Meldet eure Nebenwirkungen, Schädigungen und Nachmeldungen hier: https://www.nebenwirkungen.de/online-melden

Alles Wissen HR-Fernsehen 23.05.19

Benutzeravatar
S.Heuer
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 278
Registriert: 30.09.2016, 11:32

Alles Wissen HR-Fernsehen 23.05.19

#12013

Beitragvon S.Heuer » 24.05.2019, 08:48

Hier der Bericht aus dem HR-Fernsehen
Alles Wissen: Antibiotika, gefährlicher als gedacht

HIER KLICKEN


---

Sascha Heuer
(Administrator flourchinolone-forum.de / cipro-forum.de / floxwarnung.de)


Benutzeravatar
Krabiwi
lvl 7
lvl 7
Beiträge: 1406
Registriert: 16.03.2018, 14:53

Re: Alles Wissen HR-Fernsehen 23.05.19

#12020

Beitragvon Krabiwi » 24.05.2019, 17:29

Danke für deinen öffentlichen Einsatz Sven.

Hier der Beitrag auf der Seite des HR, äußerst interessant, da konkrete Fallzahlen genannt werden die vom Wissenschaftlichen Institut der AOK geschätzt wurden. Die AOK kann sich nun auch in etwa ausrechnen welche Kosten die Nebenwirkungen der FC die letzten 30 Jahre in etwa verursachten.

Ein Hinweis auf die DNA-Schäden wären noch gut in dem Kontext gewesen.

https://www.hr-fernsehen.de/sendungen-a ... a-100.html

Eine der häufigsten Nebenwirkungen sind Bindegewebsschäden, die durch den Abbau von Kollagen entstehen. Dadurch entzünden sich Sehnen oder reißen. Vor allem die Achillessehnen sind betroffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Schädigung entsteht, liegt bei zwei der Wirkstoffen zwischen 1:104 und 1:227. Das heißt, jeder 104. Patient, bzw. jeder 227. Patient ist von solchen Schädigungen betroffen. Ältere Patienten sind besonders gefährdet.

Es können sich aber auch andere Sehnen, Muskeln und Gelenke entzünden, häufig verbunden mit starken Schmerzen. Lebensgefährlich wird es, wenn auch in Gefäßwänden Kollagen abgebaut wird. Dadurch können Aneurismen entstehen, also Aussackungen der Aorta. Das kann zum Platzen des großen Blutgefäßes führen. Schwere innere Blutungen sind die Folge.

Dr. Stefan Pieper erlebt als die quälenste Nebenwirkung bei seinen Patienten das "Chronic Fatique Syndrome": "Vielleicht sogar als Schlimmstes ist die Erschöpfung zu nennen. Eine Nebenwirkung, die sich auf die Mitochondrien, also auf die Kraftwerke der Zelle auswirkt. Die Energieproduktion in der Zelle ist nicht mehr ausreichend und die Patienten sind teilweise so erschöpft, das sie den größten Teil des Tages im Bett liegen müssen. Darüber hinaus gibt es psychische Nebenwirkungen, da ein System von Neurobotenstoffe gestört wird. Das führt zu Agitiertheit, Nervosität, zu Angst, Panikreaktionen bis hin zu Selbstmorden, die beschrieben sind. Dann ist das Mittel extrem nervenschädigend. Das heißt. da werden kleinere Nervenfasern betroffen, die brennende Schmerzen verursachen."


Pro Jahr mindestens 40 000 Fälle von schweren Nebenwirkungen, bis zu 140 Todesfälle, die Dunkelziffer ist erheblich

Verlässliche Zahlen, wie viele Patienten betroffen sind, gab es bislang nicht. Auf unsere Anfrage hin hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) mit Unterstützung von Prof. Dr. Winfried Kern vom Zentrum Infektionsmedizin am Universitätsklinikum Freiburg die Anzahl der Betroffenen für das Jahr 2018 errechnet.

Das Ergebnis ist erschreckend. Und es gibt nicht einmal zu allen Nebenwirkungen Studien, sondern nur zu den häufigsten, wie der stellvertretende Geschäftsführer des WIdO, Helmut Schröder, erläutert: "Wir kommen bei den vier größeren Gruppen von Nebenwirkungen, wie beispielsweise Aneurismen, dass die Hauptschlagader platzt, Sehnenrisse, ZNS Erkrankungen wie Depressionen bis hin zu Selbstmordabsichten zu einer Größenordnung von 40 000 zusätzlichen Patienten im Jahre 2018. Todesfälle sind es ungefähr 140, die nicht passiert wären, wenn entsprechend andere Antibiotika zum Einsatz gekommen wären. Das ist eine konservative Schätzung, die Dunkelziffer wird deutlich darüber liegen."

Diese Dunkelziffer hat Dr. Stefan Pieper abzuschätzen versucht. Grundlage sind US-Amerikanische Zahlen, da die fluorchinolon-bedingten Erkrankungen dort besser untersucht sind. Danach kommt er auf jährlich 380 000 Patienten mit Nebenwirkungen und 5 000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland.

Das bedeutet, je nachdem, welche Zahlen man zu Grunde legt, mehrere Hunderttausend bis Millionen Geschädigte innerhalb der letzten 10 Jahre.


Alleine min. 40.000 schwere Nebenwirkungen für 2018, min. 140 Todesfälle, ohne leichte subklinische und mittlere Fälle, ich hoffe sehr dass die AOK hier am Ball bleibt und den Pharma-Skandal, der seit 30 Jahren die Gesundheit von Millionen von Betroffenen ruiniert und die AOK selbst viele Milliarden kostet, aufarbeitet.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)


Was This Topic Useful?

Zurück zu „Medienbeiträge Radio und TV“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder