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NAD+ induzierte Mitophagie

Hamburgerjung
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21570

Beitragvon Hamburgerjung » 21.05.2020, 09:11

Hallo Krabiwi,

die Woche mit 900mg NR war für mich interessant.
Die ersten beiden Tage hatte ich Symptome, welche ich vorher nicht hatte. Leichtes Brennen in der Beinmuskulatur und vor allem psychische Symptome mit extremen Selbstmordgedanken, sodass meine Freundin mich nicht außer Augen lassen konnte. Zudem war das Gelenkknacken wieder verstärkt vorhanden. Diese Symptome wurden ab Tag 3 weniger und flachten dann bis Ende der Woche ab.

Bemerkenswert ist, dass ich nach dieser Woche bei einer Steigrung auf 1200mg NR und 1500mg NR dann nur noch ganz leichte Verschlechterungen hatte, sodass ich mich jetzt heute erstmals an 1800mg NR traue. Eventuell hat diese Woche dazu beigetragen, dass ich sehr viele beschädigte Ringe loswerden konnte und 1200mg und 1500mg dann nur noch leichte Verschlechterungen hervorgerufen haben.

Gruß
Noah



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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21572

Beitragvon der_matze » 21.05.2020, 10:24

Hab mein persönliches Limit jetzt scheinbar erstmal erreicht.
Vor 8 Tagen 450mg NAM eingenommen, diesmal ohne Ribose.
Am nächsten Tag spürbar weniger Energie.
Kraft kam zwar dann schnell wieder, dafür für 3-4 Tage mehr Schmerzen in den Waden.
Bisher hatte ich Neuropathien nur in der Linken Hand, dort ist aktuell Ruhe dafür jetzt in der rechten Hand (hat ich noch nie). Dazu kamen Schmerzen in beiden Schulter und, was ebenfalls neu ist, Probleme in beiden Oberarmen (Bizeps).

Ich denke es ist besser erstmal solange Pause zu machen bis zumindest die Probleme in den Armen und Schultern weg sind.

Es ist schon sehr Interessant wie das NAD+ Protokoll arbeitet. Bei 350mg wurde es in der Leiste und Rücken deutlich schlimmer. Diese Zonen blieben jetzt bei 450mg aber völlig unberührt.
Das jetzt die Arme betroffen sind macht mich schon etwas traurig da ich dort bisher gar keine Probleme hatte. Hoffe die erholen sich wieder, weil Einschränkungen in den Armen zu haben find ich schlimmer als in den Beinen.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21578

Beitragvon Mitochondrion » 21.05.2020, 20:26

Karlken hat geschrieben:Hallo alle zusammen

Mitochondrion schrieb

Frage: Wie schnell setzen bei Dir Verschlechterungen ein, wann würdest Du sagen ist der Peak erreicht und wie lange haben die Verschlechterungen jeweils gehalten?


Eine belastbare Aussage kann ich eigentlich nur zu dem 7.Zyklus machen, da ich am 10.05. (Muttertag) bei meiner Mutter war und ihr meine Beschwerden geschildert habe. Diese waren am Vortag noch nicht in dem Ausmaß vorhanden. Somit kann ich sagen das in etwa nach dem 4-5 Tag (gerechnet von 1. Dosis NAD + R des Zyklus) der Peak erreicht war.
Nach etwa 9-10 Tagen war ich mindestens wieder auf Baseline.

Ich werde bei meinem 8. Zyklus gezielt darauf achten.
Den werde ich heute abend mit 1125mg NAD/2250mg Ribose beginnen.
Hab mir doch noch einen "Erholungstag" mehr gegönnt ;)


Danke für Deine Ausführungen Karlken. :)

der_matze hat geschrieben:
Mitochondrion hat geschrieben:
Ich habe zwischenzeitlich übrigens meinen Versuch mit NAM + Stearinsäure vom letzten Jahr wiederholt (NAD High-Energy Protokoll). Habe 650mg NAM + 10g Stearinsäure genommen und davon bis auf die bekannte NAM-Euphorie und allgemeine sofortige Verbesserung des Zustandes nichts gemerkt. Normalerweise würde ich von 650mg NAM deutliche Verschlechterungen merken.


Versteh ich nicht so richtig.
Was bewirkt NAM + Stearinsäure genau?
Zumindest mal keine Mitophagie oder?
Falls das schon irgendwo mal erörtert wurde, dann ist es an mir vorbei gegangen ; )


Grundlegend können wir wohl sagen, dass NAD neben ATP das wichtigste Molekül in unserem Körper ist. Es ist an zahlreichen Redox-Reaktionen beteiligt und somit eine essentielle "Energiewährung" des Körpers.

Die Erniedrigung des NAD+ Spiegels ist assoziiert mit vielen Kennzeichen des Alterns:

- Mitochondriale Dysfunktion
- Veränderungen des Epigenoms, das kontrolliert welche Gene an und aus geschaltet werden ("epigenetic noise / disordered DNA methylation")
- Genom Instabilität durch DNA Schaden
- Verlust der Aufrechterhaltung der Proteinhomöostase, also eines Gleichgewichts zwischen Synthese, Faltung und kontrolliertem Abbau von Proteinen (Proteostasis)
- Verringerte Autophagie
- Glukoseintoleranz
- Insulinresistenz
- Akkumulation von seneszenten Zombizellen die wiederrum andere gesunde Zellen entzünden
- Autoimmunerkrankungen
- Chronische Entzündungen
etc.pp

NAD+ wird für die Energieproduktion in jedem Gewebe benötigt, im Gehirn, in Immunzellen, in muskuloskelettalen Gewebe. NAD+ ist wesentlich für die Verwertung von Glukose und Fettsäuren und somit der Gewinnung von ATP. Ohne NAD kein ATP. Ohne NAD kein Leben auf unserem Planeten. Sinkt der NAD+ Spiegel, so sinkt die Energieproduktion in der Zelle und die Funktionen der Zelle kommen zum erliegen - die Zelle wird dysfunktional. NAD+ aktiviert eine wichtige Familie von Enzymen (PARP), welche maßgeblich an der DNA-Reperatur beteiligt sind. So gibt es beispielsweise eine klare Korrelation zwischen der Lebensdauer von Zellen und deren PARP-Gehalt. Ebenfalls aktiviert NAD+ die sog. SIRTUINE, weitere wichtige Langlebigkeitsgene, die vielfältige metabolische Prozesse und Reperaturprozesse in unserem Körper steuern.

Ein hoher NAD+ Spiegel ist also ein wichtiger Schlüssel für unseren Energiemetabolismus und viele weitere (Heilungs)-Prozesse neben der Induktion von Fission/Mitophagie.

NAM + Stearinsäure bewirkt also alle Vorteile eines erhöhten NAD+ Spiegels außer die Mitophagie, da diese durch die Stearinsäure inhibiert wird. Ich nehme diese Kombination ab und zu um mein Energielevel zu erhöhen.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21579

Beitragvon Mitochondrion » 21.05.2020, 20:44

Ich bin nun dazu übergegangen das NAD+ Protokoll auschließlich mit NR durchzuführen. Auch Noahs und Marcos Erfahrungen haben gezeigt, dass es bei NR zu keiner (großartigen) Verzögerung der "Verschlechterungen" kommt. Für mich ist das viel besser kontrollierbar und einzuschätzen als die kumulativen Effekte von NAM. Mit NR sind mir somit viel schnellere Zyklen von Mitophagie und Biogenesis möglich. Auf diese Weise haben die dysfunktionalen mtDNA-Ringe auch potentiell weniger Zeit sich (wieder) zu vermehren.

Deshalb besteht meine neue Herangehensweise jetzt darin jeden zweiten Tag NR zu nehmen, gefolgt von einem Tag PQQ.

Also:

Tag1: Morgens NR
Tag2: Morgens 20mg PQQ - Abends 20mg PQQ
Tag3: Morgens NR
usw. ohne Pause (es sei denn es würden prolongierte Verschlechterungen auftreten)

Bei jedem Zyklus plane ich die NR-Dosis um 25mg zu erhöhen. Angefangen habe ich vor zwei Tagen mit 50mg und hatte davon abends einen kleinen Schub. Heute habe ich 75mg genommen und habe keine Verschlechterungen, sondern seit langer Zeit mal wieder einen guten Tag. Hoffentlich geht es jetzt in kleinen Minischritten in die richtige Richtung. Mein Glutenschub hat mir leider meine Achillessehnen ganz schön zerfressen.

Vielleicht kommt irgendwann eine Dosierungsschwelle bei der ich erstmal stehen bleiben muss, um das Protokoll im geplanten 2-Tages Zyklus fortfahren zu können. Wenn ich mal bei 300mg NR angekommen bin und davon nichts mehr merken, feiere ich ein Fest. :)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21580

Beitragvon Mitochondrion » 21.05.2020, 20:53

der_matze hat geschrieben:Es ist schon sehr Interessant wie das NAD+ Protokoll arbeitet. Bei 350mg wurde es in der Leiste und Rücken deutlich schlimmer. Diese Zonen blieben jetzt bei 450mg aber völlig unberührt.
Das jetzt die Arme betroffen sind macht mich schon etwas traurig da ich dort bisher gar keine Probleme hatte. Hoffe die erholen sich wieder, weil Einschränkungen in den Armen zu haben find ich schlimmer als in den Beinen.


Komisch oder :) ? Mir geht es ähnlich. Bei mir flammen zwischenzeitlich mal ganz neue Strukturen auf, die vorher noch nie (wirklich) etwas hatten, dafür geben andere Problemstellen plötzlich wieder Ruhe usw. Manchmal kommt es mir gar so vor, dass der Körper nach einem intelligenten, inhärenten Heilungsplan vorgeht und eine Struktur nach der nächsten "behandelt". Schön wäre es.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21582

Beitragvon nino » 21.05.2020, 21:10

Die Probleme etwa in den Sehnen im Hals bekam ich auch erst im Rahmen des NAD-Protokolls. Kann eure Beobachtungen durchaus bestätigen.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21586

Beitragvon Mitochondrion » 22.05.2020, 15:58

nino hat geschrieben:Die Probleme etwa in den Sehnen im Hals bekam ich auch erst im Rahmen des NAD-Protokolls. Kann eure Beobachtungen durchaus bestätigen.


Und sind die Probleme wieder weggegangen oder haben sich Deine Probleme insgesamt verschlechtert?

Mir scheint dass es eine zu überwindende Schwelle des anfänglichen Chaos gibt, über die schwer Gefloxxte (die ohnehin noch von schweren Schüben heimgesucht werden) beim Protokoll (und insgesamt) erstmal hinauskommen müssen. Es ist am Anfang nicht immer leicht eine Stabilität in die Floxxung zu bringen und das NAD+ bringt zusätzlich Einiges in Bewegung. Dann gibts Leute wie Karlken und Krabiwi die eher mit einem "stabilem" Floxstatus ins Protokoll gegangen sind und genauso "stabil" höher und höher dosieren konnten. Und dann gibts noch ganz frisch Gefloxxte wie Noah, für den NAD+ ein echter Gamechanger war, da er sehr früh mit NAD+ begonnen hat und riesen große Schritte machen konnte (er ist bei 1800mg NR). Auf der anderen Seite gibt es dann noch Ausreißer (striker) der z.B weniger laufen kann als ich und trotzdem NAD+ Dosierungen verträgt, die ich bei weitem nicht vertragen würde.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21588

Beitragvon der_matze » 22.05.2020, 18:50

0
Mitochondrion hat geschrieben:
der_matze hat geschrieben:Es ist schon sehr Interessant wie das NAD+ Protokoll arbeitet. Bei 350mg wurde es in der Leiste und Rücken deutlich schlimmer. Diese Zonen blieben jetzt bei 450mg aber völlig unberührt.
Das jetzt die Arme betroffen sind macht mich schon etwas traurig da ich dort bisher gar keine Probleme hatte. Hoffe die erholen sich wieder, weil Einschränkungen in den Armen zu haben find ich schlimmer als in den Beinen.


Komisch oder :) ? Mir geht es ähnlich. Bei mir flammen zwischenzeitlich mal ganz neue Strukturen auf, die vorher noch nie (wirklich) etwas hatten, dafür geben andere Problemstellen plötzlich wieder Ruhe usw. Manchmal kommt es mir gar so vor, dass der Körper nach einem intelligenten, inhärenten Heilungsplan vorgeht und eine Struktur nach der nächsten "behandelt". Schön wäre es.


Ja das ist schon seltsam.
Man muss schon bisschen einen Schmerzfetisch haben, dass man sich freiwillig solche Verschlechterungen antut ;)

Da frag ich mich manchmal auch ob es nicht auch teilweise kontraproduktiv ist. Zumindest wenn man zuviele Schmerzen bekommt.
Ist ja dann auch ne Menge Stress was wieder schlecht ist.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21589

Beitragvon nino » 22.05.2020, 18:51

Und sind die Probleme wieder weggegangen oder haben sich Deine Probleme insgesamt verschlechtert?

Die Probleme waren damals weg; seit ein paar Tagen habe ich sie wieder. Ich denke aber nicht, dass das durch die NAM+R Einnahme vom Samstag sein kann, da ich gleich am Sonntag Abend Glycerol-Monostearat und PQQ eingenommen habe, dazu auch viel Stearinsäurehaltig gegessen.

...oder ist das verzögerte Eintreten der Verschlechterung auch dann möglich, wenn man zuvor mittels Stearinsäure die Fusion wieder angeregt hat?
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21591

Beitragvon Krabiwi » 22.05.2020, 19:30

Mitochondrion hat geschrieben: Dann gibts Leute wie Karlken und Krabiwi die eher mit einem "stabilem" Floxstatus ins Protokoll gegangen sind und genauso "stabil" höher und höher dosieren konnten. Und dann gibts noch ganz frisch Gefloxxte wie Noah, für den NAD+ ein echter Gamechanger war, da er sehr früh mit NAD+ begonnen hat und riesen große Schritte machen konnte (er ist bei 1800mg NR). Auf der anderen Seite gibt es dann noch Ausreißer (striker) der z.B weniger laufen kann als ich und trotzdem NAD+ Dosierungen verträgt, die ich bei weitem nicht vertragen würde.


Hier muss ich dich korrigieren, ich begann mit NAM bereits Monat 2-3 postflox in der kritischen Phase, von stabil konnte da noch keine Rede sein. Begann mit 125mg und steigerte über 3 Monate auf 1000 mg bis zur Reaktion mit extremem Schüttelfrost und temporärem CFS woraufhin ich dann mehrere Monate pausierte. In der Nachbetrachtung war dies ein wichtiger Grundstein in meiner Genesung, da hier definitiv viele stark beschädigte Mt mitophagiert wurden. Leider war ich damals bis zu deiner Anmeldung der einzige der damit experimentierte und es gab daher keine Vergleichs- und Erfahrungswerte.

Meine Anfangsreaktion war laut Floxreport ein stärkerer, der weitere Verlauf dagegen mittel, ohne größere Rückschläge.

Ich halte es daher auch für einen Gamechanger, da man damit theoretisch die schwerstbeschädigten mtDNA-Ringe zeitnah los wird und somit deren klonale Expansion verhindert, was womöglich neben epigenetischen Schäden eine Ursache für diese starken progressiven und nachhaltigen Schübe in Monate 6-12 ist wie sie einige erleiden.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21592

Beitragvon Nina » 22.05.2020, 19:51

Hallo an Alle,

ich möchte auch ein kleines Update geben.
Ich bin zwar bei knapp 300 mg NAM
angekommen, aber ich muss sagen, dass ich das Gefühl habe, dass es mir sehr gut tut.
Ich habe allerdings auch nicht so schlimm mit der Sehnenproblematik zutun.
Bei mir ist es eher die Energie und die wird dadurch gefühlt stetig besser.
Ich muss zwar immer noch aufpassen, aber es ist viel besser als vor Beginn des Protokolls. Interessant ist, dass ich während der Fission sogar die A-Sehnen und die Wadenmuskulatur spüre. Danach sind diese Zonen wieder unauffällig.
Ich habe übrigens meinen Peak auch so 4-5 Tage nach Einnahme.
Ich muss diesmal 2 Wochen pausieren, da ich mir in diesem Zeitraum keine Verschlechterung zumuten darf, aber ich bin schon gespannt auf den nächsten Zyklus und auf die Zeit danach.
Vielleicht dosiere ich dann auch ein bisschen höher.
Ich wünsche Euch Allen gute Besserung und einen schönen Abend
Lg Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21609

Beitragvon Mitochondrion » 23.05.2020, 16:32

Krabiwi hat geschrieben:
Mitochondrion hat geschrieben: Dann gibts Leute wie Karlken und Krabiwi die eher mit einem "stabilem" Floxstatus ins Protokoll gegangen sind und genauso "stabil" höher und höher dosieren konnten. Und dann gibts noch ganz frisch Gefloxxte wie Noah, für den NAD+ ein echter Gamechanger war, da er sehr früh mit NAD+ begonnen hat und riesen große Schritte machen konnte (er ist bei 1800mg NR). Auf der anderen Seite gibt es dann noch Ausreißer (striker) der z.B weniger laufen kann als ich und trotzdem NAD+ Dosierungen verträgt, die ich bei weitem nicht vertragen würde.


Hier muss ich dich korrigieren, ich begann mit NAM bereits Monat 2-3 postflox in der kritischen Phase, von stabil konnte da noch keine Rede sein. Begann mit 125mg und steigerte über 3 Monate auf 1000 mg bis zur Reaktion mit extremem Schüttelfrost und temporärem CFS woraufhin ich dann mehrere Monate pausierte. In der Nachbetrachtung war dies ein wichtiger Grundstein in meiner Genesung, da hier definitiv viele stark beschädigte Mt mitophagiert wurden. Leider war ich damals bis zu deiner Anmeldung der einzige der damit experimentierte und es gab daher keine Vergleichs- und Erfahrungswerte.

Meine Anfangsreaktion war laut Floxreport ein stärkerer, der weitere Verlauf dagegen mittel, ohne größere Rückschläge.

Ich halte es daher auch für einen Gamechanger, da man damit theoretisch die schwerstbeschädigten mtDNA-Ringe zeitnah los wird und somit deren klonale Expansion verhindert, was womöglich neben epigenetischen Schäden eine Ursache für diese starken progressiven und nachhaltigen Schübe in Monate 6-12 ist wie sie einige erleiden.


Danke für Deine Richtigstellung Krabiwi, das hatte ich tatsächlich schon fast wieder vergessen. Ein weiteres Beispiel wie essentiell das NAD+ Protokoll in der kritischen Phase sein kann. Auch mir scheint das NAD+ Protokoll derzeit zu helfen aus der kritischen Phase herauszukommen.

Seit meinem Gluten-Schub habe ich nun etwa 4 Wochen lang nach jeder Mahlzeit einen extra Schub bekommen und ich musste zusehen wie mein Körper weiter und weiter degeneriert. Nach drei Durchgängen NAD+ scheint dieses Phänomen nun endgültig besiegt, was für mich ein klares Zeichen einer stabiliserten Funktion der Mt ist.

nino hat geschrieben:
Und sind die Probleme wieder weggegangen oder haben sich Deine Probleme insgesamt verschlechtert?

Die Probleme waren damals weg; seit ein paar Tagen habe ich sie wieder. Ich denke aber nicht, dass das durch die NAM+R Einnahme vom Samstag sein kann, da ich gleich am Sonntag Abend Glycerol-Monostearat und PQQ eingenommen habe, dazu auch viel Stearinsäurehaltig gegessen.

...oder ist das verzögerte Eintreten der Verschlechterung auch dann möglich, wenn man zuvor mittels Stearinsäure die Fusion wieder angeregt hat?


Meiner Erfahrung nach ja. Ich konnte die Mitophagie-Wirkung von NAM bisher nur inhibieren, wenn ich zeitgleich hoch-dosiert Stearinsäure konsumiert habe (und z.T auch die Tage danach). Aktuell arbeite ich im Rahmen des Stammzellen Protokolls mit C60 lieber mit Stearinsäure aus Bio-Kakobutter (hat ca. 30%), da dieses eine viel längere Halbwertzeit (17h) besitzt. Sicherlich wirst Du durch Deinen Konsum von Stearinsäure die Wirkung etwas abgeschwächt haben aber trotzdem wird (bei Dir) in den Folgetagen nach der NAM-Einnahme noch ausreichend Fission erzeugt worden sein, deshalb die verspätete Verschlechterung.

Mit NR habe ich diesen verzögerten Effekt (bisher) nicht und bin 24h später wieder auf Baseline: https://www.lifeextensioneurope.de/nad- ... eneratortm

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21610

Beitragvon der_matze » 23.05.2020, 16:54

Mitochondrion hat geschrieben:
Mit NR habe ich diesen verzögerten Effekt (bisher) nicht und bin 24h später wieder auf Baseline: https://www.lifeextensioneurope.de/nad- ... eneratortm


Mit wieviel sollte man davon eigentlich einsteigen?
Laut der Beschreibung hat eine Kapsel 300mg.
Bei dir ist es ja glaub relativ wenig. Andere sind bei über 600mg.
Hatte mal irgendwas gelesen von 50% was man als NAM genommen hat.
Das Produkt erscheint zwar erstmal teuer aber man wirft sich das ja nicht jeden Tag rein.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21619

Beitragvon Jens_86 » 25.05.2020, 14:28

Habe jetzt meine ersten beiden Zyklen hinter mir.

Ausgangsstatus bei Beginn: 4 Monate Postflox.
Kribbelnde Neuropathien in Füßen, Intensität 2/10
Hautbrennen, primär Unterschenkel und Oberschenkel, sich ausweitend auf Arme, Kopf, Rücken. Intensität variierend. Normal Intensität 1/10, maximal Intensität 4-5/10
Schmerzen rechter Ellenbogen beim Greifen (Unklar ob Gelenk, Sehne, Muskelansatz)
Gelegentliche Kopfschmerzen
Gelegentlicher Schwindel
Insgesamt ein Gefühl eingerostet und unbeweglich zu sein, manchmal Rückenschmerzen, aber Laufen unbegrenzt und Joggen 3km ohne Probleme möglich.
Floaters, Lichtblitze bei Helligkeit.
Kein CFS.
Meinen Gesamtzustand würde ich bei 7-8/10 ansiedeln (wenn 10 vollkommen gesund ist).

Erster Zyklus
6.5. abends 250mg NAM ohne Ribose. Halbe Stunde später Unruhe, Gefühl erschwerter Atmung, Kribbeln in den Beinen nimmt zu.
7.5. nachmittags beginnende generalisierte Schmerzen
8.5. generalisierte Schmerzen, Brennen wird intensiver
9.5. unverändert
10.5. Starkes Hautbrennen
11.5. Starkes Hautbrennen
12.5. Brennen wird besser, leichte allg. Schmerzen
13.5. in etwa wieder Ausgangszustand

Aufgrund der langen Wirkung einige Ruhetage.

Zweiter Zyklus
19.5. abends 250mg NAM ohne Ribose. Keine Veränderung
20.5. leichte generalisierte Schmerzen, Magenschmerzen nach Nahrungsaufnahme, stärkeres Brennen, starke Kopfschmerzen
21.5. leichte generalisierte Schmerzen, Magenschmerzen nach Nahrungsaufnahme
22.5. Stärkeres Brennen, generalisierte Schmerzen, Magenschmerzen nach Nahrungsaufnahme
23.5. Schlappheit, generalisierte Schmerzen abnehmend, Magenschmerzen nach Nahrungsaufnahme, Schmerzen rechtes Knie flammen auf (war seit über einem Monat komplett weg)
24.5. Knieschmerzen rechts, generalisierte Schmerzen
25.5. heute würde ich sagen sind die Knieschmerzen fast wieder weg, was bleibt sind die Magenschmerzen nach dem Essen, die ich vorher noch nie hatte (fühlt sich insgesamt an als hätte man einen Magen-Darm-Infekt, aber immer nur ein paar Stunden)

Ich werde das mal weiter beobachten. Insgesamt schon in etwa der erwartete Effekt, aber das mit den Magenschmerzen verunsichert mich sehr. Vlt. werde ich beim nächsten Zyklus auf 500mg steigern.

Insgesamt muss ich sagen, dass das schlimmste die psychische Auswirkung ist, sich plötzlich wieder so scheiße wie vor 2-3 Monaten zu fühlen, verbunden mit den Gedanken daran ob das wohl wieder weggeht oder ich jetzt wieder weit zurückgeworfen bin.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21645

Beitragvon striker_06 » 27.05.2020, 17:56

hallo zusammen,

mir fällt es wirklich schwer, eine exakte einschätzung des protokolls bei mir zu geben, aber nach dem umstieg von "normalem" b3 pulver + ribose hin zu tem teuren NR produkt hin habe ich einen deutlichen unterschied bemerkt: nach der ersten dosis am 10.5. in höhe von 600mg NR habe ich am 12.5. einen starken schub bzw starke knie und sehnenschmerzen bekommen (den ich leider aufgrund nicht vermeidbarer körperlichen "betätigung" an dem tag mitverschuldet hatte, aber es ging nicht anders), der knapp 12 tage anhielt. eine kleinere dosis in höhe von 300mg habe ich dann am 23.5. genommen, auch hier habe ich - im gegensatz zum normalen protokoll- eine sehr starke müdigkeit in der nacht und tags drauf gespürt (ohne längeres fasten), ich war förmlich richtig geplättet und die sehnen habe ich bei leichtesten bewegungen auch stärker ls sonst gespürt. werde daher die tage bzw am wochenende noch einmal mit 600mg NR nachlegen und das 40stunden fasten getrennt heute durchführen, darauf die woche dann wieder 40std fasten mit 600mg NR.

erkenntnisse für mich: das NR macht definitiv etwas in meinem körper, was in der intensität und ausprägung anders ist, als ich es durch das bisherige protokoll gewöhnt war

Moien
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21659

Beitragvon Moien » 28.05.2020, 16:54

Hi ich wollte mal ein kurzen Abriss geben von mir und meiner Erfahrung.


1. 40 H Stunden Fasten ab stunde 18-20 500mg NAM ( ohne Ribose ) eingenommen, kalte Finger + Füße, gute Laune + guter schlaf, quasi 3-4 Stunden später nach der Einnahme. Die Woche darauf hab ich keine besonderen krassen Verschlechterung gemerkt, wie auch schon vorher erwähnt von anderen da ich frisch gefloxt bin, kann ich je nicht sagen, ob es vom Protokoll kommt oder es sowieso gekommen wäre.

Nach der Woche ist aber mein Kältegefühl was ich durchgehend hatte und sogar unter der Decke gefroren haben und mit Wärmeflasche und Heizung auf 3 verschwunden. Mein CFS was jetzt nicht 24/7 stunden bestand sondern immer wieder für 2-3 Stunden ist auch verschwunden.

2. 40 h Stunden Fasten ab Stunde 18-20 1g NAM ( ohne Ribose ), Kalte Finger + Füße, gute Laune. Die Woche keine krassen Verschlechterung.

Das Gelenkknacken und die Muskelschmerzen sind weniger geworden aber auch hier zu gesagt : 8 Wochen gefloxt, keine Ahnung, ob man das dem Protokoll zuschreiben kann oder nicht...


3. 40 h Stunden Fasten ab Stunde 18-20 600mg NR, nur Verbesserungen der Symptome, mehr Energie, bessere Laune außer dass das Gelenkknacken wieder zugenommen hat. Hab dann am Tag darauf das Fasten gebrochen und 600mg NR nachgelegt, keine Verbesserung oder Verschlechterung der Symptome.


Meine NEMS habe ich natürlich alle weg gelassen.

Meine Einschätzung nach hilft das Protokoll, inwiefern keine Ahnung. NAD+ IV gehören ja in Amerika zu Standard Therapie für gefloxte. Wir machen ja nichts anderes. Dazu muss man sagen, dass ich das Gefühl habe das mein CFS wiederkommt und natürlich neue Beschwerden hinzukommen allen voran Kollagen Probleme.

Ich hab mir jetzt das NR mit Reservatol und co bestellt von LE ( https://www.lifeextensioneurope.de/opti ... ntal-facts ) und werde täglich für eine Woche 300mg + 500mg TMG auch von L E einnehmen.

Ich hab einfach das Gefühl, dass die tägliche zufuhr von NR oder NAM effektiver ist als es sich nur am Wochenende zu geben, auch wenn es nur 50mg oder so.


Je nachdem wie es mir damit geht, werde ich ggf. eine Woche pausieren und dann die Woche darauf 600mg versuchen oder direkt die Dosis erhöhen. Für Bedenken oder Optimierungsvorschläge bin ich gerne offen von PQQ halte ich im Moment noch nicht viel, erst wenn ich ggf. bei 1g über 2-3 Tage angekommen bin.

In der Studie: https://www.elysiumhealth.com/en-us/bas ... al-results, wird davon gesprochen wie man den NAD+ Level nach einem Monat täglichem NR + pterostilbene auf 40 bis zu 90 % erhöhen könnte.

Eine Frage an die Chemie Nerds unter uns, wie reagiert Pterostilbene in unserem Körper und kann man es mit Reservatol gleichsetzen? Ich bin leider nicht daraus schlau geworden. Ich würde ggf. zusätzlich 50mg pterostilbene hinzufügen, falls Reservatol nicht die gleiche Funktion schon hat.

Eine Geschichte aus Amerika von einem gefloxten der keine Ahnung hatte das NAM Mitophagie und so auslöst.

Er gibt sich ungefähr seit Monat 2 Postflox, täglich 500mg NAM er berichtet auch von der besseren Laune und Energieanstieg, wenn er es absetzt, hat er direkt wieder ein downer und ist jetzt bei Postflox Monat 10 wieder Klettern gegangen.

der_matze
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21735

Beitragvon der_matze » 04.06.2020, 11:48

Werde meine Strategie jetzt ändern.
Kurzarbeit ist vorbei und geh wieder arbeiten.
Kann mir massive Verschlechterungen daher nicht mehr leisten.
Nehme jetzt seit paar Tagen täglich
100mg NAM + 100mg Ribose.
In der Hoffnung das sich das NAD+ Level damit sanft erhöhen lässt.

TheBestIsYetToCome
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21737

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 04.06.2020, 13:05

Teste auch gerade eine andere Strategie: 200mgNAM+R jeden zweiten/ jeden Tag .... je nach Reaktion. Dann einige Tage Pause/ Erholung/ Überprüfung des Zustandes ohne Mitophagie, dann Fasten. Bin nun bei 3x200mg... habe nur mega leichte Symptome... und ein gutes Gefühl insgesamt. Ich grüße euch mit meinem Nick :-)

mitoMAN
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21739

Beitragvon mitoMAN » 04.06.2020, 23:11

Mich wundert, dass hier überhaupt nicht weiter auf NMN eingegangen wird? Laut Studienlage wäre das doch der effizienteste NAD+ Precursor?
NR kann die Zellmembran ja nicht passieren und wird deshalb wieder zerlegt. Supplementation mit NR deshalb eher sinnlos?

Grund dafür ist wohl der Slc12a8 Transporter, welcher NMN durch die Zellmembran transportieren kann.
Slc12a8 is a nicotinamide mononucleotide transporte
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6530925/


Habe zu dieser Behauptung die passende Studie nicht gefunden. Vll hat jemand genauere Infos?
Alive by nature:
"SUBLINGUAL DELIVERY
Research released in 2018 showed that oral supplements of NR and NMN are digested to Nicotinamide (NAM) in the liver, with only a small amount reaching the bloodstream. As the absorption rate of different molecules delivered through the sublingual route can be 3 to 10 times greater than oral route"


Der Text sagt quasi überhaupt gar nichts zur tatsächlichen Absorption von NMN via sublingual.

Wie ist das generell bei NAM und NR etc, gibt es Studien die einer Sublingualen Einnahme höhere Absorption nachweisen?

EagleEyeC
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21764

Beitragvon EagleEyeC » 07.06.2020, 16:12

mitoMAN hat geschrieben:Mich wundert, dass hier überhaupt nicht weiter auf NMN eingegangen wird? Laut Studienlage wäre das doch der effizienteste NAD+ Precursor?
NR kann die Zellmembran ja nicht passieren und wird deshalb wieder zerlegt. Supplementation mit NR deshalb eher sinnlos?

Grund dafür ist wohl der Slc12a8 Transporter, welcher NMN durch die Zellmembran transportieren kann.
Slc12a8 is a nicotinamide mononucleotide transporte
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6530925/


Habe zu dieser Behauptung die passende Studie nicht gefunden. Vll hat jemand genauere Infos?
Alive by nature:
"SUBLINGUAL DELIVERY
Research released in 2018 showed that oral supplements of NR and NMN are digested to Nicotinamide (NAM) in the liver, with only a small amount reaching the bloodstream. As the absorption rate of different molecules delivered through the sublingual route can be 3 to 10 times greater than oral route"


Der Text sagt quasi überhaupt gar nichts zur tatsächlichen Absorption von NMN via sublingual.

Wie ist das generell bei NAM und NR etc, gibt es Studien die einer Sublingualen Einnahme höhere Absorption nachweisen?



Wenn dann liposomale Form (NAD Gold, enthält NMN und TMG).
NR wirkt definitiv nicht wie NAM. Verschlechterung Peakt stärker. Kürzere Zyklen. mMn hat NR die beste Studienlage der Erhöhung des NAD+ Spiegels. Evtl. könnte eine Kombination (NAD Gold + NR Lifeextension+NAM) angestrebt werden, um die Wirkung zu potenzieren. Ich bleibe bei NR, mir gefällt die Substanz.

Katrin2002
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21772

Beitragvon Katrin2002 » 07.06.2020, 20:44

Hallo Leute,
Ich habe nun seit 3 Wochen eine andere Dosierung ausprobiert. Täglich abends zwischen 100 mg - 500 mg Nicotinamid mit 2x soviel Ribosepulver, auch die "lila Tabletten" von Life Extention habe ich probiert. Anstatt der eben genannten Dosierung, zwischen 200 mg und 600 mg Nicotinamidribosid je abend. PQQ habe ich erstmal nicht mehr genommen, ansonsten alle NEMs normal weiter. Witzigerweise vertrage ich mehr NR als ich vom NAM mit extra Ribosepulver vertrage..... Ich bin geistig und emotional nicht so daneben und es geht mir recht schnell wieder nur "normal-schlecht", wenn ihr versteht was ich meine. ;)
Mal sehen, ob ich irgendwann mal wieder schmerzfrei gehen kann. Das hat sich leider noch nicht verbessert. Ich werde trotzdem weiter machen mit dem Protokoll. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. :) Sogar unser altersschwacher Hund nimmt jetzt schon das Protokoll (habe die Dosierung angepasst). Laut Tierarzt hätte unser Frodo schon vor 2Jahren von uns gehen sollen, seit er das Protokoll bekommt, läuft er wieder mehr und ist nicht mehr ganz so dement und muffelig. Es scheint also auch bei Hunden zu wirken.
Liebe Grüße und haltet die Ohren steif.
Katrin

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#21849

Beitragvon Moien » 13.06.2020, 23:22

Kurzes Update.

Ich hab mit den NR + Reservatol Pillen angefangen gehabt, aber hab anscheinend allergisch auf das Reseravtol reagiert, hab rote Pustel und am nächsten Tag durchfall bekommen, die Dosis war 600mg / 200mg. Keine großen Veränderung in der Schmerzskala hab den Tag darauf dann 1g NR nochmal nachgelegt. Hab am 3. Tag dann einen kleinen Schub bekommen, dass erste mal so Zeitverzögert, dachte erst es wäre ein Schub.

Hab letzte Wochenende dann weiter gemacht mit 900mg NR außer kalte Finger+Füße keine große Verschlechterung, also wirklich kaum mal ein bisschen bisschen mehr Gelenkknacken, das wars. Auch nicht zeitverzögert oder so.


Hab heute 1200mg NR genommen, nicht mal mehr die kalten Füße und Hände sind jetzt aufgetreten. Nur der Energieschub und das wacher sein, was immer mit der NR Einnahme folgt, war wie immer da.


Muss aber dazu sagen, dass ich trotz Protokoll und co weiter am abbauen bin, vermehrt würde ich aber sagen, dass es an der gestörten Kollagensynt. liegt.

Ferdirsch
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22007

Beitragvon Ferdirsch » 18.06.2020, 12:30

Hallo liebes Forum,

ich war lange Zeit in diesem Thread stiller Mitleser, Ende Mai habe ich mich dann entschieden, selbst das Protokoll auszuprobieren.
Kurz zu mir: Ich bin 22, wurde Dez 18 mit 5 Tabletten Moxi gefloxt, habe relativ schnell eine Breite Palette an NW entwickelt (zu lesen in meiner Vorstellung), konnte aber zum Glück über das Letzte Jahr in den aller meisten Bereichen eine Besserung erzielen.
Nach über einem Jahr Flox Basistherapie war Ende April diesen Jahres meine beste Zeit bis jetzt, ich konnte ca. 3400 Schritte am Stück laufen (Limitierender Faktor Energie, nicht Sehnenschmerzen o. ä.), 10km eBike fahren und meine Symptome hielten sich relativ in Grenzen (Brainfog, moderate Erschöpfung nach Belastungen, Gelenkprobleme, leichte Muskel/Sehnenschmerzen, Konzentrationsprobleme,..) aber meine Leistungsfähigkeit war selbst da noch nicht annähernd so, dass ein normales Leben möglich gewesen wäre.
Deshalb wollte ich bzw. will ich das Protokoll starten:
25.05: 14h gefastet -> 100mg NR (von life extension)
ca. 3h später: leichte Erschöpfung, leichte generalisierte Sehnenschmerzen, Leistenschmerzen verschwommen gesehen; Abends gut
geschlafen
26.05: leichte generalisierte Sehenschmerzen, Erschöpfung
27.05: leichte Erschöpfung, keine Schmerzen
28.05: 15h gefastet -> 120mg NR
Schulterschmerzen, Knöchelschmerzen; Abends voller Energie gewesen, gut geschlafen
29.05: Mittagsschlaf gemacht (das erste mal seit Flox), erschöpft, generalisierte Muskelschwäche (seit Monaten das erste mal wieder), leichte
Nackenschmerzen
30.05: ab Mittag erschöpfung, Muskelschwäche rückläufig, leichte Schmerzen
31.05: etwas reduzierter Allgemeinzustand, kaum noch Schmerzen
01.06: ca. 2000 Schritte Spaziergang gemacht, Zeckenbiss Nymphe :doh:
Anfang Juni bis heute zusammengefasst: häufig Muskelschmerzen, müde Muskeln (vorher Monate nichtmehr gehabt), seit halben Jahr das erste mal wieder leichtes Herzrasen bekommen, beim Spazieren gehen werden Sehnen, Muskeln relativ schnell symptomatisch, was vorher nicht so war, insgesamt niedriges Energielevel, Laufen über 1000 Schritte am Stück tut mir garnicht gut, sich intensivierende Schulterschmerzen rechts, psychische Belastung.

die letzte Dosis NR ist jetzt genau 3 Wochen her, insgesamt geht es mir leider immer noch schlechter als davor. Inwiefern ich mich die Tage vor der Einnahme überanstrengt habe, oder ich vielleicht sowieso kurz vor einem Schub stand, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich hoffe nur, dass ich die nächste Zeit wieder auf die Baseline komme.

Freue mich über eure Gedanken und Anregungen!

LG
Moxiflox 5x 400 mg Dez' 18

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22010

Beitragvon Levoflox26 » 18.06.2020, 13:25

Hallo Ferdirsch,

Zeckenbiss Nymphe


Hast du schon Borreliose testen lassen? Die Symptome sind sehr ähnlich zu Flox. Falls noch nicht geschehen bitte unbedingt machen! Nicht, dass du dir gerade eine zweite Baustelle eröffnest.

Bist du bei den 120mg NR geblieben oder hast du noch mal erhöht? Eigentlich sollte dir das nicht jetzt noch so starke Verschlimmerungen machen. Aber meine Erfahrung diesbzgl. ist gering. Das können die anderen sicher besser beurteilen.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22014

Beitragvon Jens_86 » 18.06.2020, 14:47

Ich will mal die These zur Diskussion stellen - da wir hier ja jetzt schon einige Erfahrungen mit dem Protokoll gesehen haben, die von denen von Krabiwi und Mitochondrion abweichen - dass es bei dem Protokoll Faktoren gibt die qir nicht vollständig verstehen und die entweder dazu führen, dass es nicht den gewünschten positiven Effekt oder sogar einen negativen Effekt hat?

Es gibt ja einige, bei denen sich entweder garnichts tut, oder bei denen dauerhafte Verschlechterungen eintreten.

Vlt. kommt es hier einfach auf die Art der Schäden an, die sich ja bei jedem - wie auch die genetische Prädisposition - unterscheiden. Ich für meinen Teil fühle mich eigtl ganz ok, erlebe aber schon bei geringen Dosen zT so dramatische Verschlechterungen insbesondere der Neuropathien, dass ich dazu neige es abzubrechen weil es letztlich ein Schuss ins Blaue ist.

Viele Grüße
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22015

Beitragvon Ferdirsch » 18.06.2020, 15:11

Levoflox26 hat geschrieben:Hallo Ferdirsch,

Zeckenbiss Nymphe


Hast du schon Borreliose testen lassen? Die Symptome sind sehr ähnlich zu Flox. Falls noch nicht geschehen bitte unbedingt machen! Nicht, dass du dir gerade eine zweite Baustelle eröffnest.

Bist du bei den 120mg NR geblieben oder hast du noch mal erhöht? Eigentlich sollte dir das nicht jetzt noch so starke Verschlimmerungen machen. Aber meine Erfahrung diesbzgl. ist gering. Das können die anderen sicher besser beurteilen.

lg uschi





Hallo Uschi, danke für die Antwort,

die Zecke hatte sich wohl erst ganz frisch festgebissen und die Einstichstelle ist zum Glück kaum mehr zu erkennen (Ich weiß, dass das noch nichts ausschließt). Ich hatte auch FSME im Kopf, da ich im Risikogebiet lebe. Habe nächste Woche einen Arzttermin, da werde ich mal fragen, ob sie die entsprechenden Werte abnehmen können.

Und ich habe nach dem 28.05. keine Dosis mehr genommen
Moxiflox 5x 400 mg Dez' 18

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22107

Beitragvon Mitochondrion » 22.06.2020, 16:32

Beim NAD+ Protokoll geht es imho für schwer Gefloxxte um eine frequent low-dose Therapie, die auf Jahre(!) ausgelegt ist.

Da der NAD+ Spiegel nach NAM, NR oder NMN noch eine Weile erhöht bleibt, addiert man durch jede zusätzliche Dosis die Wirkung.

Nach vielen Versuchen habe ich herausgefunden, dass ca. alle 7 Tage der (zur Zeit) passende Zyklus (für mich) ist.

Ferdi hat in einem Zeitraum von 4 Tagen 220mg NR genommen, was aus meiner Sicht zu viel war und der 4-fachen Dosis entspricht, die ich als Einstiegsdosis empfehlen würde.

Es gibt hier auch Leute die a) weniger schwere Mt-Schäden haben oder b) NAM/NR/NMN schlechter verwerten bzw. Defizite im NAD+ Metabolismus haben und somit mehr benötigen - man sollte sich jedoch an seinem eigenen NAD-Sweetspot messen.

Ich empfehle mit 50mg NR anzufangen, es nur einmal wöchentlich zu nehmen und in 25mg Schritten symptomfrei raufzudosieren.

Wer drastische Symptome hat, die sich über Wochen halten, ist eindeutig über das Ziel hinaus geschossen. Ich habe diese Erfahrung auch gemacht und mittlerweile daraus gelernt. Jetzt dosiere ich sehr langsam langsam hoch, ohne dabei Symptome zu entwickeln, tatsächlich fühle ich mich am Tag der NR-Einnahme sogar besser. Symptome sind ja lediglich ein Ungleichgewicht zwischen Mitophagie und Biogenesis.

Es ist genau wie beim Hypoxie-Training oder auch beim Sport. Es ist ein Training der Mitochondrien. Mit den gleichen Risiken des Übertrainings. Der stete Tropfen höhlt den Stein.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22108

Beitragvon nino » 22.06.2020, 16:40

Gibt es denn derzeit eine gute Einschätzung über die Vergleichbarkeit von NR mit NAM+R?

Ich vertrage inzwischen 350mg NAM + 700mg R mit nur moderaten Verschlechterungen, anders als im April, als mich das völlig umhaute. Allerdings ernähre ich mich inzwischen auch nicht weiter stearinarm, da das für mich derzeit eine größere Herausforderung wäre, bei gleichzeitiger lowcarb-Ernährung.
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仕方がない

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22111

Beitragvon Karlken » 22.06.2020, 17:12

Hallo Mitochondrion

Wer drastische Symptome hat, die sich über Wochen halten, ist eindeutig über das Ziel hinaus geschossen. Ich habe diese Erfahrung auch gemacht und mittlerweile daraus gelernt.


Diese traurige Erfahrung habe ich leider auch machen müssen.
Ich hatte vom 06.04.2020 - 06.05.2020 in Summe 7 Zyklen durchgezogen wobei bei den letzten beiden Zyklen mit jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen 1000mg NAD der bisherige Höhepunkt erreicht war.

Tja, was soll ich sagen. Danach ging es mir für Wochen deutlich schlechter. Ich werde künftig auch mit mehr Respekt an das Protokoll herangehen. Durch meine Erlebnisse sehe ich deine Annahme? der Kumulation als bestätigt.

Habe erst letzte Woche gewagt einen weiteren Zyklus zu starten. Die Dosis betrug nur noch 1.Tag 250mg, 2.Tag 500mg am 14.06. und 15.06.
Heute und morgen werde ich jeweils 500mg zu mir nehmen. Das ist für mich, so glaube ich, die tolerierbare Dosis.

m.f.G.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22115

Beitragvon Moien » 22.06.2020, 18:31

nino hat geschrieben:Gibt es denn derzeit eine gute Einschätzung über die Vergleichbarkeit von NR mit NAM+R?

Ich vertrage inzwischen 350mg NAM + 700mg R mit nur moderaten Verschlechterungen, anders als im April, als mich das völlig umhaute. Allerdings ernähre ich mich inzwischen auch nicht weiter stearinarm, da das für mich derzeit eine größere Herausforderung wäre, bei gleichzeitiger lowcarb-Ernährung.



Bleib ruhig bei dem NAM, das NR und NMN wird wenn es nicht gekühlt und dunkel gelagert wird wieder zu NAM und mein NR von LF kam ungekühlt und co und ich bin auch sicher das LF es nicht vorher in irgendeinem Kühlschrank hatte bei sich im Lagerhaus.

Also einfach NAM bleiben, ich switche auch jetzt wieder um.

Hab mir dieses Wochenende am Freitag nach 20h Fasten 1,8g NR reingehauen und hatte ungefähr 6 Stunden später einen kleinen Schub mit Unruhezuständen für ungefähr 1 Stunde und seit dem nichts mehr.

Keine krassen Verschlechterung der Symp. oder so.

Ich werde dieses Wochenende mal 1g NAM probieren

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22116

Beitragvon Krabiwi » 22.06.2020, 18:47

Jens_86 hat geschrieben:
Es gibt ja einige, bei denen sich entweder garnichts tut, oder bei denen dauerhafte Verschlechterungen eintreten.

Vlt. kommt es hier einfach auf die Art der Schäden an, die sich ja bei jedem - wie auch die genetische Prädisposition - unterscheiden.


Von einer chronischen Verschlechterung hat noch niemand berichtet, i.d.R. normalisiert sich alles innerhalb mehrerer Wochen wieder.

Genetische Dispositionen spielen grundsätzlich immer und überall eine Rolle. Wenn bspw. NAMPT genetisch eingeschränkt ist wird die Wirkung von NAM logischerweise eine gehemmte Wirkung zeigen.

Außerdem repariert NAD+ induzierte Mitophagie nicht die mtDNA, sondern trennt lediglich Mutationen von Wildtyp mtDNA. Theoretisch könnte daher ein Gewebe das ausschließlich beschädigte/mutierte mtDNA-Kopien besitzt kollektiv in die Apoptose gehen und das Organ wegen ATP-Mangel versagen. Daher auch die große Warnung oben im ersten Post dieses Threads. Das nochmal zur Erinnerung.
Sind alle Kopien beschädigt könnte man mit NAD+ theoretisch nur die schwerst mutierten Kopien mitophagieren.
Sind alle mtDNA Kopien oder gar die nDNA des Gewebetyps schwer mutiert brächte auch NAD+ logischerweise nichts mehr.
Hier müsste man sich dann auf die langwierige DNA-Reparatur verlassen, die aber auch nur bei leichten bis mäßigen Schäden effizient ist.


Bzgl. Ferdisch, NR ist in der akuten Flox-Phase offensichtlich zu potent und ich sehe diesen NR-Hype daher kritisch.

Grafik b) zeigt den NAD+ Spiegel bei NR und NAM, NR erzeugt etwas verzögert einen starken NAD+ Peak. NAM hält den NAD+ Spiegel gleichmäßiger und somit sanfter. Die Gesamtmenge an NAD+ ist nahezu identisch. (AUC-Grafik rechts oben).

Bild
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5062546

NR kann man nehmen wenn man seiner fortgeschrittenen Genesung den letzten Feinschliff geben will um die subakuten mtDNA-Schäden zu mitophagieren oder wenn man exakt weiß was man tut und die biochemischen Hintergründe verinnerlicht hat.
Diese starke Müdigkeit (CFS) mit Mittagsschläfchen hatte ich auch die ersten paar Mal mit 750mg -1000mg NAM (ohne Ribose) in der akuten Phase, da ist jede Menge mtDNA mitophagiert worden. Daher muss man sich während dem Protokoll und die Wochen danach maximal schonen. Wenn 2000 Schritte zuviel sind muss man die Bewegung anpassen (Pacing). Schmerz ist ein Signal des Körpers heißt "Stopp nicht weiter, sonst enstehen noch mehr Schäden!". Es sind nun 3 Wochen vergangen, das ist unter Flox keine Zeit, bis die Mt sich wieder regeneriert haben das kann länger dauern.

Ansonsten kann ich Mitochondrion nur beipflichten, wer zu starke Symptome beim Protokoll bekommt hat "übertrainiert".
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22162

Beitragvon Ferdirsch » 25.06.2020, 15:44

Danke für eure Antworten!

ein kleines Update meinerseits:

Seit Sonntag 21.06 geht es bei mir zum Glück wieder deutlich bergauf. Meine Muskelbeschwerden sind deutlich besser und ich mache jetzt wieder so 4000 Schritte am Tag manchmal sind auch noch 15 Minuten Tischtennis drinnen. Wenn ich mich der Belastungsgrenze annähere, bekomme ich, wie vor NR, leichte CFS Symptome. Die belastungsabhängigen Schmerzen sind so gut wie weg, worüber ich mich sehr freue.
Im Nachhinein war ich echt zu übereifrig und hätte nicht direkt nachlegen und auch niedriger beginnen sollen. Kann man jetzt als wichtige Erfahrung abhaken.
Wenn ich ≈6000 Schritte am Tag wieder gut wegstecke, werde ich denke ich wie @Mitochondrion mit 50mg NR wieder einsteigen und dann vorsichtiger und langsamer erhöhen.

@Krabiwi ich würde nicht sagen, dass ich noch in der akuten Flox Phase bin. Diese hat bei mir ca. 7 Monate gedauert und seit dem hat sich mein Zustand zum Glück deutlich gebessert. Wenn ich keinen Mist baue (schlechte Ernährung, Überanstrengung,..) bin ich inzwischen relativ stabil. Dass nach wie vor teilweise mäßige Beschwerden bestehen hat einfach damit zu tun, wie hart mich Moxi erwischt hat. Mein Mitochondrien Status erfordert aber auf jeden Fall noch große Vorsicht, das weiß ich jetzt :) Ich will es auf jeden Fall auch mal mit NAM probieren, dass ich den Vergleich habe.
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22228

Beitragvon EagleEyeC » 03.07.2020, 13:10

Die letzten 6 Wochen jeweils am Freitag 200mg NR genommen. Gute Wirkung am gleichen Tag, am Tag darauf starke Müdigkeit, keine zus. Schmerzen.

Nun letzten Freitag (vor einer Woche) 250mg NR versucht: Das war zu viel! Seit Dienstag hab ich sehr starke Knieschmerzen beidseits. Die Knie waren vorher zu 100% belastungsfähig. Also passt gut auf mit dem NR!

Wer hat Erfahrung mit neuen Symptome durch NR/NAM - in welchem Zeitraum gingen jene wieder weg/besserten sie sich?

Lg. EEC

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22233

Beitragvon der_matze » 03.07.2020, 15:16

EagleEyeC hat geschrieben:Die letzten 6 Wochen jeweils am Freitag 200mg NR genommen. Gute Wirkung am gleichen Tag, am Tag darauf starke Müdigkeit, keine zus. Schmerzen.

Nun letzten Freitag (vor einer Woche) 250mg NR versucht: Das war zu viel! Seit Dienstag hab ich sehr starke Knieschmerzen beidseits. Die Knie waren vorher zu 100% belastungsfähig. Also passt gut auf mit dem NR!

Wer hat Erfahrung mit neuen Symptome durch NR/NAM - in welchem Zeitraum gingen jene wieder weg/besserten sie sich?

Lg. EEC


Das kann in der Tat dann länger dauern.
Bei 450mg NAM hatte es bei mir stark auf die Oberarme gewirkt. Das hat dann Mal eben 5 Wochen gedauert bis das wieder ok war.

Also Geduld, das wird wieder ;)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22234

Beitragvon EagleEyeC » 03.07.2020, 15:43

Na super, wieder die Ferien versaut mit den Experimenten :doh:

Sind deine Oberarme wieder i.o. oder einfach nur besser?

der_matze
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22235

Beitragvon der_matze » 03.07.2020, 15:58

EagleEyeC hat geschrieben:Na super, wieder die Ferien versaut mit den Experimenten :doh:

Sind deine Oberarme wieder i.o. oder einfach nur besser?


Wieder wie vorher.
Muss ja nicht bei jedem gleich lang dauern.

EagleEyeC
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22236

Beitragvon EagleEyeC » 03.07.2020, 16:56

Ja, immerhin mal eine andere Stelle am Körper. Muss zugeben, Gelenkschmerzen find ich unangenehmer als meine Muskelschmerzen.

Mal schauen was die Zeit bringt.

Katrin2002
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22239

Beitragvon Katrin2002 » 03.07.2020, 19:17

Hallo Leute,
ich wollte mal wieder von mir hören lassen. Das Protokoll mache ich immer noch weiter. Im Moment nehme ich jeden Abend zusammen mit den anderen NEMS 100 mg Nicotinamid ohne Ribose. Zusätzlich 1x pro Woche erst 600 mg, dann 700 mg und mittlerweile 800 mg NR von Life Extention. Es gibt mittlerweile nicht mehr so grosse Durchhänger. Mit dem E Fahhrad schaffe ich bis zu 20km. Gehen und stehen ist aber nach wie vor nur sehr reduziert möglich. Die Muskulatur ist hier das Problem, garnicht mal so sehr die Sehnen.
Liebe Grüße Katrin

Karlken
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22240

Beitragvon Karlken » 03.07.2020, 19:22

Hallo EEC, Hallo Matze

Beitrag von mir oben

viewtopic.php?p=22111#p22111

Dazu möchte ich dann rückblickend etwas mehr ins Detail gehen.

Tatsächlich war es auch bei mir so daß sich merkwürdigerweise ebenfalls meine Arme deutlich verschlechtert haben. :think:
Diese hatte ich schon länger nicht als ein ernstzunehmendes Problem betrachtet. Durch meine von mir geschilderte Vorgehensweise
hatte ich ja massive Verschlechterungen allgemein verspürt.
Die Arme, insbesondere der Rechte haben sich jedoch in einem nie vorher erlebten Ausmaß verschlechtert.
Selbst gestern verspürte ich noch unangenehme Schmerzen in den Ellbogen-und dem rechtem Handgelenk. Ein Anspannen der Bizepsmuskulatur war nur unter Schmerzen der Unterarmmuskulatur und des Bizeps möglich. Auch die mal mehr oder weniger präsente Neuropathie im rechten Unterarm + Handgelenk erreichte vor ca. 2 Wochen wohl ihren bisherigen Höhepunkt. Seither wird es wohl aber mit jedem Tag erträglicher.
Hoffentlich findet die ganze Sch...e bald mal ein Ende. :pray:

Ja, immerhin mal eine andere Stelle am Körper.


Nach nun mehr als 25 Monaten mit diesem Gift kann ich konstatieren das definitiv über die Zeit keine Stelle an meinem Körper verschont geblieben ist. Manche waren nur kurzfristig betroffen andere wiederum monate-bis jahrelang!

m.f.G.
Karlken
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22297

Beitragvon Mitochondrion » 05.07.2020, 19:16

Hallo an alle Beteiligten und Betroffenen,

an dieser Stelle möchte ich mich auch gerne einklinken und meine letzteren Beobachtungen teilen.

Leider musste ich feststellen, dass ich - entgegen der Mehrheit der Protokoll-Anwender - mit der Zeit weniger und weniger NAM/NR vertrage und meine Reaktionen darauf heftiger und heftiger werden.

Zur Erinnerung: Anfang letzten Jahres waren Krabiwi und ich die ersten Anwender des NAD-Protokolls. An meinem ersten NAD-Wochenende nahm 600mg NAM+R und hatte keine spürbare Wirkung im Sinne einer "Mitophagie". Tatsächlich fühlte ich mich sogar während der Einnahmetage stets energiegeladen und euphorisch. So dosierte ich dann schrittweise hinauf. Auch nachdem ich an einem Wochenende an einem Tag 2g NAM+R und am nächsten Tag 1,5g NAM+R nahm, verspürte ich noch keine wirkliche Wirkung. Wir mutmaßten damals schon, dass meine mtDNA nach 7 Jahren Floxxung wohl wieder intakt war. Darauf nahm ich dann am 17.07 2g NAM+R und am 20. und 21.7 nochmals 2g NAM+R und machte am 21.07 und 22.07 auch etwas (den bis dahin gewohnten) funktionalen Sport auf der Matte. Am 25.07 bekam ich dann meinen ersten richtigen "NAD-Schub" und habe zum ersten Mal zu spüren bekommen, dass das Protokoll wirklich funktioniert.

Am 03.08 und 10.08 nahm ich nochmals jeweils 1,7g NAM+R mit einem (damals noch erträglichen) Schub.

Aufgrund einer Gastritis (Magenverätzung durch Cranberry-Saft) machte ich dann eine Pause.

Am 28.08 nahm ich (wollte eigentlich nur testen ob mein Magen trotzt Gastritis NAM+R verträgt) nur 750mg NAM+R und bekam dann unerwartet drei Tage später einen starken Schub. Dies war schon seltsam, da noch einen Monat zuvor bei der gleichen Dosierung überhaupt nichts passierte.

Es folgte eine lange Pause aufgrund der Gastritis. Am 22.02 starte ich erneut vorsichtig mit 250mg NAM+R ohne Symptome.

Am 02.03 nahm ich dann 400mg NAM+R und bekam den (bei dieser Dosis bei mir völlig unerwarteten) bis zu diesem Zeitpunkt stärksten und längsten NAD-Schub, mit stärksten Knacken, Achillessehnenbrennen, Augenstechen, Unter- und Oberarmschmerzen usw. (vor Beginn des Protokolls hatte ich alle diese Symptome nicht, sondern primär Knieschmerzen). Der Schub ging weit über 2 Wochen hinaus und wollte irgendwie nicht wieder zu 100% abflachen, ich hatte noch lange "Restbrennen der Achillessehnen" usw. Im Großen und Ganzen nahm der "Schub" langsam ab, aber es blieben kleine "Anfälligkeiten" zurück und es war schwer wieder eine stabile Baseline zu erreichen.

Der folgende Prozess ging dann schließlich schleichend, sodass ich irgendwann die nun langsam (durch weitere NAM+R Einnahmen) dazu kommenden Symptome wie die brennenden Achillssehnen, bestimmte Schmerzen im Bizeps etc.pp bereits "als zu meinem Symptomset" gehörend integriert hatte.

Es folgten seitdem einige Durchgänge mit NAM, NR und auch NAD+ Injektion in verschiedenen Dosierungen.

Zuletzt hatte ich NR für mich als bevorzugtes Molekül entdeckt, da der Schub hier nicht um Tage verzögert eintritt und kürzer ausfällt - so dachte ich zumindest, aufgrund meiner anfänglichen Erfahrung mit NR.

Im Mai dosierte ich dann von 50mg NR langsam in 25mg Schritten hoch und fand bei 175mg NR meine Grenze, die einen erträglichen Schub auslöste. Nahm ich weniger als diese Menge (z.B 125mg NR) empfand ich, dass diese Menge garkeinen Schub auslöst und mir "nur gut tut" und meinen Zustand eher stabilisierte. Aber auch dies kann ich nicht zu 100% zu aussagen, da es insgesamt zu wenig dieser Erfahrungen gibt. Aber auch schon letztes Jahr machte ich die erste Beobachtung dass eine "hohe NAM Dosis" einen Schub auslösen konnte, während eine "geringe NAM Dosis" einen Schub stabilisieren oder beenden konnte.

Das letzte Mal nahm ich vor 2 Wochen erneut (die vormals bekannten) 175mg NR und ungleich dem letzten Mal entwickelte sich diesmal ein sehr heftiger Schub (auch wieder wie bei NAM um Tage verzögert) der sogar erst neun Tage später seinen Höhepunkt erreichte. Nun kam zusätzlich noch massive, brennende Schmerzen an den Rippen-Knorpelübergängen am Brustbein hinzu. Wieder ein neues Symptom. Als ich einen Tag später die Brustmuskulatur sanft zu dehnen versuchte machte es auf der rechten Seite ein seltsames Reißgeräusch und nun schmerzt diese Stelle umso mehr.

Außerdem habe ich seit diesem Schub wieder das Phänomen, dass ich nach jeder Nahrungsaufnahme (KH unabgängig) einen "Extra-Schub" bekomme und meine Achillessehnen etc.pp. erstmal eine Weile brennen. Dieses hatte ich im April schon einmal für einen Monat, es ist dann jedoch wieder besser geworden. Diese mit der Nahrungsaufnahme verbundenen Schübe sind ein ganz neues Phänomen, dass ich nichtmal aus meiner initialen Floxzeit kenne. Irgendwas hat sich also in meiner Physiologie verändert.

Ich mache also seltsamerweise keine Fortschritte mit dem NAD-Protkoll und mein System reagiert mit jeder Einnahme ein Stückchen sensitiver auf den "Mitophagie-Prozess", falls es damit in einer Relation steht.

Es ist für mich auch nach wie vor nicht zu 100% erklärbar, warum teilweise bis zum elften Tag nach dem NAD-Protokoll noch "nachträgliche Schub-Wellen" mit zusätzlichen Symptomen auftreten, die sich kaskadenförmig aufbauen.

Irgendwas hat sich in meinem System verändert. Eine meiner (auf einer Studien basierten) Theorien ist, dass die Zellen im Rahmen der (kurzfristig) reduzierten mitochondrialen Masse in Folge des NAD-Protokolls vermehrt auf Glykolyse anstelle der oxidativen Phosphorylierung in den Mitochondrien umschalten, wodurch als Abfallprdukt vermehrt Laktat anfällt. Dadurch wird der Körper mehr und mehr übersauert und es entsteht eine entzündliche Kaskade, die sich hoch schaukelt - und somit die (verspäteten und z.T massiven) Symptome nicht mehr primär auf ATP-Mangel in Folge der Mitophagie zurückzuführen sind, sondern eben aufgrund dieser Kaskade. Man könnte diesen Prozess ggf. unterbinden indem man während des NAD-Protokolls und die Tage danach Natriumdichloracetat und Berberin einnimmt, welche den Organismus wieder auf OXPHOS regulieren.

Ich werde bis auf Weiteres leider mit dem NAD-Protokoll pausieren müssen und stattdessen erstmal nur mit Peptiden arbeiten. Je nach Genesungszustand werde ich das NAD-Protokoll in 6-12 Monaten nochmal probieren und schauen, ob meine "Sensibilisierung" für immer bestehen bleibt, oder sich wieder runter reguliert. Ich finde das sehr schade, da NAM und NR bei mir eine wundervolle Wirkung am Tag der Einnahme entfalten und zu meinen absoluten Lieblingsmolekülen gehören.

Das Phänomen der Sensibilisierung gibt es leider auch bei anderen Substanzen, wie z.B beim Resveratrol. Hier gibt es auch unzählige Leute die zunächst positive Erfahrungen machten und nach und nach weniger und weniger Resveratrol vertragen haben, bis schließlich kleinste Mengen für wochenlange Gelenkschmerzen sorgten. Der Körper scheint also ein "NAD-Schub"-Gedächtnis auszubilden (oder allgemeines Schubgedächtnis?) und - zumindest bei mir - nun jeglichen weiteren Stressreiz kaskadenförmig zu verstärken, da das Gewebe höchst überempfindlich darauf eingestellt ist.

Aus der Sicht eines nun fast 10 Jahre Gefloxxten ist es bewundernswert, wenn sehr frischt Gefloxxte innerhalb von wenigen Protokoll-Durchgängen von 600mg NR auf 2g NR steigern können und bezogen auf das muskuloskelettale System fast symptomfrei werden. Das Protokoll scheint also grade in den frühsten Flox-Stadien seine volle Potenz zu entfalten.

Mein Beitrag soll keine allgemeine Abschreckung darstellen und niemanden davon abhalten weiter mit dem NAD-Protokoll zu arbeiten. Ich hoffe weiterhin, dass das NAD-Protokoll für die Mehrheit ein Gamechanger sein wird. Wenn jedoch die Tendenz in Richtung "weniger NAM vertragen" anstatt "mehr NAM vertragen" und "heftiger Schübe" anstelle von "schwächere Schübe" und "mehr Symptome" anstelle von "weniger Symptome" geht, sollte man lieber aufpassen.

Eine Alternative zum Anheben des NAD-Spiegels ohne NAD-Vorläufer wäre Apigenin (auf Amazon erhältlich). Auch starke AMPK Aktivatoren in der richtigen Dosierung, Spermidin und IHHT wären weitere Alternativen seine mitochondriale DNA zu optimieren. Ob hier auch die wochenlange Schübe in Kraft treten müsste man schauen. Laut TheBestisYetToCome verläuft IHHT "glimpflicher" auch wenn es in der Theorie eigentlich mehr ROS produzieren sollte und damit auch nicht ungefährlich scheint. Aber Theorie ist eben nur Theorie. Und Dosis ist Dosis. Und was hilft, das hilft. Keine Intervention, kein NAD, kein Glutathion, kein IHHT, keine Peptide sind ohne Risiko. Grade erst wieder auf Facebook gelesen, dass jemand von einer einzigen Dosis Magnesium Glycinat einen wochenlangen Schub bekommen hat. Ich nehme es täglich ohne Probleme. Eine Andere ist nach Glutathion im Pflegeheim gelandet. Wir müssen vorsichtig sein und trotzdem nach vorne schauen und Pioniere bleiben, um dieses toxische Floxwesen bändigen. Der Floxcode ist knackbar, vielleicht ist sogar Natriumdichloracetat der letzte fehlende Baustein im Protokoll. Meine Schub-Kapazität ist jedoch erstmal aufgebraucht.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22299

Beitragvon der_matze » 05.07.2020, 21:11

Ich hatte es irgendwann schon mal geschrieben und es ist auch nach wie vor meine Meinung, ich glaube nicht das das NAD+ Protokoll DER Schlüssel zum Erfolg ist.

Ich mach das Protokoll seit Ende März , zugegeben eine eher kurze Zeit. Aber gebracht hat es mir bisher rein gar nix. Außer das es mir immer wieder neue Schwachstellen und Schmerzen aufgezeigt hat, welche vorher kein Thema waren.
Mich nervt es auch das die Beschwerden verzögert kommen, sich von Tag zu Tag aufbauen und nur langsam wieder abflauen.
Interessenter Weise waren die ersten NAM Durchläufe noch nicht so problematisch aber mit jeder Einnahme hat sich das dann hochgeschaukelt.Ich habe auch keine Lust mehr meinen Alltag nach dem NAD+ Protokoll zu planen. Flox schränkt ja schon genug ein.

Bei den meisten hier scheint das ähnlich.

Deswegen nehm ich mitlerweile nur noch sehr kleine Mengen NAM (50mg) alle paar Tage und das was im b Komplex drin ist (15mg).

cf12
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22304

Beitragvon cf12 » 05.07.2020, 22:58

Hallo Mitochondrion,

wahrscheinlich schadet zu viel Mitophagie dem Körper (zu wenig Mitophagie auch). Ich war evtl. das erste Mitglied im Forum, das NR + Resveratrol in geringen Mengen eingenommen hat und nach ca. 2 Monaten ging es mir etwas besser. Wir sollten die Dosis entsprechend den Angaben des Herstellers wählen und die Mitophagie für eine begrenzte Zeit praktizieren. :think:

Viele Grüße

cf12

Moien
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22305

Beitragvon Moien » 05.07.2020, 23:32

der_matze hat geschrieben:Ich hatte es irgendwann schon mal geschrieben und es ist auch nach wie vor meine Meinung, ich glaube nicht das das NAD+ Protokoll DER Schlüssel zum Erfolg ist.

Ich mach das Protokoll seit Ende März , zugegeben eine eher kurze Zeit. Aber gebracht hat es mir bisher rein gar nix. Außer das es mir immer wieder neue Schwachstellen und Schmerzen aufgezeigt hat, welche vorher kein Thema waren.
Mich nervt es auch das die Beschwerden verzögert kommen, sich von Tag zu Tag aufbauen und nur langsam wieder abflauen.
Interessenter Weise waren die ersten NAM Durchläufe noch nicht so problematisch aber mit jeder Einnahme hat sich das dann hochgeschaukelt.Ich habe auch keine Lust mehr meinen Alltag nach dem NAD+ Protokoll zu planen. Flox schränkt ja schon genug ein.

Bei den meisten hier scheint das ähnlich.

Deswegen nehm ich mitlerweile nur noch sehr kleine Mengen NAM (50mg) alle paar Tage und das was im b Komplex drin ist (15mg).



Anhand dessen und andere Erfahrungsberichte die sich ja anscheinend überschneiden.

Meine Frage an Krabiwi, da du ja am längsten an dem Protokoll dran bist :

Du hattest mal geschrieben, dass du bei Erhöhung von NAM wieder Körperstellen gefühlt hast, die du schon längst als abgetan gesehen hattest, dein Rücken und deine Füße wie ich mich erinnern kann. Könntest du jetzt im Verlauf eine Verbesserung genau dieser Körperstellen beobachten?


2. Sowohl ich als auch Hamburgerjunge sind quasi sehr zügig bei 1,8 NR angekommen und verspüren kaum noch Verschlechterung, haben wir deiner "Expertise" nach schon sehr früh einen großen Teil der kaputten Mitochondrien zerlegt und spüren deswegen kaum noch was?

Oder kann es auch einfach sein, dass der Körper gar nicht so viel NR auf einmal aufnehmen kann ? Und wir es sinnlos hochdosieren und der Körper es quasi 1zu1 wieder ausscheidet.

Da ich das Protkoll immer mit dem Fasten zusammen lege und quasi 40 h stunden lang nur wasser trinke, ist mir aufgefallen, dass bei den ersten Fasten ohne Protokoll mein Urin durchsichtig und klar war und im Anschluss mit dem Protokoll, sprich 1g Nr und höher dann gelb würde.

Nina
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22318

Beitragvon Nina » 06.07.2020, 11:38

Hallo an Alle,

ich wollte an dieser Stelle nochmal sagen, dass ich extrem langsam und vorsichtig hoch dosiere.
Bis jetzt hat mir das Protokoll auf jeden Fall schon Verbesserung gebracht.
Einige Symptome sind so gut wie weg und andere spüre ich ganz leicht während der Mitophagie, aber insgesamt ist es besser geworden.
Ich steigere jede Woche um 65 mg.(Niacinamid) Das scheint für mich eine gute Erhöhung zu sein. Die Tage stelle ich nochmal den genauen Verlauf ein.

@ Mitochondrien
Es tut mir leid, dass das Protokoll mittlerweile so schlimme Schübe bei dir auslöst.
Ich wünsche dir, dass es dir schnell wieder besser geht und dass du bald wieder fit genug bist um mit den Maßnahmen die du unten in deinem Text genannt hast weiter zu machen und dass du damit Erfolg haben wirst. Ich bewundere deinen Kampfgeist, dass wollte ich dir mal gesagt haben.
Ich gebe mir auch die größte Mühe diesen Drecks-Flox-Code zu knacken.

Liebe Grüße und weitere Genesung an Euch Alle
Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22320

Beitragvon Jens_86 » 06.07.2020, 11:48

Bestätigt für mich einfach wieder, dass es zu viele Parameter gibt die wir dabei noch nicht erkennen und kontrollieren können. Bei mir bringt es nach wie vor auch bei niedrigen Dosen nichts außer noch stärkere Nervenschmerzen. Lasse es also momentan sein.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

Mitochondrion
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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22325

Beitragvon Mitochondrion » 06.07.2020, 19:26

cf12 hat geschrieben:Hallo Mitochondrion,

wahrscheinlich schadet zu viel Mitophagie dem Körper (zu wenig Mitophagie auch). Ich war evtl. das erste Mitglied im Forum, das NR + Resveratrol in geringen Mengen eingenommen hat und nach ca. 2 Monaten ging es mir etwas besser.

Wir sollten die Dosis entsprechend den Angaben des Herstellers wählen und die Mitophagie für eine begrenzte Zeit praktizieren. :think:


Hey cf12. Die Herstellerangaben betreffend der Dosierung meines Produktes von LE sind 300mg NR täglich. Ich nehme/nahm maximal alle 7 Tage eine halbe Kapsel, liege damit also sogar weit unterhalb der Dosisangabe des Herstellers. NAM und reines NAD+ lösen bei mir das gleiche Phänomen aus. Du scheinst von dem Phänomen nicht betroffen zu sein, da Du täglich über einen langen Zeitraum 500mg NAM ohne Komplikationen konsumieren konntest.

Es bleibt ein Rätsel, warum ich in der Anfangszeit ohne Probleme 750mg NAM vertragen habe und mich dies heute "zerstören" würde und in einer Ganzkörper-Entzündung münden würde.

Das Forum scheint sich hier in mindestens drei Gruppierungen aufzuteilen.
1) Die "großen Gewinner / Profiteure" des Protokolls, die sehr früh begonnen haben und anfänglich im 600mg NR/NAM Bereich noch ausgeprägte Symptome wie Muskelschmerzen hatten und mittlerweile bei 1,8g NR/NAM kaum noch etwas merken und auch insgesamt bereits eine stark reduzierte Symptomatik des muskuloskelettalen Systems aufweisen. An deren Stelle würde ich weiter machen bis bei 2x2g NR/NAM keinerlei Symptome mehr auftreten, da der Kurs in eine richtige Richtung geht und ansonsten die Gefahr besteht, dass sich der Anteil der geschädigten mtDNA über Monate und Jahre aufgrund klonaler Expansion wieder vermehren kann. Je mehr Zeit man verstreichen lässt, desto schwieriger wird es wie man an meinem Beispiel (8 Jahre gefloxxt) sieht. Und ich war schon seit Jahren aus dem Schlimmsten raus und habe zum Teil wieder Intensivsport betrieben, bevor ich schließlich durch einen Metallchelator in den initialen Floxzustand (und sogar schlimmer) zurückversetzt wurde. Ob man noch von dysfunktionaler mtDNA betroffen ist, kann man einfach testen, indem man 2x2g NAM/NR nimmt.
2) Diejenigen die mühsam kleine Schritte in die richtige Richtung machen und definitiv mit der Zeit höher dosieren können und somit irgendwann bei einer Dosis, die zuvor noch eindeutige Symptome bereitet hat, zu 100% keine Symptome mehr entwickeln.
3) Leute wie matze und mich, die stärker werdende und lang anhaltenderer Schübe bekommen, bei mir sogar bei zunehmend niedrigerer NR/NAM Dosis. Vermutlich(?) aufgrund einer inflammatorischen Reaktion (Laktatbildung in Folge vermehrter Glykolyse) und zunehmender Überempfindlichkeit auf diese.

Für die Gruppe 3) wäre denkbar, dass Natriumdichloracetat (shiftet den Energiemetabolis der Zelle zu Oxphos, folglich weniger Laktatbildung/Entzündungsneigung im Gewebe in Folge der Mitophagie) und Beta-Alanin (neutralisiert Laktat direkt durch Bildung von L-Carnosin) den inflammatorischen Schub komplett neutralisieren könnten bzw. garnicht erst entstehen lassen würden. Unabhängig vom Protokoll sind beide Supplemente (Natriumdichloracetat und Beta-Alanin) aus meiner Sicht interessante Supplemente zur Behandlung von mitochondrialen Dysfunktionen und Floxbeschwerden.

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22326

Beitragvon mike217 » 06.07.2020, 20:14

Mitochondrion hat geschrieben:Für die Gruppe 3) wäre denkbar, dass Natriumdichloracetat (shiftet den Energiemetabolis der Zelle zu Oxphos, folglich weniger Laktatbildung/Entzündungsneigung im Gewebe in Folge der Mitophagie) und Beta-Alanin (neutralisiert Laktat direkt durch Bildung von L-Carnosin) den inflammatorischen Schub komplett neutralisieren könnten bzw. garnicht erst entstehen lassen würden. Unabhängig vom Protokoll sind beide Supplemente (Natriumdichloracetat und Beta-Alanin) aus meiner Sicht interessante Supplemente zur Behandlung von mitochondrialen Dysfunktionen und Floxbeschwerden.


Sorry, wenn ich halb-offtopic werde, aber das mit dem L-Carnosin finde ich interessant, da ich dieses aktuell auch nehme und zwar "Super Carnosine" von LE. Entweder dieses und/oder die Vibrationsplatte haben mir sehr bei den Neuropathien in den Füßen geholfen.
10x Levofloxacin (September 2019) Dosierung nicht mehr bekannt
4x Levofloxacin (0-1-0) 500MG (Dezember 2019)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22330

Beitragvon cf12 » 07.07.2020, 00:20

Hallo Mitochondrion,

das NAD+ Protokoll macht nach meinem Verständnis nur Sinn, wenn man es solange anwendet, bis wieder ein angepasstes Bewegungstraining möglich ist. In der Biochemie des menschlichen Körpers gibt es keinen "technischen Automatismus" und jeder Körper reagiert unterschiedlich. Die Epigenetik (Bewegung, Ernährung, Denken) hat häufig einen größeren Einfluss auf unsere Gesundheit, als evtl. genetische Dispositionen.

Vor dem NAD+ Protokoll und/oder Bewegungstraining sollten alle Mängel an Mikronährstoffen beseitigt werden (Vitamine/Spurenelemente, Aminosäuren). Beim Bewegungstraining wird die Mitophagie angeregt, sobald man die Belastungsgrenze erreicht. Die Mitos vermehren sich beim angepassten Bewegungstraining. Gute Besserung! :)

Viele Grüße

cf12

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22563

Beitragvon Krabiwi » 16.07.2020, 15:52

NAM erhöht nachweislich signifikant den NAD+ Spiegel. Ob man nun einen erhöhten NAD+ Spiegel für therapeutisch sinnvoll erachtet muss jeder für sich selbst entscheiden.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: NAD+ induzierte Mitophagie

#22575

Beitragvon cf12 » 16.07.2020, 16:57

Hallo Krabiwi,

hier kann ich nur zustimmen und ein evtl. Vitamin B3 Mangel sollte unbedingt beseitigt werden: z.B. Tryptophan, NA oder NAM. Mit dem Bewegungstraining kann man das NAD+/NADH Verhältnis verbessern und die Mitophagie wird gefördert. :)

Viele Grüße

cf12


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