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Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

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Schorsch
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Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21501

Beitragvon Schorsch » 17.05.2020, 15:37

Hallo Allerseits,

anbei wollte ich aus einer anderen Gruppe eine interesantes neues Testverfahren bei GanzImmun bekanntgeben und hören was andere Sachkundige Floxis davon halten. Meiner Ansicht nach könnte das ggf. eine gewisse Aussage zulassen.

Seit einigen Tagen hat Ganzimmun in sein „Aminosäureprofil Entgiftung“ die Aminosäure Hydroxyprolin aufgenommen s. Screen

Preis: ca 43 € plus ca. 5 € „Porto und Gebühr“


Kopiert aus dem Beitrag eines Fachkundigen:

Zum Hintergrund, warum dieser Test für Gefloxte, besonders Gefloxte mit Schwerpunkt Bindegewebsschäden, Muskel- und Sehnenschäden, Fibromyalgie und frühzeitige Arthrose möglicherweise sinnvoll ist:

Bei der Kollagenbiosynthese geschieht Folgendes:

    Dem Zellkern wird die Info zugespielt à sorg mal dafür, dass neues Bindegewebe gebildet wird oder defektes Bindegewebe repariert wird.

    Im Zellkern wird an der DNA die mRNA, die Boten=messenger RNA abgelesen, diese verlässt den Zellkern in Richtung Zytolplasma, also in den Zellkörper.

    Im Zytoplasma sucht die mRNA die Riobosomen und diese nehmen die mRNA auf.

    In den Ribosomen wird die mRNA abgelesen und im Fall des Befehls „liebe Ribos, macht mal Kollagen“ Kollagen gebildet.

    Das sind Fäden mit einer bestimmten Aminosäuresequenz. Und nur wenn diese Aminosäuresequenz eine ganz bestimmte ist, handelt es sich um Kollagen-Eiweiß. Alle anderen potentiellen Sequenzen stehen für andere Eiweiße, die dann nicht fadenförmige Eiweiße sind (Muskeleiweiß, Lebereiweiß, Enzyme).

    Die Aminosäure Prolin kommt besonders häufig im Kollagen vor, an jeder soundsovielten Stelle der Sequenz.
    Bleibt Prolin Prolin, ist der Kollagenfaden nicht reißfest, sondern porös. Prolin muss mit Hilfe von Vitamin C und Zink in Hydroxyprolin umgewandelt werden. Es wird vermutet, dass Fluorchinolone diese Umwandlung stören. Und deswegen soll im Test das Verhältnis Hydroxypolin/Prolin bei Gefloxten zu niedrig sein.

    Übrigens wird die die Stabilität des Bindegewebes erhöhende Quervernetzung der Kollagenfäden durch Schwefel-Brücken erreicht. Deswegen sind genau diese drei Mikronährstoffe Vitamin C, Zink und Schwefel (in Form von organischem Schwefel DMOS oder MSM) so wichtig für ein stabiles Bindegewebe.


Gruß Schorsch

PS Wer den Test macht postet hier biete seine Erfahrung. Ich selbst werde das bei nächster Gelegenheit überprüfen lassen, wird aber noch dauern.
Dateianhänge
GanzImmun Untersuchungsauftrag mit Hypdroxyprolin zu Prolin.jpg


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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21502

Beitragvon nino » 17.05.2020, 15:42

Bei mir nehmen die Bindegewebsprobleme einen großen Teil der Flox-Problematik ein, viel stärker als etwa neurologische Probleme. Somit wär ich sicher ein guter Kandidat dafür. Allerdings nehme ich auch Hydroxyprolin durch ein Kollagenpulver ein. Würde das das Ergebnis nicht ggf verfälschen?

Die Hydroxylierung von Lysin zur Bildung von Hydroxylysin ist vermutlich ebenfalls gestört - im Test wird zwar Lysin getestet, jedoch leider nicht Hydroxylysin. Das wäre ansonsten auch interessant.
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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21503

Beitragvon Schorsch » 17.05.2020, 17:10

Hallo Nino,

also wenn ich den Test mache nehme ich natürlich vorher mal kein Kollagen oder andere Aminos. Theoretisch ist es sogar bis auf Magnesium dann sinnvoll mal alles auszusetzen. Sonst wird ja alles ggf. beinflusst.

Gruß Schorsch

PS bei mir ist es mit dem Bindegewebe ebenso. Schwerpunkt nur noch hier und keine Neuronale Problematik mehr, bis auf schubweise Schlafstörungen durch muskuläre Verspannungen / Schmerzen.
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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21504

Beitragvon Levoflox26 » 17.05.2020, 18:00

Hallo zusammen,

ich hab jetzt schon fast 3 Monate keine Aminos mehr genommen, auch kein Kollagenhydrlisat mehr, hatte den Eindruck es hat nichts gebracht. Wäre schon gut, dass nun mal checken zu lassen. Kann mir jemand erklären, wie das funktioniert? Deren Labor ist doch in Mainz, wie kommt mein Blut dort hin? Sorry, wenn das eine blöde Frage ist, aber ich hab mit ihnen noch nie zu tun gehabt.

Danke für eure Hilfe.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21646

Beitragvon mohogik » 27.05.2020, 18:04

Hallo Schorsch

Vielen Dank für diesen Post. Ich werde schauen, wo ich diesen Test in der Schweiz machen lassen kann. Ich halte die Flox-induzierte und epigenetische Hemmung der Prolyl- und Lysyl-Dioxygenase als Hauptursache für meinen zunehmenden Verlust der Elastizität meiner Sehnen.

Wie du gut zusammengefasst hast, werden die Aminosäuren Prolin und Lysin im Bindegewebe durch Hydroxylierungen in Hydroxyprolin beziehungsweise Hydroxylysin umgewandelt. Die hydroxylierten Aminosäuren sorgen dort für die starke Vernetzung von Kollagen und damit auch für die Stärke des Bindegewebes. Laut Studie der Mayo Klinik können Fluorchinolone die Kollagen-Hydroxylierung nachhaltig stören aufgrund der Hemmung der eisenabhängigen Prolyl- und Lysyl-Dioxygenase. Beispielsweise führt eine Hemmung der Hydroxylierung von Prolin und Lysin im Kollagen der Sehnen und Bänder zu einer Sehnenschwäche, Sehnenrupturen und dauerhafte Veränderung der chemischen Struktur von Kollagenfibrillen. Und letzteres wurde bei mir ja im Rahmen des Kollagen-Screening festgestellt.

Das kann auch der Grund sein, warum bei vielen von uns das Supplementieren von Kollagen und der ganzen Palette an Aminosäuren nicht viel bringt. Denn wenn die Umwandlung der Aminosäuren gestört ist, dann fördert man nur die Produktion von fehlerhaften Hydroxyprolin.

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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21647

Beitragvon nino » 27.05.2020, 18:54

Genau darum nehmen einige (ich eingeschlossen) ja Kollagenhydrolysat ein. Hier ist einfach schon "fertiges" Hydroxyprolin und Hydroxylysin drin. Kann natürlich nur funktionieren, wenn das auch korrekt aufgenommen wird, aber anscheinend wird es das tatsächlich (https://www.jstage.jst.go.jp/article/bi ... /39_1/_pdf)
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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#21653

Beitragvon mohogik » 28.05.2020, 09:39

Jetzt aber mal ernst. Ich verstehe ja, dass der Körper die Bausteine in Form von essentiellen Aminosäuren braucht. wenn ich aber eine nicht essentielle Aminosäure von extern hinzufüge, die er sonst selber herstellt, kann er wirklich damit etwas anfangen? es gibt ja einen Grund, warum er sich das selber herstellt und entsprecht einsetzt.

Update: sorry habe nich gesehen, dass gerade das die Studie oben zu beantworten versucht.

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Re: Neuer Labor-Test zur Bestimmung der Stabilität von Bindegewebe bei GanzImmun

#22938

Beitragvon Schorsch » 29.07.2020, 20:16

Hallo allerseits,

anbei nochmal zum Verständnis.

Kollagen Hydrolisat und die Bausteine inkl. der Kofaktoren zu liefern ist grundsätzlich sinnvoll. Denn unabhängig davon, ob durch Flox dann die Hydroxilyse nicht mehr so gut geht, wäre es fatal wenn man auch schon an den anfänglichen Basisbausteinen der Stoffwechselkette spart und sich dadurch unnötig limitiert.

Das natürlich bei einigen Floxis das eben keine spürbaren Effekte bringt (sofern diese überhaupt objektiv empfindbar sind - hier traue ich gar keiner Aussage nicht mal meinen eigenen Emfindung traue ich manchmal, man hat einfach zu viele stetige Einflussfaktoren)...kann es natürlich sein das eben dieser Hydroxylierungsprozess durch Flox nachhaltig oder langfristig gestört wurde.

Ich habe nun die Testergebnisse vorliegen und wollte diese hier einstellen zwecks Diskussion. Doof ist das GanzImmun hier für Hydroxyprolin keine Untergrenze im Test angibt.

Allerdings haben wir in einem Netzwerk gemeinsam mit Dr. Van Treek und auch mit Dr. Piepers Vorschlag eine interessante Entdeckung und einen möglichen Ansatz entwickelt, wie man Gesunde und Gefloxte Menschen hier vergleichen könnte und so ggf. seine Ergebnisse und den eigenen Status (Kollagenquaität bzw. Reparaturkapazität) gut interpretieren kann:

Und zwar wenn man den Quotienten aus Prolin und Hydroxyprolin bildet und diesen dann von Gefloxten und Gesunden unterscheidet. Dann wird gut sichtbar wieviel Prolin in Hydroxyprolin (elastisches gutes Kollagen) umgewandelt werden kann.


Erstes Testresultat: Gefloxtes Mitglied (Schorsch):

Prolin 186, das sind 101 über der Untergrenze bei einer Spannweite von 240.

Wenn wir die 240 zu 100 % erklären, dann liege ich mit 101 bei 101 : 240 x 100 = 42 % über der Untergrenze.

Relative Betrachtungsweise.

Bei Hydroxyprolin wird ja gar keine Untergrenze angegeben, daher ist der hier diskutierte Ansatz und der Vergleich Gesund und Gefloxt sinnvoll.

Bei mir in Relation zum Grenzwert sieht Hydroxyprolin nach "relativ wenig" aus: 7 : 30 = 23 %

Hydroxyprolin ist "die Gute", die kommt in den Zähler.

Prolin "die Schlechte" die kommt in den Nenner.

23 % / 42 % = 0,53. Je höher, desto besser ! ( -> Mein Quotient bzw. Faktor ist also 0,53 - > Interessant ist jetzt der Vergleich mit gesunden Personen, welchen Quotienten sprich welche Kapazität der Hydroxilyse haben die ?)




Zweites Testresultat: Beispiel Nicht-gefloxte Person:

Prolin 181 nmol/ml ( 85 - 325 ), das sind 96 über der Untergrenze, Spannweite 240

96 : 240 x 100 = 40 % über der Untergrenze.

Hydroxyprolin 13 nmol/ml ( - 30.0 )

13 in Relation zur Obergrenze à 13 : 30 = 43 %

43 : 40 = 1,075. Je höher, desto besser !


13 : 181 = 0,072; auch hier sehen wir: bei der Nicht-gefloxter Person doppelt so hohe Relation zugunsten des Hydroxyprolins, was ja die Gefloxten theoretisch nicht mehr so gut bilden können.


Das ist derzeit nun alles anderes als „repräsentativ“. Aber wenn sich diese Tendenz bei weiteren Untersuchungen bestätigt (weitere Personen Gefloxte und Gesunde Testergebnisse vorliegen), dann hätten wir mit diesem Test dieser Ministudie tatsächlich ein Maß, über die Relation vom „guten“ Hydroxyprolin“ zum „schlechten“ Prolin das Ausmaß des Bindegewebsschadens unter Flox festzustellen.

Der Vorschlag stammt wohl ursprünglich von Dr. Pieper. Dr. van Treek ist hier auch sehr aktiv, bei Ihm habe ich selbst und wohl auch andere Personen (Gesund und Floxis) testen lassen. Er ist hier super engagiert und für Floxis, die sich diesbezüglich testen lassen wollen auch eine sehr gute Adresse. Er versucht genau mit diesem Ansatz nun eine repräsentativere Aussage ableiten zu können. Also macht selbst den Test und stellt hier eure Ergebnisse rein, damit wir diese in unsere Betrachtung mit einfließen lassen können. Der Test kostet nur ca. 40 Euro. Allerdings ist der Test etwas speziell (genauer Test und Nr. findet ihr am Themenanfang, bitte daher erstmal alles vollständiglesen und dann posten !) und man sollte zuvor mit dem Arzt die Möglichkeiten der Abnahme klären (Serum wird zentrifugiert). Sowas kann aber theoretisch jede Hausarztpraxis machen. Zudem würde ich vor dem Test 1-2 Wochen kein Kollagen Hydrolisat oder irgend welchen anderen aussergeöhnlichen Amino-NEMs supplemtieren zwecks Verfälschung der Ergbnisse.

Gruß Schorsch
Dateianhänge
Amino-Test_Ganzimmun.JPG
Aminotest GanzImmun
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