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Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

Frechdachs75
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Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19778

Beitragvon Frechdachs75 » 08.03.2020, 17:21

Hallo zusammen!

Wie ist das bei euch mit dem familiären Umfeld und auch den ärztl. Empfehlungen bzgl Schmerzmittel.
sowohl der Durchgangsarzt als auch der Orthopäde empfehlen mir dringend Schmerzmittel Ibuprofen bzw diclofenac oder nurofen.
mein orthopäde sieht ja leider keinerlei Zusammenhang zwischen Cipro und Achillessehnenentzündung. sogar der Sanitätshaus Mitarbeiter riet mir entzü dungshemmende Mittel zu nehmen da ich es sonst nie los werden würde.

Die Familie versteht auch nicht warum ich die Mittel nicht nehme; so entsteht zu den Beschwerden noch ein Rechtfertigungsdruck. keiner verstehst die Problematik. Habt ihr auch so Probleme in dieser Hinsicht gehabt?

es zieht einen echt psychisch herunter wenn man zu hören bekommt so schlimm könnten die Schmerzen ja nicht sein sonst würde ich den ärztlichen Rat befolgen.
Bin echt stark verunsichert momentan.

Wie sind da eure Erfahrungen?


Traurige Grüsse.



Nina
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Re: Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19779

Beitragvon Nina » 08.03.2020, 17:45

Hallo Frechdachs,
tut mir leid, dass du in so einem Konflikt bist.
Kannst du deiner Familie nicht irgendwie begreiflich machen, dass jede weitere Chemie dir schaden würde?
Selbst wenn man nicht persönlich dazu recherchiert, was man vielleicht auch nicht von jedem Angehörigen erwarten kann, müsste man doch verstehen, dass wenn Tabletten dich krank gemacht haben, dass weitere Tabletten keine gute Idee sind.
So Sätze wie, dann kann es ja nicht so schlimm sein, sind echt nicht sehr mitfühlend und kontraproduktiv. Mir ist natürlich klar, dass Angehörige auch viel mitzumachen haben und dass Sie vielleicht auch einfach mit der Situation überfordert sein können. Da fällt dann vielleicht schnell mal ein unpassender Satz.

Vielleicht kannst du versuchen es Ihnen nochmal in Ruhe zu erklären damit sie dich verstehen?
Ich würde mich allerdings auf keine Diskussion einlassen und noch viel wichtiger zu nichts überreden lassen, was du nicht willst. Das bedeutet alles Stress für dich und du musst jetzt auf dich aufpassen, damit du die nötige Ruhe hast wieder gesund zu werden.

Ich drücke dir die Daumen, dass sie dich verstehen werden.
Ich wünsche dir alles Gute und gute Besserung.
Liebe Grüße
Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin

mike217
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Re: Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19783

Beitragvon mike217 » 08.03.2020, 18:21

Ich weiß jetzt nicht wie groß die Schmerzen bei Dir sind, da jeder Floxkrankheitsverlauf und jeder Mensch individuell und anders ist.
Persönlich halte ich nichts von Ibuprofen. Wenn ich in meinem Leben schlimmere Schmerzen hatte, hat mir selbst Ibuprofen 800 nichts gebracht. Daher halte ich von Ibu auch nicht viel.

In der Regel habe ich die Zähne zusammengebissen und bin ohne Schmerzmittel ausgekommen, oder ich habe mir etwas Stärkeres als Ibu verschreiben lassen. Letzteres war aber nur der Fall als ich 2013 frisch nach meiner Pleudorese aus dem Krankenhaus entlassen worden bin.
Bei Schmerzen sollte man sich außerdem schonen und nicht so leben als wäre nichts. Die Schmerzen sind nicht ohne Grund da und da heißt das oberste Gebot "Schonung". Oder werden Patienten nach einer OP im Krankenhaus auch sofort in den Arbeitsalltag abgeschoben? Ich denke nicht...

Die wenigsten Ärzte, selbst auf dieser Welt, nicht nur in DE, verstehen die biochemischen Nebenwirkungen von Flox ABs.
Erwarte keine Hilfe von irgendeinem Arzt, erst recht, wenn es sich um Kassenärzte handelt! Nur Du selbst kannst etwas zur schnelleren Genesung beitragen. Du hast es also selbst in der Hand!

Wenn man natürlich das nötige Kleingeld hat, dann kann man auch zu einem guten Privatarzt gehen, der ganzheitlich behandelt. So wie Dr. Pieper in Konstanz oder Dr. Wiechert in Bremen. Allerdings ist man dann auch schnell mehrere Tausend € los, aber man kriegt dann gesagt, was man einnehmen (oder kriegt Infusionen) und wie & was machen soll. Die "low-budget" Variante wäre die Tipps hier im Forum, allen voran das Flox 1x1 zu versuchen. Das klappt aber nur, wenn man dazu bereit ist, sich selbst mit diesem Thema beschäftigen zu wollen.

Ansonsten ist meine Familie (Eltern, Geschwister) verständnisvoll, wobei ich jetzt selbst, vielleicht in meiner aktuellen Situation auch GsD, keine eigene Familie habe und dadurch weniger Druck habe, was wiederum für meine Genesung vermeintlich förderlicher ist.

Ich weiß nicht ob es hilft, aber vielleicht solltest Du Deiner Familie/Frau den Rote-Hand Brief zu Fluorchinonolen und ein paar Reportagen auf Youtube zu Floxschäden zeigen. Vielleicht hilft das einsichtiger zu werden...
10x Levofloxacin (September 2019) Dosierung nicht mehr bekannt
4x Levofloxacin (0-1-0) 500MG (Dezember 2019)

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Re: Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19784

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 08.03.2020, 18:49

Hallo Frechdachs,

du fragst nach meinen Erfahrungen!?

Nun, ich habe z.B. einen Kumpel, den ich als tendenziell eher wenig empathisch beschreiben würde. Wenn ich ihn sehe, lass ich ihn teilhaben an meinen Schmerzen, spreche sehr offen über meine Ängste, erkläre ihn den Floxmechanismus usw. ... das führte bis jetzt dazu, das er mich ernst nimmt und mir hilft.

Weil man bei Flox kein Gipsbein hat oder blutende Wunden - also Sichtbares, muss man seinem Umfeld offen kommunizieren, was los ist.

Schon allein am Postschalter warte ich (immer) auf dem Hocker, kann mich also nicht anstellen, weil ich nur sehr kurz stehen und gehen kann. Dann stellen sich andere immer vor mich an die Reihe - auch hier ist kommunizieren wichtig...

Erst dann wenn du dich selbst ernst nimmst und dich kommunizierst, können das andere auch tun. Zum Beispiel deine Angst vor Medis... erkläre was in deinem Körper passiert, wovor du genau und warum du eine scheiß Angst hast.... Und jetzt bin ich doch in den Ratschlag-Modus abgetriftet.

Bei Ärzten habe ich bisher die schlechtesten Erfahrungen im Punkto Ernstgenommenwerden gemacht. Die scheinen sowohl auf rational-kognitiver Ebene, als auch auf der emotionalen Ebene nicht sehr zugänglich. Bisher für mich noch ein Rätsel. Mit gegenteiliger Ausnahme namens "Dr.Pieper", der auch nicht(!) tausende Euros kostet - aber gerade keinen mehr aufnimmt, wohl aber nur temporär...

Viel Kraft und Mut für dich!

cf12
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Re: Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19794

Beitragvon cf12 » 08.03.2020, 22:14

Hallo Frechdachs,

bei Bedarf nehme ich gelegentlich eine Ibuprofen Tablette ein (nur bei Verträglichkeit), denn sie wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Sehr viel schonender und wirksamer sind Ambroxal Präparate, wenn man täglich eine Dosis von > 150 mg einnimmt. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

mike217
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Re: Totale Verunsicherung bzgl Schmerzmittel.

#19799

Beitragvon mike217 » 09.03.2020, 11:08

TheBestIsYetToCome hat geschrieben:Bisher für mich noch ein Rätsel. Mit gegenteiliger Ausnahme namens "Dr.Pieper", der auch nicht(!) tausende Euros kostet - aber gerade keinen mehr aufnimmt, wohl aber nur temporär...


Dr. Pieper mag dann vielleicht eine Ausnahme sein, da er dann vermutlich so geübt in der Therapierung von FQAD Patienten ist, dass eine verkürzte Erstanamnese etc pp es auch tut und dadurch die Kosten niedriger ausfallen.

Ansonsten ist man bei den meisten Privatärzten durch Erstanamnese, Laborarztuntersuchung und Behandlungstermine dann trotzdem schnell im vierstelligen Bereich.

Sorry für Off-topic!
10x Levofloxacin (September 2019) Dosierung nicht mehr bekannt
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