Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

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Krabiwi
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Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6741

Beitragvon Krabiwi » 15.08.2018, 13:48

Diesen Thread ist dem Thema Hoffnung gewidmet, denn diese kommt insbesondere im deutschsprachigen Raum leider noch viel zu kurz.

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Was mich selbst sehr überrascht hat ist, dass es überhaupt so viele Skeptiker, Zweifler und Miesepeter gibt obwohl das Netz voll mit positiven Erfahrungsberichten bei konsequenter Mitochondrien-Therapie mit Low Carb Ernährung und solider Orthomolekularmedizin ist.

Die Therapie-Skeptiker lehnen Vitamine und Mineralien ab und gehen sogar soweit diese als "Blödsinn" und "gefährlich" zu bezeichnen. Das ist eine verantwortungslose Haltung welche gerade akut Gefloxte verunsichern kann so dass diese sich ihrem Schicksal ergeben und am Ende mit ihrer Gesundheit bezahlen.


Ziel dieses Threads ist es nun konkrete Berichte zu sammeln welche den mitochondrialen Therapieansatz über low carb Ernährung sowie Ergänzung von lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie Aminosäuren empirisch untermauern. Die folgende Sammlung ist unvollständig da ich bei weitem nicht alle Berichte studiert habe und es auch nicht mehr tun werde, da sich meine Prioritäten bei fortschreitender Genesung verschieben.

Eins vorweg um Missinterpretationen zu vermeiden, 100% Heilung ist in vielen Fällen ausgeschlossen, oft bleiben selbst bei günstigen Verläufen sporadische Neuropathien übrig, eine verminderte Kondition ist ebenfalls häufig, was insbesondere sportlich aktive spüren, ganz zu schweigen von einer unterschwelligen Mitochondriopathie die sich bei ungesundem Lebensstil selbst nach Jahren wieder verstärken und Schübe sowie Rückfälle verursachen kann. Es geht hier also nicht um 100% Heilung und Heilsversprechen sondern um möglichst zügige und soweit wie individuell´mögliche Genesung sowie Vermeidung von Schüben und Rückfällen. Auch sei hier nochmal extra erwähnt, dass wenn quasi über Nacht schwerste Organschäden auftreten oder chronische Vorbelastungen vorhanden sind, alle Therapieansätze nur bedingt gelten, das sollte logisch sein. Fakt ist, dass sich Schäden wegen dem oxidativen Stress der sekundären Mitochondriopathie noch über 1-2 Jahre hochschaukeln können, daher ist es wichtig therapeutisch anzusetzen um diese oxidativen Schäden zu verhindern. Low Carb Ernährung und NEM sind vom Prinzip her antioxidative Therapie.

Richtwerte gibt auch der Floxreport, welcher die Genesungsverläufe von 42 Floxfällen statistisch aufbereitete und systematisch in 33 leicht und mittlere sowie 9 schwere Fälle anhand der Symptomatik einordnete. Selbst bei mittleren Fällen sind oft chronische, jedoch lediglich leichte und sporadische Symptome zu erwarten.



Wir beginnen mit dem Forum, da sich hier die positiven Berichte mit solider Ernährungs- und NEM-Strategie immer mehr häufen. Man kann die ganze Diskussion auf einen Satz reduzieren: "Wer heilt hat recht" und die konsequente Therapie (Low Carb, Fasten, Orthomolekularmedizin, Vermeidung von Umweltgiften) hilft mir und bereits anderen mit signifikanten Besserungen, teilweise innerhalb von wenigen Monaten:



Der Biochemiker Gerald hatte 30 Tagesdosen FCs als die Toxizität durchschlug, lebensbedrohliche Vergiftung mit 39 Nebenwirkungen, Notaufnahme, alle Gliedmaßen geschwollen, 30 kg Gewichtsverlust, definitiv einer der schwersten Fälle im Forum. Mit einer äußerst soliden und umfangreichen NEM-Strategie kämpfte er sich innerhalb von 2 Jahren wieder zurück ins Leben, Beschwerden liegen noch in den Füßen vor:

viewtopic.php?f=36&t=467


Idgie macht ebenfalls mit einer soliden NEM-Strategie sowie low carb Ernährung und Intervallasten massive Fortschritte:

viewtopic.php?f=36&t=841


Floxie begann 8 Monate post flox eine solide NEM-Strategie, welche sie wieder auf die Füße brachte, nach Absetzen der NEM erfolgte ein Rückfall, nach erneuter Aufnahme der NEM sowie Betreuung durch einen mitochondrialen Arzt macht sie wieder massive Fortschritte und ist nach eigenen Angaben bei 90% Genesung:

viewtopic.php?f=36&t=560



Eine solide orthomolekulare Therapie mit Laboruntersuchungen, offensichtlich nach einem Jahr aus dem gröbsten Draußen:

viewtopic.php?f=36&t=459



Robmuc im Mai 2015 gefloxt, anschließend Symptome und 3 Jahre Augenschmerzen. Er wusste nicht dass er gefloxt wurde, im Januar 2018 dann Reflox mit Floxal Augentropfen und massiver Verschlechterung der Symptome. Etwa ab Februar Vitamincocktail + Glutathion-Therapie i.V., war nach 12 Infusionen aus dem gröbsten draußen und nach eigenen Angaben wieder bei 70% und arbeitsfähig, seitdem hört man nichts mehr von ihm:

viewtopic.php?f=36&t=709




Selbst User Koriander der eigentlich eine Spitze gegen NEM bringen wollte bestätigt einen positiven Effekt der NEM, 6 Monate sind eine sehr gute Zeit in Flox-Maßstäben, nur hatten er und seine Heilpraktikerin zu seinem Unglück Borrelien sowie die Darmsanierung übersehen, dafür können die NEM natürlich nichts:

"Hier im Anhang siehst meine Therapie aus dem Jahre 2004 da habt Ihr alle noch in der lauen Sommernacht dem Mond zugeschaut.
Übrigens die Dosis war das 8-fache Menge der von DGE empfohlene täglichen Nahrungszufuhr in allem.

Damals nach 6 Monaten war der Spuck durch - doch weder ich noch meine HP-Therapeutin wußten, dass ich einen total geschädigten Darm mit Antibiotika-Resistenz ohne schützende Darmschleimwand habe aus einer Tennisarm-Op 2000 und sich hier folgend der AB-Anwendung Keime - wie auch Borrelien breit macht haben."

viewtopic.php?f=38


Hier sei angemerkt, dass eine ketogene Ernährung schädlichen Bakterien sowie Candida ihre Nahrungsgrundlage entzieht, denn diese Organismen benötigen zur Vermehrung einfache Kohlenhydrate, insbesondere Zucker. Fettsäuren können diese nicht verarbeiten da diese über einen komplexen Stoffwechsel umgewandelt werden müssen, deswegen schimmelt Brot sehr leicht, Öl mit über 90% Fettanteil dagegen nicht, um es laienhaft auszudrücken.


Nichtzuletzt meine eigene Geschichte, die ich bestmöglich dokumentiere. Gefloxt Anfang März 2018. Direkt mit Mg und Zink supplementiert weitere 7 Tage Zerfall bis zur Ergänzung von Protein Whey. Konnte nicht mehr stehen und hatte neben Schwäche weitere Symptome die täglich zunahmen, 3 Wochen nur auf Bürostuhl fortbewegt, seit Mitte März ketogen, ab April Glutathion und Ozontherapie für 6 Wochen. 14 kg Gewichtsverlust. Ab Juni wieder auf den Beinen im häuslichen Bereich und beruflich im Homeoffice tätig, stetige Besserung mit abgeschwächtem Schub Ende Juni:

viewtopic.php?f=36&t=722


Dies sind nur die aktuellen Fälle welche mir bekannt sind, ich habe bei weitem nicht alle Geschichten gelesen.





Erwähnenswert ist ebenfalls der Fall von Alex der seinen Fall auf https://ciprohilfe.wordpress.com/ dokumentierte.

Ebenfalls Glutathiontherapie i.V. über mehrere Monate, dazu Magnesium sehr hochdosiert über 800 mg. Größtenteils draußen ab Monat 7 für 2 Monate, dann aber Rückfall für weitere 5 Monate.


Vieles was die Amerikaner auf Floxiehope praktizieren und über die Jahre durch umfangreiche Selbstests nahezu perfektioniert haben fällt ebenfalls in die Kategorie mitochondriale Therapie mittels low carb und Orthomolekularmedizin. Das Pendant zu Dr. Kuklinski heißt dort Terry Wahls.

Auf Floxiehope gibt es mittlerweile über 90 Berichte mit soliden Genesungsverläufen, die meisten umfassen eine mehr oder weniger solide NEM- bzw. i.V. Therapie mit low carb Ernährung.


Sehr schönes Beispiel mit konsequenter Selbsttherapie sowie solider NEM-Strategie von Ruth, nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen:

https://floxiehope.com/ruths-story-cipro-toxicity/

Dazu ein brillantes Zitat, dass ich niemandem vorenthalten möchte:



"Well, here is the reality my friends. Every single one of us who have been floxed are now part of a medical research study. Even if you opt out of trying anything suggested on floxiehope, you are still part of this clinical research, because you are testing if time alone can heal us. Everything we do or do not do, every symptom we experience, every theory we put together as to what happened to us based on that experience is part of this new body of medical research into how we get floxed and whether floxed bodies can heal.
To tell other floxies to shut up because their theories do not agree with your own is to limit and taint this medical study. We should not stop this study because it is about the only research going on into what causes floxing and what will help us. The medical community is not doing it. They don’t even believe in FQAD and even if they do, where will they get the money to study floxing? From the drug companies? We are it. What we try or do not try and every time we describe what happened to us we contribute. Someday somebody is going to look at the research we collected and it might just lead to a cure. This makes site like floxiehope invaluable."

"Nun hier ist die Realität meine Freunde. Jeder einzelne Gefloxte ist Teil einer medizinischen Forschungsstudie. Selbst wenn du dich dagegen entscheidest irgendeinen vorgeschlagenen Ansatz auf Floxiehope auszuprobieren, bist du immer noch ein Teil dieser klinischen Studie, weil du testest ob Zeit alleine deinen gefloxten Körper heilen kann.
Anderen Gefloxten zu erzählen ruhig zu sein, weil du mit deren Theorien nicht einverstanden bist limitiert diese Studie lediglich. Wir sollten diese Studie nicht stoppen, weil es die einzige Studie ist die aktuell durchgeführt wird um zu sehen was die Symptome verursacht und was einem helfen kann. Das Gesundheitswesen unternimmt nichts. Die meisten Ärzte glauben nicht einmal an die FC induzierten Schäden und selbst wenn sie es täten, wer würde die Finanzierung für Flox-Studien bereitstellen? Die Pharmakonzerne? Wir sind es. Was wir probieren oder nicht probieren, jedesmal wenn jemand beschreibt was passierte, leistet er einen Beitrag. Eines Tages wird irgendjemand auf unsere gesammelte Forschung schauen und dies zu einer Therapie führen. Deswegen sind Seiten wie Floxiehope von unschätzbarem Wert. "

Prinzipiell trifft jeder Gefloxte eine Grundsatzentscheidung, entweder er testet das was anderen half oder er testet ob sein Körper alleine ohne NEM damit fertig wird. Die Verantwortung für die Folgen dieser Grundsatzentscheidung muss jeder am Ende selbst tragen. Wenn er sich durch Nichtstun chronisch verkrüppelt genauso wie wenn er sich mit Überdosen von Magnesium, EIsen und Zink die Nieren zerstört. Eigenverantwortung ist eine ganz schwere Sache um die man als Gefloxter aber nicht (mehr) herumkommt. Natürlich ist es ggü. sich selbst am bequemsten sich einzubilden man könne gar nichts tun, denn dann wäre man aus der Eigenverantwortung draußen. Hier sei aber abermals erwähnt, dass NEM keine Allheilmittel sind und es definitiv starke Anfangsschäden gibt.

Umso mehr polarisieren natürlich die Arbeiten von Michalak, Pieper, Kuklinski sowie meine Beiträge die größtenteils auf deren Arbeiten basieren.


Weitere Beispiele auf Floxiehope für solide NEM-Strategien:

https://floxiehope.com/fluoroquinolone- ... y-stories/


Angefangen mit der Betreiberin Lisa:
https://floxiehope.com/lisas-recovery-s ... -toxicity/



Bill, Low Carb, NEM und Ozontherapie, nach 4 Monaten aus dem gröbsten draußen, jedoch über 3 Jahre noch kurze Schubphasen in abnehmender Intensität:
https://floxiehope.com/bills-recovery-s ... e-effects/



Suzan, wusste jahrelang nicht was mit ihr los ist, nach 8 Jahren chronischer Probleme entdeckte sie, dass Aminosäuren ihr halfen:

https://floxiehope.com/susans-story/

Man kann nun rätseln welche Aminosäuren exakt, ich würde auf die Bausteine des Glutathion Methionin und Cystein tippen. Eventuell noch Tryptophan. So einfach kann es manchmal sein, aber natürlich nicht immer. Man muss eben alles durchprobieren.


Nick, NEM, low carb, Glutathion i.V. löste seinen Brainfog auf, nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen, betreibt wieder Bodybuilding:
https://floxiehope.com/nicks-story-recovery-from-cipro/



Tom, radikal no carb, NEM, nach einigen Monaten draußen, andere medizinische Probleme sind unter seiner Radikalkur ebenfalls abgeheilt, leider wenig Details, bestätigt aber praktisch die heilende Wirkung der ketogenen Ernährung:

https://floxiehope.com/toms-story/



Ryan, NEM, Ozon
https://floxiehope.com/ryans-story-cipr ... -recovery/



Tamara, Ernährung, NEM und Glutathion i.V., sie bezeichnet GSH als ihre "Magic Bullet", nach 4 Monaten draußen, bekam postflox ein gesundes Kind:
https://floxiehope.com/tamaras-story-cipro-toxicity/


Daniel, 42 x 1000mg Cipro, low carb, NEM, Meditation, erste Besserung nach 10 Wochen, nach einem Jahr draußen:

https://floxiehope.com/daniel-ls-recovery-story-2/


Die Autorin Amy hat prinzipiell ebenfalls mitochondriale Therapie betrieben, äußerst solide und umfangreich von Ernährung bis NEM, war nach 8 Monaten aus dem gröbsten draußen:

https://amyknichols.wordpress.com/2016/ ... ught-back/





Die o.g. Verläufe werden von diesem klinischen Fachartikel untermauert in der eine mehrfach und chronisch gefloxten Frau mit Vitaminen und Antioxidantien behandelt wurde. Gut dokumentierter Fall, ihr ging es nach 14 Tagen Moxifloxacin nach 3 Jahren ohne dass sie wusste was los war und somit auch ohne Therapie besser, bekam dann aber anschließend eine Ladung Cipro oben drauf die ihr den Rest gab, erholte sich dann aber nach einer IV-Therapie mit Vitaminen und Glutathion über Monate langsam aber auch merklich wieder. Außerdem wird hier auf den Einfluss von genetischen Dispositionen im Bereich der Entgiftungsenzyme hingewiesen:

"This test revealed a genetic polymorphism in the cytochrome P-450 pathway, as well as genetic variations in the catechol-o-methyl transferase enzyme, the Nacetyl transferase enzyme, and the glutathione-s-transferase enzyme necessary for glutathione conjugation and phase II detoxification. "


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23991888





Auffällig an den Berichten ist, dass disziplinierte und zügig begonnene low carb Ernährung mit Vermeidung von Umweltgiften sowie solide orthomolekulare Medizin die meisten Geschädigten offensichtlich nach 6-12 Monaten aus dem gröbsten rausbringen.

Das ist bzgl. Floxtoxizität wo man laut Floxreport selbst bei mittleren Vergiftungen mit bis zu 2 Jahren rechnen muss eine gute Prognose.




Die Rede ist außerdem von SOLIDEN NEM-Strategien, dieses "kleckern" was einige betreiben, "ich probiere heut mal etwas Magnesium und morgen ein bisschen B12 und schau ob es hilft" bringt gar nichts, denn es handelt sich hier nicht um Medikamente die innerhalb von 30 Minuten Wirkung zeigen sondern bestenfalls nach Wochen oder Monaten. Ganz zu schweigen von den wellenförmigen Symptomverläufe die eine Einschätzung ob etwas speziell hilft unmöglich machen. Also entweder man lässt sich alle Werte vom Labor prüfen und behandelt gezielt oder man haut drauf und verlässt sich auf die Regulationsfähigkeit des Körper bei gesunden Nieren. Die eine Hälfte hilft die andere Hälfte bringt womöglich nichts, am Ende zählt das Gesamtergebnis.





Eine gescheiterte NEM-Therapie und Rückfälle liegt nach bisherigen Erkenntnissen an den folgenden Faktoren:


- schwerste vom Körper nicht mehr zu heilende Anfangsschäden
- hohes Alter und somit eingeschränkte Selbstheilungskräfte
- das o.g. genannte zögerliche kleckern, hier und da, aber nichts wirklich richtig
- die Einnahme von NEM ohne die Ernährung auf low carb und Zuckerverzicht umzustellen
- ein Reflox über Nahrung und Medikamente, insbesondere Zuchtfisch und Schrimps, aber auch Huhn etc
- ein zu später Beginn der Therapie, sprich erst nach mehreren Monaten oder gar Jahren, hier haben sich Stoffwechselstörungen und Organschäden bereits manifestiert die der Körper nicht mehr heilen kann
- nach der Genesung eine Rückkehr zu alten und ungesunden Gewohnheiten sowie körperliche Überlastung
- chronische und individuelle Vorerkrankungen

Man müsste sich jedoch die einzelnen Fälle im Detail anschauen um Fehler zu finden. Ich bitte darum konkrete Fälle zu verlinken, bei denen eine solide Ernährungsumstellung, Vermeidung von Umweltgiften sowie NEM nichts brachte. Da das Forum im Visier von Trollen von FB-Echokammern ist, die sich offensichtlich durch die therapeutische Genesung anderer provoziert fühlt, können lediglich Berichte akzeptierte werden die bereits seit min. 3 Monaten öffentlich einsehbar sind um erfundene Geschichten zu vermeiden.



Ein gutes Beispiel wie hoch B-Vitamine therapeutisch dosiert werden können, Benfotiamin ist ein Vitamin B1 Derivat, das etwa 5x stärker resorbiert wird, sprich 300mg Benfotiamin entsprechen somit einer Dosis von 1500 mg B1, die empfohlene Tagesdosis für B1 liegt bei rund 1mg:


viewtopic.php?f=56&t=903


Wer die seiner Meinung nach gefährlichen Vitamine und Aminosäuren meiden möchte, dürfte theoretisch gar nichts mehr essen, denn diese Stoffe sind in der Nahrung enthalten. Alle menschlichen Zellen sowie deren DNA-Stränge bestehen z.B. aus Aminosäuren. Viele Vitamine und Metalle sind Kofaktoren der mitochondrialen Atmungskette. So einfach ist das, denn NEM sind keine Frage von "was" sondern lediglich eine Frage von "wie viel", sprich der Dosierung von Vitalstoffen die wir ohnehin aufnehmen und die der Körper zum Leben benötigt.


Was in der heutigen Nahrung dank Monsanto Massenware noch an Vitalstoffen drinsteckt ist eine Blackbox, hat der perfekte rote Apfel noch das an Vitaminen was ein Bio-Apfel aus dem Garten ursprünglich hatte? Man weiß es nicht und es darf bezweifelt werden und man geht somit ein Risiko der Mangelernährung ein.

Bei einem Vitamin- und Mineralkomplex dagegen weiß man exakt welche Dosierung man gerade aufnimmt. Die Kenntnis der Dosierung ist ein wichtiger Sicherheitsfaktor bei Therapien.

In diesem Sinne allen eine gute Genesung sowie ein starker Wille.


Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6752

Beitragvon Floxi » 15.08.2018, 16:48

Danke für die tolle Zusammenfassung. Genau die positiven Berichten fehlten mir im deutschsprachigen Raum auch. Habe anfangs den gesamten Blog von Ciprohilfe verschlungen und darauf basierend Hoffnung für eine Genesung gehabt. Floxiehope bietet mir noch heute enorme Stütze, vorallem die Beiträge von Ruth (die übrigens auch auf Nachfragen zügig antwortet).

Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox.

Wahrscheinlich führt die NEM Strategie und die allgemeine Lebensumstellung auch zu einer Genesung von präflox existierenden Erkrankungen.

Als kleines Beispiel kann ich meine Vorgeschichte nennen:
Präflox benötigte ich aufgrund einer latenten hypothyreose (kein Hashimoto) L Thyroxin 100 (mikrogr). Meine Blutwerte präflox waren sogar so, dass ich auf ca LT 112,5 hätte steigern können.
Heute benötige ich dank der NEM Strategie LT 75.
Die Schilddrüse ist sehr stark von guter Nährstoffversorgung abhängig. Insbesondere Selen, Jod, Vit D und Eisen. Als ich damals mit LT angefangen habe war ich schwanger, hatte einen schwersten Vitamin D Mangel (lag bei 3,4 mit einer Norm über 30), einen starken Selenmangel und weitere andere Mängel (vorallem Vit B6) .Statt die Mängel großzügig aufzufüllen (sollte nur niedrigdosiert Vit D 1.000 nehmen) wurde mir LT verschrieben. TSH lag damals bei ca 3, freie Schilddrüsenwerte mittig in der Norm. Keine Antikörper waren vorhanden. Normal große unauffällige Schilddrüse.

Erst postflox ist mir die Wichtigkeit der Nährstofftherapie erst bewust geworden. Ich ging immer davon aus, dass wir mit der Nahrung genügend Nährstoffe aufnehmen.


Ps: was noch wichtig ist:

Das Forum wird mehr Zulauf bekommen, viele Menschen werden sich jetzt dank der medialen Aufklärung über ihre Symptome informieren wollen. Bei vielen wird wahrscheinlich FQ die Ursache sein. Die meisten kennen ja den Zeitpunkt an dem ihre Symptome begannen und viele wissen, dass sie zuvor ein Antibiotikum nahmen. Jedoch werden auch viele Leute- mit ähnlicher Symptomatik der FQ Toxizität- versuchen auch hier nach dem Auslöser ihrer Erkrankung zu suchen. Meiner Meinung nach sollte man sich äußerst zurückhalten bei Personen, die nur eine FQ Einnahme vermuten aber nicht bestätigen können. Viele Erkrankungen ( Schilddrüse und andere Stoffwechselerkrankungen bis hin zu ernsten rein psychiatrischen Erkrankungen) können ähnliche Symptome hervorbringen. Letztendlich ist der gemeinsame Nenner die mitochondriale Schädigung (sei es durch FQ, Toxine, Stoffwechselstörungen...).
Typisch für die FQ Toxizität bei einem ansonsten gesunden Körper ist die abnehmenden Intentisität der Symptome bzw der typische zyklische Verlauf. Bei anderen Erkrankungen stagniert teilweise die Symptomatik über Jahren, hat nicht diesen typischen FQ Verlauf.
Eine gute Freundin von mir hat extrem ähnliche Symptome wie ich. Vor ca 3 Jahren begannen diese. Sie hat- auf meine Empfehlung hin- ihre Krankenkassen kontaktiert und eine Liste aller verschriebenen Medikamente der letzten 8 Jahre erhalten. Sie bekam- außer einem Penicillin- keine Antibiotika. Sie hat allerlei Untersuchungen schon hinter sich- und außer einer leicht auffälligen Schilddrüse- gelte sie als kerngesund. Die LT Therapie startet sie jetzt. Ihre Symptome kommen zwar zyklisch, aber wurden im Laufe der Zeit nicht besser. Dh heisst der Auslöser existiert noch.
Sowohl eine Psychotherapie als auch AD halfen nicht. Sie hatte bis zum Ausbruch der Erkrankung ein völlig normales Leben ohne Sorgen oder Ängste.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6753

Beitragvon Schorsch » 15.08.2018, 20:20

Hallo Floxi,

diese Aussage von dir:

"Was ich aber anders sehe: viele FQ Geschädigte berichten von einer vollständigen Heilung. Einige bezeichnen ihren Gesundheitszustand nach Genesung postflox besser als präflox. "


Das möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen, da so ggf. ein falsche Bild erzeugt wird. Es gibt FQAD, es gibt mir selbst auch viele privat bekannte Floxis, die auch wie ich durch diesen Dreck kausal belegt schwerbehindert und vermutlich dauerhaft geschädigt sind. Auch ich habe sofort alles probiert und sehr konsequent umgesetzt, was ich auch heute noch ganz diszipliniert mache. Allerdings war der Erfolg nur auf manche Symptome begrenzt und macht eben bis heute 3 J Postflox auch nicht alles wett. Ich ging damals schon sehr fundiert vor, nahm z.B. im ersten Jahr schon neben den Basis-NEM, Mag, Vit D etc. auch MitoQ und viele andere symptomatisch passende NEM konsequent und richtig täglich, zudem absolute Ernährungsoptimierung und Zucker, Alkohol-, Kaffeeverzicht. Ich war auf sämtlichen US Seiten und habe deren Infos und auch vieles aufgrund von belegten Studien stets gleich umgesetzt. Der NEM und Orthomolekulare Ansatz ist ja schon in den sehr alten Skribten, wie dem LTS (Levaquin Tendonitis Solution) seit Jahren bekannt und ist eigentlich ein 100 % Pendant zur Mitotherapie. Auch die Empfehlungen einiger sehr alten FB Gruppen (z.B. Tanyas Erst Hilfe) stützen sich auf diesen Ansatz. Das ist daher alles nichts wirklich neues aber analytisch sehr gut und solide begründet von krabiwi aufgearbeitet worden.

Das was Krabiwi hier schreibt stimmt auch absolut, es ist aber oftmals in vielen Fällen so das die Antioxidativen Unterstützungen auch bei bestmöglicher Ausführung nicht ausreichend die Stoffwechselstörungen (oxid. Streß, GABA, Kollegenynthese etc. ) verhindern kann, wie der der durch das FC entsteht. Ich gehe 100 % mit das jeder Floxi der hier einiges probiert grundsätzliche Fortschritte oder weniger Probleme mit seiner Gesundheit haben wird. Aber viele erreichen eben nicht ihren alten Status zurück und eben vor allem nicht bei allen Problemen und Symptomen. Wir wissen auch aus den wissenschaftlichen Arbeiten, dass insbesondere Muskel-, Sehnen- und Nervenzellen eben ab einem gewissen Punkt nicht mehr regenerieren können. Da ist dann leider Game Over.

Ich finde es daher nicht richtig, solche verharmlosenden Aussagen zu machen auch wenn du nur von viele sprichst und das inhaltlich einen anderen Kontext betrifft, es ggf. auch garnicht wirklich so gemeint ist. Dieses Gift schädigt leider viele Menschen dauerhaft. Ggf. besteht dein Umfeld eher aus "Leichtgefloxten" und es kommt dir deshalb nur so vor. Das soll bitte kein Vorwurf sein aber es soll eben der Sache gerecht werden. Denn ich fühle mich bei so Aussagen genauso pauschal abgestempelt und verarscht, wie das oft die Ärzte bei meiner Diagnose tun.

Ich möchte auch nicht bestreiten oder jemanden die Hoffnung nehmen nicht vollständig zu heilen aber wir sollten hier alle gemeinsam klar Kante zeigen und immer für uns all sprechen. Ich glaube auch viele meinen nur, sie wären geheilt und haben unterschwellig, indirekt weiter dran zu knabbern. Dann kommts erst Jahre später zum Reflox oder zu anderen Problemen ohne Kausalbezug. Ggf. sind die meisten Arthrosen und andere vermeintliche Altersprobleme "Alzheimer" etc. zum großen Teil ursprünglich auf FC zurückzuführen, ein Aortenaneurysma entsteht auch nicht über Nacht. Das Zeug ist sicher nicht an allen Krankheiten Schuld aber so komplex und zerstörerisch wie es auf den humanen Stoffwechsel wirkt, darf man hier nie davon ausgehen, das man "geheilt" ist auch wenn man mal 1-2 Jahre Ruhe hat. Schätzungsweise muss man echt sein Leben lang anderen Streß vermeiden, nur um die FC-Toxizität zu kompensieren. Je nachdem welche restlichen Reserven man noch hat, klappt das gut oder weniger gut. Du hast natürlich Recht der weitere Lifestyle Postflox bietet eben unglaubliches Kompensationspotential auch bei vielen anderen Dingen die ggf. vorher schon bestanden hier bin ich auch 100 % deiner Meinung. Man ist max. sensibilisiert worden und hat unglaublich viel gelernt.

Dieser Kommentar soll keinem hier die Hoffnung nehmen symptomfrei und unbeschwert wieder gesund zu werden. Es gibt ja auch zum Glück viele die "nur Leichtgefloxt" sind. Bzw. welche die es einfach besser wegstecken und kompensieren können.

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6754

Beitragvon Levoflox26 » 15.08.2018, 21:48

Hallo zusammen,
ich habe jetzt einige der verlinkten Berichte auf Floxiehope gelesen. Da war niemand dabei, der Levo genommen hat.
Macht es bzgl. der Heilungschancen eigentlich einen Unterschied, ob man Levo oder Cipro genommen hat? Vielleicht täuscht mein Eindruck ja, aber ich habe das Gefühl, dass Cipro eher neurologische/psychische Probleme macht und Levo eher Muskeln, Sehnen und Gelenke schädigt.
Diese Anfangssymptome, wie Panikattacken, Ängste, Unruhe, Schlaflosigkeit etc. haben bei mir wieder nach gelassen, bzw. sind ganz weg. Aber die Muskelschmerzen in den Waden, die Schmerzen der Füße (Gelenke u. Sehnen) haben sich gar nicht verbessert, sind eher schlimmer geworden. Du, Schorsch oder auch Cypho, schreibst ja auch, dass deine Muskel/Sehnenprobleme anhalten.
Haben wir mit Levo noch schlechtere Heilungsaussichten als mit anderen FC?
Grüße in die Runde

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6755

Beitragvon Schorsch » 15.08.2018, 22:01

Hallo Levoflox,

sehr interessant deine Feststellung.

Dazu sei erst mal ganz gesagt: klar wissenschaftlich belegt ist das Levo doppelt so toxisch wirkt wie Cipro. Und das es wohl statistisch gesehen bei der Häufigkeitsverteilung auch eher symptomatisch die Muskel- / Sehnen bzw. die Kollagensynthese betrifft.

Ich schätze es macht bei der grundsätzlichen FC Toxizität wesentlich mehr aus einmal max. überdosiert zu fahren als langfristig kleinere Dosen zu nutzen. Weshalb das doppelt so toxische Levo ggf. massivere Auswirkungen hat.

Aber auch in einigen Papers und auch aus unseren Erfahrungen heraus ist jedes FC Cipro, Levo, Moxi etc. jeweils gewissen Symptomatikschwerpunkten zuzuordnen. Liegt vermutlich am unterschiedlichen Chemischen Aufbau und dem Wirkmuster im Stoffwechsel. Ich schätze daher auch wenn man ein FC mit Symptomatiken in gewissen schlecht regenerierbaren Bereichen hat, ist eine Heilaussicht grundsätzlich eher schwieriger. Trotzdem auch unter Levo bestehen sicher Chancen, auch wenn Floxiehope hier nichts sagt. Ich gebe meine Hoffnung auch niemals auf. Allerdings gehe ich auch nicht davon aus, jemals im Leben nochmal einen Marathon laufen zu können.

Gruß Schorsch

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6758

Beitragvon Bellaflox » 16.08.2018, 19:50

Hallo,

Ja Levo ist toxischer als cipro.
Ich werde wohl kein Salsa mehr tanzen können. Wahrscheinlich nur meinen Namen mit meinen Armen! Auch bei einem Marathon werde ich nicht machen. Die achillessehnen fühlen sich einfach nur instabil an. Ich muss mit denen immer reden. Ich hab aktuell keine Schmerzen, aber die Rechte ist seit einem Jahr geschwollen. Warum? keine ahnung.

Jedoch finde ich es toll, wie sich jemand hier die Mühe macht alles auf das Tablett zu legen.

Zum Alex muss ich sagen, dass er auch keine Updates mehr gibt. Es kann sein ihm geht's gut, und er ist raus aus der Sache.

Jedoch bin ich der Meinung das es Heilung gibt. Ich denke im Inneren kann Heilung entstehen. Die Natur kann sich auch binnen einiger Jahren wieder erholen, wenn man ihr die Chance gibt. Wieso sollte es ein Mensch nicht Können?

Jedoch sehe ich das mit dem NEMS auch relevant und werde sie weiterhin nehmen. Und wenn ich wieder mehr Ruhe habe, wieder Vollgas geben.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6759

Beitragvon Floxi » 16.08.2018, 20:14



Eins vorweg um Missinterpretationen zu vermeiden, 100% Heilung ist in vielen Fällen ausgeschlossen, oft bleiben selbst bei günstigen Verläufen sporadische Neuropathien übrig, eine verminderte Kondition ist ebenfalls häufig, was insbesondere sportlich aktive spüren, ganz zu schweigen von einer unterschwelligen Mitochondriopathie die sich bei ungesundem Lebensstil selbst nach Jahren wieder verstärken und Schübe sowie Rückfälle verursachen kann. Es geht hier also nicht um 100% Heilung und Heilsversprechen sondern um möglichst zügige und soweit wie individuell´mögliche Genesung sowie Vermeidung von Schüben und Rückfällen.


Hallo Schorch,
mir ging es um das Zitat von Krabiwi, dass in vielen Fällen eine Heilung ausgeschlossen sei. Tatsächlich habe ich bei Floxiehope wirklich über viele Fälle gelesen, die ihren Gesundheitszustand als besser bezeichnen. Bei Floxiehope gibt es vorwiegend leicht bis mittelschwer Gefloxte.
Das hätte ich zum besseren Verständnis natürlich nochmals hervorheben sollen.
Auch das am meisten symptomatische Organsystem spielt da eine große Rolle: sind es die Muskeln, Sehnen und Bänder die betroffen sind? Sind es das periphere oder das zentralen Nervensystem?

Die Frage ist auch wieso Levo meist andere Schäden als Cirpo oder Moflo verursacht.

Ich will natürlich mit diesem Satz keinem schwer gefloxten zu nahe treten (ich bin selber in einem anderen gesundheitlichen Bereich schwer geschädigt und kann über leichte und mittelschwere Fälle nur „schmunzeln“- auch hier läuft bei mir gerade eine aussichtsreiche Klage gegen den verursachenden Arzt- aufgrund dieser Sache habe ich Cirpo in Kombi mit Metronodazol nehmen müssen), aber ich will auch verdeutlichen, dass man auch Hoffnung haben kann.

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6762

Beitragvon Cypho » 17.08.2018, 13:06

Hallo Schorsch, Levoflox und Nicole,

bei Levofloxacin hat man einen Piperazinring an das Chinolonmolekül heransynthetisiert. Deshalb wirkt es auch gut gegen gramnegative Bakterien.
Dieser Piperazinring ist der wichtigste strukturelle Unterschied zu Cipro oder Moxi. Er soll dafür verantwortlich sein, das Levo so sehnentoxisch ist.
Auch wenn das jetzt zynisch klingt: Ich wäre lieber durch Cipro oder Moxi gefloxt worden. Ich hatte 2 Stunden nach der Einnahme einer einzigen Tablette massive AS-Schmerzen. Habe das Zeug sofort abgesetzt. Ich denke heute, das die Sehnenschäden die sofort entstanden sind von Anfang an nicht mehr reparabel waren. Ich kann heute 13 Monate danach maximal 50 Meter am Stück laufen, bei einer Tagesgesamtlaufleistung von 200 Metern. Für längere Strecken benutze ich einen Rollstuhl.
Ich habe jetzt 10 bis 12 Monate postflox noch eine Small Fiber Neuropathie und starke Schmerzen in den Fußgelenken (hoffentlich nicht Arthritis) dazubekommen.
Ich denke nicht das eine Tablette Cipro oder Moxi ähnliche irreversible Sehnenschäden verursacht hätten.
Levo kann einen mit einer Tablette in den Rollstuhl bringen.
Wikipedia: Fluorchinolon-induzierte Sehnenschäden gelten als therapieresistent und erfordern häufig chirurgische Eingriffe, medizinische Rehabilitation, orthopädische Hilfsmittel oder den Einsatz eines Rollstuhls.
Ich werde Heumann-Pharma schreiben, das sie in Zukunft zu jeder Levo-Packung noch eine letale Dosis Strychnin oder Herzglykoside dazulegen sollen.

Beste Grüße Cypho

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6763

Beitragvon Levoflox26 » 17.08.2018, 15:34

Hallo zusammen,
Auch wenn das jetzt zynisch klingt: Ich wäre lieber durch Cipro oder Moxi gefloxt worden.


Ich wäre lieber gar nicht gefloxt worden. Es sind vielleicht andere Symptome vorrangig, jedoch schränken diese das Leben der Betroffenen ebenso ein. Und es kann dir auch keiner mit Sicherheit sagen, dass du nicht auch von einer Cipro oder Moxi Achillessehnen Probleme bekommen hättest. Haben viele der Cipro Geschädigten hier doch ebenso. Fakt ist, wir alle haben unser altes Leben verloren. Mit unglaublich vielen Konsequenzen in Partnerschaft, Freunde(?), Job, Finanzen, Freizeitaktivitäten etc. Es ist für jeden hier tragisch, zumal bei Einigen kein Ende absehbar ist.
Andere haben großes Glück gehabt, konnten schnell die Kausalität erkennen, hatten eine bessere körperliche Verfassung vor der Einnahme oder was auch immer.
Aber auch wir sollten weiter hoffen, Cypho. Was ist denn die Alternative? Wir können nur nach vorne schauen, in der Hoffnung, dass die NEM und die Zeit uns weiter bringen.

Ich werde Heumann-Pharma schreiben, das sie in Zukunft zu jeder Levo-Packung noch eine letale Dosis Strychnin oder Herzglykoside dazulegen sollen.

...und für die, für die es zu spät ist, doch bitte eine finanzielle Entschädigung, mit der wir wenigstens unsere Existenz sichern können.

Habt trotzdem einen guten Tag und ein schmerzfreies Wochenende.
lg

Bader
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6764

Beitragvon Bader » 17.08.2018, 19:08

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob` s jemandem hilft, schreib s aber trotzdem.
Ich hab im Dezember 2015 2 Packungen Levofloxacin verschrieben bekommen und auch eingenommen,
d.h. 20 Tabletten über drei Wochen.
Meine Geschichte mit den Beschwerden hab ich ja schon beschrieben.
Heute, über zweieinhalb Jahre spater, geht s mir gesundheitlich wieder sehr gut, nur noch leichte Beschwerden
an den Ellbogen-und Hüftgelenken. Diese Stellen bearbeite ich seit einem halben Jahr mehrmals täglich unter starkem
Druck mit der Daumenkuppe und hab den Eindruck, dass auch hier Besserung eintritt.
Will damit sagen, dass auch Levofloxacin-Geschädigte berechtigte Hoffnung auf Genesung haben können.
Schöne Grüße
Bader

Cypho
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6767

Beitragvon Cypho » 17.08.2018, 20:27

Hallo Bader,

das ist ein erfreulicher Fakt, der Hoffnung macht. Glücklicherweise hattest du aber keine AS-Entzündung. Aber du bist deine Neuropathien wieder losgeworden. Das ist schon sehr gut und freut mich für dich. Außerdem hattest du eine schlaue Heilpraktikerin, die dir rechtzeitig Alpha-Liponsäure empfohlen hat.

Beste Grüße Cypho

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6768

Beitragvon Bader » 17.08.2018, 20:52

Hallo Cypho,

ich wusste damals noch nichts von Fluorchinolonen, bin erst letzten Herbst durch einen TV-Bericht hellhörig geworden.
Vielleicht war das ganz gut so, sonst hätte ich mich evtl. sogar mit den Nebenwirkungen abgefunden....
Mein Allgemeinzustand war verheerend, ich schob das damals auf einen schlecht plombierten Zahn.
Schmerzen und Beschwerden hatte ich am ganzen Körper, u.a. an den Oberschenkeln, den Waden, den Achillessehnen und auch den
Fußsohlen. Von den anderen Körperregionen ganz zu schweigen...Ob ich eine AS-Entzündung hatte, vermag ich nicht zu
beurteilen. Ich hatte auch nicht den Eindruck, jemals wieder gesund zu werden.
Ich möchte nur zum Ausdruck bringen, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers beachtlich sind, wenn er die nötige
Unterstützung von aussen bekommt. Ich kann auch nicht bewerten, was genau zu meiner Gesundung führte, hab
alles Erdenkliche genommen und ausprobiert.
Vielleicht hab ich auch nur Glück gehabt. Ich rate aber trotzdem, nicht aufzugeben und immer wieder selber an sich zu
arbeiten, z.B. durch ständiges durchkneten der betroffenen Stellen, kaputtmachen kann man im Zweifelsfall eh nichts mehr...
Aber einfach nie aufgeben. Aber die aktiven User hier im Forum sind eh Kämpfer, und das ist gut so.
Schöne Grüße und baldige Gesundheit
Bader

Karlken
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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6817

Beitragvon Karlken » 22.08.2018, 18:22

Hallo alle zusammen

Klasse das mal jemand ein solches Thema hier eröffnet hat.
Das hat mir hier ein wenig gefehlt. Hätte man auch selber drauf kommen können. :oops:
Hab mich mal auf Floxie Hope umgesehen. Bin sehr erfreut doch so viele letztendlich positive Geschichten dort zu lesen.
Gerade für Neulinge des Forums ist es, so denke ich, wichtig zu lesen das es Hoffnung gibt.
Entgegen der Aussage von Levoflox26 finde ich dort sehr wohl Berichte positiver Verläufe nach Levofloxacin Einnahmen.
Ich habe Lisa`s Geschichte und die ersten 10 Berichte weiterer Geschädigter mittels Google-Übersetzer ins Deutsche übersetzt. Habe nur in wenigen Fällen, zum besseren Verständnis, die Google-Übersetzung verändert.
Ich finde es sehr wichtig das wir alle auch mal Erfolgsgeschichten lesen sollten. Das gibt Hoffnung und mentale Stärke die sich ggf. auch positiv auf unsere Genesungsabläufe auswirken können.
Da die Berichte in Word-Dateien hineinkopiert wurden habe ich hier einen Link für diejenigen die kein Office haben.

https://www.chip.de/downloads/Word-Datei-oeffnen_54508973.html

Hier die Geschichten
James.docx
(14.74 KiB) 28-mal heruntergeladen
James.docx
(14.74 KiB) 28-mal heruntergeladen

Karens Genesungsgeschichte.docx
(13.01 KiB) 24-mal heruntergeladen
Karens Genesungsgeschichte.docx
(13.01 KiB) 24-mal heruntergeladen

Keris Genesungsgeschichte.docx
(15.7 KiB) 17-mal heruntergeladen
Keris Genesungsgeschichte.docx
(15.7 KiB) 17-mal heruntergeladen

Lisas Geschichte.docx
(25.38 KiB) 18-mal heruntergeladen
Lisas Geschichte.docx
(25.38 KiB) 18-mal heruntergeladen

Lynn.docx
(26.53 KiB) 18-mal heruntergeladen
Lynn.docx
(26.53 KiB) 18-mal heruntergeladen

Marks Recovery Story.docx
(12.01 KiB) 18-mal heruntergeladen
Marks Recovery Story.docx
(12.01 KiB) 18-mal heruntergeladen

Richards Genesungsgeschichte.docx
(13.9 KiB) 29-mal heruntergeladen
Richards Genesungsgeschichte.docx
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Sharons Geschichte.docx
(12.79 KiB) 17-mal heruntergeladen
Sharons Geschichte.docx
(12.79 KiB) 17-mal heruntergeladen


Da ich offenbar nur 8 Dateien hochladen kann werde ich weitere, wenn gewünscht, nach und nach hochladen.

m.f.G.
Karlken

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6819

Beitragvon Levoflox26 » 22.08.2018, 19:40

Hallo Karlken,
vielen Dank für deine Mühe. Google ist leider nicht die optimale Übersetzungshilfe, da kommt dann oft etwas unverständliches wie dieses heraus:
Als ich floxed war, war ich nur einen Monat davor, eine sehr hohe Dosis von Benzodiazepinen zu kündigen.

Es gibt eine bessere Option: deepl.com

Entgegen der Aussage von Levoflox26 finde ich dort sehr wohl Berichte positiver Verläufe nach Levofloxacin Einnahmen.

Ich schrieb auch nicht, dass ich ganz Floxiehope durchsucht habe, sondern einige der Links von Krabiwi gelesen habe. Klar gibt es auch positive Verläufe bei Levo, ich hatte ja beim ersten Mal auch deutliche Verbesserungen. Es ist lediglich mein ganz subjektiver Eindruck, dass sich die diversen FC symptomatisch wie auch von der Heilungsaussicht unterscheiden. Ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ich finde es sehr wichtig das wir alle auch mal Erfolgsgeschichten lesen sollten.


Unbedingt. Aber man sollte die Geschichten auf Floxiehope auch kritisch hinterfragen. Manche der Stories (damit meine ich nicht die von dir übersetzten) empfinde ich als unglaubwürdig. An Wunder glaube ich nämlich nicht. Im Netz kann jeder schreiben was er will und es gibt leider auch Menschen, die uns nicht wohl gesonnen sind oder die einfach ein bisschen seltsam unterwegs sind. Das sollte man m.E. stets im Hinterkopf haben.

Liebe Grüße

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Re: Hoffnung für Gefloxte - Berichte effektiver Therapien

#6820

Beitragvon Schorsch » 22.08.2018, 21:33

Hallo,

ohne hier positive Stories von Floxiehope oder sonst woher kaputt reden zu wollen, sehe ich das rein faktisch ebenso kritisch wie Levoflox.

Genauso wenig, wie ich direkt den subjektiven Aussagen einzelner Floxis glaube, das Ihnen dieses und jenes NEM etc. wirklich geholfen hat, glaube ich auch bei vielen Recovery Stories nicht an ein wirklich fundiertes Statement. Es gibt viel zu viele einwirkende Dinge, die alle Einfluss haben. Zudem ist nicht gesagt, bzw. liest man nie 100 % raus, ob einige wirklich wieder alles so wie zuvor machen können. Daran habe ich aber starke Zweifel. Lass doch mal wie früher 10 km rennen, dann noch täglich dauerhaft Arbeitsstreß haben und am Wochenende gemäßigt feiern gehen. Derartige Aussagen sind zum Zeitpunkt der Verfassung einer Story so nie bedacht worden. Alles reflektiert sich eher stets an den Alltageffekten, welche logischerweise auch den massivsten Verlusteffekt darstellen. Daher sehe ich das auch alles äußerst skeptisch. Ich kenne selbst zu viele Betroffene, die eben nach Jahren noch auf der Stelle treten und irgendwann nicht mehr weiter vorwärts kommen. Zumindest aber ist es jedem möglich deutliche Lebensqualität bei Beachtung gewisser Aspekte zurückzugewinnen. Das ist meiner Meinung nach eher eine absolute reale Aussage mit der man motivationserzeugend rangehen sollte.
Klar ist das Motivation, Hoffnung + Psyche einen riesen Einfluß auf den Heilerfolg haben und sicherlich gibt es auch positive reale und 100% reflektierte Stories bei Floxiehope, genauso wie es aber irgendwelche "Laabereien" dort gibt. Es ist wie die Symptomatik selbst eine absolute Gradwanderung mit subjektiven Einflüßen von Betroffenen, bei der man stets hoffen aber auch der wissenschaftlich belegten Wahrheit ins Auge sehen sollte.

Gruß Schorsch

PS Klar ist wer sich stetig mit negativen Stories vollpumpt wird die mentale Last die Flox schafft sicher nicht unbeschadet auf Dauer ertragen.


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