Meldet eure Schädigungen, Nebenwirkungen! Auch Verdachtsfälle und Nachmeldungen melden! Gleich hier erledigen: KLICK!

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#10507

Beitragvon Bauernme3865 » 12.03.2019, 17:59

Erstaunlich, wie schnell weltweit reagiert werden kann, wenn man will. Ich will nicht zynisch sein, aber bei FQ und FQAD sind die Opfer (bzw. Kämpfer trifft es besser, um überhaupt den Tag zu überstehen), zuckt so wirklich spürbar, kaum jemand :angry-tappingfoot:



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Re: Boeing 737 Max

#10508

Beitragvon PeterPan » 12.03.2019, 19:01

Viel interessanter ist, dass die amerikanische Politik bereits am 8.3 gewarnt hat, mit einem solchen Flieger am besagten Flughafen abzufliegen.

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Re: Boeing 737 Max

#10510

Beitragvon Schorsch » 12.03.2019, 20:27

Hallo,

hier wird vom Verbraucher genauer geschaut und auch sofort verklagt im Zweifelsfall.
Das ist der kleine Unterschied. Wir sind größtenteils selbst Schuld das nix passiert, denn die aller wenigsten Floxis melden ihre NW amtlich mit einer Bestätigung ihrer persönlichen Fallnr. in der offiziellen Meldestatistik. Und das sollte man mehrfach auch nachmelden, am besten jährlich machen damit nachweislich gesehen wird es ist nicht auf einmal vorbei wie bei den üblichen bissi Kopfweh und Blähbauch NW. Da genau das dann wiederum so gut, wie gar kein Floxi macht, haben die leichtes Spiel und können weiterhin offiziell von dem Ausnahmefall sprechen.

Melden, klagen und ordentlich vor den Koffer scheißen aber oft bleibt es nur beim jammern, ausreden gibt's dann genug. Hab keine Kraft usw. Ich habe da keine Toleranz mehr, sehe es so oft auch innerhalb der FB Gruppen, wie viel Zeit da fürs Dummgeschwalle draufgeht aber effizient was machen tut so gut wie keiner. Ist auch bei den Therapiemaßnahmen so nur mal schnell rumstochern dieses und jenes einwerfen. nix hilft aber wirklich was durchziehen passiert auch nicht.

Sorry das wollte ich schon die ganze Zeit mal loswerden weil es mich ankotzt. Es ist hier gerade passend und schwirrt mir schon lange im Kopf rum.

Gruß Schorsch

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Re: Boeing 737 Max

#10513

Beitragvon Levoflox26 » 13.03.2019, 12:58

Hallo Schorsch,
wo meldest du die persistierenden NW denn weiter? Ich finde kein Formular, wo man die vorhandene Fallnummer eintragen kann. Machst du das via Mail?
LG uschi
gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
9/2017 - 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: Boeing 737 Max

#10514

Beitragvon Bauernme3865 » 13.03.2019, 13:09

Gute Idee mit der Nachmeldung, danke!!! Werde ich hier im Südafrikanischen Busch ;-) umgehend machen!

So isses... wie sagte der Verkehrsminister Andreas Scheuer bei n-tv: „ Sicherheit geht vor „. .....

Wie wäre es denn mit einem Schreiben an das Gesundheits Ministerium Herrn Spahn sowie ebenfalls an Angela Merkel im Namen der Betroffenen im Forum um mal freundlich anzufragen, wie es mit der Sicherheit der FQ ausschaut und was für die Geschädigten getan wird???

Gute Genesung allerseits und herzliche Grüße
Melanie

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Re: Boeing 737 Max

#10516

Beitragvon PeterPan » 13.03.2019, 16:13

Hat denn jemand Erfahrung mit einem Anwalt, der auch klagen würde, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist? Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn einige Ihren Schweinehund überwinden würden. Wenn ich richtig informiert bin, haben eben viele keine RSV. Wenn sich Anwälte finden würden, die rein auf Provision bzw. Prozesskostenhilfe arbeiten, würde sicher der ein oder andere noch klagen. Eine Klage ist teuer, sehr teuer., da spreche ich aus eigener Erfahrung.

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Re: Boeing 737 Max

#10517

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:35

Hallo,

grundsätzlich gibt es hier oberflächliche Infos :

https://nebenwirkungen.pei.de/nw/DE/home/home_node.html

Allerdings würde ich folgendes immer tun und zwar die NW direkt schriftlich gleichzeitig an den Hersteller + Bfarm melden. Und mir das wie gesagt schriftlich per Fallnr. bestätigen lassen sowas macht man nicht per Telefon und auch nicht per Formular. Sowas geht bei mir per Brief oder Email inkl. Rückmeldung zum Eingang unter Vorgabe der Meldenr. raus ich möchte im Fall der Fälle nachweisen können das ich Betroffen bin und dort bei denen seither in den Büchern stehe mit meiner belegten nachweisbaren Symptomatik. Stellt euch vor irgendwann kommt das ganze Elend 100 % raus und es gibt eine Grundsatzentscheidung (sehr unwahrscheinlich). Dann möchte man klar zeigen können was Sache ist.

Hat man bereits eine Meldenr durch Initiale Meldung kann man 1-2 Jahre späte auf diese Fallnr. referenzieren und ergänzend aufzeigen hier tut sich bislang nachweislich nix mit Heilung. Ich habe zum Beispiel eine Nachmeldung der bislang dauerhaften NW-Symptome an Hersteller (Beipackzettel schauen oder Internet nach Anschrift für NW Meldung beim Produkt-Hersteller) und an das BfArM schriftlich mit Anschrift nebst anonymisierten Befundnachweis ohne Ärzteangabe also ohne Adresse von der Praxis etc. angegeben.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
UAW@bfarm.de



Schreiben sieht so aus sollte man anpassen und sicherlich kürzen gerade den hinteren Teil:



Meldung persistierender Nebenwirkungen und dauerhafter Schäden durch 2x
Levofloxacin 500 mg – Ergänzung zu AMK-xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit informiere ich Sie erneut über meine seit xx.xx.xx bislang durchgängig bestehenden
Nebenwirkungen und Schäden aufgrund 2 x 500 mg Levofloxacin des xxx
Präparates Lefofloxacin 500 mg mit der Chargennummer: Ch.-xxx. Diese
Nebenwirkungen wurden bereits offiziell bei der AkdÄ, BfarM und dem Hersteller gemeldet.
Die Kausalität der Schäden ist von mehreren Ärzten, Kliniken und einem MDK Gutachter
schriftlich bestätigt worden. s. auch relevante Dokumentenausschnitte / Befunde anbei.
Mein Fall wird beim Hersteller unter dem Aktenzeichen: xxx und innerhalb
der UAW Statistik unter: AMK-xxx geführt.

Die Symptome meiner gemeldeten und aktuell bislang weiterhin bestehenden Nebenwirkungen umfassen u.a.:

1.
2.
3.
4.
blaa blaa blaa

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieses Schreibens schriftlich und ergänzen Sie meinen
Status unter meinem bei Ihnen bereits geführten Sachverhalt mit AMK-xxx.

Vielen Dank für Ihre Bestätigung und Rückmeldung meiner Fragestellung zur möglichen Langfristigkeit und der
Dauerhaftigkeit der Schäden.





Dies hier kann man noch nutzen muss man aber nicht. Ich wollte hier was erwirken aber außer Standard blaa bla hört man von denen eh nix:

Aufgrund der seither bestehenden körperlichen Einschränkungen, insbesondere der
Schäden meines Bewegungsapparates, habe ich seitdem eine schwerwiegende
Behinderung mit GdB 60. Vor Einnahme von Levofloxacin war ich bis auf den vermeintlichen
Indikations-Infekt (Verdachtsdiagnose) extrem Leitungsfähig, sportlich und kerngesund. Seit
nun über 2 Jahren stelle ich als Fluorchinolongeschädigter regelmäßig fest, dass ich seitens
der Ärzteschaft, vom Hersteller und auch von Ihnen als deutsche Behörde kaum mehr
Unterstützung, sinnvolle Auskunft oder Hilfestellungen erfahre. Denn eine Therapieform und
ein definiertes Krankheitsbild für die schwerwiegenden Schädigungen durch
Fluorchinolon-Antibiotika existiert bislang nicht. Als Betroffener ist man in Deutschland
deshalb leider weitestgehend auf sich allein gestellt, weshalb sich eine Vielzahl von
Selbsthilfegruppen gebildet und aktiv online vernetzt haben.
Derartige Nebenwirkungen sind leider wohl auch keine absolute Seltenheit. In der Literatur
ist dies schon länger umfangreich detailliert dokumentiert. Auch seitens der Medizin und
deutschen Behörden ist dieser Sachverhalt gut bekannt. Es kam für einige Fluorchinolone
daher bereits zu Indikationseinschränkungen und diversen Marktrücknahmen.

Aktuelles Beispiel 2017: https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 709082_01k

Bislang bringen dennoch nur sehr wenig Betroffene / Ärzte derartige Schäden kausal mit
dem Mittel in Verbindung. Und noch viel weniger melden aufgetretene
Nebenwirkungssymptome behördlich, was die bestehende Problematik seit Jahrzehnten
enorm im Hintergrund hält. Ursache für diese Kausalitätsproblematik ist unter anderem ganz
logisch begründbar die bislang unklare Stoffwechselschädigende Wirkungsweise von
Fluorchinolonen, welche auch wissenschaftlich nachgewiesen mit erheblich zeitlicher Latenz
und dosisunabhängig auftreten kann. Die toxischen Effekte durch Fluorchinolone können
zudem nach Stand der Wissenschaft auch dann vorliegen, wenn noch kein klinisches
Krankheitsbild aufgetreten ist.
Aufgrund der eigenen Betroffenheit und dieser bekannten Problematik startete ein Netzwerk
aus deutschen FC-Geschädigten eine Petition inkl. vielseitiger medialer Aufklärungen, um so
über die auch weltweit bekannten und potentiell dauerhaften Risiken dieser Wirkstoffgruppe
aufzuklären. Immerhin ist die FC-Wirkstoffgruppe trotz einem „Antibiotika-Reservestatus“,
div. Indikationseinschränkungen und etlicher Marktrücknahmen einzelner Produkte der am
häufigsten eingesetzten Mittel in Deutschland.

In anderen Ländern ist man hier bereits deutlich weiter. Die US-Aufsichtsbehörde FDA
warnte bereits in den Drug-Safety-Mails aus den Jahren 2008 und 2013 vor den
Langzeitschäden dieser Wirkstoffgruppe. Es kam aufgrund dessen in den USA zur
sogenannten Black-Box-Warnung, um den Verbraucher schon direkt auf der Verpackung mit
der höchsten Warnstufe vor diesen schwerwiegenden Nebenwirkungen zu warnen. Diese
Warnhinweise wurden von der FDA dann 2015 für systemisch (oral oder per Injektion)
verabreichte Fluorchinolone sogar nochmals verschärfend aktualisiert. Zudem wurde von der
FDA 2015 eine konkrete Krankheitsform / Behinderung mit der Bezeichnung Fluoroquinolone
Associated Disability (FQAD) eingeführt und eine breite mediale Ausklärungskampagne
gestartet. Offiziell stellt die FDA aktuell das Risiko- / Nutzenverhältnis bei unkomplizierte
Sinusitis, Harn- und Bronchial-Infektionen in Frage und rät in diesen Fällen strikt mit anderen
Optionen zu behandeln.

Faktisch gesehen ist in den USA somit bereits seit 2008 und 2013 belegt, dass
Fluorchinolone zu schwerwiegenden und langanhaltenden Nebenwirkungen führen können.
Seit dem Jahr 2015 spricht die US-Aufsichtsbehörde FDA offiziell sogar von potenziell
bleibenden Schäden und kausalen Behinderungen (Krankheitsbild: FQAD), u. a. betrifft
dies den Bewegungsapparat sowie das periphere und zentrale Nervensystem.

Was können Sie mir als Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur
möglichen Dauerhaftigkeit dieser Schäden sagen?
Die deutsche Arzneimittekommission veröffentlichte bereits am 26.07.16 unter:
https://www.akdae.de/Arzneimittelsicher ... 16-26.html
Das die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) die Warnhinweise für systemisch (oral
oder per Injektion) verabreichte Fluorchinolone aktualisiert hat, da diese zu
schwerwiegenden Nebenwirkungen mit potenziell bleibenden Schäden führen können,
u. a. am Bewegungsapparat sowie am peripheren und zentralen Nervensystem etc.
Dieses Risiko kann bei uns in Deutschland oder Europa doch keinen wissenschaftlich
anderen Sachverhalt darstellen, daher frage ich mich, wieso die angestoßene
Risikoevaluierung der EMA sich zu Lasten des Patientenschutzes so lange Zeit nimmt und
Sie derzeit als verantwortliche Behörde in Deutschland keine weiteren Schritte einleiten?
Und was unternimmt in dieser Zeit das BfarM als verantwortliche deutsche Behörde im
Bezug auf den Patientenschutz und die Hilfe für Betroffene in Deutschland? Die UAW
Statistik ist hier ganz klar ein absolut ungeeignetes Instrument zum darstellen derartiger
Risiken und Schadensmuster. Stichwort: (Melderate, Latenz, Kausalität, Dosisunabhängig
etc.)

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Re: Boeing 737 Max

#10521

Beitragvon Idgie » 13.03.2019, 17:35

Schorsch hat geschrieben:Hat man bereits eine Meldenr durch Initiale Meldung kann man 1-2 Jahre späte auf diese Fallnr. referenzieren und ergänzend aufzeigen hier tut sich bislang nachweislich nix mit Heilung. Ich habe zum Beispiel eine Nachmeldung der bislang dauerhaften NW-Symptome an Hersteller (Beipackzettel schauen oder Internet nach Anschrift für NW Meldung beim Produkt-Hersteller) und an das BfArM schriftlich mit Anschrift nebst anonymisierten Befundnachweis ohne Ärzteangabe also ohne Adresse von der Praxis etc. angegeben.


Das ist wahrscheinlich für viele hier das Problem: Ich habe keine Befunde von irgendwelchen Ärzten, alle Untersuchungen, die ich bisher habe machen lassen (waren nicht sehr viele) waren immer ohne Befund. Kein Arzt hat mir bisher bestätigt, daß meine Symptome Flox-bedingt sind. Bei den Muskel- und Gelenkschmerzen war es das Alter, bei den Nerven- und Kopfsymptomen ist es die Psyche :angry-cussing:

Bei meiner ersten Meldung an das Bfarm und an die AkdÄ habe ich von Beiden eine Eingangsbestätigung bekommen. Vom Bfarm mit einer Fallnummer

LG Idgie

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Re: Boeing 737 Max

#10518

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:36

PeterPan hat geschrieben:Hat denn jemand Erfahrung mit einem Anwalt, der auch klagen würde, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist? Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn einige Ihren Schweinehund überwinden würden. Wenn ich richtig informiert bin, haben eben viele keine RSV. Wenn sich Anwälte finden würden, die rein auf Provision bzw. Prozesskostenhilfe arbeiten, würde sicher der ein oder andere noch klagen. Eine Klage ist teuer, sehr teuer., da spreche ich aus eigener Erfahrung.



Es gibt Prozessfinanzierung. D.h. wenn deine Karten und Nachweise so gut sind das ausreichende Erfolgsaussicht besteht, gibt es Finanzierungsmodelle die dann vom Profit der Klagesumme einen Teil einstecken, glaub so um die 20-30 %. Habe das aber nur mal beiläufig aufgeschnappt, sollte man sich zu informieren. Allerdings ohne Nachweise Kausalität, gute Befunde im Optimalfall auch schon Gutachten wird man hier nix finanziert bekommen. Unser Thema ist so Komplex es müssen eindeutig nachweisbare Fehler bei der Behandlung existieren sowie ein kausaler Schaden bestehen.

Gruß Schorsch

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Re: Boeing 737 Max

#10519

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:37

Wenn man direkt an EMA melden möchte geht das nur über Apotheke oder Arzt man kann und sollte das dann mit einer Apotheke machen wo jemand dabei ist der klar weiß was Sache ist:

http://www.adrreports.eu/de/report_side_effect.html

Ich habe anfangs auch mal eine Meldung über die Apotheke gemacht da gab es auch einen schriftlichen Nachweis der Apotheke das die Meldung beim BfArM eingegangen ist bei der Behörde. Die machen es schon extra alles kompliziert aber man sollte hier nicht nachgeben und richtig Initiative aufbringen.

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Re: Boeing 737 Max

#10522

Beitragvon Zipp » 13.03.2019, 18:29

Idgie hat geschrieben:Das ist wahrscheinlich für viele hier das Problem: Ich habe keine Befunde von irgendwelchen Ärzten, alle Untersuchungen, die ich bisher habe machen lassen (waren nicht sehr viele) waren immer ohne Befund. Kein Arzt hat mir bisher bestätigt, daß meine Symptome Flox-bedingt sind. Bei den Muskel- und Gelenkschmerzen war es das Alter, bei den Nerven- und Kopfsymptomen ist es die Psyche


Genau da sehe ich auch das Problem.
Es ist einfach nur frustrierend, wenn man von Arzt zu Arzt geht und nur ungläubig belächelt wird.

Mein Urologe sagt er hat das bei keinem Patienten gehabt.
Mein Hausarzt glaubt mir nicht.
Mein Orthopäde hat mich ernsthaft rausgeworfen.

Es tut so gut, wenn man mal einen Arzt erwischt der wenigstens davon gehört hat und sich das Problem anhört. Viel mehr kommt dabei aber nicht raus.

Ich habe bisher von keinem Arzt einen handfesten Befund. Selbst die Meldung ans BfArM über den Hausarzt war schon schwierig.

In meinem Fall wüsste ich nicht mal gegen wen ich rechtlich vorgehen soll. Denn der Urologe hat keine groben Fehler gemacht. Die Chancen sind m.E. recht gering.
In der aktuellen ungewissen Situation und ohne RSV würde das für mich und meine Familie den finanziellen Ruin bedeuten.

Grüße
Zipp

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Re: Boeing 737 Max

#10523

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 18:47

Hallo Zipp,

Es spielt keine Rolle, ob du einen Arzt Nachweis hast das Flox dein Problem verursacht hat. Du meldest die Symptome an Hersteller und Bfarm fertig. Das hat auch überhaupt nix mit der Klageoption eines etwaigen Behandlungsfehlers zu tun.


Man kann und soll auch seine Verdachtsfälle melden. Ich würde Befunde von Sehnenproblemen oder den typische Flox UAW in die Meldung stets mit einbeziehen auch wenn hier Flox nicht genannt ist. Optimal es über eine Apotheke machen mit der Angabe das man zuvor nie derartiges hatte und es erst seither besteht. Man muss es nicht vom Arzt oder Gutachter etwas bestätigt haben, das ist der Fehler den alle falsch weitergeben und dann keiner was meldet. Wenn man schon eine UAW Nr hat sollte man später auf diese referenzieren und schriftlich mit Bestätigungsanforderung melden das die Probleme weiterhin bestehen. Das ist alles.

Natürlich ist es wenn du was nachweisen kannst in diesem Best-Case noch besser zusätzlich in einer überzeugenden Anonymisierten Form Nachweise direkt mitanzugeben zwecks Dokunachweis.



Gruß Schorsch

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Re: Boeing 737 Max

#10524

Beitragvon Zipp » 13.03.2019, 18:53

Hallo Schorsch,

ich habe es bereits ans BfArM und den Hersteller erfolgreich gemeldet. Es hat sich anfangs schwierig gestaltet, weil der Hausarzt nicht unterschreiben wollte. Aber mittlerweile ist die Meldung mit Bestätigung durch.

Mein Post war eher auf die Möglichkeiten eines Rechtsstreits bezogen.

Grüße
Zipp

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Re: Boeing 737 Max

#10533

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 20:37

Hallo Zipp,

war auch keine Kritik deines Beitrages sollte nur zur allgemeinen Aufklärung ergänzen. Viele Querleser schmeißen solche Themen inhaltlich zusammen und haken es sofort ab was leider oft genau das Problem ist.

@levoflox ja die Reha ist leider rum. Werde jetzt einen Antrag zur zwecks Teilarbeit stellen. Schaffe die volle Woche auf Dauer einfach nicht mehr und ich bin erst 41 Jahre, muss sehen das ich mir die Zeit nehme um weiter vorwärts zu kommen ohne Verschlechterungen und neue Probleme wie LWS etc.


Gruß Schorsch

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Re: Boeing 737 Max

#10531

Beitragvon Levoflox26 » 13.03.2019, 23:02

Danke für deine Erklärung, Schorsch. Ich habe selbst und auch noch über eine Apotheke gemeldet, hatte dann auch Rückmeldung (mit Fallnummer) vom BfArM Bekommen und den Bogen noch beim Arzt abgegeben. Er sagt, er habe ihn ausgefüllt abgeschickt, ob es stimmt, weiß ich nicht. Hatte damals auch gleich bei Heumann gemeldet, habe den Mailverkehr ausgedruckt hier liegen.
Mir ging es jetzt um das nach melden, das werde ich heute in die Wege leiten. Merci, für's drauf aufmerksam machen.
Ich schreibe meist allen neuen Foris, wenn ich die Erste bin, dass sie die NW melden sollen und dass das sehr wichtig ist.

Bist du noch in Reha oder wieder zu Hause?
gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
9/2017 - 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: Boeing 737 Max

#10534

Beitragvon Axel59 » 14.03.2019, 10:19

Hallo Schorsch,

was für eine Art Reha hast du denn gemacht? Hat sie dir geholfen ?

Grüsse Axel

Cypho
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Re: Boeing 737 Max

#10535

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 12:15

Hallo Schorsch,

ich würde sehr gern meinen Lungenfacharzt verklagen. Meine Ersparnisse würde ich dabei auch opfern. Ich kann mit dem Geld ohnehin nichts mehr anfangen. Ich habe Levo für eine akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis im Juli 2017 erhalten. Leider hat mir der MDK der TKK bestätigt, das das Levo zu diesem Zeitpunkt für diese Indikation definitiv zugelassen war. Somit hat mein Arzt ein zugelassenes Medikament für diese Indikation verschrieben. Auf welcher Basis soll ich dann klagen? Das er mich nicht auf diese Nebenwirkungen aufmerksam gemacht hat, ist für mich ein schwacher Ansatzpunkt. Was könnte deiner Meinung nach ein Ansatzpunkt sein?
Das du jetzt mit 41 Jahren auf Teilzeit gehen musst, ist sehr bitter.

Beste Grüße Cypho

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Re: Boeing 737 Max

#10536

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 13:02

Hallo Cypho,

das stimmt so nicht ganz, was der MDK da behauptet.

Zwar ist Levo zur Behandlung einer akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis zugelassen.

Levo sollte allerdings - gemäß den Fachinformationen des Arzneimittelherstellers - bei der oben
genannten Indikation " nur angewendet werden, wenn Antibiotika, die üblicherweise zur Initialbehandlung
dieser Infektionen empfohlen werden, als nicht indiziert erachtet werden."

Siehe dazu : http://fachinformation.srz.de/pdf/aliud ... letten.pdf

Antibiotika, die zur Behandlung einer akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis üblicherweise empfohlen werden sind :

Aminopenicillin für Patienten in den Stadien I und II :
und
Aminopenicilline mit Betalaktamaseinhibitor (Amoxicillin + Clavulansäure oder Sultamicillin) für Patienten im Stadium III und IV :

Beweis: https://www.allgemeinarzt-online.de/arc ... ge-1631630

Der Lungenfacharzt hätte dementsprechend ein Aminopenicillin (ggf. plus Betalaktamaseinhibitor) verschreiben können.

Eine Kontraindikation für Aminopenicillin besteht lediglich bei einer nachgewiesenen Allergie gegen Aminopenicilline (Penicillinallergie).

Eine nachgewiesene Penicillinallergie liegt bei dir nicht vor.

Damit stellt sich die Verordnung von Levo als grober ärztlicher Behandlungsfehler heraus.

Auf dieser Basis würde ich den Lungenfacharzt angehen.

Gruß
Maximus



Edit Schorsch:

Das sehe ich wie Maximus, zuzufügen ist auch der Status als Rote-Hand-Brief für Levo bestehend seit 2012. Dieser warnt vor schwerwiegenden und erheblichen NW dieses Medikamentes. Daher steht hier drin, wie Maximus schon sagt, sollte nicht als Erstindikation erfolgen. Zusätzlich sollten hier auch die weiteren Leitlinienvorgaben greifen und geprüft werden...wurde z.B. ein Erreger-Nachweis Antibiogramm gemacht ? Gab es vorher schon eine wirkungslose AB oder gab es direkt ohne Erreger-Nachweis gleich das risikobehaftete Levo. Wie wurde dir das begründet ? Weil der Herr Dr. das riechen konnte, das es genau ein Levo-sensibler Keim ist und hier Gefahr in Verzug ist...Wie solide wurde die Diagnose gestellt gabs vorher schon Versäumnisse etc.?


Ich bin mir aber auch sehr sicher, das du über einen RHB-Status und dieses dadurch bekannte erhöhte Risiko nicht aufgeklärt wurdest, denn sonst hättest du ja sicherlich nach risikoärmeren Alternativen gefragt. Die Sorgfaltspflichtverletzung des Ausklärungsfehlers kommt daher definitiv ist allerdings eine juristische Fragestellung. Im Bezug auf die Erst-Indikation bei Levo ist ganz genau zu bewerten, was das heißt und was bei dir alles gemacht bzw. nicht gemacht wurde. Nur weil hier akute Exazerbation einer chronischen Bronchitis steht ist das nicht initial laut Leitlinie ohne alles und ein Nutzen / Risiko abwägen freigegeben:

https://www.akdae.de/Arzneimittelsicher ... 120903.pdf

Den MDK Gutachter hätte ich genau dieses hinterfragt jetzt ist es nicht unbedingt belastend aber das heißt auch nix. Es wäre zu prüfen ob deine RSV dennoch mitzieht wenn du solide begründen kannst.

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Re: Boeing 737 Max

#10537

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 13:35

Hallo Maximus und Schorsch,

ich muss exakterweise hinzufügen, dass das Levo die Zweitmedikation nach 7 Tagen Chlarithromycin war. Das Clarithromycin hat leider überhaupt nicht gewirkt. Das Zeug soll aber auch gegen Hämophilus Influencae und andere Keime nicht mehr wirken.
Würdet ihr trotzdem eine Klagechance sehen? Wenn das so wäre, gehe ich nochmal ernsthaft zum Rechtsanwalt.
Gegen Penicilinderivate wie Amoxycilin oder auch Cephalosporine bin ich allergisch. Das wußte der Arzt auch.
Der BPZ von Aliudpharma ist von April 2018. Das klingt auf dem BPZ vom Juli 2017 noch etwas abgeschwächter.

Beste Grüße Cypho
Zuletzt geändert von Cypho am 14.03.2019, 13:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Boeing 737 Max

#10538

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 13:40

Hallo Cypho,

gegen Penicilinderivate wie Amoxycilin oder auch Cephalosporine bist du allergisch.

Hmm.. wie wurde denn die Allergie festgestellt ?

Gruß
Maximus

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Re: Boeing 737 Max

#10540

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 13:52

Hallo Maximus,

danke das du dich hier nochmal drum kümmerst. Ich habe zweimal nach Amoxicillin und Cefixim eine blutig-schleimige Colitis bekommen. Musste jedes Mal 6 bis 10 Monate Mesalazin nehmen bis der Darm wieder einigermaßen ok war.
Ein Gastroenterologe hat zu mir dann gesagt, ich soll keine Penicillinderivate mehr nehmen.

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Re: Boeing 737 Max

#10542

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 14:28

Hallo Cypho,

das ist keine Allergie, aber eine Antibiotika-assoziierte Diarrhoe, wahrscheinlich durch Überwucherung des Dickdarms
mit dem Bakterium Clostridium difficile.

Das kann auch mit Florochinolonen passieren, das war bei mir der Fall.

Sollte das nochmal auftreten, unbedingt den Stuhl auf das Baktierum Clostridium difficile untersuchen lassen. Das ist wichtig !!

Mesalazin ist hiergegen unwirksam !!

Eine Antibiotika-assoziierte Diarrhoe durch Clostridium difficile lässt sich mit Vancomycin Entderokaps oder Fidaxomicin
behandeln. Manchmal ist eine Stuhltransplantation erforderlich. Bei einer Antibiotika-assoziierte Diarrhoe ohne Clostridium
difficile kann versucht werden, diese mit Probiotika in den Griff zu bekommen.

Vancomycin Entderokaps oder Fidaxomicin kann man zusätzlich zum Penicillin geben, um eine nochmalige Überwucherung
mit dem Bakterium Clostridium difficile zu vermeiden oder man geht auf Penicilline per Infussion, um den Darm zu schonen.

Für eine Klage gegen den Lungenarzt sehe ich schwarz. Das ist zu Komplex, als dass es ein Richter kapiert, leider.

Wie gesagt, sollte nochmal eine akute Exazerbation der chronischen Bronchitis auftreten:

- ins Krankenhaus einweisen lassen, damit Amoxicillin + Clavulansäure oder Sultamicillin per Infusion gegeben werden kann.

Im ambulanten Bereich müsste man zusätzlich Vancomycin Entderokaps geben. Voraussetzung die Nieren sind OK !!!

Ob Probiotika zur Vermeidung einer Antibiotika-assoziierte Diarrhoe ausreichen... hmm...kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Gruß
Maximus
Zuletzt geändert von Maximus am 14.03.2019, 15:17, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Boeing 737 Max

#10543

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 14:39

Hallo Maximus,

ich habe auch mehrmals in meinem Leben Makrolide oder Tetrazykline genommen. Diese Colitis ist lediglich zweimal nach der Einnahme von Penicillinderivaten aufgetreten. Der Gastro hat dann diesen Zusammenhang festgestellt.
Aber es hätte natürlich auch Clostridium sein können, wie du sagst.
Mit der Klage war ich bisher auch wegen dieser Umstände pessimistisch. Obwohl ich den Arzt wirklich gern verklagen würde, um für mich irgendwo Genugtuung zu bekommen.
Danke für deine Mühe und Alles Gute für dich.

Cypho

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Re: Boeing 737 Max

#10544

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 14:56

Hallo Cypho,

danke dir. Ah Tetrazykline werden vertragen , ja dann hätte der Lungenfacharzt als 1. Mittel Tetrazykline verschreiben können.

In unkomplizierten Fällen wird laut Leitlinie der Einsatz von Tetrazyklinen empfohlen...

https://www.allgemeinarzt-online.de/arc ... ge-1631630

...und falls Tetrazykline versagen als 2. Mittel : Amoxicillin + Clavulansäure oder Sultamicillin "per Infusion !!!", um den
Darm zu schonen, bzw. einen Krankenhauseinweisungsschein ausstellen müssen, um die Infusionen die 3 x täglich ge-
geben werden müssen, zu gewährleisten.

Ich selbst habe im Dez. 2018 Sultamicillin ( Ampicillin + Sulbactam ) per Infusion bekommen. Der Darm hat sich dadurch
nicht verschlechtert.


Gruß
Maximus

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Re: Boeing 737 Max

#10547

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 15:17

Hallo Maximus,

es ist noch etwas Verworrener. Es war Juli 2017 meine langjährige Hausärztin war für 3 Wochen im Urlaub. Ich ging zur der Vertretungsärztin. Die verschrieb mir zuerst Umkalabo. Ich hatte rotgelben Auswurf, Atemnot und konnte diese Mengen Auswurf nicht abhusten. Das Zeug war wie Gummi. Umkalabo wirkte nicht. Im zweiten Anlauf verschrieb sie mir Clarithromycin. Obwohl ich immer gute Erfahrungen mit Makroliden hatte, wirkte das Zeug diesmal überhaupt nicht. Ich war mittlerweile 2,5 Wochen krank geschrieben und mein Chef machte Druck. So ging ich schließlich zu meinem Lungenfacharzt, der mir dann das verdammte Levo verschrieben hat.
Es war eine Verkettung von ca. 10 unglücklichen Umständen und die Sache wäre anders gelaufen, wenn z.B. meine Hausärztin nicht gerade 3 Wochen Urlaub gehabt hätte. Sie verschreibt nämlich gern Doxycyclin. Das Zeug hätte mglw. besser gewirkt und alles wäre nochmal gut ausgegangen.

Cypho

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Re: Boeing 737 Max

#10549

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 15:33

Hallo Cypho,

ja Vertretungsarzt und Lungenfacharzt hätten mit Berücksichtigung:

1. rotgelben Auswurf, Atemnot,
2. der Fachinformationen zu Levofloxacin,
3. der Leitlinien zur Behandlung der akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis,
4. und der Angaben des Patienten : in der Vergangenheit Durchfälle nach Anwendung von Amoxicillin und Cefixim

als 1. Mittel ein Antibiotikum aus der Klasse der Tetracycline ( Doxycyclin ) verschreiben müssen.

Das haben diese nicht gemacht und das ist schon grob behandlungsfehlerhaft.

Gruß
Maximus

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Re: Boeing 737 Max

#10551

Beitragvon Cypho » 14.03.2019, 18:14

Hallo Maximus,

denkst du das bei dem komplexen Fall genug Ansatz für eine Klage gegen den Arzt vorhanden ist?

Beste Grüße Cypho

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Re: Boeing 737 Max

#10553

Beitragvon Maximus » 14.03.2019, 20:07

Hallo Cypho,

ich selbst würde mir eine Klage zutrauen. Aber ich bin auch in der Lage die Gutachten zu entkräften und ich könnte dem
Gericht detailliert und med. fundiert darlegen, dass der Arzt , statt Levo, Tetracycline ( Doxycyclin ) hätte verschreiben müssen.

Was für mich gilt , gilt nicht für andere.

Ausgehend davon, dass nicht jeder in der Lage ist, die Gutachten zu entkräften... Nein, das Risiko die letzten Ersparnisse noch
zu verlieren, ist einfach hoch...

...und ich bin aufgrund meiner Krebserkrankung leider nicht mehr lang genug hier, um eine Klage bis zum Ende zu unterstützen.

Mit einer RSV /Rechtsschutzversicherung sähe das anders aus. Da würde ich schon versuchen die Deckungszusage zu bekommen.

Hast du eine RSV ?

Gruß
Maximus

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Re: Boeing 737 Max

#10556

Beitragvon Karlken » 14.03.2019, 22:24

Hallo alle zusammen.

Das ist das allgemeine Problem. Auch ich habe von keinem Arzt einen Befund.
Ich bin ja seinerzeit sehr schnell auf dieses Forum gestossen. Habe dann schnell erkannt daß ein Ärztehopping wohl nicht zielführend sein wird.
Somit habe ich mich darauf beschränkt eine Meldung ans Bfarm zu machen und parallel dazu noch die das Levofloxacin ausgebende Apotheke
aufgefordert meine schriftlich aufgeführten Nebenwirkungen zu melden. Bei der Gelegenheit ist mir dann aufgefallen das selbst die Apotheker den Sinn der Meldung nicht wirklich verstanden haben! Auf meine Aussage das ich Nebenwirkung von Levofloxacin melden wollte fragte mich dann die junge Frau "Ja, welche neuen, nicht im Beipackzettel stehenden Nebenwirkungen sind das denn? (sinngemäß)
Habe sie dann aufgeklärt :)

Für meine Nachmeldung ans Bfarm habe ich das gleiche Formular benutzt wie zur Erstmeldung.
Ich habe lediglich an geeigneter Stelle darauf hingewiesen daß dies eine Nachmeldung zur Fall:Nr.XXX ist.
Ich habe daraufhin auch eine Eingangsbestätigung erhalten.
Ich werde aber nochmals zu meinem einjährigen Flox-Geburtstag den von Schorsch vorgeschlagenen Weg für eine Meldung ans Bfarm und 1A Pharma gehen.

m.f.G.

Karlken

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Re: Boeing 737 Max

#10564

Beitragvon Cypho » 15.03.2019, 10:00

Hallo Maximus,

ich habe leider keine Rechtsschutzversicherung und müsste selbst zahlen.
Danke nochmals für all deine Hilfe in den letzten 15 Monaten.

Beste Grüße Cypho


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