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An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

EagleEyeC
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An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15878

Beitragvon EagleEyeC » 29.09.2019, 10:40

Guten Tag miteinander

Ich würde gerne eure Erfahrungen sammeln zu den klassischen Treppenübungen bei AS-Beschwerden.
Hat's geholfen? Hat's geschadet? Eure Meinung zählt.

Herzlich
EEC



Levoflox26
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15879

Beitragvon Levoflox26 » 29.09.2019, 11:25

Hallo Adlerauge,

mir hat es immer geholfen, weil ich nach den Übungen ein bisschen besser laufen konnte. Leider spielt mein Knie nicht mehr mit, ich kann das Bein gar nicht mehr strecken, es ist immer leicht angewinkelt und steif. Und natürlich schmerzt es auch. Deshalb bin ich dazu übergegangen nur noch im Liegen oder Sitzen zu dehnen - so weit das möglich ist.
Für mich sehe ich das Dehnen als sehr wichtig an. Gerade, weil ich nur noch wenige Meter gehen kann. Sonst wird alles noch unelastischer und spröde. So zumindest mein Gefühl.
Ich bräuchte längst eine Knieprothese, trau mich aber nicht an die OP. Hab das beim anderen Knie schon durch (vor Flox) und weiß, was da auf mich zu käme. Das ist in der Reha mit ganz viel Muskelaufbautraining verbunden. Ich erinnere mich an meinen ersten Tag: halten sie sich an der Stange fest und machen 3x20 Kniebeugen. Das war schon in gesundem Zustand, 7 Tage post OP, eine Herausforderung. :o Heute für mich unvorstellbar. Aber ohne OP komme ich auch keinen Schritt weiter, ich dreh mich im Kreis.

Wenn du das Gefühl hast, die Treppenübungen sind für dich hilfreich - machen! Mit der Zeit verkürzen sich sonst nicht nur die Sehnen, auch die Wadenmuskulatur wird kürzer. Wenn du aber merkst, die Sehnen sind nicht elastisch genug, dann besser im Liegen oder Sitzen. Hauptsache, sie bleiben in Bewegung. Alles natürlich mit Vorsicht, nichts übertreiben. Und vorher warm machen, Fußbad, Rotlicht, Massage...

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15880

Beitragvon Forscher » 29.09.2019, 11:38

Hallo Adlerauge,

kann mich Uschi nur anschließen. Habe das Gefühl dass sich die Sehnen bei mir rapide verkürzen wenn man nicht regelmäßig dehnt. Allerdings bin ich gerade mit Treppenübungen besonders vorsichtig, da ich damit meine Gehstrecke schnell verringern kann wenn ich zu viel mache.

lg Uwe
Ciprofloxacin, 5 Tage 2 x 500 mg, September 2018

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15884

Beitragvon EagleEyeC » 29.09.2019, 14:55

Danke für eure Antworten. Das mit dem vorher warm machen ist eine sehr gute Idee! Mit den Armen mache ich es ähnlich, zuerst Kneipp Wechselduschen, danach leichte Dehnübungen.

Gut ich denke ich wage mich an zwei Übungen heran:

1. statische Dehnübung der Waden (Bild)
2. leichte Dehnübungen an der Treppe, angefangen mit ganz wenigen (vielleicht 5 Wiederholungen 1x pro Tag)


Übrigens: https://www.liebscher-bracht.com/schmer ... llessehne/
Ist noch ein guter Artikel. Hauptaussage: Ursache für Achillessehnen-Beschwerden liegen hauptsächlich an verkürzter Wadenmuskulatur und verfilzten Faszien.

Ab nächste Woche gehe ich in die medizinische Massage. Vielleicht hilft auch das nochmals ein wenig.
Dateianhänge
Achillessehne_dehnen.jpg

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15885

Beitragvon XgelöschtX » 29.09.2019, 15:23

EEC, interessant, dass mit den verfilzten Faszien! Das ist der Grund warum ich zur Faszientherapie gehe, ich möchte der Sehnenproblematik an Beinen/ Füßen vorbeugen. Bei den Händen/ Armen erhoffe ich mir dadurch eine Besserung. Wenn da alles wieder entknotet und geglättet ist, dann scheinen Nährstoffversorgung und Abtransport wieder zu flutschen, was ja besonders bei den Sehnen wichtig ist, da sie keine eignen Kapillaren haben... so zumindest meine Information und Hoffnung. Ist aber nicht ganz unschmerzhaft.
LG, Otti

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15887

Beitragvon Levoflox26 » 29.09.2019, 17:35

Hauptaussage: Ursache für Achillessehnen-Beschwerden liegen hauptsächlich an verkürzter Wadenmuskulatur und verfilzten Faszien.


Das gilt, so denke ich, hauptsächlich für ansonsten gesunde Menschen. Aber bei uns dürften die typischen Flox Mechanismen an erster Stelle stehen.
Dr. Pieper schreibt in seinem OM Artikel zu den Ursachen:
artikel_dr_pieper_om.pdf
(10.78 MiB) 46-mal heruntergeladen
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15888

Beitragvon EagleEyeC » 29.09.2019, 17:43

Levoflox26 hat geschrieben:
Das gilt, so denke ich, hauptsächlich für ansonsten gesunde Menschen. Aber bei uns dürften die typischen Flox Mechanismen an erster Stelle stehen.
Dr. Pieper schreibt in seinem OM Artikel zu den Ursachen:
artikel_dr_pieper_om.pdf


Das denke ich auch, aber durch die Ruhigstellung kommt dann das obige Problem mit den verkürzten Waden noch hinzu. Ehe man sich versieht hat man dann doppelt gemoppelt: kaputte Sehnen und verkrampfte/verkürzte Muskulatur welche an den Sehnen noch zieht.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15890

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2019, 17:58

EagleEyeC hat geschrieben:Hauptaussage: Ursache für Achillessehnen-Beschwerden liegen hauptsächlich an verkürzter Wadenmuskulatur und verfilzten Faszien.


Achtung, dies bezieht sich auf physische Schäden der Kollagenmatrix. Bei Flox handelt es sich um chemische sowie genetische Schäden der Tendozyten, daher ist Belastung durch physisches Training solange die genetischen Schäden bestehen fragwürdig.

Einfach regelmäßig locker spazieren gehen, falls möglich, sollte genügen. Dehnübungen würde ich vermeiden, bin selbst mit meiner Strategie der absoluten Schonung und Pacing sehr gut gefahren.

MfG
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15891

Beitragvon Levoflox26 » 29.09.2019, 18:07

Ehe man sich versieht hat man dann doppelt gemoppelt: kaputte Sehnen und verkrampfte/verkürzte Muskulatur welche an den Sehnen noch zieht.


Ich wollte auch nur das Wort "ursächlich" von Liebscher/Bracht hervor heben.
Ja, da beißt sich die Katze in den Schwanz. So lange wir kein nötiges Kollagen in unsere Bindegewebe kriegen (egal ob Muskeln, Sehnen, Gefäßwände, Haut etc) doktern wir eigentlich nur an den Symptomen rum. Was sicher auch hilfreich ist, irgendwie muss man ja gucken, dass man den Alltag noch halbwegs gebacken kriegt.
Wichtig ist, die Belastung in Maßen zu halten und vorsichtig zu sein. Ich war im ersten Jahr noch regelmäßig im Fitness Studio und zur Physio (wusste da noch nicht von Flox). Die Physio wollte immer die Triggerpunkte bearbeiten. Aber meine Waden waren ein einziger großer Triggerpunkt. Geholfen hat es mir nicht, dafür unnötige Schmerzen bereitet. Genauso wie die Faszienmassagen der Waden. Heute frage ich mich, ob das überhaupt irgendeinen Sinn gemacht hat, wenn die Bindegewebe auf Grund fehlender Nährstoffe gar nicht regenerieren können?

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15906

Beitragvon EagleEyeC » 29.09.2019, 21:37

Krabiwi hat geschrieben:Achtung, dies bezieht sich auf physische Schäden der Kollagenmatrix. Bei Flox handelt es sich um chemische sowie genetische Schäden der Tendozyten, daher ist Belastung durch physisches Training solange die genetischen Schäden bestehen fragwürdig.


Das ist mir absolut bewusst. Ich denke nur, auch eine gesunde Sehne resp. ein gesunder Muskel verkümmert ohne genügend Belastung. Bei uns ist eher die Frage, wo ist die goldene Mitte. Ich würde für kein Geld der Welt jetzt auch nur 10m joggen.

Ich gehe nächste Woche einmal in die medizinische Massage. Vielleicht kann das die verkrampften Waden etwas entspannen ohne grössere Belastung wie beim Dehnen.

Krabiwi hat geschrieben:Einfach regelmäßig locker spazieren gehen, falls möglich, sollte genügen. Dehnübungen würde ich vermeiden, bin selbst mit meiner Strategie der absoluten Schonung und Pacing sehr gut gefahren.
MfG


Ab wann wurden deine Sehnen/Muskeln besser? Bei mir sind unterdessen auch die Gelenkschmerzen ganz verschwunden (vorher vereinzelt auftretend). Geblieben nach 4 Monaten sind lediglich Schmerzen resp. Schwäche der AS, Waden sowie des rechten Vorderarms (bei letztem helfen mir sehr leichte Dehnübungen in Kombination mit Kneipp Wechselduschen ein wenig, ich kann wieder kleinere Texte mit der Tastatur schreiben)

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15907

Beitragvon Krabiwi » 29.09.2019, 22:05

EagleEyeC hat geschrieben:Ich denke nur, auch eine gesunde Sehne resp. ein gesunder Muskel verkümmert ohne genügend Belastung.


Das Problem ist, dass ein Organ mit unterschiedlich stark geschädigten Zellen durchsetzt ist. Beansprucht man nun das Organ erhöht sich der oxidative Stress und man riskiert eine Schädigung der noch gesunden Nachbarzellen. Die Verkümmerung sollte man hinnehmen, lässt sich später alles wieder problemlos aufbauen wenn die gesunden Zellen und Mt wieder das Organ dominieren. Bin z.B. rund 8 Monate nicht mehr als 200-500 Schritte täglich gelaufen. Klar hat hier auch vor allem die Beinmuskulatur noch weiter abgenommen, aber die kommt wieder zurück. Das könnte man theoretisch auch mit Steroiden beschleunigen, werden ja teilweise bei Muskelschwächen kurzzeitig zur Regeneration verschrieben. Ich verzichte darauf, die Muskulatur kommt jeden Monat ein Stück mehr mittels Pacing zurück fast als ob nie etwas gewesen wäre, der einzige Grund warum ich mir nicht schon 70kg (vor Flox Niveau) auf die Bank packe sind die Sehnen, die sich bei Belastung noch etwas spröde anfühlen. Vorsicht sowie Geduld sind mein Motto.


EagleEyeC hat geschrieben:Ab wann wurden deine Sehnen/Muskeln besser? Bei mir sind unterdessen auch die Gelenkschmerzen ganz verschwunden (vorher vereinzelt auftretend). Geblieben nach 4 Monaten sind lediglich Schmerzen resp. Schwäche der AS, Waden sowie des rechten Vorderarms (bei letztem helfen mir sehr leichte Dehnübungen in Kombination mit Kneipp Wechselduschen ein wenig, ich kann wieder kleinere Texte mit der Tastatur schreiben)


Glückwunsch zum Fortschritt!
Meine Sehnenbeschwerden waren am ganzen Körper und in den Gelenken in mäßiger Intensität und schwerer Intensität in den Knie vorhanden. Die Kiefersehne hat beim Kauen geknackt, von größeren AS-Problemen blieb ich glücklicherweise verschont. Hab aber wie gesagt für 8 Monate maximal geschont, meine Beine waren nur noch ein Strich, sah schlimm aus. Ab Monat 6 verschwanden die Knacksymptome immer mehr jeden Monat. Heute 18 Monate postflox knacken nur noch die Fußgelenke sporadisch. Knie sind nach größerer Belastung etwas steif aber schmerzlos, insgesamt kennen die Beschwerden nur eine Richtung, langsame aber stetige Genesung.

MfG
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15911

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 07:39

Krabiwi hat geschrieben:
Das Problem ist, dass ein Organ mit unterschiedlich stark geschädigten Zellen durchsetzt ist. Beansprucht man nun das Organ erhöht sich der oxidative Stress und man riskiert eine Schädigung der noch gesunden Nachbarzellen. Die Verkümmerung sollte man hinnehmen, lässt sich später alles wieder problemlos aufbauen wenn die gesunden Zellen und Mt wieder das Organ dominieren. Bin z.B. rund 8 Monate nicht mehr als 200-500 Schritte täglich gelaufen. Klar hat hier auch vor allem die Beinmuskulatur noch weiter abgenommen, aber die kommt wieder zurück. Das könnte man theoretisch auch mit Steroiden beschleunigen, werden ja teilweise bei Muskelschwächen kurzzeitig zur Regeneration verschrieben. Ich verzichte darauf, die Muskulatur kommt jeden Monat ein Stück mehr mittels Pacing zurück fast als ob nie etwas gewesen wäre, der einzige Grund warum ich mir nicht schon 70kg (vor Flox Niveau) auf die Bank packe sind die Sehnen, die sich bei Belastung noch etwas spröde anfühlen. Vorsicht sowie Geduld sind mein Motto.


Guten Morgen
Das hast du echt verdammt gut gemacht. Ich verzweifel schon an meinem Ziel unter 4000 pro Tag zu bleiben, habe diesen Monat wieder 4500 pro Tag gemacht. Wie hast du das hingekriegt? Warst du 8 Monate praktisch zu Hause geblieben?

Dein Therapieansatz macht absolut Sinn, jedoch nur unter der Prämisse, dass sich die Sehnen erholen. Geschieht dies nicht/kaum, hat man dann ein doppeltes Problem. Aber klar, eigentlich sollte das - z.T. utopische - Ziel sein sich komplett zu erholen.
Auf die Roids würde ich auch verzichten.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15912

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 07:45

Krabiwi hat geschrieben:
Glückwunsch zum Fortschritt!
Meine Sehnenbeschwerden waren am ganzen Körper und in den Gelenken in mäßiger Intensität und schwerer Intensität in den Knie vorhanden. Die Kiefersehne hat beim Kauen geknackt, von größeren AS-Problemen blieb ich glücklicherweise verschont. Hab aber wie gesagt für 8 Monate maximal geschont, meine Beine waren nur noch ein Strich, sah schlimm aus. Ab Monat 6 verschwanden die Knacksymptome immer mehr jeden Monat. Heute 18 Monate postflox knacken nur noch die Fußgelenke sporadisch. Knie sind nach größerer Belastung etwas steif aber schmerzlos, insgesamt kennen die Beschwerden nur eine Richtung, langsame aber stetige Genesung.

MfG


Danke. Und Danke für dein Feedback. Evtl. versuche ich mich nochmals ein wenig mehr anzustrengen. Ich dachte immer Geduld wäre einer meiner Stärken, aber Flox ist da ein anderes Niveau. Im Floxreport steht auch, dass sedentary Personen weniger Sehnenproblemen hatten und früher wieder fit waren. Jedoch als Gegensatz dazu auf Floxiehope, wo viele versucht haben so aktiv wie möglich zu sein.

Vielleicht ist also eine erneute Entscheidung fällig für den Oktober: nochmals versuchen die körperliche Aktivität der Beine UND Arme zu reduzieren und trotzdem so aktiv wie möglich zu sein - halt mit Tätigkeiten, welche weniger belastend sind und unnötige Bewegung zu vermeiden.

Herzlich
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15917

Beitragvon Krabiwi » 30.09.2019, 10:36

Diese "maximale Bewegung" das man hier und da liest ist höchst individuell je nach Schaden und wird daher oft missverstanden, das ist nicht zu verwechseln mit Sport bis über die Leistungsgrenze, sondern gemeint ist vorsichtiges Pacing. Meine paar hundert Schritte täglich und morgens im Bett mit Armen und Beinen rudern waren die maximale Bewegung bevor Schmerzen anfingen und sobald Schmerzen einsetzen entstehen weitere Schäden. Schmerz ist ein Signal des Körper und heißt Stopp, sofort damit aufhören schädigt mich. Ich konnte die ersten 3 Monate nicht ohne Krücken stehen ohne Angst haben zu müssen, dass diese auseinander reißen, da waren dann 100 Schritte laufen ohne Krücke ein Fortschritt.

Bei Floxiehope sind die zügigen Berichte nach einer schweren ANfangsreaktion ebenfalls mit Schonung, welche Floxiehope berichte meinst du konkret?

Die muss ich mir genau anschauen.

MfG
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15918

Beitragvon der_matze » 30.09.2019, 12:48

Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen, zuumindest bei mir bringen moderate Übungen definitiv was.
Ich mach auch so leichte Dehnübungen wie in dem Bild von dir. Ganz langsam reindehnen ohne an den Schmerzpunkt zu gehen.

Treppenübung mach ich in der Form nicht. Ich stell mich da z.b. vor eine Komode und drücke mich an der auf die Zehenspitzen nach oben und halte die Position für ca. 3 sek. Das ganze mit ca 10 Wiederholungen. Je nach dem wie gut am sich fühlt 2-3 am Tag.
An der Komdode deswegen weil man sich da etwas mit den Armen abstützen kann wenn die Beine noch schwach sind.
Man muss halt den Punkt der maximalen "guten" Belastung finden ohne das man Schmerzen dabei hat.

Meine AS Probleme sind viieeeelll besser geworden, Probleme liegen eher noch in der Wadenmuskulatur wobei das wöchentlich besser wird. Interessanter Weise auch seitdem ich meine NEM Strategie etwas verändert habe.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15920

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 13:45

Krabiwi hat geschrieben:
Bei Floxiehope sind die zügigen Berichte nach einer schweren ANfangsreaktion ebenfalls mit Schonung, welche Floxiehope berichte meinst du konkret?

Die muss ich mir genau anschauen.

MfG


Hier mal ein Anfang, bin nicht fertig. Muss aber gleich wieder los:
Lisa’s Story
https://floxiehope.com/lisas-recovery-s ... -toxicity/
8. Swim. My tendons and muscles feel significantly better when I’m in the water, and for several hours after I finish swimming. Swimming in the ocean feels especially therapeutic. There are so many minerals and trace nutrients in the ocean, I surmise that they’re helpful for healing. Unfortunately, I don’t live near the sea, so I swim in a pool. I feel better when I do so.
9. Pilates. I started doing Pilates about 7 months post-floxing. Pilates strengthens the core, something that is generally important, and gently stretches muscles, tendons and ligaments, something that is particularly important for Floxies. I started slowly and gently and didn’t push my tendons, muscles or ligaments too much. I feel that gently stretching helped my tendons, muscles and ligaments to heal and return to (close to) their pre-floxing capacity. Take it easy though.

Elisa’s Story
https://floxiehope.com/elisas-story-rec ... -toxicity/
– Physical therapy. I had ultrasound early – don’t know if that helped or not – and then at around 4 months I had myofascial release by a physical therapist that understood nerve issues. It helped A LOT. I highly recommend it when your body is ready.
– Everyone says this and I have to echo it. Be as active as you can. Start in tiny amounts. Move, work your way up. Exercise will help heal you.

Brien’s Story
https://floxiehope.com/brieans-recovery ... -toxicity/
After about two months of being bedridden, Briean was able to get out of bed and begin to recover. Her recovery process included the following:
Physical Therapy. Briean described her Physical Therapy as “instrumental” to her healing.
1. Supplements. Glucosamine supplementation helped her significantly. She takes other supplements as well but doesn’t notice as much of a difference.
2. Changed diet. Briean cut gluten, dairy, alcohol, junk food and meat out of her diet. Because she has Celiac Disease, cutting gluten out of her diet was crucial for her healing.
3. Lots of rest. Briean slept a lot. Her body was able to recover while she was sleeping.
4. Moving as much as possible. Briean tried to be as active as possible. Her ability to be active improved as she continually tried.
5. Sunshine. Briean tried to sit outside whenever possible. Though her skin was very sensitive to the sun, being outside in fresh air and sunshine was therapeutic.

Sharon’s Recovery Story
https://floxiehope.com/sharons-recovery ... -toxicity/
The thing that helped in my recovery the most was simply the passage of time. I also maintained a positive attitude and never stopped believing that I would heal. There were no magic pills or quick fixes. I didn’t wait around to get better – I just kept living my life, despite the pain. I worked with pain, cleaned my house in pain, did laundry in pain, played with my son in pain, etc. I kept pushing myself to get out of bed every morning, no matter how much it hurt. I really believe this is why I recovered. I refused to be a victim.

Jame’s Story
https://floxiehope.com/james-recovery-s ... -toxicity/
A few other things that helped were: An absolute resolve never to give up, even when I was hospitalized. I also refused to stop working, to stop driving, even when I messed up my ankle. I limped around my warehouse like a gimp for weeks. I used cruise control on my car to avoid having to press the pedals too much. But I absolutely refused to let this thing ruin me. I woke up at 5 a.m. and put in 12 hour days at work. Fake it til you make it. I made it. An important decision I made was also to stop blaming FQ’s for everything wrong in my life. Yes, they screwed me up majorly, but I had to stop living in fear of everyday life, of antibiotics in food, of fluoride in water, of chemicals in shampoo, etc…
Laura’s Story
https://floxiehope.com/lauras-recovery- ... -toxicity/
What has helped the most?
1. magnesium
2. good diet – mainly vegetarian now except when I trust sources of beef – no more chicken or turkey for me. I eat tuna, organic eggs, yogurt, milk, cheese with no problem.
I know that food with antibiotics will cause symptoms (used to think it might just be in my head). I was on a cruise a couple years ago and I was told that all the fish was wild caught. I ate a fish dinner and that night I had the muscle twitches in my legs and the burning feet and anxiety. I thought it was just the trip. The next day the Food Service Manager came to find me to let me know that all of the fish was farmed.
I am currently on a no sugar, gluten free, alcohol free, dairy free diet as a cleanse; I do this every once in awhile.
3. yoga (when I was ready)
4. exercise – walking and elyptical at the gym
At two years out I felt I was at about 75% recovered. I could do most everything I did before I was floxed. Cycles usually lasted 1-3 weeks with unknown cause. At four years out I felt I was 90% recovered and now at 7 years out I feel that I am 95% recovered. In fact, I had about 6 months with no symptoms whatsoever, except lingering shoulder tendonitis. But then, about a month ago I started a cycle of burning feet and tingling in my legs; it’s not that bad so I just ignore it. About 1 month ago had success doing light upper body weight again. I had tried several times during the past few years but always ended up with tendonitis.
I am hopeful that each of you will find some sort of recovery, and that many of you will find substantial recovery. It does take time. Don’t give up hope!
Jayne’s Story
https://floxiehope.com/jaynes-recovery- ... -toxicity/
What worked for me:
1. Physical therapy. I had to start over a couple of times and I did have setbacks. But I kept going. Ultrasound therapy was the closest thing to a miracle for me. I could feel the difference in my tendons immediately.
2. REST. REST. REST. I hated hearing this. I was a runner. We don’t rest. But rest helped tremendously, just as it does when we have the flu. Sleep as much as you can and need to.
3. Custom orthotics and night braces from the podiatrist. Expensive but worth it. I still need insane amounts of arch support. I’m sorry that flats are popular now, because wearing them even to the mailbox would hurt. I still have to wear hiking or running shoes with lots of support much of the time. Cute shoes are generally not possible for me, though I do still wear my boots on occasion.

Crystal’s Story
https://floxiehope.com/crystal-recovery ... -toxicity/
I stretch every single day, every part of my body. It is worth the extra time it takes me every morning. It has been so helpful, even if I have pain in an area, I stretch it, though gently.

Bill’s Story
https://floxiehope.com/bills-recovery-s ... e-effects/
It should probably go without saying, but I avoided all exercise. Not that it was hard to avoid. I was in a lot of pain, pretty much constantly. Moving was not a temptation. All in all, when I wasn’t sleeping, I was resting and trying to avoid any kind of stress. It was not easy on the people around me.
Gen’s Story
https://floxiehope.com/gens-story-cipro ... -toxicity/
The following things were helpful to me:
1. Physical therapy using myofacial release and water therapy. I have a PT who is in her 70’s and has styled her own form of PT based on holistic knowledge of the body. She got me in the water and used gentle myofacial techniques to help relieve the pain and encourage my body to heal. Even at her age, she had never seen anyone who had been floxed.

Ruth’s story
https://floxiehope.com/ruths-story-cipro-toxicity/
*Most symptoms relieved by being physically active, aggravated by sedentary activities, especially those involving concentration such as reading or writing.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15921

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 13:46

der_matze hat geschrieben:Meine AS Probleme sind viieeeelll besser geworden, Probleme liegen eher noch in der Wadenmuskulatur wobei das wöchentlich besser wird. Interessanter Weise auch seitdem ich meine NEM Strategie etwas verändert habe.


Was hast du verändert? Ich merke eine positive Veränderung für die Wadenmuskulatur durch 3x1000mg Taurin pro Tag, wäre evtl. ein Versuch wert.

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15922

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 13:47

Also ich hab heute schon die Quittung für das Dehnen gestern. Massiv mehr Schmerzen in den Waden.
Glaube ich lass Sport & Dehnung noch einmal ein paar Monate weg

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15925

Beitragvon der_matze » 30.09.2019, 14:00

EagleEyeC hat geschrieben:
der_matze hat geschrieben:Meine AS Probleme sind viieeeelll besser geworden, Probleme liegen eher noch in der Wadenmuskulatur wobei das wöchentlich besser wird. Interessanter Weise auch seitdem ich meine NEM Strategie etwas verändert habe.


Was hast du verändert? Ich merke eine positive Veränderung für die Wadenmuskulatur durch 3x1000mg Taurin pro Tag, wäre evtl. ein Versuch wert.


Nehme seit paar Wochen das Aportha Resist (das Thema hatten wir in einem anderen Thread), zusätzlich MSM Komplex.
Hab außerdem von Magnesium Citrat auf Glycinat gewechselt bzw. nehm auf den Tag verteilt 2x100g citrat und 4x100g Glycinat.
Warum? Das Citrat war von Anfang an nicht so gut für meine Verdauung (Glycinat ist da ja schonender).
Außerdem hat ich ja auch so Muskelzuckungen z.b. im Oberschenkel und im Zeigefinger. Dazu noch Muskelkrämpfe in der Wade.
Da Glycinat gut für die Nerven ist hab ich einfach mal darauf spekuliert das es evtl bei vorhandenen Nervenschäden helfen könnte. Zusammen mit Keltican forte sind die Zuckungen verschwunden und auch die Wadenkrämpfe deutlich besser geworden.

Levoflox26
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15926

Beitragvon Levoflox26 » 30.09.2019, 14:05

@Matze

Ich stell mich da z.b. vor eine Komode und drücke mich an der auf die Zehenspitzen nach oben und halte die Position für ca. 3 sek. Das ganze mit ca 10 Wiederholungen.


Jetzt steh ich glaub auf dem Schlauch. Was dehnst du damit?
Die Treppenübung dehnt z.B. die Achillessehnen, indem man mit den Vorderfüßen auf der Stufe steht und den hinteren Fuß nach unten "absinken" lässt. Man merkt dabei, dass es in den A. Sehnen zieht.

Komme übrigens gerade vom Orthopäden, auf Grund stärker gewordener Wadenmuskelschmerzen rechts. Diagnose: Muskelfaserriss M. gastrocnemius
Es hört einfach nicht auf, im März die Schultersehnen, jetzt dieser Wadenmuskel...am 16.10. sind es 3 Jahre, seit der symptomatischen Levoeinnahme. :roll:

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

der_matze
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15927

Beitragvon der_matze » 30.09.2019, 14:21

Levoflox26 hat geschrieben:@Matze

Ich stell mich da z.b. vor eine Komode und drücke mich an der auf die Zehenspitzen nach oben und halte die Position für ca. 3 sek. Das ganze mit ca 10 Wiederholungen.


Jetzt steh ich glaub auf dem Schlauch. Was dehnst du damit?
Die Treppenübung dehnt z.B. die Achillessehnen, indem man mit den Vorderfüßen auf der Stufe steht und den hinteren Fuß nach unten "absinken" lässt. Man merkt dabei, dass es in den A. Sehnen zieht.

Komme übrigens gerade vom Orthopäden, auf Grund stärker gewordener Wadenmuskelschmerzen rechts. Diagnose: Muskelfaserriss M. gastrocnemius
Es hört einfach nicht auf, im März die Schultersehnen, jetzt dieser Wadenmuskel...am 16.10. sind es 3 Jahre, seit der symptomatischen Levoeinnahme. :roll:


Dehnen tut man mit der Übung nichts. Aber damit kann man auch die AS und die Wadenmuskulatur stärken ohne sie gleich zu überfordern. Dehnen würde ich nur wie ich schon gesagt hatte bzw auf dem Bild von EagleEyeC. Bin da auch der Meinung das richtige Treppenübungen grad am Anfang zuviel des Guten ist. Da ist die Belastung für die AS und Wadenmuskulatur sehr hoch.

Levoflox26
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15929

Beitragvon Levoflox26 » 30.09.2019, 14:56

@Matze
Vielen Dank für deine Antwort, jetzt ist mir klar worum es dir bei der Übung geht. Merci.

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
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Krabiwi
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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15931

Beitragvon Krabiwi » 30.09.2019, 15:31

Danke für den ausführlichen Beitrag, dann lass uns mal die Berichte analysieren.

EagleEyeC hat geschrieben:
Hier mal ein Anfang, bin nicht fertig. Muss aber gleich wieder los:
Lisa’s Story
https://floxiehope.com/lisas-recovery-s ... -toxicity/
8. Swim. My tendons and muscles feel significantly better when I’m in the water, and for several hours after I finish swimming. Swimming in the ocean feels especially therapeutic. There are so many minerals and trace nutrients in the ocean, I surmise that they’re helpful for healing. Unfortunately, I don’t live near the sea, so I swim in a pool. I feel better when I do so.
9. Pilates. I started doing Pilates about 7 months post-floxing. Pilates strengthens the core, something that is generally important, and gently stretches muscles, tendons and ligaments, something that is particularly important for Floxies. I started slowly and gently and didn’t push my tendons, muscles or ligaments too much. I feel that gently stretching helped my tendons, muscles and ligaments to heal and return to (close to) their pre-floxing capacity. Take it easy though.


Die Gretchenfrage ist wann sie damit begann, ich bezweifle dass sie die ersten 6 Monate etwas sportliches tat. Das ockere Pilates begann auch erst 7 Monaten postflox und ebenfalls mit vorsichtigem Pacing, was sie betont: " I started slowly and gently and didn’t push my tendons, muscles or ligaments too much." Später mit zunehmender Besserung, war dann auch Schwimmen möglich, mittlerweile wandert sie auch wieder stundenlang.

Man muss immer bedenken Flox-Verläufe sind nicht statisch, wir haben grob 3 Phasen, eine oxidative in der die mtDNA beschädigt wird, eine Plateau-Phase in der es einem konstant schlecht geht es aber zumindest nicht mehr schlimmer wird und eine Phase in der die Symptome langsam abnehmen. Vor der dritten Phase würde ich gar nicht erst mit Pacing beginnen.


Elisa’s Story
https://floxiehope.com/elisas-story-rec ... -toxicity/
– Physical therapy. I had ultrasound early – don’t know if that helped or not – and then at around 4 months I had myofascial release by a physical therapist that understood nerve issues. It helped A LOT. I highly recommend it when your body is ready.
– Everyone says this and I have to echo it. Be as active as you can. Start in tiny amounts. Move, work your way up. Exercise will help heal you.


"I highly recommend it when your body is ready. Be as active as you can. Start in tiny amounts. Move, work your way up." Auch wieder Pacing, bitte nicht nur die Sätze "soviel machen wie möglich" fixieren, das ist schädlich. "Maximale Bewegung" hieße soviel wie bis man ausgepowered ist was natürlich schädlich ist, deswegen bin ich kein Freund dieser Wortwahl, da man diese misinterpretieren kann. Gemeint ist immer Pacing, sprich vorsichtige und angepasste Bewegung, auch wenn viele sich hier umständlich ausdrücken.

Brien’s Story
https://floxiehope.com/brieans-recovery ... -toxicity/
After about two months of being bedridden, Briean was able to get out of bed and begin to recover. Her recovery process included the following:
Physical Therapy. Briean described her Physical Therapy as “instrumental” to her healing.
1. Supplements. Glucosamine supplementation helped her significantly. She takes other supplements as well but doesn’t notice as much of a difference.
2. Changed diet. Briean cut gluten, dairy, alcohol, junk food and meat out of her diet. Because she has Celiac Disease, cutting gluten out of her diet was crucial for her healing.
3. Lots of rest. Briean slept a lot. Her body was able to recover while she was sleeping.
4. Moving as much as possible. Briean tried to be as active as possible. Her ability to be active improved as she continually tried.
5. Sunshine. Briean tried to sit outside whenever possible. Though her skin was very sensitive to the sun, being outside in fresh air and sunshine was therapeutic.



Zwei ganze Monate im Bett verbracht, sie hat sich somit sogar noch mehr geschont als ich.

"4. Moving as much as possible. Briean tried to be as active as possible. Her ability to be active improved as she continually tried." Auch nicht zu verwechseln mit Sport, sondern angepasste Bewegung.

Sharon’s Recovery Story
https://floxiehope.com/sharons-recovery ... -toxicity/
The thing that helped in my recovery the most was simply the passage of time. I also maintained a positive attitude and never stopped believing that I would heal. There were no magic pills or quick fixes. I didn’t wait around to get better – I just kept living my life, despite the pain. I worked with pain, cleaned my house in pain, did laundry in pain, played with my son in pain, etc. I kept pushing myself to get out of bed every morning, no matter how much it hurt. I really believe this is why I recovered. I refused to be a victim.


Eine mittlere Floxung, da nach eigener Angabe ab Monat 22 vollständig geheilt ohne weitere Maßnahmen.
"I really believe this is why I recovered." Das glaubt sie, ich weiß es ist der normale mittlere Verlauf nach Floxreport. Bei schweren Floxungen ist nichts mit normal weiter machen, denn es sind nicht nur Schmerzen, sondern da reißen bei Überlastung Sehnen, Gelenke und Muskeln.


Jame’s Story
https://floxiehope.com/james-recovery-s ... -toxicity/
A few other things that helped were: An absolute resolve never to give up, even when I was hospitalized. I also refused to stop working, to stop driving, even when I messed up my ankle. I limped around my warehouse like a gimp for weeks. I used cruise control on my car to avoid having to press the pedals too much. But I absolutely refused to let this thing ruin me. I woke up at 5 a.m. and put in 12 hour days at work. Fake it til you make it. I made it. An important decision I made was also to stop blaming FQ’s for everything wrong in my life. Yes, they screwed me up majorly, but I had to stop living in fear of everyday life, of antibiotics in food, of fluoride in water, of chemicals in shampoo, etc…


Nach 4 Monaten geheilt, somit nur eine leichte Reaktion ohne größere mtDNA-Schäden.

Laura’s Story
https://floxiehope.com/lauras-recovery- ... -toxicity/
What has helped the most?
1. magnesium
2. good diet – mainly vegetarian now except when I trust sources of beef – no more chicken or turkey for me. I eat tuna, organic eggs, yogurt, milk, cheese with no problem.
I know that food with antibiotics will cause symptoms (used to think it might just be in my head). I was on a cruise a couple years ago and I was told that all the fish was wild caught. I ate a fish dinner and that night I had the muscle twitches in my legs and the burning feet and anxiety. I thought it was just the trip. The next day the Food Service Manager came to find me to let me know that all of the fish was farmed.
I am currently on a no sugar, gluten free, alcohol free, dairy free diet as a cleanse; I do this every once in awhile.
3. yoga (when I was ready)
4. exercise – walking and elyptical at the gym
At two years out I felt I was at about 75% recovered. I could do most everything I did before I was floxed. Cycles usually lasted 1-3 weeks with unknown cause. At four years out I felt I was 90% recovered and now at 7 years out I feel that I am 95% recovered. In fact, I had about 6 months with no symptoms whatsoever, except lingering shoulder tendonitis. But then, about a month ago I started a cycle of burning feet and tingling in my legs; it’s not that bad so I just ignore it. About 1 month ago had success doing light upper body weight again. I had tried several times during the past few years but always ended up with tendonitis.
I am hopeful that each of you will find some sort of recovery, and that many of you will find substantial recovery. It does take time. Don’t give up hope!


Ohne genaue Angaben wann sie mit den Übungen begann. Walking ist insgesamt locker, das geht auch wieder Richtung Pacing.

Jayne’s Story
https://floxiehope.com/jaynes-recovery- ... -toxicity/
What worked for me:
1. Physical therapy. I had to start over a couple of times and I did have setbacks. But I kept going. Ultrasound therapy was the closest thing to a miracle for me. I could feel the difference in my tendons immediately.
2. REST. REST. REST. I hated hearing this. I was a runner. We don’t rest. But rest helped tremendously, just as it does when we have the flu. Sleep as much as you can and need to.
3. Custom orthotics and night braces from the podiatrist. Expensive but worth it. I still need insane amounts of arch support. I’m sorry that flats are popular now, because wearing them even to the mailbox would hurt. I still have to wear hiking or running shoes with lots of support much of the time. Cute shoes are generally not possible for me, though I do still wear my boots on occasion.


Die Betonung liegt auf REST, also Schonung und Ruhe. Später dann auch hier mehrere Rückschläge (setbacks) bei physischer Therapie.

Crystal’s Story
https://floxiehope.com/crystal-recovery ... -toxicity/
I stretch every single day, every part of my body. It is worth the extra time it takes me every morning. It has been so helpful, even if I have pain in an area, I stretch it, though gently.


10 Wochen postflox bereits geheilt und somit nur eine leichte Reaktion.

Bill’s Story
https://floxiehope.com/bills-recovery-s ... e-effects/
It should probably go without saying, but I avoided all exercise. Not that it was hard to avoid. I was in a lot of pain, pretty much constantly. Moving was not a temptation. All in all, when I wasn’t sleeping, I was resting and trying to avoid any kind of stress. It was not easy on the people around me.


Er praktizierte konsequente Schonung.

Gen’s Story
https://floxiehope.com/gens-story-cipro ... -toxicity/
The following things were helpful to me:
1. Physical therapy using myofacial release and water therapy. I have a PT who is in her 70’s and has styled her own form of PT based on holistic knowledge of the body. She got me in the water and used gentle myofacial techniques to help relieve the pain and encourage my body to heal. Even at her age, she had never seen anyone who had been floxed.


Er schrieb den Genesungsbericht bereits 8 Monate post Flox, also ebenfalls nur eine maximal mittlere Floxung.

Ruth’s story
https://floxiehope.com/ruths-story-cipro-toxicity/
*Most symptoms relieved by being physically active, aggravated by sedentary activities, especially those involving concentration such as reading or writing.


Zu wenige Infos, auch hier ist der Zeitpunkt relevant. Kurzfristige Linderung ist keine Genesung, im Gegenteil, durch die erhöhte ATP-Produktion kann man sich durchaus kurzfristig besser fühlen, jedoch wegen dem erhöhten ROS sind die langfristigen Auswirkungen fraglich.


Fazit

Die Biochemie dahinter: für Bewegung (Muskelkontraktionen, Herzschlag) wird ATP benötigt, wenn der ATP-Bedarf steigt muss die OXPHOS mehr Arbeit verrichten um den Bedarf zu decken, dabei entsteht mehr schädlicher ROS, der ohnehin bereits bei vorhandenen mtDNA-Schäden u. Mt-Alterung ein Problem ist.

"Maximale Bewegung" ist daher die falsche Wortwahl, diese suggeriert man solle seine Leistungsgrenze (das Maximum) ausreizen. Das ist nachweislich schädlich wegen der ROS-Problematik. Die bessere Wortwahl ist vorsichtige an die individuelle Situation "angepasste Bewegung" bzw. Pacing im schmerzfreien Bereich, das ist definitiv förderlich.
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: An alle Sehnenbetroffenen: Klassische Treppenübung bei AS-Tendinopathie Ja oder Nein?

#15936

Beitragvon EagleEyeC » 30.09.2019, 17:28

Krabiwi hat geschrieben:Die Gretchenfrage ist wann sie damit begann, ich bezweifle dass sie die ersten 6 Monate etwas sportliches tat. Das ockere Pilates begann auch erst 7 Monaten postflox und ebenfalls mit vorsichtigem Pacing, was sie betont: " I started slowly and gently and didn’t push my tendons, muscles or ligaments too much." Später mit zunehmender Besserung, war dann auch Schwimmen möglich, mittlerweile wandert sie auch wieder stundenlang.

Man muss immer bedenken Flox-Verläufe sind nicht statisch, wir haben grob 3 Phasen, eine oxidative in der die mtDNA beschädigt wird, eine Plateau-Phase in der es einem konstant schlecht geht es aber zumindest nicht mehr schlimmer wird und eine Phase in der die Symptome langsam abnehmen. Vor der dritten Phase würde ich gar nicht erst mit Pacing beginnen.


Hallo Krabiwi
Dank für deine Antwort. Ich denke das was du oben geschrieben das bringt es auf den Punkt.
Ich denke auch ich werde nochmals ein paar Monate mehr warten und erst bei merkbar Besserung die Belastung erhöhen.


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