Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

Kisser
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Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6864

Beitragvon Kisser » 26.08.2018, 10:59

Liebe Alle,

Ich habe gestern ein Theraband in die Hände genommen und auseinander gezogen.. jetzt habe ich enorme Schmerzen an den Muskeln der Schulterkugel und kann den Arm nicht gestreckt nach vorne hoch heben.
Hat jemand ne Idee was das sein könnte?

Kann ich ein Schmerzmittel nehmen?
.. oder sonst etwas tun?

Danke Euch!
Liebe Grüße Kisser


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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6866

Beitragvon Levoflox26 » 26.08.2018, 12:08

Hallo Kisser,
Schmerzmittel solltest du nach Möglichkeit gar nie nehmen, viele belasten die Mitochondrien, das ist ungut. Was du tun kannst ist schonen. Und das ganz generell. Fast jeder hier hat schon die Erfahrung gemacht, dass unsere Muskeln und Sehnen nicht sehr belastbar sind. Du kannst probieren ob dir kalte oder warme Umschläge helfen. Ich hatte zu Anfang Sehnenentzündungen im Oberarm. Da wusste ich noch nicht den Zusammenhang mit den Antibiotika und der Orthopäde hat mir Kortison gespritzt und Voltaren verschrieben, ich denke, das hat mir mehr geschadet als genutzt.
Gute Besserung.
lg uschi

Kisser
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6868

Beitragvon Kisser » 26.08.2018, 12:13

Hallo Uschi, da die Schmerzen so groß sind, habe ich jetzt Angst dass die Supraspinatus Sehne womöglich angerissen sein könnte. Wenn das der Fall ist, muss man eventuell sogar operieren… Panik! Was macht man denn da mit der Narkose?
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6870

Beitragvon Rosanna Garten » 26.08.2018, 13:57

Hallo Kisser,

keine Panik.
Am besten lässt Du die Schulter erst einmal von (D)einem Orthopäden untersuchen, damit Du Gewissheit hast.
Auch ich habe keine guten Erfahrungen mit dem Thera-Band gemacht:
Beide Daumenstrecksehnen und die rechte Schulter waren bereits nach einer einzigen Übung "demoliert".
Es war jedoch Gottseidank nichts gerissen.
Allerdings waren die betroffenen Sehnen und Muskeln über Monate hinweg sehr schmerzhaft und es war keine Belastung möglich.
Hilfreich war hier u. a. die manuelle Therapie (sanftes "Ausstreichen" der Sehnen und Muskeln).
Außerdem trage ich seitdem etwas regelmäßiger meine Orthesen (z. B. zum Radfahren oder bei Tätigkeiten im Haushalt – sofern sie mir möglich sind).
Ich kann nur jedem raten sehr, sehr vorsichtig mit solchen Übungen zu sein, auch wenn man das große Bedürfnis hat, wieder fit zu werden und sich körperlich endlich wieder zu betätigen.
Die Sehnen und Muskeln sind einfach durch die Fluochinolone so geschädigt, dass "Fitnessübungen" verheerende Folgen haben können.
Zu Beginn sollte man (nach meiner Erfahrung) keinerlei "Trainingsgeräte" verwenden, sondern ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht arbeiten.
Gleichgewichtsübungen und leichte Übungen im Sitzen oder Liegen sind völlig ausreichend.
Keinesfalls ausgesprochene Dehnübungen! Keinesfalls bis zur Schmerzgrenze!
Fast 2 Jahre nach Flox habe ich, nach entsprechend leidvollen Erfahrungen, bisher noch nicht mit Konditionstraining oder Muskeltraining angefangen.
Stattdessen habe ich mir ein Pedelec gekauft und so meinen Radius und meine „Fitness“ erweitert. Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Zu Beginn habe ich auch beim Radfahren immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass es schnell zu viel sein kann.
Derzeit kann ich bis zu 3 km (bei höchster E-Unterstützung!) Radfahren.
Da wir außerdem in der 4. Etage ohne Aufzug wohnen ist dies bisher 2-4x täglich meine „Fitnessübung“: in mäßigem, aber gleichmäßigem Tempo Treppensteigen (nicht rennen ;))
Zudem bin ich bis heute jeweils 2x pro Woche bei der manuellen Therapie und in der Ergotherapie.
Auch Qigong (zu Beginn im Sitzen und nur wenn es nirgendwo Schmerzen bereitet) ist eine gute Möglichkeit, sich nach Flox wieder langsam und in Maßen (!) körperlich zu betätigen.
Ich habe lernen müssen, dass allein mein Wille, wieder „fit“ (oder auch arbeitsfähig) zu werden oftmals eher kontraproduktiv war und mich teilweise wieder über Wochen zurückgeworfen und meinen körperlichen Zustand wieder verschlechtert hat.
Alles Gute für Dich.

LG
Rosanna (Garten)

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6872

Beitragvon Levoflox26 » 26.08.2018, 14:25

Hallo Kisser,
es bringt nichts, dich jetzt verrückt zu machen. So wie Rosaana es dir bereits rät, geh zum Ortho und lass evtl. ein MRT machen. Sag dem Doc aber unbedingt, dass du FC geschgädigt bist, sonst hast du schneller eine Kortison Injektion in der Schulter, als du gucken kannst. Wenn die Sehne dann tatsächlich gerissen sein sollte, kann man weiter sehen. Bei mir waren Supraspinatus und Bizepssehne entzündet. Auch das ist recht schmerzhaft, laut meiner damaligen Physiotherapeutin soll das sogar schmerzhafter sein, als ein Riss. Ob das stimmt, weiß ich natürlich nicht.
Versuch am Besten erst einmal wieder ruhiger zu werden, Angst und Stress ist nicht gut für uns. Und morgen kümmerst du dich dann um einen Arzttermin.
Und für die Zukunft, nimm das bitte ernst, mute dir nicht zu viel zu. Das was du vor Flox mit links gemacht hast, kann dir jetzt schaden.
lg

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6878

Beitragvon Kisser » 26.08.2018, 19:12

Danke für Eure Tipps !!!!
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6891

Beitragvon Kisser » 28.08.2018, 17:19

Vermutlich Entzündung oder Anriss der großen Bizeps Sehne... am Donnerstag erst Sonographie.
Würdet Ihr mir Cortison Injektionen raten? Oder besser alternativ kurieren?

Sind die Sehnenentzündungen eigentlich Probleme der ersten Phase nach der Vergiftung? Hört das mal auf???

LG Kissa
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6892

Beitragvon Kisser » 28.08.2018, 17:20

Kann man diesen Entzündungen vorbeugen?
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6893

Beitragvon Idgie » 28.08.2018, 17:47

Hallo Kisser,

für uns Gefloxte sind die meisten Medikamente kontraindiziert, das habe ich auch schon in Deinem Thread geschrieben. Also wenn möglich auch kein Kortison.
Vorbeugen kannst Du nur, indem Du jede Belastung vermeidest, wurde auch oben schon erwähnt. Und ja, Sehnenentzündungen und -risse sind typische Floxnebenwirkungen.

Wann das aufhört, kann niemand so genau sagen. Krabiwi geht es nun nach ca. 7 Monaten schon wieder relativ gut, andere haben damit Jahre zu tun.

LG Idgie

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6895

Beitragvon Kisser » 28.08.2018, 19:51

Hallo Idgie,
Ich habe den Eindruck dass ich mich eigentlich nicht belaste... aber offensichtlich reicht schon normales Gehen oder für die Schulter etwas ins Handy zu tippen :roll:
Ich bin erst in Woche 6 ... wo soll das noch hinführen .
Ich bin selbstständig... und jetzt schon mit den Nerven fertig...

Schönen Abend
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6897

Beitragvon Idgie » 28.08.2018, 20:09

Hallo Kisser,

ja, das ist schwer und wirklich reichen oft ganz alltägliche Bewegungen. Aber für die Schulter war eben das Theraband zu viel.

Lies Dir wirklich mal den Thread von Krabiwi durch, der ist am Anfang gar nicht mehr gelaufen sondern hat sich nur mit dem Bürostuhl fortbewegt - je weniger, desto besser.

Am besten, Du findest Dich erstmal damit ab, Ungeduld bringt Dich nicht weiter, ist eher kontraproduktiv.

LG Idgie
Zuletzt geändert von Idgie am 28.08.2018, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6900

Beitragvon Levoflox26 » 28.08.2018, 21:19

Hallo Kisser,
Würdet Ihr mir Cortison Injektionen raten? Oder besser alternativ kurieren?


Lass die Finger von Kortison, ich kann dich da wirklich nur warnen, sehr vorsichtig zu sein. Bei mir hat das nach den Antibiotika mit Entzündungen der Oberarmsehen (Bizeps u. Supraspinata) begonnen. Das MRT war ca. 2-3 Wochen nach der Einnahme, die Schmerzen begannen aber früher, ich hab das nur nicht ernst genommen. Dann habe ich, wie oben schon mal geschrieben, dagegen Kortison Injektionen bekommen (3 x) und Voltaren Tabletten. Nach ca. 6 Wochen war es dann wieder okay und ich bin arbeiten gegangen, sonst hatte ich ja nichts. Dann, es war ca. 3,5 Monate nach der letzten AB Einnahme konnte ich plötzlich mitten beim Gehen nicht mehr weiter. Starke Schmerzen in beiden Wadenmuskeln. Die habe ich bis heute und bin dadurch stark eingeschränkt (ca. 100m schmerzfrei). Ich kann nicht ausschließen, dass das Kortison und die Entzündunghemmer erst vollendet haben, was das AB begonnen hat. Vielleicht wäre es mir erspart geblieben. Ich weiß das natürlich nicht, aber von Kortison und Entzündungshemmern ist bekannt, dass sie die Symptome verschlimmern.
Also dir selbst zu Liebe, wenn es sich vermeiden lässt (auch das weiß ich nicht) versuche solche Medis nicht zu nehmen.
Ein anderer Orthopäde im KH hat mir das übrigens bestätigt. Er kannte die NW von den Fluorchinolonen. Einer der wenigen Ärzte, die nicht so tun, als könne das gar nicht sein. Er hat mir, auf Grund einer vermuteten Achillodynie, geraten, mir ja nichts spritzen zu lassen und selbst von Voltaren Gel die Finger zu lassen.
Pass auf dich auf.
Alles Gute.
lg

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6906

Beitragvon Kisser » 28.08.2018, 21:45

Danke Euch Allen!

Was macht Ihr gegen die Sehnenentzündungen alternativ?
Bis jetzt kenne ich:
Quarkwickel
Retterspitz
Aconit Schmerzöl

Danke für Euren Input!
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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6909

Beitragvon Schorsch » 28.08.2018, 22:04

Hallo Kisser,

du solltest unbedingt Cissus probieren. Ich und viele andere haben damit im Bezug auf Muskel / Sehnen etc. eine spürbaren positiven Effekt. Es optimiert z.B. die Geweberegeneration der Fibrolasten des Bindegewebes etc.

https://natursubstanzen.com/lebe-natuer ... eiler.html

https://www.amazon.de/Cissus-Quadrangul ... aris&psc=1

Gruß Schorsch

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Re: Welche Behandlung bei starken Schulterschmerzen

#6913

Beitragvon Kisser » 29.08.2018, 10:54

Danke Schorsch! Hättest du eventuell noch eine Multivitaminempfehlung für mich? Ich nehme jetzt BVitamine und D ausreichend Vitamin C 1000mg.
Mir fehlt noch E und die Spurenelemente wie Zink, Cupfer etc.

Danke und liebe Grüße
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