Flox Report und eigene Erfahrung nach über 1 Jahr Floxing

Floxi
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Flox Report und eigene Erfahrung nach über 1 Jahr Floxing

#7165

Beitragvon Floxi » 14.09.2018, 07:59

Hallo,
den Flox Report sollte man natürlich nicht 1 zu 1 auf sich übertragen, jedoch dient dieser als kleinen Anhaltspunkt für die schwere der Intoxikation. Anfangs wird erwähnt, dass die mentalen Schäden des Floxing ausgeschlossen sind bzw. nur wenig Beachtung finden im Flox Report.

Bei schweren Intoxikationen könnten noch 18-20 Monate postflox neue Symptome auftreten. Bei mittelschwerer treten neue ca bis 12 Monate postflox auf. Auch das Sicca Syndrom sei ein guter Hinweis auf den Verlauf der Genesung. Die Genesungskurven sind graphisch dargestellt und decken sich häufig auch mit den Erfahrungsberichten vieler.

Meine Frage an die erfahrenen Gefloxten:
Es gibt Symptome, die fallen im Bereich milder Reaktion, andere Symptome in mittelschwer und schwer. Haben diese Symptome bei euch eigene Heilungsverläufe?
Meine weitere Frage ist: falls symptome auch nach 12 Monaten neu auftreten aber mit einer gesamten Verbesserung der Sitation (ich spreche hier an guten Tagen von 90-95, bei einem Relaps ca 80%), kann man davon ausgehen, dass sich das ganze nochmal steigert? NEMs werden natürlich weiterhin genommen.
Konkret geht es um folgendes: während die Panik, Hallus, Zwangsgedanken, Unterzuckerungen, Schlaflosigkeit anfangs dominierten sind jetzt postflox diese Symptome weg, dafür bei einem Relaps Schwindel und Brainfog. Jetzt 16 Monate postflox kommen körperliche Beschwerden dazu: Achillessehnen, Plantarfasziitis, Schmerzen in den Gelenken und Musklen. Steifigkeit und eine enorme Müdigkeit(ich war bisher hypermobil und meine Muskel gut dehnbar). Seit einigen Wochen habe ich ziemlich massive Floaters im Sichtfeld und sehe immer wieder leutende Punkte. Kann sich das tatsächlich 16 Monate postflox entwickeln oder kommt es jetzt nur zum Vorschein? Ich bin im Alltag normal aktiv.

Ich weiss, dass hier keiner hellsehen kann, aber könnte laut Erfahrungsberichten hier noch eine Bombe hochgehen? Weitere Medikamente (ausser der nötigen SD Substitution mit L Thyroxin) vermeide ich völlig.

LG

Floxi



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Krabiwi
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Re: Flox Report und eigene Erfahrung nach über 1 Jahr Floxing

#7247

Beitragvon Krabiwi » 16.09.2018, 21:43

Hallo Floxi,

Schade dass du einen Schub mit neuen Symptomen hattest, ich hoffe dass dieser schnell wieder vorüber ist, wichtig ist es nun die Ursachen zu ergründen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass solange neue Symptome auftreten oder sich die vorhandenen Symptome noch verschlechtern die antioxidative Selbsttherapie noch nicht konsequent genug ist. NEM ist bei dir solide, würde ich also als Ursache ausschließen, bleiben Überlastung und Ernährung.

Der Floxreport ist von 2008, es fehlen ihm alle neuen Erkenntnisse bzw. sekundären Mitochondriopathien und deren Therapie. Die Verläufe die man dort sieht, zeigen Verläufe ohne konsequente therapeutische Maßnahmen. Also weder die Ernährung wurde auf low carb umstellt noch wurden konsequent NEM gefahren, man hat bestenfalls rumprobiert und hier und da was getestet.

Mein Verlauf und die von Floxiehope mit ähnlich soliden Therapien passen da größtenteils nicht rein, da konsequente antioxidative Ernährung sowie Therapie den Verlauf massiv begünstigen können.

Da deine neuen Symptome im Bereich Muskeln, Sehnen und Füße auftreten, also vorwiegend Bewegungsapparat, vermute ich, dass eine körperliche Überlastung ursächlich ist, ich erinnere mich dass du wieder kilometerweit in der Stadt unterwegs warst. Du erwähnst "normal aktiv im Alltag", "normal" ist u.U. bei Flox aber bereits zuviel. Das ist außerdem ein Indiz dafür, dass man selbst mit ursprünglich "nur" psychischen Symtpomen auch unterschwellig eine Mitochondriopathie in Muskeln und Sehnen haben kann ohne dass diese initial mit Symptomen durchschlägt.

Ich würde empfehlen zu schonen und für die nächsten paar Jahre nie das mögliche Bewegungspensum auszureizen, ganz im Sinne von Kuklinski, denn Belastung erhöht lediglich den oxidativen Zellstress.

Selbst wenn man sich wieder zu 95% fit fühlt ist man noch lange nicht aus dem Schneider, da man hier laut Kuklinski immer noch 30-40% beschädigte mDNA hat, die bei Überlastung, Umweltgiften und KH-/Zuckerkonsum jederzeit die benachbarten Mitos wieder mit freien Radikalen zerlegen kann und einem somit zurück in einen Rückfall schießen kann. Ich würde das als subakute Phase bezeichnen, in dieser ist man selbst sein größter Gefährder weil man dazu neigt leichtsinnig zu werden und in alte Muster zurückzufallen.

Merke dass bei mir selbst gerade, da ich bereits ab und an vergesse NEM einzunehmen. Außerdem esse ich wieder Süßspeisen, aber diese bereite ich mir selbst mit Erythrit und Nussmehlen zu um low carb und ohne Zucker zu bleiben.

Da man die Dauer dieser "subakuten Phase" schwer einschätzen kann hab ich mich dazu entschieden dauerhaft auf low carb zu setzen und die Mitos ständig zu therapieren. Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen dass man bei konsequenter Mito-Therapie nach 3-5 Jahren aus der subakuten Phase draußen ist, sprich die beschädigte mDNA wieder im grünen Bereich von 10% liegt. Das ist also selbst bei optimalem Verhalten eine langwierige Geschichte, da muss man sich gar nichts vormachen und man kann sich mit hohem Kohlenhydratkonsum und Überlastung jederzeit wieder die Mitos zerschießen und Rückfälle verursachen.

Man muss aufpassen, dass vor lauer NEM das Thema antioxidative Ernährung, sprich low carb bzw. Logi-Kost nach Kuklinski nicht vernachlässigt wird. Kohlenhydratreiche Ernährung verstärkt Mitochondriopathien, das ist bekannt. Das hat ja teilweise sogar mittlerweile die Schuldmedizin realisiert indem sie von Zucker abrät, vergisst dabei aber dass Kohlenhydrate generell aus Zuckerarten bestehen, mit Ausnahme der Ballaststoffe.

Wie sah deine körperliche Aktivität aus und wie war deine Ernährung?

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: Flox Report und eigene Erfahrung nach über 1 Jahr Floxing

#7266

Beitragvon Floxi » 17.09.2018, 13:01

Danke Krabiwi,
so in etwa habe ich es befürchtet. Die körperliche Aktivität (quasi Alltag mit Job, 2 kleinen Kindern und großes Haus) bedeutet schon pro Tag ca 8.000-10.000 Schritte. Sport vermeide ich momentan, da ich meist sofort im Anschluss einen Rückfall bemerke.
Meine Ernährung ist totaler Mist momentan. Gegessen wird zwischendurch, meist auf die schnelle vom Bäcker. Momentan haben wir eine neue Lebensphase und eine absolut schlechte Betreuung für unser gerade eingeschultes Kind. Daher flitze ich zwischen Arbeit, Kind abholen und Oma umher. Innerhalb von 3 Wochen habe ich ca 1,5 kg zugenommen.
Ich überlege tatsächlich, dass ich meine Arbeit für ein Jahr pausiere und mich auf meine Genesung konzentriere. Ich habe das Gefühl, dass ich kurz vor Durchbruch bin aber hektischer Lebensalltag mich daran hindert.

Wie geht es dir? Bemerkst du eine zyklische Veränderung oder ist es eher bei dir eine stetige Verbesserung?

LG


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