Vorsicht Zink?

Gloria
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Vorsicht Zink?

#24630

Beitragvon Gloria » 06.10.2020, 11:07

Hallo,
ich wollte euch kurz an meinen Erfahrungen/Gedanken zu gewissen NEMs teilhaben lassen. Und zwar ist es bei mir so, dass ich aufgrund meines Babies, das noch gestillt wird (dies habe ich nach der Floxung mit vier verschiedenen Ärzten abgeklärt, u.a. auch mit Dr. Pieper aus Konstanz), nicht einfach wild alle NEMs einnehmen kann (beispielsweise sollte Vit.C in der Stillzeit nicht eingenommen werden). Eigentlich ein Nachteil, aber jetzt konnte ich eine (vermutliche) direkte Reaktion auf ein NEM beobachten, die mir vielleicht nicht aufgefallen wäre, wenn ich sofort "nach dem Gießkannenprinzip" von Anfang an alles supplementiert hätte.
Ein Blutbild beim Hausarzt ergab u.a. einen leichten Zinkmangel. 5 Wochen postflox fing ich also an, Zinkorotat einzunehmen, und erfuhr noch am selben Tag gegen Abend eine wahnsinnige, bis dahin nicht gekannte Verschlechterung. Meine Handgelenke und Hände begannen zu kribbeln/brennen/stechen (bis dato hatte ich nur leichte Neuropathien im linken Unterschenkel). Noch später am Abend kam beim Zubettgehen ein wahnsinniges Kältegefühl hinzu. Es war August und ich trug eine lange Jogginghose, T-Shirt und einen dicken Pulli, hatte eine dicke Bettdecke und trotzdem zitterte ich vor Kälte am ganzen Körper und meine Zähne klapperten. Ohne dass ich einen Infekt, Fieber oder sonst etwas hatte. Die Matratze des Betts fühlte sich fast wie eine Eisfläche an. Ich habe so etwas noch nie erlebt. Hinzu kam eine wahnsinnige innere Unruhe wie in den ersten Tagen nach Flox. Ich nahm das Zink danach nicht mehr ein und musste das bis jetzt, 6 Wochen nach diesem Vorfall und fast 2 1/2 Monate postflox, zum Glück nicht noch einmal erleben. Die Neuropathien hielten noch 1 bis 2 Wochen an und wurden dann immer schwächer. Nach Bemühen der Suchfunktion hier habe ich gelesen, dass es mehreren Leuten hier im Forum nach der Einnahme von Zink ähnlich ging. Natürlich weiß ich nicht sicher, ob es wirklich daran lag oder Zufall sein könnte, aber die Verschlechterung war so massiv, dass ich es nicht ausprobieren möchte ;)

Außerdem berichten hier einige von wahnsinniger Müdigkeit mehrere Wochen postflox. Das kann natürlich eine direkte Nebenwirkung von Flox sein. Allerdings kam mir auch folgender Gedanke: Magnesium und Eisen hemmen sich gegenseitig in der Aufnahme. Wenn man nun über den ganzen Tag verteilt sehr viel Magnesium zu sich nimmt, kann es sein, dass das Eisen aus der Nahrung nicht richtig resorbiert wird. Ein bekannter Sportler, Patrik Baboumian, berichtete von einem ähnlichen Effekt, der durch viele Milchprodukte (welche ebenfalls die Eisenaufnahme hemmen) in der Ernährung verursacht wurde. (Trotz Eisentabletten litt er durch eine milchprodukte-lastige Ernährung unter Eisenmangel. Dieser war auf einmal komplett weg, als er die Ernährung dann auf vegan umstellte...). Was ich damit sagen will: auch ein Eisenmangel verursacht Müdigkeit, Brain fog, Abgeschlagenheit etc. Vielleicht sollte man hier darauf achten, das Magnesium in ausreichendem Abstand zu eisenreichen Mahlzeiten einzunehmen. :)

Vielleicht bringen diese Erfahrungen ja dem ein oder anderen etwas...
Liebe Grüße



Momo
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Re: Vorsicht Zink?

#24638

Beitragvon Momo » 06.10.2020, 23:25

Hallo Gloria, hab gerade gestern Zink genommen, weil es mir bei den Nem bislang omplett fehlte. Hab keine Wirkung verspürt. Wie hoch hast du dosiert?

LG Momo
Liebe Grüße Momo
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BarbH
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Re: Vorsicht Zink?

#24639

Beitragvon BarbH » 06.10.2020, 23:54

Hallo Gloria,

ja, mit der Zink-Unverträglichkeit habe ich auch meine Erfahrungen machen müssen.

Lt. Bluttest habe ich Zinkmangel, doch bei Einnahme von Zink (Zinkgluconat, Zinkpicolinat) kriege ich Schübe, die mitunter 3 Wochen andauern.

Der Versuch letztens mit Zink aus Guavenblättern ging ebenfalls schief.

Ich nehme seit einigen Wochen human-identische Hormone (Rimkus) und anfangs ging es mir damit richtig gut. Inzwischen kriege ich wieder Schübe mit Bluthochdruck, Pulsrasen, Schwitzen und auch mit Aura-Migräne.
Jetzt erst kam mir in den Sinn, dass es mit meinen Hormonkapseln zusammenhängen könnte, denn diese beinhalten als Trägersubstanz Zinkgluconat.

Dr. Kuklinski beschrieb in seinem Buch über den Halswirbel, dass Mitochondrier schlecht bzw. kein Zink vertragen.
Da scheint etwas dran zu sein.

Natürlich gibt es Menschen, die Zink vertragen, aber eben nicht alle und ich gehöre scheinbar leider dazu.

Auffällig ist bei mir auch: sobald ich kein Zink als NEM zu mir nehme, wird es besser und meine Verschlechterung geht vorüber.

Nun werde ich meine Heilpraktikerin um ein neues Rezept bitten, dass meine Rimkus-Kapseln ohne Zink hergestellt werden. Ich hoffe, es funktioniert dann besser, ohne neue Schübe.

Liebe Grüße
Barbara
August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Gloria
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Re: Vorsicht Zink?

#24671

Beitragvon Gloria » 08.10.2020, 22:45

Hallo Momo,
Ich kann dir leider nichts mehr zur genauen Dosierung sagen, leider finde ich die Packung nicht mehr. Ich weiß aber noch, dass die Tabletten halbiert werden konnten. Die sehr starke Reaktion hatte ich, als ich zum erstenmal eine ganze Tablette nahm. Zuvor hatte ich ein, zweimal jeweils nur eine halbe eingenommen und da nichts bemerkt (bzw vielleicht nur kleinere Reaktionen, die mir aber nicht besonders im Gedächtnis geblieben wären). Liebe Grüße


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