Öffentlicher Brief an PRAC, BfArM und EMA zwecks Stellungnahme zur PRAC-Empfehlung

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Schorsch
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Öffentlicher Brief an PRAC, BfArM und EMA zwecks Stellungnahme zur PRAC-Empfehlung

#7647

Beitragvon Schorsch » 10.10.2018, 20:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir möchten Sie mir diesem öffentlichen Brief, den wir auch für alle Betroffenen in unserem Hilfeforum
( http://www.fluorchinolone-forum.de ) unter dem Link:

posting.php?mode=edit&f=59&p=7647

veröffentlichen werden, um eine öffentliche Stellungnahme ihrerseits bitten
.

Das „Wir“ steht für hunderte von betroffenen Patienten, die erkannt und teils eindeutig diagnostiziert bekamen, dass Ihre langfristigen und teils dauerhaften Behinderungen und Einschränkungen auf die Einnahme eines Antibiotikums aus der Wirkstoffgruppe der Fluorchinolone zurückzuführen sind.

Nachdem wir Betroffenen uns in der Vergangenheit mehrfach erfolglos eigenständig an BfArM, Behörden, Institutionen und in Deutschland sogar per Petition an die Politik wandten, stellten wir schnell fest, dass niemals etwas aufgrund unserer internen Nachfragen geschah. Egal wie organisiert, fundiert und faktisch belegbar unsere Argumente hierbei waren, interessierten sich die verantwortlichen Behörden nicht wirklich dafür. Deshalb gingen einige Betroffene zwecks offiziellem Hilferuf und Warnungshinweis offensiv an verschiedene Medien, um so unser skandalöses tägliches Leid öffentlich zu machen. Nur dieser Weg war erfolgreich, denn erst aufgrund des medialen Drucks (u.a. durch den Spiegelartikel 2017 etc.) und den daraus resultierenden kritischen Nachfragen beauftragte das BfArM endlich die Europäische Arzneimittelkommission EMA mit einer Risikobewertung der Fluorchinolone. Endlich stand das BfArM mit dem Rücken zur Wand und musste handeln. Wobei sich aus unserer Sicht die Deutsche Behörde betreffend des Patientenschutzes auch hierbei nicht mit Ruhm bekleckerte und lediglich taktisch klug ein Risikobewertungsverfahren auf Europäischer Ebene durch die EMA beantragte. Somit hatte man die Verantwortung elegant eine Instanz höher gereicht und ist politisch gesehen seiner minimalsten Verantwortung im Patientenschutz nachgekommen. Letztendlich sollen bei der Europäischen Risikoevaluierung der Fluorchinolone, die bereits weltweit bekannten Risiken / Fakten (Stichwort: FQAD / langfristige und dauerhafte intrazelluläre Stoffwechselschäden) nun auch in Europa offiziell bewertet werden und in Handlungsempfehlungen zwecks verbesserten Patientenschutz münden. So kam es zum „Scheinheiligen“ - PRAC-Komitee der EMA und zusätzlich aufgrund gemeinsam international organisierten Drucks vieler Betroffener sogar zu einer europaweiten öffentlichen Anhörung vieler FC-Geschädigter und Experten.

https://www.ema.europa.eu/medicines/hum ... l-products

„Wir“ Betroffenen fühlen uns aufgrund der finalen PRAC-Empfehlung vom 05.10.18 vorgeführt und systematisch belogen. Wir erfahren dabei abermals, wie ein „angeblicher Patientenschutz“ vermutlich aufgrund von Lobbyismus und finanziellem Einfluss, ggf. auch aufgrund behördlicher Unfähigkeit, zu völlig unlogischen und wirkungslosen Empfehlungen führt. Betroffene sowie Patienten stehen sofern es rein bei diesen Empfehlungen bleibt zukünftig weiterhin alleine ohne irgendeine Form der Unterstützung da. Denn ausreichende Einschränkungen und Handlungsempfehlungen sucht man in den Ergebnissen der finalen PRAC-Empfehlung vergebens. Die Kernfrage die uns Geschädigte hier in Europa antreibt ist:

Wie kann das Risiko in der EU so viel stärker unterschätzt werden, als in den USA, wo mittels kontinuierlich durchgeführter FDA-Analysen ständig neue dramatische Erkenntnisse, Einschränkungen und Herstellerauflagen bei Fluorchinolonen zustande kommen? Ist ein derartiges Risiko, nicht weltweit als gleich anzusehen?

Die finale PRAC-Empfehlung möchten wir daher mit Ihrer Hilfe hier öffentlich und kritisch hinterfragen. Wir bitten Sie daher um öffentliche Stellungnahme zu unseren aufgeführten Fragen und Kritikpunkten bezüglich Ihrer PRAC-Empfehlung. Diese werden wir anschließend hier zur Information aller Betroffenen veröffentlichen. Wir sind gespannt und hoffen, Sie können und wollen uns zum Wohle aller unterstützen und sich diesbezüglich aufklärend äußern.

Wir Geschädigten verstehen nicht, wieso die PRAC-Empfehlung nahezu rein bei den bisherig bereits bestehenden Leitlinienvorschlägen bleibt und uns diese mit minimalsten Empfehlung als neu errungenen Patientenschutz verkaufen möchte. Haben die dramatischen Berichtserstattungen der öffentlichen Patientenanhörung und dem weltweiten Wissen des Ausmaßes der Gefahr durch Fluorchinolone nicht gereicht um das PRAC-Komitee zu überzeugen? Oder war die EMA-Risikoevaluierung schon im Vorfeld eher als eine reine Show zwischen Politischer Verantwortung und Lobbyinteressen zu sehen?

Offen bleiben für uns Patienten und Geschädigte unter anderem folgende Fragen:

1. Ist das Risiko, welches z.B. in den USA aufgrund faktisch basierter FDA-Analysen in den USA stetig neue Einschränkungen und Herstellerauflagen für Fluorchinolone zustande kommen lässt hier in Europa weniger relevant? Die finalen PRAC-Empfehlungen enthalten keine konsequenten und weitreichende Indikationseinschränkungen, keine Labelwarnung vor dauerhaften und irreversiblen Stoffwechsel-Schäden und auch keine eigenständige Anerkennung des bereits bestehenden Schadensbildes bei uns Betroffenen.

2. Mittlerweile ist eindeutig belegt, dass Fluorchinolone "massive DNA-Schäden" verursachen (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/massive-dna-schaeden-durch-ciprofloxacin/). Wie können derart risikoreiche Mittel weiterhin so hemmungslos und unreguliert eingesetzt werden, bei klarer Sachlage und weltweiter Warnung von diversen Forschern und Experten?

3. Wieso wird weiterhin von selten auftretenden NW gesprochen, wenn BfArM und EMA selbst klar ist, dass ihr derzeitigen Meldesysteme überhaupt keine Aussagen zu tatsächlichen Inzidenzen zulassen. In unseren Betroffenen-Netzwerken/Gruppen auch bei Facebook melden sich täglich neue Betroffene mit unglaublichen Berichten an. Es geht genauso und teils noch schlimmer weiter wie zuvor, da viele nun aufgrund der öffentlichen Berichtserstattungen der letzten Jahre schneller und einfacher einen klaren Zusammenhang der Schäden herstellen können. Auch werden aufgrund der Berichterstattungen einige "wenige" Ärzte sensibler. Die FC-Klassiker Ciprofloxacin und Levofloxacin werden jedoch weiterhin gern und oft bei Banalinfekten verschrieben. Das bestätigen die Absatzmengen und offiziellen Recherchen unabhängiger Medien.
Der Fluorchinolon-Experte Charles Bennett spricht bereits von einer "Epidemie" (https://www.aljazeera.com/indepth/featu ... 07632.html).) Sehr viele Betroffene wollen aber auch ihre NW melden und werden noch von unwissenden Ärzten abgewiesen bzw. bekommen falsche Diagnosen oder es gar direkt ausgeredet. Es ist grundsätzlich von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen.

4. Das Verbot der Chinolone als Erfolg zu verkaufen ist ein Witz! Diese spielen sowieso keine Rolle mehr, da sie durch die Fluorchinolone und deren massenhafte Verschreibung längst abgelöst wurden. Die Historie und Marktrücknahmen sowie vergangenen Indikationseinschränkungen auch der Fluorchinolone zeigen doch eindeutig, welche Gefahr bei diesen Mitteln existiert.

5. Wieso kommt in der EU kein definiertes Krankheitsbild wie FQAD zustande, damit sich zukünftig auch korrekte Therapieoptionen für Betroffene ergeben können? Vermutlich möchte man aus unserer Sicht so keine Rechtsbasis schaffen und keine Angriffsfläche für etwaige Klagen, Verbote ermöglichen. Es gibt daher so gut wie keine Ärzte, die sich damit auseinandersetzen und wirklich helfen möchten. Als Betroffener wird man auch in Zukunft von Allen Verantwortliche im Stich gelassen.


Wir bedanken uns im Vorraus auf Ihre Stellungnahme und Antwortschreiben, welches wir dann offiziell und öffentlich zugänglich für alle Betroffenen hier einstellen werden.

Weitere informative Links und Kritische Beiträge von Betroffenen zur PRAC-Empfehlung, zu der Sie gerne auch Stellung nehmen sollten, finden Sie beispielsweise unter dem Onlineartikel der Pharmazeutischen Zeitung vom 05.10.18

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... n-infekten


Patrick:
Die Empfehlung der Pharmakovigilanz (PRAC) der EMA ist aus Sicht vieler Betroffener eine grosse Enttäuschung. Eines der wichtigsten Anliegen seitens der Betroffenen war die Einschränkung des Einsatzes von Fluorchinolonen auf schwerwiegende und lebensbedrohliche Infektionen. Das Medikament soll nur als Sekundär-Antibiotika und nach der Durchführung eines Antibiogramms eingesetzt werden. Das heisst nur dann wenn kein primäres Antibiotika mehr hilft. Die Empfehlung der PRAC – das Antibiotika nicht mehr als Präventivmittel einzusetzen - geht aus Sicht der Betroffenen zu wenig weit. Somit steht die Empfehlung der EMA in keinem Vergleich zu den restriktiven und einschränkenden Warnungen der FDA (USA) und der Swissmedic (Schweiz). Die Erfahrung zeigt allerdings, dass trotz restriktiver Warnungen die Ärzte in der Schweiz und in den USA zu wenig über das tatsächliche Risikoprofil der FC Antibiotika Bescheid wissen.

Eine weitere Enttäuschung ist der unzureichende Hinweis auf einschränkende und langanhaltende Nebenwirkungen. Auf die Gefahr von permanenten und invalidisierenden Schäden - unter welchen viele Betroffene leiden - wird in der Empfehlung der PRAC nicht hingewiesen. Auch werden die Nebenwirkungen und Schäden – anders als in den USA – nicht als eigenes Krankheitsbild anerkannt (Fluoroquinolone Associated Disability - FQAD). Leider wurde von der PRAC zu diesem wichtigen Anliegen seitens der Betroffenen keine Stellung genommen.

Es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis diese Empfehlungen umgesetzt werden. Diese gehen nun an das Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) zur Ausarbeitung der neuen Leitlinien. Bis zur praktischen Umsetzung wird es wahrscheinlich noch lange dauern. Deshalb appellieren wir an alle Ärzte, Pharmazeuten und Mediziner, die Risiken von Fluorchinolone ernst zu nehmen und sich darüber zu informieren. Medizinische Studien und Berichte zu den - zugegeben sehr unkonventionellen - Nebenwirkungsmechanismen sind vorhanden und in einschlägigen Plattformen abrufbar.


Maria:
Es ist erschreckend - da kann man wohl nur zustimmen. Es wäre völlig nachvollziehbar, wenn viele Bürger/innen sich nun fragen würden, ob das Ergebnis des gesamten EMA-Risikobewertungsverfahrens zu Fluorchinolonen möglicherweise bereits im Vorfeld feststand (wodurch die öffentliche Anhörung von Patienten und auch kritischen Fachleuten lediglich eine zynische Farce gewesen wäre.)

Sowohl die amerikanische FDA als auch die EMA für Europa stellen explizit klar, dass sie keine Meldungen über jede unerwünschte Arzneimittelwirkung/ UAW eines Produkts erhalten, und dass die Daten der erhaltenen Meldungen daher nicht (!) verwendet werden können, um daraus die Häufigkeit des Auftretens der gemeldeten unerwünschte Arzneimittelwirkungen abzuleiten bzw. die Häufigkeit des Auftretens zu schätzen. Laut Studien (u.a. der FDA selbst) werden den Aufsichtsbehörden lediglich 1% - 3% der Fälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen überhaupt gemeldet.
Nichtsdestotrotz gibt das PRAC in seiner Veröffentlichung an: " In sehr seltenen Fällen leiden Patienten, die mit Fluorchinolon- oder Chinolon-Antibiotika behandelt werden, unter schweren Nebenwirkungen, die zu dauerhaften Einschränkungen führen können."
Von Seiten der Hersteller sind solche Aussagen sicher nicht überraschend - von Seiten der Aufsichtsbehörde sind sie allerdings sehr befremdlich (wohlwollend ausgedrückt).

Spätestens in der Vorbereitungsphase der öffentlichen Anhörung im Juni 2018 sind dem PRAC u.a. auch die Daten der FDA-Veröffentlichung zu "Fluoroquinolone Safety Labeling Changes" vom 04.April 2017 bekannt gewesen. Diese Veröffentlichung beinhaltet u.a. auch eine Erfassung der "Percentage of Disability Reports Among all Serious Outcome Reports with Selected Antibiotics for Treatment of Uncomplicated Sinusitis, Bronchitis and UTI" (siehe Seite 45).

https://www.fda.gov/downloads/AboutFDA/ ... 550259.pdf

Lara:
PRAC bleibt damit damit weit unter dem, was bezüglich Fluorchinolonen im Interesse des Patienten-und Verbraucherschutzes in Europa als Mindest-Warnungen und Reglementierungen hätte umgesetzt werden müssen. Wesentliche Punkte, die im Rahmen der öffentlichen Anhörung auch von med. Experten als dringend erforderlich vorgetragen wurden, hat PRAC in seiner Empfehlung völlig unter den Tisch fallen lassen. Weder wird verlangt, dass bereits in der mediz. Ausbildung auf einen erhöhten Wissensstand bzgl. der potentiellen Risiken von Fluorchinolonen hingearbeitet wird, noch wirkt PRAC auf eine Verbesserung des Patienten-Managements gegenüber bereits geschädigten Bürger/innen hin. Auch die dringend notwendige verstärkte Forschung über die genauen Wirkungs- und Schädigungsprozesse durch Fluorchinolone (auch unter Berücksichtigung genetischer Aspekte) lässt PRAC völlig außen vor. Auch dass die europäische Bevölkerung über den Lebensmittel-Bereich (insb. über Fleisch und Fisch) von der Verwendung von Fluorchinolonen und Chinolonen betroffen -und durch sie gefährdet- ist, wird vom PRAC nicht einmal aufgegriffen. Auch ein eigenständiges Krankheitsbild und einen ICD-Diagnose-Schlüssel für invalisierende Schädigungen durch Fluorchinolone wird es somit in Europa wohl weiterhin nicht geben . In den USA ist dies schon längst geschehen - dort wurde auch die Öffentlichkeit durch eine weitreichende Medien-Kampagne vor den massiven und potentiell irreversiblen Schädigungen gewarnt. In Europa ? Fehlanzeige. PRAC hat hier mit seiner Empfehlung noch nicht einmal ein Minimum an Interesse und Engagement gezeigt, zum Schutz und im Interesse der europäischen Bevölkerung zu agieren. Mit der Behauptung, dass Fluorchinolone nur "in sehr seltenen Fällen" zu schweren Schädigungen und dauerhaften Einschränkungen führen, wird wohlmöglich den Pharma-Herstellern nach dem Munde geredet (man darf wohl nicht vergessen, dass sich die EMA/ PRAC größtenteils aus deren Geldern finanziert). Jedoch sind diese trivialisierende Behauptung und die inhaltlich äußerst schwache "Empfehlung" des PRAC ein zynischer Schlag ins Gesicht der unzähligen Fluorchinolon- Geschädigten, die zu Zehntausenden Selbsthilfe-Gruppen beitreten und -häufig schon seit Jahren- bisher keinerlei Hilfe aus dem medizinischen Bereich erfahren haben. Als Fluorchinolon-Geschädigte(r) bleibt man sich weiterhin völlig selbst überlassen und ohne Unterstützung. Wie viele weitere Menschen müssen denn noch erleben, dass ihre Gesundheit und ihr bisheriges gewohntes Leben durch Fluorchinolone massiv und dauerhaft geschädigt werden ? Im Sinne des Patienten-und Verbraucherschutzes in Europa ist diese PRAC- "Empfehlung" gelinde gesagt ein Armutszeugnis der Aufsichtsbehörde - um nicht zu sagen ein Skandal.


Linksammlung und Quellen:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... n-infekten

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ofloxacin/

https://www.europeanpharmaceuticalrevie ... mt-genome/

https://www.ema.europa.eu/en/news/fluor ... ctions-use

https://www.ema.europa.eu/en/committes/prac/members



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Re: Öffentlicher Brief an BfArM und EMA zwecks Stellungnahme zur PRAC-Empfehlung

#7650

Beitragvon Schorsch » 10.10.2018, 21:01

Translation:

Ladies and Gentlemen,

We would like to thank you for this public letter, which we also send to all those affected in our help forum
( http://www.fluorchinolone-forum.de ) under the link:

posting.php?mode=edit&f=59&p=7647

to request a public statement on their part.


The "we" stands for hundreds of affected patients who were recognized and partly clearly diagnosed that their long-term and partly permanent disabilities and restrictions were due to the intake of an antibiotic from the fluoroquinolone drug group.

In the past, we unsuccessfully approached BfArM, authorities, institutions and, in Germany, even politicians by petition on several occasions. We quickly realized that nothing ever happened because of our internal inquiries. No matter how organized, well-founded and factually verifiable our arguments were, the responsible authorities were not really interested in it. For this reason, some of those affected offensively went to various media for official appeals for help and warnings in order to make our scandalous daily suffering public. Only this way was successful, because only due to the media pressure (e.g. by the Spiegel article 2017 etc.) and the resulting critical demands the BfArM finally commissioned the European Medicines Commission EMA with a risk assessment of fluoroquinolones. Finally the BfArM stood with its back to the wall and had to act. Whereby from our point of view the German authority of patient protection was not covered with fame and only tactically cleverly applied for a risk assessment procedure at European level by the EMA. Thus the responsibility had been elegantly handed one instance higher and, politically speaking, the most minimal responsibility in patient protection had been fulfilled. Finally, in the European risk evaluation of fluoroquinolones, the already worldwide known risks / facts (keyword: FQAD / long-term and permanent intracellular metabolic damage) should now also be officially evaluated in Europe and lead to recommendations for improved patient protection. This led to the "hypocritical" PRAC Committee of the EMA and, in addition, to a Europe-wide public hearing of many FC injured parties and experts as a result of pressure from many affected parties organised jointly on an international level.

https://www.ema.europa.eu/medicines/hum ... l-products

"We" affected people feel presented with the final PRAC recommendation of 05.10.18 and systematically lied to. We learn again how an "alleged patient protection" presumably leads to completely illogical and ineffective recommendations due to lobbying and financial influence, possibly also due to official inability. Affected as well as future patients stand if it remains purely with these recommendations in the future further alone without any form of the support there. Sufficient restrictions and recommendations for action are sought in vain in the results of the final PRAC recommendation. The core question that drives us injured parties here in Europe is:

How can the risk in the EU be underestimated so much more than in the USA, where new dramatic findings, restrictions and manufacturer requirements for fluoroquinolones are constantly coming about through continuous FDA analyses? Is such a risk not the same worldwide?


With your help, we would therefore like to publicly and critically question the final PRAC recommendation. We would therefore like to ask you to make a public statement on our questions and criticisms regarding your PRAC recommendation. These will then be published here for the information of all those affected. We are curious and hope that you can and want to support us for the benefit of all and that you will explain this to us.

We injured parties do not understand why the PRAC recommendation remains almost purely with the already existing guideline proposals and why we would like to sell them to us as newly achieved patient protection with minimal recommendation. Were the dramatic reports of the public patient hearing and the worldwide knowledge of the extent of the danger posed by fluoroquinolones not enough to convince the PRAC Committee? Or was the EMA risk evaluation already in the run-up rather to be seen as a pure show between political responsibility and lobby interests?

The following questions, among others, remain unanswered for us patients and injured parties:

1. is the risk, which e.g. in the USA due to factually based FDA analyses in the USA constantly new restrictions and manufacturer requirements for fluoroquinolones, less relevant here in Europe? The final PRAC recommendations do not contain any consistent and far-reaching indication restrictions, no label warning of permanent and irreversible metabolic damage and also no independent recognition of the already existing damage symptoms among those affected.

In the meantime it has been clearly proven that fluoroquinolones cause "massive DNA damage" (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ofloxacin/). How can such high-risk drugs continue to be used unrestrainedly and unregulated, with clear facts and worldwide warnings from various researchers and experts?

3 Why is there still talk of rarely occurring NW when BfArM and EMA themselves are aware that their current reporting systems do not allow any statements to be made about actual incidences. In our patient networks/groups, including Facebook, new patients register daily with incredible reports. It goes on just as and sometimes even worse than before, since many can now establish a clear connection between the damages faster and easier due to the public reporting of the last years. The reports have also made a few "few" doctors more sensitive. However, the FC classics Ciprofloxacin and Levofloxacin are still often prescribed for banal infections. This is confirmed by sales volumes and official research by independent media.
The fluoroquinolone expert Charles Bennett is already talking about an "epidemic" (https://www.aljazeera.com/indepth/featu ... 07632.html). In addition, too many concerning want to announce their NW and are rejected still by ignorant physicians and/or get wrong diagnoses or it directly talked out. 4.

4. to sell the ban of the Chinolone as success is a joke! These play anyway no more role, since they were replaced by the fluoroquinolones and their mass prescription long ago. The history and market withdrawals as well as past indication restrictions also of the fluoroquinolones show nevertheless clearly, which danger exists with these means.

5. why is there no defined clinical picture such as FQAD in the EU, so that in the future correct therapy options can be found for those affected? From our point of view, there is probably no desire to create a legal basis and not to allow any complaints or prohibitions to be attacked. Therefore, there are hardly any doctors who would like to deal with this and really help. As concerning one is left also in the future by all responsible persons in the abandonment.


We would like to thank you in advance for your comments and replies, which we will then publish officially and publicly accessible for all concerned here.

Further informative links and critical contributions of concerned persons to the PRAC recommendation to which you should take position gladly also, find you for example under the on-line article of the pharmaceutical newspaper of the 05.10.18

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... n-infekten


Patrick:
The recommendation of the pharmacovigilance (PRAC) of the EMA is a great disappointment from the point of view of many affected persons. One of the most important concerns of those affected was to restrict the use of fluoroquinolones to serious and life-threatening infections. The drug should only be used as a secondary antibiotic and after an antibiotic has been taken. This means only when no primary antibiotics are effective. The recommendation of the PRAC - to no longer use antibiotics as a preventive measure - does not go far enough from the point of view of those affected. The recommendation of the EMA is therefore not comparable with the restrictive and restrictive warnings of the FDA (USA) and Swissmedic (Switzerland). Experience shows, however, that despite restrictive warnings, doctors in Switzerland and the USA know too little about the actual risk profile of FC antibiotics.

Another disappointment is the insufficient evidence of restrictive and long-lasting side effects. The PRAC recommendation does not refer to the danger of permanent and invalidating damage - from which many affected persons suffer. Also, unlike in the USA, the side effects and damage are not recognized as a separate clinical picture (Fluoroquinolone Associated Disability - FQAD). Unfortunately, the PRAC did not comment on this important concern on the part of those affected.

It will probably be a long time before these recommendations are implemented. These will now go to the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) for the elaboration of the new guidelines. It will probably be a long time before they are implemented in practice. We therefore appeal to all doctors, pharmacists and physicians to take the risks of fluoroquinolones seriously and to inform themselves about them. Medical studies and reports on the - admittedly very unconventional - side-effect mechanisms are available and can be called up in relevant platforms.


Maria:
It is frightening - you can only agree with that:
It is frightening - one can only agree with that. It would be completely understandable if many citizens would now ask themselves whether the result of the entire EMA risk assessment procedure on fluoroquinolones had possibly already been determined in advance (whereby the public hearing of patients and also critical experts would have been merely a cynical farce).

Both the American FDA and the EMA for Europe make it explicitly clear that they do not receive any reports on any adverse drug reaction/EAW of a product and that the data of the received reports can therefore not (!) be used to derive the frequency of occurrence of the reported adverse drug reactions or to estimate the frequency of occurrence. According to studies (including the FDA itself), only 1% - 3% of all cases of adverse drug reactions are reported to the regulatory authorities.
Nevertheless, the PRAC states in its publication: "In very rare cases, patients treated with fluoroquinolone or quinolone antibiotics suffer from severe side effects that can lead to permanent restrictions." The PRAC states in its publication: "In very rare cases, patients treated with fluoroquinolone or quinolone antibiotics suffer from severe side effects that can lead to permanent restrictions.
Such statements are certainly not surprising on the part of the manufacturers, but on the part of the regulatory authorities they are very strange (expressed benevolently).

At the latest during the preparatory phase of the public hearing in June 2018, the PRAC was also aware of the data from the FDA publication on "Fluoroquinolone Safety Labeling Changes" of April 4, 2017. This publication also includes, among other things, the "Percentage of Disability Reports Among all Serious Outcome Reports with Selected Antibiotics for Treatment of Uncomplicated Sinusitis, Bronchitis and UTI" (see page 45).

https://www.fda.gov/downloads/AboutFDA/ ... 550259.pdf




Lara:
PRAC thus remains far below what should have been implemented as minimum warnings and regulations with regard to fluoroquinolones in the interests of patient and consumer protection in Europe. Essential points, which were presented in the context of the public hearing also by medical experts as urgently necessary, dropped PRAC in its recommendation completely under the table. Neither is it demanded that already in the medical education an increased level of knowledge regarding the potential risks of fluoroquinolones be worked towards, nor does PRAC work towards an improvement of the patient management towards already injured citizens. PRAC also completely ignores the urgently needed increased research on the exact processes of action and damage caused by fluoroquinolones (also taking genetic aspects into account). The fact that the European population is affected by - and endangered by - the use of fluoroquinolones and quinolones via the food sector (especially meat and fish) is not even taken up by the PRAC. Also an independent clinical picture and an ICD diagnosis key for invasive damage caused by fluoroquinolones will probably not exist in Europe. In the USA this has long since happened - there the public was also warned of the massive and potentially irreversible damage by a far-reaching media campaign. In Europe ? No report. With its recommendation PRAC has not even shown a minimum of interest and commitment to act for the protection and in the interest of the European population. With the assertion that fluoroquinolones only lead to severe damage and permanent restrictions "in very rare cases", the pharmaceutical manufacturers are probably being talked about (it should not be forgotten that the EMA/PRAC is largely financed by their money). However, this trivializing assertion and the extremely weak "recommendation" of the PRAC are a cynical slap in the face of the countless fluoroquinolone victims who join tens of thousands of self-help groups and - often for years - have not received any help from the medical field. As a fluorchinolone injured person one remains completely left to oneself and without support. How many further humans must experience then still that their health and their past used life are massively and durably damaged by fluoroquinolone ? In the sense of the patient and consumer protection in Europe this PRAC recommendation is to put it mildly a poverty certificate of the supervisory authority - not to say a scandal.

Link collection and sources:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... n-infekten

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ofloxacin/

https://www.europeanpharmaceuticalrevie ... mt-genome/

https://www.ema.europa.eu/en/news/fluor ... ctions-use

https://www.ema.europa.eu/en/committes/prac/members


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