Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

Floxi
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Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7540

Beitragvon Floxi » 05.10.2018, 11:31

Hallo,
in den viele Studien wird berichtet wie FQ die Kollagenmatrix schädigt. Am Auge kann dies zur Netzhautablösung führen. Viele Floxis berichten von Lichtblitzen, Mouches Volantes und einer Sehverschlechterung.
Ich hatte ziemlich früh postflox trockene und schmerzende Augen, die bis heute noch anhalten aber deutlich besser wurden.
Ca 14-15 postflox entwickelten sich sehr störende Mouches Volantes. Seit einiger Zeit sehe ich Lichtblitze und Lichtpunkte und habe dadurch eine Sehverschlechterung. Vor 2 Monaten konnte der Augenarzt keine Hinweis auf eine Pathologie sehen, heute erkennt man eine lockale hintere Glaskörperabhebung.
Diese sei in der Regel ein Alterungsprozess und selten symptomatisch. In jüngeren Jahren tritt es meist bei starker Myopie auf oder postoperativ.
Da ich zu keiner Risikogruppe gehöre für einen Netzhautschaden, mit meinen 38 Jahren eher nicht im typischen Patientenspektrum liege (hier eher die ältere Bevölkerung ab 70) und FQ geschädigt bin, gehe ich von einem Flox Schaden aus.
Auch die vielen Berichte junger Gefloxter zeigt, dass dieses Symptom doch sehr verbreitet ist.

Meine Frage:
Welche Maßnahmen habt ihr ergriffen um diesen Prozess in den Griff zu bekommen. Solange die Abhebung noch nicht abgeschlossen ist, sieht man diese Blitze und das Risiko eines Netzhautrisses ist erhöht.
Gibt es irgendwelche NEMs oder andere Therapien?
War eure Sehkraft betroffen?
War es reversibel?

Danke!



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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7543

Beitragvon Krabiwi » 05.10.2018, 13:10

Hallo Floxi,

das Auge hat wie Nervenzellen eine sehr hohe Mitodichte, ist wegen dem Lichteinfall anfällig für oxidative Schäden und um so mehr bei Flox. Oxidative Zellschäden durch Flox sind quasi ein beschleunigter Alterungsprozess, also ja, dass du mit 48 schon diese Augenprobleme hast ist eine Folge der beschleunigten Zellalterung durch Flox. Alterung kommt davon dass mit dem Alter der Körper immer weniger Antioxidanzien produziert

Kuklinski bzgl. Mitochondriopathie der Augen:

"Das Auge ist durch das tagtäglich einfallende Licht durch oxidativen
Stress hoch gefährdet. Diese Belastung erfordert besondere
Schutzsysteme gegen Radikale. Das leisten in der Netzhaut der
Farbstoff Melanin, Vitamin E, Carotinoide, Vitamin A und Zink sowie
hochungesättigte Fettsäuren. Lutein und Zeaxanthin sind die Filter im
Gelben Fleck, dem Netzhautbereich des schärfsten Sehens, zur
Neutralisierung der schädlichen Lichtstrahlen. Lutein wirkt außerdem
antientzündlich, gegen Gifte, hemmt Gefäßneubildungen und schützt
vor Schäden durch mangelhafte Sauerstoffversorgung. Die Netzhaut
steht im metabolischen Gleichgewicht mit Glaskörper, Augenwasser
und Linse. Hier lassen sich viele weitere Schutzenzyme finden sowie
hohe Vitamin-C- (20- bis 35-fach höher als im Blut) und Glutathion-
Konzentrationen. Die beiden Letztgenannten machen zusammen 75 -
80 % der gesamten antioxidativen Kapazität im Auge aus.
Netzhaut
und Sehnerv entwickeln sich beim Embryo aus einer Ausstülpung des
Gehirns. Die Netzhaut hat die höchste Mt-Dichte aller Körperorgane.
Daher ist die Mt-Therapie bei vielen Augenproblemen und -
erkrankungen sehr hilfreich. Neben der schon beschriebenen Mt-
Therapie gibt es bei den einzelnen Erkrankungen noch weitere
Möglichkeiten, v. a. in der Mikronährstofftherapie.

Bei Sehstörungen bei abendlichem Zwielicht oder nachts geben wir
10.000 IE Vitamin A täglich gemeinsam mit 15 mg Zink vor dem Frühstück. Beim Grauen Star (Katarakt, Linsentrübung) überwiegt in
der Linse ein Mangel an Schutzstoffen. Es kommt zu Oxidationen. Die
Endprodukte trüben die Linse. Eine gute Vitamin-C-Versorgung kann
die Kataraktentstehung verhindern. Wenn heute diese
Augenerkrankung zwei bis drei Jahrzehnte früher einsetzt als in den
1950er-, 1960er-Jahren, liegt es nicht an einer gesteigerten
Sonnenlichtaktivität. Die Linsentrübung signalisiert Mt-Dysfunktionen,
oxidativen und nitrosativen Stress sowie Nährstoffdefizite. Diese
Dysbalancen laufen im gesamten Organismus ab. Die Kataraktbildung
ist ein Warnsignal, dass im gesamten Körper viel schiefläuft. Daran
ändert eine OP mit dem Austausch der Linsen natürlich gar nichts.
Übrigens – eine Studie von 2001 wies die Möglichkeit der Prävention
des Kataraktes durch Mikronährstoffe nach. Auch die Retinitis
pigmentosa, eine meist genetisch bedingte Netzhautdegeneration, die
zur vorzeitigen Erblindung führt, ist eine sekundäre
Mitochondriopathie. Die Zufuhr von täglich 1 g ω-3-Fettsäuren, Vitamin
A 10.000 IE und 15 mg Zink können den Sehverlust verzögern."


Die üblichen Maßnahmen:

1. konsequente antioxidative low carb Ernährung, denn freie Radikale die gar nicht erst entstehen müssen auch logischerweise nicht von antioxidativen Enzymen abgefangen werden
2. Mikronährstoffe um die antioxidativen Enzyme zu stärken, ich habe es oben rot markiert, Glutathion ist mit Vitamin C das wichtigste Antioxidanz der Netzhaut, also S-Acetyl-GSH in Betracht ziehen und schauen dass genug Vitamin C genommen wird. Auch überprüfen ob von den anderen von Kuklinski erwähnen Nährstoffen ausreichend supplementiert wird

robmuc hatte schwerste Augenschmerzen, die nach GSH i.V. verschwanden, das steht völlig im Einklang mit Kuklinskis Therapie. Da du keine Schmerzen in den Augen sondern eher leichte Beschwerden hast, sollte S-Acetyl-GSH genügen um das in den Griff zu bekommen.

Viele Grüße
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

Ansätze basieren auf Dr. Michalak et al, Selbsttherapie erfolgt in Eigenverantwortung, Verträglichkeiten variieren individuell, eine völlige Genesung ist nicht garantiert.

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7544

Beitragvon Floxi » 05.10.2018, 13:22

Das S Acetyl GSH habe ich tatsächlich noch nicht genommen. Da ich solche Panik habe, dass etwas ernstes daraus wird, werde ich mich um eine GSH Infusion bemühen. Eine Ozontherapie werde ich demnächst auch in Erwägung ziehen.
Wie hoch würdest du das S Acetyl GSH dosieren? Momentan bin ich bei einer low Carb Ernährung (zwischen 50-100 Gr KH am Tag), die restlichen NEMS (Ubiquinol, ACC, 2perDay, Magnesium L Threonat, PQQ, Zink, Epa/DHA) sind unverändert. Einzig allein das Uridinmonophosphat habe ich nicht mehr nachbestellt.

Es ist einfach nur zum ko**en.

Danke dir nochmals!

VG

Floxi

Ps: ich denke du hast dich verschrieben, aber 48 bin ich noch nicht. :angry-tappingfoot: :grin:

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7545

Beitragvon Maximus » 05.10.2018, 13:30

Hallo Floxi,

ich bin 1992 gefloxt worden.

Lichtblitze : ja, reversibel
Mouches Volantes (fliegende Mücken) : ja, irreversibel aber nicht störend
Sehkraft bis 2017 100 % , in 2018 plötzlich verminderte Sehkraft im Nah-und Fernbereich (vermute Optikusneuropathie bei mir)
Augenarzttermin : Feb. 2019 eher war kein Termin frei

LG
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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7546

Beitragvon Krabiwi » 05.10.2018, 14:28

Floxi hat geschrieben:Das S Acetyl GSH habe ich tatsächlich noch nicht genommen. Da ich solche Panik habe, dass etwas ernstes daraus wird, werde ich mich um eine GSH Infusion bemühen. Eine Ozontherapie werde ich demnächst auch in Erwägung ziehen.
Wie hoch würdest du das S Acetyl GSH dosieren? Momentan bin ich bei einer low Carb Ernährung (zwischen 50-100 Gr KH am Tag), die restlichen NEMS (Ubiquinol, ACC, 2perDay, Magnesium L Threonat, PQQ, Zink, Epa/DHA) sind unverändert. Einzig allein das Uridinmonophosphat habe ich nicht mehr nachbestellt.

Es ist einfach nur zum ko**en.

Danke dir nochmals!

VG

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Ps: ich denke du hast dich verschrieben, aber 48 bin ich noch nicht. :angry-tappingfoot: :grin:


Hoppla, ich bitte die Dame um Verzeihung. ;)

Ja eine gesunde Angst/Panik ist definitiv wichtig um diszipliniert zu bleiben, gerade bei dir hab ich den Eindruck, dass du bei Besserung der Symptome recht schnell wieder leichtsinnig wirst und dich übernimmst. Symptome sind aber eben nur Symptome, die Ursache ist die Mitochondriopathie, die schwelt auch noch weiter wenn die Symptome größtenteils verschwunden sind, das ist das tückische an der ganzen Geschichte und man kann daher gar nicht sagen wann man draußen ist. Ich schätze dass es selbst mit disziplinierter antioxidativer Therapie rund 3-5 Jahre dauert bis man wieder im grünen Bereich von unter 10% beschädigter mDNA ist. Ein Tag sportliche Überlastung oder übermäßig Glucose die einem die antioxidativen Enzyme aufzehren und somit wieder oxidative Schäden an der mDNA verursachen kann einem wieder um Monate oder Jahre zurückwerfen. Daher lieber auf Nummer sicher gehen.

50-100g KH klingt schonmal gut, aber auch darauf achten dass die Quellen dieser KH eine möglichst niedrige glykämische Last haben.

Mit Ozon würde ich erstmal warten, da biochemisch fragwürdig, es ist ja eine oxidative Methode, da man quasi freie Radikale in die Blutbahn injiziert. Könnte mir vorstellen dass es die antioxidative Enzymaktivität in den Zellen anregt oder stark beschädigte Mitos eventuell zügig in den Tod treibt, was therapeutisch sinnvoll ist da diese sich dann nicht mehr vermehren, das ist aber reine Spekulation, es gibt keine Studien dazu.

GSH ist das Mittel der Wahl, da dessen Biochemie umfassend erforscht und belegt ist, bei i.V. niedrig dosiert mit 300mg beginnen um Verträglichkeit anzutesten. Nach der i.V. Therapie die i.d.R. aus 10 Sitzungen besteht auf S-Acetyl-GSH umsteigen zur Erhaltung, kann man täglich 100 mg morgens nüchtern nehmen oder auch 200 mg.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7547

Beitragvon Floxi » 05.10.2018, 16:01

Danke auch an Maximus. Darf ich noch wissen wie lange die Lichtblitze andauerten?
Deine Antwort beruhigt mich erst einmal.
VG

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7548

Beitragvon Maximus » 05.10.2018, 16:05

Hallo Floxi,

die Lichtblitze hatte ich ca. 2 Monate lang.

Ja, solange die Abhebung noch nicht abgeschlossen ist, sieht man diese Blitze .

LG
Maximus

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7562

Beitragvon Kisser » 07.10.2018, 12:34

Hallo,
Würde hier zum Thema Ozontherapie etwas fragen:

Da ich ja eine verminderte Entgiftung 2 durch fehlendes Enzym habe, nehme ich an dass Ozon für mich nicht gut wäre...
Liege ich da richtig?

Danke für Eure Info!

Kisser
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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7565

Beitragvon Krabiwi » 07.10.2018, 12:55

Ozontherapie hat nichts mit den Entgiftungsenzymen zu tun, sondern wird im Blut zum freien Radikal Wasserstoffperoxid (H2O2), welches intrazellulär von den antioxidativen Enzymen Katalase und Glutathion-Peroxidase (GPx) zu Wasser (H2O) neutralisiert wird.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7569

Beitragvon Kisser » 07.10.2018, 13:43

Ja... aber Ihr schreibt, dass mit Ozon das FQ aus den Chelatkomplexen geholt werden kann und es dann durch die Entgiftungsenzyme aus dem Körper geleitet werden kann.,
Und wenn die Entgiftung aber nicht funktioniert??

Kläre mich gerne auf, wenn ich hier falsche Schlussfolgerungen ziehen sollte...

Danke
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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7571

Beitragvon Krabiwi » 07.10.2018, 14:17

Das mit den chronischen Chelatkomplexen ist lediglich eine Theorie, die bisher durch nichts bestätigt wurde. Im Gegenteil, die festgestellten minimalen FC-Spuren in tierischem Fleisch, u.a. Geflügel, sprechen stark gegen diese Anreicherungstheorie. Michalak selbst betrachtet es in seiner Studie als eine Möglichkeiten um die Chronizität der Symptome zu erklären, aber mit dem Vermerk: "falls dieser Effekt stattfindet." Dabei lässt sich die Chronizität sowie die Schübe umfassend mit der sekundären Mitochondriopathie und dem damit einhergehende oxidativen Stress erklären, welche noch dazu umfassend belegt ist.

Außerdem ist es ja nicht so, dass deine Entgiftung nicht funktioniert, sie ist lediglich leicht eingeschränkt.

Ich habe selbst 30 Tage post flox von Panik getrieben einer Ozontherapie unterzogen, ich würde es mit meinen heutigen Kenntnissen nicht mehr machen, sondern nur noch GSH verwenden.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Symptomatische Hintere Glaskörperabhebung

#7858

Beitragvon Floxi » 22.10.2018, 18:03

Hallo,
ich hatte heute eine weitere augenärztliche Untersuchung (Zweitmeinung) und es wurde wieder die hintere Glaskörperabhebung festgestellt. An einem Bereich zieht der Glaskörper an der Netzhaut deutlich, sodass eine Perforation doch möglich sei. Der Arzt hätte am liebsten sofort gelasert, habe mich aber erst einmal dagegen entschieden (der erste Augenarzt hielt ein kontrolliertes Abwarten für sinnvoller, auch habe ich mich bisher absolut nicht mit dem Thema befasst um eine richtige Entscheidung zu treffen).

Hat jemand selber schon einmal seine Retina aufgrund einer Glaskörperabhebung lasern lassen?


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