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Botox

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BarbH
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Botox

#30671

Beitragvon BarbH » 09.04.2022, 17:43

Ein schönes Hallo an Alle,

bitte kann mir jemand sagen, ob wir Botox vertragen?
Es ist NICHT gegen Falten gedacht, weil ich mit dem Alter nicht klar komme, sondern ich soll es aus medizinischen Gründen bekommen.

Seit nunmehr 14 Wochen leide ich an Kopfschmerzen/Nackenschmerzen, schmerzender Kopfhaut. Jetzt habe ich auch noch spannungsbedingten Haarausfall entwickelt und bekomme inzwischen kahle Seiten.

Meine Kopfhaut ist so stark gespannt, dass sie nicht nur weh tut, sondern sich auch entzündet hat. Ebenso spannt auch mein Gesicht. Ich kriege nicht mal mehr Stirnfalten, wenn ich die Stirn runzele.

Da bisher nichts anschlug, meinte mein Hautarzt nun, dass man gute Erfahrungen mit Botox gemacht hat, weil es die Kopfhaut entspannt und die Haarwurzeln dann wieder mehr Sauerstoff aufnehmen können. Damit könnte man den Haarausfall stoppen.

Es wird in die Kopfhaut gespritzt, aber es ist ein Nervengift - wie verkraften das Gefloxte?

Liebe Grüße Barbara


August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Levoflox26
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Re: Botox

#30672

Beitragvon Levoflox26 » 09.04.2022, 19:06

Hallo Barbara,

es wird nur lokal injiziert. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass wir es nicht vertragen. Aber ich bin kein Arzt.
Vor einigen Jahren hatte ein Arzt mir auch Botox Spritzen angeraten. Ich hatte eine Phase mit massivster Schweißbildung, ausschließlich am Kopf/Nacken und Gesicht. Innerhalb weniger Minuten waren meine Haare patschnass, der Schweiß tropfte an Ohrläppchen und Nasenspitze herunter. Und immer in den unmöglichsten Situationen (Besprechungen, an der Supermarktkasse, in der Umkleide von C&A etc.) Das war sehr, sehr unangenehm. Bis heute weiß ich nicht, was der Auslöser war. Ein wenig vermute ich im Nachhinein eine damalige Levo Einnahme. Stress kann ich jedenfalls auschließen, mir ging es zu der Zeit psych. hervorragend. Der Spuk dauerte ca. ein halbes Jahr, dann hörte es so schlagartig auf, wie es begonnen hatte. Der Arzt hatte mir die Botox Spritzen angeboten, aber ich hab mich nicht getraut. Die Erfahrungsberichte, die ich fand, klangen auch nicht allzu erfolgsversprechend. Der Preis wäre mir noch egal gewesen, obwohl recht happig. So kann ich leider nichts zu deiner Frage beitragen.

Was ich aber bedenken würde, der Haarausfall ist ja nur eins deiner Symptome. Das Kopfweh, deine Nackenschmerzen werden dadurch nicht verschwinden. Findet sich denn keine Ursache? War da nicht mal ein MRT, welches einen Vorfall zeigte? Oder habe ich das falsch in Erinnerung? Mir würde eher daran liegen, die Ursache zu bekämpfen, statt der Symptome. Wenn möglich... Aber natürlich verstehe ich dich nur zu gut. Ich leide selbst seit vielen Jahren unter Haarausfall. Hab meine fast bis zum Po langen Haare aus diesem Grund sogar in eine Kurzhaarfrisur geändert, ich konnte es nicht ertragen, wo ich stand, saß, lag...überall lagen die Haare rum. Am schlimmsten fand ich es beim Duschen, das Sieb war ständig zu, durch die Länge, war das immer eine gute Hand voll, die ich da raus nahm. Die ausfallenden Haare sind nicht weniger geworden, aber durch die Kürze fallen sie nicht mehr so auf. Und der Staubsauger schafft sie so auch wieder. ;)
Eine Haaranalyse und ein Hormonstatus zeigten damals einen Eisenmangel und zu wenig Östrogen, das an den Haarwurzeln ankommt. Eine Zeit lang habe ich Estradiol als Tinktur probiert. Aber die Lösung gab es nur als alkoholische, die Kopfhaut ist davon sehr trocken geworden und ich hatte das, was du jetzt auch empfindest - eine schmerzhafte Spannung, dazu noch Juckreiz.

Bin gespannt, ob hier jemand Erfahrungen mit Botox Injektionen hat.
Wie immer du dich entscheidest, ich wünsche dir Besserung.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: Botox

#30677

Beitragvon cf12 » 09.04.2022, 20:37

Hallo liebe Barbara,

von Botox halte ich nichts und ich würde Dir eine ursächliche Behandlung empfehlen (Privatarzt/HP). Unsere Nervenbahnen sind schon durch die FC Antibiotika geschädigt und Du solltest keinen zusätzlichen Schaden durch Botox riskieren. :think:

Viele Grüße

cf12

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Re: Botox

#30683

Beitragvon BarbH » 11.04.2022, 02:17

Hallo Uschi,

ich habe mich auch mal bei Facebook schlauer gemacht und alle Antworten von Gefloxten waren positiv. Keiner hatte Nebenwirkungen und alle haben es gut vertragen.
Ich werde es im Hinterkopf behalten, wenn ich nicht bald und endlich mal wieder beschwerdefrei werde.

Im MRT war damals zu sehen, dass ich an der HWS eine leichte Einkerbung habe. Ich habe den Arzt jetzt nochmal angerufen und ihn gefragt, ob es damit zusammenhängen könnte. Er verneinte es. Das sei zwar bei mir etwas eng geworden, aber es wäre noch keine Beschädigung vorhanden und auch das Gehirnwasser würde noch gut abfließen.
Ich hätte aber eine Entzündung auf der rechten Seite zwischen, ich glaub es war C6/C7.
Darauf sagte mein Orthopäde, dass diese Entzündung von selbst heilen würde und, nach Röntgenaufnahme, sehe alles normal aus. Diese C6/C7-Wirbel hätten auch andere Symptome. Sie wären für taube, bzw. gefühlsgestörte Arme/Hände zuständig. Die Symptome, die ich habe, würden C6/C7 nicht auslösen.

Ich habe inzwischen wirklich eine Odyssee an Ärzten hinter mir.
Neurologe - ich wurde wirklich genau untersucht und bekam Ultraschall vom ganzen Kopf. Alles in Ordnung.
Orthopäde - Röntgen HWS und BWS: alles in Ordnung
Hausarzt - normale Untersuchung: alles in Ordnung
Pohltherapie - keine Verbesserung

Jetzt meinte mein Zahnarzt, dass es sich um
CMD = Craniomandibuläre Dysfunktion = Fehlfunktionen im Bereich der Kiefergelenksmechanik
handeln könnte und nachdem ich darüber gelesen habe, erkenne ich mich in vielen Symptomen wieder.

Es könnte tatsächlich einen Zusammenhang geben, denn ich habe Zahnersatz bekommen (und bin ja dabei gefloxt worden). Ca. 1 halbes Jahr danach fingen bei mir Migräne-Attacken und Sehstörungen an, doch ich bezog das auf die Nebenwirkungen von Cipro und habe mir nicht weiter Gedanken gemacht.
Immer öfter hatte ich Nackenschmerzen, die Migräne-Anfälle nahmen weiter zu. Danach entstanden, wie auch bei Cipro, Depressionen, Stimmungsschwankungen, Schwankungen im Sehen, Lichtempfindlichkeit und noch einiges mehr. Auch ging in dieser Zeit die Blutdruckschwankung los und nahm mit der Zeit immer mehr zu.

Ich hatte zwar keine Zahnschmerzen, aber habe mir öfter mal auf die Zunge beim Essen gebissen (passiert auch heute noch) und habe mich auch oft dabei ertappt, dass ich immer wieder zu fest beiße, oder die Zähne reibe. Die Backenzähne am Implantat sind abgerieben.
Es vergeht inzwischen auch kein einziger Tag, an dem ich nicht völlig gerädert wach werde, rechts stark verspannt bin und ich dann erstmal ca. 2 Stunden meinen Kopf nicht nach links drehen kann. Das zieht im Hals runter bis in den Rücken.
Weiter ist das Phänomen, dass genau die rechte Kopfseite bereits fast kahl ist und ich da auch immer wieder Ohren- und Kieferschmerzen habe, während die linke Kopfseite noch etwas mehr Haare hat und ich da auch weniger Ohrenprobleme habe.

Nun habe ich morgen, Montag, erstmal einen Termin beim Physiotherapeuten, der eine Zusatzausbildung zur CMD hat und ich werde ihn bitten, mir mal meinen Kiefer mitzubehandeln. Mal sehen ob es was bringt.

Donnerstag bin ich beim normalen Zahnarzt und am 26.04. habe ich Termin bei einem CMD-Spezialisten, um es genau abklären zu lassen.

Zusätzlich gehe ich wieder ab Mai zum Osteopathen.

Ich hoffe direkt, dass es CMD ist, denn dann hätte ich mal eine Diagnose und man kann endlich gezielt behandeln. Im Moment sind es nur Versuche, etwas zu verbessern.

Hilft das alles nichts, werde ich die Botox-Behandlung versuchen.

Das einzige, was mir z.Zt. hilft, sind Schmerztabletten. Ich bin direkt dankbar, dass ich diese wenigstens vertrage und eigenartigerweise brauche ich auch nur ganz wenig (1/4 Tablette Novalgin = 125 mg). Damit bleibe ich ca. 12 Stunden schmerzfrei und habe einen Bilderbuch-Blutdruck dabei. Für mich ist das irgendwie nicht nachvollziehbar, dass diese kleine Menge hilft, aber ich freu mich darüber, nicht ständig ganze Tabletten (500 mg) einnehmen zu müssen (meine Hausärztin meinte, ich soll 3x 2 ganze Tabletten = gesamt 3000 mg, nehmen, was ich garantiert nicht mache).

Das gerade gemachte Blutbild zeigte, dass meine Leber- und Nierenwerte, gottseidank, in Ordnung sind und das bei nun 14 Wochen täglicher Einnahme meines Schmerztabletten-Krümels. Darüber bin ich wirklich froh, denn ich halte es ohne Schmerzmittel einfach nicht aus, über den Tag zu kommen.

Ich versuche jetzt schon mal meine Kopfhaut mit Kokosöl + biologisch ätherischem Rosmarin-Öl zu behandeln. Ob es was bringt, wird die Zukunft zeigen. Man versucht ja alles, damit es nicht noch schlimmer wird.

Falls es interessiert, hier kann man die Symptome nachlesen, die eine CMD auslösen kann.
https://zahnaerzte-luebeck.de/leistunge ... /symptome/

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Botox

#30689

Beitragvon cf12 » 11.04.2022, 13:40

Hallo liebe Barbara,

Deine Symptome könnten auch durch ein instabiles Genick (Kopfgelenk: "tanzender Dens") verursacht werden. Wie hat sich Dr. Kuklinski zu den Nackenschmerzen/Beschwerden geäußert? Die Diagnostik ist schwierig: z.B. schräge Röntgenaufnahmen und/oder offener MRT der HWS (z.B. Dr. Volle in München). Mit einer erfolgreichen osteopathischen Behandlung sowie Stärkung der Nackenmukulatur sollten die Beschwerden nachlassen. Bis zur endgültigen Linderung der Beschwerden sollte die Schmerzbehandlung fortgeführt werden. Gute Besserung! :think:

Viele Grüße

cf12

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Re: Botox

#30698

Beitragvon BarbH » 12.04.2022, 01:04

Hallo cf12.

Dr. Kuklinski war enttäuschend. Außer einem Plan von NEMs und einem Blatt zu Kopfübungen habe ich keine Aufklärungen/Erklärungen bekommen. Ich durfte nicht mal was fragen, da hat er mich direkt unterbrochen.
Obwohl ich ihm sagte, dass ich Zink nicht vertrage, hat er mir eine Mischung mit Zink verschrieben - prompt ging das nach hinten los. Diese ganzen NEMs, als Mischungen, konnte ich aufgrund von Nebenwirkungen nicht einnehmen.
Ich habe auf diese Kapseln so starkes Sodbrennen bekommen, dass ich es kaum ausgehalten habe. Als ich die Apotheke in Österreich dann anrief und darum bat, ob man die Kapseln nicht auch magensaftresistent bekommen könnte, wurde das verneint.
Ich habe daraufhin dieses Zeug nicht mehr genommen.

Ich habe, nach eingehenden Untersuchungen bei meinem Orthopäden und auch nach dem MRT - es waren 2 Upright-MRT in Frankfurt. Einmal vom Kopfgelenk und eine Woche später nochmal vom Halswirbel - keine instabile Halswirbelsäule. Das haben mir beide Ärzte so bestätigt.

Heute war ich beim Physiotherapeuten und es wurde mein Kiefer behandelt. Es hat irre weh getan, doch danach war ich erstmal schmerzfrei und das hielt sich bis in die Nacht. Zum ersten Mal habe ich mich wieder gut gefühlt und keine Schmerztablette gebraucht.
Meine Kopfhaut war wunderbar entspannt und hat nicht ein einziges Mal, nach der Behandlung, gebrannt, oder gejuckt.
Er hat mir gezeigt, wie ich das zu Hause weiter machen kann und das werde ich natürlich machen.
Es hat also tatsächlich was mit dem Kiefer zu tun und die Chancen stehen gut, dass das wieder gut werden könnte.

Ich gehe nun wöchentlich zum Physiotherapeuten, ab Mai zusätzlich zum Osteopathen und habe mich zum Qi Gong-Kurs angemeldet, um mein Stress-Level runter zu kriegen.

Genau werde ich am 26.04. wissen, ob ich CMD habe. Da bin ich beim CMD-Spezialisten, doch wenn ich die Verbesserung nach der Physio heute sehe, bin ich fast überzeugt, dass ich Kieferprobleme bekommen habe (vor diesen Implantaten hatte ich solche Beschwerden nicht).

Liebe Grüße
Barbara
August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Levoflox26
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Re: Botox

#30700

Beitragvon Levoflox26 » 12.04.2022, 08:32

Hallo Barbara,

wenn ich die Verbesserung nach der Physio heute sehe, bin ich fast überzeugt, dass ich Kieferprobleme bekommen habe (vor diesen Implantaten hatte ich solche Beschwerden nicht).


Jetzt, da du davon schreibst, kommen mir zwei "Fälle" in den Sinn. Eine meiner Nachbarinnen klagte Monate lang über starke Kopfschmerzen. Immer wenn ich sie traf, erzählte sie dass sie es kaum aushalten könne. Und man sah ihr das auch an. Nach etlichen Untersuchungen riet ihr jemand von der Physiopraxis hier im Kaff, doch mal die Zähne checken zu lassen. Und das war dann auch die Lösung, die Implantate saßen nicht richtig. Sie hatte aber nie an einen Zusammenhang gedacht, da die Schmerzen erst Monate nach dem Einsetzen aufgetreten waren. Ich weiß allerdings nicht, wie das gelöst wurde. Werd bei passender Gelegenheit mal fragen.

Und dann ist da noch mein Mann. Er hatte vor Jahren auch jeden Morgen Kopfweh, nach einer Zahnbehandlung. Da ging es aber nur um 2 Zähne, die überkront wurden. Die Zähne wurden abgeschliffen und mit Provisorien versehen. Die richtigen Kronen sollte er erst nach 8 Wochen bekommen, da zuvor noch weitere Behandlungen anstanden. Die Kopfschmerzen traten direkt auf, nach wenigen Tagen war er überzeugt, dass das zusammenhängen muss. Die Provisorien waren wohl ein wenig höher als die Zähne und wahrscheinlich wollte er sie im Schlaf runter schmirgeln. ;) Der Zahnarzt hat ein bisschen daran herum geschliffen und dann war es okay.

Ich drück dir die Daumen, dass sich eine gute Lösung für dich findet. Ständiges Kopfweh ist zermürbend.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Botox

#30709

Beitragvon Momo » 12.04.2022, 23:06

Hallo Barbara,
freut mich, dass du endlich etwas Erleichterung hast.
Hoffentlich hast du jetzt die Ursache gefunden.

Beim Zahnersatz kann dazu noch kommen, dass Unverträglichkeiten die Symptome triggern.
Bei mir wurde jetzt aus alten Kronen eine Palladium Belastung festgestellt.

Gute Besserung.
Liebe Grüße Momo
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