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NAD+ induzierte Mitophagie

Mitochondrion
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20597

Beitragvon Mitochondrion » 07.04.2020, 19:14

striker_06 hat geschrieben:
Edit :
Auf die schnelle hab ich zumindest folgendes gefunden :

"Zelluläre Müllabfuhr
Durch die niedrigen Insulinspiegel und den moderaten Proteinkonsum startet der Körper und jede einzelne Zelle im Körper vermehrt die sogenannte zelluläre Müllabfuhr (Autophagie, Mitophagie und Pinocytose, [4 - das ist die unten verlinkte Studie]).

Bei diesen schwer klingenden Begriffen baut der Körper Altes und Kaputtes ab. Das geschieht normalerweise nur beim Fasten, in der Ketose jedoch auch. Alte Zellen, aber auch alte Bestandteile von sonst gesunden Zellen werden abgebaut und durch neue ersetzt. Sozusagen ein Frühjahrsputz im gesamten Körper!"

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?te ... +Autophagy


Der Text stammt allerdings von einer Laienseite. Der Begriff Mitophagie wird hier zwar benutzt, in der angegeben Quelle (hier im Volltext einsehbar) wird jedoch weder über Mitophagie noch von Mitochondrien gesprochen.

Wenn die Ketose der Mitophagie/Fission demher gar eher im Wege stehen würde (weil es eben ohne Stearin kaum durchführbar ist), wäre die low carb Ernährung streng gesehen nicht zwingend zu empfehlen? Denn wenn unser Ziel die Mitophagie ist, brauchen wir Lebensmittel ohne gesättigte Fette. Das ergibt - für mich - gerade alles keine rote Linie bzw bekomme ich es nicht zusammen...


Mit niedrig glykämischer (LOGI) Ernährung (z.B viel Gemüse und etwas komplexe Kohlenhydrate wie Hirse) und Intervallfasten ist man imho schon ziemlich gut aufgestellt und kann sich fast stearinfrei ernähren.

Grade in der akuten Floxzeit kann eine ketogene Ernährung sinnvoll sein, um den ROS zu senken. Ähnlich wie in der akuten Floxzeit auch Antioxidantien in sehr hohen Dosen sinnvoll sind. (Auch wenn man vollkommen gesund ist kann eine dauerhafte ketogene Ernährung gut sein, aber dies ist wieder ein anderes Thema.)

Sich dauerhaft in Fusion zu befinden im Sinne einer stearinreichen Ernährung scheint jedoch für die mitochondriale Qualitätskontrolle nicht gut - besonders nicht bei mitochondrialen Schäden. Auch eine dauerhaft verstärkte Fission wäre für den Körper ineffizient.

Denkbar wäre folgendes 10-Tage Schema:
- 7 Tage ketogene Ernährung mit viel Stearinsäure und ggf. PQQ (= 7 Tage Fusion + Biogenese)-
- Gefolgt von 2 Tagen LOGI Kost mit viel Gemüse und komplexen Kohlenhydraten + MCT ÖL (oder orale Ketoester) - also komplett stearinfrei aber trotzdem vollkommen ketoadaptiert (= 2 Tage Ausschleichung von Stearinsäure)
- Gefolgt von 24h fasten (= Entleerung der Glykogenspeicher) + Einnahme NAM+R (= Fission/Mitophagie), erneut 16-24h fasten. Dann erneut anfangen mit ketogener/high-stearin Ernährung.

So bliebe man auch metabolisch flexibel.



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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20598

Beitragvon Mitochondrion » 07.04.2020, 19:37

Moien hat geschrieben:Kann man dann in einfachen Worten sagen, wie länger man fastet desto mehr geschädigte Mitochondrien werden abgebaut ?


Nein. Wir gehen davon aus, dass verstärkte Mitophagie-Prozesse zwischen der 20. und 40. Stunde stattfinden (s. Quellen und Diskussion Seite 1 dieses Threads und Seite 3 und 4 des Fastenthreads). Beim längeren Fasten (prolonged fasting) gehen die Mitochondrien in Fusion und es findet nur noch wenig statt. Stammzellenbiogenese und die anderen vielfältigen Benefits des Fastens finden auch nach 40 Stunden weiterhin statt. Für Gefloxxte ist es deshalb besser häufiger 40h zu fasten.

Woher können wir uns sicher sein, dass unsere Körper diese spezielle Art von Mitochondrien Schädigung erkennen und genau die Mitochondrien abbauen?

Irgendwo hab ich auch gelesen, dass Mitochondrien nicht neu erzeugt werden sondern geklont, sprich es können auch die geschädigten Mitochondrien geklont werden und noch mehr schaden hinzufügen.


Habe ich hier schon mal versucht zu erklären:

Mitochondrion hat geschrieben:Ziel des Protokolls ist es den NAD+ Spiegel zu erhöhen. Bei einem sehr hohen NAD+ Spiegel fragmentieren sich die Mitochondrien bis zu ihrer kleinstmöglichen Größe (dies nennt man mitochondriale Fission). Im Zustand stärkster Fission besitzt ein Mitochondrium nur noch einen einzigen mtDNA-Ring. Die stark geschädigten Mitochondrien mit ihrem einzigen (stark mutierten) mtDNA-Ring können nun aufgrund ihres Defektes nicht mehr adäquat (bis hin zu gar nicht mehr) ATP produzieren, wodurch ihr Membranpotential sinkt. Wenn das Membranpotential sinkt, wird dies von der PINK/PARKIN Enzymatik (der mitochondrialen Qualitätskontrolle) erkannt und das Mitochondrium wird als defekt markiert und zur Mitophagie freigegeben.


Anmerkung hierzu: Vollständige Fission wie hier beschrieben (nur ein mtDNA-Ring pro Mitochondrion) schaffen wir vermutlich nur mit 2g NAM+R. Bei Flox reicht jedoch anfangs schon eine partitielle Fission (<2g NAM+R) aus, um die am stärksten beschädigten Mitochondrien mittels Mitophagie los zu werden. Diese können sich dann folglich auch nicht weiter durch klonale Expansion vermehren.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20606

Beitragvon Hamburgerjung » 07.04.2020, 20:32

Ich hätte nochmal eine Frage: Seit heute bin ich in Behandlung bei einer Heilpraktikerin in Hamburg, welche bereits sehr viele FC Patienten erfolgreich behandelt hat und aktuell behandelt. Sie hat mich direkt an den Tropf gesteckt und mir NADH intravenös verabreicht, nachdem sie einige wichtige Blutwerte genommen hat.

Sie hat gesagt: Redox before Detox. Sie möchte mit einigen NADH Infusionen 1x die Woche bis maximal 1000ml (Kosten pro Infusion ca. 200€) die beschädigten Mitos reparieren bzw. loswerden und dann die Entgiftung danach einleiten. Sie meint, wenn ich irgendwann bei 1000ml nichts mehr spüre, dann können wir die Entgiftung einleiten und dann sollte ich auch beschwerdefrei sein.
Habe mal online nachgelesen und das klingt alles sehr plausibel und ich habe nach der Infusion auch direkt einen Effekt gemerkt (deutlich fitter und voller Elan) und so wird es in den USA anscheinend auch oft gehandhabt bei FC Schäden. Während der Infusion hat mein ganzer Körper leicht gekribbelt und genau das sollte Ihrer Meinung nach das Ziel sein. Danach war ich für ca. 2 Stunden komplett beschwerdefrei in meinen Beinen!!!

Ist das jetzt das gleiche wie eine NAM+R induzierte Mitophagie oder gibt es da noch Unterschiede zu den Infusionen, welche ich jetzt erhalte?

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20607

Beitragvon Alfonss » 07.04.2020, 21:13

Ich denke Infusionen haben einfach eine sichere Wirkung(wo möglich mit Nebenwirkungen, aber ohne Nebenwirkungen gibt es keine mitophagie auf dem die schnelle) , würde ich auch machen.

LG Alfons

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20611

Beitragvon striker_06 » 07.04.2020, 22:27

Sry, aber schreib die Leute doch am besten kurz per pn an und ist ja völlig off-topic oder? Das wird hier sonst echt unübersichtlich - nooffense

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20615

Beitragvon Nina » 08.04.2020, 00:24

Hallo, hat jemand von euch schon mal direkt nach NAD Einnahme Herzrasen bekommen und wäre fast weggetreten?
Mir ist auch extrem kalt und übel. Habe jetzt Q10 genommen. PQQ habe ich hier weiß aber nicht ob ich es vertrage. Traue mich gerade auch nicht einfach so ins Bett zu gehen. So eine Reaktion hatte ich noch nicht in meiner ganzen Floxzeit.
Hat jemand eine Idee?
( Habe schon mal einen halben Feta gegessen wegen der Stearinsäure )
Lg Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20616

Beitragvon nino » 08.04.2020, 01:06

Wie hoch hast du es denn dosiert? Vor einer Woche hattest du ja mal 125mg versucht. Vielleicht hast du das zu sehr gesteigert, und die Mitophagie war zu heftig?

Ansonsten könnte man ja prüfen, wie gut du das Zeug ungeachtet der Mitophagie verträgst, indem du dich im Vorfeld nicht Stearinsäurearm ernährst und es trotzdem einnimmst, wobei dann durch das Stearin keine Mitophagie geschieht, sodass man auf andere Reaktionen schauen kann.

Und dann kann es natürlich sein, dass das ganze überhaupt nichts damit zu tun hatte und nur unglückliches Timing hatte.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20617

Beitragvon Nina » 08.04.2020, 01:19

Hallo Nino, danke für deine Antwort.
Ich habe jetzt auch noch PQQ genommen und hoffe es wird bald besser.
Ich habe um ca. 30 Gramm gesteigert.
Hatte ja letzte Woche außer nachts ein kurzes Unwohlsein nichts gespürt.
Ich habe gesehen dass mein Nährstoffkomplex auch noch B3 enthält.
Wenn es mir wieder besser geht rechne ich mal aus zur genauen Dokumentation.

Ich habe gestern Abend was genommen und garnichts gespürt und heute direkt nach der Einnahme dann so eine Art Kreislaufkollaps.
Das kann ich mir nur mit der verzögerten Wirkweise erklären.
Lg
Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20618

Beitragvon nino » 08.04.2020, 01:24

Sowas hatten wir hier ja schon öfters im Thread. Da kann es dann tatsächlich einfach zu viel gewesen sein.

Ich selbst habe für mich sicherheitshalber beschlossen, nicht am nächsten Tag "nachzulegen", wenn ich keine Wirkung spüre, sondern konsequent 1 Woche zu warten und dann stattdessen ggf. zu steigern. Zumal ich eben nicht weiß, ob ich die Sorte bin, bei der das ganze so verzögert eintritt.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20619

Beitragvon Nina » 08.04.2020, 01:36

Ich werde da jetzt auch noch vorsichtiger sein. Dachte bei diesen geringen Mengen passiert nicht viel. Tja das zeigt dann wohl wieviele kranke Mitos ich habe.
Aber das ist mir gerade eine Lehre! Mein Herzschlag beruhigt sich jetzt Gott sei Dank ein wenig. Ich hoffe ich schaffe es den Schub noch weiter abzuschwächen.
Lg Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20620

Beitragvon striker_06 » 08.04.2020, 01:42

Hey Nina, ich meine dies im Zusammenhang mit ribose schon einmal gelesen zu haben oder hast du das b3 "alleine" genommen?

Habe beim 40std. Fasten regelmäßig Herz-rhythmus-Störungen bzw das Herz setzt immer ein bis zwei Schläge aus und stolpert dann kurz nach. Ist aber soweit ich das jetzt behaupte ungefährlich und hört immer innerhalb spätestens eines Tages auf, sobald ich das Fasten breche. Ist unangenehm aber man gewöhnt sich dran ;)

Herzrasen wiederum kenne ich nicht...

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20621

Beitragvon nino » 08.04.2020, 01:47

Herzstolpern beim Fasten kenne ich. Und ich kenne es seit mehreren Jahren unabhängig von Flox auch schon "so"; damit hatte ich früher mal richtige Probleme, wo es für einen halben Tag lang annähernd alle 10 Sekunden stolperte, was mir richtige Todesangst bereitete. Damals ging ich zum Kardiologen, und der versicherte mir, dass wohl alles in Ordnung ist.

Beim Fasten kommt es möglicherweise von Kalium- bzw allgemeinem Elektrolytmangel. Auch mit Hunger allgemein kenne ich das. Auch schon vor Flox.


Herzstolpern ist aber was anderes als Herzrasen bis kurz vorm Umkippen.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20622

Beitragvon Nina » 08.04.2020, 02:04

Danke Euch Beiden für eure Antworten,
heute habe ich es ohne Ribose genommen.
Ich war heute Mittag einkaufen und habe daher mein Frühstück verpasst.
Hatte dadurch dann „aus versehen“ noch 22 Stunden gefastet.
Aber wie gesagt, den Tag ging’s mir gut.
Erst eben dann die Schock Reaktion.
Es war definitiv ein Herzrasen mit kurz vorm wegdämmern.
Ich denke es war Zuviel für mich. Ich hoffe ich habe mir jetzt nicht langfristig geschadet.
Werde mich jetzt ausruhen.....weiß nur noch nicht ob ich mich traue zu schlafen, obwohl ich ziemlich müde bin.
Und nochmal einen herzlichen Dank an euch Beide. Hatte wirklich Angst eben.
Lg Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20635

Beitragvon Mitochondrion » 08.04.2020, 11:08

Hamburgerjung hat geschrieben:Sie hat gesagt: Redox before Detox. Sie möchte mit einigen NADH Infusionen 1x die Woche bis maximal 1000ml (Kosten pro Infusion ca. 200€) die beschädigten Mitos reparieren bzw. loswerden und dann die Entgiftung danach einleiten. Sie meint, wenn ich irgendwann bei 1000ml nichts mehr spüre, dann können wir die Entgiftung einleiten und dann sollte ich auch beschwerdefrei sein.
Habe mal online nachgelesen und das klingt alles sehr plausibel und ich habe nach der Infusion auch direkt einen Effekt gemerkt (deutlich fitter und voller Elan) und so wird es in den USA anscheinend auch oft gehandhabt bei FC Schäden. Während der Infusion hat mein ganzer Körper leicht gekribbelt und genau das sollte Ihrer Meinung nach das Ziel sein. Danach war ich für ca. 2 Stunden komplett beschwerdefrei in meinen Beinen!!!

Ist das jetzt das gleiche wie eine NAM+R induzierte Mitophagie oder gibt es da noch Unterschiede zu den Infusionen, welche ich jetzt erhalte?


Redox before Detox. So sehe ich es auch. Die Heilpraktikerin versteht also schon mal mehr als der größere Rest an alternativen Therapeuten, was gut ist. Der weise Spruch stammt vom Mitochondrien-Guru Dr. Jack Kruse.

Sind es wirklich NADH Infusionen?

In dem Falle wäre es nicht das Gleiche wie das NAD+ Protokoll.

Durch das NAD+ Protokoll wollen wir die Ratio von NAD+/NADH, also die Ratio von der oxidierten NAD+ Form und der reduzierten NADH Form zugunsten von NAD+ erhöhen, um die Mitophagie gezielt zu aktivieren.

Nicotinamide-induced Mitophagy
EVENT MEDIATED BY HIGH NAD+/NADH RATIO AND SIRT1 PROTEIN ACTIVATION"


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3365962/

und:

Reduced NADH/NAD+ Ratio

In either its oxidized (NAD+) or reduced (NADH) form, NAD is an essential substrate for multiple metabolic circuitries, including (but not limited to) glycolysis, the Krebs cycle, and oxidative phosphorylation. The exposure of cells to nutrient-free conditions causes the accumulation of NAD+ at the expense of NADH, promoting autophagy upon activation of histone deacetylases of the sirtuin family (Houtkooper et al., 2012). Conversely, the intracellular levels of both NAD+ and NADH fall upon the activation of NAD+-dependent enzymes such as poly(ADP-ribose) polymerase 1 (PARP1) (Gibson and Kraus, 2012). Inhibition of these enzymes (which preserves the endogenous levels of NAD) as well as the artificial supply of NAD precursors (e.g., nicotinamide, nicotinamide riboside) potently triggers autophagy upon the activation of sirtuins, whose enzymatic activity critically relies on NAD+ (Houtkooper et al., 2012). Thus, not only the relative abundance of NADH and NAD+, but also the total availability of NAD has profound autophagy-modulatory effects.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articl ... 00936/#R40


Wenn es also eine NADH-Infusion ist, dann hätte es einen anderen Effekt. Von einer NADH-Infusion habe ich noch nie etwas gehört.

Grundsätzlich können wir sagen, dass die oralen Vitamin-B3 Derivate bereits hoch bioverfügbar sind und den NAD+ Spiegel über längere Zeit signifikant erhöhen. Niacinamid ist aufgrund seiner langen Halbwertzeit sehr gut dafür geeignet.

Es gibt nur wenige Studien und echte Informationen zur NAD+ Infusions-Therapie.

Soweit ich gelesen habe, ist exogenes NAD+ nicht zellgängig und muss erst in NAM, NR etc. umgewandelt werden.

Dies wird auch in der Studie deutlich, die zeigt, dass bei intravenöser NAD+ Gabe NAM sehr stark ansteigt:

nad-nam.jpg


Wenn Du also von einer NAD+ Infusion und nicht von einer NADH-Infusion sprichst, kann es demnach einen ähnlichen Effekt wie das Protokoll haben, aber auch nur wenn es hoch genug dosiert ist (hier müsste man die genaue Dosis von NAD+ in Gramm wissen). Einen Vorteil der Infusion gegenüber der oralen Einnahme sehe ich jedoch erstmal nicht. Grade bei teureren Vitamin-B3 Derivaten wie NR mag es ja grade der Vorteil sein, dass die Verstoffwechslung langsam/retardiert geschieht. Aber es ist ja erstmal grundsätzlich gut, dass Du eine Heilpraktikerin gefunden hast die Erfahrung mit dieser Infusiontherapie hat und dies mit Dir durchführt.

Bin gespannt auf Deine Erfahrungen und v.a auch auf weitere Informationen über den genauen Inhalt und die Dosis der Infusion.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20636

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 08.04.2020, 11:35

Hello everybody!
Mein Start mit dem NAD+ Protokoll:

-Freitag: keine NEMs mit längerer t1/2 (Verzicht auf Q10, Astaxanthin, Vitamin E); keine größeren Mengen Schokolade wegen Stearinsäure, aber mein Gemüse hab ich schon mit Fett angebraten
-Samstag bis nachmittags gefastet
-15 Uhr 250g NAM / 400mg R auf nüchternen Magen gelöst in Wasser
-30min später gegessen
-bis Sonntag, 11Uhr stearinarm gegessen, dann wieder normal (Fissionszeit also: 20h) + alle NEMs wieder
-Mittwoch (heute): leichte Schmerzverstärkung in den Beinen

lg

Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20640

Beitragvon Nina » 08.04.2020, 13:03

Hallo an Alle,

hier mein Nachtrag zu gestern.
Ich sagte hätte 30 Gramm mehr als die Woche vorher genommen, dass ist aber natürlich Quatsch waren 30 mg.

Habe in Woche 1 ( inklusive Mikronährstoffkomplex, den hatte ich garnicht auf dem Schirm ) 175 mg B3 + ca. 250 mg Ribose einmalig genommen + ca. 18 Stunden Fasten am Tag nach der Einnahme. ( NEM’s wie gewohnt außer Q10 )
Außer kurzes Unwohlsein in der Nacht, mehr noch in der Zweiten, habe ich nicht groß einen Effekt gespürt, eventuell noch leicht kühle Glieder, die habe ich aber seit Flox fast immer.

In Woche 2 habe ich den einen Tag 230mg B3 + ca. 400 mg Ribose genommen + ca. 22 Stunden Fasten, am Tag nach der Einnahme. ( NEM’s nach dem Fasten wie gewohnt, ohne Q 10 )
Die Nacht und am Tag keinen Effekt gespürt. Ich war sogar recht fit.
Am Abend mit ca. 175 mg B3 ohne Ribose nachgelegt und daraufhin diesen oben erwähnten Kreislaufzusammenbruch gehabt, keine 2 Minuten nach der Einnahme.
Jetzt geht es mir ein bisschen besser, habe aber immer noch arge Probleme mit dem Kreislauf und gefühlt dem Druckausgleich im Kopf ( Schwindel ), spüre auch irgendwas im Kopf
und ich bin sehr platt. Den Bereich um mein Herz spüre ich auch noch irgendwie.

Habe jetzt erneut Pqq und Q10 inklusive aller meiner gewöhnlichen NEM’s genommen, Stearinhaltig gegessen, halte mich ruhig und hoffe das das wieder wird.

Lg Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20650

Beitragvon Krabiwi » 08.04.2020, 16:14

Würde mich wegen Stearinsäure über Nahrung nicht verrückt machen, hatte da selbst nie drauf geachtet. Erst wenn man bei 2 x 2g Maximaldosis NAM innerhalb einer Woche keinen Effekt mehr spürt kann man da ansetzen.

Es ist zu bezweifeln, dass Stearinsäure auf bereits mit PINK (und somit für die Mitophagie) markierte Mt noch eine Auswirkung hat und diese wieder fusionieren. Eben weil Mt ständig fissionieren und fusionieren und NAM lediglich das Verhältnis pro Zeiteinheit stärker zugunsten der Fission verschiebt.

Stearinsäure verschiebt das Verhältnis wiederum stärker zugunsten der Fusion.

Es gibt keinen absoluten dauerhaften Zustand.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20651

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 08.04.2020, 16:38

Kennt ihr das auch?
Ich habe heute (4 Tage post-NAM) vollen Schmacht nach Schoggi und Äpfeln - das hatte ich das letzte Mal in den Tagen nach dem IHHT-Training.
Ist das Energiebedarf oder Biogenese-Bedarf oder beides? Oder...?

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20652

Beitragvon Karlken » 08.04.2020, 18:57

Hallo alle zusammen

Krabiwi schrieb

Würde mich wegen Stearinsäure über Nahrung nicht verrückt machen, hatte da selbst nie drauf geachtet. Erst wenn man bei 2 x 2g Maximaldosis NAM innerhalb einer Woche keinen Effekt mehr spürt kann man da ansetzen.


Diesen Satz von Krabiwi sehe ich genauso.
Wenn ich meine Erfahrungen aus meinen letzten 5 NAD-Zyklen betrachte muß ich feststellen das es mir in allen Fällen kurz darauf schlechter ging. Dieses führe ich auf stattgefundene verstärkte Mitophagien zurück. Wenn ich mir nun vorstelle das Fasten und stearinarme Ernährung auf die Mitophagie kumulativ wirken möchte ich mir gar nicht ausmalen wie es mir nach den Zyklen ergangen wäre. Allein die 750mg NAD hatten schon heftige Wirkung erzielt.
Ich habe in der Zeit überhaupt nicht auf stearinarme Ernährung geachtet. Auch auf Fasten, mit Ausnahme meines normalen 16/8 - 18/6
Fasten, habe ich verzichtet.
Das einzige das ich bei meinen jetzigen NAD-Zyklen verändert habe sind die Mito-Promoter, in meinem Fall Q10 und PQQ, die ich während der 2 NAD+R Einnahmetage + Folgetag nicht mehr einnehme.

Ich glaube auch das die stearinarme Ernährung eher das Feintuning des NAD-Protokolls sind.
Insofern stehe ich stellvertretend für eine weitere Testgruppe, nämlich der ohne längeres Fasten und stearinarmer Ernährung.

Ich wünsche mir von uns Allen erfolgreiche Erfahrungsberichte.
In diesem Sinne und
m.f.G.
Karken
Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20658

Beitragvon Mitochondrion » 09.04.2020, 12:35

Hier poste ich mal erneut mein NAD+ Tagebuch vom letzten Jahr aus Post #16228. Damals durchgeführt auf ketogener Ernährung mit >7g Stearinsäure am Tag.

28.6 - 100mg
29.6 - 200mg
30.6 - 300mg

keine Wirkung

06.07 - 400mg
07.07 - 500mg

Muskelschmerzen

12.07 - 700mg
13.07 - 2g
14.07 - 1,5g

Verbesserung der Symptome WÄHREND der Einnahmetage
Verschlechterung zwei Tage später

17.07 - 2g

keine Wirkung

20.07 - 2g
21.07 - 2g

Sport am 21.07 und 22.07 - Großer Schub am 25.07


26.07 - 750mg - Temporäre Verbesserung des Großen Schubes am Tag der Einnahme
31.07 Realisierung dass Schub immer noch anhält

03.08 - 1,7g
10.08 - 1,7g

Verschlechterung jeweils drei Tage später


Hier sieht man, dass ich teilweise von 2g NAM+R keine Wirkung hatte. Anfangs gingen wir deshalb in der Diskussion sogar schon davon aus, dass die mtDNA meiner Zellen nach 7 Jahren postflox vielleicht schon wieder in Ordnung sei.

Den ersten "richtigen" Schub bekam ich dann nachdem ich in innerhalb sehr kurzer Zeitabstände sehr hoch dosierte und danach zusätzlich Leistungsport an meinem persönlichen Limit betrieb (oben als fett markiert). Das war das erste Mal dass ich wirklich realisierte, dass das Protokoll tatsächlich wie erwartet funktioniert.

Selbst auf zwei aufeinanderfolgenden Tage mit 1,7g NAM+R (auf stearinreicher Ernährung) hatte ich daraufhin nur relativ leichte Verschlechterungen. 2g NAM+R (auf stearinreicher Ernährung) + gleichzeitige Einnahme von ca. 5-7g Monostearat hebten die Wirkung von NAM+R bei mir wie schon gesagt vollständig auf.

Darauf folgte eine Pause und eine Ernährungsumstellung auf eine fettarme (stearinarme) Ernährung aufgrund einer Gastritis.

18 Tage später, am 28.08 führte ich das Protokoll erneut durch mit einem einzigen Tag 750mg NAM+R. Davon bekam ich einen immensen Schub und meine Muskeln, Sehnen und Nerven brannten am ganzen Körper generalisiert. Dies war völlig unerwartet, da ich auf stearinreicher Ernährung ja bereits viel höhere Dosierungen vertragen habe und von 750mg NAM+R gar nichts gespürt habe.

Auch vergangenen Monat habe ich dann auf stearinarmer Ernährung von a) 1x400mg NAM+R und b) 3x 300mg NAM+R relativ starke Effekte verspürt - viel stärker als bei 2x1,7g NAM+R auf stearinreicher Ernährung im Julli 2019.

Die Schübe haben sich übrigens mittlerweile wieder vollkommen zurückgebildet, es brauchte jedoch z.T bis zu 3 Wochen Regenerationszeit.

Ich sehe mich mittlerweile schon diesen Sommer wieder im Wald joggen gehen (= meine persönliche Vision). Während der Schübe dachte ich kurzzeitig, dass ich für immer geschädigt sein werde. Auf dem Peak der Schübe war es psychisch nicht leicht und eigentlich schwer vorstellbar, dass ich bald schon wieder auf Baseline und sogar "ein Stückchen besser" sein werde. Mal sehen wie die nächsten Durchgänge funktionieren. Ab jetzt versuche ich ja durch geringe Dosierungen stark symptomatische Schübe zu vermeiden.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20659

Beitragvon Mitochondrion » 09.04.2020, 12:45

Eine potentielle Möglichkeit (und spekulative Hypothese von mir) ist, dass bei dauerhafter Ernährung mit hohem Stearingehalt (wie es bei der klassischen high-fat ketogenen Ernährung der Fall ist) der Körper mit der Zeit eine Toleranz auf Stearinsäure entwickelt, um eine gewisse Homöostase von Fusion und Fission aufrechtzuerhalten. Ein Zustand von verstärkter Dauerfusion würde demnach regulatorisch entgegengewirkt werden.

Ein ähnlicher Effekt (in der anderen Richtung) könnte eintreten, wenn man täglich hohe Dosen NAM zu sich nimmt und somit dauerhaft einen stark erhöhten NAD+ Spiegel aufrechterhält. Aufgrund des Überangebotes von NAD+ könnte der Körper mit der Zeit Enzyme (wie die Nicotinamide Phosphoribosyltransferase) runterregulieren, welche die NAD+ Vorläufersubstanzen wie NAM, NR und NMN in NAD umwandeln. Der Körper strebt immer nach Homöostase.

Bezüglich stearinreicher High-Fat Ernährung und dem NAD+ Protokoll gibt es nun wie mir scheint zwei Möglichkeiten:

1) Entweder man reduziert seinen Konsum an Stearinsäure
2) Oder man belässt seinen Stearinkonsum bei und dosiert NAM viel schneller und großzügiger auf 2x2g hoch und nimmt ggf. noch den zusätzlichen Fissions-Verstärker Apigenin (für die, die z.B wie striker06 das Problem haben nichts/wenig vom NAD+ Protokoll zu spüren)

Egal ob man sich für 1) oder 2) entscheidet, es bleibt wohl trotzdem sinnvoll seinen Konsum an Stearinsäure zu kontrollieren. Wenn man sich für 2) entscheidet und z.B über den Tag verteilt 7g Stearinsäure zu sich nimmt und am Abend dann noch eine Tafelschokolade mit 10g Stearinsäure konsumiert und dann am nächsten Tag 1g NAM+R nimmt und davon nur leichte Verschlechterungen spürt - dann wird man vermutlich beim nächsten Mal dazu neigen mehr als 1g NAM+R zu nehmen. Wenn man nun jedoch beim nächsten Mal am Tag der Einnahme von NAM+R zufälligerweise etwas weniger Nüsse oder Fetakäse vorher gegessen und zusätzlich die Tafel Schokolade weggelassen hat und man somit nur auf 5g Stearinsäure am Tag statt 17g Stearinsäure kommt, dann könnte dies schon einen großen Unterschied machen und dazu führen, dass die 1g NAM+R jetzt (unerwartet) viel stärker wirken und einen überfordern könnten. Dies müsste man bedenken.

Damit man also vergleichbare und einkalkulierbare Ergebnisse (und damit auch eine erhöhte Sicherheit) erzielen kann, wäre es sinnvoll sein Stearinlevel zumindest auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20666

Beitragvon striker_06 » 09.04.2020, 19:42

Krabiwi hat geschrieben:
Es ist zu bezweifeln, dass Stearinsäure auf bereits mit PINK (und somit für die Mitophagie) markierte Mt noch eine Auswirkung hat und diese wieder fusionieren. Eben weil Mt ständig fissionieren und fusionieren und NAM lediglich das Verhältnis pro Zeiteinheit stärker zugunsten der Fission verschiebt.


Hallo zusammen,

wann werden Mt denn mit PINK markiert? Reicht das alleinige Vorhandensein von genügend Ceylon-Zimt bereits aus oder ist dies zudem unabhängig von Fusion/Fission oder in welchem Prozess/Status läuft dies ab?

Mitochondrion hat geschrieben:Eine potentielle Möglichkeit (und spekulative Hypothese von mir) ist, dass bei dauerhafter Ernährung mit hohem Stearingehalt (wie es bei der klassischen high-fat ketogenen Ernährung der Fall ist) der Körper mit der Zeit eine Toleranz auf Stearinsäure entwickelt, um eine gewisse Homöostase von Fusion und Fission aufrechtzuerhalten. Ein Zustand von verstärkter Dauerfusion würde demnach regulatorisch entgegengewirkt werden.

Hier würde ich mich gedanklich anschließen: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Einfluss von Stearin ab einer bestimmten Größe deutlich geringer wird, jedoch wurde doch eindeutig nachgewiesen, dass Stearin als (starker) Fusionspromoter agiert?

Krabiwi hat geschrieben:Würde mich wegen Stearinsäure über Nahrung nicht verrückt machen, hatte da selbst nie drauf geachtet. Erst wenn man bei 2 x 2g Maximaldosis NAM innerhalb einer Woche keinen Effekt mehr spürt kann man da ansetzen.


Von daher finde ich nicht, dass wir es "vernachlässigen" können, da wir ja versuchen, uns an den Fakten entlangzuhangeln?! Kann mir ebenfalls gut vorstellen, dass der Effekt tatsächlich begrenzt ist, aber würde des dennoch nicht außer Acht lassen, wenn dies auch nur ein paar wenige Prozentpunkte erhöht, dass Gesundung möglich sei.

Von daher werde ich nun weiterhin das Protokoll versuchen an den Einfluss von Stearinsäure "anzupassen".

Aktuell merke ich vom WE (2x 0,625g + knapp je 1g Ribose) keinen großen Effekt, jedoch brennen die Achillessehnen tatsächlich seit gerstern wieder etwas mehr, als die Tage zuvor... Aber ob dies mit dem Protokoll zusammenhängt, kann ich nicht garantieren.

LG

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20670

Beitragvon Mitochondrion » 09.04.2020, 20:55

striker_06 hat geschrieben:
Krabiwi hat geschrieben:
Es ist zu bezweifeln, dass Stearinsäure auf bereits mit PINK (und somit für die Mitophagie) markierte Mt noch eine Auswirkung hat und diese wieder fusionieren. Eben weil Mt ständig fissionieren und fusionieren und NAM lediglich das Verhältnis pro Zeiteinheit stärker zugunsten der Fission verschiebt.


Hallo zusammen,

wann werden Mt denn mit PINK markiert? Reicht das alleinige Vorhandensein von genügend Ceylon-Zimt bereits aus oder ist dies zudem unabhängig von Fusion/Fission oder in welchem Prozess/Status läuft dies ab?


Die schwachen Mt werden von PINK/PARKIN markiert, sobald sie ausreichend fissioniert (also klein genug und "exposed" sind aufgrund ihres niedrigen Membranpotentials).

Krabiwi schreibt: Es ist zu bezweifeln, dass Stearinsäure auf bereits mit PINK (und somit für die Mitophagie) markierte Mt noch eine Auswirkung hat und diese wieder fusionieren.

Wenn die Mt einmal markiert sind können sie nicht mehr fusionieren (sonst würden sie ihre Markierung verlieren). Sie werden dann nach und nach in Lysosomen verpackt und durch Enzyme abgebaut.

Wenn wir davon sprechen, dass Stearinsäure als starker Fusionspromoter die Wirkung von NAM+R überschreibt bzw. reduziert, dann ist dies in Bezug auf die Fissionswirkung gemeint und nicht in Bezug auf das Rückgängigmachen der Markierungen.

Es kommt also unter einem hohen Stearinkonsum aufgrund reduzierter Fission zu weniger Markierungen und damit zu weniger Mitophagie.

Wir nehmen NAM+R um die Fission (und damit die Anzahl an Markierungen / Mitophagie) zu verstärken und Stearinsäure wirkt dem wie ein Antagonist entgegen, wie ein Tauziehen.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20671

Beitragvon striker_06 » 09.04.2020, 21:02

Okay danke dir, sehr gut erklärt :) Ist dann ebenfalls in das Protokoll ein bestimmter Zeitpunkt zur Zimt - Gabe zu implementieren? Sprich Zimt dann nehmen, wenn wir gerade davon ausgehen, Fission etwas zu triggern oder völlig irrelevant?

Konkret: Aktuell nehme täglich ich 2g von deinem empfohlenen Zimtextrakt als erste Mahlzeit des Tages zusammen mit Nüssen, Beeren, Chia - Samen, joghurt etc und unabhängig vom Protokoll und eher in der Fusion-Phase, falls man dies überhaupt so nennen kann

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20672

Beitragvon Mitochondrion » 09.04.2020, 21:06

Ceylon-Zimt reguliert die PINK/PARKIN Enzymatik hoch, welche die schwache Fraktion der ausreichend fissionierten Mitochondrien markiert. Ceylon-Zimt bzw. PINK/PARKIN ändert aber selbst nichts an der mitochondrialen Dynamik von Fusion und Fission. Mitochondrien sind hoch dynamisch und oszillieren konstant zwischen Fusion und Fission hin und her. Es wird also immer (auch ohne dass wir Fissionspromoter nehmen) auch fissionierte Mt geben, die markiert werden. Durch NAM+R und Stearinsäure pushen wir jedoch diese Zustände bewusst verstärkt in die eine Richtung (Fission für Mitophagie) und dann in die andere Richtung (Fusion für Biogenese).

Damit verstärken wir im Prinzip jenen Mechanismus (Oszilliation von Fission und Fussion), der ohnehin in jeder Sekunde abläuft, jedoch bei stark geschädigten Mt nicht mehr ausreicht um die Schäden zu Beseitigen.

Edit: Was den Zimt angeht denke ich dass der Zeitpunkt der Einnahme irrelevant ist. Kann man ruhig jeden Tag nehmen. (Für die Anfänger: Das Protokoll funktioniert natürlich auch ohne Zimt, Fasten etc. :) - dies sind alles nur kleine "Tweaks" - der Hauptfaktor des Protokolls ist NAM für die Förderung der Fission. Mit NAM alleine, selbst ohne Ribose, funktioniert das Protokoll und erhöht den NAD+ Spiegel ausreichend um die Mt-Qualitätskontrollmaschiene anzuschmeißen und die defekten Mt in die Mitophagie zu treiben).

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20676

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 10.04.2020, 10:21

Ein nicht unwesentlicher Aspekt (besonders für Anfänger): Die NAM-Menge verteilt sich ja im Körper - logischerweise wirkt eine gewisse Menge NAM in 50kg Körpergewicht deutlich stärker als in 80kg!

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20680

Beitragvon Nina » 10.04.2020, 12:44

TheBestIsYetToCome hat geschrieben:Ein nicht unwesentlicher Aspekt (besonders für Anfänger): Die NAM-Menge verteilt sich ja im Körper - logischerweise wirkt eine gewisse Menge NAM in 50kg Körpergewicht deutlich stärker als in 80kg!


Hallo, danke, das erklärt natürlich auch warum ich so stark reagiere, da hatte ich noch garnicht drüber nachgedacht. Ich kann auch bestätigen, dass Fasten die Reaktion vervielfacht und auf Stearin hatte ich auch zusätzlich noch geachtet.
Bin immer noch platt. Hatte ja nur geringfügig erhöht und die Reaktion war unverhältnismäßig stärker als letzte Woche als ich weder länger fastete noch auf Strearin achtete.
Lg Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20681

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 10.04.2020, 13:25

Ja Nina, du hast wohl das Hardcore-Paket gewählt... ich hoffe, du erholst dich bald!


Für alle, die mit dem NAD+-Protokoll anfangen würde ich empfehlen NICHT parallel zu fasten.
Vielen gehts ab 24h Fasten schon ohne NAM deutlich schlechter. Das ist eine Stellschraube, mit der man mit einiger Mitophagie-Erfahrung experimentieren kann, wenn einem die Schübe zu schwach sind.

Auch würde ich Anfängern (bin ja selbst einer ;) ) empfehlen pro Zyklus nur EINEN Tag NAM einzunehmen. Der zweite Tag ist wieder eine Verstärkungsoption für die, die ihre Schübe verstärken wollen.

Auch würde ich die Steigerung nicht in 250mg-Schritten angehen. Ich z.B. werde nach den 250mg NAM als nächstes 350mg dosieren.

Halt etwas auf gleichbleibenden Stearingehalt in der Ernährung achten, damit die Voraussetzungen halbwegs vergleichbar sind. Ich persönlich achte am Vortag etwas auf Stearin und faste am Tag VOR der Einnahme bis zum Nachmittag/ Abend, esse aber direkt danach wieder. So ist mein Stearinlevel bei der Einnahme vergleichbar und gering, aber nach der Einahme habe ich dann keinen verstärkenden Fasteneffekt mehr. Danach achte ich einen weiteren Tag auf Stearin-Reduktion und dann kommt die Fusions- und Biogenese-Party in großen leckren Zügen: SCHOGGI!!! ...und nach was man dann so Appetit hat :grin:

Dann bleibt noch der Einnahme-Abstand. Da bin ich gerade noch am ausloten, ob da 7 Tage sinnvoll sind, oder etwas mehr. Falls da jemand einen hilfreichen Tipp hat? Gibt es ein zu schnelles wieder NAM nehmen?

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20684

Beitragvon Hamburgerjung » 10.04.2020, 17:32

Gestern 500mg und 1000mg Ribose bei normaler Ernährung. Heute deutlich stärkere Muskelschmerzen in den Beinen und wieder stärkeres Knacken der Gelenke. Es scheint also zu wirken:) Meine Müdigkeit, Schlappheit und Übelkeit ist jetzt schon seit 2 Wochen Geschichte und ist jetzt auch nicht wieder durch das NAD Protokoll aufgeflammt. Der Kampf gilt jetzt also ganz konkret den Muskeln und Gelenken.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20686

Beitragvon nino » 11.04.2020, 01:03

Ich habe mich gestern und heute stearinarm ernährt und probiere es gerade mit 200mg Nicotinamid + 400mg Ribose. Mal sehen, wie sich das so entwickeln wird.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20691

Beitragvon Mitochondrion » 11.04.2020, 21:02

TheBestIsYetToCome hat geschrieben:Dann bleibt noch der Einnahme-Abstand. Da bin ich gerade noch am ausloten, ob da 7 Tage sinnvoll sind, oder etwas mehr. Falls da jemand einen hilfreichen Tipp hat? Gibt es ein zu schnelles wieder NAM nehmen?


7 Tage sind ausreichend. Nur dann nicht, wenn a) durch das Protokoll neue Symptome aufgeflammt sind oder b) bestehende Symptome sich intensiviert haben und nach 7 Tagen immer noch persistieren. Ich warte ab bis ich auf 100% Baseline bin und dann lieber noch ein paar Tage mehr.

Bei starken Schüben kann es anfangs bis zu 2-3 Wochen dauern, bis man wieder auf Baseline ist (signifikante Verschlechterung treten bei mir zwischen Tag4 bis Tag9 auf und nehmen dann langsam ab, kann jedoch bei jedem anders sein).

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20692

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 11.04.2020, 21:34

Mitochondrion hat geschrieben:7 Tage sind ausreichend. Nur dann nicht, wenn a) durch das Protokoll neue Symptome aufgeflammt sind oder b) bestehende Symptome sich intensiviert haben und nach 7 Tagen immer noch persistieren. Ich warte ab bis ich auf 100% Baseline bin und dann lieber noch ein paar Tage mehr.


Super, danke!
Das kam jetzt grad zur rechten Zeit. Habe mir gerade 350mg NAM+700mg R eingeflößt. Der Geschmack etwas bitter... die Wirkung hoffentlich nicht :shifty:

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20696

Beitragvon nino » 12.04.2020, 20:10

Ich habe gestern Abend wieder stearinhaltig gegessen. Bis zu diesem Zeitpunkt war mit 200mg keine Verschlechterung eingetreten. Nächste Woche sind dann die 300mg dran.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20697

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 12.04.2020, 20:24

Nino, da kann aber noch was kommen. Dauert ja oft 3-4 Tage bis es sich verschlechtert.

*Räusper* ... nun ja, das ist wohl oft so. Ich hab ja gestern Abend 350mg NAM genommen und bin heute morgen schon mit Handschmerzen (Neuropathie, Sehnen) aufgewacht. Durch den Tag an sich wandelte ich als bleierner Sack.. hatte schon fast karikative Züge... aber noch im Rahmen, wenn man weiß, dass das der Besserung dient. Verspachtele gerade Schoggi.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20810

Beitragvon Moien » 20.04.2020, 20:21

Gerne löschen, wenn ich das Prinzip von Rest FQ in Blut/Knorpel/Zellen und co misverstanden habe :


ich bin frisch gefloxt, das ist Woche 6, so wie ich es richtig verstanden haben ist es noch sehr wahrscheinlich, da ich 3 Levos genommen habe, dass ich sehr viel FQ in meinem Kreislauf habe. Muss ich nicht eine Wechselwirkung befürchten, da noch so viel FQ in meinem Körper schwimmt und ggf. die gesunden Mitos die am Ende vom Protokoll übrig bleiben auch noch beschädigt und ich am Ende mit weniger gesunden Mitos dastehe als zuvor, da die gesunden die übrig geblieben sind, direkt von dem noch in meinem Kreislauf/Zellen/Muskeln/Knorpel herum schwimmenden FQ geschädigt/vergiftet werden?

Wie gesagt, vielleicht hab ich es nicht ganz verstanden oder hab ein Denkfehler gerne löschen, wenn es so ist !

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20811

Beitragvon nino » 20.04.2020, 21:33

Dein Denkfehler besteht darin, dass man zu Fluorchinolon-Resten im Körper einfach garnichts weiß. Es gab keine Forschung dazu, also keine Chance.

Man ließt an unterschiedlichen Quellen verschiedene Angaben dazu, aber die einzige echte wissenschaftliche Quelle zu dem Thema betont nur, dass hier "further research" (=weitere Forschung) vonnöten sei.

Für Heilpraktiker ist die Idee der Fluorchinolon-Reste natürlich reizend, da man damit Ausleitungen verkaufen kann. Deshalb wird die Idee vielerorts propagiert. Wirklich bewiesen ist das aber nicht, und viele ausleitende Verfahren sind ohnehin für Schwermetalle gedacht und für Fluorchinolone völlig ungeeignet (Schwermetalle werden mit Chelatoren ausgeleitet, was bei Fluorchinolonen keinen Sinn macht, da sie selbst Chelatoren sind... man würde das ganze somit nur verschlimmern).

Der momentane Wissensstand spricht eher dafür, dass die Fluorchinolone tatsächlich bereits relativ schnell restlos aus dem Körper entfernt sind (zu den ebenfalls schädlichen Stoffwechselprodukten der Fluorchinolone gibt es hier auch wieder unterschiedliche Angaben). Aber auch das ist nicht bewiesen - es gab einfach keine Forschung dazu. Deshalb kann man dazu auch nicht weiter recherchieren. Ist leider so.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20838

Beitragvon Biggi » 22.04.2020, 14:29

Hallo,
Ich habe mich auch entschlossen das NAD und Ribose Protokoll zu versuchen, allerdings frage ich mich, ob es nicht eine abgeschwächte und damit besser verträgliche Variante gibt.
Ich habe mir Nadh 20 mg Tabletten und Riibose als Pulver besorgt.
Frage : Kann ich das NADH auch verwenden, was genau ist der Unterschied zu NAD +?
Als Dosierung für das NADH wird angegeben: 1 bis 2 Tabletten täglich (20 bis 40 mg /tgl)
Empfohlen wird die Einnahme morgens auf nüchternen Magen, ca eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit.
Als Dosierung für die Ribose wird angegeben : 5g als Einzeldosis (1 TL), 1 bis 2 mal täglich - zu einer Mahlzeit, vor oder nach dem Training.

Was haltet ihr davon, wenn man NADH und Ribose täglich einnimmt, z. B. 20 mg NADH + 5g Ribose?
Dann hätte man auch 140 mg NADH /Woche?
Wenn diese Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgt, würde das auch die Fission u. Fusion unterstützen, nur eben nicht so abrupt? Oder mache ich da einen Denkfehler?
LG Birgit

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20839

Beitragvon mike217 » 22.04.2020, 14:55

NADH ist, soweit ich das richtig verstanden habe, etwas anderes als NAD+ um das es sich hier dreht.

Daher ist es für das Protokoll uninteressant.

Durch das NAD+ Protokoll möchte man die Fission (Teilung) der Mitochondrien triggern, um die "kaputtesten" Mitochondrien mittels Mitophagie los zu werden. Die "kaputtesten" Mitochondrien werden sozusagen de-maskiert, damit sie recyclet werden können. Also etwas, was man auch durch Fasten erreichen kann, bloß nur dass das NAD+ Protokoll einen schnelleren und größeren Effekt hat als Fasten. Wobei die Dosierung hier auch eine große Rolle spielt...

Mit der nach 3-4 Tagen späteren Fusion lässt man grob übersetzt die Mitochondrien dann wieder verschmelzen.


NADH wiederum ist neben Q10 ein weiteres Coenzym (Q1) mit welchem man die Energieproduktion ankurbeln kann.
Laut dem longecity Thread kann man wohl NAD+ teilweise zu NADH konvertieren, indem 2-4g Vitamin C (keine Zeitverzögerung) einnimmt.

An die @NAD+ Profis:
Bitte korrigieren wenn ich etwas falsch wiedergegeben haben sollte.
10x Levofloxacin (September 2019) Dosierung nicht mehr bekannt
4x Levofloxacin (0-1-0) 500MG (Dezember 2019)

Biggi
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20840

Beitragvon Biggi » 22.04.2020, 15:51

Hallo Mike217
Danke für deine Rückmeldung.
Ich hatte in wikipädia gelesen, dass NADH die energiereiche, reduzierte Form ist und NAD+ die oxidierte Variante.
Ist es tatsächlich so, dass nur NAD + funktioniert?
Was denkst du darüber jeden Tag eine kleine Menge einzunehmen, über einen langen Zeitraum?

Ich Weiss, dass das Protokoll, wie es hier von einigen praktiziert wird, möglichst schnell und effektiv die kaputten Mitos aussortieren soll.
Leider muss man mit schubartigen Verschlechterungen rechnen. Mich interessiert, ob es eine Methode gibt, ohne Verschlechterung, auch wenn es auf diese Weise länger dauert.
Weiss das jemand????

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20844

Beitragvon Mitochondrion » 22.04.2020, 21:16

NAD (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein Conenzym, das an zahlreichen Redoxreaktionen des Zellstoffwechsels beteiligt ist. NAD+ kann zwei Elektronen und ein Proton aufnehmen und wird dabei zu NADH reduziert, und umgekehrt kann NADH zwei Elektronen und ein Proton abgeben und wird dabei zu NAD+ oxidiert. Im Organismus ist das Konzentrationsverhältnis NAD+/NADH groß und somit das Redoxpotential positiver. Je älter wir werden, desto mehr verschiebt sich das Konzentrationsverhältnis zur Seite von NADH und das Redoxpotential nimmt ab. Das Ziel des Protokolls ist es mit einer NAD+ Vorläufersubstanz Mitophagie (und viele andere "Langlebigkeitsfunktionen") durch eine Erhöhung des Konzentrationsverhältnisses von NAD+/NADH zu initiieren im Sinne eines "Fasten-Mimetikas". Die Einnahme von NADH ergibt für diesen Zweck also keinen Sinn. Wenn Du jeden Tag kleine Mengen nehmen möchtest, dann kannst Du NAM (Niacinamid) nehmen, welches eine natürliche Vorläufersubstanz ist, aus welcher der Körper NAD+ herstellt. Man muss dabei nicht mit schubartigen Verschlechterungen rechnen, wenn man gering genug dosiert (die persönliche Schwelle muss man dabei natürlich selber herausfinden z.b 100mg, 200mg bis 2000mg NAM). Hat man seine Schwelle einmal gefunden, kann man immer darunter bleiben (mit der Zeit wird sie sich erhöhen). Wenn man langsam und vorsichtig hoch dosiert, wird man natürlich irgendwann (einmalig) seine "persönliche Schwelle" erreicht haben und dann eine Verschlechterung spüren. Dies ist viel einfacher, wenn man NAM zyklisch (an nur einem Tag) einimmt, da bei regelmäßiger Einnahme der NAD+ Spiegel immer mehr kumuliert und auch nach dem Absetzen noch eine Weile erhöht bleibt.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20845

Beitragvon cf12 » 22.04.2020, 21:34

Hallo Birgit,

NADH und/oder Ribose ist ein anderes "Programm" (siehe auch "Mitochondrien", Dr. Bodo Kuklinski 2015). NADH fördert den Stoffwechsel und bei der Gabe von Ribose "spüren" viele Patienten auch mehr Energie. Wenn es Dir hilft, kannst Du es gern einnehmen. Für die Aktivierung des Stoffwechsels sind auch relativ schonende Verfahren bekannt (ähnlich der IOT), bei denen Sauerstoff und dessen Verbindungen u.a. als "Signalmolekül" wirken (ich habe es leider noch nicht getestet). :think:

Viele Grüße und einen schönen Abend

cf12

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20847

Beitragvon Biggi » 22.04.2020, 22:16

Vielen Dank für eure Antworten.
Wenn ich jetzt die NADH Tabletten aufbrauche, ich glaube es sind 60 Stück, verschlechtert sich dann durch die Zufuhr von NADH, das schon sowieso eher ungünstige Verhältnis von NAD + zu NADH?
Sorry, aber habe ich das jetzt richtig verstanden?
LG Biggi

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20854

Beitragvon Fee1970 » 23.04.2020, 00:27

Hallo zusammen.

Ich persönlich würde behaupten, dass mir das Protokoll hilft.
Ich nehme die Dosis aber nur, wenn ich eine Weile eine gute Zeit hatte und den Rückwurf vertrage.
Bin deshalb auch immer noch beider Dosis Niacinamid 800 / Ribose 1600.
Etwa drei Tage später tun die Ellbogen, Handgelenk, Schultern und Knie sehr weh.
Ich nehme jetzt am dritten Tag nach der Dosis das Ubiquinol und PQQ. Und nicht durchgehend.

Mir hilft aber auch viel die überwiegend basische Ernährung. Und ich esse und trinke viel bittere Sachen und Sachen mit Gerbstoffen.

Fasten tu ich gar nicht mehr, weil ich so abgenommen hatte. Ich scheine das nicht mehr zu brauchen. Oder nicht durchgehend.

Ich bin jetzt 5 Jahre Postflox seit der letzten Einnahme und kann wieder am Leben teilnehmen. Nicht so wie vor dem Antibiotika aber immerhin.

Ich wünsche allen eine gute Besserung.
Fee
:confusion-seeingstars:

Moien
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20858

Beitragvon Moien » 23.04.2020, 02:58

Hallo an Alle,


ich wollte mal kurz diesen Beitrag teilen:

https://www.quantifiedbob.com/sauna-nia ... ls-toxins/

Die machen ungefähr das gleiche, was wir tun, aber verbinden es noch mit einer Sauna und haben sich bis auf 5g hochgearbeitet.

Wie ihr seht, hat er auch einige Schwermetalle aus dem Körper bekommen, vielleicht sind die Schübe, die ihr alle habt, danach auch eine Version von den Schwermetallen Ausscheidung.

Hab hier im Forum auch mal gelesen, dass manche auch von Glutathion über ähnliche Erfahrung berichtet haben, wo sie die Theorie hatten, dass Glutathion auch Schwermetalle bindet und daher Schübe auslöst, vielleicht ist das NAD+ Protokoll ein zweischneidiges Schwert und es nicht alles Mitophagie was stattfindet.

lg

Moe

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20863

Beitragvon der_matze » 23.04.2020, 09:45

Hallo zusammen,
hab mich nach langem hin und her auch dazu entschlossen einzusteigen.
Allerdings versuch ich auch die ganz großen Verschlechterungen zu vermeiden bzw nur solche Dosen zu nehmen das es mich nicht zu sehr beeinträchtigt.

Angefangen hab ich vor 3 Wochen ganz locker mit 150mg + 300mg R. Keine Auswirkungen.
Vor 2 Wochen 200mg + 400g R, da hab ich schon etwas gespürt aber da musste ich schon tief in mich reinhören.
Nun 250mg + 500g R zum Abend.
Mir ist nun aufgefallen das ich nach der Einnahme Einschlafstörungen habe. Bei der letzten Dosis ist mir das extrem aufgefallen. Ich bin normal der Typ der ins Bett geht, die Augen zumacht und sofort im Land der Träume ist.

Ist das bei anderen auch schon aufgetreten?

mike217
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20865

Beitragvon mike217 » 23.04.2020, 10:01

der_matze hat geschrieben:Ist das bei anderen auch schon aufgetreten?


Ja, diese Symptome können ab individuell-höheren Dosierungen von NR auftreten, sprich auch Einschlafprobleme.

Der Threadstarter von der longecity Seite (turnbuckle) hatte u.a. erwähnt:

I'm taking N+R first thing in the morning and going to the gym 1-2 hours later. Taking it in the afternoon I've found makes it difficult to sleep through the night.


Wann hast du denn das NR eingenommen? Falls es nicht am morgen war, dann versuche doch das nächste Mal morgens NR einzunehmen, oder kannst Du mehrere Tage lang nicht mehr richtig nach der Einnahme von NR schlafen?
10x Levofloxacin (September 2019) Dosierung nicht mehr bekannt
4x Levofloxacin (0-1-0) 500MG (Dezember 2019)

der_matze
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20866

Beitragvon der_matze » 23.04.2020, 10:10

mike217 hat geschrieben:
der_matze hat geschrieben:Ist das bei anderen auch schon aufgetreten?


Ja, diese Symptome können ab individuell-höheren Dosierungen von NR auftreten, sprich auch Einschlafprobleme.

Der Threadstarter von der longecity Seite (turnbuckle) hatte u.a. erwähnt:

I'm taking N+R first thing in the morning and going to the gym 1-2 hours later. Taking it in the afternoon I've found makes it difficult to sleep through the night.


Wann hast du denn das NR eingenommen? Falls es nicht am morgen war, dann versuche doch das nächste Mal morgens NR einzunehmen, oder kannst Du mehrere Tage lang nicht mehr richtig nach der Einnahme von NR schlafen?


Bin mir grad nicht ganz sicher ob es nach den Einnahmen davor die Tage danach auch noch so war. Werd ich jetzt mal beobachten wie es die nächsten Nächte ist.

Hatte es Abends eingenommen, ca eine Stunde vor dem ins Bett gehen.

Tom1974
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20895

Beitragvon Tom1974 » 24.04.2020, 17:40

Hallo Zusammen,
ich bin jetzt 15 Monate Postflox und habe mich entschieden auch das Protokoll zu machen. Habe letzte Woche mit 120/240 MG um
ca. 11 Uhr angefangen.
1,5 Std später hatte ich schon leichte Symptome mit Kribbeln in den Waden und in der Brust. Die Nacht war dann leichte Unruhe und dieses komische ,na ich sag mal Floxkrankheitsgefühl sowie leichter Tinnitus.
Bis auf den Tinnitus war das dann nach ein zwei Tagen wieder vorbei.

Heute habe ich 150/300 eingenommen und die ersten Symptome kommen jetzt nach 3 Std.
Ketogene Ernährung und 18/6 praktiziere ich dazu.
Mein Allgemeinbefinden ist recht gut, wenn ich mich Ketogen ernähre bekomme ich so ca alle 3-4 Wochen einen Schub der dann ca eine Woche anhält ansonsten hab ich fast keine Nebenwirkungsbeschwerden bis auf Trockene Augen und Kältegefühl. Bin also wieder bei 90% würde ich sagen.
Sport kann ich auch fast Problemlos machen. Kartoffeln,Weizenmehl,Koffein sowie Zucker sind absolutes Tabu. Das geht gar nicht,da würde ich innerhalb von ein paar Std wieder mit einem Schub rechnen müssen.

Meine frage wäre jetzt ob das normal ist das ich schon bei einer so geringen Dosis anspreche?
Wenn ich lese wie hochdosiert hier einige Anfangen mach ich mir schon sorgen. :shifty:
LG Tom

Moien
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20896

Beitragvon Moien » 24.04.2020, 17:53

Hi Tom,

wenn ich es richtig gerechnet habe bist du 46, eine lange Zeit für kaputte Mito's in deinem System sich zu vermehren + die sowieso schon geschädigten Mitos durch die FQ und unseren sowieso ungesunden Lifestyle wie du schon selber sagst, mit ganz viel Kohlenhyd. und co.

Daher ist es ganz normal, dass du auch bei einer quasi leichten Dosierung solche Verschlechterung verspürst, also nach meinem Verständnis solltest du dir keine Sorgen machen.

Das lässt aber erahnen, dass du viele kaputte Mito's noch im Kreislauf hast, daher ist das Protokoll glaub ich, genau das richtige für dich um die so schnell wie möglich loszuwerden.

Ich würde dir aber empfehlen, wirklich sehr auf deinen Körper zuhören und langsam höher zu gehen außer du sagst, dass du rein psychisch stabil genug fühlst, um starke Schübe auszuhalten.

Eine Woche Pause solltest du trotzdem machen, damit sich neue gesunde Mitos bilden können.


lg

Moien

Tom1974
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#20897

Beitragvon Tom1974 » 24.04.2020, 18:06

Hallo Moien,

danke für deine schnelle Antwort. Ja hast richtig gerechnet bin 46 Jahre alt. :( ;)
Also große Schübe würde ich schon gerne vermeiden. Dann werde ich das mal Wöchentlich leicht steigern.
Übers Knie brechen denke ich ist auch der falsche Weg, zumindest für mich.


LG Tom


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