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Durchfälle und Escherichia coli

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Undnocheiner
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Durchfälle und Escherichia coli

#17160

Beitragvon Undnocheiner » 19.11.2019, 01:42

Hallo,

gibt es hier jemanden der Ahnung von Bakterien hat und meine Idee mal überprüfen kann?
Es ist zwar kein direktes Fluorchinolone Problem, könnte damit aber zu tun haben,
da ja auch viel Unverträglichkeiten haben ...
Hier der Text, falls die Seite irgendwann nicht mehr geht, hoffe ich verstosse damit nicht gegen Regeln / Copyright

Zitat Quelle:
https://www.scinexx.de/news/medizin/unb ... -entdeckt/

Unbekannter Phage in unserem Körper entdeckt Neue Virus-Art infiziert das Darmbakterium Escherichia coli.
Mikrobieller Mitbewohner: Mediziner haben in unserem Körper eine bisher unbekannte Phagen-Art entdeckt - ein Virus, das Bakterien befällt. Die neu entdeckte Spezies infiziert das Darmbakterium Escherichia coli. Damit könnte sie auch eine Rolle für die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen unter diesen Keimen spielen, wie die Forscher berichten. Denn Phagen können Resistenzgene auf ihre bakteriellen Wirte übertragen.

Der Mensch hat zahlreiche mikrobielle Mitbewohner: Überall auf und in uns leben winzige Organismen - darunter auch Milliarden von Bakteriophagen. Diese speziellen Viren infizieren Bakterien, um sich zu vermehren. Aufgrund ihres schädlichen Einflusses auf die Keime gelten sie inzwischen als möglicher Antibiotika-Ersatz. Gleichzeitig haben die Phagen aber auch eine Schattenseite - Studien deuten darauf hin, dass sie Resistenzgene auf Bakterien übertragen und dadurch Antibiotikaresistenzen fördern können.

Mehr über die Phagengemeinschaft und ihr Wirken in unserem Körper herauszufinden, ist für Mediziner daher von großem Interesse. Catia Pacifico von der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems und ihre Kollegen haben sich dabei nun speziell jenen Viren gewidmet, die das Darmbakterium Escherichia coli angreifen. Dieses Bakterium spielt für eine ganze Reihe von Erkrankungen eine Rolle und gilt als eine häufige Ursache für Krankenhausinfektionen.
Eine neue Art

Für ihre Studie analysierten die Wissenschaftler 111 Proben von Körperflüssigkeiten wie Blut und Urin, die sie Patienten in einem österreichischen Krankenhaus entnommen hatten. Das Ergebnis: Bakteriophagen, die bestimme E. coli-Stämme infizieren können, fanden sich in fast jeder siebten Probe. Insgesamt identifizierten Pacifico und ihre Kollegen dabei 43 unterschiedliche Phagenarten.

Das Spannende: Neben bereits bekannten Vertretern von Pedovirus- und Tequintavirus-Phagen stießen die Forscher auf eine bisher unbekannte Spezies aus der Unterfamilie der sogenannten Tunavirinae. „Das Vorhandensein von Phagen in so vielen Proben und die Entdeckung einer neuen Art zeigen, wie wenig wir über Phagen im menschlichen Körper wissen“, kommentiert Pacifico.

Verbreitung auch ohne Wirt

Interessant auch: In fast zwei Drittel der Fälle ließen sich in den Proben zwar Phagen, nicht aber ihre bakteriellen Wirte nachweisen. „Das legt nahe, dass Phagen auch in Abwesenheit ihrer Wirtsbakterien von A nach B transportiert werden können“, erläutert Pacificos Kollegin Friederike Hilbert.

Weil eine unkontrollierte Verbreitung von Phagen womöglich die Bakteriengemeinschaft im Körper aus dem Gleichgewicht bringt und Resistenzen fördert, untersuchten die Wissenschaftler in einem nächsten Schritt, ob sich die Viren mithilfe krankenhausüblicher Desinfektionsmittel bekämpfen lassen. Tests mit isolierten Phagen offenbarten: Das ist keineswegs immer der Fall. „Unsere Ergebnisse zeigten, dass nicht alle Desinfektionsmittel gleich gut in der Lage sind, Phagen zuverlässig zu zerstören“, berichtet Hilbert.
„Virale Dunkle Materie“

Die Forscher hoffen, mit ihren Erkenntnissen einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Phagen und ihrer Rolle für die menschliche Gesundheit zu leisten. Trotz des zuletzt gestiegenen Interesses an diesen auf Bakterien spezialisierten Viren gehörten sie noch immer zur „viralen Dunklen Materie“ unseres Körpers.

Auch die Bedeutung der Phagen für die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen liegt dem Team zufolge noch größtenteils im Dunkeln. „Die zunehmende Resistenz von Bakterien ist weltweit ein großes und wachsendes Problem und Phagen tragen dazu auf bisher kaum verstandene Weise bei“

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Ich nehme den Saft Colibiogen oral ein, um die Unverträglichkeiten / Durchfälle etwas zu lindern, nach dem obigen Text viel mir ein,
das Escherichia coli in dem Saft ist. (Soll keine Werbung sein) Beschreibe nur meine Erfahrung.

Gibt es da einen Zusammenhang, oder ist das Zufall?

Als ich mal das Antibiotikum Cefuroxim nehmen musste, waren die Beschwerden in der Einnahme Zeit weg, auch Fruktose hat
keine Probleme mehr gemacht, nach Beendigung der Einnahme gingen die Beschwerden wieder los.
Bekämpft das Cefuroxim den Escherichia coli, oder konnte sich das dadurch erholen?
Oder wurden ev. die Viren dezimiert die den Escherichia coli befallen?

Auch wenn ich Kohlenhydrate mische (beim essen) schlägt es immer wieder durch, in Form von Bauchbeschwerden und Durchfall.
Wenn ich die Kohlenhydrate Zeitlich trenne, werden die Beschwerden weniger, trotzdem gibt es dabei Ausnahmen.

Was machen die Escherichia coli genau im Magen Darm? Haben die etwas mit Kohlenhydrate / Fruktose zu tun,
eine gewisse Anzahl muss wohl vorhanden sein im Magen Darm nur eben nicht wo anders.

Kann es sein das ich zu wenig oder zu viel davon habe, oder das sie eben infiziert sind, (was oben im Bericht steht)

Kann mir das jemand so erklären, damit ich das als Leihe auch verstehe?
Einen Zufall schliesse ich aus, da ich seit Jahren damit zu kämpfen habe und alles mögliche ausprobiert habe.

Kann man die Menge der Escherichia coli im Stuhl bestimmen und auch prüfen ob sie befallen sind?

Vielleicht hängt das ja alles miteinander zusammen, die Fluorchinolone Beschwerden reichen völlig aus,
wenn wenigstens die Verdauung wieder funktionieren würde, dann käme wieder ein wenig Lebensqualität zurück,
zudem könnte ich mir vorstellen, das andere Beschwerden dann auch nachlassen würden,
wenn die Verdauung wieder anständig funktioniert ....

VG

Edit Uschi: Bitte Zitate als solche kennzeichnen, funktioniert mit dem Icon "quote" (4tes von links bei den Textmarkierungsicons). Danke.



cf12
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Re: Durchfälle und Escherichia coli

#17163

Beitragvon cf12 » 19.11.2019, 12:40

Hallo,

wo Bakterien sind, gibt es auch Phagen und der o.g. Mechanismus wurde bisher nicht als Ursache für unsere Beschwerden nachgewiesen. Außerdem gibt es vielfältige Quellen für resistente Keime. Bei den permantenten Beschwerden wäre u.a. eine umfangreiche Stuhluntersuchung zu empfehlen (z.B. Medivere im Internet oder bei Dr. Pieper in Konstanz).

Die Therapie besteht u.a. in der Versorgung der Schleimhaut mit kurzkettigen Fettsäuren (z.B. Buttersäure aus Ghee Butter: Indischer Butterschmalz) und langsam einschleichend Inulin sowie bei Bedarf Stärkepräparate (z.B. Kartoffmehl und/oder kalte Kartoffeln) zur Vermehrung der gesunden Darmbakterien.

Eine Diät (z.B. keine Milch, selten tierisches Eiweiß etc.) unterstützt evtl. kurzfristig die Therapie, führt aber mittelfristig zu Mangelerscheinungen, wenn die fehlenden Aminosäuren/Mikronährstoffe nicht mittels Aminosäuregemischen/NEM zugeführt werden (regelmäßige Blutuntersuchung einschließlich Aminogramm). Viel Erfolg! :)

Viele Grüße

cf12

Manny4
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Re: Durchfälle und Escherichia coli

#17392

Beitragvon Manny4 » 29.11.2019, 07:31

Stimme an dieser Stelle cf12 voll und ganz zu.

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Undnocheiner
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Re: Durchfälle und Escherichia coli

#17430

Beitragvon Undnocheiner » 01.12.2019, 01:15

Hallo,

wo Bakterien sind, gibt es auch Phagen und der o.g. Mechanismus wurde bisher nicht als Ursache für unsere Beschwerden nachgewiesen. Außerdem gibt es vielfältige Quellen für resistente Keime. Bei den permantenten Beschwerden wäre u.a. eine umfangreiche Stuhluntersuchung zu empfehlen (z.B. Medivere im Internet oder bei Dr. Pieper in Konstanz).

Die Durchfälle fingen nicht mit Fluorchinolon, sondern mit Amoxicillin an, das bekam ich mehrmals,
dann Magen / Darm Spiegelung. War ohne Befund, dann beim Fruktosetest positiv
dann hiess es Fruktose meiden. Dann bekam ich das erste mal Fluorchinolon verpasst und später noch ein paar mal.
Der Gastroent. hat damals auch den Stuhl auf diverse Sachen geprüft, auch auf den Helicobakter, war alles ok.
Ich wusste damals nichts von FC und habe durchweg versucht Fruktose zu meiden, die Sturzdurchfälle wurden minimal weniger, aber ich bekam es nicht in den Griff, bis heute.
Inzwischen weiss ich das die KH trennung etwas hilft und der Saft.

Die Therapie besteht u.a. in der Versorgung der Schleimhaut mit kurzkettigen Fettsäuren (z.B. Buttersäure aus Ghee Butter: Indischer Butterschmalz) und langsam einschleichend Inulin sowie bei Bedarf Stärkepräparate (z.B. Kartoffmehl und/oder kalte Kartoffeln) zur Vermehrung der gesunden Darmbakterien.

Eine Diät (z.B. keine Milch, selten tierisches Eiweiß etc.) unterstützt evtl. kurzfristig die Therapie, führt aber mittelfristig zu Mangelerscheinungen, wenn die fehlenden Aminosäuren/Mikronährstoffe nicht mittels Aminosäuregemischen/NEM zugeführt werden (regelmäßige Blutuntersuchung einschließlich Aminogramm). Viel Erfolg! :)

Diverse Sachen weg lassen möchte ich nicht, wie Du schon schreibst, Mangelerscheinungen brauche ich nicht auch noch, dann lieber 1 mal mehr Durchfall.
Die Stuhl und Blutuntersuchungen müssen vermutlich wieder selber bezahlt werden, oder bezahlt auch mal etwas die Krankenkasse? Finanziell geht gar nichts mehr, es ist schon ein Krampf den Saft zu bezahlen. Ich drehe mich im Kreis, ich weiss.

VG

cf12
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Re: Durchfälle und Escherichia coli

#17433

Beitragvon cf12 » 01.12.2019, 02:09

Hallo,

leider übernimmt die GKV die Kosten für einige nützliche Untersuchungs- und Behandlungsverfahren nicht. Inzwischen habe ich mit der Einnahme von freien (essentiellen) Aminosäuren begonnen, um die Reparaturprozesse im Körper optimal unterstützen zu können (siehe auch Link). Gute Besserung! :)

Viele Grüße und einen schönen 1. Advent

cf12

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Undnocheiner
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Re: Durchfälle und Escherichia coli

#17536

Beitragvon Undnocheiner » 04.12.2019, 18:35

Hallo,

ja dieses permanente selber bezahlen ist das Letzte.
Egal wo ich hin gehe, immer dazu bezahlen, oder komplett selber bezahlen.

Nach einigen Jahren sind die Reserven nun mal aufgebraucht.
Als hätte man nicht schon genug Sorgen,
zudem warte ich seit über 6 Monaten wieder auf den MDK,
die Tage steht auch mal wieder ein Gutachter Termin an, wegen der EM-Rente.

Schade, ich hatte gehofft das meine Entdeckung mich ein wenig weiter bringt,
aber toll, das es euch hier gibt, das hält mich noch bei Stange.

VG


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