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Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

Karlken
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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25035

Beitragvon Karlken » 02.11.2020, 21:22

Hallo zusammen

Uschi schrieb Folgendes in "Ciprofloxacin - Meine Geschichte" von BarbH

Ich hab ähnliche Probleme. Es läuft immer gleich ab: In den Ecken der rechten Augenwinkelt beginnt es leicht zu flimmern. Dieses Flimmern entwickelt sich zu bunten Zickzackmustern, die Farmen erinnern an die Schaufensterauslage eines Juweliers, wenn das Licht sich in den Brillianten reflektiert. Die "Zacken" dehnen sich von rechts nach links aus, bis sie das ganze Sehfeld einnehmen (auch bei geschlossenen Augen) und verschwinden dann langsam, wie sie gekommen sind. Aber in den linken Augenwinkeln. Sie sind dann ein mal quer durch's ganze Sichtfeld gezogen. Kopfschmerzen habe ich dabei überhaupt nicht. Bei mir hält das ca. 10 Minuten an, egal ob ich mich hin lege oder nicht. Blutdruck, Puls etc. bleiben ganz normal. Die Augenblitze sind das einzige, was auftritt.
Ich bin da schon bis zum Kopf MRT durch gecheckt worden und die Ärzte haben sich auf eine Migräne Aura ohne Schmerz geeinigt. Hab solche Sehstörungen hier auch schon von anderen Foris gelesen. Ich hoffe, bei dir ist es ebenso harmlos.[quote][/quote]

Ähnliche Symptome sind bei mir erstmalig am 22.04.2020 aufgetreten und letztmalig am 21.10.2020. Im Oktober der bisherige Höhepunkt mit in Summe 5 "Anfällen" die jeweils 30-45 Minuten andauern. Ich hatte dann am 22.09.2020 meinen halbjährlichen
Augenarzttermin mit Pupillenerweiterung. An den Augen war lt. Augenärztin nichts Ungewöhnliches zu erkennen.
Sie schrieb mir eine Überweisung zum Neurologen der auch sehr umfangreiche Untersuchungen durchführte.
Letztendlich, da wohl alles unauffällig, schickte er mich zum MRT vom Kopf. Dieser Termin war am 27.10.2020.
Heute war ich wieder beim Neurologen vorstellig. Altersbedingt leichte Durchblutungsstörungen, also lt. Neurologe nichts Außergewöhnliches. Kein Schlaganfall oder dergleichen.

Jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage.
Der Neurologe meinte ich könnte es vielleicht mit Lamotrigin versuchen.
Auch wurde mir gesagt dass dieses ein gut verträgliches Mittel gegen Epilepsie wäre. Worunter ich natürlich nicht leide!
Hat irgendjemand schon Bekanntschaft mit diesem Medi gemacht?
Wenn ich mir da die UAW anschaue stellen sich mir die Nackenhaare auf ;)
Aber soll ja gut verträglich sein. Das kenn ich doch irgend woher. :angry-cussing:

Ich weiß jetzt nicht wofür ich mich entscheiden soll. Nehmen oder nicht?

m.f.G.
Karlken


Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

Momo
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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25038

Beitragvon Momo » 02.11.2020, 23:45

Hallo Karken,
Migräne kenn ich seit Jahrzehnten. Früher 1 bis 2 mal im Jahr, irgendwann phasenweise. Dann wieder lange nicht.
Für Migräne gibt es meist einen Auslöser. Wenn man den rausfindet.....
Eine Migräneaura ist ja normalerweise Vorbote von Kopfschmerzen. Ich hatte 2 Wochen nach Cipro eine Aura und danach Kieferschmerzen. Fand das damals sehr seltsam.

Vielleicht ist Migräneaura ohne Kopfschmerzen tatsächlich eine Nachwirkung von Flox. Migräneveränderungen kann man kurz nach dem Anfall im.MRT sehen. Deswegen hatte ich mit Ende 2o ein MRT. Wenn das also nicht der Fall ist und auch die Augen in Ordnung sind. Warum willst du das Mittel nehmen?
Bei mir dauerte Aura immer ca 20 bis 30 Min.
Auslöser Kälte im Nackenbereich, flackerndes Licht......
Kannst du es an irgendetwas festmachen?
Hast du zudätzliche Symptome während oder nach der Aura? Bist du besonders müde, hast Wortfindungsstörungen ...

Solsnge es nicht häufiger auftritt, würde ich gar nichts machen.

LG Momo
Liebe Grüße Momo
7 Tage Metrodinazol und Ciprofloxacin
Februar 2020

cf12
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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25039

Beitragvon cf12 » 03.11.2020, 01:26

Hallo Karlken,

bei Migräne wird u.a. hochdosiertes Vitamin B2 sowie Q10 empfohlen, sobald alle Mängel von Mikronährstoffen beseitigt wurden (siehe auch "Mitochondrien", Dr. Kuklinski 2015). Die Beschwerden werden auch vom HWS Syndrom getriggert (evtl. osteopathische Behandlung). Bei Bedarf kann man gelegentlich zur Nacht Rivotril 2 mg Tabletten einnehmen (Wirkstoff: Clonacepam) und EEC hat bei zyklischer Gabe gute Erfahrungen mit Clonacepam gemacht (mit dem Arzt besprechen). Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

Karlken
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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25040

Beitragvon Karlken » 03.11.2020, 10:32

Hallo Momo, Hallo cf12

Vielen Dank für eure Antworten. Ihr habt mich in meinem
Gefühl bestärkt dieses "Experiment" nicht zu machen!

Auslöser Kälte im Nackenbereich, flackerndes Licht......
Kannst du es an irgendetwas festmachen?
Hast du zudätzliche Symptome während oder nach der Aura? Bist du besonders müde, hast Wortfindungsstörungen ...


Sonstige Störungen sind mir eigentlich bisher nicht aufgefallen.
Tja, und mein Nackenbereich ist eh eine meiner Dauerbaustellen. Dies allerdings auch schon vor Flox. Nur eben nicht in dem derzeitigen Ausmass.
Flackerndes Licht?
Meist, aber eben nicht immer, sind es solche Situationen wo ich am PC arbeite, fernsehe oder wie gestern aufs Smartphone schaue. Wobei gestern der "Anfall" sehr kurz und nicht so ausgeprägt wie sonst war. Licht könnte also schon ursächlich sein.

bei Migräne wird u.a. hochdosiertes Vitamin B2 sowie Q10 empfohlen, sobald alle Mängel von Mikronährstoffen beseitigt wurden


cf12, wie würdest du Vitamin B2 hochdosiert definieren?
Q10 ist schon seit langer Zeit ein fester Baustein in meiner Therapie.
An einen Mangel an Mikronährstoffen kann ich in meinem Fall nicht wirklich glauben. Ich supplementiere seit über 2 Jahren so ziemlich alles was es gibt. ;)
Bei Vitamin B2 liege ich derzeit bei 7,8 mg über NEM.
Würde ich bei der Einnahme von Rivotril, wenn ich mir die UAW anschaue, nicht vom Regen in die Traufe kommen?
Mein grundsätzliches Ziel ist es möglichst keine Medikamente zuzuführen.

Danke für eure Unterstützung

m.f.G.
Karlken
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cf12
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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25041

Beitragvon cf12 » 03.11.2020, 10:56

Hallo Karlken,

die Beschwerden werden wahrscheinlich durch das HWS Syndrom getriggert und Du solltest die einseitigen Belastungen reduzieren. Die regelmäßige osteopathische Behandlung kann in Kombination mit der Stärkung der Nackenmuskulatur zu einer nachhaltigen Besserung führen. Für den Notfall kannst Du Dir Rivotril 2 mg Tabletten verschreiben lassen, damit sich der Nacken bei Bedarf über Nacht erholen kann (Musaril ist leider seit 2013 außer Handel und die Wirkung von Myopridin Tabletten ist wahrscheinlich zu "schwach"). Ich nehme im Moment täglich 3 - 6 mg Bor sowie gelegentlich eine Ibuprofen Tablette ein.

Vitamin B2 kannst Du mit zusätzlich 10 - 20 mg testen und wenn es nicht ausgeschieden wird ("gelbes Vitamin"), sollten täglich 100 - 300 mg Vitamin B2 eingenommen werden. Im Buch "Mitochondrien" (Dr. Kuklinski 2015) kannst Du genauere Angaben finden. Q10 wäre auch hochdosiert mit 100 - 300 mg zu empfehlen. Weitere Mängel sollten je nach Laborwert beseitigt werden (siehe auch Liste der Laborwerte von Dr. Strunz). Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#25365

Beitragvon Forscher » 21.11.2020, 14:49

Hallo Alle,

nachdem ich nun auch schon eine breite Palette an Pharmaka durch habe, hier nun meine Erfahrungen. Das wichtigste zuerst: MEDIKAMENTE SIND KEINE HEILUNG! Aber sie verschaffen Zeit die Ursachen zu verbessern oder zu beheben.

Ein Kernproblem meiner Floxerkrankung waren von Beginn an starke unbeeinflussbare Schmerzen daher habe ich in den letzten zwei Jahren folgende verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen:

NSAR:
- Ibuprofen
- Metamizol

Antidepressiva:
- Amitriptylin
- Mirtazapin

Opioide:
- Tilidin retard
- Tilidin tropfen
- Tramadol

Antikonvulsiva:
- Pregabalin

Muskelrelaxanzien:
- Tizanidin

Cannabinoide:
- Dronabinol
- Cannabisextrakt Tilray
- CBD

NSAR waren gerade zu Beginn garnicht gut und haben alles noch schlimmer gemacht. Amitriptylin war einige Wochen nützlich, hat dann die Neuropathie schleichend aber stark verschlimmert. Mirtazapin hatte ich nur eine Tablette und danach habe ich 16 Stunden geschlafen. Antidepressiva für mich ein No-Go.
Pregabalin hatte anfangs und auch nach zwei Jahren keine Wirkung. Tramadol hat zu Ödemen und Ausschlag geführt. Tilidin hat mir sehr sehr geholfen aber man muss sehr darauf achten unter oder an seinem Individuellen Limit zu bleiben! Es Bedarf hier einem sehr guten Gespür und Überwachung durch einen Schmerztherapeuten, da diese Substanzen schleichend zur Abhängigkeit führen können. Außerdem ist der Entzug relativ unangenehm und nicht unbedingt ausschleichend möglich.
Tizanidin habe ich kürzlich als Adjuvans zu Dronabinol bekommen, ich bevorzuge mittlerweile aber allabendliche progressive Muskelrelaxation.

Für mich Hilfreich waren eigentlich alle Cannabinoide durch ihre Hauptwirkungen: Schmerzlinderung, Entzündungshemmung, Muskelentkrampfung, Appetitförderung und Unterdrückung der Übelkeit.

Nochmal die Medikamente sind keine Dauerlösung verschaffen aber Zeit alles zu erlernen was man benötigt um seinen Zustand täglich zu managen wie beispielsweise Ernährung, physikalische Therapien, progressive Muskelrelaxation, Psychotherapie, Dehnübungen, Ausdauertraining, die richtigen NEM's usw...

Momentan nehme ich nurnoch das Dronabinol ein, konnte aber die Dosis sogar schon etwas reduzieren. Es scheint auch dass meine Schmerzempfindlichkeit durch die Medikamentöse Langzeitdepression ganz langsam zurück geht. Ich hoffe nächstes Jahr Schmerz- und Medikamentenfrei zu werden.

Viele Grüße,
Forscher
Ciprofloxacin, 5 Tage 2 x 500 mg, September 2018

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27524

Beitragvon OFC1901 » 05.05.2021, 18:56

Hallo und die Runde,

da ich ziemlich zeitgleich mit allen körperlichen Symptomen sehr starke Zwangsgedanken bekommen habe, überlege ich, obwohl ich echt etwas Angst davor habe, ein Antidepressiva einzunehmen, welches für Zwangsstörungen indiziert sind. Hierzu gehören u.a. Fluoxetin, Paroxetin, Escitalopram und noch einige andere. Leider müssen diese AD bei diesem Krankheitsbild in der Höchstdosis eingenommen werden.

Hat hier jemand Erfahrungen mit solch hohen Dosen AD seitdem er gefloxt ist?
Danke schonmal für eure Antworten.

LG Sven
Levo 12/2010 500mg 7x
Norflox 02/2013 400mg 20x
Levo 02/2014 500mg 5x
Cipro 07/2014 250mg 10x
Levo 02/2017 500mg 7x
Oflox 12/2018 250mg 20x
Ausbruch aller Symptome 10/2019
Kortisontherapie IV 04/2020
Flox bekannt geworden 10/2020

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27526

Beitragvon EagleEyeC » 05.05.2021, 19:34

Hallo Sven

Hast du neuropathische Beschwerden (SF-Neuropathie, Muskelschmerzen, Faszikulationen etc.)?

Falls ja, lass die Finger davon. Mein schlimmster Schub kam von Escitalopram. Amitryptilin war ebenfalls keine Hilfe.

Einzig inhibitorische Substanzen sollten m.M.n. getestet werden, Pregabalin, Lacosamide, Clonazepam o.ä.

Die Pathogenese bei FQAD bezüglich neuropsychiatrischen NW ist klar: Inhibition gabaerger Transmission, genau an den Andockstellen für Benzodiazepine.

Mit Substanzen, welche das Verhältnis GABA zu exzitatorischen Transmitter weiter auf die falsche Seite verschiebt, wirst du tendenziell mit mehr NW rechnen müssen. Ich würde das nicht testen.

Psychotherapie hat keine NW. Ansonsten Pregabalin testen.


"Despite the several limitations of the study, its results suggest that adjunctive pregabalin might be a safe and efficacious new augmentation agent in the treatment of drug-resistant OCD. We hypothesize that pregabalin's mechanism of action in OCD might consist in its inhibition of glutamatergic neurotransmission."

Das brauchen Gefloxte. Nicht noch mehr Exzitotoxizität.

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27528

Beitragvon OFC1901 » 05.05.2021, 21:08

Hey EEC,

Ja leider habe ich auch neuropathische Beschwerden.
Pregabalin ist aber in Deutschland nicht die pharmakologisch erste Wahl oder ?

Was hältst du von rTMS bei OCD ?
LG Sven
Levo 12/2010 500mg 7x
Norflox 02/2013 400mg 20x
Levo 02/2014 500mg 5x
Cipro 07/2014 250mg 10x
Levo 02/2017 500mg 7x
Oflox 12/2018 250mg 20x
Ausbruch aller Symptome 10/2019
Kortisontherapie IV 04/2020
Flox bekannt geworden 10/2020

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27535

Beitragvon EagleEyeC » 06.05.2021, 06:24

Nein, Pregabalin hat die Indikation nicht in DE. Man müsste es Off-Label testen.

rTMS kenne ich nicht gut.


Ich würde mit Psychotherapie arbeiten und keine SSRI nehmen

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27540

Beitragvon Hopesoon » 06.05.2021, 10:54

Karlken hat geschrieben:
Jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage.
Der Neurologe meinte ich könnte es vielleicht mit Lamotrigin versuchen.
Auch wurde mir gesagt dass dieses ein gut verträgliches Mittel gegen Epilepsie wäre. Worunter ich natürlich nicht leide!
Hat irgendjemand schon Bekanntschaft mit diesem Medi gemacht?
Wenn ich mir da die UAW anschaue stellen sich mir die Nackenhaare auf ;)
Aber soll ja gut verträglich sein. Das kenn ich doch irgend woher. :angry-cussing:



Hallo,
der Beitrag von Karlken liegt zwar schon etwas zurück, aber ich habe genau wegen derselben Probelmatik vor einigen Jahren massive Probleme bekommen.
Ich hatte auch solche Eyefloater, allerdings ab einem gewissen Zeitpunkt dauerhaft und mein Neurologe meinte damals (so wie bie Uschi), da ich Migränepatientin bin, dass es sich hierbei um eine Migräne-Aura ohne Kopfschmerz handle, welche ihm jedoch aufgrund der Persistierung kritisch erschien hinsichtlich der Gefahr eines migränalen Infarkts, so dass er mir Flunarizin (wird zur Vorbeugung von Migräne eingesetzt) verschrieb, um dem Problem Herr zu werden. Damals wusste ich noch nichts von Flox. Heute bin ich überzeugt davon, dass es ein Symptom von Flox war. Mehrere Wochen nach Beginn der Einnahme habe ich eine massive Depression bekommen (obwohl ich kein depressiver Typ bin). Aus vielen Gründen habe ich zunächst keinen Zusammenhang gesehen. Wegen der Depression musste ich irgendwann Fluoxetin und nachdem ich hierauf einen massiven Verlust der Libido hatte wurde auf Fluvoxamin umgestellt. Arg viel besser wurde es dadurch aber auch nicht. Irgendwann kam mir der Verdacht dass die Depression eine NW von Flunarizin ist (seltene NW lt. Beipackzettel). Der Neurologe tat das natürlich ab - kommt mir zwichenzeitlich auch sehr bekannt vor...-. Letztendlich wurde dann doch auf Topiramat (eigentlich ein Mittel gegen Epilepsie) umgestellt. Keine Änderung der Beschwerden. Auch bei Topiramat ist Depression als NW aufgeführt. Habe letztlich auch das abgesetzt. Siehe da, die Depression ist verschwunden! Konnte in der Folge auch das Fluvoxamin absetzen. Die stark beeinträchtigte Libido hat aber noch ca. ein Jahr gebraucht um sich zu regenerieren.

Heute, mit dem nun vorhandenen Wissen, stelle ich mir die Frage, ob diese Depression ein Flox-Schub in neurologischer Richtung war, welcher durch die Einnahme von Flunarizin und dann Topiramat getriggert worden war. Zu diesem Zeitpunkt lag die Einname von Levofloxacin ca. 5 Jahre zurück.

Beste Grüße
Juni 2010 Levofloxacin 500 mg 7 Tabletten
Juli 2020 Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 für 5 Tage

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27542

Beitragvon EagleEyeC » 06.05.2021, 14:20

Alle Antiepileptike können zu Depression und Suizidalität führen. Passt also gut, was du schreibst.

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Re: Der Medikamenten-Thread: Schmerzmittel, Antidepressiva u. andere Medikamente post-flox

#27561

Beitragvon Levoflox26 » 07.05.2021, 09:20

Hallo OFC,

Ja leider habe ich auch neuropathische Beschwerden.
Pregabalin ist aber in Deutschland nicht die pharmakologisch erste Wahl oder ?


Bei meiner Neurologin waren Gabapentin und Pregabalin kein Problem, sie hat es mir gegen die neuropathischen Symptome verordnet. Ersteres hat nicht viel geholfen aber Pregabalin hilft gut, allerdings nur so lange man es nimmt. Die NW können jedoch heftig sein, weshalb ich es nur nehme, wenn es nicht mehr anders geht.
Ob es gegen Zwangsgedanken hilfreich ist, kann ich nicht sagen, ich habe keine. Aber Pregabalin minimiert Angstgefühle.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro


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