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Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

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BarbH
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Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23376

Beitragvon BarbH » 19.08.2020, 15:00

Hallo,
ich bin mir nicht sicher, ob es hier die richtige Rubrik ist. Wenn nicht bitte verschieben.

Ich möchte Euch gerne über einen Bericht informieren, den ich heute gelesen habe. Ich bin ehrlich so wütend über diese Aussagen.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... uf-119547/

Liebe Grüße
Barbara


August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Kata
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23379

Beitragvon Kata » 19.08.2020, 15:23

liebe barbara
ich habe den artikel gelesen und verstehe dich sehr gut. bitte rege dich aber nicht zu sehr auf, wir sollen doch stress meiden, weil das garnicht gut ist für uns.
ganz liebe grüße sende ich dir
kata

Levoflox26
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23382

Beitragvon Levoflox26 » 19.08.2020, 16:15

Hallo zusammen,

Ja, ich hatte das auch gelesen, nachdem Schorsch mich drauf hin gewiesen hat und wollte den Artikel verlinken. Hab's dann aber vergessen, vielen Dank, Barbara. Werde ihn nachher auch an die passende Stelle verschieben.

Besonders aufgestoßen ist mir dies:

Was die Fluorchinolone allerdings auszeichne, sei ein eigenes Nebenwirkungsprofil. Neben den üblichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) wie gastrointestinale Störungen und leichten ZNS-Symptomen (Schwindel, Schlafstörungen), die für viele Antibiotika typisch seien, träten etwa Allergien deutlich seltener auf.


Wie kann man da von "auszeichnen" sprechen??? :o :roll: Und toll, dass es weniger Allergien gibt. Ich würde dann bitte gerne den Rolli gegen einen Heuschnupfen austauschen. :angry-cussing:

Schade, dass man keine Kommentare hinterlassen kann...

Trotzdem, bitte nicht aufregen, das macht nur unnötig Stress und Stress ist Gift für uns.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23384

Beitragvon EagleEyeC » 19.08.2020, 16:32

Ich weiss, es ist schwierig. Aber der Artikel ist keinesfalls schlecht geschrieben. Er zeigt sachlich und klar die Situation auf. Es stimmt alles was darin steht. Und es wird auch klar aufgezeigt, dass Fluorchinolone schwerwiegende NW haben können. Dies kommt uns allen Betroffenen zugute.

Ebenso, dass die Behandlungsdauer so kurz wie möglich zu gestalten ist, schützt zukünftige Patienten.

Fluorchinolone sind essentielle Antibiotika. Sie sind bei vielen Erkrankungen das notwendige übel. Das Problem machen die Hausärzte und Urologen, welche mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23388

Beitragvon BarbH » 19.08.2020, 17:40

Hallo EagleEyeC,

dennoch könnte ich platzen, wenn ich lese "so kurz wie möglich", als würde das schützen können.

Da schreiben die - Zitat: ....kurze Behandlungszeiten offenbar eine Möglichkeit dar, die Schädigung peripherer Nerven zu vermeiden.....

Zu vermeiden.... :evil:

Wie viele haben nur 1 oder 2 Tabletten genommen und wurden schwer geschädigt?

Auch bei mir waren es nur einmalig 2 Tabletten. Ich hatte solche Nervenprobleme gehabt, dass ich zeitweise sogar daran dachte "Schluss zu machen". Noch nie in meinem Leben hatte ich psychische Probleme, bis zur Einnahme von 2 - in Worten: zwei - Tabletten.

Meine bisherigen Behandlungskosten, im Zeitraum von 2 Jahren, belaufen sich bis jetzt auf ca. 10.000,00 Euro an Privatarzt/Labor und NEM-Kosten, bis ich nun wieder ganz gut normal leben kann.

Die Kosten bleiben damit aber nicht stehen, sondern werden weiter laufen, da ich immer wieder mal zur Blutabnahme beim Privatarzt muss, weil meine Kassenärztin mir bereits sagte, dass sie diese Untersuchungen nicht machen kann.

Seit Cipro bin ich zu 90% in privatärztlicher Behandlung als Selbstzahler, da die Kassenärzte einen Zusammenhang mit Cipro entweder abstreiten und dementsprechend nicht die notwendigen Untersuchungen unterstützen, oder die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt.

Die Kasse zahlt die Kosten für dieses Gift, aber die Behandlung der Schädigungen muss der Patient in der Regel dann selbst bezahlen.

Da kriege ich so eine Wut in mir, denn ohne diese "Selbstzahler-Behandlungen" möchte ich nicht wissen, wo ich jetzt noch stehen würde.

Ich gehe heute jede Woche zur Massage (die ich auch bezahlen muss, weil die Krankenkasse immer nur mal 6 Behandlungen übernimmt, von denen man überhaupt nicht viel erreichen kann), zu Privatärzten oder Heilpraktikern, kaufe immer wieder NEMs, muss Bluttests zur Überprüfung machen lassen.....und zum Abschluss vertrage ich nicht mal mehr alles an Nahrung. Muss auf Kohlenhydrate und Zucker achten, weil mir bei der "falschen" Ernährung ein Schub droht und hinzu kommen noch die Bio-Einkäufe, weil ich anderes nicht immer vertrage, schon gar nicht als Dauernahrung.
Und das alles durch 2 Tabletten Cipro.

Nee, so richtig darf ich darüber nicht mehr nachdenken. Meinen Lebensabend hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt.

Diesem Denise Häschke und Professor Dr. Ralf Stahlmann sollte man mal eine Packung Cipro und anschließend Levo verabreichen und danach sollten sie die Frage nach den Fluorchinolonen noch einmal beantworten.

Liebe Grüße
Barbara
August 2018 - Einmalige Tagesdosis von 2 Tabletten Cipro á 500mg

Ferdirsch
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23389

Beitragvon Ferdirsch » 19.08.2020, 17:46

Ich finde den Artikel schlecht, weil suggeriert wird, dass Nebenwirkung durch das Vermeiden von hohen Dosen, das Beachten der Kontraindikationen und gewisser Vorerkrankungen vermieden werden können. Ich denke ein Großteil hier hat weder eine Leber-, Nierenfunktionsstörung, Ehlers Danlos, Diabetes, Epilepsie, ... auch haben hier die wenigsten viele Packungen gebraucht um richtig gefloxt zu werden. Dr. Pieper hat ja auch schon in seinem Buch erklärt, dass er eine Dosisabhängigkeit für unwahrscheinlich hält..

Laien, die den Artikel lesen, könnten denken "ach ich habe ja gar keine Vorerkrankung und ich muss es nur 5 Tage nehmen, da bin ich ja dann zum Glück aus dem Schneider"
Moxiflox 5x 400 mg Dez' 18

Momo
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23390

Beitragvon Momo » 19.08.2020, 18:33

Hallo Ferdirsch,
ich stimme dir zu. Auch ein Autor, der nicht defintiv etwas falsches schreibt, kann falsches suggerieren. Ich kenn die Zeitung nicht, aber es liest sich doch wie Werbung der Pharmakonzerne an Ärzte nach dem Motto " Alles halb so schlimm".

Man sollte die Redaktion zum Beispiel die Zahlen aus dem Buch von Dr. Pieper konfrontieren.

LG Momo
Liebe Grüße Momo
7 Tage Metrodinazol und Ciprofloxacin
Februar 2020

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Maximus
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23391

Beitragvon Maximus » 19.08.2020, 18:38

Hallo Zusammen,

ich finde den Artikel in der Pharmazeutischen Zeitung unerträglich.

Im Presserecht gibt es das Mittel der Gegendarstellung, d.h. eine eigene Darstellung eines
Sachverhalts, über den zuvor in einem Medium berichtet worden war, durch den Betroffenen selbst.

Sie muss durch den Betroffenen schriftlich verlangt und persönlich unterzeichnet werden und in engem
zeitlichen Zusammenhang mit der beanstandeten Berichterstattung verlangt werden, das sind maximal
ca. drei Monate bei Presseerzeugnissen, ca. zwei Monate im Rundfunk.

Die Gegendarstellung darf nur Tatsachenbehauptungen ( keine Meinungsäußerungen ) enthalten !!!

Die Zeitung, die Rundfunkanstalt oder der Internetanbieter ist verpflichtet, die Gegendarstellung unverzüglich
in der nächsterreichbaren Ausgabe des Mediums an derselben Stelle und in derselben Aufmachung zu veröffentlichen wie der beanstandete Artikel, ggf. auch auf der Titelseite (Grundsatz der Waffengleichheit, siehe auch Caroline-von-Monaco-Urteil I). Es ist jedoch zulässig, einen sogenannten Redaktionsschwanz anzuhängen,
in dem das Medium sich z. B. vom Inhalt der Gegendarstellung distanziert.

Wenn das Medium die Gegendarstellung verweigert, kann der Betroffene sie analog §§ 935 ff. ZPO nach den Vorschriften für eine einstweilige Verfügung vor einem Zivilgericht erzwingen, was aber mit Kosten ( Gerichts- und Anwaltskosten) verbunden wäre.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gegendarstellung

............................

Anbei ein Muster Verlangen/Gegendarstellung:

Gegendarstellung (1).pdf
(71.15 KiB) 29-mal heruntergeladen
Gegendarstellung (1).pdf
(71.15 KiB) 29-mal heruntergeladen


Was haltet ihr davon ??

Sollten wir eine Gegendarstellung verlangen ??

VG
Maximus

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23392

Beitragvon Dan1987 » 19.08.2020, 19:38

Meine Vorerkrankung hieß Leben!
Sollen die zwei Pfeifen doch mal eine Packung nehmen,wenn nichts passiert!
Ciprofloxacin 20 Stück
1-0-1

Alfonss
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23393

Beitragvon Alfonss » 19.08.2020, 19:43

Gute Idee Maximus, das wäre mal eine gerechtfertigte Ansage meiner Meinung diesen Artikel zu korrigieren, größte Frechheit überhaupt,

das was die Barbara geschrieben hat, kann ich auch unterschreiben, bei mir kommt noch hinzu dass ich arbeitsloser halb Invalide als Familien Vater geworden bin und ich garnicht weiß wie ich die ganzen Kosten für meine Genesung auf zu treiben soll ohne mein Sommer Haus zu verkaufen, dass eigentlich nicht dafür geplant war, warum übernehmen die beispielsweise keine Stammzellentherapie wie Chemo Patienten ?

:angry-tappingfoot: :angry-cussing:

Zuerst einen zerstören mit den drecks Pillen und dann schön net mal dafür aufkommen , 95 Prozent aller Floxies hier haben tausende Euros und viel schöne Zeit verloren und das mit Leid, und mindestens 95 Prozent hätten kein Fluorchinolone notwendig gehabt, Meiner MEINUNG nach hat ein Fluorchinolone nur was in einer Notfall Ambulanz was zu suchen oder in einer Klinik für bestimmte KRANKHEITEN wo sie vielleicht indiziert sind,

sollen die Hausärzte und Urologen ein gescheites Antibiogramm machen und wenn es sein muss halt dann 3 verschiedene Nicht-Fluorchinolone-Antibiotika verschrieben anstatt einmal Cipro oder so ein Quatsch, das würde auch gehen oder einfach mal sagen: versuchen sie es mit Oregano Öl was bewiesen sogar gegen Antibiotika ressistente Keime seine Wirksamkeit gezeigt hat, aber ja solange es um Profit geht wird es nie aufhören, will garnicht wissen wieviele unwissende
- Fluorchinolone Geschädigte oder
- Cortison geschädigte oder
- anti depressive Geschädigte oder
- Schwermetalle Geschädigte durch Amalgam oder
- Darm geschädigte durch normale Antibiotika

da draußen Wochen, Monate vielleicht sogar Jahre rumlaufen und verschiedene Fach Arzt Praxen füllen aber selbst keine Heilung erlangen, der Profit dieser verschrieben Medikamente befindet sich in Milliarden Höhe und das Leid der Patienten ist unermässlich, wenn die Leitlinien der Schulmedizin so gerichtet wären, dass die Biochemie an erster Stelle steht und nicht der Profit, dann wären wir alle nicht hier.

Aber was war das können wir nicht mehr ändern, ich habe daraus gelernt und das hat für mich persönlich ein unbezahlbaren Wert: Wissen und Einfühlungsvermögen gegenüber Menschen mit Schmerz und Leid.

In dem Sinne einen schönen Abend und alles Gute, möge jeder das Beste aus der Flox Geschichte rausholen.

LG Alfons

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23394

Beitragvon Maximus » 19.08.2020, 20:00

Hallo Zusammen,

diese Denise Häschke hat lediglich einen Bachelor of Science (B.S.) in
Zell-/Zellularbiologie und Molekularbiologie.

Sorry, aber hier gehen die Emotionen mit mir durch.

Ich hatte keinerlei Vorerkrankungen vor Flox. Mit 21 Jahren war mein Leben durch Flox im Ar.....

VG
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23395

Beitragvon Jens_86 » 19.08.2020, 21:26

Macht mich auch sehr wütend dieser Artikel. Klar, wenn man alle Nebenwirkungen mangels Nachweis abstreitet kann man gut behaupten die Nebenwirkungen seien selten.

Man möchte den Autoren wünschen, dass sie mal ne Packung davon nehmen und anschließend winselnd von Arzt zu Arzt kriechen. Etwas netteres fällt mir leider nicht ein.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23396

Beitragvon Maximus » 19.08.2020, 21:32

Hallo Jens_86,

das sehe ich auch so.

Wenn jetzt nichts gravierendes kommt, fülle ich das Schreiben aus und schicke es per Einschreiben ab.

VG
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23397

Beitragvon Krabiwi » 19.08.2020, 21:36

Hallo zusammen,

der Artikel ist subjektive Lobhudelei und entspricht nicht dem Stand der Wissenschaft und Forschung.

und bei rationalem Einsatz nicht schädlicher als andere Antibiotika.

Ihre Antwort lautet: Nein. Zahlreiche Studien hätten gezeigt, dass eine Therapie mit Fluorchinolonen zwar Nebenwirkungen verursachen kann, im direkten Vergleich aber insgesamt meist nicht häufiger als andere Antiinfektiva.


Laut dem wissenschaftlichen Dienst der AoK erleiden pro Jahr 40.000 Patienten schwere NW und 140 kommen zu Tode, das gibt es meines Wissens bei keinem anderen Antibiotika oder Medikament.

Fluorchinolone können das Bindegewebe schädigen und deshalb zu Sehnenrupturen führen. Das passiert aber sehr selten.


Man liest immer wieder von "sehr selten" ohne dass diese These belegt wird. Korrekt muss es heißen, NW werden sehr selten gemeldet. Die Dunkelziffer ist hoch und auch das hat WIDO wissenschaftlich ausführlich hergeleitet und belegt:

(Vgl. https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/D ... e_0519.pdf)


Sehr wahrscheinlich sei diese UAW eng mit der antibakteriellen Wirkung verknüpft. Letztere beruhe auf der Bindung der Fluorchinolone an die bakteriellen DNA-Topoisomerasen II und IV über eine Magnesiumbrücke. Alle Chinolone seien Chelatbildner mit hoher Affinität für Magnesium.


Nachweislich zerstören FCs, neben der bakteriellen DNA, ab bestimmten Gewebe-Konzentrationen gleichermaßen die menschliche mtDNA.
(vgl. viewtopic.php?f=60&t=2003)

Solche grob fehlerhaften Artikel bestärken ignorante Quacksalber in Weiß nur darin auch weiterhin bei jeder Kleinigkeit und ohne Indikation FCs zu verordnen.

MfG
Übersicht: viewtopic.php?f=35&t=749

„Was bringt den Doktor um sein Brot? (a) die Gesundheit und (b) der Tod. Drum hält der Arzt, auf dass er lebe, uns zwischen beidem in der Schwebe.“ (Eugen Roth)

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23398

Beitragvon Jens_86 » 19.08.2020, 21:40

Habe auf deren Facebookseite unter dem Artikel einen Kommentar hinterlassen. Das war das mindeste.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23399

Beitragvon Maximus » 19.08.2020, 21:41

Hallo Krabiwi,

du hast vollkommen Recht.

Solche grob fehlerhaften Artikel bestärken ignorante Quacksalber in Weiß nur darin auch weiterhin bei jeder
Kleinigkeit und ohne Indikation FCs zu verordnen.

VG
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23400

Beitragvon Maximus » 19.08.2020, 21:43

Hallo Jens_86,

Danke !!

VG
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Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23401

Beitragvon Karlken » 19.08.2020, 22:10

Hallo zusammen

Als ich den Beitrag gelesen hatte war mein erstes Gedanke:
Fluorchinolone standen vor Gericht und nun kommen die guten Sozialarbeiter
die alles nur erdenklich Gute für den "Angeklagten" hervorholen.

Ich kann jedoch diese Verharmlosung nicht tolerieren.
Kein Mensch, vielleicht ausgenommen irgendwelcher AB-Designer in Pharmaunternehmen, kann wirklich
genau beschreiben was dieses Gift im menschlichen Körper anrichtet.
Solche Gifte gehören in verantwortungsvolle Hände, nicht in die Hände von Ahnungslosen.

In der Joseh King Studie wird eine sehr bemerkenwerte Frage aufgeworfen:

Haben wir ein Monster erschaffen?
Die Antwort kann sich jeder in der Joseph King Studie ansehen.

https://fluorchinolone-forum.de/viewtopic.php?p=137#p137

@Maximus

Deine Idee mit der Gegendarstellung finde ich super.
Allerdings würde ich den ersten Link gegen diesen hier ersetzen wollen.

Hier wird das Schadpotenzial besser dargelegt.

Wünsche euch Allen eine hoffentlich angenehme Nacht

m.f.G.

Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23402

Beitragvon Jens_86 » 19.08.2020, 22:11

Habe dieser Denise Häschke zudem eine sehr nette Nachricht über das Kontaktformular der Charite geschickt und kann jeden ermutigen, das auch zu tun.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23403

Beitragvon Karlken » 19.08.2020, 22:27

Hallo Jens

Hast du dieses Formular verwendet?

https://cccc.charite.de/metas/kontakt_aufnehmen_mit/adresse/haeschke/

So wie es ausschaut ist die Gute wohl in Elternzeit.

Hier noch die Email von dem werten Prof., der es eigentlich besser wissen sollte.
ralf.stahlmann@charite.de

m.f.G.
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23404

Beitragvon Jens_86 » 19.08.2020, 22:37

Sind doch alle eh alle gekauft. Aber ja, das Formular war es.
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23409

Beitragvon Dan1987 » 20.08.2020, 08:46

Dieser Stahlmann ist genauso ein Schwein!Er weiß um die Gefährlichkeit weil er schon daran geforscht hat und verharmlost auch dieses Teufelszeug!
Auch ich sehe es wie Alfons diese Sachen müssen in die Hände von Ärzten die sich damit auskennen und nicht in die Hände von Wald und Wiesen Ärzte.
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23410

Beitragvon mfgoenk » 20.08.2020, 09:44

Hallo zusammen,

ich finde der Artikel ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Floxies und sendet teilweise vollkommen falsche Signale! Hier wird suggeriert, das man etwas im Griff hat, was nicht zu kontrollieren ist!

Es ist mit Sicherheit noch nicht das Optimum wie ein eigener ICD Code erreicht worden, trotzdem wurden in den letzten Jahren wichtige Ziele erreicht (Neuer RHB, Neubewertung EMA, mediale Aufmerksamkeit usw.). Ich finde, wenn wir uns gegen so eine Publikation wie dieser nicht wehren, lassen wir uns die hart erarbeiteten Dinge ein Stückchen weit wegnehmen.

Hier bietet es sich meiner Meinung nach an, das die beiden Vereine hier tätig werden und eine Richtigstellung fordern sollten!

VG

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23411

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 10:20

Ich kann die emotionale Reaktion darauf gut verstehen. Ich meine ich liege im Bett, kann kaum mehr raus. Studium unterbrochen und hab eigentlich alles verloren, was mir Spass machte. Trotzdem hier ein wenig Objektivität:

Ich gehöre ganz klar NICHT zu denen, welche FQ verbieten wollen. Sie sollten richtig eingesetzt werden. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt und ein schwerwiegender Schaden entstehen würde ohne Therapie

und bei rationalem Einsatz nicht schädlicher als andere Antibiotika.

--> das Risiko/Nutzen Verhältnis stimmt bei gewissen Indikationen.

Ihre Antwort lautet: Nein. Zahlreiche Studien hätten gezeigt, dass eine Therapie mit Fluorchinolonen zwar Nebenwirkungen verursachen kann, im direkten Vergleich aber insgesamt meist nicht häufiger als andere Antiinfektiva.

--> wahrscheinlich nicht häufiger, aber wohl schwerwiegendere resp. andere. Denkt daran, es gibt genug andere Antibiotika, welche extrem toxisch sind und z.T. zu schweren Nervenschäden führen bis hin zur Gehörlosigkeit. Es ist alles eine Frage der korrekten Indikation.

Wenn man hier nun dagegen "kämpft" erreicht man genau gar nichts. Es braucht ein miteinander. Ärzte müssen lernen, die Antibiotika korrekt einzusetzen.



Fluorchinolone können das Bindegewebe schädigen und deshalb zu Sehnenrupturen führen. Das passiert aber sehr selten.

Man liest immer wieder von "sehr selten" ohne dass diese These belegt wird. Korrekt muss es heißen, NW werden sehr selten gemeldet. Die Dunkelziffer ist hoch und auch das hat WIDO wissenschaftlich ausführlich hergeleitet und belegt:

(Vgl. https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/D ... e_0519.pdf)


Sehnenrupturen sind selten. Auch unsere NW sind "selten". Wie viele Packungen FQ werden pro Jahr verschrieben? Wenn davon 50% betroffen wären, wären ALLE FQ nicht mehr auf dem Markt. Was ist denn bitte selten? Was ist häufig? Wir sind eine Subpopulation


Sehr wahrscheinlich sei diese UAW eng mit der antibakteriellen Wirkung verknüpft. Letztere beruhe auf der Bindung der Fluorchinolone an die bakteriellen DNA-Topoisomerasen II und IV über eine Magnesiumbrücke. Alle Chinolone seien Chelatbildner mit hoher Affinität für Magnesium.


An dieser Aussage ist nichts falsch. Sie ist einfach nicht alles.

Ich möchte die Autoren nicht in Schutz nehmen, aber mit dem Artikel haben sie immerhin klar aufgezeigt: Es GIBT die schwerwiegenden Fälle wie wir es sind. Daher haben WIR auch Recht auf Unterstützungsleistung und weiteres.

Ebenso gibt es Menschen, die dank FQ noch am Leben sind (denkt mal an alle CF Patienten). Würden die FQ korrekt eingesetzt, würden sie mehr Leben retten als zerstören.

Wir brauchen die Hilfe der Medizin, damit dieser Skandal einmal ein Ende nimmt und nicht unnötig weitere Personen erkranken. Dagegen ankämpfen ist m.M.n nicht der beste Weg. Und das sag ich als schwer Betroffener.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23412

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 10:50

Ich wollte noch hinzufügen: ich verstehe euer Leid nur zu gut. Mir geht es genauso. Trotzdem bin ich ganz fest der Überzeugung, Dass wir die Hilfe der Medizin, der Forschung und der Politik brauchen um diesem Skandal ein Ende zu bereiten! Gegeneinander Wird wenig funktionieren. Schritt für Schritt über die letzten Jahre sind immer mehr Organisationen zum Schluss gekommen, dass FQ schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen können. Irgendwann werden wir einen Punkt kommen, an dem diese Medikamente nur noch bei korrekter Indikation verschrieben werden und denjenigen, welche geschaut wurde, zumindest auch geholfen wird. Das ganze braucht jedoch Zeit. Das war bei jeder neuartigen Erkrankung der Fall.

Ich wünsche uns allen baldige Genesung und gute Forschung für die Zukunft!

Levoflox26
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23417

Beitragvon Levoflox26 » 20.08.2020, 12:21

Hallo zusammen,

@Marco
Ich gehöre auch nicht zu den Floxies, die absolut gegen Ärzte, Pharma etc sind und ich glaube ebenso daran, dass es ein Miteinander braucht. Nur ist das meines Erachtens gar nicht möglich, das hat man beim Risikobewertungsverfahren doch recht klar gesehen. Ich hab mir die Anhörung in London stundenlang gegeben, da waren selbst Gefloxte Ärzte und Apotheker, ich hatte ehrlich die Hoffnung "jetzt wird doch endlich was passieren". Und was ist raus gekommen? Ein rHd Brief, der sagt man solle bei Nebenwirkungen zum Arzt gehen? Du weißt wie jeder hier, dass es dann bereits zu spät ist. Abgesehen davon, dass die Ärzte weiterhin leugnen und weiterhin verordnen. Und vor allem: Weiterhin die UAW nicht melden!! Das ist das Fatalste an der Geschichte.

Irgendwann werden wir einen Punkt kommen, an dem diese Medikamente nur noch bei korrekter Indikation verschrieben werden und denjenigen, welche geschaut wurde, zumindest auch geholfen wird. Das ganze braucht jedoch Zeit. Das war bei jeder neuartigen Erkrankung der Fall.


Das aus dem Mund eines selbst Gefloxten zu hören erstaunt mich doch sehr. Wie viel Zeit braucht es denn noch? Die FDA hat bereits 2008 über die schwerwiegenden NW berichtet! Die FC müssen zumindest aus den Hausarztpraxen verschwinden und das möglichst sofort. Ich weiß überhaupt nicht, aus welchem Grund Hausärzte Reserveantibiotika verschreiben dürfen. Fälle für die FC nötig sein könnten, befinden sich in der Regel doch schwer krank in Kliniken.

Der Artikel ist so geschrieben, dass er suggeriert dass bei geringer Dosierung nichts passieren kann. Und das ist die Unwahrheit. Warum wird ein Artikel so geschrieben? Allein die Überschrift lässt unbedarfte Patienten und womöglich auch die Adressaten ahnen, dass das alles doch gar nicht so schlimm ist. Was sagt eine PTA beim nächsten Mal, wenn ein Patient mit Rezept vor ihr steht und nach den Risiken fragt, wohl zu ihm? Ach, die sind gar nicht so schlimm wie ihr Ruf??

Mensch Marco, du bist angehender Mediziner und gefloxt. Du solltest der Erste sein, der sagt "das könnt ihr SO nicht stehen lassen"...

Sorry für Rechtschreibfehler, ich bin gerade sehr emotional.

lg uschi

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23418

Beitragvon Jens_86 » 20.08.2020, 12:37

Levoflox26 hat geschrieben:Hallo zusammen,

@Marco
Was sagt eine PTA beim nächsten Mal, wenn ein Patient mit Rezept vor ihr steht und nach den Risiken fragt, wohl zu ihm? Ach, die sind gar nicht so schlimm wie ihr Ruf??

Mensch Marco, du bist angehender Mediziner und gefloxt. Du solltest der Erste sein, der sagt "das könnt ihr SO nicht stehen lassen"....

lg uschi


Unterschreibe das so. Ist doch der blanke Hohn zu sagen: ja gut, kann irreversible schwerste Schäden verursachen, aber soo schlecht sind sie nicht.

Was kommt morgen? Zyankali, nicht so schlimm wie sein Ruf? Sorry da fehlt mir das Verständnis
6 Tage 500mg Cipro 1-0-1 im Dezember '19

Jens_86
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23420

Beitragvon Jens_86 » 20.08.2020, 12:50

Und ja ich bin auch emotional aber sorry Marco. Du redest fast wie die Ärzte die das Zeug verschreiben. Es ist russisch Roulette. Man kann ALLES verlieren bei einer einzigen Tablette. Und der Tenor des Artikels ist: halb so schlimm, einfach Dosis runter, und andere Antibiotika lösen Allergien aus. Will dich echt nicht angreifen aber da raste ich immernoch innerlich aus grade.

Seit sicherlich 20 Jahren ist bekannt wie gefährlich das Zeug ist und es passiert genau NICHTS, jemand wie Dr. Pieper reißt sich seinen Arsch auf und erntet Spott von anderen Ärzten die das einfach weiter raushauen wie Smarties und dieser Artikel schreibt Fluorchinolone würden ZU UNRECHT so kritisiert.
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Jens_86
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23421

Beitragvon Jens_86 » 20.08.2020, 12:58

Und nochwas: ich und viele andere rennen verzweifelt und hilflos von Arzt zu Arzt um wenigstens mal EINEN zu finden der einem überhaupt glaubt dass die Medikamente das auslösen können und jetzt kommt ein Artikel der das in nem Halbsatz abtut und dann sagt SIND NICHT SO SCHLIMM WIE IHR RUF. Bravo. Ein weiterer Grund um Patienten zu verleugnen und alleine zu lassen und du kommst daher Marco und sagst Nebenwirkungen seien

Zitat: WAHRSCHEINLICH nicht häufiger aber WOHL schwerwiegender.

Da fehlen mir die Worte, jetzt aber wirklich. Sorry
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23422

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 13:06

Ja, der Titel widerstrebt mir auch sehr. Ich hab hauptsächlich daraus gezogen, dass auch die pharmazeutische Zeitung nun klar akzeptiert, dass es diese Fälle (uns) gibt. Ich sehe eure Punkte klar ein und ich bin auch der Meinung, dass FQ nur noch bei strikter Indikation verschrieben werden sollten.

Was der Artikel suggeriert ist auch abhängig von der Person, welcher den Artikel liest. Ich finde den Artikel nicht super, aber ich sehe auch was positives darin: Die Akzeptanz, dass es schwerwiegende Fälle gibt. Ebenso die Akzeptanz, dass Fluorchinolone nicht nur schaden anrichten, sondern korrekt eingesetzt nützlich sind. Diesen Mittelweg wünsche ich mir und hoffe wird irgendwann realistisch sein.

Betreffend der Zeit: Ja, ich sehe das wie du. Jedoch aus der Vergangenheit mussten wir lernen, es dauert manchmal sehr lange. Heute gibt es eine offizielle Erkrankung CFS/ME. Es müssen aber vorerst die älteren Generationen der Ärzte pensioniert werden, damit die grosse Mehrheit überhaupt glaubt, dass diese Krankheit existiert. Das gleiche bei Lyme-Borreliose usw.

Unsere Erkrankung ist halt nicht so offensichtlich wie die Fehlbildungen bei Contergan...

Edit: Damit nehme ich niemanden in Schutz. Ich möchte nur Verständnis aufbringen. Mit Vorwürfen kommen wir nicht weiter. Wir sind die Kraft, die Betroffenen, damit es in absehbarer Zeit besser wird. Dafür brauchen wir aber die Hilfe der restlichen Welt.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23423

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 13:28

Jens_86 hat geschrieben:Und ja ich bin auch emotional aber sorry Marco. Du redest fast wie die Ärzte die das Zeug verschreiben. Es ist russisch Roulette. Man kann ALLES verlieren bei einer einzigen Tablette. Und der Tenor des Artikels ist: halb so schlimm, einfach Dosis runter, und andere Antibiotika lösen Allergien aus. Will dich echt nicht angreifen aber da raste ich immernoch innerlich aus grade.


Das habe ich so nicht verstanden. Ich habe eher gelesen "in der korrekten Indikation sollte man versuchen die Behandlungsdauer und Dosis so tief als möglich halten, um mehr Nutzen als Schaden daraus zu ziehen"

Jens_86 hat geschrieben:Seit sicherlich 20 Jahren ist bekannt wie gefährlich das Zeug ist und es passiert genau NICHTS, jemand wie Dr. Pieper reißt sich seinen Arsch auf und erntet Spott von anderen Ärzten die das einfach weiter raushauen wie Smarties und dieser Artikel schreibt Fluorchinolone würden ZU UNRECHT so kritisiert.


Es passiert was. Wir sind dran. Ich bin erst seit 1,5 Jahren gefloxt und bereits in dieser Zeit habe ich positives gesehen und konnte viele Ärzte mit Verständnis finden. Es ist noch weit nicht genug. Mir fehlt v.a. die Forschung. Das macht mich sauer. Das man akzeptiert, es gibt einen Schaden z.t. irreversibel, aber hey, wir haben kein Bock zu forschen. Ich als Oberlaie bin dran am mögliche Studien zu konzipieren. Das ist nicht meine Aufgabe. Aber es ist halt so bisher.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23424

Beitragvon Alfonss » 20.08.2020, 13:31

Die Schulmedizin wird sich niemals für Fluorchinolone Toxizität interessieren, dass man dass jedem schon auf der Universität beibringt, einen unbewusst Gefloxten zu heilen macht viel weniger Gewinn als ihn als psychosomatisch ab zustempeln und möglichst bis sein Lebens Ende mit Pharmaka voll zu stopfen,

An dem Tag an dem die Schulmedizin unsere Fluorchinolone Toxizität anerkennt schriftlich und für uns die Kosten übernommen werden, an dem Tag bin ich Milliardär, es briachte

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23425

Beitragvon Alfonss » 20.08.2020, 13:32

Es bräuchte einen Politiker, denn es mal trifft und bei uns landet, ansonsten schaut es net realistisch rosig aus.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23427

Beitragvon Idgie » 20.08.2020, 14:15

EagleEyeC hat geschrieben:
Krabiwi hat geschrieben:
Fluorchinolone können das Bindegewebe schädigen und deshalb zu Sehnenrupturen führen. Das passiert aber sehr selten.


Man liest immer wieder von "sehr selten" ohne dass diese These belegt wird. Korrekt muss es heißen, NW werden sehr selten gemeldet. Die Dunkelziffer ist hoch und auch das hat WIDO wissenschaftlich ausführlich hergeleitet und belegt:

(Vgl. https://www.wido.de/fileadmin/Dateien/D ... e_0519.pdf)


Sehnenrupturen sind selten. Auch unsere NW sind "selten". Wie viele Packungen FQ werden pro Jahr verschrieben? Wenn davon 50% betroffen wären, wären ALLE FQ nicht mehr auf dem Markt. Was ist denn bitte selten? Was ist häufig? Wir sind eine Subpopulation



Hallo Eagle,

ich bin 10 Monate zu Ärzten gerannt, weil ich nicht einordnen konnte, was da mit mir passiert. Keiner hat mich ernst genommen oder nach FCs gefragt incl. dem Arzt, der mir das AB verordnet hat. Am liebsten hätte man mich in die Psychiatrie/Psychosomatik abgeschoben, obwohl ich auch massive Sehnen- und Muskelbeschwerden hatte - alles psychisch bekam ich immer zu hören.

Den meisten Menschen geht es so, wenn sie mit den mannigfaltigen Beschwerden eines Gefloxten zum Arzt gehen. Die Patienten wissen nichts von FCs, und die Ärzte weigern sich, die Beschwerden damit in Verbindung zu bringen. Wäre das anders hätten wir ruckzuck die 50% zusammen - ob sich dann was ändern würde?

Wenn schon die AOK von 40.000 Geschädigten pro Jahr ausgeht, wieviele sind es dann wohl in Wirklichkeit?

Grüße, Idgie
Einnahme 10x250 mg Ciprofloxacin Juni 2017

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23434

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 16:19

Wie gesagt, ich verstehe den Frust. Und ja, die Dunkelziffer wird hoch sein (ein vielfaches der Betroffenenzahl!)
Trotzdem, 50% werden es nicht sein. Das wären Millionen von Betroffenen allein in Deutschland.

Die schwerwiegenden NW kommen vor. Sie sind häufiger als die Zahlen erscheinen lassen. Trotzdem ist es nicht "häufig" oder die Mehrheit. Wer das denkt, liegt m.M.n. gänzlich falsch.

Das heisst nicht, es ist keine Katastrophe was mit uns passiert ist! Auch eine geringe Anzahl Menschen muss man schützen vor den unachtsamen Taten der meisten Ärzte.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23436

Beitragvon Ferdirsch » 20.08.2020, 16:47

Welche Zahlen gibt es denn konkret für die Zahl der Betroffenen?
die AOK schreibt ihn ihrem Bericht von 40 000 "schweren NW" pro Jahr und sagt selbst, es sei konservativ gerechnet. In den USA hat dieser Charles Bennett MD PhD von der University of South Carolina bei der Pharmed Out Conference 2015 von 2,1 bis 21 millionen Betroffenen und 29 000 - 299 000 Toten in den USA zwischen 1997 und 2011 berichtet. Leider ist die Rede und seine Rechnung nicht einsehbar
Auf jeden Fall sind die Zahlen heftig widerlegen diese dumme Bagatellisierung in dem Artikel.
Mich würde mal interessieren, auf welche belastbare Zahlen es noch so zur Häufigkeit von Flox NW gibt und wie diese sich mit der Häufigkeit im Beipackzettel decken
Moxiflox 5x 400 mg Dez' 18

Momo
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23437

Beitragvon Momo » 20.08.2020, 16:53

Hallo EagleEyeC,

ja es mag sein, dass FC manche Schwerstkranken retten können vor noch Schlimmerem. Aber ich gehe davon aus, dass jede/r, der FC nimmt, Schäden davon trägt. Bei manchen addieren sie sich nur erst nach einer wiederholten Einnahme auf, so dass dann erst Symptome auftreten und diese dann auch zugeordnet werden können. Das heisst für mich nicht, dass man sie vorher vertragen hat.
Ich hab ein Beispiel in meiner Verwandtschaft, da dachte ich bis vor kurzem auch, er habe Ciprofloxacin vertragen ausser etwas Durchfall.

Ab einem gewissen Alter und Entfernung zur Einnahme , geschweige denn Vorerkrankungen, sieht ja keiner mehr die Zusammenhänge. Das ist es doch, warum sie solange verordnet wurden , ohne Verdacht zu schöpfen.

Es muss in die Köpfe aller Ärzte und Apotheker, dass FCs auf eine andere Art im Körper wirken als andere ABs. Und ein solcher Artikel in einer Apotherzeitung ist mir da zu verharmlosend.

Ob 50 Prozent NW nach FLOX haben , kann man schwer verifizieren. Wenn eine KK mal ihre FC Patienten darauf ansehen würde, welche Erkrankungen, Diagnose, Krankenstände, usw. im Jahr nach der Einnahme eine FC auftreten und wie das zu einer Vergleichsgruppe ohne FC passt, das wäre sehr aufschlussreich.
Bei allem, was ich in den letzten 6 Monaten hier gelernt habe, bin ich der Meinung niemand, dem noch ein anderes Medikament helfen kann, sollte diesen Mist an sich testen.
Und ich will als Patient die Wahl haben, ob ich das Risiko eingehe und diese verharmlosenden Berichte tragen dazu bei, dass selbst ansonsten fähigen Ärzten Sand in die Augen gestreut wird und sie Patienten, die Ihnen vertrauen das Zeug verordnen.
Ich hör jetzt auf, schreib mich grad in Rage. Könnt grad heulen vor Wut und Traurigkeit. Hab 6 Monat postflox noch Angst , was da noch kommt.

LG Momo
Liebe Grüße Momo
7 Tage Metrodinazol und Ciprofloxacin
Februar 2020

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23441

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 17:25

So schnell wird man zum Buhmann hier.. wie gesagt, meine Meinung ist das. Ich finde den Artikel nicht gut, aber nie so schlecht anscheinend wie alle anderen hier. Ebenso sehe ich FQ nicht als Smarties, jedoch sind das andere Antibiotika auch nicht! Könnte hier nun eine ganze Liste mit irreversiblen NW auflisten zu diversen AB-Klassen. Die Betroffenen davon werden wohl exakt gleich denken.

Meine Meinung ist: FQ sind gefährlicher als andere AB, da sie häufiger schwerwiegendere NW verursachen. Insgesamt denke ich nicht, dass FQ häufiger NW verursachen als andere AB, sie sind nur viel weitreichender wenn sie auftreten.

Momo hat geschrieben:Bei allem, was ich in den letzten 6 Monaten hier gelernt habe, bin ich der Meinung niemand, dem noch ein anderes Medikament helfen kann, sollte diesen Mist an sich testen.


Das ist richtig. So sollte es exakt gemacht werden. Alles andere ist nicht adäquat.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23443

Beitragvon Maximus » 20.08.2020, 19:05

Hallo Zusammen,

ich denke mal die Sache ist ausreichend beredet.

Es gibt unterschiedliche Meinungen zu dem Artikel , die zu respektieren sind.

Niemand soll sich als Buhmann fühlen. Es tut mir sehr Leid EagleEyeC, ich schätze dich und dein Arrangement im Forum sehr.

Die Frage : Gegendarstellung schreiben und abschicken oder nicht ? bleibt jedoch.

Ich würde gern einen Admin dazu hören und mich danach richten.

@ Karlken

Ja, stimmt das Schadpotenzial wird durch das WIdO besser dargelegt.

Ich habe das Muster dementsprechend geändert :
Gegendarstellung2.pdf
(110.03 KiB) 33-mal heruntergeladen
Gegendarstellung2.pdf
(110.03 KiB) 33-mal heruntergeladen

VG
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23444

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 19:09

Ich finde die Gegendarstellung kurz, prägnant und auf den Punkt gebracht. Keine Vorwürfe und sehr professionell. Von mir aus gerne, mal sehen was andere dazu sagen.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23445

Beitragvon Hamburgerjung » 20.08.2020, 19:14

Eine für mich sehr gut formulierte Gegenanzeige!

Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23446

Beitragvon Karlken » 20.08.2020, 19:17

Hallo Marco

Nein, du bist hier nicht der Buhmann!

Die Mitglieder haben, so wie auch du, lediglich ihre Sichtweisen dargelegt.

Jetzt noch die Meinige.

Ich habe diesen Artikel als verharmlosend und daher potentiell gefährlich aufgenommen.
Diese UAW durch Fluorchinolone werden in dem Beitrag als "sehr selten" dargestellt.
Wie einige vorab schon frage ich mich ebenso was ist als "sehr selten" zu betrachten?

Sind die 40000 Geschadigten aus DE nach WIdO aus 2018 "sehr selten"?
Ist die von Ferdirsch aus den USA genannte Anzahl von Fällen als "sehr selten" einzustufen?
40000 Geschädigte bei 3,3 Millionen Patienten ergibt dann 1,2%, d.h. ca. jeder 82. Patient erleidet Schäden.
Das ist nach meinem Verständnis nicht "sehr selten".
Von den Unzähligen in anderen Ländern ganz zu schweigen.
Da wir alle wissen wie sich Schäden durch FC "anfühlen" ist das schon erschreckend!

Diesen Satz aus dem Bericht würde ich jedoch unterschreiben
Doch Ciprofloxacin und Co. sind nach wie vor unverzichtbar – und bei rationalem Einsatz nicht schädlicher als andere Antibiotika.


Das diese AB-Gruppe unverzichtbar ist sehe selbst ich als Geschädigter ein.
Leider haben viele hier aus dem Forum FC erhalten wo diese mit Sicherheit verzichtbar gewesen wären.
In meinem Fall:leichte Nebenhodenentzündung. Da liegt die Crux. Wir unterhalten uns hier immerhin über Reserve-Antibiotika.

Daher kann ein rationaler Einsatz nicht gewährleistet sein wenn jeder Arzt dieses verschreiben darf.
Wenn ich rational nun assoziiere mit rationieren dann hätte der Satz auch hier seine Gültigkeit.
Wenn weniger FC verschrieben werden, nur in Fällen wo nichts anderes mehr indiziert ist, würde sich die Schadhäufigkeit tatsächlich dem von anderen AB annähern.
Leider hat die Autorin versäumt zu erwähnen wie ein "rationaler Einsatz" auszusehen hat.

Hab gerade gesehen dass Maximus schon etwas zu dem "Buhmann" geschrieben hat. Bist du nicht. ;)

m.f.G.
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Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23447

Beitragvon Karlken » 20.08.2020, 19:30

Hallo Maximus

Aber klar doch!
Liest sich gut.

m.f.G.
Karlken
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23448

Beitragvon Alfonss » 20.08.2020, 19:34

Die Gegenanzeige ist wunderbar Maximus :clap:

LG Alfons

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23450

Beitragvon EagleEyeC » 20.08.2020, 20:05

Karlken hat geschrieben:
Nein, du bist hier nicht der Buhmann!


Ja ich habs auch nicht böse genommen :) Die Fragestellung "was ist selten?" ist wohl recht subjektiv zu beantworten. Für mich persönlich, wenn weniger als 1/10'000 betroffen sind, sehe ich das Risiko als eher selten. Sehr selten wäre wohl 1/100'000, zumindest für mich.

Das 1,2% einen Schaden erleiden kann ich wirklich nicht glauben. Da gehören ziemlich sicher auch kleinere NW und sehr leichte Fälle dazu. Das wäre eine enorme Zahl an schwerst Betroffenen jährlich! Jedes Jahr neue 1,2%? Die Prävalenz an Schädigung wäre riesig!

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23451

Beitragvon Alfonss » 20.08.2020, 20:25

Also ich denke wenn wir jetzt 100 Leute jeweils 10 Tage lang 10x 500 mg cipro schlucken lassen würden, wären davon mindestens 5 Menschen gefloxt, entweder sofort oder in den nächsten 6 Monaten und die Berechnung und persönliche Einschätzung wäre sogar meiner Meinung nach großzügig von meiner Seite aus gegenüber der der Gegenseite.

Von 100 Leuten mit 10 Tage Cipro werden 5 mindestens gefloxt werden und das Forum hier suchen oder eben nicht das Forum finden somit sind es dann 0 :think: :doh:

Und ja 1,2 Prozent wären jedes Jahr sehr viele neue, aber es würden auch einige heilen und das Rad dreht sich weiter, wie gesagt solange der Profit zählt und es noch immer naive Menschen gibt die denken die Schulmedizin kann ihnen bei chronischen Erkrankungen mit solchen Medikamenten helfen, wird es immer wieder ein Schlumpf Loch für die Geld Säcke da oben geben die auf Kosten von verlorener Gesundheit vieler Menschen Geld verdienen.

Jetzt kommt wahrscheinlich der Spruch : Man darf die Schulmedizin net vertäufeln, sie rettet auch Leben blablabla aber es sterben noch viel mehr Menschen oder sind unnötig viele Jahre krank oder erkranken,

so daß fühlt sich gut an sich das aus der Seele geredet zu haben, damit heile ich allein schon um 10 Prozent schneller

Alles Manipulation von vorne bis hinten, in dem Sinne immer realistisch denken und ein schönes Video was ganz gut dazu passt

https://m.youtube.com/watch?v=jyemPnEstEw&t=164s

LG Alfons

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23453

Beitragvon trapang » 20.08.2020, 21:33

Zur Charité fällt mir ein, das da ja die einzige Anlaufstelle für CFS deutschlandweit sitzt.
Das ist ja erstmal super, das hier Forschung zu CFS betrieben wird und sogar die Berliner CFS´ler da zur Diagnostik hindürfen- alle anderen müssen leider draussen bleiben. Die Frau Scheibenbogen wird ja auch fleissig interviewt, und die Abteilung bekommt jetzt sogar mal ein paar Forschungsgelder für CFS.

Ich finde es allerdings bemerkenswert, das Frau Scheibenbogen nie einen Zusammenhang zu Flox herstellt, ebensowenig zu Elektromagnetischen Feldern. Es geht immer nur um die Einflüsse, die nicht von milliardenschweren Industrien kommen- Viren, irgendwie immunologische Entgleisungen im Immunsystem, sekundäre Mitochondriopathie, die wohl irgendwie vom Himmel fällt. Aber die beiden Einflussfaktoren Flox und EMF, wo die Pharmaindustrie vom Bfarm geschützt wird und die Mobilfunkindustrie vom Bundesamt für Strahlenschutz anstatt die Bevölkerung- Schweigen im Walde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, insbesondere weil man bestimmt keine Forschungsgelder bekommt um Zusammenhänge von Elektrosmog, Pharmanebenwirkungen und CFS zu erforschen. Ich kann nur sagen- mich hat der Eppstein Barr Virus der da immer angeführt wird von der Scheibenbogen als CFS ursächlich schon ein bißchen umgehauen, aber danach hatte ich kein CFS. Das kann ich nach Flox und Elektrosensibilität die mich massiv einschränkt nicht mehr behaupten.

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23464

Beitragvon Maximus » 21.08.2020, 00:03

Hallo Zusammen,

ja, die Gegendarstellung ist nicht schlecht, ich muss aber leider einräumen, dass ein Jurist für Medienrecht oder ein Richter
mir die Gegendarstellung um die Ohren hauen wird.

Ist leider nicht einfach, ich bin kein Jurist, sorry.

Vgl. dazu https://www.medienrecht-urheberrecht.de ... chten.html

Ich müsste die Gegendarstellung anders formulieren :

Gegendarstellung

Am 17.08.2020 stellte die pharmazeutische-zeitung.de die Frage : Sind Fluorchinolone besser als ihr Ruf?

In dem Artikel findet sich folgender Text : " In der Ausgabe 4/2020 von »Pharmakon«, der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG), stellen Denise Häschke und Professor Dr. Ralf Stahlmann von der Charité Berlin die
Frage: »Sind Fluorchinolone schlechter verträglich als andere Antibiotika?« Ihre Antwort lautet: Nein.

Dass die Antwort, falls sie so gegeben worden wäre, nicht zutreffend sein kann, hat die pharmazeutische-zeitung.de
offenbar erkannt, denn was die Fluorchinolone auszeichne - so die pharmazeutische-zeitung.de in dem Artikel weiter - ist ein
eigenes Nebenwirkungsprofil, was die EMA letztlich zu ihrer restriktiven Empfehlung bewogen hat - im Gegensatz zu anderen
Antibiotika.

Wenn aber eine Tatsachenbehauptung offenbar unzutreffend ist, dann darf sie nicht mehr öffentlich verbreitet werden.
Letzteres hat die pharmazeutische-zeitung.de leider nicht beachtet.

Name , Vorname , Ort , Datum .

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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23468

Beitragvon EagleEyeC » 21.08.2020, 07:46

noch neutraler, find ich gut.

Nina
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Re: Pharmazeutische Zeitung berichtet über Fluorchinolone....unfassbar

#23472

Beitragvon Nina » 21.08.2020, 09:16

Hallo Maximus,

sehr gut formuliert.

Lg Nina
Im Juni 2019 5 Tage lang 2 mal am Tag
250 mg Ciprofloxacin


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