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Therapeutische Ernährung und Fasten

Nanu
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Re: Therapeutische Ernährung

#9978

Beitragvon Nanu » 15.02.2019, 21:27

Hallo Krabiwi
Danke für die ausführliche Antwort. Dann ist das also bei allen so mit dem Gewichtsverlust. Ok, ich werde weiter versuchen mich an dem GI oder besser GL zu orientieren, der zu Beginn nicht mehr als 10 sein soll. Später auch 20. Ist das auch abhängig von der Menge? Also z b 2 Esslöffel Haferflocken entsprechen dann weniger GL? Die 16 8 Diät halte ich nicht täglich durch, da ich mich nicht immer dem sozialen Leben entziehen kann, ausser ich lieg mal wieder flach :mad: Es ist ein langer Weg und ich bin jetzt schon oft mit meiner Geduld am Ende :|

Was mich auch immer durcheinander bringtist ,dass die eine Liste Lebensmittel als nicht lowcab auf der roten Liste hat, andere wiederrum empfehlen dann diese Lebensmittel...z.B. Quinoa und Haferflocken. Macht es nicht gerade leicht.
Viele Grüsse
Nanu



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Re: Therapeutische Ernährung

#9982

Beitragvon Krabiwi » 15.02.2019, 22:53

Ganz einfach, schau auf die Nährwerttabelle des Nahrungsmittels, diese ist auf der Packung aufgedruck. Alles was mehr als 10g KH auf 100g hat, sollte in der akuten Phase gemieden werden.

100g Hafer haben bereits 60g KH, Quinoa auch. Mit Obst muss man aufpassen, Fruchtsäfte sind auch ungeeignet.

Kann man später natürlich alles essen aber man muss eben die Menge anpassen, so dass man die Grenze von 50g KH täglich nicht überschreitet. Außerdem ist es sinnvoll sich Teststreifen für die Ketose zu besorgen um zu kontrollieren ob man auch wirklich in dem Keto-Stoffwechsel ist.

Die Umstellungsphase kann ein paar Wochen hart sein bis die Leber ausreichend Ketonkörper produziert, da es im Gegensatz zum Glucose-Stoffwechsel ein ganz anderer Metabolismus ist, ein Unterschied wie Tag und Nacht was dann in den Körperzellen abläuft:

2211fig4.jpg


Sobald man da drin ist, fällt auch das Fasten einfacher.

Die Intervalle des Fastens kann man verschieben, wenn ich z.B. Abends vor hab mit jemandem Essen zu gehen, dann plane ich das Intervallfenster entsprechend, an Tagen mit einer Feier kann man es auch mal ganz sein lassen, wenn man 4-5 Tage im Monat nicht intervallfastet ist das nicht kriegsentscheidend. Aber man sollte es insgesamt zur Gewohnheit werden lassen.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung

#9991

Beitragvon freddy8304 » 16.02.2019, 18:00

alternativ zum zuchhini rezept von krabiwi, kann man übrigens auch die zuchhini etwas aushölen und das fleisch einfüllen, geht auch mit tomaten, sehr lecker

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Re: Therapeutische Ernährung

#10337

Beitragvon Krabiwi » 03.03.2019, 04:14

380 Tagen durchgefastet, nur mit Nahrungsergänzung um Vitamine abzudecken, 206 kg auf 81 kg abgenommen:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2495396/
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Re: Therapeutische Ernährung

#10565

Beitragvon Zipp » 15.03.2019, 11:39

Hallo,

ich esse schon seit Beginn Low Carb und in letzter Zeit richtig Ketogen. Ich prüfe täglich mit Keto-Stix ob ich in der Ketose bin. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich gerade morgens der Indikator nur leicht oder gar nicht verfärbt. So als sei ich nicht mehr in der Ketose. Das ist seit dem Intervallfasten besonders auffällig.

Ich habe dafür keine richtige Erklärung, denn tagsüber verfärbt sich der Indikator meist stark. Und ich esse an einem Tag meistens das gleiche Gericht und achte darauf unter 50g KH zu bleiben.

Hat jemand eine Idee, wieso es morgens dazu kommt?

Grüße
Zipp

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Re: Therapeutische Ernährung

#10798

Beitragvon Krabiwi » 28.03.2019, 12:08

Da es thematisch hier besser aufgehoben ist:


Hallo Schorsch,

Danke für die Info und die Screenshots, damit habe ich gerechnet, denn es ist das Hauptargument gegen die ketogene Ernährung, dass diese nährstoffarm und einseitig sei. Hier ist der Arzt (dem ich bis auf diesen Punkt überwiegend zustimme, er war auch in der 3sat Doku wenn ich mich richtig erinnere) jedoch einem gängigen Mythos aufgesessen, wie das folgende Ernährungsbeispiel belegt. 70% Fettanteil und selbst die Vitamine sind zu 100% gedeckt (Biotinbedarf wird von der DGE mit 55 µg angesetzt ist also ebenfalls gut):

xnmpyyw.jpg


Nährwertrechner.de _ Meine Berechnung2.pdf
(550.72 KiB) 54-mal heruntergeladen
Nährwertrechner.de _ Meine Berechnung2.pdf
(550.72 KiB) 54-mal heruntergeladen



Ballaststoffe werden zwar als KH gezählt, werden aber nicht in Glucose umgewandelt, im Gegenteil, die Ballaststoffe werden von den Bifidobakterien teilweise zu kurzkettigen Fettsäuren abgebaut.

Ballastoffe kann man bei der ketogenen Ernährung daher so viele essen wie man will, bin selbst bei etwa 30-40g täglich über die ganzen Nüsse und Samen und saniere mir damit quasi stetig den Darm, der mittlerweile vom Stuhl sogar besser als pre-flox ist.

Wenn ich die Ballaststoffen dazu zähle, käme ich auf bis zu 90g KH täglich. Aber wie gesagt, da diese nicht in Glucose umgewandelt werden wie alle anderen KH haben diese eine Sonderstellung und müssen getrennt von den Glucose-KH geführt werden.

Glucosereduzierte und somit antioxidative Ernährung wäre eine andere Bezeichnung.

Der Arzt weißt auch daraufhin, dass ketogene Ernährung, wie das Fasten, die Autophagie und Biogenese der Mt fördert, da das Argument der Mangelernährung unhaltbar ist, sehe ich diese Therapieoption der dauerhaften Ketose nicht zuletzt wegen meinem bisherigen Genesungsverlauf äußerst positiv.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung

#10799

Beitragvon Krabiwi » 28.03.2019, 12:10

Zipp hat geschrieben:Hallo,

ich esse schon seit Beginn Low Carb und in letzter Zeit richtig Ketogen. Ich prüfe täglich mit Keto-Stix ob ich in der Ketose bin. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich gerade morgens der Indikator nur leicht oder gar nicht verfärbt. So als sei ich nicht mehr in der Ketose. Das ist seit dem Intervallfasten besonders auffällig.

Ich habe dafür keine richtige Erklärung, denn tagsüber verfärbt sich der Indikator meist stark. Und ich esse an einem Tag meistens das gleiche Gericht und achte darauf unter 50g KH zu bleiben.

Hat jemand eine Idee, wieso es morgens dazu kommt?

Grüße
Zipp


Über Nacht benötig der Körper mehr Ketone und somit werden auch weniger über den Urin ausgeschieden. Tagsüber bei den Mahlzeiten dagegen ist auch immer etwas Glucose dabei, sprich Ketone werden etwas weniger benötig und ausgeschieden.

Bei Urintests kommt es auch immer auf die Harndichte an, besser ist ein Atemtestgerät und am Besten ein Bluttestgerät.
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11713

Beitragvon Krabiwi » 08.05.2019, 02:10

Kleiner Zusatz zu Fasten und Ketose, mittels Atemtestgerät teste ich regelmäßig die Ketose, selbst mit 2 Stück Kuchen bin ich am nächsten Morgen noch in der Ketose.

Glucose wird schnell energetisch verwertet. Das Gehirn benötigt 400 kcal täglich, das entspricht 100g Glucose. Wird dieser Wert nicht erreicht, werden in der Leber Ketonkörper aus Fettsäuren produziert. Nur Ketonkörper und Glucose kann die Blut-Hirnschranke überwinden, Fettsäuren dagegen nicht.

Wenn man nun z.B. bei einer Mahlzeit 50g Kohlehydrate (Glucose) aufnimmt wird für die nächsten Stunden diese Glucose verbrannt und die Produktion von Ketonkörper gestoppt, selbst bei 100-150g KH geht der Körper über Nacht wieder in die Ketose sobald ihm die Glucose ausgeht.

Bei 2000 kcal Tagesgrundumsatz sind das rund 80 kcal pro Stunde Mindestbedarf. Daraus folgt 20g Glucose können den Körper eine Stunde mit Energie versorgen.

Ein neuer Aspekt bzgl. Fasten: Bekannt ist bereits, dass Nahrungskarenzen ab 14-16 Stunden die Autophagie aktivieren. Offensichtlich kurbelt Fasten auch die Produktion von Stammzellenan um die Reparatur zu unterstützen. Aber erst ab 24 Stunden Fastenzeit, somit ist das Intervallfasten für die Stammzellenaktivierung ungeeignet.

Es ist daher therapeutisch sinnvoll regelmäßig zusätzlich zum Intervallfasten auch vollständige Fastentage einzulegen. Ich mache gute Erfahrung mit 18 Uhr letzte Mahlzeit, den Tag darauf vollfasten und den Tag darauf ab 10 Uhr erst wieder essen, das entspricht einer Fastenzeit von über 40 Stunden und man bekommt auch den Effekt der Stammzellenproliferation. Ich halte ein 18/6 in Verbindung mit 6/1 therapeutisch für die beste Option.

Stammzellen sind ein wichtiger Genesungsfaktor, da diese quasi als Ersatzzellen für alle möglichen Organe fungieren. Es gibt auch eine Stammzellentherapie wo man Stammzellen infundiert bekommt, diese Therapien sind mit über 10.000 EUR Kosten sehr teuer. Werden aber teilweise nach Chemotherapieren von den Krankenkassen getragen. Da es bei Chemotherapieren zu einem massenhaften Zellsterben kommt, ähnlich wie bei FC-Toxizität, daher wird z.B. Ciprofloxacin auch als Chemotherapeutikum empfohlen. Hier könnte man, wenn es mal soweit ist, möglicherweise Krankenkassen in die Pflicht nehmen.

Aber bis es eventuell mal soweit ist, ist auch hier regelmäßiges Fasten die beste Option.

Defekte des Immunsystems stehen im Mittelpunkt des Alterns und einer Reihe von Krankheiten. Hier zeigen wir, dass langes Fasten den zirkulierenden IGF-1-Spiegel und die PKA-Aktivität in verschiedenen Zellpopulationen reduziert, was zu Veränderungen der Signaltransduktion in hämatopoetischen Langzeitstammzellen (LT-HSC) und Nischenzellen führt, die Stressresistenz, Selbsterneuerung und Abstammung fördern ausgeglichene Regeneration. Mehrere Zyklen des Fastens minderten die durch Chemotherapie verursachte Immunsuppression und Mortalität und die altersabhängige Myeloid-Tendenz bei Mäusen in Übereinstimmung mit vorläufigen Daten zum Schutz von Lymphozyten vor Chemotoxizität bei Patienten, die unter Nüchternheit standen. Die pro-regenerativen Wirkungen des Fastens auf Stammzellen wurden durch Mängel an entweder IGF-1 oder PKA rekapituliert und durch exogenen IGF-1 abgestumpft. Diese Ergebnisse verknüpfen die durch das Fasten verursachten reduzierten IGF-1-Spiegel mit der PKA-Signalgebung und legen ihre entscheidende Rolle bei der Regulierung des Schutzes der hämatopoetischen Stammzellen, der Selbsterneuerung und der Regeneration fest.


"Prolonged Fasting reduces IGF-1/PKA to promote hematopoietic stem cell-based regeneration and reverse immunosuppression"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4102383/

"A Periodic Diet that Mimics Fasting Promotes MultiSystem Regeneration, Enhanced Cognitive
Performance, and Healthspan"
https://www.cell.com/cell-metabolism/pd ... 50-4131(15)00224-7


https://www.youtube.com/watch?v=aadYEhTpeIk

https://www.youtube.com/watch?v=P3zJoZnqgOI
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11716

Beitragvon Karlken » 08.05.2019, 09:08

Hallo Krabiwi

Sehr interessant was du da schreibst.
Mich würde interessieren wie so ein 40stündiger "Fastentag" bei dir aussieht.
Was nimmst du zu dir?

m.f.G.
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11727

Beitragvon Krabiwi » 08.05.2019, 18:59

Hallo Karlken,

lediglich Wasser mit Magnesiumcitrat und den Vitaminkomplex.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11731

Beitragvon Karlken » 08.05.2019, 20:32

Hallo Krabiwi

Danke.
Werde ich nächste Woche Mittwoch mal antesten.

Gruß
Karlken
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11765

Beitragvon Kisser » 10.05.2019, 19:58

Hallo Krabiwi,

wenn ich solche Fastentage eingelegt habe, hatte ich bei der ersten Nahrungsaufnahme nach dem Fastentag gleich Durchfall.
Was verträgst oder ißt Du, wenn Du dann am nächsten Morgen wieder etwas zu Dir nimmst?

LG
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Ölsaaten, Hülsenfrüchte und Getreide einweichen?

#11875

Beitragvon Idgie » 18.05.2019, 09:36

Diesen interessanten Artikel habe ich gefunden:

http://rohkostlady.de/warum-nuesse-same ... inweichen/

Klingt irgendwie logisch.......

LG Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11885

Beitragvon Krabiwi » 18.05.2019, 17:00

Quellen gibt sie leider keine an, bezieht sich aber wahrscheinlich auf dieses Paper:

https://wiebaktmee.nl/cms/pdf/Schlemmer ... humans.pdf

Nüsse und Samen enthalten im Schnitt nur etwa 1-2% dieser Phytinsäure und diese bindet überwiegend Phosphor, der Effekt dürfte sich daher in Grenzen halten, vermutlich im Bereich 10-20% höhere Bioverfügbarkeit der Nährstoffe bei Einweichung.

Auf der anderen Seiten wurden bei Phytinsäure antioxidative und somit krebspräventive Wirkungen beobachtet.

Mal abgesehen von Geschmack und Konsistenz, da muss jeder für sich selbst entscheiden ob er seine Erdnüsse vor Verzehr erst 7 Stunden in Wasser einweichen will.
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11895

Beitragvon Forscher » 19.05.2019, 11:04

Ich weiche ein wo es geht und habe dadurch etwas weniger Verdauungsbeschwerden. Bei Walnüssen verbessert das Einweichen auf jeden Fall den Geschmack finde ich.

Unabhängig von der Phytinsäure macht Einweichen die meisten Lebensmittel weicher, und damit können Sie besser und leichter verdaut werden denke ich. Für gereizte Darmschleimhäute sind weichere Lebensmittel auf jeden Fall verträglicher.

Gruß,
Forscher
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11908

Beitragvon Schaf » 19.05.2019, 18:04

Das Einweichen geht in die Richtung, Lektine zu eliminieren und so das Essen bekömmlicher zu machen.
Hier eine interessante Lektüre zu dem Thema:
https://www.immuntherapie.at/boeses-gemuese_lektine/

carisi
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11937

Beitragvon carisi » 21.05.2019, 03:59

Als Gegengewicht zum Eingangspost "Die Glukose-Oxidation erzeugt freie Radikale, was bei der Fettsäure-Oxidation nicht der Fall ist.":

1. How to deal with oxygen radicals stemming from mitochondrial fatty acid oxidation

Oxygen radical formation in mitochondria is an incompletely understood attribute of eukaryotic cells. Recently, a kinetic model was proposed, in which the ratio between electrons entering the respiratory chain via FADH2 or NADH determines radical formation. During glucose breakdown, the ratio is low; during fatty acid breakdown, the ratio is high (the ratio increasing—asymptotically—with fatty acid length to 0.5, when compared with 0.2 for glucose). Thus, fatty acid oxidation would generate higher levels of radical formation.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4032520/


2. Oxidation of Fatty Acids Is the Source of Increased Mitochondrial Reactive Oxygen Species Production in Kidney Cortical Tubules in Early Diabetes

Mitochondrial fatty acid oxidation is the source of the increased net ROS production, and the site of electron leakage is located proximal to coenzyme Q at the electron transfer flavoprotein that shuttles electrons from acyl-CoA dehydrogenases to coenzyme Q.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22586586


3. Mitochondrial respiration and ROS emission during β-oxidation in the heart: An experimental-computational study

Model and experimental results show that, below a concentration threshold, lipids fueling proceeds without disrupting mitochondrial function; above threshold, lipids uncouple mitochondrial respiration triggering excess emission of oxidants while impairing antioxidant systems and the mitochondrial energy supply-demand response. These contributions are of direct use for interpreting and predicting functional impairments in metabolic disorders associated with increased circulating levels of lipids and metabolic alterations in their utilization, storage and intracellular signaling.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5482492/


4. Interplay between oxidant species and energy metabolism

Reactive oxygen species formation due to fatty acid oxidation might be involved in the pathogenesis of nonalcoholic fatty liver disease (NAFLD), the most common liver disorder worldwide.

https://www.sciencedirect.com/science/a ... 1715300112


Bei der ß-Oxidation kommt es also aufgrund der Verschiebung der FADH/NADH-Ratio (weil bei der ß-Oxidation u. a. mehr FADH entstehen) zu einer stärkeren ROS-Bildung im Mitochondrium.

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11946

Beitragvon Krabiwi » 21.05.2019, 13:02

carisi hat geschrieben:Als Gegengewicht zum Eingangspost "Die Glukose-Oxidation erzeugt freie Radikale, was bei der Fettsäure-Oxidation nicht der Fall ist.":


Diese Behauptung ist falsch, lies bitte den Eingangspost gründlich und richtig, nirgends wird behauptet Fettsäuren würden keine ROS erzeugen, denn bei ATP-Produktion entsteht immer ROS als Nebenprodukt.

Bei Fettsäure jedoch in vivo weniger als bei Glucose, eben weil (langkettige) Fettsäure erst das Transportprotein Carnitin benötigt um überhaupt in die Mt zu gelangen sowie anschließend die Beta-Oxidation durchlaufen muss bevor sie im Krebszyklus metabolisiert werden kann, Glucose benötigt diese Zwischenschritte nicht, drängt sich somit in den Krebszyklus und ist somit weit schneller in der OXPHOS, generiert schneller ATP aber dafür auch schneller ROS. Das ist übrigens der biochemische Grund warum ein hoher Konsum von leeren Kohlenhydraten mit hohem Glyx die Gesundheit schädigen.

In der folgenden Studie wurde beide Ernährungsformen direkt in vivo (also am Menschen, nicht in vitro bzw. Tiermodell) verglichen:

"Plasma total antioxidative status and muscle Cu/Zn-superoxide dismutase were decreased after high-carbohydrate meal only (P < 0 . 0 5). We conclude that a high-carbohydrate meal may evoke a greater postprandial oxidative stress response"
"Wir schließen daraus, dass eine kohlenhydratreiche Mahlzeit eine stärkere postprandiale Reaktion auf oxidativen Stress hervorrufen kann"

"Inflammatory and Oxidative Stress Responses to High-Carbohydrate and High-Fat Meals in Healthy Humans"
https://www.hindawi.com/journals/jnme/2012/238056/

Anm.: Der antioxidative Status der SOD1 (Cu/Zn) war nach Mahlzeiten mit hohem Kohlenhydratgehalt reduziert, nicht jedoch nach Mahlzeiten mit hohem Fettgehalt. Das bedeutet, dass bei Energie über Fettsäuren die manganhaltige SOD2 (u. auch SOO) im inneren der Mt bereits alle ROS abfangen kann so dass die intrazelluäre SOD1 gar nicht erst beansprucht wird.

Ich werde mir die verlinkten Studien bei Gelegenheit noch im Detail anschauen. Die Studien beziehen sich offensichtlich nicht auf ketogene Ernährung sondern auf Fettsäure-Metabolismus zusammen mit Glucose-Metabolismus wie er bei der normalen, kohlehydratreichen Ernährung in Wechselwirkung vorkommt. Wenn beide Energiepfade zur Energiegewinnung beansprucht werden, entsteht logischerweise auch mehr ROS.

Optimal sind daher Studien die den Fastenstoffwechsel, also die Ketose mit reinem Fettsäuren-Metabolismus und ohne Glykolyse, betrachten.

Z.B.:

" Zusammenfassend weisen unsere Ergebnisse darauf hin, dass Fasten eine robuste ernährungsbedingte Maßnahme zur Begrenzung von oxidativem Stress und mitochondrialer Dysfunktion ist"
"Fasting reduces oxidative stress, mitochondrial dysfunction and fibrosis induced by renal ischemia-reperfusion injury"
https://www.sciencedirect.com/science/a ... 4918324389

"Ketogene Ernährung verringert oxidativen Stress und verbessert die Aktivität des mitochondrialen Atmungskomplexes"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5012517/

MfG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11960

Beitragvon Krabiwi » 21.05.2019, 19:12

Neue Studie bzgl. ketogener Ernährung von 2018, weiter oben bereits gelistet. Anbei lediglich die Schlussfolgerung:

"Ernährungsketose und Mitohormese: Mögliche Auswirkungen auf die Mitochondrienfunktion und die menschliche Gesundheit"

"Die klinische Relevanz der Ernährungsketose für die Mitochondrienfunktion wird ferner durch die Förderung ketogener Diäten zur Behandlung von Mitochondrienerkrankungen belegt [19, 20, 26, 30, 247, 403]. Prominentestes Beispiel ist die Untersuchung mitochondrialer Anpassungen als Mechanismus für den bekannten Anti-Epilepsie-Effekt ketogener Diäten [19, 29, 33, 162, 247, 403–405]. Wie bereits erwähnt, können die dramatische Verschiebung des Energiestoffwechsels und die anschließende Zunahme der durch eine ketogene Diät induzierten Ketone im Blutkreislauf die Mitochondrienfunktion und die endogene Abwehr von Antioxidantien verbessern. Der Hauptmechanismus für diese Anpassungen scheint die erhöhte Nachfrage nach Fettoxidation zu sein, die sich aus einer Kohlenhydratrestriktion ergibt. Ketone selbst haben jedoch wichtige Stoffwechsel- und Signaleffekte, die die Mitochondrienfunktion und die endogene antioxidative Abwehr verbessern, was bedeutet, dass eine gut formulierte ketogene Diät einen größeren Nutzen haben sollte als eine nicht ketogene kohlenhydratarme Diät. Unabhängig von den Mechanismen implizieren die potenziellen Ergebnisse einen Schutz vor chronischen Krankheiten durch eine verbesserte Mitochondrienfunktion und damit ein geringeres Potenzial für oxidativen Stress und eine nachfolgende Pathologie. Es sind jedoch weitere Forschungen erforderlich, um besser zu verstehen, wie die Ketose die Mitochondrienfunktion in verschiedenen Geweben beeinflusst und wie diese Einflüsse sich auf Krankheiten des Menschen auswirken. Zukünftige Forschungen sollten sich auch darauf konzentrieren, die Auswirkungen der Kohlenhydratrestriktion von den direkten Auswirkungen von Ketonen zu unterscheiden."

5 Ketone als Antioxidantien und Signalmoleküle

Obwohl Ketone die Mitohormese möglicherweise nicht direkt induzieren, beeinflussen sie die antioxidative Abwehr (Abbildung 1). Darüber hinaus ist der Ketonstoffwechsel für die Anpassung der Mitochondrien von großer Bedeutung, da sich die zur Unterstützung der Ernährungsketose erforderlichen ketogenen und ketolytischen Enzyme in den Mitochondrien befinden.

JNME2018-5157645.001.jpg


β-Hydroxybutyrat und in einigen Fällen Acetoacetat tragen zum Schutz vor oxidativem Stress bei, indem sie die Produktion mitochondrialer reaktiver Sauerstoffspezies (mtROS) verringern, die Expression oder den Proteingehalt von antioxidativen Enzymen durch Histondeacetylase (HDAC) -Hemmung erhöhen und direkt abfangen Hydroxylradikal (• OH).Die Hochregulierung antioxidativer Enzyme durch HDAC-Hemmung umfasst Mangansuperoxiddismutase (SOD2), Katalase und Metallothionein II und wird wahrscheinlich durch den Transkriptionsfaktor Forkhead Box O 3a (FOXO3a) vermittelt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5828461/


Wurde bereits öfters erwähnt:

"Ernährungsketose und Mitohormese: Mögliche Auswirkungen auf die Mitochondrienfunktion und die menschliche Gesundheit"

"Die ketogene Diät (KD) ist eine Breitbandtherapie für verschiedene Formen der Epilepsie bei Kindern und Erwachsenen. Die Nützlichkeit der KD und Variationen dieser Diät zur Behandlung einer Vielzahl von neurodegenerativen Erkrankungen lassen auf gemeinsame zentrale Mechanismen schließen, die Ungleichgewichte im Energiestoffwechsel wiederherstellen (Abb. 4). Die zahlreichen Mechanismen, von denen bekannt ist, dass sie die Wirkungen der KD teilweise vermitteln (wie Erhöhung der FAO, Verringerung der Glykolyse, Verstärkung der zellulären Reaktionen auf oxidativen Stress usw.), lassen darauf schließen, dass die Manipulation dieser spezifischen Pfade ein attraktives Paradigma für experimentelle Therapien darstellen kann. Insbesondere bioenergetische Substrate und Enzyme können wünschenswerte Wirkstofftargets für die Behandlung vieler neurologischer Erkrankungen sein. Zusätzlich können die Signalwege, die sich entwickelt haben, um den zellulären Energiezustand zu erfassen und Widerstand gegen metabolischen Stress zu bieten, das beste Mittel sein, um die KD nachzuahmen. Zukünftige Forschungen in diesem aufstrebenden Gebiet könnten zur Aufklärung weiterer neuartiger Mechanismen führen, die die pleiotropen neuroprotektiven Wirkungen der KD vermitteln."

(↓Glykolyse) (↑Fettsäure Oxidation) (↓ROS)
2211fig4.jpg

Mechanismen für die neuroprotektiven Wirkungen der KD und ihrer Varianten. Die diätetischen Eingriffe sind in orange dargestellt; Die Stoffwechseleffekte der Diäten sind blau dargestellt. Die Energieerfassungspfade, die die Auswirkungen der Ernährungsumstellung vermitteln können, sind rot dargestellt. Die zellulären Wirkungen, die sich aus den Diäten und / oder den Energieerfassungswegen ergeben, sind grün dargestellt. Die breiten schützenden Wirkungen der Diäten und die resultierenden zellulären Wirkungen sind in Cyan gezeigt. Durchgezogene schwarze Linien kennzeichnen in der Literatur nachgewiesene Verknüpfungen. Gestrichelte schwarze Linien stellen mögliche, aber noch unbewiesene Verknüpfungen dar. Weitere Details finden Sie im Text.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4617125/

Letztere Studie bezieht sich zwar auf Neuronen aber Mt sind Mt, Ketonkörper sind Ketonkörper, SOD ist SOD, Krebszyklus ist Krebszyklus, OXPHOS ist OXPHOS, usw. egal in welcher Art von Zelle. Künftige Studien z.B. für Myozyten werden daher zu ähnlichen Ergebnissen kommen.


Die generelle Wirkung und Tendenz ist offensichtlich, es geht lediglich noch darum Details zu klären.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11961

Beitragvon Krabiwi » 21.05.2019, 19:31

Hochinteressanter Vortrag von Prof. Dr. med. Michalsen über Fasten, Bewegung, Stress und Ernährung:

https://www.youtube.com/watch?v=cEuRt9wPTfA

Bis auf vegane Ernährung würde ich dem größtenteils zustimmen. Proteine sind chemisch gesehen Proteine, egal ob pflanzlich oder tierisch. Einmal hat er sich versprochen, als er sagte Ketone könnten die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden. Die positive Wirkung der Kälte-Wärme-Therapie also Kneipp und Sauna sind darauf zurückzuführen, dass diese die Biogenese der Mt anregen.

Er ist übrigens Jahrgang 1961 und wird somit bald 60. Wenn er sich die Haare noch färben würde, könnte man ihn locker auf 40 schätzen, er lebt offensichtlich das was er vorträgt.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11970

Beitragvon Schorsch » 22.05.2019, 12:52

Hi Krabiwi,

ja Michalsen macht das so, ich habe alle seine Bücher gelesen. Er hat wohl auch viel vom Vater vererbt bekommen und auch irgendwann im Umbruch erst gegen ca. 40 rum angefangen konsequent den Lifestyle umzustellen, zuvor hatte das auch für Ihn kaum Stellenwert. Logo als junger Student / währen Arztausbildung etc... braucht man das nicht und hat sicher andere Faxen im Kopf. Da denkt man noch man ist unkaputtbar. Auch die Eisdusche von Gliedmaßen langsam angefangen mache ich z.B. auch jeden Tag beim Duschprogramm wie er. Kneipp statt Kneipe heißt es unter Flox ! Intervallfasten betreibt er auch täglich unter der Woche.

Kuklinski macht das scheinbar nicht so. Der sieht ziemlich ungesund aus, obwohl er geistig genau weiß wie die Zellen ticken :-)

Gruß Schorsch
Levofloxacin zwei Tage je 500 mg Kapsel im Juli 2015

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11995

Beitragvon Schorsch » 22.05.2019, 20:15

Hi Krabiwi,

ja die Charitee ist in der Fastenforschung aktiv dabei und mit vielen Experten vernetzt. Das ist Michalsen der das im wesentlichen vorantreibt. Es werden auch verschieden Fastenstudien durchgeführt. Valter Longo US Forscher hat ja die Fasten Therapie mit der Chemotherapie untersucht und die Schutzwirkung festgestellt. Er und Michalsen sind eng in Kontakt. Steht alles in den Büchern auch wie sich das ganze empirisch stützt.

Dann werden auch die Bluezones erwähnt (Regionen in den Menschen durchschnittlich am ältesten werden). Das ganz gibt ein Glasklares Bild.

Gruß Schorsch
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#11993

Beitragvon Krabiwi » 22.05.2019, 22:28

Hallo Schorsch,

ja nach low carb und Fasten sieht Kuklinskis Figur nicht aus. Er hat das Intervallfasten in den Büchern nicht auf dem Schirm, lediglich das Heilfasten. Auch sein Spätstück ist mit Intervallfasten unvereinbar. Dabei muss man beachten, dass sein Buch vor 2016 geschrieben wurde. Die Erkenntnis, dass die Autophagie bereits ab 16 h Nahrungskarenz beginnt wurde erst mit dem Nobelpreis 2016 allgemeiner bekannt. In diesem Punkt ist Kuklinski zumindest in den Büchern nicht auf dem Stand der Forschung.

Hier gibt es noch zwei interessante Reportagen des BR. Einmal generell zum Fasten und auch mal ein Arzt namens Dr. Markus Bock der seine MS Patienten erfolgreich auf ketogene Ernährung als dauerhafte Therapie setzt sowie eine Reportage speziell über Intervallfasten. Alles nichts Neues und vereinfacht aber schön präsentiert und animiert:


https://youtu.be/t03Z9o4d9hw?t=1569


https://www.youtube.com/watch?v=7DJIy_aYAnc

Die scheinen in der Charite Berlin sehr aktiv bzgl. der Fastenforschung zu sein.

Dr. med. Markus Bock praktiziert auf Privatleistung in Berlin und man kann Termine vereinbaren:

https://drbock-berlin.de/

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12062

Beitragvon Slomotion14 » 26.05.2019, 07:36

Hallo, ich frage mich immer was mit Milchprodukten ist ? Also Milch wegzulassen ist ja das eine aber was ist mit Quark, Joghurt? Ich weiß einfach nicht wie ich sonst mein Frühstück gestalten soll.

LG

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12122

Beitragvon Mitochondrion » 27.05.2019, 12:42

@Krawibi:

Ich nehme gerne morgens 10g Chlorella zu mir, um mich etwas mit Mineralien/Spurenelementen aus natürlicher Quelle zu fluten. Chlorella enthält auf 10g jedoch ca. 1,2g Kohlenhydrate, davon 0,37g Zucker - außerdem 6g Eiweiß.

Würde dies der Autophagie signifikant entgegenwirken, wenn ich diese Menge Chlorella während der Fastenzeit als NEM zu mir nehme? Lieber NUR Vitamine/Anti-Oxidantien + Magnesium? Kannst Du eine bestimmte Elektrolytlösung ohne Brennwert empfehlen?

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12125

Beitragvon Silvia » 27.05.2019, 13:58

Puh, hab mich jetzt etwas schlau gelesen was alles KH u Glucose,.... hat, was man nur bei Löw Carb alles darf.... mit Familie u Job nicht leicht umzusetzen, muss ich gestehen! Wir essen eigentlich gesund, Gemüse, Obst, Salate,.... aber da fällt ja auch viel weg :roll:
Frage: wann kann man wieder normal gesund essen, ohne extremer Einschränkung? Geht ihr da nach Gefühl? Wenn ich hier lese, dass dann die Sehnen wieder schmerzen, ist es ein klares Zeichen, aber wie ist es bei anderen Symptomen, wie innere Unruhe, Depressionen, Angstzuständen? Wenn das immer weniger wird, kann man sagen das man nicht mehr so streng sein muss?
Lg Silvia

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12134

Beitragvon cf12 » 27.05.2019, 16:42

Hallo Silvia,

die LOGI Kost ist nicht so streng wie die ketogene Ernährung. Viele KH sollten vermieden werden, aber man kann sie gelegentlich in kleinen Mengen essen. Bei leichten Beschwerden reicht es bereits aus, wenn man die KH soweit reduziert, dass man das Gewicht hält oder ganz leicht abnimmt. Gute Besserung! :)

Viele Grüße und eine schöne Woche

cf12

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12152

Beitragvon Silvia » 27.05.2019, 23:16

Hallo cf12!
Danke für deine Rückmeldung, ich werde sie mal reduzieren so weit wie möglich.
Lg

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12277

Beitragvon Krabiwi » 31.05.2019, 11:32

Slomotion14 hat geschrieben:Hallo, ich frage mich immer was mit Milchprodukten ist ? Also Milch wegzulassen ist ja das eine aber was ist mit Quark, Joghurt? Ich weiß einfach nicht wie ich sonst mein Frühstück gestalten soll.

LG


Milch ist schlecht wegen dem Wachstumsenzym mTOR welches die Zellteilung und somit Alterung beschleunigt. Unter Flox ist es zusätzlich äußerst kontraproduktiv wenn sich schwer beschädigte Zellen teilen solange die beschädigte mtDNA überwiegt. Joghurt, Sahne, Quark und Käse sind ok da hier weit weniger mTOR vorhanden ist. Außerdem gibt es noch Kokosmilch, die ist kräftig u. nahrhaft.

Würde dies der Autophagie signifikant entgegenwirken, wenn ich diese Menge Chlorella während der Fastenzeit als NEM zu mir nehme? Lieber NUR Vitamine/Anti-Oxidantien + Magnesium? Kannst Du eine bestimmte Elektrolytlösung ohne Brennwert empfehlen?


Der "Timer" der Autophagie wird wahrscheinlich bei jeder Insulinreaktion zurückgesetzt. Es ist möglich dass man ganz kleine Menge essen kann ohne den "Timer" zurückzusetzen, das ist aber nicht sicher und wahrscheinlich individuell verschieden. Auf der sicheren Seite ist man nur wenn man in der Fastenphase keine Kalorien zu sich nimmt, also auch kein Chlorella.


Frage: wann kann man wieder normal gesund essen, ohne extremer Einschränkung? Geht ihr da nach Gefühl? Wenn ich hier lese, dass dann die Sehnen wieder schmerzen, ist es ein klares Zeichen, aber wie ist es bei anderen Symptomen, wie innere Unruhe, Depressionen, Angstzuständen? Wenn das immer weniger wird, kann man sagen das man nicht mehr so streng sein muss?


Die "normale" von der Schulmedizin propagierte Ernährung mit 50% KH-Anteil ist generell eine ungesunde Ernährung, da diese in der menschlichen Evolution so nicht praktiziert werden konnte, unser Organismus ist daher darauf nicht ausgelegt und führt langfristig zu Krankheiten. Lediglich regelmäßiges Fasten, kann den die oxidativen Zellschäden welche die kohlenhydratreiche Ernährung verursacht entgegenwirken.

Ketose ist ein Metabolismus der therapeutisch genutzt werden kann, da diese eng mit dem Fasten verbunden ist und ähnlich wirkt ohne auf Nahrung verzichten zu müssen.

Mit LOGI kommt man nicht in die therapeutische Ketose.

Sobald es einem besser geht kann man an einzelnen Tagen auch wieder mehr KH essen und sündigen. Bei Gemüse gibt es eigentlich keine Einschränkungen, bei Obst bis auf Bananen und Datteln fast auch nicht, es kommt immer auf die Menge an. Wichtig ist erstmal, dass man leere KH wie Weizenmehl, Stärke und Zuckerzusätze vollständig aus der Ernährung verbannt.

Man kann auch bei Keto Torte, Weiße Schokolade, Kartoffeln und Reis essen, solange man 50g KH täglich nicht überschreitet.
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12280

Beitragvon Krabiwi » 31.05.2019, 11:39

Die Ketose erhöht die Synthese von GABA.

"Ketosis and Brain Handling of Glutamate, Glutamine and GABA"
"Wir nehmen an, dass ein Mechanismus der antiepileptischen Wirkung der ketogenen Diät darin besteht, den Umgang des Gehirns mit Glutamat zu verändern. Gemäß dieser Formulierung ist der Astrozytenstoffwechsel im ketotischen Gehirn aktiver, was zu einer verstärkten Umwandlung von Glutamat in Glutamin führt. Dies ermöglicht:(a) eine effizientere Entfernung von Glutamat, dem wichtigsten exzitatorischen Neurotransmitter; und (b) effizientere Umwandlung von Glutamin zu GABA, dem hauptsächlichen inhibitorischen Neurotransmitter."
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2722878/

"Ketogenic Diet and Epilepsy: What We Know So Far"
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6361831/


Glucose-Ketones.jpg

https://healthimpactnews.com/2018/high- ... al-health/
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12288

Beitragvon Cypho » 31.05.2019, 15:01

Hallo Krabiwi,
ist es wirklich sicher, das KH nicht zu der Ernährung unserer Vorfahren gehörten?
In Israel wurde bereits vor 23.000 Jahren damit begonnen Getreide anzubauen. Vorher wurde bereits Wildgetreide konsumiert.
Auch die Dattelpalme wird bereits seit 8.000 Jahren kultiviert.
Im übrigen stand die Wiege der Menschheit in Afrika, wo das ganze Jahr über wilde Obstsorten zur Verfügung stehen. Warum sollte Homo sapiens bei seiner Ernährung auf KH-haltiges Obst und Wurzeln bzw. Wildgetreide verzichten?
Der frühe Mensch war ein Allesfresser. Der Anteil an tierischer und pflanzlicher Nahrung kann heute nicht wirklich festgestellt werden.

Beste Grüße Cypho

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12290

Beitragvon Krabiwi » 31.05.2019, 15:46

Cypho hat geschrieben:Hallo Krabiwi,
ist es wirklich sicher, das KH nicht zu der Ernährung unserer Vorfahren gehörten?


Hallo Cypho,

lies bitte meine Beiträge sorgfältig, nirgends wird behauptet, dass KH NICHT zur Ernährung gehörten. Natürlich gehörten KH zur Ernährung der Vormenschen dazu und zwar in Form von Obst, Gemüse und Nüssen. Aber eben nicht in Höhe von 50% ganzjährig.

Cypho hat geschrieben:In Israel wurde bereits vor 23.000 Jahren damit begonnen Getreide anzubauen. Vorher wurde bereits Wildgetreide konsumiert.
Auch die Dattelpalme wird bereits seit 8.000 Jahren kultiviert.


Selbst 23.000 Jahre sind evolutionär keine Zeit. Wir reden hier von vielen Millionen Jahren ohne Landwirtschaft.

Cypho hat geschrieben:Im übrigen stand die Wiege der Menschheit in Afrika, wo das ganze Jahr über wilde Obstsorten zur Verfügung stehen.


Die Out-of-Africa Theorie ist seit 2017 höchst umstritten, da auf dem Balkan Hominide gefunden wurden die 200.000 Jahre älter sind als die Funde in Afrika.
https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... uropa.html

Cypho hat geschrieben:Warum sollte Homo sapiens bei seiner Ernährung auf KH-haltiges Obst und Wurzeln bzw. Wildgetreide verzichten?
Der frühe Mensch war ein Allesfresser. Der Anteil an tierischer und pflanzlicher Nahrung kann heute nicht wirklich festgestellt werden.
Beste Grüße Cypho


Mach doch mal eine Rechnung über den Nährwertrechner wie ein Steinzeit-Mensch ohne Landwirtschaft auf 50% KH-Anteil kommen sollte. Erst für den Sommer und dann für den Winter.

Im Sommer kriegt man es womöglich noch mit Mühe über Obst und Wildgetreide hin. Aber selbst da wird es schwierig, da Obst zu 80-90% aus Wasser besteht und somit im Gegensatz zu Samen kaum Kalorien zusammenkommen.

Im Winter gab es logischerweise ausschließlich Fleisch und Samen/Nüsse, wie willst du da auf 50% KH kommen?

Wenn KH immer im Überfluss vorhanden waren, warum gibt es dann den äußerst effizienten Fettstoffwechsel und Ketonkörper? Eben.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12316

Beitragvon cf12 » 31.05.2019, 21:52

Hallo Cypho,

hier kann ich Krabiwi nur zustimmen. Außerdem "schaden" die traditionellen Obst- und Getreidesorten unserem Körper kaum, während die modernen Sorten wegen der hohen Anteile an kurzkettigen KH (z.B. Zucker + Fruchtzucker in modernen Obstsorten) bei einer Stoffwechselstörung sehr schädlich sind. :)

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

cf12

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12324

Beitragvon Krabiwi » 01.06.2019, 06:49

Hallo cf12,

exakt, denn Wildweizen waren keine leeren KH, denn man aß die Kleie, also die nährstoffreiche Schale des Weizens, mit.

Heute wird die Kleie abgetrennt, reines Weizenmehl sind leere KH, liefern massig Energie in Form von Glucose (↑ATP, ↑ROS), aber dadurch dass leere KH die Antioxidantien nicht mitliefern entstehen auf kurz oder lang oxidative Zellschäden, u.a. an der DNA. Das ist die biochemische Ursache für die Schädlichkeit der leeren KH.

Weizenkleie dagegen ist das reinste antioxidative Superfood, voll mit Magnesium und Spurenelementen. Weizenmehl verfüttert man an den Menschen, die Kleie ans Vieh.

Dazu kam, dass man in der Vorzeit, ohne Supermarkt und Kühlschrank zwangsweise täglich im Intervall fasten musste.

Fazit: Man kann sich (wenn man gesund ist) problemlos ein lebenlang kohlenhydratreich ernähren wenn diese nicht leer sind und man zusätzlich ab und an im Intervall fastet.

Das Hauptproblem das wir hier speziell haben ist, wir sind alles andere als gesund. Im Gegenteil, unsere Zellen sind oxidativ bereits teils schwer geschädigt.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12326

Beitragvon Krabiwi » 01.06.2019, 08:05

In dem Kontext auch noch was zum Nährstoffgehalt von Obst etc im Laufe der Zeit, er wird ständig niedriger und somit wird auch Obst immer mehr zu leeren KH:

naehrstoffverluste-1985-1996.jpg

https://www.dr-gahlen.de/informationen/ ... rnaehrung/


Schon alleine das ist ein Grund alle Nährstoffe präventiv zu ergänzen.
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12327

Beitragvon Idgie » 01.06.2019, 08:58

Krabiwi hat geschrieben:
exakt, denn Wildweizen waren keine leeren KH, denn man aß die Kleie, also die nährstoffreiche Schale des Weizens, mit.

Heute wird die Kleie abgetrennt, reines Weizenmehl sind leere KH, liefern massig Energie in Form von Glucose (↑ATP, ↑ROS), aber dadurch dass leere KH die Antioxidantien nicht mitliefern entstehen auf kurz oder lang oxidative Zellschäden, u.a. an der DNA. Das ist die biochemische Ursache für die Schädlichkeit der leeren KH.

Weizenkleie dagegen ist das reinste antioxidative Superfood, voll mit Magnesium und Spurenelementen. Weizenmehl verfüttert man an den Menschen, die Kleie ans Vieh.


Hallo,

ich möchte da noch ergänzen, daß bei Weißmehl auch der Keim entfernt wird, also nur noch der reine wertlose Mehlkörper gemahlen wird. In Kleie und Keim sind die hochwertigen Inhaltsstoffe eines Getreidekorns.

Gruß, Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12328

Beitragvon Krabiwi » 01.06.2019, 09:15

Hallo, eben und Kleie sowie Keime haben mehr Protein und Ballaststoffe als Glucose-KH, dazu einen moderaten Fettgehalt. Damit ist unverarbeiteter Weizen ein ausgewogenes Nahrungsmittel.

Um nochmal auf die oben angestoßene Rechnung zurückzukommen, 50% KH-Anteil entspricht etwa 250g KH täglich. Um dies zu realisieren hätte ein europäischer Vorzeitmensch müssen beispielsweise 2,5 kg Äpfel, Beeren oder Birnen täglich essen.

Also selbst im Sommer eine Herausforderung, im Winter unmöglich.

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12329

Beitragvon Cypho » 01.06.2019, 11:00

Hallo Krabiwi,

ich wollte hier in kein Wespennest stechen. Ich gebe nur zu bedenken, das die Evolution die Speichelamylase hervorgebracht hat, mit der die KH-Verdauung beginnt.
Weiterhin entwickelte sich die Bauchspeicheldrüse mit dem Pankreassaft, der ebenfalls zur Aufspaltung der KH dient.
Ich glaube nicht, das sich das in der Evolution wegen max. 50 Gramm KH/Tag entwickelt hätte.
Aber low carb ist heutzutage eine Ideologie. Gegen Ideologien hat man mit Argumenten keine Chance. Das kann in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen.

Cypho

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12330

Beitragvon Krabiwi » 01.06.2019, 12:13

Hallo Cypho,

du hast in kein Wespennest gestochen, sondern Argumente gebracht und diese wurden entkräftet bzw. widerlegt, damit muss man klar kommen wenn man den Diskurs sucht.

Ich gebe nur zu bedenken, das die Evolution die Speichelamylase hervorgebracht hat, mit der die KH-Verdauung beginnt.
Weiterhin entwickelte sich die Bauchspeicheldrüse mit dem Pankreassaft, der ebenfalls zur Aufspaltung der KH dient.


Völlig korrekt und niemand behauptet KH seien per se schlecht und nicht Teil der Evolution, lediglich die leeren KH sowie der Anteil der KH an der Ernährung werden hinterfragt. Also mit welcher Nahrung kam der Vorzeitmensch im Winter auf 50% KH? Du bist hier noch eine Antwort schuldig.

Ich glaube nicht, das sich das in der Evolution wegen max. 50 Gramm KH/Tag

Du hast nicht verstanden um was es dabei geht, es geht um potenzielle Therapie mittels Ketose für geschädigte Menschen, nicht um Ernährungsempfehlungen für gesunde Menschen. Der gesunde Mensch kann sich durchaus problemlos mit über 100g - 200g vollwertigen KH ernähren und ab und an mal fasten. Bin selbst mit stetiger Genesung dabei den KH-Anteil an manchen Tagen gezielt zu erhöhen, so dass ich tagsüber ein paar Stunden Glucose-Metabolismus habe und Nachts wieder in die Ketose rutsche.

Aber low carb ist heutzutage eine Ideologie. Gegen Ideologien hat man mit Argumenten keine Chance. Das kann in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen.

Die Studien zu den Vorteilen von Fasten, Low Carb und Ketose sind hier zu genügen aufgeführt und ständig kommen neue dazu, da immer mehr Biochemiker sowie Therapeuten seit dem Nobelpreis 2016 das therapeutischen Potenzial erkennen.

Hier daher zu behaupten es sei eine Ideologie strotzt von Ignoranz und Realitätsverweigerung. Die 50% KH sind nachweislich ein Glaubenssatz der die Menschen mittel- bis langfristig dick und krank macht, bzw bei kranken Menschen die Selbstheilungskräfte mindert. Wie geht es dir 2,5 Jahre postflox mit deiner kohlenhydratreichen Ernährung?

MfG
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12371

Beitragvon Krabiwi » 03.06.2019, 09:50

Für alle Interessierten und Unvoreingenommenen ein hervorragender Vortrag über Fette in der Ernährung, der auch aufklärt woher der Mythos des bösen Fettes kommt. Nämlich aus einer falschen Studie von vor 50 Jahren, welche die Länder mit hohem Fettkonsum und wenig Herz-Kreislauferkrankungen schlicht ignorierte und sich nur die Länder mit hohem Fettkonsum (und hohem KH-Konsum) herauspickte.

Er geht auch darauf ein warum tierisches Fett vermeintlich schlechter als pflanzliches Fett ist, chemisch gesehen sind Fettsäuren nämlich Fettsäuren, egal ob in Pflanzen oder Fleisch. Jedoch wird Fleisch meist bei hohen Temperaturen gebraten und gegrillt (über 200°C), hier entstehen dann toxische Transfette und Nitrosamine (wie auch bei pflanzlichen Backwaren). Daher sollte Fleisch immer möglichst schonend gebraten (bis max. 180°C) werden, so auch die Empfehlung von Kuklinski.

Damit wäre nicht Fleisch schlecht, sondern die Verarbeitung bei zu hohen Temperaturen.

Auf das Fasten, Vitamin D etc geht er ebenfalls ein. Unterm Strich ein sehr guter und kurzweiliger Vortrag auf dem Niveau von Michalsen.

https://www.youtube.com/watch?v=xwSPLAkkRYc
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12372

Beitragvon Cypho » 03.06.2019, 11:04

Du hast mit allem Recht. Die Menschheit ernährt sich seit einer Million Jahren streng low carb.
Und alle, die schwer durch Levo geschädigte Sehnen und Gelenke haben, genesen nur deshalb nicht weil sie zu viele KH essen.
Ich habe das schon an Sanofi geschrieben, das Levo (Tavanic) bei entsprechender low carb Ernährung keine langfristigen Schäden macht.
Die Probleme sind gelöst.

Cypho

PS: Danke dem Herrgott, das du nur 2 Tabletten Moxi geschluckt hast. Ich würde gerne mit dir tauschen. Aber nicht um low carb zu geniessen. Sondern deiner niedrigen FC-Gesamtdosis wegen. Und Moxi hat nicht diesen verfluchten Piperazinring, der die Sehnen und Gelenke zerlegt.

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12387

Beitragvon Krabiwi » 03.06.2019, 16:58

Hallo Cypho, versuch bitte sachlich zu bleiben, mir geht die zunehmende Ignoranz einiger hier langsam gewaltig auf den Zeiger und ich frag mich warum ich mir das noch freiwillig antue. Ärzte kriegen wenigstens ein Honorar damit sie sich mit Patienten rumreißen. Ich werde demnächst noch eine Art Abschlussbericht in meiner Geschichte verfassen u. dann ist hier Schluss. Zu gegebener Zeit wird meine eigene Website bzgl. dem antioxidativen Therapieansatz kommen, die vollständig auf Studien u. Quellenangaben basieren wird.

Cypho hat geschrieben:Die Menschheit ernährt sich seit einer Million Jahren streng low carb.

Zumindest in den kalten Jahreszeiten oder mit welcher Nahrung kommst du im Winter auf 50% KH? Ich warte immer noch auf deine exemplarische Rechnung, jetzt mal Butter bei die Fische statt ständig auszuweichen.

Cypho hat geschrieben:Und alle, die schwer durch Levo geschädigte Sehnen und Gelenke haben, genesen nur deshalb nicht weil sie zu viele KH essen.

Es behauptet eben niemand, dass das der einzige Faktor sei, aber es ist ein Faktor, da auch Tendinozyten Mitochondrien u. somit mtDNA enthalten. Wenn die mtDNA-Kopien alle hinüber sind, dann hilft logischerweise auch hier nichts mehr. Das hab ich bereits öfters erwähnt und das ist doch das was du lesen möchtest, dass u.U. nichts mehr hilft. Hier bitte hast du es nochmal und ich hoffe du bist nun zufrieden.


Cypho hat geschrieben:Ich habe das schon an Sanofi geschrieben, das Levo (Tavanic) bei entsprechender low carb Ernährung keine langfristigen Schäden macht.
Die Probleme sind gelöst.

Ich verstehe deinen Frust, aber den seichten Sarkasmus kannst du dir schenken. Was hast du von den wissenschaftlichen Erkenntnissen hier denn bisher umgesetzt?

Cypho hat geschrieben:PS: Danke dem Herrgott, das du nur 2 Tabletten Moxi geschluckt hast. Ich würde gerne mit dir tauschen. Aber nicht um low carb zu geniessen. Sondern deiner niedrigen FC-Gesamtdosis wegen. Und Moxi hat nicht diesen verfluchten Piperazinring, der die Sehnen und Gelenke zerlegt.


Meine initial verkrüppelnde Reaktion versuchen zu verharmlosen ist unverschämt. Moxifloxacin hat eine längere Halbwertszeit als andere FCs u. insbesondere bei den Muskeln, Nerven, Haut- und Leberzellen eine äußerst toxische Wirkung, aber auch bei Sehnen, der einzige mir bekannte Fall bei dem eine 23-Jährige direkt elendig verreckte war nach Moxifloxacin, bei den anderen FC's sind es meist ältere Ü60. Zusätzlich bekam ich Cipro bereits ein paar Jahre zuvor. Ich verbitte mir hier also eine Verharmlosung.

Ich hatte selbst Sehnen- und Gelenkprobleme, war rollstuhlreif und konnte 3 Monaten kaum stehen, dann 6 Monate nicht weiter als 100m am Stück laufen, dazu noch CFS und 30 andere NW, aber diese heilten wie alles andere langsam aber stetig ab. Jetzt geh ich bei dem schönen Wetter gleich mal wieder 2km zügig spazieren, später drück ich noch 30 kg an der Bank.

Fastest du im Intervall? Wahrscheinlich nicht mal das. Wenn du nur halb soviel Energie in die Therapieansätze investieren würdest wie in deinen Drang alle Studien u. positiven Genesungsberichte zu leugnen u. Ausreden zu finden um nichts zu tun, würde es dir heute womöglich stellenweise besser gehen.

Du hast Darmprobleme wenn ich mich richtig erinnere, auch hier kann Intervallfasten u.a. massiv den Darm entlastest so dass er u.U. heilen kann.

Das mit den Sehnen ist so eine Sache, aber auch hier ist es sicherlich ein Ansatz solange noch ein paar intakte mtDNA-Kopien vorhanden sind. Meine moderat geschädigten Sehnen sind auch gut abgeheilt.

Nicht nur an Cypho sondern jeden der sich angesprochen fühlt: Fühlt euch doch nicht immer angegriffen wenn etwas anderen hilft aber nur euch nicht (obwohl ihr es erfahrungsgemäß meist nichtmal versucht habt o. es einfach falsch umsetzt, ja man kann viel falsch machen), so ist das halt bei Flox u. Mitochondriopathien generell, wenn der Schaden zu groß ist oder die Umstände schlecht sind heißt es entweder sehr lange Geschichte oder gar Game Over. Dann hilft nichts mehr was aktuell verfügbar ist. Wer glaubt er sei am Ende soll halt aufgeben, mir ist das Wurst denn jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber bitte dann nicht aus Frust diejenigen anzicken die um ihre Gesundheit kämpfen und versuchen zu retten was zu retten ist.

Sanofi, Bayer, EMA, Bfarm und Co geben übrigens einen Scheiß drauf ob ein Gefloxter wieder auf die Beine kommt oder dran verreckt. Es juckt keinen wirklich, das sollte spätestens nach der EMA-Farce klar sein, also findet euch damit ab und zieht die Konsequenzen daraus.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12413

Beitragvon Vanessa_p » 04.06.2019, 13:37

Hallo zusammen,

kann mir einer von euch erklären, wie ich mehr Fett aufnehmen kann? Ich esse gern Nüsse und Avocado, aber ungern Sachen welche "nach Fett schmecken". Ich versuche es gerade mit LowCarb und Intervallfasten, habe aber nur wenig Fettreserven und bräuchte da ein bisschen Nachhilfe.

Grüße, Vanessa

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12414

Beitragvon Schorsch » 04.06.2019, 19:44

Hallo,

Google mal nach der Aminosäure Carnitin und informiere dich hier. Wichtiger als Aufnahme und Speicherung von Fett ist es, das deine Zellen / Mitochondrien daraus saubere Energie gewinnen können.

L-Carnitin bindet beim Energiestoffwechsel langkettige Fettsäuren, die beim Fettabbau entstehen, an sich und transportiert sie in die Mitochondrien.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fettstoffwechsel und weitere Quellen / Infos einholen

Gruß Schorsch
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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12576

Beitragvon EagleEyeC » 11.06.2019, 18:29

Hallo zusammen

Eine Frage betreffend Intervallfasten, welche sich bisher nicht durch Internet-Recherche eindeutig beantworten liess:

Wie strikt seit ihr wegen den Kalorien in den 16 Stunden? Klar kann mir hier niemand eine klare Antwort geben, aber denkt ihr wenige Kalorien wie Magnesium-Citrat 2.4g KH/300mg; Omega 3 Fettsäure-Kapsel; Tee (ja, hat auch Kalorien!) haben da einen Einfluss?

Lg. EEC

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12577

Beitragvon Idgie » 11.06.2019, 19:05

Hallo EEC,

ich nehme die NEMs, trinke zum morgens ungesüßten Tee und ansonsten Wasser. Sonst nehme ich in den 16 Stunden nichts zu mir.
Omega 3 nehme ich zu meiner Mittagsmahlzeit.

LG Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12586

Beitragvon striker_06 » 12.06.2019, 00:17

Hallo EEC,

so wie ich es bislang verstanden habe, enthält Mg-Citrat keine Kalorien. Deine Frage beschäftigt mich grundsätzlich jedoch auch, im Internet findet sich lediglich die Angabe, dass unter 50kcl die Autophagie nicht stören sollten - jedoch wiederum ohne Quellenangabe. Ich recherchiere zu der Frage demnach auch schon einige Wochen und konnte keine zufriedenstellende Antwort finden. Ehrlich gesagt bin ich mir bei dem Mg-Citrat auch wieder etwas unsicher, da das Citrat an sich ja wiederum Kalorien enthalten müsste?! Daher kann ich leider kein Licht ins Dunkel bringen, sondern schließe mich gerne deinen Fragen an...

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12588

Beitragvon cf12 » 12.06.2019, 00:44

Hallo EEC,

Insulin hemmt die Autophagie/Mitophagie, aber ich kenne den evtl. "Schwellwert" nicht. Galactose hemmt die Autophagie/Mitophagie nicht oder nur wenig und man könnte den Tee evtl. mit Galactose "süßen". :think:

Viele Grüße

cf12

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12589

Beitragvon Krabiwi » 12.06.2019, 01:38

striker_06 hat geschrieben:Hallo EEC,

so wie ich es bislang verstanden habe, enthält Mg-Citrat keine Kalorien. Deine Frage beschäftigt mich grundsätzlich jedoch auch, im Internet findet sich lediglich die Angabe, dass unter 50kcl die Autophagie nicht stören sollten - jedoch wiederum ohne Quellenangabe. Ich recherchiere zu der Frage demnach auch schon einige Wochen und konnte keine zufriedenstellende Antwort finden. Ehrlich gesagt bin ich mir bei dem Mg-Citrat auch wieder etwas unsicher, da das Citrat an sich ja wiederum Kalorien enthalten müsste?! Daher kann ich leider kein Licht ins Dunkel bringen, sondern schließe mich gerne deinen Fragen an...


Nach der Quelle haben 100g Mg-Zitrat etwa 1 kkcal, also so gut wie Nichts wenn man bedenkt, dass man täglich nur 3-5g nimmt. Ähnlich ist es mit Tee ohne Zusätze.
https://fddb.info/db/de/lebensmittel/di ... index.html

Fragen werden in der Doku beantwortet:
https://youtu.be/vLkAPQwvsr0?t=945

Ich vermute, dass alleine die Insulinreaktion ausschlaggebend ist und selbst 100ml Leinsamenöl mit 900 kcal, also pures Keto, den Timer nicht beeinflussen würde.

Man spürt ja selbst wenn die Mitophagie einsetzt, also ich werde zumindest ab 16 Stunden fasten spürbar schwächer, was logisch ist da wenn Mt recycelt werden auch weniger Energie (ATP) produziert wird. Selbst 1-2 Maltit-Bonbons die so gut wie keine Insulinreaktion verursachen scheinen den Timer nicht zu beeinflussen.

Auch beim Heilfasten werden Suppen gegessen.

Eine bestimmte kalorische Schwelle ist jedoch bisher biochemisch nicht belegt und auf der sicheren Seite ist man daher ausschließlich mit absolutem Kalorienverzicht.
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„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: Therapeutische Ernährung und Fasten

#12675

Beitragvon Fee1970 » 13.06.2019, 19:56

Hey alle.
Also ihr leistet hier ja echt eine super durchdachte Arbeit.
Respekt.
Und super Rezepte!

cf12 warum machst du solange diese LOGI Ernährung?

Bei all den Hinweisen möchte ich ebenfalls etwas dazu beitragen, mit dem ich mich das ganze letzte Jahr intensiv beschäftigt habe. Nämlich Folgeprobleme bei Darmstörungen.
In anderen Beiträgen bin ich darauf auch schon eingegangen.
Wenn der Darm nicht gesund ist, und er ist nur dann wirklich gesund, wenn mann keinerlei Blähungen hat, regelmäßig Stuhlgang hat und zum Reinigen nur noch ein Blatt Papier benötigt, wenn er also NICHT gesund ist, dann wird der von der Leber und Niere bereitgestellte Müll nicht mehr abtransportiert. Die Darmzotten nehmen den Müll wieder auf und er gelangt wieder in den Blutkreislauf. Wir alle nehmen mit der Ernährung auch Schwermetalle zu uns. Das ist nicht zu verhindern. Diese kumulieren dann im Körper und können schwerwiegende Probleme machen. Auch sehr ähnliche wie die durch FCs. Unser Körper versucht damit umzugehen und bettet diese so gut wie möglich in unsere Pölsterchen. Auch in die Schilddrüse.
Wenn man nun die ketogene Ernährung macht und an Gewicht verliert, werden diese Schwermetalle wieder freigesetzt und der Organismus damit überflutet, was zu starken unschönen Wirkungen führt. Kohlenhydratarme Ernährung ist dann kontraproduktiv, sagt Dr. Klinghardt. Das größte Problem daran ist, dass man Schwermetalle aus weniger gefährlichen Regionen ins Gehirn verschieben könnte.

Zitat:
1. Chlorella, um Schwermetalle zu binden

Mit Chlorella, Bärlauch und Koriander Schwermetalle ausleiten.

Bevor die eingelagerten Schwermetalle ausgeleitet werden können, müssen sie aus dem Gewebe mobilisiert werden. Dabei werden die Toxine wieder in den Blutkreislauf gebracht und sollten möglichst schnell gebunden werden, um eine Rückvergiftung vermeiden.
Besonderes Augenmerk muss dabei auf den Darm gelegt werden, da der größte Teil von Giften über unseren Dünndarm ausgeschieden wird.

Problematisch ist hierbei, dass in den Dünndarm gelangende Giftstoffe über das Prinzip des Ionen-
Austauschs über die Epithelzellen wieder in unseren Blutkreislauf gelangen können.
Um diese sogenannte Rückvergiftung zu vermeiden ist es wichtig, dass die von der Leber über die Galle abtransportierten Toxine im Dünndarm von bindungsfähigen Stoffen abgefangen werden. In zahlreichen Studien hat sich dabei die Süßwasseralge Chlorella besonders hervorgetan. Ihre Bindungsfähigkeit in Bezug auf Schwermetalle übersteigt die von anderen Pflanzen und ist daher für Ausleitungsmethoden besonders gut geeignet.

Quelle:https://www.inspiriert-sein.de/schwermetallausleitung-nach-dr-klinghardt

Nun lasst uns doch überlegen, wie man das miteinander unter den Hut bringen könnte.
Vl, indem man seine Ernährung, wie von Dr. Klinghardt empfohlen, mit der Chlorella Alge unterstützt. Auch die Alpha-Liponsäure hilft in diesem Fall. Letztere durchdringt auch die Blut-Hirnschranke, um Schwermetalle dort herauszuholen. MSM wäre auch geeignet, um diese Metalle zu binden. Chelatinfusionen (DMPS, kein EDTA!) sind hier auch bestens und sehr effektiv zu nennen.

Was ich auch nicht verstehe ist, dass hier scheinbar so wenige über die Darmbelastung durch Kuhmilch und Produkte daraus wissen.
Der Darm braucht 4 Tage, um Kuhmilchprodukte zu verdauen. Jedes mal 4 Tage für ein Stück Käse oder Quark oder Joghurt, etc. Der Darm ist damit Dauerbeschäftigt und überfordert. Und es gibt Studien die wegen der Wachstumshormone in Kuhmilch belegen, dass diese Krebsfördernd ist.

https://www.google.com/amp/s/www.merkur ... 3.amp.html

Und bitte ACHTUNG an alle Virenbelastete. L-Arginin, wie es in Nüssen vorkommt, lässt Viren aufleben. Erzeugt dann unter anderem Herpesausbrüche. Von EBV ganz zu schweigen.

Wenn wir uns also so gesund wie möglich ernähren möchten, um "repariert" zu werden, dann sollten wir auch noch an diese Aspekte denken.

Oder wie seht ihr das?

Übrigens, Hanföl soll das ausgewogendste Verhältnis Omega 3 zu Omega 6, nämlich 1:3 enthalten.

Lieben Gruß, Fee19070
:dance: würde sagen, bin aus dem Gröbsten.


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