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Benfotiamin Feedback

cf12
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Re: Benfotiamin Feedback

#9726

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 15:14

Hallo Idgie,

unser Mitglied Krabiwi hat bereits bewiesen, dass man die Therapie auch selbst organisieren kann und bisher ist er sehr erfolgreich. Ich habe vor 3,5 Jahren mit dem Buch "Mitochondrientherapie" (Dr. Kuklinski 2006) angefangen und die Laboruntersuchungen mit meinem Hausarzt organisiert. Inzwischen kenne ich sehr viele Bücher/Veröffentlichungen der modernen Mito-Medizin. :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

cf12



Idgie
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Re: Benfotiamin Feedback

#9731

Beitragvon Idgie » 03.02.2019, 18:31

Hallo cf12,

die Therapie zu organisieren ist nicht mein Problem, habe ich so auch nicht geschrieben. Dazu gibt es ja von vielen Seiten Hilfestellung hier im Forum.
Nur wie man es anstellt, daß man die nötigen Laboruntersuchungen von der Kasse bezahlt bekommt, hätte mich interessiert. Das ist mir trotz einer guten Hausärztin noch nicht gelungen.
Und ja, Kuklinski habe ich gelesen.

LG Idgie
Einnahme Ciprofloxacin Juni 2017

cf12
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Re: Benfotiamin Feedback

#9732

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 18:38

Hallo Idgie,

die GKV zahlt weder alle Laboruntersuchungen noch die NEMs (Gesetz von 2004). Mein Hausarzt hat vor 3,5 Jahren sehr viele Vitamine/Spurenelemente labortechnisch untersuchen lassen, so dass ich schon mit der Therapie beginnen konnte (die Grenzwerte müssen häufig korrigiert werden). Zusätzliche Laboruntersuchungen muss man häufig selbst organisieren/zahlen. Wenn man die Bücher intensiv liest, findet man auch viele Symtome, die einen evtl. Mangel von Mikronährstoffen anzeigen. Viel Erfolg! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Benfotiamin Feedback

#9735

Beitragvon Dr.Pieper » 03.02.2019, 19:53

hallo, ich wollte mal zu einigen hier erwähnten punkten stellung nehmen:

- über die GKV kann sehr wohl eine diagnostik bzgl. vitaminmangel, elektrolytmangel oder spurenelementmangel durchgeführt werden. diese diagnostik ist allerdings verschiedenen restriktionen im kassenarztsystem unterworfen, deren schilderung hier zu weit führen würde.

- benfotiamin setze ich auch seit vielen jahren erfolgreich im zusammenhang mit neuropathischen beschweren ein

- die diskussion über cyanocobalamin halte ich für überholt. es gibt keinen zweifel daran, dass es im gegensatz zu beispielsweise methylcobalamin oder adenosylcobalamin minderwertig ist und in der natur so nicht vorkommt. also warum sollte man es einnehmen, wenn es etwas besseres gibt?

natürlich sollte wir immer alle unsere therapien hinterfragen und gerade fq-patienten solltren sich gut überlegen, was sie einnehmen, aber hypervitaminosen sind bei b12 in der literatur (außer der seltenen und reversiblen b12-akne) nicht beschrieben, zumindest habe ich keine gefunden. auch nicht, lieber maximus, im hinblick auf polyglobulien. es wird in der literatur sehr wohl diskutiert, inwieweit erhöhte b12 spiegel als indikator für bestimmte erkrankungen herangezogen werden können, ein kausaler zusammenhang wird allerdings nicht hergestellt. (siehe: QJM. 2013 Jun;106(6):505-15. doi: 10.1093/qjmed/hct051. Epub 2013 Feb 27. The pathophysiology of elevated vitamin B12 in clinical practice)

das wäre auch sehr schade, ist es doch, auch lt kuklinski, für die meisten patienten mit mitochondrialen schäden ein wertvoller therapiebaustein. parenterale und hohe dosen sind häufig erforderlich um bestimmte wirkungen zu erzielen, zum beispiel auf die NO-synthase. (siehe: Free Radical Biology & Medicine 46 (2009) 1626–1632 Inhibition of nitric oxide synthase by cobalamins and cobinamides) oder auf die nervenschäden (siehe: J Neurol Sci. 1994 Apr;122(2):140-3.Ultra-high dose methylcobalamin promotes nerve regeneration in experimental acrylamide neuropathy.)

schönen abend allen, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9740

Beitragvon Krabiwi » 03.02.2019, 22:41

Hallo,

Levoflox26 hat geschrieben:Interessant ist vielleicht auch der Spiegel Artikel, der kritisch hinterfragt, wie es um die Mitotherapie derzeit ausschaut.


Der Artikel strotzt förmlich vor Polemik, Hysterie und Halbwissen, scheinbar hat Big Pharma Angst dass ihnen die Felle davon schwimmen sobald es die Runde macht, dass ihre patentierten Mittelchen ausnahmslos unsere mtDNA zerlegt. Deswegen auch immer schön den Fokus der Forschung auf die primäre Mtpathie legen und die sekundäre Mtpathie als vermeintlich unbelegt abtun.

Den werde ich mir die Tage vornehmen und die einzelnen Behauptungen kommentieren.

MfG
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Re: Benfotiamin Feedback

#9742

Beitragvon Maximus » 04.02.2019, 02:50

Hallo Dr.Pieper,

bei 30% aller PV-Patienten ist der Serumspiegel von Vitamin B12 > 900 pg/ml, 75% der Patienten haben eine Erhöhung der
ungebundenen Vitamin B12-Bindungskapazität > 2200 pg/ml. Ursache scheint eine Erhöhung von Transcobalamin-III (Bindeprotein
in Leukozyten) zu sein, nach anderen Quellen auch Hepatocorrin (Trancobalamin-I).

http://de.medicle.org/inhalt/116/artikel/102/1/TALL

Es gibt also durchaus Menschen, wenn auch selten , bei denen der Vitamin B12 Stoffwechsel Probleme macht.

Nachdem ich eine PV bei mir ausschließen konnte, blieb als Diagnose nur eine Vitamin B12 NEM assoziierte Polyglobulie übrig.

Auch diesbezüglich dürfte ein Problem im Vitamin B12 Stoffwechsel vorliegen, das aber anders als bei PV-Patienten nur unter
hoher Zuvor von Vitamin B12 per NEM auftritt und Monate nach Absetzen ( bei mir waren ca. 6 Monate mit Aderlässen )
vollständig reversibel ist.

Das die Vitamin B12 NEM assoziierte Polyglobulie in der Med. Literatur keine Erwähnung findet, kann an der Seltenheit liegen,
mit der Probleme im Vitamin B12 Stoffwechsel beim Menschen auftreten ( 4-6 Fälle/ 100.000 Einwohner in D bei PV).

Mit freundlichen Grüßen
Maximus

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Re: Benfotiamin Feedback

#9766

Beitragvon Dr.Pieper » 04.02.2019, 20:33

hallo maximus, das ist alles soweit richtig. allerdings ist es nicht zulässig, einen kausalen zusammenhang zwischen hohem vit-b12-spiegel und dem entstehen von bluterkrankungen herzustellen. das tut auch in der literatur niemand, auch nicht was die von ihnen erwähnte polyglobulie oder gar polyzythämie betrifft. im gegenteil: der hohe b12-spiegel wird als indikator, also quasi als tumormarker für bestimmte bluterkrankugen ins spiel gebracht, wobei der erhöhte spiegel erst durch stoffwechselveränderungen während der erkrankung entsteht (siehe auch meine literaturangaben von gestern). eine b12-hypervitaminose mit solchen schäden konnte ich bei meiner recherche nicht finden. anders beispielsweise bei der vit-d-hypervitaminose: hier ist die hyperkalzämie eine kausale folge toxischer vit-d-spiegel. es ist zwar eine rarität und vermeidbar, trotzdem für viel vit-d-gegner immer wieder ein willkommenes argument! wäre ein solcher kausaler zusammenhang auch nur annähernd in der diskussion, hätten die einschlägigen kreise längst alarm geschlagen und hochdosierte b12-therapie, selbst ampullen, wäre nicht rezeptfrei zu haben. da möchte ich ganz genau sein, denn ansonsten wird ein wichtiger therapiebaustein disqualifiziert! hier noch ein interessanter artikel zum b12:

Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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alles gute, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9770

Beitragvon Maximus » 04.02.2019, 22:38

Hallo Dr. Pieper,

es liegt mir fern einschlägige Kreise mit meinen Beiträgen anzusprechen.

Hier geht es um Erfahrungsaustausch.

Hat jemand eine negative Erfahrung gemacht, kann er das genau so reinschreiben, wie jemand der eine positive Erfahrung
gemacht hat.

MfG
Maximus

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Re: Benfotiamin Feedback

#9786

Beitragvon Dr.Pieper » 05.02.2019, 23:59

hallo maxumus, ja, das ist natürlich richtig. ich gebe allerdings zu bedenken, dass ein solcher persönlicher erfahrungsbericht von vielen im forum sehr viel ernster genommen wird, weil er von ihnen kommt und ihre beiträge nun mal zu den kompetentesten im forum zählen. (sonst hätte ich mich auch gar nicht zu wort gemeldet) lg, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9792

Beitragvon Maximus » 06.02.2019, 15:21

Hallo Dr.Pieper

ich verstehe, Danke für den Hinweis.

MfG
Maximus


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