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Cortison-Injektion

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Cortison-Injektion

#30446

Beitragvon EagleEyeC » 20.03.2022, 20:07

Hallo zusammen

Leider leide ich seit 2 Jahren aufgrund eines Unfalls an starken Steissbeinschmerzen (Dies ist unterdessen weit im Vordergrund im Vergleich zu den Flox leiden...)

Ich habe jetzt vor, zu nem bekannten Prof in Deutschland zu fahren als Selbstzahler. Der macht jedoch jeweils immer vor der Steissbein OP eine Injektion mit Lidocain/Procain + Cortison, um das Risiko von unnötigen OP's zu reduzieren.

Ich würde hier gerne mal eure wirklichen Erfahrungen mit Cortison Injektionen oder Cortison insgesamt sammeln. Also alle Corticosteroide, auch Mometason, Budenoside usw.

Liebe Grüsse
Marco



Levoflox26
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Re: Cortison-Injektion

#30449

Beitragvon Levoflox26 » 21.03.2022, 13:55

Hallo Marco,

ich habe solche Infiltrationen in die Facettengelenke der LWS mehrmals bekommen, vor und nach Flox. Vor Flox waren sie nie ein Problem, geholfen haben sie aber auch nicht. Nach Flox bekam ich sie in einer orth. Klinik, die sich darauf spezialisiert hat. Dort war ich zur Diagnosefindung, als ich noch nicht wusste, was mit mir los ist. Nach der ersten Spritze habe ich 2 Nächte lang keinen Schlaf gefunden. Sobald ich lag, hätte ich durchdrehen können, Schmerzen in den Beinen mit dem Wunsch, gegen Wände treten zu wollen. Eine irre Unruhe, hauptsächlich in Unterschenkeln und Füßen. Gott sei Dank war ich alleine im 3 Bett Zimmer, ich bin unentwegt durch's Zimmer gelaufen, hab kalt oder heiß die Beine abgeduscht um irgendwie Linderung zu finden. Die Ärztin meinte, es läge am Cortison, ich würde es wohl "irgendwie nicht vertragen" und das sei sowas wie ein Restless Leg Syndrom gewesen, welches bei Kortisongabe bekannt sei. Ich hab entgegnet, dass ich doch bis dahin nie Probleme mit den Spritzen hatte - Schulterzucken. Hab dann später noch bei meinem Neurochirurg die Spritzen vergleichen können. Es war das selbe Präparat.
Nach den 2 Tagen war scheinbar alles wieder okay. Bzw. hatte ich kurz vor dem Klinikaufenthalt noch mal Levo bekommen, 6 Wochen nach der Klinik kam dann der totale Zusammenbruch. Ob da die Cortisonspritzen noch etwas zu beigetragen hatten, kann ich nicht sagen.

Und dann waren da noch die 3 Kortisonspritzen in den Oberarm, ganz zu Anfang der Flox Geschichte.
Einnahme Levo im Oktober 16, Entzündete und angerissene Bizeps/Supraspinatussehne im November, 3 Spritzen von November bis Anfang Januar. Dann ging ich noch 6 Wochen arbeiten, bis die plötzlichen Wadenmuskelschmerzen begannen. Auch hier weiß ich nicht, ob die Kortisonspritzen ausschlaggebend waren oder ob es nicht auch so dazu gekommen wäre.

Viel Glück, Marco.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
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Re: Cortison-Injektion

#30451

Beitragvon EagleEyeC » 21.03.2022, 14:59

Danke Uschi, das ist extrem hilfreich dein Beitrag.
Ich tendiere aktuell direkt zur OP. Hauptsächlich wegen der Erfolgsquote:

Injektion: 10-20% Chance für eine Linderung über 6 Monate
OP: 90-95% Chance für Linderung nach 6 Monaten

Aber eben, es nervt. Ich hab keinen Plan wie viel die OP kosten wird. Dazu das Risiko der Infektion, Antibiotika-Prophylaxe etc. Aber es muss eh früher oder später gemacht werden.

Levoflox26
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Re: Cortison-Injektion

#30454

Beitragvon Levoflox26 » 21.03.2022, 20:07

Hallo Marco,

Dazu das Risiko der Infektion, Antibiotika-Prophylaxe etc.

Ich hatte ja im November 20 die Knie OP. Das war zwar echt kein Zuckerschlecken, aber die 1x Antibiose habe ich glaub gut vertragen.

Injektion: 10-20% Chance für eine Linderung über 6 Monate


Ich hab 2x 6 Infiltrationen bekommen wegen eines BSV der mich lange geplagt hat. Leider haben die Spritzen bei mir nicht angeschlagen. Erst eine (wirklich gute!) ambulante Reha hat mir geholfen.
Ich würde es an deiner Stelle dennoch versuchen, wenn die Chance auf Besserung besteht. Ich war in einer Klinik im Schwarzwald, die haben ihren guten Ruf gerade durch die Infiltrationen. Die Mitpatienten waren richtig begeistert davon. Ich hatte dort nur diese eine Spritze in die WS bekommen, weitere hatte ich dann abgelehnt.
Mir fällt gerade ein, dass ich zeitgleich auch noch eine Spritze ins Knie bekam. Die hat mir einige Monate Schmerzfreiheit gebracht. Da bin ich aber nicht sicher, ob es die selbe Zusammenstellung war, wie bei der WS.

Weiß nicht, ob das für deine OP relevant ist, ich berichte trotzdem kurz. Bekommst du Entzündungshemmer? Ich hatte Cox2 Hemmer, welche ich nehmen sollte, abgelehnt. Heute bereue ich das. Meine Wundheilung war sehr langwierig, ich habe heute noch einen Lymphstau und eine Arthrofibrose hat sich eingestellt. War erst vor 2 Wochen beim CT. Morgen wird besprochen, was man tun kann (oder vielleicht auch besser bleiben lässt). Die Heilungschancen sind nicht gut. Und auf den Bildern sieht man auch, dass die Quadrizepssehne Verknöcherungen aufweist. Ich habe das dem CT Bericht entnommen. Bin gespannt, was der Orthopäde morgen dazu sagt. Ist das mein Alter oder Flox? Ich wusste bisher nicht mal, dass Sehnen verknöchern können. Das macht mir Angst.

Was genau soll denn bei dir operiert werden? Und warum als Selbstzahler in D? Habt ihr in der Schweiz keine guten Chirurgen?

Wie auch immer, ich wünsche dir, dass es gut für dich wird.

Liebe Grüße
uschi

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Re: Cortison-Injektion

#30508

Beitragvon EagleEyeC » 24.03.2022, 10:34

Du würdest mir trotzdem zu Cortison raten, obwohl du eine solch starke Reaktion dsrsuf hattest?

Lg. Marco

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Re: Cortison-Injektion

#30510

Beitragvon Levoflox26 » 24.03.2022, 12:29

Hi Marco,

ja, würde ich. Die Reaktion hielt zwei Tage an. Eine Operation kann langwierigere Probleme nach sich ziehen. Ich bekomm das gerade zu spüren. Zudem läuft eine OP meist auch nicht ohne Antibiose, Entzündungs-, und schmerzhemmer ab. Du hast quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. Beides ist ungut, doch wenn du dich entscheiden musst...

Triff die für dich beste Entscheidung.

lg uschi

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Re: Cortison-Injektion

#30511

Beitragvon cf12 » 24.03.2022, 13:18

Hallo Marco,

nach einer epiduralen Katheterbehandlung L5/S1 hatte ich 2001 erhebliche Probleme/Schmerzen mit den unteren Gelenken des Rückens und konnte mit viel Bewegung nach längerer Zeit langsam Verbesserungen erzielen (z.B. Schwimmen etc.). Ich würde deshalb sowohl Cortison als auch eine evtl. Operation ablehnen. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Cortison-Injektion

#30512

Beitragvon EagleEyeC » 24.03.2022, 13:20

cf12 hat geschrieben:Hallo Marco,

nach einer epiduralen Katheterbehandlung L5/S1 hatte ich 2001 erhebliche Probleme/Schmerzen mit den unteren Gelenken des Rückens und konnte mit viel Bewegung nach längerer Zeit langsam Verbesserungen erzielen (z.B. Schwimmen etc.). Ich würde deshalb sowohl Cortison als auch eine evtl. Operation ablehnen. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12



Naja die dritte Option ist mein restliches Leben nicht mehr sitzen können

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Re: Cortison-Injektion

#30513

Beitragvon EagleEyeC » 24.03.2022, 13:21

Levoflox26 hat geschrieben:Hi Marco,

ja, würde ich. Die Reaktion hielt zwei Tage an. Eine Operation kann langwierigere Probleme nach sich ziehen. Ich bekomm das gerade zu spüren. Zudem läuft eine OP meist auch nicht ohne Antibiose, Entzündungs-, und schmerzhemmer ab. Du hast quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. Beides ist ungut, doch wenn du dich entscheiden musst...

Triff die für dich beste Entscheidung.

lg uschi


Welche langwierigen Konsequenzen?

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Re: Cortison-Injektion

#30515

Beitragvon EagleEyeC » 24.03.2022, 13:23

Ich hab vorher noch andere Dinge zur Auswahl, die aber lediglich Symptombekämpfung sind:

1. Spinal Cord Stimulator
2. Injektionsreihe mit Procain (das werde ich sicher nochmal angehen)

Aber wenn das Teil schief ist, hypermobil und ne dorsale Spikula aufweist nützt das alles nichts. Ich sitze blöde gesagt tagtäglich auf einem kleinen Steinchen, der mir in den allerwertesten pikst. Folge: Entzündung und Schmerzen


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