Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

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Schorsch
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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#7808

Beitragvon Schorsch » 18.10.2018, 21:21

Hallo,

ich kann verstehen das es manchmal schwer ist einem Verlauf hier zu folgen und das wir auf jedenfall schauen müssen das wir die Themen übersichtlich halten. Einiges ist technisch nur mit riesen Aufwand machbar anderes ist rudimentär und bringt uns schon 90 % mehr Übersicht. Ich habe es jetzt so gemacht die rein informativen Zusammenfassungen immer am Themenanfang eingestellt sind. Die Autoren können da ja dann auch ihr Thema editieren und um neue Infos erweitern ohne das das Einfluss auf den Gesamtverlauf hat.

Ich denke das macht am meisten Sinn im hinteren Teil der Themen wird allerdings immer auch weiteres allerdings zum Thema passendes stehen. Denke das ist ein guter Weg.

Gruß Schorsch



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Krabiwi
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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#7831

Beitragvon Krabiwi » 20.10.2018, 15:00

Schorsch hat geschrieben:Wer überzeugen will muss nicht nur eine These aufstellen, sondern die muss auch solide sein. Bislang ist es das aber doch auch.



Hallo Schorsch,

die detaillierte Überzeugungsarbeit und biochemischen Hintergründe werden ja bereits in ausführlicheren Threads mit Quellverweisen behandelt und diese sind für jeden Zugänglich der sich tiefer einarbeiten möchte. Der Gedanke hinter dieser Basistherapie ist es daher klare Anweisungen zu geben die umzusetzen sind ohne sich in biochemischen Details zu verlieren, die die meisten nur überfordern. Wie gesagt so einfach und kurz wie möglich, die Essenz der Mt-Therapie, kinder-, idioten- und managergerecht dargestellt.

Wir können unsere eigenen Maßstäbe zu diesem umfangreichen medizinischen Thema nicht an alle andere anlegen, wir haben beide einen akademischen Hintergrund und sind es somit gewohnt uns in komplexe Sachverhalte einzuarbeiten sowie uns durch hunderte von Quellen zu wühlen und diese auch zu verstehen. Die Biochemie der Zelle und Mt verstehen nichtmal die meisten studierten Mediziner, da dürfen wir nicht erwarten, dass die gefloxte Friseuse mit Brainfog fähig ist sich dazu einzuarbeiten und sich ihr eigenes Therapiekonzept zusammen zu basteln, da könnte sie anschließend gleich eine Naturheilpraxis eröffnen. Der muss man klar kommunizieren was sie 1:1 umzusetzen hat.

Wenn man zum Arzt geht weil man krank ist, legt der einem auch nicht einen Stapel Bücher auf den Tisch mit der Aufforderung arbeite dich ein und schau was gut für dich ist (obwohl das sicherlich in manchen Fällen die gesündere und nachhaltigere Methode wäre, bei den Giften die wie Bonbons verteilt werden).

Der Beitrag von Karlken sprengt hier auch bereits den Rahmen und passt vom Detailgrad mehr in das Flox 1&1.

Viele Grüße
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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#8213

Beitragvon Krabiwi » 14.11.2018, 13:17

Eine wichtige Studie, die ich bereits vor ein paar Wochen im Thread "Therapeutische Ernährung" ergänzte. Wegen ihrer Wichtigkeit aber auch hier ergänzen möchte, da sie die therapeutische Relevanz der antioxidativen, ketogenen Ernährung unterstreicht.

Die folgende Studie belegt den schädlichen Effekt der kohlenhydratreichen Ernährung durch vermehrte ROS-Produktion, denn sobald die antioxidativen Enzyme aufgebraucht sind, erfolgen zwangsläufig mDNA-Schäden, was sekundäre Mitochondiopathien hervorruft bzw. verstärkt.

"Plasma total antioxidative status and muscle Cu/Zn-superoxide dismutase were decreased after high-carbohydrate meal only (P < 0 . 0 5). We conclude that a high-carbohydrate meal may evoke a greater postprandial oxidative stress response, "

Der antioxidative Status der SOD1 (Cu/Zn) war nach Mahlzeiten mit hohem Kohlenhydratgehalt reduziert, nicht jedoch nach Mahlzeiten mit hohem Fettgehalt. Das bedeutet, dass bei Energie über Fettsäuren die manganhaltige SOD2 im inneren der Mt bereits alle ROS der Atmungskette abfangen kann so dass die intrazelluäre SOD1 gar nicht erst beansprucht wird. D.h. im Umkehrschluss auch die mDNA bekommt weniger ROS ab und wird somit geschont.

Inflammatory and Oxidative Stress Responses to High-Carbohydrate and High-Fat Meals in Healthy Humans
https://www.hindawi.com/journals/jnme/2012/238056/


Wohlgemerkt bezieht sich die Studie auf "gesunde" Menschen, bei Gefloxten, ist die Radikalflut generell und wahrscheinlich bei Kohlenhydraten umso mehr erhöht.

Deswegen greift auch der Ansatz Zuckerverzicht zu kurz, KH müssen unter akutem Flox so schnell und weit wie möglich raus um die ROS so weit wie möglich bereits bei der Entstehung und somit Folgeschäden an der mDNA zu minimieren.
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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#9270

Beitragvon Nanu » 16.01.2019, 10:51

Hallo
Es wird hier immer davon gesprochen, dass es immer wieder zu Verschlechterungen in Wellen kommen kann bis es wieder besser wird. Wir lange dauern denn solche Wellen?

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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#9274

Beitragvon Idgie » 16.01.2019, 12:53

Hallo Nanu,

da gibt es keine Regeln. Das kann von ein paar Tagen bis Monate gehen. Es ist auch nicht jede Welle gleich und nicht jeder bekommt Wellen.

Wie so oft bei Flox, alles sehr individuell :roll:

LG Idgie

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Re: Antioxidative Basistherapie der FC-induzierten Mitochondriopathie

#9330

Beitragvon Krabiwi » 19.01.2019, 16:16

Diese Wellen sind typisch für Mitochondiopathien, da es ein stetiger Wechsel aus Mitophagie (temporärer ATP-Verlust), Oxidation der mtDNA (chronischer ATP-Verlust) und Mt-Proliferation (ATP-Zunahme) ist.

Da bei der Proliferation sich auch wieder oxidierte mtDNA vermehrt muss diese später wieder mittels Mitophagie raus. Je nach schwere der Schäden ein sehr langer oder gar lebenslanger Prozess. Man stellt sein Leben also am Besten dauerhaft mit low carb, möglichst bio und ausreichend Nährstoffen um.

In den Floxverläufen erkennt man ZWEI Arten von Schüben, die sich verstärkenden und die abflachenden in der Genesungsphase. Bei den sich Oxidationsschüben handelt es sich wahrscheinlich um oxidative Schübe bei denen weiterhin die mtDNA durch ROS oxidiert wird und somit die Schäden und Symptome zunehmen. Bei den Genesungsschüben dagegen wahrscheinlich um Mitophagie-Schübe bei denen oxidierte mtDNA entfernt wird und somit Teil der Genesung sind.


möglicher_Zeitverlauf_nach_Floxreport_Rev.12.PNG


Mehr Infos bzgl. Wellen gibt es auf dieser Mt-Forschungsseite:

http://www.mitoaction.org/mito-faq#challenges

"-Mitochondrial disease is often an "invisible disease."
Good day - Patients look fine and healthy. They have more energy and appear rested.
Bad day - - Patients appear tired to significantly ill. They are obviously fatigued and/or have significant illness. Repeated "bad days"often lead to decompensation and patients have difficulty returning to baseline.
- Mitochondrial disease is unpredictable. Day to day, hour to hour patients can develop symptoms and their stability can be threatened."
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