitragvon Forscher » 14.01.2019, 21:59

Klasse! Vorallem wenn man schwer psychisch Beeinträchtigt ist ist sowas gold Wert um zu verstehen was überhaupt los ist.

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Krabiwi
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Re: Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9324

Beitragvon Krabiwi » 19.01.2019, 15:32

Hallo Schorsch,

sehr gute Arbeit, ich schätze von dir und Sven?

Besonders dieses Motto trifft den Nagel auf den Kopf:

"Die Nebenwirkungen wurden durch die Wissenschaft verursacht. Folglich lassen sie sich auch nur mit einem wissenschaftlichen Ansatz heilen. "

Habe ebenfalls eine Website nach Monat 12 geplant, auf der ich anhand der Studien den antioxidativen Basistherapieansatz herleiten werde.

Ein paar Sachen sind mir jedoch aufgefallen und daher hab ich folgende Anmerkungen:

Der Begriff "sekundäre mitochondriopathie" taucht nicht auf, sollte man vielleicht unter Mt-Schäden erwähnen, dass das Krankheitsbild so genannt wird.

" Betroffene bekommen von Ärzten oft gesagt, dass die Nebenwirkungen nach Absetzen der Medikamente wieder nachlassen. Der Wirkstoff und seine Metabolite würden bereits nach wenigen Stunden den Körper wieder verlassen. Permanente Nebenwirkungen seien deshalb nicht möglich. Dieser Aussage liegen jedoch zwei Denkfehler zugrunde. Erstens gehen Wissenschaftler davon aus, dass Fluorchinolone aufgrund ihrer starken chelatierenden Eigenschaften über mehrere Monate und Jahre in den Zellen überleben (Studie, Kapitel 3.1, Chelating Bivalent Cations and Proteins by FQ). Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum die Beschwerden vieler Betroffener schubartig wiederkehren."
"langfristige Speicherung von FC in den Zelle"


Man geht nicht davon aus, sondern hält es lediglich für möglich, das wird auch von Michalak mit dem Zusatz "falls" betont: "(e) removing FQs permanently accumulated in the cells (if this phenomenon takes place)". Der wissenschaftliche Beweis fehlt, tierische Proben besagen, dass ein solcher Effekt nicht stattfindet. Einige Indizien sprechen bekanntlich gegen diese These, einige dafür. Sonst machen viele wieder verzweifelt sog. "Entgiftungskuren" bei den Quacksalbern.



"Medikamentöse Behandlung
Folgende NEM können in Abhängigkeit von der Art der Symptome den Heilungsprozess fördern
"


Mikronährstoffe sind keine Medikamente, sondern Stoffe die der Körper zum funktionieren benötigt, ob diese über konzentrierte Mittel oder Nahrung zugeführt werden ist zweitrangig. Medikamente sind Verbindungen die in der Natur nicht vorkommen und gezielt in den Metabolismus eingreifen um Symptome zu lindern, dabei aber nicht heilen. Heilen kann der Körper nur sich selbst.

" Grundsätzlich gilt: nie mehrere Mittel zugleichprobieren und immer mit der geringsten Dosis anfangen. Selbst natürliche und für gesunde Menschen unproblematische Mittel können die FC-Beschwerden um ein Vielfaches verschlimmern. Gründe dafür liegen wahrscheinlich in der durch FC ausgelösten Hemmung der Entgiftungskapazität der Leber (CYP 450)."

Gilt sicherlich für denjenigen der bereits seit mehreren Monaten/Jahre geschädigt ist, da die Epigenetik u.U. verschoben ist und es hier nicht auf ein paar Monate mehr oder weniger ankommt und er sich Zeit nehmen kann. Es gilt jedoch nicht für den frisch geschädigten bei dem die ROS-Lawine gerade losrollt. Für Akutgefloxte gilt klotzen statt kleckern. Alles in 1x-2x Höhe der empfohlenen Tagesdosis draufkloppen bevor sich die Schäden manifestieren und durch die geänderte Epigenetik Unverträglichkeiten entstehen. Bei Einzelversuchen nacheinander riskiert man wegen der wellenförmigen Symptomatik außerdem Fehleinschätzungen. Sprich man probiert gerade Magnesium und es kommt eine Welle die auch ohne das Mg gekommen wäre, nun glaubt man fälschlicherweise das Mg wäre für die Symptomverschlechterung verantwortlich.


" Seit Kurzem weiss man auch, dass der oxidative Stress seinen Ursprung in den Mitochondrien hat.
"

Kommt drauf an wie man "kurz" definiert, e s ist seit Jahrzehnten bekannt, dass der ROS ausschließlich in der OXPHOS der Mt entsteht.


" FC-Rückstände: da Kollagen-Hydrolysate zumeist aus Schlacht- und Fischabfällen hergestellt werden, besteht die Gefahr der Kontaminierung des Kollagens mit Antibiotika-Rückständen. Es empfiehlt sich daher die Einnahme von synthetisch und vegan hergestellten Aminosäuren.
"

Es gibt kein veganes Hydroxyprolin. Vegane Aminosäuren wie Hanfprotein haben ein schlechteres Aminoprofil als z.B. Molkeprotein. 80-90g auf 100g vs 50g auf 100g.

"als starke Chelatoren haben Fluorchinolone die Eigenschaft, Metall-Ionen zu Chelatkomplexen zu binden und dem Körper zu entziehen. "

Initial ja, später sobald die Mt im ROS-Amokmodus sind, ist der Bedarf an Spurenelementen chronisch erhöht, da diese von den ROS oxidiert werden.




"Supplementierung mit Aminosäuren ist möglicherweise sinnvoll bei Sehnen- und Gelenkbeschwerden. "

Nicht nur möglicherweise, Aminosäuren sind generell sehr wichtig, nicht nur bei Sehnenbeschwerden, da diese die Bausteine aller Mt, OXPHOS, DNA, Enzyme und Antioxidantien wie SOD, Katalase und Glutathion sind sowie für die Reparatur der oxidierten mtDNA benötigt werden.


" Zur Einnahme drängt sich aufgrund des geringen Risikoprofils am ehesten Doxycyclin auf. Eine Dosis von 200 mg täglich (100 mg alle 12 Std.) kann dabei empfohlen werden. Wichtig: Die Einnahme von Doxycyclin (inkl. Dauer und Dosierung) sollte von einem Arzt oder einer Ärztin begleitet werden.
"

Doxycyclin hemmt OXPHOS Komplex I und somit die ATP Bildung, es erhöht ebenfalls in geringem Umfang die ROS. Ähnlich wie bzgl. Metformin sind solche Therapieansätze aktuell ein unkalkulierbares Risiko, insbesondere bei Selbsttherapie.

" das in Keltican Forte enthaltene Uridinmonophosphat zeigt sich als effektives Mittel bei der Reparatur von Schäden im peripheren Nervensystem. "

Uridinmonophosphat schützt nachweislich die mtDNA.

"
o Vitamin E: einige Studien berichten von einer Schwächung der FC-induzierten Schäden durch die Supplementierung von Vitamin E.
o Vitamin C: kann als Antioxidans wirksam sein
"

Vitamin E wird bei Vitamin C Mangel selbst zum Radikal, daher muss mit E auch immer C ergänzt werden. Beim C ist auf natürliche Bioflavonoide zu achten. GSH ist wichtig um Vitamin C wieder zu reduzieren. Antioxidatien wirken wie eine Kette im Verbund.


" Kohlenhydratarme Ernährung: vor allem bei neuropathischen Beschwerden empfiehlt sich eine kohlenhydratarme und somit entzündungshemmende Ernährung. Auf kohlenhydratreiche Ernährung (Brot, Kartoffeln, Nudeln, etc.) und insbesondere Zucker soll zumindest versuchsweise verzichtet werden.

"


Diese Ernährung empfiehlt sich nicht nur bei np Beschwerden sondern generell, da mit dieser der ROS gesenkt wird und somit die mtDNA weniger Oxidation ausgesetzt ist. Reis sollte ebenfalls gemieden werden, da hohe GL.



"Intravenöse Therapien und Behandlungen: von IV-Therapien wie Eigenblut-, Ozon-, Glutathion- oder Hämatogene Oxydationstherapien ist grundsätzlich abzusehen. Zahlreiche Betroffene berichten von negativen Effekten und sogar signifikanten Verschlechterungen der Symptome nach Durchführung solcher Therapien. "

Eigenblut ist sicherlich unsinnig, Ozon zweifelhaft da der biochemische Vorgang nicht nachvollziehbar ist. Es gibt aber zahlreiche Betroffene bei denen Ozon und GSH-Infusionen massive Besserung brachte, siehe Floxiehope oder robmuc im FC-Forum. Die berichteten Verschlechterungen sind von kurzer Dauer bis zu 14-Tage. Bei diagnostizierten Mängeln (z.B. B12) sind Infusionen durchaus angebracht um diese schnell auszugleichen.Die Wirkung von GSH ist wissenschaftlich belegt, es gibt sogar eine Studie dazu mit explizitem Bezug auf FC-Toxizität.
Grundsätzlich davon abzuraten, obwohl (neben Erfahrungsberichten) sogar eine Studie für die GSH i.V. Therapie spricht, ist daher vom wissenschaftlichen Standpunkt nicht vertretbar.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

Bauernme3865
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Re: Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9397

Beitragvon Bauernme3865 » 21.01.2019, 18:14

Levoflox26 hat geschrieben:Vielen Dank für den Link, Schorsch.
Das ist wirklich sehr informativ geschrieben. Dankeschön an den/die Autor/in. :handgestures-thumbupleft:

Dem kann ich mich nur anschließen, wirklich super und knackig gemacht! Well done und ein dickes Dankeschön!!!

freddy8304
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Re: Neue Informationsseite zu Fluorchinolonen online

#9877

Beitragvon freddy8304 » 11.02.2019, 12:43

super Seite vielen Dank. Ich konnte mich durchringen und habe meinem Arzt der mir das Gift verabreicht hat, eine Mail geschrieben mit dem Hinweis auf diese Seite.


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