Boeing 737 Max

Bauernme3865
Profi
Profi
Beiträge: 52
Registriert: 24.10.2017, 15:02

Boeing 737 Max

#10507

Beitragvon Bauernme3865 » 12.03.2019, 17:59

Erstaunlich, wie schnell weltweit reagiert werden kann, wenn man will. Ich will nicht zynisch sein, aber bei FQ und FQAD sind die Opfer (bzw. Kämpfer trifft es besser, um überhaupt den Tag zu überstehen), zuckt so wirklich spürbar, kaum jemand :angry-tappingfoot:



Online
Benutzeravatar
PeterPan
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 419
Registriert: 25.04.2017, 11:37

Re: Boeing 737 Max

#10508

Beitragvon PeterPan » 12.03.2019, 19:01

Viel interessanter ist, dass die amerikanische Politik bereits am 8.3 gewarnt hat, mit einem solchen Flieger am besagten Flughafen abzufliegen.

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10510

Beitragvon Schorsch » 12.03.2019, 20:27

Hallo,

hier wird vom Verbraucher genauer geschaut und auch sofort verklagt im Zweifelsfall.
Das ist der kleine Unterschied. Wir sind größtenteils selbst Schuld das nix passiert, denn die aller wenigsten Floxis melden ihre NW amtlich mit einer Bestätigung ihrer persönlichen Fallnr. in der offiziellen Meldestatistik. Und das sollte man mehrfach auch nachmelden, am besten jährlich machen damit nachweislich gesehen wird es ist nicht auf einmal vorbei wie bei den üblichen bissi Kopfweh und Blähbauch NW. Da genau das dann wiederum so gut, wie gar kein Floxi macht, haben die leichtes Spiel und können weiterhin offiziell von dem Ausnahmefall sprechen.

Melden, klagen und ordentlich vor den Koffer scheißen aber oft bleibt es nur beim jammern, ausreden gibt's dann genug. Hab keine Kraft usw. Ich habe da keine Toleranz mehr, sehe es so oft auch innerhalb der FB Gruppen, wie viel Zeit da fürs Dummgeschwalle draufgeht aber effizient was machen tut so gut wie keiner. Ist auch bei den Therapiemaßnahmen so nur mal schnell rumstochern dieses und jenes einwerfen. nix hilft aber wirklich was durchziehen passiert auch nicht.

Sorry das wollte ich schon die ganze Zeit mal loswerden weil es mich ankotzt. Es ist hier gerade passend und schwirrt mir schon lange im Kopf rum.

Gruß Schorsch

Levoflox26
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 757
Registriert: 20.11.2017, 09:08

Re: Boeing 737 Max

#10513

Beitragvon Levoflox26 » 13.03.2019, 12:58

Hallo Schorsch,
wo meldest du die persistierenden NW denn weiter? Ich finde kein Formular, wo man die vorhandene Fallnummer eintragen kann. Machst du das via Mail?
LG uschi

Bauernme3865
Profi
Profi
Beiträge: 52
Registriert: 24.10.2017, 15:02

Re: Boeing 737 Max

#10514

Beitragvon Bauernme3865 » 13.03.2019, 13:09

Gute Idee mit der Nachmeldung, danke!!! Werde ich hier im Südafrikanischen Busch ;-) umgehend machen!

So isses... wie sagte der Verkehrsminister Andreas Scheuer bei n-tv: „ Sicherheit geht vor „. .....

Wie wäre es denn mit einem Schreiben an das Gesundheits Ministerium Herrn Spahn sowie ebenfalls an Angela Merkel im Namen der Betroffenen im Forum um mal freundlich anzufragen, wie es mit der Sicherheit der FQ ausschaut und was für die Geschädigten getan wird???

Gute Genesung allerseits und herzliche Grüße
Melanie

Online
Benutzeravatar
PeterPan
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 419
Registriert: 25.04.2017, 11:37

Re: Boeing 737 Max

#10516

Beitragvon PeterPan » 13.03.2019, 16:13

Hat denn jemand Erfahrung mit einem Anwalt, der auch klagen würde, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist? Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn einige Ihren Schweinehund überwinden würden. Wenn ich richtig informiert bin, haben eben viele keine RSV. Wenn sich Anwälte finden würden, die rein auf Provision bzw. Prozesskostenhilfe arbeiten, würde sicher der ein oder andere noch klagen. Eine Klage ist teuer, sehr teuer., da spreche ich aus eigener Erfahrung.

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10517

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:35

Hallo,

grundsätzlich gibt es hier oberflächliche Infos :

https://nebenwirkungen.pei.de/nw/DE/home/home_node.html

Allerdings würde ich folgendes immer tun und zwar die NW direkt schriftlich gleichzeitig an den Hersteller + Bfarm melden. Und mir das wie gesagt schriftlich per Fallnr. bestätigen lassen sowas macht man nicht per Telefon und auch nicht per Formular. Sowas geht bei mir per Brief oder Email inkl. Rückmeldung zum Eingang unter Vorgabe der Meldenr. raus ich möchte im Fall der Fälle nachweisen können das ich Betroffen bin und dort bei denen seither in den Büchern stehe mit meiner belegten nachweisbaren Symptomatik. Stellt euch vor irgendwann kommt das ganze Elend 100 % raus und es gibt eine Grundsatzentscheidung (sehr unwahrscheinlich). Dann möchte man klar zeigen können was Sache ist.

Hat man bereits eine Meldenr durch Initiale Meldung kann man 1-2 Jahre späte auf diese Fallnr. referenzieren und ergänzend aufzeigen hier tut sich bislang nachweislich nix mit Heilung. Ich habe zum Beispiel eine Nachmeldung der bislang dauerhaften NW-Symptome an Hersteller (Beipackzettel schauen oder Internet nach Anschrift für NW Meldung beim Produkt-Hersteller) und an das BfArM schriftlich mit Anschrift nebst anonymisierten Befundnachweis ohne Ärzteangabe also ohne Adresse von der Praxis etc. angegeben.

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3
53175 Bonn
UAW@bfarm.de



Schreiben sieht so aus sollte man anpassen und sicherlich kürzen gerade den hinteren Teil:



Meldung persistierender Nebenwirkungen und dauerhafter Schäden durch 2x
Levofloxacin 500 mg – Ergänzung zu AMK-xxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit informiere ich Sie erneut über meine seit xx.xx.xx bislang durchgängig bestehenden
Nebenwirkungen und Schäden aufgrund 2 x 500 mg Levofloxacin des xxx
Präparates Lefofloxacin 500 mg mit der Chargennummer: Ch.-xxx. Diese
Nebenwirkungen wurden bereits offiziell bei der AkdÄ, BfarM und dem Hersteller gemeldet.
Die Kausalität der Schäden ist von mehreren Ärzten, Kliniken und einem MDK Gutachter
schriftlich bestätigt worden. s. auch relevante Dokumentenausschnitte / Befunde anbei.
Mein Fall wird beim Hersteller unter dem Aktenzeichen: xxx und innerhalb
der UAW Statistik unter: AMK-xxx geführt.

Die Symptome meiner gemeldeten und aktuell bislang weiterhin bestehenden Nebenwirkungen umfassen u.a.:

1.
2.
3.
4.
blaa blaa blaa

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieses Schreibens schriftlich und ergänzen Sie meinen
Status unter meinem bei Ihnen bereits geführten Sachverhalt mit AMK-xxx.

Vielen Dank für Ihre Bestätigung und Rückmeldung meiner Fragestellung zur möglichen Langfristigkeit und der
Dauerhaftigkeit der Schäden.





Dies hier kann man noch nutzen muss man aber nicht. Ich wollte hier was erwirken aber außer Standard blaa bla hört man von denen eh nix:

Aufgrund der seither bestehenden körperlichen Einschränkungen, insbesondere der
Schäden meines Bewegungsapparates, habe ich seitdem eine schwerwiegende
Behinderung mit GdB 60. Vor Einnahme von Levofloxacin war ich bis auf den vermeintlichen
Indikations-Infekt (Verdachtsdiagnose) extrem Leitungsfähig, sportlich und kerngesund. Seit
nun über 2 Jahren stelle ich als Fluorchinolongeschädigter regelmäßig fest, dass ich seitens
der Ärzteschaft, vom Hersteller und auch von Ihnen als deutsche Behörde kaum mehr
Unterstützung, sinnvolle Auskunft oder Hilfestellungen erfahre. Denn eine Therapieform und
ein definiertes Krankheitsbild für die schwerwiegenden Schädigungen durch
Fluorchinolon-Antibiotika existiert bislang nicht. Als Betroffener ist man in Deutschland
deshalb leider weitestgehend auf sich allein gestellt, weshalb sich eine Vielzahl von
Selbsthilfegruppen gebildet und aktiv online vernetzt haben.
Derartige Nebenwirkungen sind leider wohl auch keine absolute Seltenheit. In der Literatur
ist dies schon länger umfangreich detailliert dokumentiert. Auch seitens der Medizin und
deutschen Behörden ist dieser Sachverhalt gut bekannt. Es kam für einige Fluorchinolone
daher bereits zu Indikationseinschränkungen und diversen Marktrücknahmen.

Aktuelles Beispiel 2017: https://www.arznei-telegramm.de/html/ht ... 709082_01k

Bislang bringen dennoch nur sehr wenig Betroffene / Ärzte derartige Schäden kausal mit
dem Mittel in Verbindung. Und noch viel weniger melden aufgetretene
Nebenwirkungssymptome behördlich, was die bestehende Problematik seit Jahrzehnten
enorm im Hintergrund hält. Ursache für diese Kausalitätsproblematik ist unter anderem ganz
logisch begründbar die bislang unklare Stoffwechselschädigende Wirkungsweise von
Fluorchinolonen, welche auch wissenschaftlich nachgewiesen mit erheblich zeitlicher Latenz
und dosisunabhängig auftreten kann. Die toxischen Effekte durch Fluorchinolone können
zudem nach Stand der Wissenschaft auch dann vorliegen, wenn noch kein klinisches
Krankheitsbild aufgetreten ist.
Aufgrund der eigenen Betroffenheit und dieser bekannten Problematik startete ein Netzwerk
aus deutschen FC-Geschädigten eine Petition inkl. vielseitiger medialer Aufklärungen, um so
über die auch weltweit bekannten und potentiell dauerhaften Risiken dieser Wirkstoffgruppe
aufzuklären. Immerhin ist die FC-Wirkstoffgruppe trotz einem „Antibiotika-Reservestatus“,
div. Indikationseinschränkungen und etlicher Marktrücknahmen einzelner Produkte der am
häufigsten eingesetzten Mittel in Deutschland.

In anderen Ländern ist man hier bereits deutlich weiter. Die US-Aufsichtsbehörde FDA
warnte bereits in den Drug-Safety-Mails aus den Jahren 2008 und 2013 vor den
Langzeitschäden dieser Wirkstoffgruppe. Es kam aufgrund dessen in den USA zur
sogenannten Black-Box-Warnung, um den Verbraucher schon direkt auf der Verpackung mit
der höchsten Warnstufe vor diesen schwerwiegenden Nebenwirkungen zu warnen. Diese
Warnhinweise wurden von der FDA dann 2015 für systemisch (oral oder per Injektion)
verabreichte Fluorchinolone sogar nochmals verschärfend aktualisiert. Zudem wurde von der
FDA 2015 eine konkrete Krankheitsform / Behinderung mit der Bezeichnung Fluoroquinolone
Associated Disability (FQAD) eingeführt und eine breite mediale Ausklärungskampagne
gestartet. Offiziell stellt die FDA aktuell das Risiko- / Nutzenverhältnis bei unkomplizierte
Sinusitis, Harn- und Bronchial-Infektionen in Frage und rät in diesen Fällen strikt mit anderen
Optionen zu behandeln.

Faktisch gesehen ist in den USA somit bereits seit 2008 und 2013 belegt, dass
Fluorchinolone zu schwerwiegenden und langanhaltenden Nebenwirkungen führen können.
Seit dem Jahr 2015 spricht die US-Aufsichtsbehörde FDA offiziell sogar von potenziell
bleibenden Schäden und kausalen Behinderungen (Krankheitsbild: FQAD), u. a. betrifft
dies den Bewegungsapparat sowie das periphere und zentrale Nervensystem.

Was können Sie mir als Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur
möglichen Dauerhaftigkeit dieser Schäden sagen?
Die deutsche Arzneimittekommission veröffentlichte bereits am 26.07.16 unter:
https://www.akdae.de/Arzneimittelsicher ... 16-26.html
Das die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) die Warnhinweise für systemisch (oral
oder per Injektion) verabreichte Fluorchinolone aktualisiert hat, da diese zu
schwerwiegenden Nebenwirkungen mit potenziell bleibenden Schäden führen können,
u. a. am Bewegungsapparat sowie am peripheren und zentralen Nervensystem etc.
Dieses Risiko kann bei uns in Deutschland oder Europa doch keinen wissenschaftlich
anderen Sachverhalt darstellen, daher frage ich mich, wieso die angestoßene
Risikoevaluierung der EMA sich zu Lasten des Patientenschutzes so lange Zeit nimmt und
Sie derzeit als verantwortliche Behörde in Deutschland keine weiteren Schritte einleiten?
Und was unternimmt in dieser Zeit das BfarM als verantwortliche deutsche Behörde im
Bezug auf den Patientenschutz und die Hilfe für Betroffene in Deutschland? Die UAW
Statistik ist hier ganz klar ein absolut ungeeignetes Instrument zum darstellen derartiger
Risiken und Schadensmuster. Stichwort: (Melderate, Latenz, Kausalität, Dosisunabhängig
etc.)

Idgie
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 414
Registriert: 18.05.2018, 09:16

Re: Boeing 737 Max

#10521

Beitragvon Idgie » 13.03.2019, 17:35

Schorsch hat geschrieben:Hat man bereits eine Meldenr durch Initiale Meldung kann man 1-2 Jahre späte auf diese Fallnr. referenzieren und ergänzend aufzeigen hier tut sich bislang nachweislich nix mit Heilung. Ich habe zum Beispiel eine Nachmeldung der bislang dauerhaften NW-Symptome an Hersteller (Beipackzettel schauen oder Internet nach Anschrift für NW Meldung beim Produkt-Hersteller) und an das BfArM schriftlich mit Anschrift nebst anonymisierten Befundnachweis ohne Ärzteangabe also ohne Adresse von der Praxis etc. angegeben.


Das ist wahrscheinlich für viele hier das Problem: Ich habe keine Befunde von irgendwelchen Ärzten, alle Untersuchungen, die ich bisher habe machen lassen (waren nicht sehr viele) waren immer ohne Befund. Kein Arzt hat mir bisher bestätigt, daß meine Symptome Flox-bedingt sind. Bei den Muskel- und Gelenkschmerzen war es das Alter, bei den Nerven- und Kopfsymptomen ist es die Psyche :angry-cussing:

Bei meiner ersten Meldung an das Bfarm und an die AkdÄ habe ich von Beiden eine Eingangsbestätigung bekommen. Vom Bfarm mit einer Fallnummer

LG Idgie

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10518

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:36

PeterPan hat geschrieben:Hat denn jemand Erfahrung mit einem Anwalt, der auch klagen würde, wenn keine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist? Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn einige Ihren Schweinehund überwinden würden. Wenn ich richtig informiert bin, haben eben viele keine RSV. Wenn sich Anwälte finden würden, die rein auf Provision bzw. Prozesskostenhilfe arbeiten, würde sicher der ein oder andere noch klagen. Eine Klage ist teuer, sehr teuer., da spreche ich aus eigener Erfahrung.



Es gibt Prozessfinanzierung. D.h. wenn deine Karten und Nachweise so gut sind das ausreichende Erfolgsaussicht besteht, gibt es Finanzierungsmodelle die dann vom Profit der Klagesumme einen Teil einstecken, glaub so um die 20-30 %. Habe das aber nur mal beiläufig aufgeschnappt, sollte man sich zu informieren. Allerdings ohne Nachweise Kausalität, gute Befunde im Optimalfall auch schon Gutachten wird man hier nix finanziert bekommen. Unser Thema ist so Komplex es müssen eindeutig nachweisbare Fehler bei der Behandlung existieren sowie ein kausaler Schaden bestehen.

Gruß Schorsch

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10519

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 17:37

Wenn man direkt an EMA melden möchte geht das nur über Apotheke oder Arzt man kann und sollte das dann mit einer Apotheke machen wo jemand dabei ist der klar weiß was Sache ist:

http://www.adrreports.eu/de/report_side_effect.html

Ich habe anfangs auch mal eine Meldung über die Apotheke gemacht da gab es auch einen schriftlichen Nachweis der Apotheke das die Meldung beim BfArM eingegangen ist bei der Behörde. Die machen es schon extra alles kompliziert aber man sollte hier nicht nachgeben und richtig Initiative aufbringen.

Benutzeravatar
Zipp
Profi
Profi
Beiträge: 59
Registriert: 18.10.2018, 09:56

Re: Boeing 737 Max

#10522

Beitragvon Zipp » 13.03.2019, 18:29

Idgie hat geschrieben:Das ist wahrscheinlich für viele hier das Problem: Ich habe keine Befunde von irgendwelchen Ärzten, alle Untersuchungen, die ich bisher habe machen lassen (waren nicht sehr viele) waren immer ohne Befund. Kein Arzt hat mir bisher bestätigt, daß meine Symptome Flox-bedingt sind. Bei den Muskel- und Gelenkschmerzen war es das Alter, bei den Nerven- und Kopfsymptomen ist es die Psyche


Genau da sehe ich auch das Problem.
Es ist einfach nur frustrierend, wenn man von Arzt zu Arzt geht und nur ungläubig belächelt wird.

Mein Urologe sagt er hat das bei keinem Patienten gehabt.
Mein Hausarzt glaubt mir nicht.
Mein Orthopäde hat mich ernsthaft rausgeworfen.

Es tut so gut, wenn man mal einen Arzt erwischt der wenigstens davon gehört hat und sich das Problem anhört. Viel mehr kommt dabei aber nicht raus.

Ich habe bisher von keinem Arzt einen handfesten Befund. Selbst die Meldung ans BfArM über den Hausarzt war schon schwierig.

In meinem Fall wüsste ich nicht mal gegen wen ich rechtlich vorgehen soll. Denn der Urologe hat keine groben Fehler gemacht. Die Chancen sind m.E. recht gering.
In der aktuellen ungewissen Situation und ohne RSV würde das für mich und meine Familie den finanziellen Ruin bedeuten.

Grüße
Zipp

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10523

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 18:47

Hallo Zipp,

Es spielt keine Rolle, ob du einen Arzt Nachweis hast das Flox dein Problem verursacht hat. Du meldest die Symptome an Hersteller und Bfarm fertig. Das hat auch überhaupt nix mit der Klageoption eines etwaigen Behandlungsfehlers zu tun.


Man kann und soll auch seine Verdachtsfälle melden. Ich würde Befunde von Sehnenproblemen oder den typische Flox UAW in die Meldung stets mit einbeziehen auch wenn hier Flox nicht genannt ist. Optimal es über eine Apotheke machen mit der Angabe das man zuvor nie derartiges hatte und es erst seither besteht. Man muss es nicht vom Arzt oder Gutachter etwas bestätigt haben, das ist der Fehler den alle falsch weitergeben und dann keiner was meldet. Wenn man schon eine UAW Nr hat sollte man später auf diese referenzieren und schriftlich mit Bestätigungsanforderung melden das die Probleme weiterhin bestehen. Das ist alles.

Natürlich ist es wenn du was nachweisen kannst in diesem Best-Case noch besser zusätzlich in einer überzeugenden Anonymisierten Form Nachweise direkt mitanzugeben zwecks Dokunachweis.



Gruß Schorsch

Benutzeravatar
Zipp
Profi
Profi
Beiträge: 59
Registriert: 18.10.2018, 09:56

Re: Boeing 737 Max

#10524

Beitragvon Zipp » 13.03.2019, 18:53

Hallo Schorsch,

ich habe es bereits ans BfArM und den Hersteller erfolgreich gemeldet. Es hat sich anfangs schwierig gestaltet, weil der Hausarzt nicht unterschreiben wollte. Aber mittlerweile ist die Meldung mit Bestätigung durch.

Mein Post war eher auf die Möglichkeiten eines Rechtsstreits bezogen.

Grüße
Zipp

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1008
Registriert: 07.10.2016, 09:36

Re: Boeing 737 Max

#10533

Beitragvon Schorsch » 13.03.2019, 20:37

Hallo Zipp,

war auch keine Kritik deines Beitrages sollte nur zur allgemeinen Aufklärung ergänzen. Viele Querleser schmeißen solche Themen inhaltlich zusammen und haken es sofort ab was leider oft genau das Problem ist.

@levoflox ja die Reha ist leider rum. Werde jetzt einen Antrag zur zwecks Teilarbeit stellen. Schaffe die volle Woche auf Dauer einfach nicht mehr und ich bin erst 41 Jahre, muss sehen das ich mir die Zeit nehme um weiter vorwärts zu kommen ohne Verschlechterungen und neue Probleme wie LWS etc.


Gruß Schorsch

Levoflox26
TOP-Poster
TOP-Poster
Beiträge: 757
Registriert: 20.11.2017, 09:08

Re: Boeing 737 Max

#10531

Beitragvon Levoflox26 » 13.03.2019, 23:02

Danke für deine Erklärung, Schorsch. Ich habe selbst und auch noch über eine Apotheke gemeldet, hatte dann auch Rückmeldung (mit Fallnummer) vom BfArM Bekommen und den Bogen noch beim Arzt abgegeben. Er sagt, er habe ihn ausgefüllt abgeschickt, ob es stimmt, weiß ich nicht. Hatte damals auch gleich bei Heumann gemeldet, habe den Mailverkehr ausgedruckt hier liegen.
Mir ging es jetzt um das nach melden, das werde ich heute in die Wege leiten. Merci, für's drauf aufmerksam machen.
Ich schreibe meist allen neuen Foris, wenn ich die Erste bin, dass sie die NW melden sollen und dass das sehr wichtig ist.

Bist du noch in Reha oder wieder zu Hause?


Zurück zu „Erfahrungsaustausch“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast