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Sport nach Cipro

cf12
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Re: Sport nach Cipro

#13245

Beitragvon cf12 » 07.07.2019, 23:11

Hallo Eagle,

hier kann ich Idgie nur zustimmen! Angepasstes Bewegungstraining fördert die Genesung. Ich schwimme häufig 1 km pro Tag (ca. 30 min) und fühle mich danach recht gut. Viel Erfolg! :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag Abend

cf12



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Re: Sport nach Cipro

#13247

Beitragvon Levoflox26 » 07.07.2019, 23:42

Hallo EagleEye,

schwimmen und aquajoggen hat mir keine Schmerzen bereitet, im Wasser fühle ich mich, als wenn nichts wäre. Das ändert sich schlagartig, wenn ich aus dem Wasser wieder raus gehe. Aber die Schmerzen hab ich ja eh. Gemerkt habe ich, dass man sich schnell überlastet, rate also da zu extremer Vorsicht, gerade am Anfang. Kurze Strecken schwimmen, viele Pausen machen, langsam ran tasten. Probiere es aus. Ich halte es für ein probates Mittel sich zu bewegen, die Muskulatur dabei zu trainieren, auch wenn 's nicht viel ist.

lg uschi
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Re: Sport nach Cipro

#13264

Beitragvon EagleEyeC » 08.07.2019, 12:26

Hallo zusammen und lieben lieben Dank für die schnelle Rückmeldung von euch 3!
Idgie hat geschrieben:Hallo Eagle,

das hängt ein wenig davon ab, wie es Dir insgesamt geht. Ich habe nun, 2 Jahre postflox, wieder mit schwimmen angefangen - 3 x/Woche 500-800 Meter und es geht mir gut damit.

Probier es einfach aus und fange ganz langsam an.

LG Idgie


Mir geht's soweit ganz okay. Bleibe ich unter 6000-7000 Schritte am Tag hab ich praktisch keine Schmerzen. Das ändert sich dann aber doch überschreite ich obige Zahl. Dann hab ich Schmerzen in den Sehnen hinter dem Knie vom Wadenmuskel sowie ebenfalls Krämpfe im Muskel selber.

cf12 hat geschrieben:Hallo Eagle,

hier kann ich Idgie nur zustimmen! Angepasstes Bewegungstraining fördert die Genesung. Ich schwimme häufig 1 km pro Tag (ca. 30 min) und fühle mich danach recht gut. Viel Erfolg! :)

Viele Grüße und einen schönen Sonntag Abend

cf12


Wow das ist aber ne starke Leistung! Konntest du das von Anfang an? Merkst du keine Beschwerden danach von Sehnen, Muskel etc?


Levoflox26 hat geschrieben:Hallo EagleEye,

schwimmen und aquajoggen hat mir keine Schmerzen bereitet, im Wasser fühle ich mich, als wenn nichts wäre. Das ändert sich schlagartig, wenn ich aus dem Wasser wieder raus gehe. Aber die Schmerzen hab ich ja eh. Gemerkt habe ich, dass man sich schnell überlastet, rate also da zu extremer Vorsicht, gerade am Anfang. Kurze Strecken schwimmen, viele Pausen machen, langsam ran tasten. Probiere es aus. Ich halte es für ein probates Mittel sich zu bewegen, die Muskulatur dabei zu trainieren, auch wenn 's nicht viel ist.

lg uschi


Uschi hast du dies auch am Anfang gemacht oder zuerst abgewartet?
Ich denke auch, dass der Widerstand des Wassers ein gutes Potential darstellt, den Körper ein wenig zu brauchen ohne ihn zu stark zu überlasten.

Ich bin einfach erst 6 Wochen seit der letzten Tablette. Evtl. versuch ich das so einzubringen, 1x 500m Schwimmen und dann ne Woche schauen was passiert. Falls keine "Quittung" kommt, dann 2x 500m usw.

Krabiwi was meinst du dazu?
Lg. EEC

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Re: Sport nach Cipro

#13265

Beitragvon Levoflox26 » 08.07.2019, 13:02

Hallo Adlerauge :)

Bei mir war es leider so, dass ich ein ganzes Jahr lang nicht wusste, was meine Beschwerden verursacht. Und ich hatte hauptsächlich Muskelschmerzen in einer Wade. Ich bin 2-3 mal in der Woche im Studio gewesen und war im Sommer viel schwimmen. Ich fühlte mich lange nicht so krank wie jetzt. Hab dann nach einem Jahr auf Grund einer Venen OP noch mal Levo bekommen und es auch, nichts ahnend, genommen. War kurz darauf 2 Wochen in einer Klinik (ortho/neuro) und meine freie Gehstrecke weitete sich von ca. 100/200 auf fast 1km aus, ich war happy, dachte meine Wadenprobleme kämen von einer Kniearthrose bedingten Muskelverkürzung. Ich machte also weiter wie gehabt. Merkte aber bereits, dass da etwas so gar nicht mehr okay war. Nach kurzer Zeit kam dann der absolute Zusammenbruch. Das war so um Weihnachten 17/18. Mittlerweile hatte ich das Forum gefunden und die Puzzleteile setzten sich zusammen. Im Sommer konnte ich dann nur noch kurze Strecken schwimmen, war froh, wenn ich 2 x 50m Bahnen schaffte, ohne eine Woche Erholung zu brauchen. Dieses Jahr schaffe ich den Weg vom Parkplatz zum Freibad Eingang schon nicht mehr.

500m finde ich deshalb schon zu mutig, fang mit 1-2 Bahnen an. Meist merkst du bereits am nächsten Tag ob es okay oder schon zu viel war.

Aber bitte, vergleiche dich ansonsten nicht mit mir. Mein Pech war, dass ich Levo schon einige Male zuvor, ohne diese heftigen NW bekommen hatte. Bei den letzten 2 Einnahmen war ich wohl schon unbemerkt stark vorgeschädigt und die haben mir nur noch den Rest gegeben. Das ist bei dir ja vollkommen anders.

lg uschi
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Re: Sport nach Cipro

#13267

Beitragvon EagleEyeC » 08.07.2019, 15:05

Hallo Uschi

Danke für deine Rückmeldung.
Ich musste vorher kurz über mich selber lachen. Ohne gross nachzudenken dachte ich eine Bahn wäre 500m. Das ist sie natürlich nicht, ist mir schon klar ^^). Also mein Plan wäre gewesen 1 Bahn zu schwimmen und dann fertig. Bin sowieso nicht ein sehr guter Schwimmer, von dem her sachte anfangen.

Also hab ich das richtig verstanden: Du hattest zuerst einige Male Levo/Cipro ohne Symptome, danach 1x Levo mit "leichten" Symptomen in den Waden und erst nach dem letzten Mal Levo fing die Katastrophe an?

Der Austausch mit dir ist für mich wichtig, der Anfang deiner Geschichte gleicht meiner sehr. Ich kann nicht an einer Hand abzählen wie oft ich Cipro genommen hatte in den letzten Jahren - nie irgendwelche Beschwerden. Nach den letzten beiden Tabs fing es an mit Knieschmerzen, Wadenschwäche, Parästhesien, Faszikulationen. Geblieben sind jetzt nach 6 Wochen die Waden/Sehnenschmerzen sowie (nicht störende) Faszikulationen mehrmals täglich. Fazit für mich: Nie mehr in Kontakt kommen mit diesem Gift.

Unterdessen trink ich kein Leitungswasser mehr. Kaufe Fleisch nur noch höchste Bio Stufe. Fisch nur noch Wildfang.

Edit: Ach und wie würdest du deine Wadenschmerzen beschreiben (damals nach der ersten symptomatischen Levo Einnahme und heute)?
Bei mir fühlts sich so an als würden die Waden nach Belastung (eben, so ab 7.500 Schritten/Tag oder ab einer gewissen Gehstrecke am Stück) immer weiter verspannen/verkrampfen, ohne einen eigentlichen Krampf auszulösen. Magnesium hilft leider nicht genug gegen die Verspannung (trotz Dosierungen von >1000mg/d. Was hat dir bisher am besten geholfen? Irgendwelche NEM? Hast du einmal Ultraschalltherapie versucht? Ich hatte bereits einmal sogar an Chininsulfat gedacht (aktuell ein Malariamittel, früher freiverkäufliches Mittel gegen Krämpfe, welches deutlich potenter ist als Magnesium), aber mich noch nicht getraut.

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Re: Sport nach Cipro

#13269

Beitragvon Levoflox26 » 08.07.2019, 15:37

Der Austausch mit dir ist für mich wichtig, der Anfang deiner Geschichte gleicht meiner sehr.


Sehr gerne, hab nur heute noch einen Termin und muss mal langsam in die Gänge kommen. Ich schreibe dir aber gewiss heute noch, kann aber Abend werden. Bis später.
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Re: Sport nach Cipro

#13272

Beitragvon cf12 » 08.07.2019, 17:53

Hallo Eagle,

es geht um das 30 minütige Bewegungstraining (ca. 120 Pulsfrequenz) und nicht um "Leistungssport". Vor 20 Jahren bin ich im Frühsommer täglich 2,5 - 5 km geschwommen und im Herbst 2018 habe ich das Pensum entsprechend dem Rat von Krabiwi von 2 km (60 min) auf 1 km reduziert. Du solltest also mit wenigen Bahnen beginnen und wenn der Körper die Belastung gut toleriert, kann das Bewegungstraining intensiviert werden (max. 30 min). Viel Erfolg! :)

Viele Grüße und eine schöne Woche

cf12

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Re: Sport nach Cipro

#13275

Beitragvon EagleEyeC » 08.07.2019, 19:19

cf12 hat geschrieben:Hallo Eagle,

es geht um das 30 minütige Bewegungstraining (ca. 120 Pulsfrequenz) und nicht um "Leistungssport". Vor 20 Jahren bin ich im Frühsommer täglich 2,5 - 5 km geschwommen und im Herbst 2018 habe ich das Pensum entsprechend dem Rat von Krabiwi von 2 km (60 min) auf 1 km reduziert. Du solltest also mit wenigen Bahnen beginnen und wenn der Körper die Belastung gut toleriert, kann das Bewegungstraining intensiviert werden (max. 30 min). Viel Erfolg! :)

Viele Grüße und eine schöne Woche

cf12


Danke für die Rückmeldung. Gut, ich glaube das ist eine gute Idee. Ich denke eine schonendere Aktivität zu finden wird schwierig sein.

Lg. EEC

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Re: Sport nach Cipro

#13280

Beitragvon Levoflox26 » 08.07.2019, 23:17

Hallo EagleEye,

so, dann mach ich mich malan deine Fragen:

Also hab ich das richtig verstanden: Du hattest zuerst einige Male Levo/Cipro ohne Symptome, danach 1x Levo mit "leichten" Symptomen in den Waden und erst nach dem letzten Mal Levo fing die Katastrophe an?


Ich hatte, im Nachhinein gesehen, schon leichte Symptome bei früheren Einnahmen: Haarausfall, Tinnitus, seltsamen Schwindel, Extrasystolen, Schweißausbrüche. Da das aber in einer stressigen Zeit (3 fam. Todesfälle kurz hintereinander) auftrat, schob ich das auf die Situation. Ging auch alles wieder weg, bis auf den Tinnitus.
Dann kam die Levo Einnahme Ende 2016. Erst hatte ich Sehnenentzündungen in der Schulter, eigentlich direkt im Anschluss. Ich war beim Ortho, bekam Cortisonspritzen und nach 6 Wochen war der Spuk vorbei. Es vergingen weitere 6 Wochen, als ich bei einem Stadtbummel plötzlich einen einschießenden Schmerz in der Wade spürte, der mich keinen weiteren Schritt machen ließ. Es fühlte sich an, als wenn das Bein nicht mehr mit Blut versorgt würde. Kennst du das, wenn sie dir bei einer Blutabnahme den Arm zu lange abbinden? So ungefähr. Nach einigen Minuten ging es wieder, bis zum nächsten Schmerzanfall, ein paar 100m weiter. Ich ging am nächsten Tag gleich zum Arzt, der dachte an ein Arterienproblem und überwies mich zur Gefäßchirurgie. Ich hab sofort aufgehört zu rauchen, aus lauter Angst ich hätte diese Schaufensterkrankheit. Nach einem Angio MRT wurde das aber ausgeschlossen. Dann begann mein Ärztemarathon. Panikattacken und Herzstolpern schlossen sich an, meine schmerzfreie Gehstrecke wurde immer kürzer. Ich konnte meinen Job nicht mehr machen. Bei Blutbildern hatte ich plötzlich recht hohe Blutzuckerwerte. Irtgendwann kamen noch Missempfindungen in den Füßen hinzu. Nach ca. 10 Monaten war ich bei einem Phlebologen, eine Vene musste entfernt werden, er sagte mir aber gleich, dass das nichts mit meinen Wadenschmerzen zu tun hätte. Prophylaktisch bekam ich für die OP wieder Levo. 2 Wochen später war ich zur Diagnostik in der Klinik. Dort bekam ich auch wieder Cortisonspritzen, es hätte ja doch etwas mit meiner WS oder meiner Kniearthrose zu tun haben können. Zeitgleich gab es auch noch Voltaren. Es ging mir dann tatsächlich besser, ich hatte 2 Wochen lang jeden Tag Physiotherapie, mit vielen Dehnübungen meiner Wadenmuskulatur. Das hat meine Gehstrecke wieder verlängert, ich war glücklich, mich endlich besser zu fühlen. Leider nicht lange. Eher zufällig stieß ich auf dieses Forum,kurz danach begann ich mich so schlecht zu fühlen, wie noch nie in meinem Leben. Ich kapierte schlagartig, was mit mir passiert war und dass es wenig bis keine Hilfe gibt. Ich bin in ein tiefes Loch gefallen, kein Arzt wollte mir glauben, meine Geschwister zweifelten, mein Mann war der Meinung, ich müsse nur wieder mehr Sport machen...hätte ich nicht die Betroffenen hier gefunden, ich hätte wahrscheinlich Suizid begangen.

Seither kommen und gehen die Symptome, nur auf den Wadenschmerz ist Verlass, der ist immer da. Seit wenigen Monaten hat es auch die Achillessehnen erwischt, letzte Woche bekam ich einen Rollstuhl verordnet.

Aber, und das macht m.E. einen großen Unterschied, ich habe Levo bekommen, du Cipro. Beides ist gleich übel, aber Levo zielt noch verstärkter auf Kollagenhaltige Gewebe ab, während bei Cipro meist das ZNS stärker betroffen ist. Das ist zumindest das, was ich (und nicht nur ich) hier im Forum beobachten kann.

Ich habe viel probiert, so ziemlich alles, was hier empfohlen wird. Mir hilft Magnesium zumindest gegen Muskelkrämpfe und gegen die Extrasystolen. Aber nicht gegen den Belastungsschmerz. Der tritt schon länger auch beim Stehen auf und schmerzfrei gehen ist gar nicht mehr. Mg ist mittlerweile, neben dem MMV-A (ein Multivitamin/Mineralien Präparat) das einzige NEM, welches ich noch nehme. Eigentlich müsste es mir schon aus allen Poren kommen, aber nehme ich es nicht, bekomme ich noch Muskelkrämpfe in Ruhe dazu. Ich mache 16/8 Intervallfasten und ernähre mich Low Carb, letzteres aber erst seit ein paar Wochen. Bisher merke ich noch keinen Unterschied, mal abwarten, wie es sich entwickelt. Ich hab jetzt nicht im Kopf, wie alt du bist, aber ich werde demnächst 61. Da stehen die Heilungschancen von Haus aus schlechter, als in jungen Jahren.

Ultraschall? Ja,hatte ich schon, aber nur an den Achillessehnen.

Was mir noch zum Sport einfällt, weil cf12 es erwähnte. Es ist sch...egal mit welcher Pulsfrequenz du trainierst, in Bezug auf die Muskelschmerzen. Ich habe da im Studio stets drauf geachtet und trotzdem war ich am nächsten Tag kaum fähig aufzustehen.
Bitte, mach einfach langsam...so richtig langsam. Alles andere rächt sich früher oder später. Ich wollte es auch nicht glauben, ging im ersten Jahr ja auch gut. Leider weiß keiner genau, wie geschädigt er ist, deshalb würde ich, aus heutiger Sicht, immer vom "worst case" ausgehen.

Pass gut auf dich auf.

Alles Gute für dich.
uschi
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Re: Sport nach Cipro

#13282

Beitragvon cf12 » 08.07.2019, 23:59

Hallo Uschi,

die relativ häufigen Sehnenschäden/Gelenkschäden nach der Gabe von Levo werden wahrscheinlich durch die große Halbwertszeit sowie Bioverfügbarkeit des Präparates verursacht. Die Pulsfrequenz von 120 beim Bewegungstraining ist das Ziel und kein Dogma. :)

Viele Grüße und einen schönen Abend

cf12

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Re: Sport nach Cipro

#13283

Beitragvon Levoflox26 » 09.07.2019, 00:19

Hallo cf12,

ein "Ziel" könnte aber als Dogma verstanden werden. Da die Überlastungserscheinungen auch bei niedrigerem Puls auftreten, hab ich es vorsichtshalber dazu geschrieben.

lg uschi
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Re: Sport nach Cipro

#13284

Beitragvon cf12 » 09.07.2019, 00:30

Hallo Uschi,

im Forum habe wir immer angepasstes Training empfohlen (Pacing). Es versteht sich von selbst, dass z.B. ein FMS/CFS Patient immer die ersten Schritte sehr langsam gehen muss, bis er das Bewegungstraining ein wenig steigern kann. Die Pulsfrequenz von 120 wäre dann am Ende dieses langen Weges zu empfehlen, ist sie doch die Obergrenze (sog. "Laktatgrenze") für den Kreislauf eines untrainierten Menschen. :)

Viele liebe Grüße

cf12

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Re: Sport nach Cipro

#13390

Beitragvon EagleEyeC » 12.07.2019, 21:41

Hallo Uschi

Danke für deinen Bericht. Ich sehe da einige Parallelen zwischen uns und hoffe daraus gute Schlüsse gezogen zu haben.
Sport also erst sehr langsam und aufpassen. Ich hoffe bei dir geht's irgendwann wieder bergauf.
Ich bin 26 Jahre jung. Der Schmerz in den Muskeln und Sehnen ist bei mir ebenfalls konstant vorhanden wenn ich eine bestimmte Schrittzahl gemacht habe an einem Tag und bleibt dann noch den kommenden Tag. Bisher waren dies 5000-7500 Schritte pro Tag gemäss Iphone.
Ich hoffe, dies geht bis im Oktober noch ein wenig rauf. Es muss ja nicht wieder alles gleich wie vorher sein, nur möchte ich nicht mein Studium unterbrechen (im Spital wird es schwierig mit nur 5000 Schritten pro Tag :doh:)

Ich bin immernoch ein wenig am rumprobieren mit den NEM's, leider bisher ohne grosse Erfolge abgesehen von Magnesium oral und transdermal. Glutathion hat den gleichen Effekt wie die Infusion welche ich hatte mit diversen Bausteinen: Mehr Faszikulationen und Sehnenschmerzen gleich nach einer Tablette. Ubichinol schlägt nicht allzuschlecht an, nur genau dieses NEM vertrage ich nicht (kriege Durchfall). Ein gutes Multivitamin Präparat, welches ich vertrage habe ich auch noch nicht gefunden. Welches nimmst du da?

Ist interessant was du schreibst mit Cipro eher Psyche. Meiner Psyche geht's auch immer schlechter, obwohl ich nicht denke, dass Cipro direkt sondern die damit verbundene Unsicherheit damit ursächlich ist. Es verursacht Angst, Angst für den Rest seines Lebens nicht mehr längere Strecken laufen zu können, Angst das Berufsfeld komplett umplanen zu müssen (Praxis statt Spital, da könnte man eher sitzend arbeiten) usw. Ich glaube bei der Psyche ist nun auch der nächste Schritt wo ich ansetzen werden. Ich meditiere schon lange und bin ein Anhänger von John Kabat Zinns Mindfullness based Stress Reduction. Ich denke wenn der Schmerz sich auch nicht verändert, vielleicht kann man ja die Beziehung zum Schmerz verändern und somit ein wenig das Leiden gelindert werden.

Liebe Grüsse
EEC

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Re: Sport nach Cipro

#13394

Beitragvon Levoflox26 » 13.07.2019, 00:01

Hallo EagleEye,

Ein gutes Multivitamin Präparat, welches ich vertrage habe ich auch noch nicht gefunden. Welches nimmst du da?


Dr. Pieper hatte MVM-A empfohlen, davon nehme ich morgens und abends eine Kapsel. Hatte es zuerst aber mit nur einer versucht. War glaub auch seine Empfehlung. Ich vertrage die ohne Probleme.
Ich meinte jetzt nicht die Ängste und Depressionen, einige hier haben von Cipro Zwangsgedanken, Derealisation, Depersonalisationen und so bekommen, das kenne ich von Levo Geschädigten bisher nicht. Aber das ist mein persönlicher Eindruck hier im Forum, mag sein, dass anderswo andere Berichte zu finden sind.

Ich bin immernoch ein wenig am rumprobieren mit den NEM's, leider bisher ohne grosse Erfolge abgesehen von Magnesium oral und transdermal.


So schnell wird sich da auch nichts tun, das ist keine Sache von Monaten, eher von Jahren. Hast du die Geschichte von Rosanna Garten gelesen? Sie hat gestern ein Update gemacht, es geht ihr wesentlich besser. Lies mal nach, das macht dir sicher mehr Mut als meine Story.

Du bist erst 26, du hast mit Sicherheit bessere Chancen gesund zu werden. Das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen, deine ganze Zukunft liegt noch vor dir.

Sag mal, du studierst ja Medizin, wie ist das mit dem Thema FC Antibiotika? Wird dazu unterrichtet? Ich finde das sooo wichtig, dass zukünftige Mediziner wissen, was sie da verordnen. Falls das an deiner Uni noch nicht Thema ist, mach es bitte zu einem. Du sitzt an der Quelle.

Hab ein halbwegs schmerzfreies Wochenende.
lg uschi
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Re: Sport nach Cipro

#13397

Beitragvon Krabiwi » 13.07.2019, 00:55

EagleEyeC hat geschrieben:
Ich bin immernoch ein wenig am rumprobieren mit den NEM's, leider bisher ohne grosse Erfolge abgesehen von Magnesium oral und transdermal. Glutathion hat den gleichen Effekt wie die Infusion welche ich hatte mit diversen Bausteinen: Mehr Faszikulationen und Sehnenschmerzen gleich nach einer Tablette. Ubichinol schlägt nicht allzuschlecht an, nur genau dieses NEM vertrage ich nicht (kriege Durchfall). Ein gutes Multivitamin Präparat, welches ich vertrage habe ich auch noch nicht gefunden. Welches nimmst du da?



Du hast noch die falsche Erwartungshaltung bzgl. NEM, diese sind keine Magic-Pill u. können die bestehenden mtDNA-Schäden nicht heilen. Sie maximieren lediglich die ANtioxidativen Enzyme so weit wie möglich u. verhindern u.U. weitere oxidative Schäden an der Wildtyp mtDNA. Das ist wichtig, denn wenn die deletierte mtDNA die Wildtyp mtDNA in einem Organ verdrängt heißt es Game Over.

Floxtherapie ist den Körper in einen dauerhaften Zustand zu versetzen in welchem erje nach Ausmaß der mtDNA-Schäden über die Jahre heilen kann, indem er die deletierte mtDNA langsam stetig oder auch schubweise mitophagiert.

Lass die Symptome des i.V. Cocktails besser erst abklingen u. versuch es dann in ein paar Wochen nochmal mit GSH.

Generell bei NEM nicht überanalysieren, leichte bis mäßige Verschlechterungen sind normal (es wird wegen den Mitophagieschüben immer erst schlechter bevor es besser wird), lediglich bei starken Verschlechterungen das NEM unter die Lupe nehmen, Dosierung reduzieren o. ggf. absetzen.

Hatte in der schlimmsten Phase ebenfalls einfach alles stur drauf geworfen ohne Rücksicht darauf ob da jetzt Muskeln etwas mehr zuckten oder das Befinden kurzfristig schlechter wurde. Nur bei ALA (Chelator) waren die Symptome sehr stark u. daher setzte ich es ab.

MfG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

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Re: Sport nach Cipro

#13402

Beitragvon EagleEyeC » 13.07.2019, 08:44

Krabiwi hat geschrieben:
Lass die Symptome des i.V. Cocktails besser erst abklingen u. versuch es dann in ein paar Wochen nochmal mit GSH.


hmm bisher hatte ich wohl zu viel verschiedenes in zu kurzer Zeit versucht, das wurde mir gestern endgültig bewusst. Nun hab ich mir selber die "Regel" gemacht: Pro Woche 1 neues NEM ausprobieren, dafür dann jenes richtig. Es ist nur schwierig dem Impuls zu widerstehen, sofort alles einnehmen zu wollen aus der Angst, sonst die Heilung zu verzögern oder noch schlimmer zu verunmöglichen.

Krabiwi hat geschrieben:
Generell bei NEM nicht überanalysieren, leichte bis mäßige Verschlechterungen sind normal (es wird wegen den Mitophagieschüben immer erst schlechter bevor es besser wird), lediglich bei starken Verschlechterungen das NEM unter die Lupe nehmen, Dosierung reduzieren o. ggf. absetzen.


Danke, diese Info war jetzt sehr wertvoll für mich und wird mein Vorgehen wohl nochmals etwas ändern und nochmals einen Versuch mit GSH zu machen.

Krabiwi hat geschrieben:Hatte in der schlimmsten Phase ebenfalls einfach alles stur drauf geworfen ohne Rücksicht darauf ob da jetzt Muskeln etwas mehr zuckten oder das Befinden kurzfristig schlechter wurde. Nur bei ALA (Chelator) waren die Symptome sehr stark u. daher setzte ich es ab.

MfG


Das war ursprünglich auch mein Plan, alles drauf und am besten alles sofort, leider war dies bei mir scheinbar nicht so erfolgreich wie bei dir. Daher nun eher einen langsameren/systematischeren Ansatz mit 1 neues pro Woche.

Darf ich dich fragen, was hast du bei sonstiger Unverträglichkeit unternommen resp. ist bei dir dies gar nicht vorgekommen? Ich merkte z.B. bei Ubichinol schnell einen positiven Effekt (nach 3-4 Tage), jedoch s.o. war die Nebewirkung auf den Verdauungstrakt eher einschränkend.

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Re: Sport nach Cipro

#13406

Beitragvon Levoflox26 » 13.07.2019, 10:27

Hallo EagleEye,

hab etwas vergessen. Welches Ubiquinol Präparat und in welcher Dosierung nimmst du? Gerne mit Link zum Produkt.
Merci.

lg uschi
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