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Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

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BarbH
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Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18044

Beitragvon BarbH » 04.01.2020, 16:42

Liebe Foris,
ich würde gerne ein Diskussions-Thema über die Psyche allein starten, denn mich beschäftigt das sehr.
Ich fühle mich derart kaputt und kann nicht verstehen, warum ich diese Ausmaße erst nach knapp 1,5 Jahren jetzt erleben muss.

Gibt es von Euch noch jemanden, der erst nach so langer Zeit (schwere) Probleme bekommen hat?

Ist das bei Euch wieder weggegangen, oder hat sich das irreversibel entwickelt?

Ich habe furchtbare Angst inzwischen.

Liebe Grüße
Barbara


August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Floxi
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18049

Beitragvon Floxi » 04.01.2020, 22:44

Hallo Barbara,

ich hatte zwar selber persönlich im 1. Jahr massive ZNS Symptome erlebt, die sich dann um den 18. Monat wieder hochgeschaukelt haben.
Habe jetzt öfters gelesen, dass es um den 18. Monat nochmal zu einem größeren Schub kommen kann.
Daher wundert mich das bei dir nicht.

Gute Besserung!
Ende April 2017
5 Tage 2x 250mg Ciprofloxacin

September 2014
Ciprofloxacin 250mg ( Dosierung nicht mehr bekannt)

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18051

Beitragvon BarbH » 04.01.2020, 23:03

Hallo Floxi,

und wie lange muss man das denn so aushalten?
Ich bin jetzt so richtig drin seit 13 Tagen und Anfang des 17. Monats.

Was ich zusätzlich nicht verstehe:
Morgens geht es mir derart schlecht, dass ich am liebsten von der Brücke springen würde, weil ich den Zustand kaum aushalte,
in den Abendstunden - wie jetzt - beruhigt es sich und die Unruhe innerlich geht zurück. Ich kann direkt etwas aufatmen. Das Blubbern und boxen am Mageneingang lässt sich aushalten und beeinflusst mich kaum. Herz und Puls sind ruhig.
Ich kann dann einigermaßen gut ins Bett und schlafe auch gut - bis ich am Morgen wieder in der Hölle aufwache und mich wieder bis zum Abend herumquälen muss.

So geht das nun täglich und ich verzweifle fast daran. Warum ist so? Weißt Du es?

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18054

Beitragvon Floxi » 05.01.2020, 00:00

Evt könnte es bei dir mir der Cortisolausschüttung am Morgen zusammenhängen. Falls es so bleibt, kannst du mal es mal testen lassen.
Wie schläfst du? Falls du zb an Schlafapnoe leidest, könntest du morgen ebenfalls erhöhte Cortisolwerte aufweisen.

Mein persönlicher 1,5 Jahresschub dauerte etwa 3 Monate. Danach ging es vorallem mit hochdosiertem B1 rasant besser.
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18055

Beitragvon BarbH » 05.01.2020, 00:12

Vielen Dank. Dann werde ich das am Montag bei meiner Ärztin auch mal ansprechen, ob sie das mit testen kann.
Ob ich an Schlafapnoe leide, kann ich nicht sagen. Ich werde nur mindestens 1x nachts wach, weil ich "muss".
Manchmal sogar bis zu 6 mal. Ist furchtbar. Das habe ich vor Flox auch nicht gehabt. Da habe ich durchgeschlafen.

Schade, dass Wünsche nicht in Erfüllung gehen, dann würde ich mir wünschen, dass jeder Arzt, der dieses Zeug verschreibt, zwei Packungen selbst erstmal schlucken muss.
Danach würden Fluorchinolone garantiert nicht mehr verschrieben. Wetten?

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18084

Beitragvon NiewiederCipro » 06.01.2020, 13:18

Liebe Barbara,
was Floxi Dir geschrieben hat bzgl. Schub um den 18. Monat postflox, kann ich ebenfalls bestätigen. Habe auch 19 Monate postflox einen massiven Rückfall gehabt mit fast allen Anfangssymptomen. Die Intensität betrug ca.
80 % der Anfangsbeschwerden. Es war zum Verzweifeln. Dachte, ich schaffe das nie!
Es war im Oktober und dauerte ca. zwei Monate bis Mitte Dezember.

Jetzt ist es (fast) wieder gut ;)

Du schaffst das!!!

Aber: Egal wie schwer es ist, diese "Experimente" mit Nutella-Brötchen etc., also Zucker, würde ich mich die nächste (lange!!!) Zeit nicht trauen. Es kann Dich zurück in die Hölle bringen und das ist mir keine kleine Sünde und kein Ausrutscher der Welt wert.

Ich habe selbst eine massive Verschlechterung der Symptome bemerkt (auch psychisch), wenn ich die gute Ernährung habe schleifen lassen :(

Leider!

Der Schub wird vorüber gehen, keine Sorge. Und das die Stimmung im Laufe des Tages schwankt, das hatte ich auch. Bei mir war es abends immer besser, morgens hätte ich mich aber erschießen können :scared-shocked:

Ich denke, da spielen noch so viele Hormone mit rein, da steckt man echt nicht drin.

Ich persönlich fahre am besten mit den alt bekannten Mittelchen Magnesium, Vit D3 und K2 sowie B-Vitamine.

Ich traue mir keine Experimente mit anderen NEM oder Tabletten zu.

Ich fühle mit Dir.

Alles Liebe von Pia
Ciprofloxacin 7 Tage im März 2018,
danach noch 3 Tage intravenös erhalten :confusion-shrug:

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18097

Beitragvon BarbH » 06.01.2020, 16:32

Liebe Pia,
vielen Dank für Deinen Bericht. Er macht mir wirklich so viel Hoffnung, zumal, wie in "Meiner Geschichte" beschrieben, meine Hausärztin inzwischen auch anfängt, dass ich zum Psychiater soll.
Ginge es nach ihr, müsste ich nur Antidepressiva nehmen.
Wohl auch aus meiner Ablehnung heraus, zieht sie sich nun scheinbar zurück und viel Hilfe, außer Blutabnahmen und Rezepte, erwarte ich nicht mehr.

Ich schwöre es: Nutella und weitere Ausuferungen mache ich nicht mehr und auch mit den NEMs mache ich keine Experimente mehr.
Ich nehme jetzt nur noch das notwendigste, das ich bisher vertragen habe:

Magnesium Citrat
Kalium 1 Kapsel
Taurin
Vitamin A
Vitamin C
Vitamin D
Vitamin K

Auf Vitamin B reagiere ich inzwischen auch und vertrage leider auch kein Keltican mehr, welches ich am Anfang ohne Probleme einnehmen konnte.

Damit komme ich dann hoffentlich erstmal über die Runden, bis ich bei Dr. Rocke war.

Mir geht es im Moment wieder etwas besser und ich habe sogar ein wenig Energie zurück. Vor 3 Stunden habe ich wieder mit Vitamin D angefangen (2.000 I.E.) und mein Blutdruck bleibt konstant im grünen Bereich.
Ich habe seit Freitag nichts mehr genommen, wegen der Blutabnahme und diese Tagen waren prompt die fürchterlichsten in der letzten Zeit mit meinem Blutdruck. Jetzt, nach Einnahme, absolut toll wieder.

Vitamin K vertrage ich extrem schlecht, von Anfang an. Das versuch ich jetzt mal statt Tropfen, als Kapsel mit dem Essen. Vielleicht klappt das dann besser.

Wenn's mir wieder schlechter geht, werde ich Deinen Beitrag durchlesen. Er wird mir helfen, weiterhin positiv zu bleiben. Vielen Dank.

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18101

Beitragvon annalorenz » 06.01.2020, 21:48

Hallo Barbara,
ich kann leider nicht so viel beitragen zu deiner Frage, da ich erst 10 Monate postflox bin :| den letzten schlimmeren Schub hatte ich bei ca. 8 Monaten.
Ich fühle nur so mit dir, weil mich die Ärzte mittlerweile auch als Psycho abstempeln. Ich gehe regelmäßig zur Gesprächstherapie damit meine Ärztin sieht, dass ich kooperativ bin. Aber bis jetzt sagen alle Ärzte, dass es psychosomatisch ist. Auch einige Freunde stellen mich als Hypochonder dar :(
Antidepressiva wollten Sie mir auch schon einreden. Die Therapeutin hat jetzt die Diagnose Agoraphobie mit Panikstörung gestellt. Und ich soll mich meinen Ängsten stellen, dann wir das auch mit dem Schwindel besser. Es hat sich eh alles schon gebessert. Das sehe ich zwar in vielen Momenten nicht so aber oft denke ich zurück und dann denke ich schon, dass es von Anfang bis jetzt eine gute Verbesserung gibt. Immer mal wieder Tage wo es schlecht ist..
Leider ist es nur seit ein paar Wochen so, dass gar nichts mehr voran geht. Andauernd begleitet mich dieser unterschwellige Schwindel.. zweitweise war er auch schon mal verschwunden aber seit meinem letzten Schub ist er ununterbrochen wieder da :(
Manchmal zweifle ich wirklich selber an mir und frage mich, ob nicht alle recht haben und ich ein Psycho (mittlerweile) bin. Angefangen hat alles mit dem AB aber mittlerweile hat sich vill alles schon so festgefahren, dass auch das eine Erklärung sein könnte.

Liebe Grüße

Anna

Levoflox26
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18105

Beitragvon Levoflox26 » 07.01.2020, 12:15

Hallo Barbara,

Magnesium Citrat
Kalium 1 Kapsel
Taurin
Vitamin A
Vitamin C
Vitamin D
Vitamin K


Kannst du mal dazu schreiben, in welcher Dosierung du das alles nimmst? Wie sind deine Blutwerte bzgl. Kalium, Vit A, Vit B12? Und nimmst du nicht auch noch Myrtaven, das fehlt in deiner Aufzählung. Dass du auf Vit B reagierst machst du am Keltican fest? Das enthält ja auch noch andere Wirkstoffe: Uridinmonophosphat, Folsäure, Natrium...
Warum nimmst du das Kalium? Die Elektrolyte (Kalium, Natrium, Kalzium...) sind im Körper genau austariert. Nimmst du jetzt nur Kalium könnte dies vielleicht den Elektrolythaushalt durcheinander bringen. Wurde dir die Einnahme vom Arzt auf Grund deiner Blutwerte verordnet oder nimmst du das "nur so"? Ich wäre da lieber sehr vorsichtig, denn ein Ungleichgewicht kann durchaus Folgen haben. Bitte informiere dich da gut.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18151

Beitragvon Krabiwi » 08.01.2020, 05:44

Hallo BarbH,

da du mir mehrer PN's geschickt hast nun eine Rückmeldung obwohl ich mein Engagement aus nachvollziehbaren Gründen hier auf ein absolutes Minimum beschränke und das heute eine Ausnahme war. Du machst dich selbst (und andere) viel zu sehr verrückt, wie bereits erörtert bist du "nur" ein mittelschwerer Fall und hast gute Chancen es in 2-3 Jahren überstanden zu haben wenn du dich halbwegs an die Therapieansätze hältst. Du musst auch nicht groß experimentieren, denn das meiste bringt wenig bis gar nichts, schaffe Distanz zu Flox, konzentriere dich auf das Privatleben, Arbeit und Hobbies und schaukele die Jahre so gut wie möglich runter.

Auch die sog. Psyche wird über Zellen und intrazelluläre Vorgänge in den Nervenzellen definiert und ist somit im Grunde physisch also materiell aus Fettsäuren, Aminos/Enzymen und Cofaktoren aufgebaut wobei die synaptische Vernetzung, ATP, ANtioxidantien und ROS Niveau eine wesentlich Rolle spielt. Ahnungslose Ärzte schieben Dinge die sie selbst nicht verstehen gerne auf die "Psyche" um dem Patienten die Schuld zuzuweisen.

Dein aktueller Schub stammt wahrscheinlich von dem Glas Nutella. Es spricht nichts gegen kleine Dosierungen, aber ein ganzes Glas flutet die Zellen und Mt schlagartig mit Glucose und erhöht den oxidativen Stress massiv. Die bereits beschädigten Mt schießen sich bei Glucoseüberladung ihre DNA gegenseitig mit freien Radikalen noch mehr kaputt, was bekanntlich aufgrund der mitochondrialen Dynamik zu verzögerten Schüben führen kann.

Da neue Symptome dazu kamen sind nun womöglich neue Schäden entstanden, betrachte das als Lektion.

Solche ruckartigen Extreme daher bitte in eigenem Interesse vermeiden, niemand kann dich vor dir selbst beschützen.

MfG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18156

Beitragvon BarbH » 08.01.2020, 12:13

Vielen Dank, Krabiwi für Deinen Beitrag.
Es tut mir leid, wenn ich mit meinen Fragen und Problemen die Leute verrückt gemacht und damit wohl auch genervt habe.
Ich werde mich künftig zurückhalten.

Lieben Gruß
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18158

Beitragvon BarbH » 08.01.2020, 12:34

Liebe Uschi,
ich möchte noch Deine Fragen beanworten.

Myrtaven (hatte ich vergessen, stimmt)
nehme ich 2 Kapseln täglich, morgens und abends

Magnesium Citrat - 450-550mg
Kalium 1 Kapsel - 200mg (wurde mir von Dr. Gahlen nach meiner Untersuchung empfohlen. Ich hatte anfangs 4 Kapseln (800mg), weil ich in der Zeit Herz-Rhythmus-Störungen hatte. Inzwischen nehme ich nur noch 1 Kapsel mit 200mg.

Taurin - ca. 3g Pulver. 2x über den Tag verteilt im Wasserglas (je 1,5g)
Vitamin A - 1 Kapsel wegen meiner Augen (3000 ug)
Vitamin C - 1000mg
Vitamin D - zur Zeit 2400 I.E. (2x 1 Tropfen + Pumpspray mit 400mg)
Vitamin K - 1 Tr.

Bis auf Taurin und Vitamin A wurde mir das vom Arzt empfohlen.

30.10.19 wurde Magnesium überprüft - war im Normbereich
Vitamin B12 war zu hoch, jedoch hatte ich den Fehler gemacht, hochdosiert weiter einzunehmen, ohne Pause zur Blutabnahme. Ob ich es dadurch verfälscht habe, kann ich nicht genau sagen, aber ich habe im Augenblick deshalb auch kein B12 mehr genommen.
Normal war 197,0-770,0 - ich hatte 891,0 pg/ml

Mehr an Vitaminen wurde bisher nicht mehr getestet. Ich werde das sicher wieder gemacht bekommen, wenn ich im Februar bei Dr. Rocke bin. Bis dahin warte ich ab und beschränke mich auf das nötigste.

Liebe Grüße
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18163

Beitragvon Karlken » 08.01.2020, 15:52

Hallo Barbara

Nein, du hast nicht genervt.

Alle hier, so auch ich, haben volles Verständnis für deine Ängste und Sorgen.

m.f.G.
Karlken
Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18164

Beitragvon Nina » 08.01.2020, 16:13

Hallo Barbara,
ich denke, dass man in diesem Forum auch seine Ängste teilen kann.
Letztendlich sitzen wir doch Alle im selben Boot und kennen diese Ängste und jeder fällt mal in ein Loch.
Auch wenn ich nicht groß helfen kann bin ich gedanklich bei dir und wünsche dir, dass es bald wieder Bergauf geht.
Das gute ist doch, dass du selbst gesagt hast, dass du teilweise schon Beschwerde frei warst, daher weißt du doch, dass es wieder vorbei geht und mit der Zeit kommen die Schübe bestimmt immer seltener und irgendwann bestimmt garnicht mehr. Ich wünsche dir alles liebe.
Viele Grüße
Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18165

Beitragvon cf12 » 08.01.2020, 16:27

Hallo liebe Barbara,

Dein Vitamin B12 Wert war nicht zu hoch (siehe auch Link) und Du kannst die Lutschtabletten weiter einnehmen. Ein evtl. Vitamin B12 Mangel hemmt die Serotoninproduktion des Körpers und kann psychische Probleme verursachen. Gute Besserung! :)

Viele liebe Grüße

cf12

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18166

Beitragvon Maximus » 08.01.2020, 16:47

Hallo cf12,

die Homocysteinkonzentration ist nicht nur abhängig von B12 und Folsäure.

Folgende Faktoren können zu einer Erhöhung der Homocysteinkonzentration führen:

genetischen Varianten der beteiligten Stoffwechselenzyme
einem Mangel der Kofaktoren Folsäure bzw. Vitamin B2, B6 und B12
Einnahme von Medikamenten (z. B. Folsäureantagonisten wie Methotrexat, Trimethoprim
und Antiepileptika, bzw. Fibrate oder Nikotinsäure)
Rauchen
chronischem Nierenversagen
höherem Lebensalter, vor allem bei Frauen.
sehr häufiger Genuss von Kaffee

Es müssen Probengefäße mit einem speziellen Hemmstoff verwendet werden, da andernfalls die Erythrozyten
in der Blutprobe weiter Homocystein aus Adenosylmethionin bilden. Der Anstieg beträgt etwa 10% pro Stunde.
Alternativ kann das Blut sofort nach Entnahme zentrifugiert und das Serum abgetrennt werden (Präanalytik).

https://flexikon.doccheck.com/de/Homocystein
https://www.ihp-labor.de/articles/homocystei

Zu den B12 Normwerten siehe: https://www.labor-enders.de/688.html

Gruß
Maximus

cf12
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18167

Beitragvon cf12 » 08.01.2020, 16:53

Hallo Maximus,

vielen Dank für den Hinweis! Dr. Strunz kann die Problematik in den News nur verkürzt darstellen und weiß bestens über die Cofaktoren Bescheid (er hat 12 Jahre sein eigenes Labor geleitet). :think:

Viele Grüße

cf12

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18169

Beitragvon Maximus » 08.01.2020, 17:33

Hallo Barbara,

es besteht kein Grund zur Zurückhaltung.

Ich schließe mich Karlken und Nina an: Wir alle sitzen im selben Boot und kennen diese Ängste und jeder fällt mal in ein Loch.

LG
Maximus

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18172

Beitragvon Levoflox26 » 08.01.2020, 19:49

Liebe Barbara,

Maximus hat geschrieben:Hallo Barbara,

es besteht kein Grund zur Zurückhaltung.

Ich schließe mich Karlken und Nina an: Wir alle sitzen im selben Boot und kennen diese Ängste und jeder fällt mal in ein Loch.

LG
Maximus


Genau so wie meine Vorschreiber sehe ich das auch. Ich schreibe auch meist, wenn es mir besch... geht. Alleine das los zu werden, an Menschen, die wissen wovon ich rede ist da schon eine Hilfe. Du nervst ganz sicher nicht. Siehst du ja auch, es wird versucht dir zu helfen. Alles gut.

Lass dich mal drücken. :romance-caress:

lg uschi

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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18176

Beitragvon BarbH » 08.01.2020, 23:16

Liebe Nina und liebe Uschi,
lieber Karlken und lieber Maximus,

vielen lieben Dank für Eure aufmunternden Worte. Ich war echt geknickt, aber freue mich sehr, dass ich weiter schreiben darf.
Mache ich direkt auch, aber in einem anderen Threat, weil ich eine Ernährungsfrage habe :)

Liebe Grüße an Euch alle
Barbara
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18683

Beitragvon Harry Davis » 28.01.2020, 09:13

Hallo Barbara,

Deine Ängste, Panik und das alles drumherum verstehe ich zu 100%. Das kenn ich sehr genau. Ich kann Dir
nicht wirklich versprechen das Dir hilft was mir hilft/geholfen hat. Aber ich sags mal:

Als ich diese Panikattacken hatte - und die waren extrem heftig für Stunden - bin ich einfach losgelaufen und
stundenlang unterwegs gewesen. Egal ob im Wald oder von einem Geschäft ins andere. Das hat mich abgelenkt.
Anfangs war es sogar wie ein Zwang "zu flüchten", später war es eine Ablenkung. Also ich bin einfach losgegengen
wenn ich gemerkt habe das "es" wieder kommt.

Zweitens bin ich von vornherein total offen mit meinem Problem umgegangen. Ich habe einfach zu meinen Freunden
und Verwandten gesagt wie es um mich bestellt ist. Anfangs wusste ich ja den Grund nicht, später habe ich es meiner
Umwelt erklärt. Auf jeden Fall gab es nur wenige Menschen die das nicht verstanden haben. Da bin ich auch nicht sauer.

Die meisten Menschen waren jedoch für mich da, sagten manchmal das es für sie unvorstellbar ist. Allein
das zuhören, mal in den Arm genommen hilft unglaublich viel wenn "es" da ist. Da bin ich den Menschen schon sehr
dankbar. Etwas Training im Fitnesscenter tut auch gut sofern man seinen inneren Schweinehund überwinden kann.

Was mir auch geholfen hat ist die Offenheit meiner Ärzte. Beide, Hausarzt und Nervenarzt hatten wohl schon von
den gerissenen Sehen gehört aber nichts von den psychischen Problemen. Die beiden haben dann für mich ein
gering dosiertes Antidepressivum gefunden das mir hilft. Ich gehe davon aus das die Probleme vorbeigehen und
bis dahin nehme ich das Zeugs auch.

Das Dir jemand zuhört und ehrlich mit Dir ist, das Du nicht allein sein solltest.... ist sehr wichtig meine ich.

Ich denke Du kannst hier alles loswerden, Dir von der Seele reden. Wir wissen hier was Du durchmachst.
Aber versuch mit Deinen Freunden zu reden. Und versuch Dich nicht hinein zu steigern.

LG Harry

Neri
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Re: Psychische Probleme nach erst nach 1,5 Jahren?

#18713

Beitragvon Neri » 29.01.2020, 15:55

Liebe Barbara, lieber Harry

Ich bin ganz bei euch!
Eine der NW bei mir ist tachycyrdie. Der hohe Puls, bei recht gutem Blutdruck im unteren Normbereich, macht mich unruhig und ist extrem unangenehm.
Auch mir hilft dann Bewegung, auch wenn ich nur Max eine Stunde spazieren gehen kann, zuviel körperliche Belastung und ich werde extrem schlapp und mir wird übel. Also nur so viel, wie es für mich! gut ist. Da muss sicher jeder sein eigen Mass finden.
Vielen von uns wird dann schnell alles als Depression verkauft. Im Beipackzettel von ciprofloxacin aristo ist u a tachycardie als NW aufgeführt. Was mir noch hilft —

Autogenes Training und Atemübungen, progressive Muskelentspannung, täglich,
Lavendel zb lasea, Baldrian, Kontakte mit lieben Menschen — auch von unserem Forum hier. Auch guter Schlaf ist für mich Gold wert.
Ich habe zwar keine ein bzw durchschlafprobleme, aber im Zusammenhang mit der tachycardie habe ich heraus gefunden, dass Baldrian tagsüber und melatoninkapsel abends mich gut runterkommen lassen. Und am nächsten Tag ist der serotoninspiegel wohl auch besser — das glückshormon.
Die Unsicherheit und Zweifel, weil kein doc einen ernst nimmt, machen auch ängstlich und klein. Und genau dafür ist dieses Forum ein Segen und wenn wir es tatsächlich schaffen den e. V. zu gründen, werden wir für uns auch irgendwann mehr Hilfe seitens der Politik und Medizin erfahren. Darum engagiere ich mich auch hier, es tut mir gut und hilft ein wenig den Frust und die manchmal aufkeimende Wut zu kompensieren.

Ich wünsche euch alles liebe und! Nicht nachlassen! Vg neri :P
Ciprofloxacin ARISTO 500 mg - 3 Tage - 2016

Schön, dass es euch gibt :P


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