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Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

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Schorsch
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Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#304

Beitragvon Schorsch » 22.01.2017, 20:47

Hallo,

ein rudimentärer Biomarker für Fluorchinolone-Vergiftungen könnte auch die Fingernägel sein.
Von vielen Gefloxten weiß ich, dass sich hier seit Floxierung oft deutliche Änderungen feststellen lassen.

Insbesondere kommt es zur Rillenbildung. Wie sieht das bei euch so aus ? Habt Ihr seit Vergiftung eine Veränderung der Fingernägel in Form zunehmender oder sich deutlich von der Nagelplatte abhebender Längsstreifen beobachtet ?

Ihr könnt hier auch in den Themen stets Bilder / Dateien uploaden (bitte nur Urheberrechte achten).

Geht so: Bei der Beitragsverfassung etwas runterscrollen, Dateianhänge klicken und Datei selektieren + hochladen. Fertig

Gruß Schorsch
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Wolfgang

Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#305

Beitragvon Wolfgang » 23.01.2017, 13:55

Hallo Schorsch,

habe ich auch, began mit der Intoxikation und setzt sich bis dato fort, allerdings wechselhaft stärker oder schwächer ausgeprägt. Diese Schwankungen kennen wir ja aber auch von anderen Erscheinungen/UAW durch flox.
Ist exakt wie du es beschreibst, rillenförmige Längsstreifen vom Nagelbett zum "weißen" hin, eindeutig sicht-und tastbar. Dieses "Phänomen" hatte ich preflox zuz keiner Zeit.

Wolfgang

Wolfgang

Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#307

Beitragvon Wolfgang » 23.01.2017, 14:16

.....relativierend aber ist zusagen, dass meine liebe Frau auch (in milderer Form) solche Längsrillen hat und ziemlich, ziemlich sicher nie flox eingenommen hat.
Werde da mal bei Freunden und Verwandten die Augen aufhalten und berichten....

VG
Wolfgang

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#308

Beitragvon Schorsch » 23.01.2017, 20:32

Hallo Wolfgang,

ja stimmt das ist nicht großartig Neues und sogar auch in dem Floxreport schon dargestellt.
Grundsätzlich ist das halt auch ein indirekter Hinweis auf einen gestörten Stoffwechselprozess. Und der kann ja logischerweise vielseitige Ursachen haben.

Hast du bei dir auch mal zeitweise eine Dunkelfärbungen der Zähne bemerkt ? Ich kenne einen härter Gefloxten, der generell bei den Zähnen solche eindeutigen symptomatische Effekte hatte.

Gruß Schorsch
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Wolfgang

Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#311

Beitragvon Wolfgang » 24.01.2017, 09:10

Hallo Schorsch,

nein, das habe ich nicht, aber was nicht ist...... ;-)
VG
Wolfgang

Schaf
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#314

Beitragvon Schaf » 24.01.2017, 17:01

Hallo Schorsch,

die meisten meiner Nägel sehen so aus seit ich denken kann.

Viele Grüße
Schaf
Zuletzt geändert von Schaf am 18.10.2017, 12:47, insgesamt 1-mal geändert.

Silram
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#323

Beitragvon Silram » 27.01.2017, 16:25

Hallo
Also ich kann das bei meinen Fingernägeln auch seit einiger Zeit feststellen, besonders stark ausgeprägt ist es beim linken Daumen zu sehen.
Ich schob es aufs Alter???
Früher hatte ich das nicht. Kann schon sein das es durch das Fluorchinolon kommt.
Ich polliere meine Nägel ab und zu ,dann ist es nicht so auffällig. :P

Gruß Silram

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Schorsch
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#377

Beitragvon Schorsch » 04.02.2017, 20:54

Hallo,

folgende interessante Hinweise zum Thema Fingernägel und FQ-Vergiftung habe ich aus einer anderen Unterhaltungen aufgeschnappt:


Ausgeprägte Längsstreifen entwickeln sich normalerweise erst im höheren Alter (60+), wobei der Eisengehalt des Fingernagels sinkt, während der Calciumgehalt steigt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3221241/). Dieses spezielle Elektrolytungleichgewicht ist ein typisches Zeichen für den Funktionsverlust von Mitochondrien, welcher bekanntlich den biologischen Alterungsvorgang prägt und leider auch im Zentrum von FQ-Vergiftungen steht (die wiederum Störungen des intrazellulären Eisen- und Calciumstoffwechsels verursachen können).

Grundsätzlich werden solche Nagelveränderungen mit Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht, denen Störungen des Kollagenstoffwechsels zugrunde liegen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2018723). Das überschneidet sich natürlich auch mit FQ-Vergiftungen. Zudem muss man nicht lange googeln, um zu erkennen, dass viele Fibromaylgiepatienten (aka Floxies) über ein schubartiges Auftreten der „vertical ridges“ klagen.

Wenn also Menschen unter 60 J. Nagellängsstreifen entwickeln oder deren Zunahme beobachten, kann das auf eine unspezifische Störung der Kollagensynthese und einen beschleunigten Alterungsvorgang hindeuten, der durch FQs verstärkt wird. Einige Betroffene sagen übrigens, sie hätten vor der FQ-Vergiftung vollkommen glatte Fingernägel gehabt (http://www.levaquinadversesideeffect.co ... humbnails/).

Interessanterweise wurden FQ-induzierte Nagelerkrankungen schon vor dreißig Jahren beobachtet (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2945743): die hier beschriebenen Nagelablösungen wurden durch übermäßiges Sonnenlicht begünstigt, was wiederum gut mit der Phototoxizität der FQs übereinstimmt, die offenbar auch die Hautanhangsgebilde betrifft. Jedenfalls scheint es sich bei den beobachteten Nagelablösungen nicht um Einzelfälle zu handeln („Thankfully, I’ve never lost my nails, as some flox victims have.“ http://fluoroquinolonethyroid.com/about ... mber-2015/).
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Rosanna Garten
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Re: Vitamin D-Mangel als Ursache?

#525

Beitragvon Rosanna Garten » 25.02.2017, 22:13

Liebe Floxis,

auch meine Fingernägel weisen leider diese Längsrillen auf, sind extrem spröde und "spalten" sich.
Auch ganz viel Pflege mit gute Ölen, regelmäßige Maniküre usw. hat bisher nicht geholfen.
Meine Nägel waren jedoch schon länger so "unschön", also auch schon vor der Vergiftung.
Allerdings hat mein Neurologe eine interessante Entdeckung gemacht: durch das viele Zuhause rumliegen wegen der starken körperlichen Erschöpfung und der Schmerzen, hat sich bei mir über die Monate ein extremer Vitamin D-Mangel eingestellt.
Derzeit nehme ich zusätzlich hochdosiert Vitamin D (20.000 i.E.), bis sich der Vitamin D-Spiegel wieder normalisiert hat.
Da sich ein Vitamin D-Mangel nicht nur in Form von brüchigen Fingernägeln zeigt, sondern auch viele Symptome hervorrufen kann, die denen einer Levofloxacin-Vergiftung ähnlich sein können:

z. B.
Müdigkeit
Antriebslosigkeit
verlangsamtes Denken
depressive Verstimmungen/Depressionen
Muskelschwäche
Knieschmerzen
Rückenschmerzen
Schlafstörungen
Appetitlosigkeit
Innere Unruhe / Nervosität
Hautprobleme, zum Beispiel Schuppenflechte
erhöhte Anfälligkeit für bakterielle Infektionen und grippale Infekte
Kalziummangel und dadurch bedingte Muskelkrämpfe
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Kopfschmerzen
...
u.a.

ist es für einige Betroffene möglicherweise hilfreich, den Vitamin D-Spiegel überprüfen zu lassen, da die Möglichkeit bestehen könnte, dass die Nebenwirkungen der Vergiftung zusätzlich zu einem Vitamin D-Mangel (z.B. nach langer Bettlägerigkeit) führen.
Dieser verstärkt dann evtl. wieder zusätzlich die Nebenwirkungen…

Sind denn Vitamine für euch ein Thema?

Da ich neu bin, habe ich noch nicht so den Überblick ob hier im Forum schon darüber geschrieben oder berichtet wurde.
Hab jetzt einfach mal hier meine Erfahrung berichtet, kann aber auch nicht sagen, ob die Einnahme des Vitamin D-Präparates ursächlich für die aktuelle Besserung einiger meiner Symptome (z.B. weniger Müdigkeit und Schlafbedürfnis, verringerte Muskelschmerzen und –schwäche) ist.

Viele Grüße

Rosanna
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Pfeifferin
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#526

Beitragvon Pfeifferin » 26.02.2017, 10:45

Hallo..
Ja habe auch einen vit D Mangel laut Blutentnahme...habe einen Wert von 18 nehme seit drei Tagen dekristol ersteinnahme 60.000i.E zweiter Tag 100.000i.E und heute noch mal 60.000i.E...gestern ging es mir etwas besser aber heute wieder Schwindel und brennen im Kopf...das mit den Nebenwirkungen von vit D Mangel habe ich auch gelesen und war sehr erstaunt das diese sich mit cipro NW decken...hoffe jeden Tag das es besser wird...am schlimmsten ist es das ich nicht schlafen kann und nicht zur Ruhe komme...früh ist es immer am schlimmsten auch mit der Angst...wenn ich nur mal schlafen könnt so wie noch vor drei Wochen... :-( ausserdem habe ich auch Angst auf die psycho schiene geschoben zu werden...

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#527

Beitragvon Pfeifferin » 26.02.2017, 10:48

Und das mit den rillen in den Nägeln kann ich bestätigen...das hat aber meine ostheopatin letzte Woche schon festgestellt

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Rosanna Garten
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Re: zu Vitamin D-Mangel

#631

Beitragvon Rosanna Garten » 21.03.2017, 19:15

Hallo liebe LeserInnen,

zum Thema Vitamin D-Mangel, das im Zusammenhang mit dem Fingernagelthema aufkam:
Auch bei mir wurde ja (wie weiter oben beschreiben) ein extremer Vitamin D-Mangel festgestellt.
Deswegen wurde mir 2x wöchentlich hochdosiert Vitamin D verordnet.
Das Vitamin D wurde wieder abgesetzt, nachdem sich der Vitamin D-Spiegel lt. Laborkontrolle wieder normalisiert hatte.
Nun hat sich bei einer neuen Laboruntersuchung herausgestellt, dass mein Vitamin D-Spiegel jetzt viel zu hoch ist.
Der Wert ist wohl so hoch, dass Gegenmaßnahmen notwendig sind.
Welche das sein werden, weiß ich noch nicht genau, da mein Hausarzt den Befundbrief noch nicht erhalten hat.

Ich werde weiter berichten:-)

Viele Grüße

Rosanna
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Schorsch
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#644

Beitragvon Schorsch » 21.03.2017, 20:35

Hallo Rosanna,

wieviel Vit D hast du denn da zu dir genommen und über welchen Zeitraum ?
Die Ernährungsberatung empfiehlt ja nur 1.000 I.E. was aber ein Witz ist.
Als Flox soll man so 10.000 I.E. täglich nicht überschreiten um Aufzubauen.

Gegenmaßnahmen wird vermutlich Magnesium / Calciumtablette sein und Vitamin K sein.

Gruß Schorsch
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Rosanna Garten
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Re: Vitamin D - Überdosierung?

#646

Beitragvon Rosanna Garten » 22.03.2017, 10:59

Hallo Schorsch,

über einen Zeitraum von 6 Wochen habe ich 2x wöchtlich 20.000 i.E. eingenommen.
Das Vitamin D wurde mir in dieser Dosierung vom Neurologen verordnet.

Greets ;)
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Elsa
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#2181

Beitragvon Elsa » 26.10.2017, 11:00

Zunehmende Längsrillen kann ich auch beobachten und das ablösen der Nägel an einigen Stellen zudem leichte weiße Streifen
Alles erst nach Flix bekommen
Mein Vitamin d ist übrigens topp
Seit Jahren
Aber Eisen und Calcium stimmen nicht
Zu niedrig
LG
Elsa

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FluorchiNO
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Re: Vitamin D - Überdosierung?

#2185

Beitragvon FluorchiNO » 26.10.2017, 12:28

Rosanna Garten hat geschrieben:Hallo Schorsch,

über einen Zeitraum von 6 Wochen habe ich 2x wöchtlich 20.000 i.E. eingenommen.
Das Vitamin D wurde mir in dieser Dosierung vom Neurologen verordnet.

Greets ;)


Das war vor einigen Jahren meine Erhaltungsdosis! Mein VitD Spiegel lag damit bei 88 ng/ml nach einigen Monaten.

Hast du vielleicht VitD kurz vor der Blutentnahme genommen?

Bellaflox
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#2190

Beitragvon Bellaflox » 26.10.2017, 13:57

Hallo,

ja die Rillen kann ich auch beobachten, ist durch Flox schlimmer geworden. Hatte ich schon vorher, aber jetzt schlimmer.
Genau wie bei meinen Zehnnägeln, gleiche problem und viel schlimmer...
Versuche es nach und nach mit Vitamin D aufzufüllen.

Moien
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21844

Beitragvon Moien » 13.06.2020, 21:38

Hallo an Alle,


auch wenn der letzte Beitrag schon lange her ist, wollte ich mal erfragen wie schlimm es bei euch ausgefallen ist am Ende, nach Michalak ist liegen die Rillen bei Nägel auch daran das die Kollagensyn. gestört ist.

Bei mir hat es jetzt vor kurzem angefangen gefühlt 10 Tage mit Druckschmerz verbunden, sprich, wenn ich etwas greife oder zu stark auf die Tasten drücke dann tut es mir unter den Nägeln weh ab und zu auch schon sogar im Ruhemodus, ein leichtes brennen unter den Nägeln. Alles noch sehr aushaltbar aber trotzdem mal nachgehört ob es ggf. schlimmer werden könnte bis zu Ablösung....

Also hat irgendwer hier wirklich schon Nagelablösung gehabt?

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Maximus
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21848

Beitragvon Maximus » 13.06.2020, 23:21

Hallo Moien,

bei Längstrillen besteht meist kein Grund zur Sorge. Tiefe Querrillen ( auch Beau-Reil-Querfurchen )
deuten darauf hin, dass das Wachstum des Nagels gestört war, z.B : nach Chemotherapie bzw. Fluorchinolonen.

Schau dir mal meine Nägel an.

Link: viewtopic.php?f=36&t=323&start=200

Uhrglasnägel nach Flox > Gewebshypoxie > Minderversorgung des Körpers bzw. einzelner Körperabschnitte mit Sauerstoff (O2).

VG
Maximus
Zuletzt geändert von Maximus am 13.06.2020, 23:49, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21850

Beitragvon cf12 » 13.06.2020, 23:31

Hallo,

die Längsrillen habe ich bei mir auch beobachtet. Vielleicht können wir die Veränderungen zur Therapiekontrolle nutzen?! :think:

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

cf12

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Maximus
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21852

Beitragvon Maximus » 13.06.2020, 23:45

Hallo cf12,

Therapiekontrolle Längstrillen, ja, mit 2-3 Monaten Zeitverzögerung.

LG
Maximus
Zuletzt geändert von Maximus am 13.06.2020, 23:53, insgesamt 4-mal geändert.

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21853

Beitragvon Moien » 13.06.2020, 23:54

Wie meint ihr beiden das als Therapiekontrolle ?

Nina
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#21881

Beitragvon Nina » 14.06.2020, 22:28

Hallo,

habe auch ganz leichte Längstrillen an manchen Fingern.
Hatte auch weiße Flecken, die sind aber mittlerweile heraus gewachsen und kommen auch nicht mehr nach.

Liebe Grüße
Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin

Deleted User 1309

Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#25614

Beitragvon Deleted User 1309 » 07.12.2020, 00:14

Hallo zusammen.

Ich hatte vor Flox keine Rillen in den Fingernägeln. Seit Flox habe ich diese.

Was ich jetzt habe sind brennende Fingernägel. Spüre ich besonders in Ruhe, also am Abend und nachts.
Und ich vertrage schon lange (seit einiger Zeit mit Flox) keinen Nagellack mehr. Der erzeugt dann schlimme Schmerzen. Ein pochen, bis ich ihn entferne.

Hat das noch jemand?

Gute Besserung, Fee.

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#33468

Beitragvon Luketheman » 14.05.2023, 11:19

Hallo,

ich wollte jetzt nicht extra einen neuen Thread erstellen. Ich habe tatsächlich auch diese Längsrillen in den Fingernägeln bemerkt. Ich kann natürlich nicht sagen wie lange ich das schon habe, kann sein das ich erst jetzt darauf geachtet habe. Es ist jetzt aber auch nicht so stark ausgeprägt, die Nägel sind auch nicht brüchig oder so. Habe auch gelesen das es genetisch bedingt ist, mein Vater hat das schon ziemlich lange und das schon bevor er 60 wurde und der ist top fit und hat nie FCs genommen.

Allerdings ist mir noch aufgefallen das ich seit ein par Monaten bläuliche Finger- und Fußnägel habe.
Zusätzlich sind die Hände und Füße oft kalt. Hat jemand zufällig ähnliche Symptome und weiß vielleicht was das sein könnte?

Liebe Grüße
Lukas
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#33472

Beitragvon Levoflox26 » 14.05.2023, 14:57

Hey Lukas,

ich hab seit Monaten ähnliche Symptome, allerdings weniger die Nägel alleine sondern die Endglieder der Finger und Zehen. Bei mir ist es wohl das Raynaud Syndrom, da sehen die Finger und Handflächen aus, als wäre kein Blut mehr drin, richtig weiß, nur die Fingerspitzen sind blau. Das wechselt aber ständig, bei Kälte und bei Wasserkontakt ist es schlimmer. Wenn ich morgens aufwache und noch Bettwärme habe, sieht alles gut durchblutet aus.

Dass sich die Nägel bei Kälte bläulich verfärben ist, glaube ich, nicht ungewöhnlich, Kälte stellt die Gefäße enger und gerade in den feinen Kapillaren stimmt dann die Mikrozirkulation nicht mehr.

Du hast eine me/cfs Diagnose, gell? Da gibt es Einige, die da Durchblutungsstörungen haben, weil sich Mikrothromben bilden. Kann man wohl in HN untersuchen lassen. Da wird der Nagelfalz mit einem speziellen Mikroskop untersucht. Weiß gerade nicht ob Plattenwald oder Gesundbrunnen, jedenfalls bin ich beim googeln mal drauf gestoßen. Ich sitze hier auch gerade wieder mit Eisfingern/Füßen...trotz dicker Wollsocken und Handschuhen, von denen ich die Kuppen abgeschnitten hab. Meine Finger sehen auch manchmal aus, als sei ich 'ne Stunde in der Badewanne gelegen, ganz runzelig.

Gerade noch rasch gesucht, die Klinik im Plattenwald führt Kapillarmikroskopie durch.

Hoffe, das hilft dir weiter? Sonst vielleicht mal Marco fragen? Hab ihn gerade angeschrieben und gebeten mal hier rein zu schauen.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#33473

Beitragvon EagleEyeC » 14.05.2023, 15:47

Hallo ihr beiden

mir ist das mit den Längs-gewellten Nägel auch jetzt gerade aufgefallen, sehr interessant, leider wohl bei den Nägel sicher ein Zeichen von sub-optimalem Kollagen.

Die einschlafenden Glieder und Kalten Finger/Füsse treffen leider bei uns häufig zu. Die kleinen Nervenfasern sind für die Durchblutung wichtig, bei einer Schädigung ist das also auch als potenzielle Ursache möglich. Allgemein ist diese Mikrozirkulationsstörung wirklich sehr auffällig bei uns.

Raynaud kann es auch sein, aber nur dann, wenn es wirklich durch Kälte passiert mit Hautverfärbung.
Bei dir, Luke, hört sich das nicht nach dem Vollbild des Raynaud an, wenn es dauerhaft vorhanden ist.

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Luketheman
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#33475

Beitragvon Luketheman » 14.05.2023, 17:48

Hallo vielen Dank für eure Antworten.
Ich hatte das mit den blauen Finger- und Fuß nägeln ja schon seit Monaten. Aber bis auf das mit der Kälte ohne weitere Symptome. Nun habe ich vor 4 Tagen das Antihistaminikum Diphenhydramin genommen und am selben Abend fing meine linke Hand stark an zu Kribbeln. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht aber es wurde immer schlimmer und nun habe ich es in beiden Händen und Füßen. Das Medikament habe ich sofort abgesetzt. Es sind Kribbelnde Schmerzen auch wenn ich Sachen anfassen oder laufe tut es manchmal etwas weh. Nicht stark aber man kann schon von Schmerzen sprechen. Desweiteren hatte ich auch immer wieder Kribbeln im Gesicht. Kann sich echt eine Neuropathie so schnell entwickeln?!
Habe echt Angst das es sich um Neuropathien handelt das kann ich jetzt garnicht gebrauchen habe genug Sehnenschmerzen verdammt. Es ist doch aber 13 Monate her seit flox :think:
Zuletzt geändert von Luketheman am 14.05.2023, 17:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fingernägel als rudimentärer Biomarker der Fluorchinolone Vergiftung

#33476

Beitragvon cf12 » 14.05.2023, 19:22

Hallo Marco,

post Flox sind die Längsstreifen der Fingernägel relativ häufig und ich habe es auch bei mir beobachtet. Ich vermute u.a. einen erhöhten NAD Verbrauch (z.B. CD38 Aktivierung/stille Entzündung und/oder PARP1 Aktivierung zur DNA Reparatur wegen oxidativem Stress) und nehme zyklisch 500 mg Niacin ein (Achtung: Flush): Pellagra. Die Pellagra Symptome haben sich verbessert, aber für eine nachhaltige Therapie müsste die NAMPT Synthese gefördert werden: z.B. vermehrtes Bewegungstraining in der Sonne (Pacing), Ketose.

Mein Bruder litt im Winter am Raynaud Syndrom und durch die hochdosierte Gabe von Magnesium sowie Arginin sind die Symptome schnell "verschwunden" (alle anderen Mängel von Mikronährstoffen sollten auch beseitigt werden): bei einem Vitamin B12 Mangel sollte Arginin nicht dauerhaft ohne Lysin eingenommen werden. Arginin erweitert u.a. die Gefäße und Magnesium entspannt die glatte Muskulatur. Die Kapillaren können evtl. mit der IOT (Dr. Wiechert/Bremen) oder der vermehrten Bildung von Ketonen in der Leber (siehe auch "Sehkraftverlust jetzt stoppen!", Bruce Fife) repariert werden. :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

cf12


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