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Benfotiamin Feedback

Levoflox26
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Re: Benfotiamin Feedback

#5976

Beitragvon Levoflox26 » 09.07.2018, 13:52

Hallo Krabiwi,
bei allem Respekt, den ich für deinen unermüdlichen Einsatz hier habe und den habe ich,

Mir scheint Du suchst nach Ausreden um nichts zu ändern.


das ist 'ne Aussage, die jemanden, der schon länger gefloxt ist, ziemlich treffen kann. Und ich finde, man sollte nicht über einen Menschen urteilen, in dessen Haut man nicht steckt, nur weil er Dinge in Frage stellt.
Du hattest Glück und hast ziemlich schnell den Zusammenhang erfasst. Du hast auch einen klaren Kopf und eine gesunde Psyche. Dir fällt es sicher leichter als manch anderen hier, zu recherchieren, zu verstehen. Und du scheinst auch große Mengen an Vitaminen, Mineralien etc. weg stecken zu können. Viele haben aber kein intaktes Verdauungssystem und müssen schauen, wie sie sich die nötigen Stoffe natürlich zuführen.
Und dann kommen noch Menschen wie ich dazu, die durch eine schwere Depression, kaum noch die mentale Kraft haben, etwas an ihrem Zustand zu ändern. Mein naheliegendstes Ziel ist, aus dieser Phase heraus zu finden, ohne auf Psychopharmaka zurück zu greifen. Deshalb versuche ich Dinge zu tun, die mir gut tun, wie z.B. Sport im Studio. Oder auch den Genuss von Erdbeeren und Kirschen zu fröhnen. Da ich schon immer Gewichtsprobleme habe, erinnere ich mich noch zu gut an die diversen "low fat" Kampagnen. Jetzt sind die Fette wieder gut und die KH die Bösen. Sieh mir bitte nach, dass ich in der Beziehung vorbelastet bin und nicht mehr alles glaube, was man mir vorsetzt. Auch wenn mir natürlich klar ist, dass es hier nicht um die Gewichtsabnahme geht. Wir alle hier sind ganz verschieden. Wir sollten uns gegenseitig so akzeptieren wir wir sind, vorurteilsfrei.
lg


gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
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Re: Benfotiamin Feedback

#5979

Beitragvon Schorsch » 09.07.2018, 18:10

Hallo,

finde Levoflox hat hier Recht und die richtigen Worte gefunden. Man sollte emotional anderen gegenüber stets etwas vorsichtiger + lockerer rangehen.
Ich kenne das, man ist selbst tief drin und denkt sich auch oft wieso probieren und machen die das nicht einfach...aber das muss trotzdem auf gewisser Ebene hier ablaufen.


Flox wird auch viel viel mehr sein, als Michalak und andere, die da mal im Ansatz hineinforschen meinen. Ich mache den mitochondrialen Therapieansatz selbst schon seit 3 Jahren und kenne sehr viele auch Hartgefloxte, die soviel probiert haben und nix hat wirklich Einfluss. Auch die NEMs hatte ich Floxanfangs gleich massiv eingesetzt, selbst Mitoq etc. bis heute schmeisse ich ggf. 200 Euro pro Monat ein. Ich war sehr schnell massiv informiert über die US-Seiten und Foren und ähnlich unterwegs wie krabiwi. Es ist und bleibt oft ein Pokerspiel mit unklarem auf und ab. Und nicht jeder Erklärungsansatz passt dazu. Zudem sollte man auch nicht zuviel reininterpretieren und keine Behauptung aufstellen auch wenn der wissenschaftliche Hintergrund entsprechende Indizien liefert. Die Basis ist noch nicht da. Bislang ist es jedoch der bestmögliche und einzig sinnvolle Behandlungsansatz, da er medizinisch auch grundsätzlich Bestand hat und gesundheitlich was bringt. Die Sehnen und Bindegewebeprobleme sind für mich jedoch spürbar noch mehr als eine reine Mito-Knappheit, da stimmt grundsätzlich was nicht mit der gesamten Matrixstruktur im Bindegewebe.

Gruß Schorsch
Levofloxacin zwei Tage je 500 mg Kapsel im Juli 2015

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Re: Benfotiamin Feedback

#5989

Beitragvon Idgie » 09.07.2018, 18:15

Levoflox26 hat geschrieben:Und dann kommen noch Menschen wie ich dazu, die durch eine schwere Depression, kaum noch die mentale Kraft haben, etwas an ihrem Zustand zu ändern. Mein naheliegendstes Ziel ist, aus dieser Phase heraus zu finden, ohne auf Psychopharmaka zurück zu greifen. Deshalb versuche ich Dinge zu tun, die mir gut tun, wie z.B. Sport im Studio. Oder auch den Genuss von Erdbeeren und Kirschen zu fröhnen. Da ich schon immer Gewichtsprobleme habe, erinnere ich mich noch zu gut an die diversen "low fat" Kampagnen. Jetzt sind die Fette wieder gut und die KH die Bösen. Sieh mir bitte nach, dass ich in der Beziehung vorbelastet bin und nicht mehr alles glaube, was man mir vorsetzt. Auch wenn mir natürlich klar ist, dass es hier nicht um die Gewichtsabnahme geht. Wir alle hier sind ganz verschieden. Wir sollten uns gegenseitig so akzeptieren wir wir sind, vorurteilsfrei.
lg


Liebe Levoflox,

danke für Deine Worte! Ja, ich gebe Dir recht, auch ich schaue, wo ich Lebensqualität mir ermöglichen kann. Da ich ja vor 6 Monaten noch gar nicht gewußt habe, daß ich gefloxt bin, nehme ich ja eine geringe Dosis Antidepressivum und im Nachhinein gesehen war das wohl für mich gar nicht ganz falsch, denn so bin ich als erblich Vorbelasteter eben nicht in eine noch schlimmere Depression gerasselt als sowieso schon.
Intervallfasten geht für mich relativ easy und so kann ich, ohne auf etwas zu verzichten, mein Gewicht trotz Antidepressivum gut halten und habe das Gefühl, daß es meinem Körper gut tut. NEMs kann ich bisher zum Glück gut vertragen, nur zu hohe Dosen Magnesium gehen nicht.

Ich frag mich allerdings oft, wie jemand das macht, der wirklich mit sehr wenig Geld leben muß und sich das alles gar nicht leisten kann.

LG Idgie
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Re: Benfotiamin Feedback

#5991

Beitragvon Krabiwi » 09.07.2018, 18:32

Hallo zusammen,

ich weiß das ist alle ein sehr emotionales Thema, da ganze Existenzen zerstört werden und die psychischen Nebenwirkungen noch dazu kommen, dazu die ganze Komplexität sowie das Gefühl der Hilflosigkeit unddie Ignoranz vieler Ärzte, aber es stört einfach, dass hier öfters studienbasierte Erkenntnisse einfach ignoriert und ohne Gegenstudien mittels "Glauben, Unsicherheit sowie persönlichem Empfinden" oder "es kann nicht sein was nicht sein darf" öffentlich in Zweifel gezogen werden, was insbesondere Neulinge die nicht tief genug in der Materie drin sind, lediglich verunsichert.

Ich muss das mal ganz direkt loswerden, damit es keine Missverständnisse gibt, wer glaubt die FC-Toxizität sei noch größtenteils ein Rätsel und es gäbe keine Ansätze die den Verlauf abschwächen oder zumindest Linderung bringen, hat die Arbeiten von Michalak und Pieper entweder:

A) nicht gelesen
oder
B) nicht verstanden

Das Gesamtbild ist definitiv geklärt, hier und dort fehlen ein paar Details die einer tieferen Forschung bedürfen (diese Punkte werden von Michalak ebenfalls genannt und diese kann man an einer Hand aufzählen), auf diese Punkte lässt sich dennoch bereits jetzt logisch schließen, denn es handelt sich hier nicht um einen bösen Zauber sondern um biochemische Vorgänge die einer strikten Logik entsprechen, auch wenn manche Phänomene wie z.B. Schübe äußerst komplex und daher verwirrend sein können, steckt auch hier eine Logik dahinter.

Jaroslav, ein Patient von Dr. Michalak, hat nicht ohne Grund während der EMA Anhörung an die Anwesenden appelliert sich die Arbeit anzuschauen, denn dort stehe alles drin und so ist es auch. Dort steht alles drin, das was wir definitiv Wissen und das was wir zwar nicht mit letzter Sicherheit wissen aber wie es sehr wahrscheinlich ist, die Details die noch ausgeforscht werden müssen sowie die Nennung von Ansätzen und Substanzen die man längst klinisch testen könnte.

"Und nicht jeder Erklärungsansatz passt dazu."
Hallo Schorsch, bitte nenn mir das was nicht passt. Danke.

"Die Basis ist noch nicht da."
Da muss ich Dir widersprechen, die Basis ist definitiv da. Ein paar Details fehlen, aber man könnte längst klinische Studien durchführen und die Ansätze unter ärztlicher Aufsicht an Probanden testen, Probanden gibt es genügend, vorgeschlagene Substanzen ebenfalls. Gleichzeitig die paar offenen Fragen erforschen. Das wäre bereits ein Anfang.

" Die Sehnen und Bindegewebeprobleme sind für mich jedoch spürbar noch mehr als eine reine Mito-Knappheit, da stimmt grundsätzlich was nicht mit der gesamten Matrixstruktur im Bindegewebe. "
Wie gehabt, wenn die Sehnenzellen nicht mehr richtig funktionieren und es an ATP mangelt beeinträchtigt das die gesamte Matrix außenrum, die freie Radikale beschädigen ebenfalls die Proteine der Matrix. Mit der Zeit ist wegen dem oxidativen Stress auch die Zellkern-DNA gefährdet und sobald DNA-Mutationen vorhanden sind könnten alle möglichen und vor allem chronischen Symptome entstehen.

"Zudem sollte man auch nicht zuviel reininterpretieren und keine Behauptung aufstellen auch wenn der wissenschaftliche Hintergrund entsprechende Indizien liefert."
Warum soll man keine schlüssigen Thesen aufstellen? Man muss Thesen aufstellen um Lücken zu schließen, bis die Thesen belegt oder eben widerlegt sind und durch schlüssigere ersetzt werden.

" Ich mache den mitochondrialen Therapieansatz selbst schon seit 3 Jahren und kenne sehr viele auch Hartgefloxte, die soviel probiert haben und nix hat wirklich Einfluss."

Man kann nicht ausschließen, dass es ohne Therapieansatz noch schlimmer gekommen wäre, es gibt Geschichten aus dem englischsprachigen Raum von Flox-Geschädigten, die das nicht wussten und daher auch keine Ansätze umsetzen konnten, die dann jahrelang mit Schmerzen im Bett lagen, bis man dann auf die Idee mit antioxidativen Infusionen kam was dann half. Einer Betroffenen half nach 8 Jahren Horror sogar einfaches Protein Whey, ein anderer mit zerstörten AS spritzte sich jeden morgen GSH weil es linderte, einer andere halfen nach 3 Jahren eine 6 wöchige Ozontherapie.

Das ist einfach eine Grundsatzdiskussion die entschieden werden muss, einen Spagat um die "NEM und Antioxidantien sind Blödsinn, warum weiß ich aber nicht genau bzw. es besteht die Möglichkeit dass es nicht hilft also lasse ich es vorsichtshalber lieber ganz"-Fraktion glücklich zu machen werde ich nicht mittragen, eben weil alle gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie auch die vorhandenen Indizien besagen, dass es eben doch bereits wirkungsvolle therapeutische Ansätze gibt.

Viele Grüße
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Re: Benfotiamin Feedback

#5992

Beitragvon Idgie » 09.07.2018, 18:56

Krabiwi hat geschrieben:Das ist einfach eine Grundsatzdiskussion die entschieden werden muss, einen Spagat um die "NEM und Antioxidantien sind Blödsinn, warum weiß ich aber nicht genau bzw. es besteht die Möglichkeit dass es nicht hilft also lasse ich es vorsichtshalber lieber ganz"-Fraktion glücklich zu machen werde ich nicht mittragen, eben weil alle gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie auch die vorhandenen Indizien besagen, dass es eben doch bereits wirkungsvolle therapeutische Ansätze gibt.


Liebe Krabiwi,

das erwartet hier sicher auch niemand von Dir. Ich bin Dir sehr dankbar für Deine aufwändige Recherchearbeit, auch wenn ich nur einen Bruchteil wirklich verstehe.
Aber meiner Meinung nach sollte auch akzeptiert werden, wenn der Einzelne sich gegen die ein- oder andere Maßnahme entscheidet, auch wenn sie wissenschaftlich noch so fundiert ist.
Für mich ist das z.B. sehr strenges Low Carb.

LG Idgie
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Re: Benfotiamin Feedback

#5994

Beitragvon Krabiwi » 09.07.2018, 19:37

Hallo Idgie,

na klar muss jeder tun was er für richtig hält, es ist auch nicht alles für jeden geeignet und jeder muss seine Grenzen kennen, da geht mir mehr um solche Pauschalaussagen. Vielleicht bin ich auch manchmal etwas zu aggressiv, diese ganze Flox-Geschichte hat mich jedenfalls aggressiver gemacht, das spüre ich je mehr die Energie zurückkommt. Ob das vielleicht ein Flox-Nervenschaden oder generell den Umständen, die mich zornig machen, geschuldet ist kann ich noch nicht sagen.

Die Themen sind ohnehin ziemlich durch, ein Thread bzgl. Fasten und ketogene Ernährung fehlen vielleicht noch, dann steht hier so ziemlich alles was es an fundierten Erkenntnissen gibt und ich werde ein paar Gänge zurückschalten.

Viele Grüße
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Re: Benfotiamin Feedback

#5995

Beitragvon Schorsch » 09.07.2018, 21:02

Hallo Krabiwi,

keiner ignoriert hier wissenschaftliche Erkenntnisse. 95 % deiner Aussagen wurden schon vorher per Flox 1x1 oder im LTS oder in diversen Tipps und Themen von sehr vielen hier verfasst. Wir brauchen einen wie dich, der das ganzheitlich sauber komplex fundiert wissenschaftlich analytisch aufarbeitet und so darstellt. Das bringt uns inhaltlich enorm weiter.

Keiner widerspricht hier oder will das nicht und arbeitet dagegen, indem er irgendwie bremst. Dennoch musst du einsehen, dass der ein oder andere der das schon paar Jahre mehr oder weniger erfolglos macht irgendwie skeptisch wird. Ich selbst bin auch keinesfalls gegen Antioxidantien und NEM-Therapien. Habe wie gesagt schon lange bevor du gefloxt warst stets das gleiche propagiert und seit Floxbeginn durchweg Minimum 200 Euro / Monat am Bein aufgrund meiner stetigen NEM und Antioxidantien-Therapie.
Ich finde schon das vieles was Flox anbelangt bislang wissenschaftlich weiterhin unklar ist. Sonst würden wir hier nicht in diesem Forum rumphilosophieren und rumrecherchieren. Klar gibt’s sehr fundierte Ansätze und stichhaltige Aussagen aber das war es auch schon, anerkannt ist garnix. Das bissi FQAD ist auch nur schnelle Flick Schusterei, weils für die FDA nicht mehr anders ging.

Trotz vieler Thesen und teils unklaren Erklärungsmodellen sollt das aber beim Therapieansatz niemanden jucken. Auch nicht wenn es aus deiner Sicht für dich schon 100 % eindeutig und klar ist. Es bleibt ein Fakt die Mitochondrialtherapie ist heutzutage definitiv der bestmögliche Therapieansatz für Flox. In wie weit da jeder seine eigene Umsetzung für sich erarbeitet bleibt ohnehin jedem selbst überlassen. Weiter Ansätze sollte man persönlich auch probieren, denn es gilt nur eins wer heilt hat Recht.

Es soll hier auch keine Grundsatzdiskussion geben. Manchmal geht es auch mehr um die Verpackung, als um den Inhalt. Es kommt auch auf die Art an und du klingst oft so, als gäbe es nur diesen Weg / diese NEM Strategie diese Erklärung ...

Ich bin als Flox vorsichtig geworden mit schnellen Aussagen. Ggf. hast demnächst auch mal die Zeit um mit mir zu telefonieren. Es gibt noch einige Forumsinterne Dinge, die wir auch wegen inhaltlichen Übersichten und gemeinsamen politischen Vorgehensweisen abstimmen sollten. Kommunikation hilft immer und ist enorm wichtig auch um wirklich einander zu verstehen. Sonst wird hier immer so ein fader Beigeschmack rein interpretiert, der völlig unnötig oxidativen Streß macht.

Bei der Petition hatten wir einen Slogan. Gemeinsam sind wir stark. Dieser Spirit muss stets über allen einzelnen Flox-Thesen stehen. Man muss nicht überall 100 % gleicher Meinung sein.

Gruß Schorsch
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Re: Benfotiamin Feedback

#6029

Beitragvon Krabiwi » 10.07.2018, 15:23

Hi Schorsch,

nicht zu 100% aber zu 90% geklärt und den Rest kann man logisch erahnen, muss natürlich mittels Forschung verifiziert oder falsifiziert werden. Mich stören nur solche Aussagen wie folgt:

"Gibt es denn eine Möglichkeit die Anzahl der freien Radikale in den Körperzellen im Verhältnis zu den Antioxidantien zu messen?
Wenn das nicht geht, bleibt das Argument des oxidativen Stresses ein nicht überprüfbares Totschlagargument für die nächsten 20 Jahre."

Das kann man so nicht stehenlassen, da der OS belegt ist, theoretisch sowie in vivo.

Warum wir hier diskutieren ist die scheinbare Unerklärlichkeit der Symptome und Schübe.
Du hattest vor Jahren bereits den richtigen Riecher mit der Mitochondriopathie wo andere noch dem Gespenst einer Fluorvergiftung hinterherjagten.

Aber es wird ohnenhin so kommen, dass es keine Wunderpille geben wird, da man Mitochondriopathien, also mDNA-Schäden, nicht medikamentös heilen kann. Man kann nur:
A) die Selbstheilungskräfte des Körper maximal mit Mikronährstoffen unterstützen
B) antioxidative Therapie
C) hoffen dass die gesunde mDNA überwiegt und die geschädigte mDNA mit der Zeit verdrängt

Das kann man heute schon als Basisansatz tun und dann individuell nach Symptomen das ein oder andere ergänzen.

Maximal wäre wohl ein Mittel drin, dass das Membranpotenzial wieder stabilisiert damit Mg etc wieder ausreichend in die gefloxten Zellen kommt.

Metformin wurde bereits vorgeschlagen, aber hier widersprechen sich die Aussagen, Kuklinski rät von Metformin ab da es das mt Membranpotenzial senken würde, Michalak schlägt es als Substanz vor, da es Studien gibt die zeigen, dass Metformin das PTP schließt.

Es muss halt endlich mal was passieren, 50 Gefloxte unter klinischen Bedingungen therapieren und erste Ergebnisse präsentieren. Die EMA ist nun auch bereits ein Monat vergangen.

Ich werde erstmal ein paar Gänge zurückschalten und mich auf meine Selbsttherapie konzentrieren, ab Monat 6 werde ich eine Zwischenbilanz ziehen. Gerne können wir telefonieren, sobald ich ein paar Monate aus dem gröbsten draußen bin.

Viele Grüße
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Re: Benfotiamin Feedback

#6049

Beitragvon Bauernme3865 » 10.07.2018, 18:06

Guten Abend,

eine kurze Zwischeninfo in Sachen Benfotiamin: der positive Trend fuer Gerald's Haxen haelt erfreulicherweise an. Wir sind selbst sehr verbluefft und haben wirklich nicht mit einer derartigen Besserung in so kurzer Zeit gerechnet. Start der Einnahme war am 29. Juni 2018. Die Schmerzen haben sich wesentlich verbessert. Bislang war der Schmerzhoehepunkt immer abends, jetzt eher morgens - aber noch immer wesentlich weniger, als vor Start mit Benfotiamin. Da sich seit ca. Oktober 2017 absolut nichts veraendert hatte, koennen wir davon ausgehen, dass es tatsaechlich an dem besagten Vorlaeufer Vitamin B1 liegt. Die Fuesse sehen auch erstmalig seit Ende Juli 2016 normaler in der Hautfarbe an (nicht mehr ein Wechselspiel zwischen schneeweiss und knallrot). Der amerik. Hersteller des Produktes empfiehlt 2 x 2 @300mg pro Tag, wegen Kopfschmerzen hat Gerald sich nun auf 1 bis maximal 2 Kapseln @300mg eingependelt. Wie ich gelesen habe, empfiehlt der deutsche Anbieter eh nur 1x300mg Benfotiamin als Tagesdosis.
Wuensche allerseits gute Genesung und ich halte Euch 'auf Stand' wenn es etwas Spannendes/Neues zu berichten gibt.
Herzliche Gruesse

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Re: Benfotiamin Feedback

#6568

Beitragvon Levoflox26 » 07.08.2018, 16:07

Hallo,
ich wollte mal nachfragen, wie es Gerald mittlerweile geht? Hat die positive Wirkung angehalten?
Liebe Grüße
gefloxt 10/2016 - 10 x 500mg Levo
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Re: Benfotiamin Feedback

#6586

Beitragvon Bauernme3865 » 08.08.2018, 19:58

Hi Levoflox,

Gerald hat auf 1 Benfotiamin a 300mg pro Tag reduziert und der positive Trend hält an. Es ist aber noch immer eine Achterbahnfahrt mit den Schmerzen. Zumindest gab es mal gaaanz kurze Momente von einer Stunde oder so, das die Schmerzen fast weg waren, dann aber leider auch wieder Anlauf genommen haben. Die Farbe der Füße ist weiterhin gut, sprich, wie Füße halt aussehen sollten und nicht knallrot oder schneeweiß. Für meinen Begriff hat das tatsächlich mit der Benfotiamin Einnahme zu tun, denn einen Placeboeffekt kann ich mir in dem Zusammenhang nicht vorstellen. Herzliche Grüße und gute Genesung allerseits!!!

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Re: Benfotiamin Feedback

#6591

Beitragvon Levoflox26 » 08.08.2018, 21:31

Herzlichen Dank für das Feedback.
Euch einen angenehmen Abend.
lg
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Re: Benfotiamin Feedback

#6595

Beitragvon Krabiwi » 09.08.2018, 00:07

Da sieht man mal wieder wie sicher Vitamine sind und dass man diese kaum überdosieren kann.

Benfotiamin ist quasi Vitamin B1 das in dieser Form besser resorbiert wird. Die empfohlene Tagesdosis von B1 liegt bei 1,2 mg.

Etwas Theorie zu B1:

"Thiamin (Vitamin B1) kommt hauptsächlich in phophorylierter Form als Thiamindiphosphat (TDP) oder als Thiaminpyrophosphat (TPP) vor. Es hat Funktionen als Co-Enzym sowie auch eigenständige Funktionen. Als Co-Enzym ist es in den Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) für eine kleine Zahl wichtiger Stoffwechselprozesse im Rahmen des Energiestoffwechsels erforderlich. Die dort ablaufenden biochemischen Prozesse benötigen neben dem Thiamin-Pyrophosphat (TPP) das Niacin-enthaltende Co-Enzym (NAD), ein Riboflavin-enthaltendes Co-Enzym (FAD) sowie die Liponsäure.

Auch das Enzym (Stoffwechselbeschleuniger) Transketolase ist vom Thiamin (Vitamin B1) abhängig. Dieses ist wichtig für:

Pentose-Phoshphat-Zyklus – Oxidation von Glucose-6- zu Pentose-5-phosphat unter Bildung von NAPH, das dadurch für die Reduktion oxidierender Substanzen vor allem in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen) bereit steht.
ATP – Adenosintriphosphat – ein wichtiger Energiespeicher in den Zellen
DNS – Desoyribonukleinsäuren (Trägerin der Erbinformation)
RNS – Ribonukleinsäuren, welche die genetische Information der DNS zur Proteinbiosynthese (Neubildung von Proteinen) übertragen
NADPH – ein Niacin-enthaltendes Co-Enzym
Thiamin-Triphosphat (TTP) ist in Nerven- und Muskelzellen nachweisbar und spielt eine wichtige Rolle für die Übertragung von Nervensignalen und Muskelaktionen."


http://www.vitalstoff-lexikon.de/index. ... unktionen&



Hier wird explizit Benfotiamin erwähnt:

"Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B1
Vitamin B1 wird selten allein für sich eingenommen, sondern meist in Form eines Vitamin-B-Komplexes gemeinsam mit den anderen B-Vitaminen. Denn diese arbeiten eng zusammen, so dass sie einzeln nicht so gut wirken wie alle miteinander.

Die meisten Vitamin-B-Komplex-Präparate enthalten sehr geringe Dosierungen, eben gerade jene Dosis (1,5 mg), die man benötigt, um den Tagesbedarf zu decken. Liegt jedoch ein Mangel vor, sollte man höher dosierte Präparate wählen (Tagesdosis bis zu 100 mg), da dann über die oben erwähnte passive Diffusion auch höhere Mengen aufgenommen werden können.

Meist enthalten Nahrungsergänzungen wasserlösliche Vitamin-B1-Formen wie Thiaminmononitrat oder Thiaminhydrochlorid.

Des Weiteren gibt es eine synthetische und fettlösliche Vitamin-B1-Form: Benfotiamin. Es handelt sich um eine B1-Vorstufe, die im Körper zu Vitamin B1 umgewandelt wird. Benfotiamin werden zahlreiche Vorteile nachgesagt, etwa dass es sehr viel besser bioverfügbar sein soll (um das Fünf- bis Zehnfache), schneller und bei niedrigeren Dosierungen zu höheren Vitamin-B1-Spiegeln im Gewebe führe und besser gespeichert werden könne.

Ist in der Schulmedizin Vitamin B1 erforderlich, dann werden meist Präparate mit Benfotiamin gegeben, etwa bei der diabetischen oder alkoholischen Neuropathie (Nervenschäden durch Diabetes bzw. Alkoholmissbrauch). Hier schützt Benfotiamin die Nerven vor weiteren Schäden und stoppt ein Fortschreiten der Erkrankung.

Auch Entzündungsreaktionen im Gehirn soll der Stoff aufhalten können und sich daher als begleitende Massnahme bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson eignen.

Sind beim Vitamin B1 Überdosierungen möglich?
Therapeutisch kann Vitamin B1 bei Erwachsenen in Dosen bis zu 300 mg eingesetzt werden, ohne dass es zu Nebenwirkungen kommen würde. Lediglich bei Überempfindlichkeiten kann es zu Schweissausbrüchen, Herzjagen und Juckreiz kommen. Allerdings ist dies eher bei parenteraler Anwendung der Fall (Injektionen) als bei der oralen Einnahme des Vitamins.

Die richtige Einnahme von Vitamin B1
Die Tagesdosis Vitamin B1 kann in einer einzigen Dosis eingenommen werden. Man muss sie also nicht auf mehrere Dosen über den Tag verteilen. Vitamin B1 kann mit den Mahlzeiten oder auch ausserhalb der Mahlzeiten eingenommen werden.

"

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/v ... 10701.html


Hatte Gerald zuvor auch ganz normales B1 hochdosiert getestet?

Viele Grüße
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Re: Benfotiamin Feedback

#6598

Beitragvon Bauernme3865 » 09.08.2018, 14:46

Gern geschehen und jawohl, Gerald hat vorher regelmäßig B1 eingenommen. Liebe Grüße

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Re: Benfotiamin Feedback

#6599

Beitragvon Krabiwi » 09.08.2018, 16:43

In welcher Dosierung wurde das B1 zuvor genommen? Danke für die Info.

Viele Grüße
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Re: Benfotiamin Feedback

#9711

Beitragvon mara2 » 03.02.2019, 02:15

Ich habe gelesen das B vitamine immer als Complex ( also Vitamin B2, B6 und B12 in ihrer aktivierten Form) eingehnomen werden solltenn. Ein B vitamin in hochdosiert kann zu probleme führen.Ich nehme Ultra B Complex https://www.vitaminexpress.org/de/ultra-b-complex-vitamin-b-kapseln wirkt gut, bin ruhiger.

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Re: Benfotiamin Feedback

#9718

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 11:18

Hallo mara2,

ja genau es gibt aber auch gefloxte Mitglieder mit einem starken Mangel bzw. "Verbrauch" bestimmter Vitamine, die zusätzlich hochdosiert substituiert werden müssen. Bei starken post Flox Beschwerden wäre deshalb eine Untersuchung bei einem Mito-Mediziner zu empfehlen, um evtl. Defizite zu beseitigen. Gute Besserung! :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

cf12

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Re: Benfotiamin Feedback

#9720

Beitragvon Levoflox26 » 03.02.2019, 12:13

Bei starken post Flox Beschwerden wäre deshalb eine Untersuchung bei einem Mito-Mediziner zu empfehlen, um evtl. Defizite zu beseitigen.


Vorher Lotto spielen oder 'ne Bank überfallen aber nicht vergessen. :roll:
B Vitamine können, bei Verdacht auf einen Mangel, auch vom Hausarzt auf Kasse untersucht werden. Dazu braucht man keinen Mito Spezialisten.
Interessant ist vielleicht auch der Spiegel Artikel, der kritisch hinterfragt, wie es um die Mitotherapie derzeit ausschaut.
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Re: Benfotiamin Feedback

#9724

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 13:51

Hallo Levoflox26,

den Spiegel Artikel kenne ich schon längere Zeit, aber die Medien wären ein neues Thema. Wenn sich jemand intensiv mit der Biochemie des menschlichen Körpers beschäftigt, kann man die Laboruntersuchungen/Behandlung auch mit einem guten Hausarzt/Internisten organisieren, aber viele Mitglieder des Forums wären wahrscheinlich "überfordert" und ich empfehle deshalb die Untersuchung bei einem Mito-Mediziner. :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

cf12

Idgie
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Re: Benfotiamin Feedback

#9725

Beitragvon Idgie » 03.02.2019, 15:02

Hallo cf12,

cf12 hat geschrieben:
Wenn sich jemand intensiv mit der Biochemie des menschlichen Körpers beschäftigt, kann man die Laboruntersuchungen/Behandlung auch mit einem guten Hausarzt/Internisten organisieren, aber viele Mitglieder des Forums wären wahrscheinlich "überfordert".


Vielleicht kannst Du uns ja einen Tip geben, wie man das macht?

Ich empfehle deshalb die Untersuchung bei einem Mito-Mediziner. :)


Damit sind die meisten hier incl. mir auch überfordert, erstens in der Wahl des Arztes und zweitens, viel essentieller, bezüglich der Kosten. Mir gehts da wie Uschi, ich müßte erst im Lotto gewinnen.

LG Idgie
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cf12
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Re: Benfotiamin Feedback

#9726

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 15:14

Hallo Idgie,

unser Mitglied Krabiwi hat bereits bewiesen, dass man die Therapie auch selbst organisieren kann und bisher ist er sehr erfolgreich. Ich habe vor 3,5 Jahren mit dem Buch "Mitochondrientherapie" (Dr. Kuklinski 2006) angefangen und die Laboruntersuchungen mit meinem Hausarzt organisiert. Inzwischen kenne ich sehr viele Bücher/Veröffentlichungen der modernen Mito-Medizin. :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag

cf12

Idgie
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Re: Benfotiamin Feedback

#9731

Beitragvon Idgie » 03.02.2019, 18:31

Hallo cf12,

die Therapie zu organisieren ist nicht mein Problem, habe ich so auch nicht geschrieben. Dazu gibt es ja von vielen Seiten Hilfestellung hier im Forum.
Nur wie man es anstellt, daß man die nötigen Laboruntersuchungen von der Kasse bezahlt bekommt, hätte mich interessiert. Das ist mir trotz einer guten Hausärztin noch nicht gelungen.
Und ja, Kuklinski habe ich gelesen.

LG Idgie
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cf12
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Re: Benfotiamin Feedback

#9732

Beitragvon cf12 » 03.02.2019, 18:38

Hallo Idgie,

die GKV zahlt weder alle Laboruntersuchungen noch die NEMs (Gesetz von 2004). Mein Hausarzt hat vor 3,5 Jahren sehr viele Vitamine/Spurenelemente labortechnisch untersuchen lassen, so dass ich schon mit der Therapie beginnen konnte (die Grenzwerte müssen häufig korrigiert werden). Zusätzliche Laboruntersuchungen muss man häufig selbst organisieren/zahlen. Wenn man die Bücher intensiv liest, findet man auch viele Symtome, die einen evtl. Mangel von Mikronährstoffen anzeigen. Viel Erfolg! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: Benfotiamin Feedback

#9735

Beitragvon Dr.Pieper » 03.02.2019, 19:53

hallo, ich wollte mal zu einigen hier erwähnten punkten stellung nehmen:

- über die GKV kann sehr wohl eine diagnostik bzgl. vitaminmangel, elektrolytmangel oder spurenelementmangel durchgeführt werden. diese diagnostik ist allerdings verschiedenen restriktionen im kassenarztsystem unterworfen, deren schilderung hier zu weit führen würde.

- benfotiamin setze ich auch seit vielen jahren erfolgreich im zusammenhang mit neuropathischen beschweren ein

- die diskussion über cyanocobalamin halte ich für überholt. es gibt keinen zweifel daran, dass es im gegensatz zu beispielsweise methylcobalamin oder adenosylcobalamin minderwertig ist und in der natur so nicht vorkommt. also warum sollte man es einnehmen, wenn es etwas besseres gibt?

natürlich sollte wir immer alle unsere therapien hinterfragen und gerade fq-patienten solltren sich gut überlegen, was sie einnehmen, aber hypervitaminosen sind bei b12 in der literatur (außer der seltenen und reversiblen b12-akne) nicht beschrieben, zumindest habe ich keine gefunden. auch nicht, lieber maximus, im hinblick auf polyglobulien. es wird in der literatur sehr wohl diskutiert, inwieweit erhöhte b12 spiegel als indikator für bestimmte erkrankungen herangezogen werden können, ein kausaler zusammenhang wird allerdings nicht hergestellt. (siehe: QJM. 2013 Jun;106(6):505-15. doi: 10.1093/qjmed/hct051. Epub 2013 Feb 27. The pathophysiology of elevated vitamin B12 in clinical practice)

das wäre auch sehr schade, ist es doch, auch lt kuklinski, für die meisten patienten mit mitochondrialen schäden ein wertvoller therapiebaustein. parenterale und hohe dosen sind häufig erforderlich um bestimmte wirkungen zu erzielen, zum beispiel auf die NO-synthase. (siehe: Free Radical Biology & Medicine 46 (2009) 1626–1632 Inhibition of nitric oxide synthase by cobalamins and cobinamides) oder auf die nervenschäden (siehe: J Neurol Sci. 1994 Apr;122(2):140-3.Ultra-high dose methylcobalamin promotes nerve regeneration in experimental acrylamide neuropathy.)

schönen abend allen, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9740

Beitragvon Krabiwi » 03.02.2019, 22:41

Hallo,

Levoflox26 hat geschrieben:Interessant ist vielleicht auch der Spiegel Artikel, der kritisch hinterfragt, wie es um die Mitotherapie derzeit ausschaut.


Der Artikel strotzt förmlich vor Polemik, Hysterie und Halbwissen, scheinbar hat Big Pharma Angst dass ihnen die Felle davon schwimmen sobald es die Runde macht, dass ihre patentierten Mittelchen ausnahmslos unsere mtDNA zerlegt. Deswegen auch immer schön den Fokus der Forschung auf die primäre Mtpathie legen und die sekundäre Mtpathie als vermeintlich unbelegt abtun.

Den werde ich mir die Tage vornehmen und die einzelnen Behauptungen kommentieren.

MfG
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Re: Benfotiamin Feedback

#9742

Beitragvon Maximus » 04.02.2019, 02:50

Hallo Dr.Pieper,

bei 30% aller PV-Patienten ist der Serumspiegel von Vitamin B12 > 900 pg/ml, 75% der Patienten haben eine Erhöhung der
ungebundenen Vitamin B12-Bindungskapazität > 2200 pg/ml. Ursache scheint eine Erhöhung von Transcobalamin-III (Bindeprotein
in Leukozyten) zu sein, nach anderen Quellen auch Hepatocorrin (Trancobalamin-I).

http://de.medicle.org/inhalt/116/artikel/102/1/TALL

Es gibt also durchaus Menschen, wenn auch selten , bei denen der Vitamin B12 Stoffwechsel Probleme macht.

Nachdem ich eine PV bei mir ausschließen konnte, blieb als Diagnose nur eine Vitamin B12 NEM assoziierte Polyglobulie übrig.

Auch diesbezüglich dürfte ein Problem im Vitamin B12 Stoffwechsel vorliegen, das aber anders als bei PV-Patienten nur unter
hoher Zuvor von Vitamin B12 per NEM auftritt und Monate nach Absetzen ( bei mir waren ca. 6 Monate mit Aderlässen )
vollständig reversibel ist.

Das die Vitamin B12 NEM assoziierte Polyglobulie in der Med. Literatur keine Erwähnung findet, kann an der Seltenheit liegen,
mit der Probleme im Vitamin B12 Stoffwechsel beim Menschen auftreten ( 4-6 Fälle/ 100.000 Einwohner in D bei PV).

Mit freundlichen Grüßen
Maximus

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Re: Benfotiamin Feedback

#9766

Beitragvon Dr.Pieper » 04.02.2019, 20:33

hallo maximus, das ist alles soweit richtig. allerdings ist es nicht zulässig, einen kausalen zusammenhang zwischen hohem vit-b12-spiegel und dem entstehen von bluterkrankungen herzustellen. das tut auch in der literatur niemand, auch nicht was die von ihnen erwähnte polyglobulie oder gar polyzythämie betrifft. im gegenteil: der hohe b12-spiegel wird als indikator, also quasi als tumormarker für bestimmte bluterkrankugen ins spiel gebracht, wobei der erhöhte spiegel erst durch stoffwechselveränderungen während der erkrankung entsteht (siehe auch meine literaturangaben von gestern). eine b12-hypervitaminose mit solchen schäden konnte ich bei meiner recherche nicht finden. anders beispielsweise bei der vit-d-hypervitaminose: hier ist die hyperkalzämie eine kausale folge toxischer vit-d-spiegel. es ist zwar eine rarität und vermeidbar, trotzdem für viel vit-d-gegner immer wieder ein willkommenes argument! wäre ein solcher kausaler zusammenhang auch nur annähernd in der diskussion, hätten die einschlägigen kreise längst alarm geschlagen und hochdosierte b12-therapie, selbst ampullen, wäre nicht rezeptfrei zu haben. da möchte ich ganz genau sein, denn ansonsten wird ein wichtiger therapiebaustein disqualifiziert! hier noch ein interessanter artikel zum b12:

Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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Scarlet Pimpernel-B12-NO-Sythase-Hemmer.pdf
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alles gute, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9770

Beitragvon Maximus » 04.02.2019, 22:38

Hallo Dr. Pieper,

es liegt mir fern einschlägige Kreise mit meinen Beiträgen anzusprechen.

Hier geht es um Erfahrungsaustausch.

Hat jemand eine negative Erfahrung gemacht, kann er das genau so reinschreiben, wie jemand der eine positive Erfahrung
gemacht hat.

MfG
Maximus

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Re: Benfotiamin Feedback

#9786

Beitragvon Dr.Pieper » 05.02.2019, 23:59

hallo maxumus, ja, das ist natürlich richtig. ich gebe allerdings zu bedenken, dass ein solcher persönlicher erfahrungsbericht von vielen im forum sehr viel ernster genommen wird, weil er von ihnen kommt und ihre beiträge nun mal zu den kompetentesten im forum zählen. (sonst hätte ich mich auch gar nicht zu wort gemeldet) lg, drpieper

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Re: Benfotiamin Feedback

#9792

Beitragvon Maximus » 06.02.2019, 15:21

Hallo Dr.Pieper

ich verstehe, Danke für den Hinweis.

MfG
Maximus


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