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Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

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Schorsch
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Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#81

Beitragvon Schorsch » 14.11.2016, 20:30

Hallo,

das Thema Stuhltransplantation beschäftigt mich schon länger. Ich hatte nach Flox 8 Wochen durchgängig Durchfall. Durch eine 2 monatige Darmkur und der Einnahme von Probiotika bis heute 16 Monate postflox habe ich es nun halbwegs im Griff. Ein Heilfasten im ca. 8 Monat Postflox half mir damals auch nochmal richtig spürbar. Jedoch ist mein Stuhlverhalten bei weitem nicht mehr so wie früher. Natürlich muss man dabei allerdings auch berücksichtigen, dass die Menge an täglichem Magnesium und den Nahrungsergänzungsmittel sicher auch einen gewissen Effekt haben.

Dennoch stelle ich mir die Frage, ob es gerade nach Flox nicht absolut sinnvoll wäre eine Stuhltransplantation durchzuführen? Dabei könnten theoretisch ganze Bakterienstämme, welche zuvor vernichtet wurden wieder schlagartig angesiedelt werden. In Deutschland ist dieses Thema erst noch in den Kinderschuhen. Es gibt mittlerweile Erfahrungswerte und Studien z.B. der Uni Köln etc.
Andere Länder Niederlande / USA / Kanada ist das allerdings schon fast ein Standard. Lest euch mal den u.a. Beitrag durch hier wird eigentlich alles wesentliche zum Thema gesagt.

Gruß Schorsch

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Quelle: http://www.chronische-heilung.de/stuhltransplantation/

Stuhltransplantation


Die Stuhltransplantation (Die Übertragung von fremden Stuhl in den Darm des Patienten) wurde als Therapie gegen die Antibiotika-assoziierte Kolitis (Clostridium Difficile) entwickelt, welche bisher vor allem mit dem Antibiotikum Vancomycin behandelt wurde. Die Infektion mit Clostridium Difficile hat ein breites Spektrum an Symptomen, die man keinem Patienten wünscht. Eine Infektion mit Clostridium Difficile kommt vor allem bei Patienten vor, die mit Antibiotika behandelt wurden, die vor allem die nützlichen Bakterien der Darmflora bekämpften. In der Medizin wird die Stuhltransplantation auch Fäkaltherapie, Stuhlverpflanzung oder fäkale Bakterientherapie genannt. Heutzutage wird in der Wissenschaft die Verbindung einer Darmflora-Dysbiose mit allen möglichen Krankheiten wie Depressionen, Multiple Sklerose, Autismus, Allergien und weiteren untersucht. Ich denke daher, dass die Stuhltransplantation auch eine Chance zur Heilung oder zumindest Linderung vieler Krankheiten sein kann.

Die Vorstellung ist natürlich nicht besonders appetitlich. Aber das gesamte Thema Darmflora ist etwas unangenehmes, mit dem man sich nur auseinandersetzt, wenn eine chronische Erkrankung den Leidensdruck erhöht. Und dabei geht es häufig nicht primär um Erkrankunngen des Darms. Die Gesundheit des Darms ist Grundvoraussetzung für die Gesundheit des gesamten Körpers.

Bevor ich eine Stuhltransplantation anstreben würde, würde ich zuerst eine Darmsanierung, sprich Darmreinigung mit Oregano Öl und Flohsamenschalen und Darmaufbau mit Probiotika und Präbiotika versuchen. Oregano Öl zeigt schon bei geringen Mengen eine hemmende Wirkung gegen Clostridium perfringens. Warum hat noch niemand Versuche mit Clostridium difficile gemacht?

Freunde des Fernsehens und bewegter Bilder können sich gerne beim WDR einen Beitrag von Quarks&Co zum Thema Stuhltransplantation anschauen:

http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/qua ... me102.html


Indikationen / Praxisbeispiel

Multiple Sklerose. Ob die Darmflora MS verursacht?

Morbus Crohn
Colitis Ulcerosa
Verstopfung
Reizdarm
Zöliakie
Diabetes Typ 2
Alzheimer
Parkinson
Autismus
Depressionen

Der perfekte StuhlRePOOPulate
PharmaBiomes Zukunftsvision
Stuhlkompatibilität

Stuhltransplantation Kosten
AblaufBedingungen
Tests des Spenders
Vorbereitung der Stuhlsuspension
Vorbereitung des Patienten
Applikation über Nasensonde
Applikation über Koloskopie
Nachsorge

Säureresistente KapselnKapselherstellung

Anleitung und Studie zur Selbstverabreichung per Einlauf Was man braucht?
Hintergrund und Ziele der Studie
Ergebnisse
Schlussfolgerungen
MethodenPatienten- und Spenderauswahl
Vorherige Tests

Anleitung (Ausrüstung und Schritte)Schritte
Ergebnisse

Diskussion

Video
Wo?Stuhltransplantation in Deutschland
Stuhltransplantation in Österreich
Stuhltransplantation in Schweiz
Stuhltransplantation in Niederlande / Holland

Weiterführende Links
Bewertung

Indikationen

Die Stuhltransplantation könnte überall dort zum Einsatz kommen, wo eine gestörte Darmflora oder Dysbiose die Ursache der Erkrankung ist. Die folgenden Krankheiten könnten demnach mit der Stuhltransplantation gelindert oder sogar geheilt werden:

Adipositas


Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit: Neueste Erkenntnisse aus der Mikrobiom-Forschung


Auch zwischen dem Körpergewicht bzw. dem Kalorienverbrauch und der Darmflora besteht ein Zusammenhang: Die Stuhltransplantation wurde auch an Labormäusen getestet. Wenn man Mäusen mit sterilem Darm den Kot von „adipösen“ Mäusen transplantierte, dann wurden diese auch adipös. Bei adipösen Mäusen fehlt das Hormon Leptin. Aber vor allem das Verhältnis von Bacteroides und Firmicutes war gestört. Firmicutes waren in der Überzahl. Die sogenannte Bacterioides Firmicutes Ratio gibt Auskunft über den Hang zum Übergewicht eines Menschen. Ein Gewichtsverlust führt dabei auch zu einer Verschiebung des Verhältnisses zurück zu Gunsten von Bacteroides.

Das Verhältnis von Bacteroides und Firmicutes in der Darmflora hat einen Einfluss auf das energieverbrauchende Potential der Darmflora, Fettsäuren und Polysaccharide aus Nahrungsmitteln zu verstoffwechseln.

Bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit beim Menschen!

Praxisbeispiel

Eine 32-Jährige Amerikanerin litt an Durchfall, der die Folge einer Antibiose war. Die Bakterien vom Stamm Clostridium Difficile, die der Auslöser waren, wurden zuerst mit Metronidazol, dann mit dem sehr teuren Vancomycin bekämpft. Aber da Clostridien Sporenbildner sind, breiteten sich diese immer wieder aus, da die Gegenspieler (die „gute“ Darmflora) gar nicht mehr vorhanden waren. Eine Stuhltransplantation heilte sie sehr schnell. Ihr Spender war ihre eigene zu der Zeit nur leicht übergewichtige Tochter. Seit dieser Stuhltransplantation hat sie immer mehr zugenommen.

Das Glas ist halbvoll. Denn das heißt, dass man mit der richtigen Darmflora auch abnehmen kann.

Und manche doktoren mit Probiotika jahrelang an sich selbst herum. Das geht ins Geld. Wäre es da nicht toll, sich auf einen Schlag die Darmflora von einem Gesunden zu mopsen? Was man braucht? Stuhl …

Multiple Sklerose


Multiple Sklerose erfolgreich behandeln - mit dem Paläo-Programm


Man hat festgestellt, dass man durch eine (negative) Veränderung der Darmflora von Mäusen die Wahrscheinlichkeit für eine MS-ähnliche Erkrankung namens EAE (experimentelle Autoimmun-Enzephalitis) erhöhen kann. Genauso wie bei MS kommt es bei der EAE zu einer Demyelinisierung und einer gestörten nervalen Weiterleitung. Da diese Erkrankung demnach mit MS vergleichbar ist, konnte man anhand dieser Krankheit MS an Mäusen erforschen.

In der Darmflora von MS-Erkrankten fand man ein Bakterium namens Methanobrevibacteriaceae in erhöhter Zahl. Das Butyricimonas Bakterium wiederum fand man in der Darmflora der Kontrollgruppe häufiger. Dieses Bakterium synthetisiert Buttersäure, die im Darm immunsuppressiv wirkt.

Ob die Darmflora MS verursacht?

Festhalten kann man auf jeden Fall, dass sich wie bei anderen Erkrankungen wie Adipositas, die Darmflora unterscheidet. Es gibt auf jeden Fall eine Korrelation zwischen Darmflora-Dysbiose und MS. Da liegt es auch hier auf der Hand, mit einem Schlag, also mit einer Stuhltransplantation, die Darmflora zu ersetzen.

Professor Borody aus Australien berichtete von 3 Fallbeispielen aus dem Jahr 2011. 3 Patienten wurden wegen chronischer Verstopfungen mit Stuhltransplantationen behandelt. Es besserten sich auch die MS-Symptome. Da MS seine Symptome in Schüben zeigt, wurde Jahre gewartet, bis man damit an die Öffentlichkeit ging. Auch nachzulesen in diesem Buch.

MS ist ja auch eine Zivilisationserkrankung, die mit der Ernährung zusammenhängt. Die Ernährung affektiert die Darmflora direkt.

Bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit beim Menschen!

Morbus Crohn

Dazu gab es noch keine einschlägigen Studien, aber Fallserien und erfolgreiche individuelle Heilversuche, welche darauf hindeuten, dass eine Stuhltransplantation bei diesen Erkrankungen helfen kann. Ich würde das als Betroffener durchaus probieren. Aber es muss sich auch ein Arzt finden, der einen unterstützt.

Bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit beim Menschen!

Colitis Ulcerosa


Alles Stuhl: Zwischen Abwehr und Sensation, Stuhltransplantation, Mikrobiomtransfer, Darmfloraübertragung



Die Darmflora von Colitis-Kranken ist gestört. Es leben weniger Bakterienarten im Darm der Colitis Ulcerosa Erkrankten. Der Anteil der Firmicutes und Bacteroides ist viel geringer als bei Gesunden.

Studien, um einen Behandlungserfolg mit der Stuhltransplantation zu erreichen, sind bisher negativ ausgegangen bzw. sie waren nicht so erfolgreich wie erhofft, da die Verbesserungen nicht von Dauer waren. Zum Teil kam es aber zu einer Abheilung der Entzündung.

Ich persönlich bin der Meinung, dass eine einmalige Stuhltransplantation nichts bringen wird, weil der Darm selbst einfach zu entzündet ist. Jede Art von Bakterium, ob nun gut oder schlecht, ist zu viel. Darum könnte ich mir vorstellen, dass eine Colon Hydro Therapie mit Fastenphase zur Erholung des Darms mit darauf folgenden Stuhltransplantationen nebst Probiotika Gabe zielführend sein könnte.

Aber ich bin auch überzeugt, dass Pharmaunternehmen und selbst Krankenversicherungen kein Interesse daran haben, dazu Studien zu finanzieren.

Wenn man einen Arzt findet, der einen unterstützt, wäre es bestimmt einen Versuch wert. Es wird immer wieder seitens der Ärzte gesagt, dass man die Nebenwirkungen bzw. Risiken nicht kennt und einschätzen kann (und da gebe ich ihnen durchaus Recht). Aber wenn man jahrelang an einer chronischen Darmerkrankung leidet und die Schulmedizin einem nicht viel bieten kann, als Tabletten zur Symptomunterdrückung, wächst die Risikobereitschaft.

Verstopfung

Dass Verstopfungen mit einer gestörten Darmflora in Verbindung stehen, wurde auf vielen Websites und auch in vielen Büchern beschrieben. Die Darmflora kann sehr schnell mit einer Stuhltransplantation wiederhergestellt werden. Aber: Wer sich danach wieder schlecht ernährt und damit seine Darmflora wieder zerstört, muss wohl dauerhaft mit seiner Verstopfung leben.

Reizdarm

Auch hier gibt es bisher nur Hinweise, dass eine Stuhltransplantation hilft. Mir reichen diese Hinweise allerdings, ich repräsentiere aber nicht die Krankenkassen. :-)

Man hatte 2 Reizdarmpatienten Stuhl eines gesunden Spenders übertragen. Der eine wurde geheilt, während der andere zumindest einige Wochen beschwerdefrei war. Für mich eindeutig ein positives Zeichen, dass die Stuhltransplantation für jeden Reizdarmpatienten eine gute Behandlungsmöglichkeit sein könnte, die eine Aussicht auf Heilung verspricht.

Zöliakie

Vorstellbar, dass in der Richtung Studien folgen. Eine Glutensenitivität ist zumindest weiter verbreitet, als man annehmen sollte. Gluten wird auch mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht- Eigentlich kein Wunder, denn die Menge macht das Gift. Der Weizen von heute soll ja 10x mehr Gluten beinhalten als der ursprüngliche Weizen. Damit die Brötchen besser gelingen, wurde ein Hochleistungsweizen gezüchtet. Wenn also Bakterien die Darmwand stärken/schützen, kann das nur zuträglich sein. Aber am Einfachsten ist es doch, das Gift wegzulassen. ;-)

Diabetes Typ 2

Kurz gesagt: Heutzutage gibt es ja immer einen Zusammenhang mit der Darmflora. Aber das ist mir zu hoch.

Alzheimer

Brainfog etc. wird in Zusammenhang mit den Toxinen gebracht, die pathogene Keime produzieren. Wenn man diese Keime verdrängt, sollte sich auch der Nebel verziehen. Ob diese Toxine bleibende Schäden hinterlassen, ist die Frage.

Parkinson

Aus Fallberichten weiß man, dass eine Stuhltransplantation bei einer chronischen Verstopfung helfen kann. Bei Patienten, die aufgrund einer Parkinsonerkrankung eine chronische Verstopfung hatten, hat man beobachtet, dass sich nach einer Stuhltransplantation nicht nur die Stuhlfrequenz gebessert hat, sondern auch die Parkinsonsymptome zurückgegangen sind. Aber auch hier fehlt wieder eine aussagekräftige Studie, die bestimmt nicht von BigPharma bezahlt wird.

Autismus

Bei Autisten hat man zumindest einen Zusammenhang feststellen können: Autismus und Darmflora.

Also sollte auch hier eine Stuhltransplantation hilfreich sein.

Depressionen

In dem Artikel „Depressionen besiegen – Eine Erfolgsgeschichte“ berichtet Vinko von seinem erfolgreichen Kampf gegen seine Depressionen, die nach einer langen Antibiotikatherapie begannen.

Sein Kampf gegen die Depressionen nahm eine positive Wendung, als er seine Darmflora aufbaute. Es wäre schön, wenn die Schulmedizin diesen Zusammenhang auch anerkennen würde. Dann würde zumindest mal der Versuch gestartet, mit Colon-Hydro-Therapie und anschließender Stuhltransplantation gegen Depressionen vorzugehen. Aber BigPharma muss ja auch Geld verdienen. Ein Trauerspiel, es ist zum depressiv werden.

Der perfekte Stuhl


Weitere Erfahrungen*“Wenn schon, denn schon!“

Woher bekommt man den perfekten Stuhl? Wer ist heutzutage schon wirklich gesund? Jeder Mensch hat irgendwann mal Medikamente zu sich genommen oder sich ungesund ernährt. Woher bekommt man den perfekten Stuhl? Wenn ich die Wahl hätte, würde ich den Stuhl eines Menschen nehmen, der viel Sport treibt und sich gesund ernährt und möglichst jung ist. Vielleicht wird guter Stuhl das Produkt der Zukunft?

Was gibt es noch für Möglichkeiten? Vielleicht von den Tieren, die uns am nächsten sind. Was fressen eigentlich Affen? Zumindest nicht das, wofür Lebensmittelhersteller im TV teure Werbung schalten.

Nur gesundes und ballaststoffreiches Gemüse kommt im Affenhaus auf den Tisch bzw. in den Bauch. Hier und da mal ein Insekt. Da muss sich doch eine gesunde Darmflora bilden. Was sonstige Parasiten etc. betrifft … Wenn es Möglichkeiten gäbe, das Risiko einzuschränken, warum nicht? Da könnten doch einige Zoos die Exkremente ihrer Menschenaffen zu Geld machen. Es geht aber auch anders:

RePOOPulate

Wie gefälschter Stuhl Krankheiten heilen kann.

Mit so etwas wie einem Robo-Darm haben kanadische Wissenschaftler um Dr. Emma Allen-Vercoe Fake-Stuhl herangezüchtet. Diese fäkale Bakterienmasse aus 33 verschiedenen Arten von Bakterien wurde 2 Patienten mit therapieresistenter CDI mit beeindruckendem Erfolg per Koloskopie transplantiert. Es ist nicht die glamouröseste Erfindung, aber es funktioniert, denn nach 3 Tagen waren die Patienten geheilt.

Bei einer 3 Monate später stattfindenden Nachkontrolle wurden keine Clostridien mehr gefunden. Und im Gegensatz zu Probiotika konnten diese Bakterien den Darm auch dauerhaft besiedeln.

Die Bakterien kamen aus dem Stuhl einer 40-jährigen Frau, die in einem Jahrzehnt keine Antibiotika genommen hatte. Forscher züchteten Bakterien aus dem Kot und die gesündesten Typen bilden rePOOPulate – eine Alternative zum Spenderstuhl bei der Stuhltransplantation.

RePOOPulate befindet sich noch in der Prototypenphase und wurde als solches noch nicht von den kanadischen Gesundheitsbehörden zur Behandlung zugelassen. Zukünftiges Ziel ist ein Präparat, welches in Tabletten- bzw. Kapselform ähnlich der heutigen Probiotika verabreicht wird.

Abgesehen davon, habe ich in einem meiner Artikel sehr viele Probiotika-Präparate aufgelistet, um herauszufinden, welche Probiotika man einnehmen müsste, um möglichst viele verschiedene gute Darmbakterien wieder anzusiedeln: Probiotika Vergleich bzw. Probiotika.

PharmaBiomes Zukunftsvision

PharmaBiome ist ein Schweizer Startup, welches an einer Methode arbeitet, alle nützlichen Darmbakterien zu züchten, um eine Alternative zur Stuhltransplantation zu bieten. Ich bin gespannt, was daraus wird und werde das Startup weiter beobachten.

Stuhlkompatibilität

Forschungen (Peer Bork vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg im Fachblatt „Science“) haben ergeben, dass sich eine gewisse Zeit nach der Stuhltransplantation einige Bakterien durchsetzen. Die Kompatibilität zwischen Spender und Empfänger ist also auch sehr wichtig. Nach meiner Meinung ist das aber auch ganz logisch: Der Empfänger hat eine andere Verdauung und andere Ernährungsvorlieben etc. Je nach Futter für die Bakterien, setzen sich halt einige durch und andere verhungern buchstäblich.

Stuhltransplantation Kosten

Die Kosten für die Aufbereitung des Stuhls, des vorherigen Screenings und der Stuhltransplantations selbst müssen vom Patienten selbstverständlich übernommen werden. Stuhl / Darmbakterien lassen sich halt nicht patentieren. Sie werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Krankenkassen der EU geben aber jedes Jahr drei Milliarden Euro aus, um Patienten mit Clostridium Difficile Infektion zu behandeln. Natürlich mit patentierten Medikamenten. So viel zur Moralpredigt. Willkommen in Absurdistan.

Laut Dr. Siegel (Chefarzt Innere Medizin, Abteilung für Gastroenterologie, Diabetologie/Endokrinologie und Ernährungsmedizin am St. Josefskrankenhaus in Heidelberg) liegt der materielle Kostenaufwand bei ca. 180 .- Euro für die Stuhlaufarbeitung. Hinzu kommen ca. 650.- Euro für das Screening des Stuhls des Spenders.

Nochmal: Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen keine Kosten, da es sich um kein etabliertes Verfahren handelt. Ich bin mit meiner Darmsanierung günstiger davon gekommen. Wie ich meinen Darm saniert habe, erfährst du hier: Darmsanierung (Darmreinigung zu Hause / Darmaufbau)

Ablauf

Bedingungen
•Ein geeigneter Spender muss gefunden werden
•Der Patient sollte mögloichst weniger als 3 Stuhlgänge am Tag haben
•Absetzen der Antibiotikagabe, wenn möglich, 2 Tage vor der Stuhltransplantation.
•Schriftliche Einverständniserklärung

Tests des Spenders
•Der Spender wird zuallererst auf alle möglichen Infektionskrankheiten getestet. Das ist besonders aufwändig, da es ein breites Spektrum an Infektionen gibt, die per Stuhltransplantation übertragen werden könnten.
•Vor allem gastrointestinale Erkrankungen (chronisch entzündliche Darmerkrankungen oder „Reizdarm“) sollten ausgeschlossen werden.
•Der Spender darf innerhalb der letzten 3 Monate keine Anibiotika eingenommen haben.

Vorbereitung der Stuhlsuspension
•Das Stuhltransplantat wird aus etwa 30-50g (per Nasensonde) oder der gesamten Portion aber mindestens 170g (per Koloskopie) frischem Stuhl gewonnen. Frisch heißt: Weniger als 6 Stunden alt.
•Diese Stuhlportion wird mit einer sterilen Kochsalzlösung verdünnt und durch Schütteln und/oder Rühren homogenisieren.
•Um feste Stoffe zu entfernen wird das Stuhltransplantat noch durch mehrfaches Filtern durch Gaze gereinigt.
•Das Stuhltransplantat wird nun entweder durch eine Nasensonde oder durch des Arbeitskanal des Koloskops in den Dickdarm eingebracht.
•Die Stuhlsuspension wird über die gesamte Darmschleimhaut verteilt

Vorbereitung des Patienten
•Antibiotische Therapie der Clostridium Difficile Infektion und Perenterol
gabe
•Bei Applikation per Nasensonde: Gabe eines Protonenpumpenhemmers
•am Abend und am Morgen vor der Stuhltransplantation
•Bei Applikation per Koloskopie: Darmreinigung mit Polyethylen Glycol Elyte (PEG)

Applikation über Nasensonde
•Legen der Nasensonde mit anschließender Kontrolle der Lage
•Applikation der Stuhlsuspension über die Nasensonde
•Spülen mit 25ml physiologischer Kochsalzlösung
•Entfernen der Nasensonde
•Nahrungsaufnahme ist im Anschluss möglich.

Applikation über Koloskopie
•Koloskopie bis zum terminalen Ileum
•Die Stuhlsuspension wird im Rückzug auf die Darmschleimhaut gegeben. Bestenfalls den größten Teil im terminalem Ileum und im Colon ascendens

Nachsorge

Regelmäßige Kontrollen auf CD Toxine.

Säureresistente Kapseln

In der Kölner Uniklinik ist es gelungen, Patienten mit einer Clostridium-difficile-Infektion (CDI) mit verkapseltem Stuhl eines Spenders mit einer gesunden Darmflora zu behandeln. Die beiden Patienten sind bisher beschwerdefrei. Die gestörte Darmflora konnte erfolgreich regeneriert werden. Das Legen der Sonde ist für manche Patienten mit einem gewissen Risiko verbunden, daher und weil eine Koloskopie von Patienten als etwas Unangenehmes empfunden wird, könnte die Stuhltransplantation mit in Kapseln verpacktem gefrorenem Stuhl eine gute Alternative sein. Die Forscher planen Untersuchungen um noch andere Anwendungsmöglichkeiten zu finden. In Köln leitet Infektiologin Dr. Maria Vehreschild das Programm.

Außerdem ist die Stuhltransplantation in Kapselform auch aus einem anderen Grund vorzuziehen: Die Abgabe des Stuhls durch den Spender ist bei der normalen Stuhltransplantation zeitlich an die eigentliche Koloskopie gebunden. Der Stuhl muss zeitnah aufbereitet und dann sofort verabreicht werden. Diese zeitliche Kopplung fehlt bei der Einnahme von Stuhlkapseln. Die Kapseln können zeitlich unabhängig von der Spende eingenommen werden. Eine industrielle Herstellung von Darmflora-Kapseln wäre ein Schlussfolgerung. Repoopulate in Form von Kapseln wäre wohl optimal.

Sehr wahrscheinlich wird innerhalb der nächsten 3-5 Jahre eine standardisierte Stuhl-Kapsel auf den Markt kommen, die die klassische Stuhltransplantation ablösen wird. Eine vorherige Darmreinigung wäre wahrscheinlich trotzdem von Vorteil. Hier findest einen Artikel zum Thema: „Darmreinigung zu Hause (Anleitung)„.

Kapselherstellung

Der Stuhl wird mit Kochsalzlösung verdünnt und die Bakterien werden mit Zentrifugen und Filtersystem vom Stuhl separiert. Nun kann man diese mithilfe von Glycerin einfrieren und in die Kapseln füllen.

US-amerikanische Forscher um Dr. Ilan Youngster vom Massachusetts General Hospital (Boston) haben die Übertragung der Darmflora per Kapsel schon 2014 durchgeführt. In einer Pilotstudie konnten 90 Prozent der Patienten mit chronischen CDI geheilt werden.

Anleitung und Studie zur Selbstverabreichung per Einlauf

Für DIY-Fans (Do it yourself) hat der kanadischen Gastroenterologen Michael Silverman in einer kleinen Studie die Wirksamkeit der Stuhltransplantation bei Selbstverabreichung getestet. Diese wurde im Magazin „Clinical Gastroenterology and Hepatology“ veröffentlicht. Und wer selbst schon mal einen einen Einlauf gemacht hat, wird mit dem Prozedere kein Problem haben. Ich habe es nicht ausprobiert und würde so etwas auch lieber den Fachmännern (in weiß) überlassen.

Was man braucht?
•Stuhlspende
•Kochsalzlösung
•Handrührgerät
•Einlaufbeutel

Man könnte seinen eigenen Darm somit eigenhändig per Stuhltransfer rekolonisieren. Aber die ganzen Vorsichtsmaßnahmen (vor allem Tests) sollten jeden davon abhalten, so etwas einfach selbst vorzunehmen. Vor allem, woher will man wissen, ob der Spenderstuhl OK ist? Man holt sich durch die Hintertür nicht nur Gutes rein.

Hintergrund und Ziele der Studie

Worum es bei dieser Studie ging
Man wollte untersuchen, ob durch selbstverabreichte oder durch Familienmitglieder verabreichte Stuhltransplantationen mit geringem Volumen per Einlauf Clostridium Difficile Infektionen endgültig heilen können.

Clostridium difficile-Infektion (CDI) können bei Patienten zu Rückfällen mit signifikanten Begleiterscheinungen führen. Eine Untergruppe dieser Patienten erfuhr abhängig von der über längere Zeit oral verabreichten Vancomycin-Therapie nur vorübergehende klinische Besserung. Diese Patienten leiden erheblich unter wiederkehrendem Durchfall und finanziellen Kosten wegen der dauerhaften Antibiotika-Therapie.

Ergebnisse

In einer Fall-Serie mit sieben Patienten (n = 7) wurde mit dieser Behandlung bei 14-monatiger Nachverfolgung 100% Erfolg erreicht.

Schlussfolgerungen

Selbstverabreichte fäkale Transplantation mit geringem Volumen pro Einlauf sind eine wirksame und sichere Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit chronisch rezidivierender Clostridium Difficile-Infektion, die auf andere Therapien nicht ansprachen. Macht man diesen Ansatz im Gesundheitssystem zugänglich, hat er so viel Potenzial, dass die Zahl der Patienten, die von dieser Therapie voraussichtlich profitieren könnten, dramatisch zunimmt.

Eine Clostridium Difficile Infektion (CDI) ist eine häufige Ursache von normalen und im Krankenhaus erworbene Durchfall, welcher in der Regel nach der Einnahme von Antibiotika auftritt. Ein häufiges Problem bei CDI ist die hohe Rückfallquote bei bis zu 40% der Patienten, die mindestens einen Rückfall erleiden. Diesen Patienten kann irgendwann nur noch mit dem sehr teuren Vancomycin geholfen werden.

1958 hat Eiseman als Erster bei Patienten, bei denen keine andere Behandlung zu einem langfristigem Erfolg geführt hat, menschlichen Stuhl verabreicht bzw. transplantiert. Dieses geschah durch Nasensonden, oder durch Einläufe mit entsprechend hohem Volumen durch Koloskopie. Eine Stuhltransplantation hat viele Vorteile einschließlich der niedrigen Kosten, das Ausbleiben von Nebenwirkungen, keine Probleme mit Resistenzen und einer bisher sehr hohen Erfolgsquote.

Um sicher zu Hause fäkale Transplantation zu ermöglichen, haben Silverman et al. Patienten und ihrer Familien durch den Prozess begleitet und diese bei Bedarf mit Bereitstellung von Laboruntersuchungen unterstützt.

Methoden

Patienten- und Spenderauswahl

Alle Patienten (Empfänger der Stuhltransplantation) erfuhren eine vollständige Anamnese und körperliche Untersuchung.

Potenzielle Familienmitglieder wurden von den Patienten als fäkale Spender ausgewählt und wurden es schlussendlich auch, wenn nicht eine der folgenden Kontraindikationen auftauchte:
1.jede Magen-Darm-Krankheit, einschließlich Magengeschwüren, gastroösophageale Reflux, Reizdarmsyndrom, entzündliche Darmerkrankungen, oder Polypen
2.jede Bösartigkeit
3.der Einsatz von Antibiotika oder Krankenhausaufenthalt innerhalb der letzten 3 Monate. (Nach meiner Erfahrung reichen hier drei Monate nicht aus, vor allem, wenn die Antibiotikagabe über längere Zeit ging, da die Darmflora dann meistens dauerhaft geschädigt ist.)

Vorherige Tests

Alle Spender wurden auf HIV, Syphilis, Hepatitis A/B/C Helicobacter pylori und humanes T-lymphotrope Virus 1/2 getestet.

Das Blut der Empfänger wurde getestet auf: vollständiges Blutbild, sequentiellen Mehrkanal-Analyse mit computer-20 (Chem-20), Serumprotein-Elektrophorese, Serum-Immunglobulinen, HIV und Antigliadin Antikörper.

Der Stuhl von Spendern und Empfängern wurde untersucht auf: Eier und Parasiten (3 separate Proben), Kryptosporidien, Clostridium difficile Toxin (C. difficile TOX A / B II).

Außerdem wurden die Stuhlproben der Empfänger vor der Stuhltransplantation an ein Referenzlabor geschickt, um Clostridium Difficile genauer zu typisieren.

Anleitung (Ausrüstung und Schritte)

Die Empfänger wurden auf Erhaltungstherapie mit oralen Saccharomyces boulardii (Perenterol*) 500 mg zweimal täglich plus Metronidazol 500 mg 3-mal pro Tag oder Vancomycin 125 mg 4 mal pro Tag gesetzt, um sicherzustellen, dass sie 24-48 Stunden vor der Behandlung asymptomatisch waren. Alle Patienten wurden gebeten, 2 Wochen nach der Behandlung in die Klinik zurückzukehren.



Benötigte Ausrüstung:
1.Flasche normaler Kochsalzlösung (200 ml);
2.Ein Irrigator wie der Einlaufbecher von P. Jentschura, 1 Liter*
3.Standard-Küchenmixer (1 l Fassungsvermögen) mit Markierungen für Volumen auf der Seite. (Es gibt auch billige Standmixer*, die sich zum Experimentieren eignen.)

Schritte

Empfängern und Spendern wurden die folgenden Anweisungen gegeben:
•Stop der Einnahme von Vancomycin / Metronidazol 24-48 Stunden vor dem Verfahren. (Man will ja nicht gleich die Darmflora des transplantierten Stuhls abtöten.)
•Weiterhin Einnahme der S boulardii (Perenterol*) bei Transplantation und 60 Tage danach.
•50 ml Stuhl (Volumen von festem Stuhl) vom Spender unmittelbar vor der Verabreichung erhalten (weniger als 30 Minuten) mit 200 ml physiologischer Kochsalzlösung in den Mixer geben.
•Mixen bis die Mischung verflüssigt ist, „Milchshake“ Konsistenz.
•Gieß die Mischung (ungefähr 250 ml) in den Klistierbeutel.
•Der Einlauf beim Patienten sollte so durchgeführt werden, wie es in der Anleitung des Klistierbeutel- bzw. Einlaufbecher-Set angegeben ist. Der Patient sollte die Infusionslösung so lange wie möglich halten und dem Stuhldrang widerstehen. Also so lange wie möglich auf der linken Seite liegen, so dass der Stuhldrang verhindert wird.
•Diese Prozedur sollte am besten nach dem ersten Stuhlgang des Tages (in der Regel morgens) durchgeführt werden.
•Wenn der Durchfall innerhalb von 1 Stunde zurückkehrt kann der Vorgang sofort wiederholt werden.



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Was noch wichtig ist:
Detaillierte Informationen zu den potenziellen Risiken und Vorteile des Verfahrens einschließlich des experimentellen Charakters wurden den Patienten und Spendern zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse

Alle Patienten entwickelten CDI im Krankenhaus und dann entwickelten mehrere Patienten Rückfälle zu Hause. Alle Patienten waren zum Zeitpunkt der Transplantation zu Hause, und hatten wiederkehrende CDI durch Fäkal-Toxin bestätigt. Sechs der 7 (Patientenzahlen 1 bis 5 und 7) hatten Rückfälle nach der Behandlung mit mindestens 2 Durchgängen von oralen Metronidazol 500 mg PO 3-mal pro Tag für 14 Tage. Ein Patient (Patient Nr. 6) entwickelte während der Behandlung mit Metronidazol eine periphere Neuropathie und das Mittel wurde nicht abgesetzt.

Alle Patienten waren bei mehreren Durchgängen von oralem Vancomycin symptomlos. Sie bekamen aber einen Rückfall, als Vancomycin abgesetzt wurde. Kein Wunder, die Sporen wurden ja nicht abgetötet. Alle Patienten wurden zuvor mit Vancomycin 125 mg PO 4 mal pro Tag für 14 Tage behandelt, dann wurden 500 mg PO 4 mal pro Tag für 14 Tage verabreicht, dann wurde das Vancomycin ausgeschlichen während S boulardii (Perenterol) eingesetzt wurde. Und doch gab es einen Rückfall nach der Behandlung.

Sieben Patienten nahmen an der „Mini-Studie“ teil (Tabelle 1). Alle Verfahren wurden zu Hause und selbst durchgeführt oder von einem Familienmitglied verabreicht. Kein Patient hatte wiederkehrende CDI nach der Behandlung. Es wurden keine Nebenwirkungen festgestellt. Ein Patient entwickelte ein postinfektiöses Reizdarmsymptom nach der Transplantation, abwechselnd Verstopfung und Durchfall, aber durchweg negative C difficile-Toxin-Tests, und kein Wiederauftreten von chronischem Durchfall. Bei wiederholten Koloskopien (Darmspiegelungen) gab es keine Anzeichen von Colitis. Zwei Patienten wurden nach der Transplantation mit Antibiotika für Harnwegsinfektionen behandelt. Ein Patient erhielten intravenöse Cefazolin für perioperative Prophylaxe einer Hüftoperation nach der Transplantation. Aber trotz Antibiotikatherapie hatte keiner dieser 3 Patienten einen Rückfall zu CDI.

Diskussion

In dieser Fallserie mit hoch motivierten Patienten war die Stuhltransplantation sowohl gut verträglich als auch wirksam. Kein Patient benötigt eine weitere Behandlung und es gab keine Therapieversagen, obwohl 3 Patienten in der Posttransplantationsphase Antibiotika einnahmen.

Das war keine kontrollierte Studie.

Ein Einlauf mit fäkaler Transplantation (Stuhltransplantation) mit geringer Menge ist eine wirksame und sichere Option für Patienten mit chronisch rezidivierende Clostridium Difficile Infektion, die auf andere Therapien nicht ansprechen. Die Therapie hat sehr viel Potential. Weitere vor allem größer Studien sind definitiv gerechtfertigt.

Die Patienten
Patient Alter Geschlecht Grund-erkrankung im Krankenhaus Dauer der Symptome vor der ST Behandlungen Behandler Nachverfolgung nach ST Beziehung zum Spender
1 62 M Subarachnoidalblutung 18 Monate 1 Sohn 6 Monate Vater
2 38 W B-Zell-Lymphom 12 Monate 1 selbst 12 Monate Schwester
3 76 W Herzinsuffizienz, Parkinson-Krankheit 8 Monate 1 Tochter 14 Monate Mutter
4 30 M Lebertransplantation 19 Monate 1 Ehefrau 7 Monate Ehemann
5 72 W Pneumonie 8 Monate 1 selbst 10 Monate Großvater
6 87 M Pneumonie 23 Monate 1 selbst 7 Monate Vater
7 88 M Pneumonie, multiples Myelom 6 Monate 1 Sohn 4 Monate Vater

Video

http://www.daserste.de/information/wiss ... a-100.html

Wo?

Stuhltransplantation in Deutschland
•Berlin•Berlin-Zehlendorf: Krankenhaus Waldfriede
•DRK Kliniken in Berlin
•Charité Berlin
•Braunschweig•Klinikum Braunschweig
•Dresden•Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
•Erlangen
•Starnberg•Zentrum für Endoskopie Starnberg
•Frankfurt•Frankfurter Universitätsklinikum
•Freiburg
•Heidelberg•Josefskrankenhaus
•Hannover•Medizinischen Hochschule Hannover
•Jena•Universitätsklinikum Jena (Klinik für Innere Medizin IV (Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie)
•Köln•Uniklinik Köln (Kapseln)
•Leipzig
•München•Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München (Reizdarmsyndrom)
•Nürnberg
•NRW
•Regensburg
•Saalfeld•Thüringer Kliniken
•Starnberg•Zentrum für Endoskopie, Oßwaldstraße 1, (PoliCenter), 82319 Starnberg
•Tübingen•Uniklinikum Tübingen
•Trier•Abteilung für Innere Medizin I im Brüderkrankenhaus Trier
•Ulm•Zentrum für Innere Medizin, Klinik für Innere Medizin III, Sektion Infektiologie und Klinische Immunologie, Universitätsklinikum Ulm, Albert Einstein Allee 23, 89081 Ulm, Deutschland


Stuhltransplantation in Österreich
•Graz•Uniklinik für Innere Medizin in Graz
•Wien
•Innsbruck•Innsbrucker Uni-Klinik für Innere Medizin I


Stuhltransplantation in Schweiz
•Zürich•Universitätsspital Zürich (USZ)


Stuhltransplantation in Niederlande / Holland
•Amsterdam•Academic Medical Center der Universität Amsterdam



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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#378

Beitragvon Schorsch » 03.02.2017, 21:03

Hallo,

auch beim Thema Flox denke ich immer noch aktiv über eine Stuhltransplantation nach. Rein theroretisch könnten gewisse Bakterienkulturen ganze Stämme so geschädigt sein das diese auch mit Ursache der Stoffwechselschwäche sein können. Ubertrieben gesehen macht eine Stuhltransplantation ohnehin nach jeder Antibiose Sinn, denn auch durch Probiotika und Darmkuren können können immer nur spezielle Kulturstämme eingebracht werden. Da es aber ein riesen Kollektiv ist ist wohl eine Stuhltranplantation sinnvoll. gerade wen man mehrere AB Gaben hatte.

Die Deutsche Medizin indiziert hier leider erst ab CDI nach Rezidiv. Ich frage mich warum man nicht vorher seinen Darm wieder einen Rest gewährt um garnicht erst in solche CDI Fälle zukommen. Beim ersten Versuch werden die Idioten sicher wieder mit AB rumdoktorn. Alles zu Lasten des Gesamtsystems...

In NL und USA ist die Stuhltransplantation schon ziemlich gängig. Theoretisch muss es doch die perfekte Darmkur sein ?


Gruß Schorsch


http://www.st-elisabeth-hospital.de/Stu ... 722.0.html

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#379

Beitragvon Zwinge » 04.02.2017, 15:06

"Aber da Clostridien Sporenbildner sind, breiteten sich diese immer wieder aus, da die Gegenspieler (die „gute“ Darmflora) gar nicht mehr vorhanden waren." Vielleicht ist aber das Millieu im Darm auch oder überwiegend verantwortlich für die "Verschiebung" des Mikrobioms. Somit wäre die Wiederkehr der mit Antimykotikum behandelten Pilze auch erklärbar. Die Galle entleert in den Dünndarm. Galle steuert meines Wissens nach vor allem Säuren zur Fettspaltung bei, verschiebt also ins saure. Die Bauchspeicheldrüse entleert an genau die gleiche Stelle im Dünndarm, hat aber basisches Sekret. Ich weiß nicht ob der Mageninhalt verschieden sauer in den Dünndarm entleert wird. Vielleicht liegt ja auch bei diesen Organen eine Mitschuld am wiederkehren der "Pilze". Das die Beeinträchtigung der Leber/Galle/Bauchspeicheldrüse durch Antibiotika über das veränderte Millieu im Dünndarm für das geänderte Mikrobiom verantwortlich ist. Warum zum Teufel gibt es dazu keine Untersuchungen von unserer so tollen high- tech- Medizin? Grüsse Zwinge

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9255

Beitragvon Zipp » 15.01.2019, 19:36

Hallo,

das Thema Stuhltransplantation beschäftigt mich schon seit Jahren, da ich unter Morbus Crohn leide. Und nun nach Flox ist es wieder ein akutes Thema.

Leider ist bei mir das große Problem einen passenden Spender zu finden. Im direkten Familienumfeld kommt vermutlich keiner in Frage. Und dann muss man noch die passende Einrichtung finden.

In einem heise Artikel habe ich gelesen, dass die Uniklinik Köln den Vertrieb der besagten Kapseln plant. Ich habe drauf hin vor einigen Tagen eine Anfrage gestellt. Aber leider teilte man mir mit, dass aufgrund der Rechtslage kein Vertrieb möglich sei.

Und nun steht man wieder da... Dabei ist es eigentlich so einfach.

Gibt es hier im Forum Leute die mittlerweile eine Stuhltransplantation durchgeführt haben?

Grüße
Zipp

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9261

Beitragvon cf12 » 15.01.2019, 22:02

Hallo Zipp,

soweit es mir bekannt ist, bietet eine Klinik in Saalfeld/Thür. so eine Therepie an, aber nur bei bestimmten Krankheiten. Vielleicht hilft u.a. rechtsdrehende Milchsäure (L-Laktat) gegen einige Beschwerden?! Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9262

Beitragvon Zipp » 15.01.2019, 23:01

Hallo cf12,

das ist auch so ein Problem, dass die Stuhltransplantation meist nur in bestimmten Fällen durchgeführt wird. In meiner Nähe gibt es auch eine Klinik. Die machen das aber nur bei CDI. Und erst dann, wenn die konventionelle Therapie nicht mehr anschlägt.

RMS Tropfen kenne ich. Habe ich früher genommen und nehme ich jetzt auch wieder seit zwei Monaten. Früher hat es mir ein wenig geholfen. Momentan ist aber so viel durcheinander, dass ich noch nichts davon merke.

Grüße
Zipp

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9263

Beitragvon cf12 » 15.01.2019, 23:20

Hallo Zipp,

vielen Dank für die schnelle Antwort! Wieviele RMS Tropfen nimmst Du täglich ein, in welcher Konzentration und mit welchen Nahrungsmitteln/Getränken (gemischt)? Mein Bruder leidet unter einer anderen chronischen Darmentzündung sowie chronischer Borreliose. Mit einer Mt-Basistherapie (Mito-Mediziner) sowie dem Lyme Borreliose Protokoll nach Buhner ist die Schleimhaut ausgeheilt, aber die Entzündung flammt wieder auf, sobald er das hochdosierte Resveratrol (täglich 9 - 12 g Japanknöterich) reduziert. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9267

Beitragvon Zipp » 16.01.2019, 07:15

Hallo cf12,

danke für deine Antwort.

Die meisten Tropfen haben eine Konzentration von 21-25%. Ich nehme sie etwas höher dosiert als auf der Packung beschrieben. Momentan sind es 3x30 Tropfen in Wasser direkt vor den Mahlzeiten.

Früher habe ich es niedriger dosiert genommen. Allerdings war ich mit meinem MC in einem guten Zustand. Die letzte Darmspiegelung Anfang 2018 zeigte eine Vollremission. Ich hatte meist nur in stressigen und angespannten Situationen Probleme mit Schmerzen im rechten Unterbauch. Seit Flox ist aber wieder alles kaputt.

An Resveratrol traue ich mich nicht ran. Ich glaube ich habe hier im Forum gelesen, dass es sich auch negativ auf Sehnen auswirken kann.

Edit: Diesen Beitrag meine ich:
https://fluorchinolone-forum.de/viewtopic.php?f=35&t=481&p=2887#p2887

Grüße
Zipp

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9271

Beitragvon cf12 » 16.01.2019, 12:08

Hallo Zipp,

vielen Dank für die schnelle Antwort und ich werde wahrscheinlich niedrig dosiert beginnen. Bei meinem Bruder sind sämtliche Gelenkbeschwerden "verschwunden", aber das Lyme Borreliose Protokoll nach Buhner umfasst noch mehr hochdosierte Substanzen (z.B. Katzenkralle). Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9960

Beitragvon KleinerFisch » 15.02.2019, 13:12

Hallo zusammen,

ich finde das Thema Stuhltransplantationen spannend, hab einiges darüber gelesen und kenne auch jemanden der eine bekommen hat über Kapseln, allerdings aufgrund einer rezidivierenden Clostridium difficile Infektion. Über Bing bin auf diesen Forumeintrag gestoßen.
Ein Vertrieb von Kapseln ist nicht möglich, in Deutschland ist es für Therapeuten aber erlaubt zusammen mit einem Labor für Eigenherstellung, das in diesem Bereich arbeitet, die Kapseln zu produzieren. Es liegt in der Verantwortung des Therapeuten wann diese Behandlung angewendet wird. Die Labore bieten auch getestete Spender an.

Die Kapseln minimieren auch die unerwünschten Ereignisse (wie es genannt wird), die sonst aufgrund der Methode der Durchführung aufgetreten sind (Aspiration von Stuhlsuspension oder Durchstechen des Darms bei der Koloskopie und Austreten der Stuhlsuspension). Einen guten Überblick bietet da die Publikation "Adverse events of fecal Microbiota transplantation" von PLOS One.

Hier ein paar Publikationen zu FMT (fecal microbiota transplantation) und Morbus Crohn mit Zitaten:

Von Malikowski et al: fecal microbiota transplantation for gastrointestinal disorders
A review by Coleman and Rubin in 2014 [47] synthesized the results of all previously published observational studies and highlighted some encouraging results. Amongst the observation studies, of the 122 patients with IBD who underwent FMT, 45% achieved disease
remission. Subgroup analysis found that patients with Crohn’s disease were more likely to respond (61%) than patients with ulcerative colitis (22%).

Von Suskind D et al: Fecal Microbioal Transplant Effect on Clinical Outcomes and Fecal Microbiome in Active Crohn’s Disease. 2015 in Inflamm Bowel Dis erschienen
“Based upon PCDAI, 7/9 patients were in remission at 2 weeks, and 5/9 patients who did not receive additional medical therapy were in remission at week 6 and 12 weeks.”

Von Vaughn Bm et al: Increased Intestinal Microbial Diversity following Fecal Microbiota Transplant for Active Crohn’s Disease. 2016
“Fifty-eight percent demonstrated a clinical response following FMT. A significant increase in microbial diversity occurred after FMT. Patients who experienced a clinical response demonstrated a significant shift in fecal microbial composition towards their donor’s profile as assessed by the Bray-Curtis index at 4 weeks. An increase in regulatory T-cells (CD4+CD25+CD127lo) was also noted in recipients’ lamina propria following FMT. No serious adverse events were noted over the 26-week study period.”


Grüße an alle
KleinerFisch

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9963

Beitragvon Zipp » 15.02.2019, 13:54

Hallo KleinerFisch,

danke für deinen Beitrag.

Gibt es eine Liste von Therapeuten die die Kapsel-Therapie durchführen?

Bei mir wurde vor einigen Wochen eine Clostridien Infektion festgestellt und mit Vancomycin behandelt. Die letzten Stuhlproben waren zum Glück negativ. Aber es fühlt sich alles noch sehr schlecht an. Vermutlich weil mein Morbus Crohn noch mit reinspielt. Zudem besteht die Angst vor einem Rezidiv.

Ich habe mehrere Kliniken angeschrieben, aber überall teilte man mir mit, dass alle zugelassenen Medikamente probiert werden müssen, bevor es zu einer Stuhltransplantation kommen kann.

Nun stehe ich mit einem Arzt in Leipzig in Kontakt. Dieser würde bei mir - aufgrund meines MC - eine klassische Stuhltransplantation auch ohne Rezidiv durchführen. Ich muss aber erst noch eine Stuhlprobe untersuchen lassen. Habe heute die ersten Unterlagen weggeschickt.

Grüße
Zipp

KleinerFisch
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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9966

Beitragvon KleinerFisch » 15.02.2019, 15:26

Hallo Zipp,

das weiß ich jetzt leider nicht, ob es eine Liste gibt.
Vielleicht kannst du bei einem der beschriebenen Labore anfragen, ob die dir einen Therapeuten vermitteln können. Ich komm aus dem Raum Stuttgart, da ist zum Beispiel Anthemi, ist nicht um die Ecke von dir (falls du aus Leipzig kommst), aber vielleicht arbeiten die auch mit Therapeuten aus deiner Region zusammen. Auf einer Homepage einer Ärtzin aus Stuttgart hab ich es entdeckt.

Ich hab in Leipzig von der Praxis für integrale Medizin gelesen, dass die Stuhltransplantationen durchführen, aber nicht über Kapseln.
Wenn keine Toxine da sind kommst du bei Kliniken nicht weiter.

Ich drück dir die Daumen, dass die Dinger Ruhe geben, mit Crohn bist du ja schon genug gestraft. Finde ich gut, dass der Arzt erst mal eine Stuhluntersuchung macht. Eine Mikrobiomanalyse? Damit kann man wirklich schauen, was so los ist im Darm.

Viele Grüße
KleinerFisch

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#9967

Beitragvon Zipp » 15.02.2019, 15:43

Danke KleinerFisch!

Ja, eine Mikrobiomanalyse. Und es ist die von dir erwähnte Praxis für integrale Medizin.

Grüße
Zipp

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#13337

Beitragvon Zipp » 11.07.2019, 13:19

Hallo,

es sind nun einige Monate vergangen und ich möchte zu diesem Thema ein Update geben.

Ich hatte mit dem hier erwähnten Labor Kontakt und habe mir einen Therapeuten nennen lassen. Mit diesem stand ich in Kontakt und hatte auch einen persönlichen Termin. Bei diesem Termin stellte sich allerdings raus, dass der Therapeut zur Herstellung der Kapseln ins Labor fahren muss. Die entsprechenden Fahrtkosten und die Arbeitszeit hat er mir vorher nicht erwähnt, sodass die Kosten für mich zu hoch waren und ich die Stuhltransplantation via Kapseln verworfen habe und mich für eine Stuhltransplantation mittels Koloskopie in Leipzig entschied.

Die zuvor erstellte Mikrobiomanalyse wies eine starke Dysbiose auf. Pathogene Keime konnten nicht nachgewiesen werden. Zur Erinnerung: ich litt wenige Monate zuvor unter eine Clostridium-Difficile-Infektion, die mit Vancomycin erfolgreich behandelt wurde. Ich litt aber weiterhin unter täglich 2-4 Durchfällen. Der Darm war weiterhin sehr empfindlich. Auch hatte ich immer wieder mit meinen Morbus-Crohn-Schüben zu kämpfen.

Anfang Mai (vor ca. 2 Monaten) war der besagte Termin. Ich entschied mich gegen eine Narkose, da ich Angst vor möglichen Nebenwirkungen bzgl. Flox hatte. Die Durchführung dauerte ca. 15 Minuten und war erträglich.

Die ersten 1-2 Wochen tat sich nichts. Dann bekam ich nochmal einen kräftigen MC-Schub. Danach ging der Durchfall immer mehr zurück. Nach nun zwei Monaten habe ich täglich 1-2 mal festen Stuhlgang wie bei einem normalen Menschen und bin über das Ergebnis sehr froh. Dies hatte ich das letzte halbe Jahr mit keinem Probiotikum geschafft. Welchen Effekt das Ganze auf meinen Morbus Crohn hat, kann ich noch nicht sagen. Bisher hatte ich keinen weiteren Schub. Noch vertrage ich viele Lebensmittel nicht, allerdings ist die Empfindlichkeit schon um einiges zurückgegangen. Ich leide momentan unter einem Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür, durch das ich sowieso empfindlich auf einige Lebensmittel reagiere. Daher ist es an dieser Stelle schwierig eine klare Abgrenzung zwischen Darm und Geschwür zu treffen.

Nach ca. 6 Monaten werde ich eine erneute Mikrobiomanalyse durchführen lassen, um ein Vorher-/Nachher-Labor-Ergebnis zu haben. Ich werde dann beide Analysen hier zur Verfügung stellen. Aber auch ohne diese Analyse war es für mich schon ein Erfolg.

Für alle die hier auch ggf. über Google reinkommen: Für die Stuhltransplantation ist keine Clostridien-Infektion erforderlich. Viele Kliniken führen diese nur bei mehrfachem CDI-Rezidiv durch. Das ist hier nicht der Fall. Welche Voraussetzungen genau erfüllt sein müssen, sollte mit dem Zentrum für Integrale Medizin in Leipzig besprochen werden.

Grüße
Zipp

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#13367

Beitragvon Schorsch » 11.07.2019, 19:05

Hallo Zipp,

danke für diesen Bericht. Etwas verwirrend ist deine Angabe, ob CDI nun erforderlich ist oder nicht ?
Kann ich auch ohne rezidiverende CDI und ohne CDI behandelt werden ? Klar wird individuell abgeklärt werden müssen aber besteht die Chance oder muss CDI sein. Gerade Reizdarmpatienten mit Dysbiose würden das oft gerne auch therapeutisch probieren.

Was kannst du zu den Kosten sagen. Was kostet das ? Was hätte anstelle die Verkapselung gekostet.

Danke für die Rückmeldung.

LG Schorsch

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Re: Heilung chronischer Krankheiten durch Stuhltransplantation

#13370

Beitragvon Zipp » 12.07.2019, 10:24

Hallo Schorsch,

nein, es ist keine CDI erforderlich. Mein Vater hat Colitis Ulcerosa und lässt dort ebenfalls eine Stuhltransplantation durchführen.

Ob Reizdarm ausreicht, weiß ich nicht. Das sollte persönlich geklärt werden. Ich denke aber schon.

Weitere Informationen gibt es auch auf dieser Seite der Praxis.

Ich habe mit Mikrobiomanalyse rund 1300€ bezahlt.
Bei den Kapseln waren es über 1000€ mehr. Die Kosten variieren aber sicherlich vom Wohnort des Therapeuten. Meiner hatte einen langen Anfahrtsweg zum Labor. Dadurch sind die Kosten gestiegen. Ärgerlich war nur, dass er mir die zusätzlichen Kosten nicht vorher erwähnt hat. Das hätte mir schon im Vorfeld eine Anreise und die Kosten für das Vorgespräch erspart.

Grüße
Zipp


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