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Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

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Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16052

Beitragvon EagleEyeC » 04.10.2019, 12:24

HInweis für alle, die sich ACP/PRP überlegen:
ACP und PRP sollte nicht direkt in die AS gespritzt werden sondern in den Kager Fettkörper. Ansonsten riskiert man, die Elastizität der AS weiter zu reduzieren und sich langfristig mehr zu schädigen als zu helfen
.

Hinweis auf Wunsch des Thread-Erstellers am 14.09.2021 eingefügt!

Hallo zusammen

Ich habe gesehen in dem Thread über den gefloxten Dr. aus der USA habt ihr bereits über PRP gesprochen.

Hat jemand von euch bereits Erfahrungen gemacht mit PRP bei Sehnen-Beschwerden?

Der Arzt, bei welchem ich jede Woche eine Infusion (600mg GSH, 7500mg Vitamin C, Selen, Magnesium) bekomme, hat mir nun als nächstes PRP vorgeschlagen für meinen Arm (Epicondylitis medialis + lateralis) sowie für die Achillessehnen. Da ich einen guten Teil über die Krankenkasse abrechnen kann (wie bei Infusionen auch), wäre es auch nicht allzu teuer (werde wohl noch ca. 150 SFr. Pro Session bezahlen müssen).

Grundsätzlich ist mir das Prinzip von PRP recht sympathisch, da es etwas körpereigenes ist und bei sehr vielen Athleten bereits angewendet wird im Bereich von Sehnen + Bänder.



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Re: Erfahrungen mit PRP

#16666

Beitragvon EagleEyeC » 25.10.2019, 11:48

Ich führe hier nun mal den PRP Thread weiter.

Heute hatte ich die erste Behandlung. 3 Injektionen in die linke AS, 1 noch in den Wadenmuskel selber.
Wie erwartet schon schmerzhaft. In 3-4 Wochen sollte eine Verbesserung merkbar sein. Ich melde mich erneut.

Kosten 160 SFr., falls jemand die Adresse vom Arzt möchte gerne PN

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Re: Erfahrungen mit PRP

#16668

Beitragvon Levoflox26 » 25.10.2019, 11:59

Hallo Adlerauge,

autsch, das tut sicher heftig weh. Spritzt er direkt in oder an die Sehne?
Danke, dass du uns berichtest.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Erfahrungen mit PRP

#16673

Beitragvon EagleEyeC » 25.10.2019, 13:47

Levoflox26 hat geschrieben:Hallo Adlerauge,

autsch, das tut sicher heftig weh. Spritzt er direkt in oder an die Sehne?
Danke, dass du uns berichtest.

lg uschi


In die Sehne. Es ging von den Schmerzen her während dem Stechen. Jetzt lieg ich aber im Bett.
Normalerweise wird vorher Lidocain oder ein anderes Lokalanästhetikum gespritzt. Mein Arzt ist aber eher auf der alternativen Schiene und verwendet wenn dann nur Procain (darüber wurde auch bereits im Forum diskutiert).

Er benutzt PRP selber sehr häufig. Es war eine Assistentin dabei. Kamen auch nochmals aufs Thema Fluorchinolone. Ich zitier ihn mal: "Diese Antibiotikaklasse gehört ambulant verboten und sollte im Krankenhaus nur noch in der Indikation Pseudomonas bei CF benutzt werden"

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Re: Erfahrungen mit PRP

#16676

Beitragvon Levoflox26 » 25.10.2019, 14:16

Danke dir. Bin gespannt ob du davon profitieren willst und drück dir dazu alle Daumen. Und prima, dass du uns teilhaben lässt. :handgestures-thumbupleft:
Wünsch dir ein schmerzarmes Wochenende.
lg uschi

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Re: Erfahrungen mit PRP

#16797

Beitragvon EagleEyeC » 30.10.2019, 12:59

5 Tage nach PRP: signifikant weniger Schmerzen in den Achillessehnen. Vorher war links gleich stark bis stärker betroffen, jetzt deutlich weniger Sz als auf der rechten Seite.

Nächste PRP Therapie für die rechte Seite geplant am 29.11.
Hoffe bis dahin noch auf eine zusätzliche Verbesserung.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16814

Beitragvon Schorsch » 30.10.2019, 19:35

Hallo EagleEyeC,

ich habe von PRP viel gelesen und das hier auchmal selbst irgendwo im Forum thematisiert.
Habe es allerdings selbst nicht gemacht, sondern immer nur Stoßwelle der A-Sehnen, was mir auch deutliche Effekte brachte und Schwellungen und Krücken überflüssig machte.

Derzeit probiere bei beiden A-Sehnen die NSM Therapie (Akkupunktur mit Reizstrom) nach Dr. Moldsberger. Hatte erst eine Sitzung und bislang klar noch kein Effekt soll aber auch erst nach 3-4 kommen. Kostet auch 100 Euro pro Sitzung. Mich würde interessieren, wie nachhaltig dann deine PRP vom Ergebnis her ist. Ich kannte einen Flox hier der mit PRP auch Erfolgreich war. Daher glaube ich dir, das das was bringt. Die Frage ist eben noch, wie lange hält das an? Theoretisch schafft man mit derartigen Maßnahmen eine kurzzeitigen Stoffwechselboost. Klar hilft das den Schrott raus und gutes rein in die Zellen zu fördern sowie damit Reperaturprozesse anzukurbeln. Wie lange hält das danach aber an. Das wäre auch sehr wichtig und erreicht man auch eine nachhaltig erhöhte Belastbarkeit an entsprechenden Stellen? Danke für deinen Bericht.

Gruß Schorsch
Levofloxacin zwei Tage je 500 mg Kapsel im Juli 2015

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16816

Beitragvon Levoflox26 » 31.10.2019, 11:54

Hallo Eagleeye,

vielen Dank für dein Update. Du hattest ja auch eine Spritze in den Wadenmuskel bekommen, merkst du da auch einen Effekt? Ich beobacht deinen Verlauf mit viel Interesse.
Ich wünsche dir, dass die positive Reaktion anhält und sich verfestigt. Das wäre echt toll.

@Schorsch
Auch bei dir freue ich mich, wenn du weiterhin berichtest.

Liebe Grüße Uschi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16826

Beitragvon EagleEyeC » 01.11.2019, 12:53

Schorsch hat geschrieben:Hallo EagleEyeC,

Kostet auch 100 Euro pro Sitzung. Mich würde interessieren, wie nachhaltig dann deine PRP vom Ergebnis her ist. Ich kannte einen Flox hier der mit PRP auch Erfolgreich war. Daher glaube ich dir, das das was bringt. Die Frage ist eben noch, wie lange hält das an? Theoretisch schafft man mit derartigen Maßnahmen eine kurzzeitigen Stoffwechselboost. Klar hilft das den Schrott raus und gutes rein in die Zellen zu fördern sowie damit Reperaturprozesse anzukurbeln. Wie lange hält das danach aber an. Das wäre auch sehr wichtig und erreicht man auch eine nachhaltig erhöhte Belastbarkeit an entsprechenden Stellen? Danke für deinen Bericht.


Hallo Schorsch
Ich kann die beiden Seiten sehr gut vergleichen, da eine nun mit, die andere ohne Behandlung ist. Nach Theorie sollte sich der Effekt über 4-8 Wochen steigern. Ich hab den nächsten Termin 5 Wochen nach der ersten, um die andere Seite zu machen. So lange werde ich wohl warten und kann dann vergleichen.

Für die Kosten einer PRP Behandlung sollte man schon mindestens eine Besserung über 2-3 Monate sehen können, bestenfalls kontinuirlich. Dann wären m.M.n. die Kosten gerechtfertigt. Für beide Seiten wären das bei mir ca. 360-400 SFr.

Ich werde hier den Outcome berichten. Seit der Therapie letzte Woche ist der Unterschied zwischen rechts und links wirklich signifikant. Die rechte Seite "hinkt" immer hinterher, während die linke praktisch beschwerdelos läuft/tanzt usw.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16827

Beitragvon EagleEyeC » 01.11.2019, 12:55

Levoflox26 hat geschrieben:Hallo Eagleeye,

vielen Dank für dein Update. Du hattest ja auch eine Spritze in den Wadenmuskel bekommen, merkst du da auch einen Effekt? Ich beobacht deinen Verlauf mit viel Interesse.
Ich wünsche dir, dass die positive Reaktion anhält und sich verfestigt. Das wäre echt toll.


Hallo Uschi
Ich werde gerne berichten. Leider hatte ich nur eine Injektion in die Waden. Glaube der Effekt der 2 Infiltrationen in die AS sind grösser, die AS links ist praktisch Beschwerdefrei trotz Belastung. Evtl. mache ich dem Doc den Vorschlag, das nächste Mal gerade 2 Röhrchen abzuzapfen, dann könnte ich je 2 Infiltrationen in AS, Waden und Ellbogen-Extensoren kriegen.

Lg.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16828

Beitragvon Biggi » 01.11.2019, 13:22

Hallo EEC,
Ich verfolge deinen Bericht auch mit großem Interesse. Ich hatte für Anfang nächsten Jahres auch eine ACP oder PRP Therapie wegen meiner Achillessehnenbeschwerden eingeplant. Ich muss mich aber noch genauer über den Unterschied zwischen ACP und PRP informieren.
Lt. Info eines Sportmediziners in Köln Würde jede Injektion ca. 150 Euro kosten, für die komplette Behandlung beider Achillessehnen und Plantarfaszien müsste ich mit ca. 1500 Euro rechnen. Das ist eine Privatleistung und wird evtl. Mit viel Glück von den Krankenkassen bezuschusst.
Wenn du 100 Euro pro Injektion bezahlen musst, ist das ein gutes Angebot deines Arztes. Berichte bitte wie lange die Verbesserung anhält.
Weiterhin gute Besserung.
LG Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#16968

Beitragvon EagleEyeC » 09.11.2019, 17:39

St. 2 Wochen nach PRP linke Seite:

Immernoch deutlich besser links als rechts, jedoch hab ich das Gefühl die Differenz wird schwächer. Es könnte aber auch einfach Gewöhnung sein oder eine verstärkte Belastung der linken Seite.

Jedenfalls: rechte Seite und Arm PRP Termin ist auf den 18.11. vorverschoben. Am 29.11 wird dann wohl eine zweite Runde links stattfinden.
Das spiel hab ich 2-3x pro Seite geplant.

Laut einem befreundeten Arzt mit Sehnenproblematik im Beckenbereich braucht er jeden Monat eine Spritze, dafür ist er dann 80% schmerzfrei, jeweils für 3-5 Wochen.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17079

Beitragvon EagleEyeC » 15.11.2019, 09:29

3 Wochen Update

links besser als rechts, aber Unterschied kleiner.

Neuer PRP Termin auf 6.12. verschoben, will den Seitenvergleich doch zuerst nochmals 3 Wochen machen.

Lg. EEC

Biggi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17187

Beitragvon Biggi » 21.11.2019, 07:23

Hallo EEC,
Wie geht's dir im Moment? Ist der Unterschied zwischen der rechten und linken Seite weiterhin kleiner geworden? Sehe ich das richtig, dass du bisher eine Injektion bekommen hast und die zweite ist für den 6.12 geplant.
Ist bei dir nur in die Achillessehne gespritzt worden oder auch in die Plantarfaszie?
Hast du in den letzten Wochen seit Beginn der Therapie die Belastung der Sehnen gesteigert? Hat es da eine positive Veränderung gegeben?
Ich verfolge deine Entwicklung mit großem Interesse und wünsche dir alles Gute für deine Therapie.
LG Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17232

Beitragvon EagleEyeC » 23.11.2019, 12:05

Hallo Biggi

Unterschied rechts-links weiterhin signifikant. Ich hab 2 Injektionen in die AS und 1 in die Waden bekommen. Plantarfaszie bisher kein Problem.

Nein, der nächste Termin hätte ich schon am Montag, da wollte ich gleich 6 Injektionen machen (2 AS rechts, 2 Waden rechts, 2 Arm rechts), leider Gottes bin ich wieder etwas kränklig (Magen Darm, ohne Fieber). Ich weiss nicht, ob ich am Montag so die Therapie machen kann. Falls doch, mache ich wohl höchstens den Arm. Am 6.12. hab ich ebenfalls einen Termin.

Mir geht's insgesamt recht gut. Als Vergleich: Anfang Oktober konnte ich kaum 4000 Schritt pro Tag machen. Gestern hatte ich 23'000 Schritt inkl. 2h tanzen mit nur leichten Schmerzen rechts.

Neben PRP haben mir v.a. S-A-GSH 200mg/d und Rhodiola 400mg pro Tag sowie jedes Wochenende 40h fasten sehr starke Verbesserungen gebracht.

Biggi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17234

Beitragvon Biggi » 23.11.2019, 17:35

Hallo Eagleeye,

Vielen Dank für deine Antwort. Es freut mich zu hören, dass deine Genesung mit großen Schritten voran geht. Die Therapie scheint gut anzuschlagen. War bei dir nur die rechte Achillessehne und Wade betroffen? Oder ist die rechte Seite die schlimmere Seite? Wenn du jetzt über 23.000 Schritte gehst und rechts nur leichte schmerzen hast, wie verhält sich die nicht behandelte Achillessehne.
Bei mir ist die rechte Seite eindeutig die Schlimmere mit Teilriss, aber auch die linke Seite ist nicht in Ordnung. Ich kann z. Zeit ungefähr 15000 Schritte gehen, dann fangen die Sehnen an zu schmerzen. Insgesamt hat sich in den letzten 1,5 Jahren die Sehnenoroblematik schon etwas verbessert. Ich werde diese Therapie auf jeden Fall auch versuchen und erhoffe mir davon eine hoffentlich dauerhafte Verbesserung.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17238

Beitragvon EagleEyeC » 23.11.2019, 20:07

15'000 pro Tag oder am Stück? am Stück krieg ich das noch längst nicht hin denk ich.

Ich habe linke Seite behandelt, jene macht jetzt praktisch keine Beschwerden. Die rechte Seite ist unbehandelt. Es waren beide etwa gleich stark betroffen. Ich kann den Effekt an den Waden z.B. auch wirklich sehen, die linke ist nun deutlich grösser/kräftiger als die rechte.
Die rechte Seite ist praktisch immer die Grenze, dann mach ich Pause/sitzen und versuch es später weiter.

Ich kanns dir nur empfehlen, v.a. bei chronischer Sehnenproblematik sollte PRP so ziemlich erste Wahl sein und nicht nur als last resort (oft machen Ärzte alles andere vorher: Cortisonspritzen, NSAR usw. anstatt direkt zu sagen PRP + Physio)

Biggi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17258

Beitragvon Biggi » 24.11.2019, 13:29

Hallo EagleeyeC,
Ich gehe die 15000 Schritte über den Tag verteilt und auch nicht jeden Tag. Normalerweise schaffe ich so ca. 10000 Schritte pro Tag, an den Wochenenden wird es mehr, wenn wir spazieren gehen. Am Stück schaffe ich das auch nicht. Ich habe schon so ziemlich alle anderen Therapie Optionen durch, so dass die Eigenbluttherapie für mich die letzte Chance ist.
Mir wurde die ACP Therapie empfohlen. Welche Vorteile siehst du bei der PRP Therapie gegenüber der herkömmlichen ACP Therapie?
LG Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17261

Beitragvon EagleEyeC » 24.11.2019, 15:01

Ich denke ob ACP oder PRP spielt keine so wichtige Rolle. Schaue nach einem guten Arzt welcher sein Handwerk versteht und gut ist.


Platelet-rich Plasma (PRP) steht stellvertretend für eine autologe, konzentrierte Thrombozytensuspension. ACP oder
autolgous conditioned plasma ist eine PRP-Form mit einem
geringen Anteil weisser Blutzellen. ACSoder autolgous conditioned serum ist eine PRP-Form, die einen hohen Gehalt
an IL-1Ra (Interleukin-1 receptor antagonist) aufweist, und
daher für anti-rheumatische und anti-inflammatorische Zwecke eingesetzt wird. Direkte Vergleiche einzelner Produkte
haben eine verhältnismässig grosse Variabilität der Inhalte
gezeigt, und für den Gebrauch im klinischen Alltag kann von
einer grossen Überlappung vonPRP/ACP/ACSin Wesen und
Effekt ausgegangen werden [3].

https://sgsm.ch/fileadmin/user_upload/Z ... ggelet.pdf

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17548

Beitragvon EagleEyeC » 05.12.2019, 16:34

PRP am Arm ist nun fast 2 Wochen her. Deutliche Verbesserung. Triggerpunkt Tennisellbogen praktisch schmerzfrei (dort wo die Injektion war). Problem am Arm ist jedoch, dass mir auch das Handgelenk von Zeit zu Zeit schmerzt.

Morgen gehe ich erneut. Rechter Ansatz Achillessehne, Sehnen-Muskelübergang und Wadenmuskulatur rechts geplant.

Bisher effektivste Massnahme für mich betreffend Sehnenbeschwerden. Sollte wirklich jeder langfristig betroffene in Betracht ziehen. Gerade die Achillessehne ist mit 2-3 Injektionen sehr gut abgedeckt und für mich bisher gut investiertes Geld.

Lg. EEC.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17605

Beitragvon Deleted User 1309 » 08.12.2019, 23:30

Hallo EagleEyeC,

ich mache die Eigenbluttherapie isophatisch. Als Nosode Potenz XMK.
Seit einem Jahr, einmal wöchentlich ein Globuli. Kosten: Blutabnahme und Herstellung Globuli - keine 80€. Und die sind noch nicht alle.
Habe wenig Sehnenprobleme. Keine wäre gelogen. Am schlimmsten war es mal in der linken Schulter nach dem heben von etwas Schweren. Da hab ich dann auch noch zu Borax Globuli gegriffen. Ging rasch weg.

Ich persönlich vertraue auch auf Globulis. Ja.
Muss nicht jeder so machen. Bitte keine Diskussion jetzt hier darüber.

Wollte nur berichten, dass ich mit den Sehnen kaum Probleme habe und das meiner Meinung nach wegen der Eigenbluttherapie, die ja für ein Rundumschlag sorgt. Nicht nur auf die Sehnen wirkt. ;)

Allen gute Besserung.
Fee

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17612

Beitragvon Zipp » 09.12.2019, 16:11

Hallo,

wird die Injektion wirklich direkt in die Sehne gemacht?

Ich habe mal zu Beginn Akupunktur an den Unterarmen machen lassen. Direkt in die Sehnen. Und es war danach für Monate die Hölle. Konnte mir nicht mal mehr Essen zubereiten. Habe mir geschworen nie wieder eine Nadel an meine Sehnen zu lassen. Daher bin ich stark verwundert, dass das keine Probleme bereitet, sondern sogar eine Verbesserung bringt.

Grüße
Zipp

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17622

Beitragvon EagleEyeC » 10.12.2019, 15:52

Es wird direkt in die Sehne und an den Sehnenrand gespritzt. Ja es macht Beschwerden, es tut höllisch weh für ein paar Tage. Bei mir ist die Wundheilung aber auch nicht beeinträchtigt, vielleicht müssen andere da mehr aufpassen.

Lg. EEC

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#17623

Beitragvon EagleEyeC » 10.12.2019, 15:54

PRP rechte AS gemacht. Auf diversen höhen. Ebenso in die Waden rechts.

Datum war der letzte Freitag (6.12.). Heute rechts noch schmerzhafter als links. Vergleich kommt in eins-2 Wochen wieder.
Lg. EEC

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#18362

Beitragvon Biggi » 16.01.2020, 15:58

Hallo EagleeyeC,
Gibt es bei dir irgend welche neuen Erfahrungen mit der PRP Therapie?
Ich werde am 30.01 meine 1. Spritze ACP in die rechte Achillessehne bekommen. Ich muss vorher noch zum MRT. Ich werde berichten.
LG Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#18363

Beitragvon EagleEyeC » 16.01.2020, 18:04

Morgen geplanter Termin, leider bin ich gerade wieder am Anfang einer Erkältung, daher weiss ich nicht ob ich gehe morgen.

Für Sehnen sehr zu empfehlen, am besten mehrfach kurz hintereinander (2-4 Wochen Abstand, 2-3x). Für den Muskel leider bisher nur mässig wirksam

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#18562

Beitragvon EagleEyeC » 24.01.2020, 16:49

Mitochondrion hat geschrieben:Bin gespannt auf Deine Erfahrungen. Scheint ja bisher gut zu sein, Deine PRP Injektionen. Im Grunde genommen ist es doch "Prolotherapie mit PRP", was bei Dir gemacht wird oder?

Möglicherweise ist im Sinne der Prolotherapie auch die Injektion (Gewebsverletzungen) des bradytrophen Gewebes (Sehnen, Bänder, ...) allein der wichtigste Impuls für Geweberegeneration. Beschreib gerne mal in Deinem PRP-Thread die Injektionsstellen anatomisch so exakt wie möglich (z.B auf welcher Höhe der AS, wieviele Einstichpunkte usw.), würde dies gerne bei Gelegenheit mal selbst ohne PRP ausprobieren.

Bei Triggerpunkten im Muskel ergibt Procain aus meiner Sicht mehr Sinn, da es (zusätzlich) als Lokalanästhetikum in den funktionsgestörten neuromuskulären Endplatten eine Art Resetfunktion bewirkt.


Der Ablauf war wie folgt:
- Procain Injektionen alle 1-2cm die ganze AS mittig von Ansatz bis Sehnen-Muskelübergang
- PRP Injektionen an mehr oder weniger den gleichen Stellen ein paar Minuten danach.
- Gemacht hatte ich jeweils 3 Spriten à 3 Einstichorte pro AS, sprich 9 Einstichorte.
- Gesucht haben wir hauptsächlich Triggerpunkte - wo tut's am meisten weh?

Am Anfang hatte ich bedenken wegen Procain (Neuraltherapie), jedoch wirkt das recht gut bei mir.

Interessanter Gedanke: in den Muskeln hatte ich kein Procain vorher und die Wirkung war nicht mal ähnlich gut, kann aber auch am unterschiedlichen Gewebe liegen.

Herzlich
EEC

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#18657

Beitragvon Mitochondrion » 26.01.2020, 20:19

EagleEyeC hat geschrieben:
Der Ablauf war wie folgt:
- Procain Injektionen alle 1-2cm die ganze AS mittig von Ansatz bis Sehnen-Muskelübergang
- PRP Injektionen an mehr oder weniger den gleichen Stellen ein paar Minuten danach.
- Gemacht hatte ich jeweils 3 Spriten à 3 Einstichorte pro AS, sprich 9 Einstichorte.
- Gesucht haben wir hauptsächlich Triggerpunkte - wo tut's am meisten weh?

Am Anfang hatte ich bedenken wegen Procain (Neuraltherapie), jedoch wirkt das recht gut bei mir.

Interessanter Gedanke: in den Muskeln hatte ich kein Procain vorher und die Wirkung war nicht mal ähnlich gut, kann aber auch am unterschiedlichen Gewebe liegen.


Danke für den ausführlichen Bericht. Hört sich nach einer sehr guten Therapie an. Mit BCP157 und/oder TB500 zusätzlich wirst Du vermutlich den Turbomodos einschalten.

Wie häufig hast Du schon das NAD+ Protokoll ausgeführt und was war Deine höchste Dosierung bisher?

Hier mal ein Youbte-Video, in dem in 1:37 Prolotherapie an der AS gezeigt wird: https://www.youtube.com/watch?v=UISWqFonDNM

Sticht er bei Dir noch weiter proximal?

Ich habe selbst zum Glück keine lokalisierten und permanenten AS-Beschwerden. Während meines letzten Schubes hatte ich eher ein globales neuropathisches Brennen beider AS. Ansonsten wäre Deine Herangehensweise auch die Therapie meiner Wahl.

Folgendes Video zum Thema Prolotherapie fand ich noch interessant: https://www.youtube.com/watch?v=FpL9lc-GSic&t=443s

Bei 2:27 wird die übergeordnete Wichtigkeit des "Nadeltraumas" betont und ab 13:12 wird über die verschiedenen Optionen an Injektionslösungen gesprochen, auch über die Bedeutung von Procain.

Vor Procain brauchst Du imho keine Bedenken zu haben. Ich teste es derzeit i.v und habe heute meine zweite Procain-Infusion bekommen, ob und welche Wirkung es erziehlt, werde ich nach der 10ten Infusion berichten, erhoffe mir eine Linderung meiner chronischen niedrig-gradigen Entzündungen in Bronchien und Magen, sowie Linderung von muskuloskelettalen Symptomen.

Literatur dazu:

Procaine and Procaine-Base-Infusion: A Review of the Safety and Fields of Application after Twenty Years of Use
https://sciforschenonline.org/journals/ ... -3-127.pdf

Procain-Reset: Ein Therapiekonzept zur Behandlung chronischer Erkrankungen
https://www.karger.com/Article/PDF/332021

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#18666

Beitragvon EagleEyeC » 27.01.2020, 11:29

Mitochondrion hat geschrieben:Danke für den ausführlichen Bericht. Hört sich nach einer sehr guten Therapie an. Mit BCP157 und/oder TB500 zusätzlich wirst Du vermutlich den Turbomodos einschalten.

Wie häufig hast Du schon das NAD+ Protokoll ausgeführt und was war Deine höchste Dosierung bisher?


Ich habe nur BCP 157 gekauft. Wollte eins ums andere testen. Leider war es wirklich nix mit dem Labor... 5000 SFr. ist das günstigste bisher :doh:
NAD hatte ich noch nie durchgeführt. Wollte gerade anfangen, dann kam der Schub. Ich hab bisher jeweils wöchentlich 40-48h gefastet.

Mitochondrion hat geschrieben:Hier mal ein Youbte-Video, in dem in 1:37 Prolotherapie an der AS gezeigt wird: https://www.youtube.com/watch?v=UISWqFonDNM

Sticht er bei Dir noch weiter proximal?

Ich habe selbst zum Glück keine lokalisierten und permanenten AS-Beschwerden. Während meines letzten Schubes hatte ich eher ein globales neuropathisches Brennen beider AS. Ansonsten wäre Deine Herangehensweise auch die Therapie meiner Wahl.


Meinen AS geht's auch deutlich besser. Problematisch sind noch die Wadenmuskeln. Und ja, ich hatte Injektionen von der AS bis zum Knie hoch.

Mitochondrion hat geschrieben:Folgendes Video zum Thema Prolotherapie fand ich noch interessant: https://www.youtube.com/watch?v=FpL9lc-GSic&t=443s

Bei 2:27 wird die übergeordnete Wichtigkeit des "Nadeltraumas" betont und ab 13:12 wird über die verschiedenen Optionen an Injektionslösungen gesprochen, auch über die Bedeutung von Procain.

Vor Procain brauchst Du imho keine Bedenken zu haben. Ich teste es derzeit i.v und habe heute meine zweite Procain-Infusion bekommen, ob und welche Wirkung es erziehlt, werde ich nach der 10ten Infusion berichten, erhoffe mir eine Linderung meiner chronischen niedrig-gradigen Entzündungen in Bronchien und Magen, sowie Linderung von muskuloskelettalen Symptomen.

Literatur dazu:

Procaine and Procaine-Base-Infusion: A Review of the Safety and Fields of Application after Twenty Years of Use
https://sciforschenonline.org/journals/ ... -3-127.pdf

Procain-Reset: Ein Therapiekonzept zur Behandlung chronischer Erkrankungen
https://www.karger.com/Article/PDF/332021


Danke, sehr interessant!! Berichte über die Procain Infusionen. Mein Arzt bietet jene auch an.

Fibi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#25228

Beitragvon Fibi » 13.11.2020, 09:28

Hallo zusammen!
Ich habe nächste Woche eine Termin bei einem Orthopäden, der lt. seiner Internetseite auch PRP anbietet. Wer hat noch Erfahrungen mit PRP gemacht und kann berichten? Gibt es etwas zu beachten?
Viele Grüße von Fibi
Ciprofloxacin 500 (1-0-1) für 5 Tage im April 2020

Biggi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#25232

Beitragvon Biggi » 13.11.2020, 13:49

Hallo Fbi,
Ich habe mir letztes Jahr 6 mal prp Spritzen in die rechte Achillessehne, meine schlimmere Seite mit Teilriss, geben lassen. Der Arzt hat vorher gesagt, dass er nicht denkt, dass das geschädigte Sehnen Gewebe sich dauerhaft durch diesr Therapie regenerieren wird und hat mir empfohlen mich lieber an der Achillessehne operieren zu lassen, da bei wären die Aussichten auf Heilung wesentlich besser auch wenn es ein langer Weg ist.
Ich hatte aber Angst vor der OP und habe mich für die Spritzen entschieden.
Das Setzen der Spritze in die Sehne, Betäubung geht nicht, war schmerzhaft. Ich muss sagen, dass ich schon kurze Zeit nach der Spritze starke Schmerzen in der sehne bekam, was aber lt. Aussage des Arztes normal ist. Im Laufe der nächsten Tage ebbten die Schmerzen immer mehr ab. Ich habe die spritzen im Abstand von 2 bis 3 Wochen bekommen. Der Schmerz muss vor der nächsten Spritze weg sein.
Ich habe mir immer meine Krücken mitgenommen und bin nach der Behandlung damit gegangen. Das würde ich dir auch empfehlen.
Ich habe nach 6 Behandlungen erstmal aufgehört und wollte sehen, ob es sich wirklich verbessert hat. Ja, das hat es, aber ich kann sagen, dass die Achillessehnen sich nicht komplett regeneriert haben. Ich kann heute moderat Sport machen, allerdings muss ich sehr darauf achten die Sehnen nicht zu übrrlasten, genau wie meine Muskeln. Es ist ein ständiges Ausprobieren was geht und was nicht. Die Quittung bei Überbelastung kommt recht schnell. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Therapie bei mir zu einer Verbesserung geführt hat, aber nicht zu einer Heilung. Vielleicht hat der Arzt recht gehabt?
Mal sehen vielleicht mache ich nochmal irgendwann eine Spritzenkur, eine OP will ich nicht.
LG Biggi

Fibi
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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#25244

Beitragvon Fibi » 14.11.2020, 11:40

Vielen Dank, Biggi, für deinen ausführlichen Bericht!
Ciprofloxacin 500 (1-0-1) für 5 Tage im April 2020

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#25249

Beitragvon EagleEyeC » 14.11.2020, 18:50

Biggi hat geschrieben:Hallo Fbi,
Ich habe mir letztes Jahr 6 mal prp Spritzen in die rechte Achillessehne, meine schlimmere Seite mit Teilriss, geben lassen. Der Arzt hat vorher gesagt, dass er nicht denkt, dass das geschädigte Sehnen Gewebe sich dauerhaft durch diesr Therapie regenerieren wird und hat mir empfohlen mich lieber an der Achillessehne operieren zu lassen, da bei wären die Aussichten auf Heilung wesentlich besser auch wenn es ein langer Weg ist.
Ich hatte aber Angst vor der OP und habe mich für die Spritzen entschieden.
Das Setzen der Spritze in die Sehne, Betäubung geht nicht, war schmerzhaft. Ich muss sagen, dass ich schon kurze Zeit nach der Spritze starke Schmerzen in der sehne bekam, was aber lt. Aussage des Arztes normal ist. Im Laufe der nächsten Tage ebbten die Schmerzen immer mehr ab. Ich habe die spritzen im Abstand von 2 bis 3 Wochen bekommen. Der Schmerz muss vor der nächsten Spritze weg sein.
Ich habe mir immer meine Krücken mitgenommen und bin nach der Behandlung damit gegangen. Das würde ich dir auch empfehlen.
Ich habe nach 6 Behandlungen erstmal aufgehört und wollte sehen, ob es sich wirklich verbessert hat. Ja, das hat es, aber ich kann sagen, dass die Achillessehnen sich nicht komplett regeneriert haben. Ich kann heute moderat Sport machen, allerdings muss ich sehr darauf achten die Sehnen nicht zu übrrlasten, genau wie meine Muskeln. Es ist ein ständiges Ausprobieren was geht und was nicht. Die Quittung bei Überbelastung kommt recht schnell. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Therapie bei mir zu einer Verbesserung geführt hat, aber nicht zu einer Heilung. Vielleicht hat der Arzt recht gehabt?
Mal sehen vielleicht mache ich nochmal irgendwann eine Spritzenkur, eine OP will ich nicht.
LG Biggi



Hallo Biggi
Ich nehme an du hast die Injektionen IN die Sehne gekriegt, korrekt? nicht lediglich in den Kager Fettkörper hinter der Sehne? Bin immernoch am testen was besser wirkt, tendiere aber auch sehr auf Injektionen in die Sehne direkt hinein

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#25255

Beitragvon Biggi » 14.11.2020, 22:04

Hallo EagleeyeC,
Die Injektionen wurden wirklich IN die "kaputte Sehne" gegeben, war schon ziemlich schmerzhaft.
Während einer Behandlung wurde an mehreren Stellen in die Sehne injeziert.
LG Biggi

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#28780

Beitragvon EagleEyeC » 14.09.2021, 11:01

HInweis für alle, die sich ACP/PRP überlegen:
ACP und PRP sollte nicht direkt in die AS gespritzt werden sondern in den Kager Fettkörper

Lg. Marco

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#28782

Beitragvon EagleEyeC » 14.09.2021, 11:02

An die Moderatoren: Bitte diesen Satz in den ersten Beitrag dieses Threads integrieren:

HInweis für alle, die sich ACP/PRP überlegen:
ACP und PRP sollte nicht direkt in die AS gespritzt werden sondern in den Kager Fettkörper. Ansonsten riskiert man, die Elastizität der AS weiter zu reduzieren und sich langfristig mehr zu schädigen als zu helfen.


Lg. Marco

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#29412

Beitragvon HeleneL » 30.11.2021, 18:19

Hallo EagleEye,

ich habe mit großem Interesse deine Therapie verfolgt.
Bei mir steht demnächst eine Radiosynoviorthese der Hüftgelenkskapsel (https://www.uksh.de/nucmed-kiel/Infos+f ... these.html) an, was mir große Sorgen bereitet. Die Gelenkinnenhaut und die Gelenkkapsel ist geschädigt, was sich kein Arzt erklären kann (ich schon - FC!).
Bevor ich diesen nicht ungefährlichen Eingriff machen lasse, denke ich zunächst auch über eine Eigenblutbehandlung nach, wüsste jetzt aber nicht, wer soetwas durchführen könnte (lebe in Nordhessen/D).

Mich würde interessieren, um welche Medikamente es sich hierbei handelt:

S-A-GSH 200mg/d und Rhodiola 400mg pro Tag

Herzlichen Dank für eine Rückmeldung, auch darüber, wie es dir inzwischen nach über zwei Jahren geht.

LG Helene




EagleEyeC hat geschrieben:Hallo Biggi

Unterschied rechts-links weiterhin signifikant. Ich hab 2 Injektionen in die AS und 1 in die Waden bekommen. Plantarfaszie bisher kein Problem.

Nein, der nächste Termin hätte ich schon am Montag, da wollte ich gleich 6 Injektionen machen (2 AS rechts, 2 Waden rechts, 2 Arm rechts), leider Gottes bin ich wieder etwas kränklig (Magen Darm, ohne Fieber). Ich weiss nicht, ob ich am Montag so die Therapie machen kann. Falls doch, mache ich wohl höchstens den Arm. Am 6.12. hab ich ebenfalls einen Termin.

Mir geht's insgesamt recht gut. Als Vergleich: Anfang Oktober konnte ich kaum 4000 Schritt pro Tag machen. Gestern hatte ich 23'000 Schritt inkl. 2h tanzen mit nur leichten Schmerzen rechts.

Neben PRP haben mir v.a. S-A-GSH 200mg/d und Rhodiola 400mg pro Tag sowie jedes Wochenende 40h fasten sehr starke Verbesserungen gebracht.
LG HeleneL
----------------------------------------------
1x250 mg und 1x 500 mg Ciprofloxacin in 2016, je 1x in 2017, 2018 und 2019 wg. Harnwegsinfektionen, Ofloxacin wg. Bindehautentzündung in 2019 und 2020

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#29420

Beitragvon EagleEyeC » 02.12.2021, 15:43

HeleneL hat geschrieben:Hallo EagleEye,

ich habe mit großem Interesse deine Therapie verfolgt.
Bei mir steht demnächst eine Radiosynoviorthese der Hüftgelenkskapsel (https://www.uksh.de/nucmed-kiel/Infos+f ... these.html) an, was mir große Sorgen bereitet. Die Gelenkinnenhaut und die Gelenkkapsel ist geschädigt, was sich kein Arzt erklären kann (ich schon - FC!).
Bevor ich diesen nicht ungefährlichen Eingriff machen lasse, denke ich zunächst auch über eine Eigenblutbehandlung nach, wüsste jetzt aber nicht, wer soetwas durchführen könnte (lebe in Nordhessen/D).

Mich würde interessieren, um welche Medikamente es sich hierbei handelt:

S-A-GSH 200mg/d und Rhodiola 400mg pro Tag

Herzlichen Dank für eine Rückmeldung, auch darüber, wie es dir inzwischen nach über zwei Jahren geht.

LG Helene





Die PRP Therapie für das Gelenk wäre eine Möglichkeit. Einfach ein paar Orthopäden in der Umgebung anfragen.

Das S-A-GSH kannst du vergessen. Heute rate ich allen davon ab, da einige sehr schlecht darauf reagieren.
Rhodiola rosea ist eine Pflanze, welche hingegen immernoch mein Nummer 1 Supplement ist nach den 2,5 Jahren.

Btw. Fasten halte ich unterdessen auch für kritisch bei vielen Floxies, besser Biogenese fördern via PQQ und Stearinsäure regelmässig.

Lg.

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#29422

Beitragvon hope2 » 02.12.2021, 18:41

Hallo EagleEye,

falls Du Zeit findest, kannst Du mir, uns allen, bitte kurz gefasst erläutern, warum Du Fasten (auch Intervall Fasten?) bei vielen Floxies für kritisch hälst? Das interessiert mich sehr, da ich für mich kaum spürbare Erfolge über das Fasten erziele. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es mir - zumindest was mein ausgeprägtes CFS und den Darm angeht - auf lange Sicht weiterhilft.
Halte mich nach anfänglich zwei Monaten keto seit Dez. 2019 an langkettige KH, Glutenfrei, LowCarb bei 16/8. Zu viel KH tun mir gar nicht gut.

Was längeres Fasten angeht: In der Reha habe ich zwölf Tage nach Buchinger/Lützner durchgezogen. Im Gegensatz zum Gros der Mitpatienten habe ich nach den ersten vergangenen Fastentagen keinen "Bäume ausreisen können" Energieschub verspürt (ca. nach 7 Tagen konnte ich mich am Abend etwas länger wach halten). Nur Entlastung für den Darm, das tat schon sehr wohl. Nach den ersten beiden Tagen haben sich die Muskelzuckungen verstärkt und in den Nächten kamen massive Waden- und Fußsohlenkrämpfe hinzu. Ich war froh um Schorschs Tipp mit dem täglichen Verzehr von 500g Buttermilch, die ich mir dann sehr rasch eingefordert hatte, der Doc hat auch auf einen Liter erhöht. Danach sind die muskulären Beschwerden wieder auf gewohnteres Flox Niveau gesunken.
Interessant waren die direkt vor-/nach dem Fasten Laborwerte von Dr. Pieper. Ich mochte wissen, welche Werte das längere Fasten bei mir im Positiven beeinflusst hat - den BHI, den oxidativen Stress (Werte wie Ferritin, LCMS, Prolin,.. negativ verändert). Bloß verändern sich die Werte Erfahrungsgemäß mit der Nahrungsaufnahme wieder.

Immer wieder... so viele offene Frage(n)zeichen... Und sorry, dass das hier im PRP Thema so lang wurde. Kann auch gerne verschoben werden.

Liebe Grüße,
hope2
Levofloxacin 500mg 10.2017, 10 Tage
Ciprofloxacin 250mg 9.2019, 1,5 Tage


"Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamem Willen."
- Mahatma Gandhi -

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#29796

Beitragvon EagleEyeC » 11.01.2022, 17:00

Hallöchen

Das Problem ist nicht das Fasten per se, sondern was man während dem Fasten tut. Wir haben schon kaum eine Reserveatmungskapazität (morgens wachen wir ohne Schmerzen auf und nach ein paar Schritten tuts weh = keine Reserve).

Fasten reduziert dies während dem Fasten nochmehr durch Mitophagie (weniger Mitos = geringeres Membranpotenzial). Dies ist nur vorübergehend.

Das Problem: Während dem Fasten bewegen wir uns trotzdem ein paar Schritte. Diese Schritte machen nun mehr schaden, als das Fasten lösen kann.

Allenfalls könnte man sich sagen: okay, einmal alle 3 Monate Faste ich für 72h und bleibe für eine ganze Woche im Bett, damit ja nichts kaputt geht. Dann könnte es besser werden. Nur eben daran denken, der Effekt hält sicherlich für ne Woche an.

Intervallfasten spielt keine Rolle. Macht mit den Mitos kaum was. Ausser man ist extrem ketogen unterwegs, da dann die Mitophagie schneller einsetzt.

Ich schlage folgendes Vorgehen (ohne das mit absoluter SIcherheit sagen zu können, lediglich aus Erfahrung der Beratung vor):

Phase 1: Nur Biogenese fördern (PQQ, Stearinsäure, viel Essen, viele Proteine etc.) --> langsam über Monate mehr Reserveatmungskapazität des Gewebes

Phase 2: Mehr bewegen --> natürliche Mitophagie und zusätzlich bessere Durchblutung, langsam Grenzen austesten, nie über die Grenzen versuchen zu gehen, am besten so um die 80% bleiben und langsam steigern

Phase 3: Man ist schon recht gut auf den Beinen, dann evtl. 1x im Monat 24-48h fasten + Ruhepause oder alle 3-4 Monate 72-96h Fasten + Ruhepause zusätzlich einbauen.

Es gab mal ein gutes Video auf Youtube von einem dazu, der sich gar nicht so gut damit auskennt aber das gleiche erkannt hat: Biogenese vor Mitophagie. War das Chris Masterjohn? Ich habs vergessen, müsste es suchen.

Lg. Marco

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#29797

Beitragvon striker_06 » 11.01.2022, 21:47

Müsste das video hier sein :


https://youtu.be/joCnQrun92E

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#30577

Beitragvon Gloria » 30.03.2022, 12:28

Hallo,
Ich hätte eine Frage zum Zeitpunkt der PRP-Behandlung. Ich habe jetzt seit ca anderthalb Jahren (= 3 Wochen nach FQ-Einnahme) mit Achillessehnenbeschwerden zu tun. Erst auf allen Vieren umhergekrochen, dann innerhalb weniger Monate auf 6km am Stück zügig Spazieren (mit kleinen Sitzpausen) gemausert, dann ein paar Mal überlastet (Feb/März 2021) und in der Folge wieder wochen- bis monatelang auf allen Vieren umhergekrochen - schlimmer und länger als vorher. Mittlerweile kann ich ca 200m am Stück gehen und brauche dann eine Pause, wobei das Gehen je nach Belastung in den Tagen zuvor auch nur ein Humpeln ist. Macht PRP da schon Sinn oder sollte ich erst noch ein paar Monate warten, bis die Sehne noch stabiler ist? Mein Orthopäde ist vorsichtig bis skeptisch, weil ich bereits bei Stoßwellen (Intensität nur bei 50% des Üblichen) erst einmal 2-3 Wochen lang deutlich mehr Schmerzen und Einschränkungen hatte (danach wurde es aber doch besser - bin trotzdem vorsichtig).
Wäre dankbar für ein paar Erfahrungswerte oder Infos - ich will endlich mit den Sehnen auf einen grünen Zweig kommen!!
Juli 2020 Levofloxacin und Metronidazol

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#30578

Beitragvon Levoflox26 » 30.03.2022, 13:53

Hallo Gloria,

Mittlerweile kann ich ca 200m am Stück gehen und brauche dann eine Pause


Bist du ganz sicher, dass es an der Achillessehne liegt? Bei mir ist die Symptomatik gleich, es fühlt sich allerdings an, als wenn meine Muskeln nicht durchblutet würden. Nach einer Pause gehe ich dann wieder 200m...usw...usw.
Als ich zeitweise die Achillodynie hatte, waren das ganz andere Schmerzen. Da half auch eine Pause nichts. Da schmerzte jeder Schritt.


lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

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Re: Erfahrungen mit PRP - (Eigenblutbehandlung)

#30580

Beitragvon Gloria » 30.03.2022, 19:37

Ja, bin mir ganz sicher : )
Juli 2020 Levofloxacin und Metronidazol


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