SportlerInnen besonders betroffen?

Rosanna Garten
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SportlerInnen besonders betroffen?

#6427

Beitragvon Rosanna Garten » 25.07.2018, 13:26

Hey,

heute habe ich erfahren, dass wohl, neben den im Beipackzettel von Levofloxacin genannten Risikogruppen (z. B. Menschen > 60 Jahre), insbesondere SportlerInnen bzw. Sport treibende Menschen besonders häufig von massiven (tw. irreversiblen!!!) Nebenwirkungen der FCs betroffen sind. Das wäre nun eine mögliche Erklärung dafür, warum es mich so krass erwischt hat.
Wie schauts denn hier im Forum aus?
Könnt ihr das bestätigen?
Sind denn hier entsprechend viele begeisterte HobbysportlerInnen (NICHT EXTREMsportlerInnen!) unterwegs, die sehr lange mit schwerwiegenden Problemen insbesondere im Bereich der Sehnen, Gelenke und Muskeln zu kämpfen haben/hatten (also mit Gangstörungen bis hin zu Gehunfähigkeit) und die zusätzlich auch noch besonders von den Polyneuropathien (alle Extremitäten: Füße, Beine bis Hüfte und Hände, Arme bis Schultern) und der Chronischen Müdigkeit (Fatigue Syndrom) betroffen sind?

Let´s rock it :P

Rosanna (Garten)



Levoflox26
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6428

Beitragvon Levoflox26 » 25.07.2018, 14:54

Hi Rosanna,
ich habe mich immer sehr gerne bewegt, im Wald beim Walken, lange Spaziergänge mit meinem Mann am WE. Ansonsten beschränkten sich meine sportl. Tätigkeiten auf Muskelaufbau, um meine berufsbedingten Fehlbelastungen auszugleichen. Allerdings hatte ich als Landschaftgärtnerin über Jahrzehnte ja quasi auch "Sport", wenn man es so sieht. ;)
Ich habe die angesprochenen Symptome alle, einschließlich zunehmendem Knorpelverschleiß, Neuropathien. Und ich hab nach wie vor im Kopf, meine Muskulatur stärken zu müssen, damit die wenigstens halbwegs meine Wirbelsäule stabilisiert und meine Kniegelenke zusammen hält.
Ob man von Sport Rückschlüsse auf die Levoschäden ziehen kann? Hm, weiß nicht.
Wie kommst du denn darauf?
lg

Karlken
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6432

Beitragvon Karlken » 25.07.2018, 15:22

Hallo Rosanna Garten

Bin zwar heute erst den 83ten Tag gefloxt antworte aber trotzdem. Mit meinen 59 Jahren gehöre ich haarscharf noch nicht zu der Risikogruppe der über 60jährigen. Was allerdings den Sport angeht war ich mein Leben lang immer aktiv. 15 Jahre davon im Leistungssport bis 2004. Ab da habe ich, nicht immer regelmäßig, zuhause weiter trainiert um einfach in Form zu bleiben.
Seit knapp 2 Jahren praeflox war ich dann wieder im Fitness-Studio mit 3 Trainingstagen / Woche a ca. 2,5h aktiv.
Deine Annahme das Sportler ggf. auch eine Risikogruppe darstellen ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Beim Lesen der Geschichten kann man durchaus den Eindruck gewinnen das überwiegend körperlich aktive Leute betroffen sind. Wurde, so glaube ich , hier im Forum auch schon thematisiert.
Die von dir aufgeführten NW finde ich alle, ausgenommen die chronische Müdigkeit, bei mir ebenfalls wieder.

Ich hoffe das es uns allen möglichst bald wieder besser geht!

Wünsche euch allen einen angenehmen Tag
Gruß Karlken

Rosanna Garten
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6433

Beitragvon Rosanna Garten » 25.07.2018, 15:50

Hi,
Levoflox26 hat geschrieben:Ob man von Sport Rückschlüsse auf die Levoschäden ziehen kann? Hm, weiß nicht.
Wie kommst du denn darauf?


Ich komme drauf, weil ich eine neue Ärztin habe, die einen Zusammenhang zwischen den Nebenwirkungen und dem Stoffwechsel von SportlerInnen sieht. Ihr zufolge haben SportlerInnen (aufgrund ihres veränderten Stoffwechsels) ein höheres Risiko an Nebenwirkungen durch Fluorchinolone zu erkranken, als Menschen, die keinen Sport treiben.
Für mich ist diese Aussage deshalb interessant, weil ich mich zu Beginn sehr oft gefragt hatte, warum es "ausgerechnet mich so schlimm erwischt" hat, andere (mal abgesehen von all den Menschen, die sich hier im Forum tummeln ;)) jedoch von den Nebenwirkungen verschont bleiben.
Zumindest wäre der Zusammenhang, den die Ärztin herstellt eine (von vermutlich vielen) möglichen Erklärungen.

LG
Rosanna (Garten)

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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6434

Beitragvon Krabiwi » 25.07.2018, 17:17

Hallo,

Sportler haben einen höheren Mineralstoffbedarf (insbesondere Magnesium) als Nicht-Sportler, weswegen Sportler daher auch häufiger unter Mineralmangel leiden und somit anfälliger sind wenn die FC-Moleküle ihnen die letzten Reserven aus den Zellen und Mitochondrien ziehen, der Metabolismus zusammen bricht, oxidativer Stress entsteht und somit die Flox-Symptome entstehen.

Ich bin z.B. kein Sportler, praktizierte nur leichtes Krafttraining, aber keinen Ausdauersport, trotzdem hat es mich erwischt, da ich mir sicher bin dass ich wegen Protonenpumpenhemmern und generell sehr schlechter Ernährung einen Mineralmangel hatte.

Was mich interessieren würde ist, ob es jemals jemanden erwischt hat der vor Flox regelmäßig Magnesiumpräparate zu sich nahm.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Maximus
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6435

Beitragvon Maximus » 25.07.2018, 17:38

Hallo Zusammen,

um die tatsächliche toxische Schwellendosis zu ermitteln, bräuchte man reichlich Daten :

FC Tagesdosis ( z.B. 500 mg Cipro ) : kg Körpergewicht = bei mir 6.66666666667 mg/kg

Ich denke mal die Meisten von uns hatten vergleichbare mg/kg oder sogar mehr und das ist einfach zu viel für den
menschlichen Organismus, Sport hin oder her.

LG
Maximus
Zuletzt geändert von Maximus am 25.07.2018, 21:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6436

Beitragvon divine » 25.07.2018, 20:29

ja auch ich habe alle Symptome - ausser die Müdigkeit - und bin starke Sportlerin und habe vier Monate zuvor ein Kind bekommen und gestillt. Meine Reserven waren also wirklich dahin. Dann noch 1000 mg am Tag bei einem Fliegengewicht von 53 kg.
Und dann trotz Schmerzen zu spät gestoppt weil ich den Zusammenhang nicht erkannt hatte und bei Sehnenschmsrzen tagelang zusätzlich gedehnt habe - also noch mehr Schaden zugefügt habe.

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Schorsch
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6470

Beitragvon Schorsch » 26.07.2018, 20:59

Hallo Rosanna,

also ich war top trainiert und extremst belastbar zuvor. Fitnessstudio, Hausbau, Oltimer restaurieren und die Vaterrolle...
Ich hatte kurz vor Flox extremst Streß. Gehe von einem unterirdischen Magnesiumspiegel zum Einnahmezeitpunkt aus, weshalb die NW heute noch 3 Jahre später meine Leben ruinieren. Insbesondere Muskel und Sehnen hauptsächlich A-Sehnen und Wadenmuskel sind mein Problem. Aber auch Knie und LWS. Körperlich schlägt mich heute mein Vater mit 64 Jahren bei allem was es gibt. Das schlimmst ist die eingeschränkte Geh- / Stehfähigkeit. Einiges ist besser aber lange nix wie früher, trotz Ernährung und stetiger Mitotherapie. Dennoch habe ich von den anfänglichen Symptomen viel weg bekommen. Das bringt also alles spürbar was.

Ich weiß das ich kurz nach Flox einen Vit-D test gemacht habe und dieser Wert ganz schlecht war. Daher weiß ich somit das Magnesium auch sehr bescheiden gewesen sein muss. Gesunde Ernährung und Aklholverzicht naja, ich hatte früher immer alles unter Kontrolle aber mir nie Gedanken gemacht, gelesen und gehandelt so wie heute ;-) Vom Punkrocker zum Ökonerd...

Würde mich auch unbedingt interessieren, ob es auch jemanden gibt der trotz Einnahme von Magnesiumpräparaten Nebenwirkungen erfahren hat ?

Gruß Schorsch

Cypho
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6471

Beitragvon Cypho » 27.07.2018, 13:16

Hallo Rosanna Garten,

denke schon das viel Sport vor der Einnahme von Levo anfälliger macht. Ich war vor der Einnahme von Levo jeden Tag 10 km Inline-Skaten (Eine Runde 10 km um den Gräbendorfer See in 28 bis 31 Minuten).
Heute genau 12 Monate nach der Einnahme bin ich ein Wrack. Die Strecken die ich laufen kann, werden monatlich kürzer. Gestern ca. 75 Meter zum See und zurück gelaufen. Heute verursacht die beiderseitige Achillodynie solch massive Schmerzen, das ich darüber nachdenke das Pregabalin vom Orthopäden zu schlucken. Ich habe jetzt auch Polyneuropathien an beiden Händen und Füssen. Hat sich jetzt 10 bis 12 Monate postflox ausgebildet. Habe vor einem Jahr nicht annähernd gewußt, was Levo für enorme Schäden an den Sehnen und Nerven anrichten kann.
Mein Leben ist zu einem Alptraum geworden.

Grüße Cypho

Idgie
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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6472

Beitragvon Idgie » 27.07.2018, 14:20

Ich war mein Leben lang sehr sportlich. In den 2 Jahren vor Flox habe ich auch wieder mehr trainiert, weil ich ein Kniegelenk bekommen habe und Reha und IRENA-Programm mit 3x Training pro Woche gemacht habe.
Direkt vor Flox hatte ich eine Virusinfektion mit 5 Tagen 40 Fieber und richtig krank. Also Stress, Abwehrsystem geschwächt.
Trotzdem hat es bei mir mehr das Nervensystem erwischt, nicht so sehr die Gelenke und Sehnen.

LG Idgie

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Re: SportlerInnen besonders betroffen?

#6473

Beitragvon Levoflox26 » 27.07.2018, 14:24

Würde mich auch unbedingt interessieren, ob es auch jemanden gibt der trotz Einnahme von Magnesiumpräparaten Nebenwirkungen erfahren hat ?


War gestern beim Hausarzt und für ihn ist es nach wie vor ein Rätsel, warum ich Levo 2015 vertragen hab und die letzten beiden Einnahmen nicht. Laut meines Arztes habe ich im April 2015 Levo bekommen 10x500mg. Das wusste ich gar nicht mehr, konnte mich nur an noch frühere Einnahmen erinnern. Aber es stimmt, das war kurz vor meiner Knie OP und da hatte ich einen Abszess am Oberschenkel. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits mehr als ein Jahr zu Hause, ich konnte auf Grund der Knieprobleme kaum noch laufen, war viel in der Wohnung. Deshalb hatte ich im Februar meinen Vit D Spiegel checken lassen, der lag bei 12 und so habe ich Vit D Tabletten 20 000iE verschrieben bekommen, mit der Aufforderung dazu ebenfalls Magnesium, Calcium und Vit K zu nehmen.
Das habe ich auch gemacht. Kurz vor der Knie OP habe ich damit aufgehört. Ich weiß nicht, ob ich zur AB Einnahme noch Mg genommen habe, das hat sich alles mit der OP überschnitten, aber auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass ich keinen Mangel hatte.
Ich vermute, dass ich bei den Einnahmen davor schon Symptome hatte, Tinnitus, Schwindel, Extrasystolen, Ängste, dass ich eine schlimme Krankheit haben könnte. Ich war sogar in einer psychosomatischen Tagesklinik. Wurde aber immer auf die Hormonumstellung geschoben. Aber, das ging alles mit der Zeit wieder weg, bis auf den Tinnitus. Und es wurde durch die Levo Einnahme 2015 auch nicht wieder schlimmer. Könnte bedeuten, dass es an einem guten Mg Spiegel lag. Ist aber nur eine Vermutung, getestet wurde das nie.


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