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Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

Matthes77
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Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

#28268

Beitragvon Matthes77 » 05.07.2021, 11:14

Hallo Forum,

vielleicht hilft es jemandem - es ist zumindest leicht zu "messen":

Versucht mal mit den Fingern eure Zehenspitzen zu beruehren.
Klappt das deutlich schlechter als vor der Behandlung mit Flourchinolone?
Wenn ja, dann seit vorsichtig bei euren Bewegungen!

Ich bin Sportler und kenne meinen Bewegungsapparat wirklich sehr gut.
Vor der aktuellen Levofloxacin-Behandlung konnte ich problemlos die Zehen erreichen.
Bereits 2-3 Tage nach Beginn der Behandlungen, fehlen mir gute 15cm!!!
Mit viel Eiffer komme ich vielleicht auf 10cm, aber der Unterschied ist gravierend.

Diese Verschlechterung der Flexibilitaet hatte in zwei Faellen (2011 und 2017) ein Patellaspitzensyndrom (Entzuendung der vorderen Sehne an der Kniescheibe) beguenstigt.

Aus meiner Erfahrung ist der Spuk nach allerspaetestens einem Jahr weg.
Solange sollte man mit hohen Belastungen vorsichtig sein.
Nach meiner Erfahrung konnte ich gut Radfahren mit hoeher gestelltem Sattel und hoher Trittfrequenz.
Dies sollte auch bei der Regenration helfen.
Bei wirklich sportlicher Fahrweise hat sich die Patellasehne aber sofort mit stechendem Schmerz zurueckgemeldet.


Ich habe keine Ahnung, ob sich die Erfahrung auf andere Menschen uebertragen laesst, aber ich will es nicht unerwaehnt lassen.

Alles Gute und viele Gruesse,
Matthes


2005: Akute Prostatitis, Levofloxacin 500mg, 10 Tage
2011: Akute Prostatitis, Levofloxacin 500mg, 15 Tage
2017: Akute Prostatitis, Levofloxacin 500mg, 10 Tage
2021: Akute Prostatitis, Levofloxacin 500mg, 10 Tage (Start 1. Juli, Abbruch 4. Juli)

Karlken
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Re: Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

#28269

Beitragvon Karlken » 05.07.2021, 11:58

Hallo Matthes

Leider kann ich deine Euphorie so nicht teilen

Aus meiner Erfahrung ist der Spuk nach allerspaetestens einem Jahr weg.


Nein, das ist leider, wie ich nun schon 2mal schmerzlich erfahren mußte, nicht der Fall.
Ich hatte es nach knapp 24 Monaten gewagt zumindest Oberkörper und Arme wieder zu trainieren.
Das ging keine 4 Wochen gut und endete mit massiven Schulter-und Armproblemen.
Diese waren auch knapp 1 Jahr! lang präsent. Dieses Jahr, Anfang Mai, habe ich einen 2. Versuch unternommen.
Dieses Mal hat es nicht einmal die 4 Wochen gebraucht um meinen Körper hinzurichten!

Also ist dies sicher nicht auf alle Menschen übertragbar.
Ich rate dir deinen Sport vorerst mit etwas gezügeltem Ehrgeiz weiter zu betreiben.
Achte auf alle Warnzeichen. Ich hab`s zweimal nicht geschafft. :|

m.f.G.
Karlken
Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

Levoflox26
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Re: Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

#28270

Beitragvon Levoflox26 » 05.07.2021, 13:17

Hallo Matthes,

meine Patellasehnen sind recht oft entzündet. Den bisherigen Höhepunkt habe ich gerade erst hinter mir, ich hab Ende November eine Knieprothese gebraucht, es war einfach keine Knorpelfläche mehr vorhanden. Die Patellasehne in dem Knie hat mir über 4 Monate Schmerzen bereitet. Dennoch komme ich (fast 63) trotzdem noch mit den Handflächen auf den Boden, wenn ich Rumpfbeugen mache. Würde das also nicht als Selbsttest/Früherkennung einer Patellasehnenschädigung sehen.

Was Sport im Allgemeinen betrifft, gibt es verschiedene Sichtweisen. Ich war im ersten Jahr postflox noch regelmäßig im Studio, ich wusste ja nicht, dass ich gefloxt bin. Es war auch gut machbar, da ich hauptsächlich Probleme mit den Beinen hatte. Im zweiten Jahr klappte es schon nur noch seltener, meine Besuche im Studio begannen mir am Folgetag mehr Schmerzen zu machen. Im Sommer bin ich stattdessen schwimmen und aquajoggen nachgegangen. Aber nach 2 Jahren ging dann gar nichts mehr (12/2018). Seit Anfang Februar 21 habe ich langsam wieder mit dem Training begonnen. Sehr, sehr, sehr vorsichtig! 10 Minuten Liegeergometer, Abduktion/Adduktion und Beinpresse mit niedrigen Gewichten und ansonsten hauptsächlich Oberkörpertraining mit Seilzügen und ebenso wenig Gewichten. 2 mal/Woche je 1 Stunde, mehr ist nicht drin. Die anderen Tage brauche ich zur Erholung. Aber immerhin - ich saß auch schon im Rollstuhl.

Bitte sei vorsichtig.

@Karlken
Das ging keine 4 Wochen gut und endete mit massiven Schulter-und Armproblemen.
Diese waren auch knapp 1 Jahr! lang präsent. Dieses Jahr, Anfang Mai, habe ich einen 2. Versuch unternommen.
Dieses Mal hat es nicht einmal die 4 Wochen gebraucht um meinen Körper hinzurichten!


Ach du Sch... :o ich dachte, es geht dir wieder deutlich besser und du trainierst regelmäßig. Magst du mal ein Update in deiner Geschichte schreiben? Das tut mir irre leid, dass es dich wieder zurück geworfen hat. Und es ist eine Warnung für mich, noch mehr aufzupassen. Danke für's teilen. Ich wünsche dir das Beste.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

Matthes77
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Re: Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

#28271

Beitragvon Matthes77 » 06.07.2021, 01:19

Levoflox26 hat geschrieben:...
Dennoch komme ich (fast 63) trotzdem noch mit den Handflächen auf den Boden, wenn ich Rumpfbeugen mache. Würde das also nicht als Selbsttest/Früherkennung einer Patellasehnenschädigung sehen.
...


Wenn du problemlos den Boden erreichst, sogar mit Handflaechen ( :o das konnte ich noch nie), bist du natuerlich superflexibel und wirst den Unterschied vorher/nacher wahrscheinlich gar nicht merken.
Der Test macht damit eher keinen Sinn.

Fuer viele Menschen sollte es aber funktionieren. Die meisten kommen kaum bis zu den Zehenspitzen.
Der Vorteil der Rumpfbeuge ist, dass es ziemlich einfach zu "messen" ist. Selbst im Alltag merkt man das, wenn man irgendwas vom Boden greift.

Der Test sollte waehrend oder kurz nach der AB-Behandlung passieren, da die Kollagene schnell Schaden nehmen. Wenn man laenger wartet, sind ja bereits Reparaturprozesse im Gange und die Flexibilitaet kehrt wieder zurueck. Das heisst natuerlich nicht, dass auch die Belastbarkeit wieder gegeben ist.

These:
Ist der Test "positiv", kann man sich sicher sein, ein Problem zu haben.
Ist der Test "negativ", kann man sich nicht sicher sein, kein Problem zu haben.

Es ist sicher nicht die letzte Weisheit, aber passt zumindest zu meinen Beobachtungen und ich glaube auch den Schadensmechanismen nach Kategorie 1 & 2 [Pieper/FQAD]. Also mtDNS (Reparaturfaehigkeit) & Kollagen (Flexibiliaet und Belastungsfaehigkeit).
2005: Akute Prostatitis, Levofloxacin 500mg, 10 Tage
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Re: Selbsttest, Frueherkennung bei Sehnenerkrankungen

#28272

Beitragvon Matthes77 » 06.07.2021, 01:48

Karlken hat geschrieben:...
Ich hatte es nach knapp 24 Monaten gewagt zumindest Oberkörper und Arme wieder zu trainieren.
Das ging keine 4 Wochen gut und endete mit massiven Schulter-und Armproblemen.
Diese waren auch knapp 1 Jahr! lang präsent. Dieses Jahr, Anfang Mai, habe ich einen 2. Versuch unternommen.
Dieses Mal hat es nicht einmal die 4 Wochen gebraucht um meinen Körper hinzurichten!

Also ist dies sicher nicht auf alle Menschen übertragbar.


Das ist echt bitter zu hoeren. Gute Besserung!
Vielleicht wurde einfach zuviel zerstoert, oder der Heilprozess springt nicht so recht an (mtDNS).
Die Zeitspanne ist bei jedem anders. Wenn ich das aus verschiedensten Quellen richtig verstanden habe, sind es durchnittlich so 12-14 Monate, aber mit heftiger "Standardabweichung". Anscheinend bis zu 9 Jahre.

Die Belastung ist beim Radfahren allerdings auch ganz anders als beim Krafttraining oder Joggen.
Es ist sehr gut skalierbar.
Das geht notfalls sogar schonender als ein Spaziergang und kann ganz vorsichtig gesteigert werden. Sogar in Bergisch-Land :-)

Was jedenfalls wichtig ist: Nie "in den Schmerz" zu trainieren. Beim ersten Zwicken sofort die Kraft raus nehmen. So konnte ich zumindest 2017 ein gutes Gleichgewicht zwischen Regeneration und Belastung finden.
Bei vielen anderen Sportarten wird das natuerlich schwer umsetzbar sein. (Tennis und sowas :think: )
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