Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

Future
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Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15948

Beitragvon Future » 01.10.2019, 10:22

Hallo Zusammen,

ich bin gerade total verzweifelt, denn ich habe seit 3 1/2 Wochen so einen unerklärlichen Schub, der jetzt auch gravierende Auswirkungen auf den Schalf hat.

Normalerweise weiß ich schon aus der Erfahrung heraus, wann ich körperliche Schübe bekomme: Etwa bei körperlicher "Überanstrengung", bei einem Infekt oder wenn ich in irgendeiner Form auskühle.
Mit absoluter Ruhe und diversen NEMs kann ich körperliche Schübe in der Regel immer gut abfangen...
Aber jetzt???? Keine Ahnung, es war weder ein Auslöser da, noch helfen NEMs.
Das schlimmste zusätzlich: Mirtazapin greift auch nicht mehr richtig. Ich hatte zuletzt 9mg. Muss dauernd weiter aufdosieren, aber Fehlanzeige.

Ich hatte vor knapp 2 Jahren ähnliche Situation, damals hatte ich aber noch nicht so gutes Gefühl für körperliche Schübe wie heute.
Da hat plötzlich Mirtazapin auch nicht mehr gegriffen und ich musste zusätzlich (zu 22.5mg!! Mirtazapin) noch mindestens 30 Tropfen Trimiparin nehmen, damit ich schlafen konnte.
Das hatte zur Folge, dass ich eine Zeitlang einen toxischen Haarausfall hatte.
Aber dann hatte ich die normal auslösenden Schübe ganz gut in den Griff bekommen und konnte von 22,5mg Mirtazapin + 30 Tropfen Trimiparin, vorsichtig über einen längeren Zeitraum auf "nur" 9mg Mirtazapin runter dosieren, und Trimiparin ganz weglassen. Lief ne ganze Zeit prima ..bis jetzt
Jetzt geht's schlafmäßig in die gleiche Richtung... Horrer!!
Meine Haare sind gerade erst wieder gewachsen.

Viele empfehlen ja auch das CDB aktiv, aber irgendwie, selbst Wenn's wirklich gut ist, entsteht ja auch da ein Gewöhnungseffekt und das ist auch eine Horrervorstellung... kostengünstig ist das Mittel auf Dauer auch nicht.

Vielleicht habt ihr Ideen zu dem ganzen.
Ich habe so Angst, dass das jetzt so bleibt... man weiß ja nie bei Flox, also ob das der "next Level" ist, und nicht mehr weggeht.
Ich kann mir zur Zeit körperlich kaum noch was zumuten.
Nur arbeiten und nach Hause, selbst einkaufen ist schon zu anstrengend. Die Wohnung in Ordnung zu halten, komme ich auch kaum noch hinterher.

Verzweifelte liebe Grüße
Future



Floxi
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15949

Beitragvon Floxi » 01.10.2019, 10:33

Hallo,
kann es nicht einfach sein, dass dieser mutmaßliche Schub (wahrscheinlich psychische Symptome) einfach eine Nebenwirkung deines AD sind?

https://www.ratiopharm.de/produkte/deta ... 20265.html

Das Zeug hat es in sich.
Ende April 2017
5 Tage 2x 250mg Ciprofloxacin

September 2014
Ciprofloxacin 250mg ( Dosierung nicht mehr bekannt)

Future
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15951

Beitragvon Future » 01.10.2019, 10:44

Hallo Floxi

Das kann ich eindeutig verneinen.
1. Ich habe keine Depressionen, Ängste und ähnliches. Nur Zeit Sorge über den aktuellen Zustand

2. Nehme ich das schon länger und zwar mit der "niedrigen" Doses. Und selbst bei höheren Dosen hat das körperlich bei mir keine Nebenwirkungen, außer großen Appetit.

3. Der längere Körperliche Schub war zuerst da und erst dadurch habe ich jetzt aufdosieren müssen. So war es auch in der Vergangenheit; Erst ging ein körperlicher Schub mit eindeutigen Auslöser voraus, und ja nach länge und Heftigkeit hatte es ggf. Auswirkungen auf den Schlaf

Ich schließe daher den jetzigen Zustand wegen Mirtazapin eindeutig aus.

Ich hätte eine Bitte allgemein zu meinem aktuellen Thema:
Können ihr bitte das erst einmal so annehmen dass ich psychisch ausschließe (habt Vertrauenzu mir wenn ich bestätige dass ich trotz Flox überwiegend positiver Mensch bin), sonst geht das ganze für mich am Thema vorbei. Und ja, ich weiß das Mirtazapin nicht ohne ist (ist nicht böse gemeint). Aber leider wusste ich das vorher nicht bzw. wurde mir verharmlost :-((

Gruß Future

Idgie
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15952

Beitragvon Idgie » 01.10.2019, 13:08

Hallo Future,

entschuldige, daß ich trotzdem nochmal darauf eingehe:

Ich habe auch aufgrund von Flox-Symptomen Mirtazapin verschrieben bekommen, habe also ein wenig Erfahrung damit und war auch nicht psychisch krank.

Meine Fragen: Hast Du irgend etwas an der Mirta-Dosierung verändert? Nimmst Du täglich die gleiche Dosis?
Ich bin seit über 1 Jahr am reduzieren und habe Symptome, die sich nicht von einem Flox-Schub unterscheiden, deshalb meine Frage. Mirtazapin ist bekannt dafür, daß es, vor allem beim reduzieren, ziemlich schlimme Entzugssymptome macht und auch, daß es nach einiger Zeit nicht mehr wirkt.

Welche Symptome hast Du den zur Zeit? Schildere doch mal, dann kann man auch mehr dazu sagen.

LG Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

Floxi
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15953

Beitragvon Floxi » 01.10.2019, 13:18

@ Future

da reden wir wohl aneinander vorbei. Du schreibst nur von „Schub“ und massiven Schlafproblemen. Und dass du das AD wieder aufdosierst. Daher bin ich von psychischen Symptomen ausgegangen oder weswegen hast du die Dosisänderung vorgenommen? Für rein körperliche Beschwerden wie Sehnen- und Muskelentzündungwn, gastrointestinale Beschwerden oder Neuropathien hilft das AD nicht.

Sollten doch psychische Symptome wie Angst- und Panikattacken, Depressionen, Schlafstörungen... mehrere Jahre postflox vorhanden sein trotz Low carb Ernährung und guter NEM Einnahme, dann sollte an eine weitere mögliche Ursache gedacht werden. Und AD sind leider häufig auch bei nicht gefloxten Personen problematisch.

Alles Gute!
Ende April 2017
5 Tage 2x 250mg Ciprofloxacin

September 2014
Ciprofloxacin 250mg ( Dosierung nicht mehr bekannt)

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15954

Beitragvon Future » 01.10.2019, 14:04

Hallo nochmal,


Ich habe mich bei der Reduzierung an die 10 % Regel gehalten.
Mir sind die Entzugserscheinungen durchaus bekannt. Und ich weiß auch wie die sich anfühlen äußern, weil mir das, wo ich noch nicht die 10% Regel kannte, mal passiert ist.

Und ich meinte körperliche Schübe (extreme Erschöpfungszustände, Muskeln und Glieder tun weh,..).
Trotz MG + B12 und andere NEMs.
Ich nehme AD nicht wegen den Schüben sondern natürlich wegen dem Schlaf (der sich durch körperliche Schübe immer verschlechtert).

Liebe Grüße
Future

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15955

Beitragvon Krabiwi » 01.10.2019, 14:50

Hallo,

in Verbindung mit Flox lässt sich nichts eindeutig ausschließen.

Wenn ich mir die NW von dem Gift durchlese können diese jedes Organ (auch Muskeln) betreffen und sind größtenteils identisch mit Floxsymptomen, was dafür spricht dass es ebenfalls in den Mitochondrien rumfummelt.

Ich würde das Zeug langsam aber sicher absetzen, das ist in Verbindung mit Flox unberechenbar und sicherlich insgesamt schädlich. Das ist ja fast 1:1 Flox:



Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Gelbfärbung von Augen oder Haut; diese Gelbfärbung kann auf eine Störung in der Leberfunktion hinweisen (Gelbsucht)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Anzeichen einer Infektion wie plötzliches und unerklärliches hohes Fieber, Halsschmerzen und Geschwüre im Mund (Agranulozytose). In seltenen Fällen kann Mirtazapin-ratiopharm® zu Störungen in der Produktion von Blutzellen (Knochenmarkdepression) führen. Bei manchen Menschen sinkt die Widerstandskraft gegen Infektionen, da Mirtazapin-ratiopharm® zu einem vorübergehenden Mangel an weißen Blutkörperchen (Granulozytopenie) führen kann. In seltenen Fällen kann Mirtazapin-ratiopharm® auch einen Mangel an roten und weißen Blutkörperchen sowie an Blutplättchen (aplastische Anämie), einen Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) oder eine Zunahme der Anzahl weißer Blutkörperchen (Eosinophilie) verursachen.
Epileptischer Anfall (Krampfanfälle)
Eine Kombination von Symptomen wie unerklärliches Fieber, Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, Durchfall, (unkontrollierbare) Muskelkontraktionen, Schüttelfrost, übersteigerte Reflexe, Ruhelosigkeit, Stimmungsschwankungen, Ohnmacht und vermehrter Speichelfluss. In sehr seltenen Fällen kann es sich hierbei um Anzeichen einesSerotonin-Syndromshandeln.
Gedanken sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen.
schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse).
Weitere mögliche Nebenwirkungen von Mirtazapin sind:

Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):

Verstärkter Appetit und Gewichtszunahme
Schläfrigkeit oder Müdigkeit
Kopfschmerzen
Trockener Mund


Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

Teilnahmslosigkeit
Schwindel
Wackeligkeit oder Zittern

Übelkeit
Durchfall
Erbrechen
Verstopfung
Hautausschlag (Exanthem)
Gelenkschmerzen (Arthralgie) oder Muskelschmerzen (Myalgie)
Rückenschmerzen
Schwindel oder Ohnmacht bei plötzlichem Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
Schwellungen (typischerweise an Knöcheln oder Füßen) durch Wassereinlagerung (Ödeme)

Müdigkeit
Lebhafte Träume
Verwirrtheit
Angst
Schlafstörungen


Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

Anomale Empfindungen in der Haut, z. B. Brennen, Stechen, Kitzeln oder Kribbeln (Parästhesie)
Unruhige Beine
Ohnmacht (Synkope)
Taubheitsgefühl im Mund (orale Hypästhesie)
Niedriger Blutdruck
Alpträume
Gefühl der Ruhelosigkeit
Halluzinationen

Bewegungsdrang
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):

Muskelzuckungen oder Muskelkontraktionen (Myoklonus)
Aggression
Bauchschmerzen und Übelkeit, die auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) hinweisen können
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):

Anomale Empfindungen im Mund (orale Parästhesien)
Schwellung im Mund (Mundödem)
Schwellungen am ganzen Körper (generalisiertes Ödem)
örtlich begrenzte Schwellungen (lokalisiertes Ödem)

Hyponatriämie
Unangemessene antidiuretische Hormonsekretion
schwere Hautreaktionen (bullöse Dermatitis, Erythema multiforme)
Schlafwandeln (Somnambulismus)
Sprachstörung
Muskelschmerzen, Steifigkeit und/oder Schwäche und dunkler oder verfärbter Urin (Rhabdomyolyse)
Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Harnverhalt)
erhöhte Creatinkinase-Blutwerte
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15956

Beitragvon EagleEyeC » 01.10.2019, 15:01

Idgie hat geschrieben:Mirtazapin ist bekannt dafür, daß es, vor allem beim reduzieren, ziemlich schlimme Entzugssymptome macht und auch, daß es nach einiger Zeit nicht mehr wirkt.

Welche Symptome hast Du den zur Zeit? Schildere doch mal, dann kann man auch mehr dazu sagen.


Das ist sehr individuell. Ich hatte (vor Flox zum Glück) Mirtazapin genommen. Hochdosiert. Hab es innert 2 Wochen abgesetzt. Das soll kein gutes Beispiel sein, ich bin sehr stur (wenn ich etwas wirklich will, wie ein Medikament absetzen, dann mache ich es oft zu schnell).

Möchte dir lediglich die Angst nehmen. Ich hab Remeron von 60mg auf 45mg innert 2 Tage, danach auf 30mg, 2 Tage später dann ganz abgesetzt. Ich hatte 0 Entzugserscheinung. Muss aber sagen, ich hatte auch keine grosse Wirkung mehr von Mirtazapin - jene verlief nach 6 Jahren Einnahme.

Unterdessen - auch dank Flox - nehm ich gar keine Medikamente mehr, nachdem ich von 18j bis vor kurzer Zeit täglich welche genommen hatte.

LG.

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15957

Beitragvon BarbH » 01.10.2019, 15:04

Hallo Krabiwi,
danke für diese Veröffentlichung. Auch wenn es mich hier nicht direkt betrifft, habe ich es doch mit Interesse gelesen, denn genau dieses Medikament bekam ich als erstes von meiner Ärztin in die Hand gedrückt, als ich ganz am Anfang unter Heulkrämpfen/Schlaflosigkeit gelitten habe.
Ich sollte dann diese Tabletten nehmen für die Nacht und wenn es mir nicht besser geht, auch tagsüber.

Ich habe diese Tabletten, weil ich allgemein gegen AD bin, solange ich nicht mit dem Fuß vor dem Grab stehe, nicht genommen. Wenn ich das jetzt lese, bin ich heilfroh.
Danke für Deine immer wieder aufklärenden Beiträge.

Liebe Grüße
Barbara
August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15958

Beitragvon EagleEyeC » 01.10.2019, 15:06

Future hat geschrieben:zu 22.5mg!! Mirtazapin


Die beste Dosierung für den Schlaf ist 15mg. Mirtazapin ist ein Dirty Drug. Dosierungen höher als 15mg erhöhen die dopaminerge und noradrenerge Transmission. Es macht also weniger müde als bei 15mg, wo v.a. die histaminerge Affinität im Zentrum steht.

Ich hab eine Zeitlang 60mg am Morgen genommen - es wirkt dann sehr stark stimulierend.

also ich würd nicht weiter hoch damit, eher bei 15mg bleiben oder ganz absetzen.

Noch ein Tipp von mir: hochdosiertes Melatonin. Sei anscheinend ein noch stärkeres körpereigenes Antioxidanz wie GSH. Kannst also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ab 3mg bin ich innert 15 Minuten tot im Bett. Und das kann man anscheinend deutlich höher dosieren.

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15959

Beitragvon Future » 01.10.2019, 15:30

Hallo Krabiwi, Hallo zusammen

Das ist und war mein Ziel: Mirtazapin abzusetzen.
Und glaubt mir, wenn es so einfach wäre, hätte ich das Zeug schon längst zum Fenster raus geschmissen.

Was war zuerst da: Das Huhn oder das Ei.. in meinem Fall Flox... und da tauchten die Schlafprobleme auf. Und daraufhin kam Mirtazapin ins Spiel.
Ich denke auch das mein Körper wegen Flox immer, irgendwie schlaftechnisch Unterstützung braucht. Deshalb war ja mein Gedanke irgendwann Mirtazapin (bei sehr niedriger Dosis ) durch zB Aminosäuren oder ähnlichem zu ersetzen.

In dem letzten halben Jahr ging es mir körperlich wirklich gut. Bis auf so ein paar Minnischübe und natürlich aufpassen dass ich mich nicht körperlich nicht überanstrenge war ich relativ zufrieden.

Ich weiß das Mirtazapin nicht das beste Zeug ist... auch nicht in Verbindung mit Flox.
Bitte nicht falsch verstehen: Es bringt mich jetzt nicht weiter (wie oben drum gebeten) um das Mittel Mirtazapin an sich zu philosophieren. (Ich bin deswegen ja auch in Absetzforum)

Deswegen, und ich weiß dass das nicht einfach ist, wäre es mir lieb wenn ihr vielleicht trotzdem noch Ideen habt wie ich diesem Schub ein Ende bereiten kann, oder evtl. Erfahrungen habt, womit man Mirtazapin besser ausschleichen kann (unter Berücksichtigung von Flox).

Schon mal Danke an alle bisherigen Antworten:-)

Grüße
Future

Idgie
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15960

Beitragvon Idgie » 01.10.2019, 16:08

Future hat geschrieben:.....oder evtl. Erfahrungen habt, womit man Mirtazapin besser ausschleichen kann (unter Berücksichtigung von Flox).


Hallo Future,

wie meinst Du das? Ein anderes Mittel, mit dem Du den Entzug deckeln kannst?

Ich reduziere seit 18 Monaten und bin inzwischen bei 1,9 mg - alle 4 Wochen 10-15 %.

Ich halte nichts davon, das eine Mittel durch ein anderes zu ersetzen.
Was mir gut hilft ist Muskatellersalbeiöl, 1-2 x täglich 1 Tropfen - es entspannt mich und ich kann meistens gut schlafen: https://www.vigeno.de/werner-kuehni/mus ... ndung-free
Des Weiteren nehme ich vor dem schlafengehen Ashwagandha und Magnesium und manchmal, wenn ich nicht einschlafen kann, noch Calmvalera:

Zur Zeit stecke ich auch in einem Schub, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwerpunkt Knie, Hüfte und linker Zeigefinger, das Zahnfleisch macht Probleme. Auch ich habe nichts an den NEMs verändert, allerdings war ich mit der Ernährung ein wenig nachlässig, öfter mal ein Eis ect. ect.
Ich bin nun wieder konsequenter und warte ab - meist vergeht der Schub von selber wieder.


@EagleEyeC: Ich glaube Dir, daß Du gut absetzen konntest, das ist bei vielen beim ersten Mal so, aber unser Körper ist geschädigt durch Fluorchinolone und dementsprechend empfindlich. Ich persönlich wollte da kein Risiko eingehen und lieber schonend und langsam absetzen.

LG Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15961

Beitragvon BarbH » 01.10.2019, 16:10

Hallo Future,
vielleicht findest Du noch weitere Hilfe zu Deinem AD in diesem Forum:
https://adfd.org/austausch/index.php

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15962

Beitragvon Krabiwi » 01.10.2019, 16:53

Hallo Future,

wie gesagt, so multisymptomatisch wie Mirtazapin werden kann scheint es wie Flox in den Mitochondrien aller möglichen Zellen rumzuwerkeln und könnte somit theoretisch auch Schübe und Rückfälle begünstigen.

Je länger man ein Medikament nimmt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Schäden. Denn die medikamenten-induzierte Schäden enstehen langsam und werden erst symptomatisch sobald eine Schadensschwelle erreicht ist. Ausnahme ist Flox wo manchmal eine einzige Tablette genügt.

Ansonsten, da der Schub nun ohnehin da ist, wäre es wichtig zu wissen ob die Symptome stärker oder spürbar schwächer sind als die bisher stärksten Symptome. Solange der Schub schwächer ist als zuvor würde ich mir keine Sorgen machen.

Außer weiter antioxidativ zu therapieren und geduldig sein kann man da nicht viel machen. Einfach locker bleiben und die Zeit runterschaukeln, vielleicht etwas mehr Magn. nehmen als sonst.

Gegen Schlafstörungen wirkt wie von EEC empfohlen Melatonin, das ist ein Stoff der vom Körper selbst produziert wird und somit weit harmloser als Pharmazeutika.

Immer an Kuklinski denken: "Kein Mensch wird krank weil ihm Medikamente fehlen".

MfG
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15963

Beitragvon Future » 01.10.2019, 17:50

Huhu Ihr Lieben, da bin ich wieder...

Erstmal Danke für die bisherigen Antworten.
Da war das ein oder andere dabei was mich schon mal aufgebaut hat/ bzw. hilfreich war.

@ Krabiwi @ EagleEyec
Wie ist das jetzt mit Melantonin, wieviel mg wäre da in dem Zusammenhang mit Mirtazapin ratsam?

@Idgie
Calmvarera ist auch viell. nicht schlecht, wie du schon sagst.
Wow da bist du echt schon weit mit deinem Absetzen...das lässt hoffen. bei mir lief es auch gut, bis 9mg (,wenn man bedenkt was ich zu hoch Zeiten genommen hatte) Aber ich bin jetzt binnen 2 Wochen bei 12mg und selbst das greift nicht. (Gefühlt 2 Schritte vor, und dann 50 zurück... heul)

Der jetzige körperliche Schub ist nicht so schlimm wie schon andere erlebte, aber er lässt nur arbeiten und ausruhen zu, alles andere bleibt liegen, sonst dreht sich die Spirale immer weiter zu.
Absolute körperliche Schonung hat bei bisherigen meist auch immer gegriffen.


Falls Euch noch was hilfreiches einfällt, immer her damit :-)

Liebe Grüße
Future

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15964

Beitragvon Krabiwi » 01.10.2019, 17:57

Future hat geschrieben:Der jetzige körperliche Schub ist nicht so schlimm wie schon andere erlebte, aber er lässt nur arbeiten und ausruhen zu, alles andere bleibt liegen, sonst dreht sich die Spirale immer weiter zu.
Absolute körperliche Schonung hat bei bisherigen meist auch immer gegriffen.


Dann ist alles halb so wild, erst wenn die Symptome sich über das bekannte Maß verstärken sollte man sich Sorgen machen. Bei starker Müdigkeit liegt es womöglich an einer starken Mitophagie, hatte ich auch ein paar Mal. Wenn sich die Mt dann mit der Zeit wieder neu bilden verschwinden auch die Symtome wieder. Theoretisch ließe sich das mittels PQQ beschleunigen, aber ich würde einfach die Zeit runterschaukeln, sollte nach spätestens 2-3 Monaten wieder vorbei sein.

MfG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15965

Beitragvon Future » 01.10.2019, 18:21

Das pQQ und Nadh hatte ich die Woche bestellt, ist nur noch nicht da... ich wollte es mal ausprobieren.

Müdikeit klingt in meinen Ohren wie Musik,.. denn ich bin leider selten mal müde..
An Wochenenden nachmittags mal powernapen hat mir in der Vergangenheit immer etwas geholfen ;-)

LG

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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15966

Beitragvon Idgie » 01.10.2019, 19:02

Future hat geschrieben: Aber ich bin jetzt binnen 2 Wochen bei 12mg und selbst das greift nicht. (Gefühlt 2 Schritte vor, und dann 50 zurück... heul)


Ich würde diese Erhöhung zumindest zum Teil wieder rückgängig machen - nach 2 Wochen sollte das noch problemlos möglich sein.
Denn wie Eagle schon geschrieben hat, Mirta wirkt schlafanstoßend nur in den niedrigen Dosierungen.

Du merkst ja selber, daß die Erhöhung nichts bewirkt, warum also darauf sitzen bleiben?

Ja, wir sitzen unseren Schub einfach aus ;) :) - immerhin konnte ich heute wieder eine halbe Stunde spazieren gehen ohne größere Probleme :handgestures-thumbup:

Alles Gute,

Idgie
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15972

Beitragvon cf12 » 01.10.2019, 22:34

Hallo Future,

wie EEC sowie Krabiwi bereits oben schrieben, kann man die Schlafstörungen u.a. mit Melatonin beheben: z.B. ca. 2 Stunden vor der Nachtruhe 3 mg Melatonin und/oder CBD aktiv. Ein Spätstück ist häufig auch sehr hilfreich (Kuklinski). Die antioxidative Wirkung von Melatonin wird bei extrem hohen Dosen von > 100 mg beobachtet (evtl. nur unter privatärztlicher Kontrolle anwenden). Melatonin ist auch in Verbindung mit Medikamenten ungefährlich und hat keinen Einfluss auf deren Wirkung. Viel Erfolg! :)

Viele Grüße

cf12

Future
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Re: Anhaltender Schub - nichts greift mehr - auch nicht Mirtazapin

#15974

Beitragvon Future » 02.10.2019, 07:37

Guten Morgen Zusammen,

mir ist noch was eingefallen...
Hab nochmal genauer überlegt und ich glaube ich weiß jetzt was evtl. den Schlaf durcheinander gebracht hat:
Ich hatte während des körperlichen Schubs, irgendwann Vitamin D3+k2 4-5 Tage höher dosiert eingenommen (ca. 20.000 i.E.) wegen Auffüllung...und ab ca. da wurde es mit dem Schlaf schlechter...
Denn ich meine mal gelesen zu haben dass höhere ( größer als 5.000 iE) bei Flox schwierig sind.... ?? Könnte es daran gelegen haben??

@eagle @ Krabiwi @cf12
Danke für die Info wegen melatonin :-)

@ idgie
Freue mich dass du einen Lauerfolg hattest :-)

Liebe Grüße
Future


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