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Warum man NICHT 48-72h fasten soll

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EagleEyeC
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Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24122

Beitragvon EagleEyeC » 11.09.2020, 12:42

Ein kleines Update zum Fasten. Viele von uns praktizieren ein wöchentliches 48h-72h fasten. Das ist zwar auf den ersten Blick gut für die Mitochondrien, hat aber grosse Nachteile: starker Verlust von Muskelmasse.

Was passiert beim Fasten?

Tag 1: Zucker aus Leber und Muskeln (Glykogenreserven) werden geleehrt. Kaum Mitophagie. Kaum Stammzellenaktivierung. Kaum Detox

Tag 2-3: langsamer EIntritt in Ketose. Volle Ketose erst ab Tag 3 zu erwarten mit 4-6mmol B-Ketonkörper im Blut, Mitophagie läuft hoch, Energiequelle: V.a. Proteine und Fett. Es werden VIELE Proteine abgebaut in den ersten 2-3 Tagen

Tag 4-14: Ketose läuft voll. Körper spart an Aminosäuren, verbrennt v.a. Fett (= Detox). Mitophagie nimmt im Verlauf von Tag 3 bis Tag 6 wieder etwas ab. Stammzellaktivierung beginnt ca. ab Tag 4, ist auf Höhepunkt ab Tag 6-7, Bleibt weiter hoch bis das Fasten gebrochen wird.


Mein persönliches Fazit:

1. Intermittent Fasting ist recht und gut, wahrscheinlich aber wenig potent betreffend Mitochondrien. Wenn man das Abendessen weglässt, hat man jedoch den Vorteil eines deutlich erhöhten HGH Spiegels.

2. 2-3 Tage fasten bringt Vorteile für die Mitos, man verliert aber regelmässig Muskelmasse wegen der erhöhten Proteinverbrennung. Muskelmasse ist wichtig für das Immunsystem, Überlebensfähigkeit des Organismus und vieles mehr. V.a. bei Menschen mit neurologischen Erkrankungen ist Muskelmasse essentiell! Wir können kaum Aufbauen, da wir uns weitgehends schonen müssen. Das bisschen Muskelmasse so zu verbrennen halte ich für einen Fehler.

3. 7-14 Tage fasten: Im Vergleich gleich viel Muskelmasse verloren, aber massive Stammzellaktivierung. Stammzellen sind einer der potentesten Therapieformen für diverse Erkrankungen (MS, Parkinson, FQAD usw.) Und: es ist gratis.


Ich würde daher eher dazu raten: Täglich 16-18h zu fasten und alle 3-4 Monate 7-10 Tage oder alle 6 Monate 10-14 Tage zu fasten - je nach Körpergewicht.

Aktuell bin ich gerade an Tag 5. Mir geht es sehr gut. Besser als die ersten 3 Tage --> es ist sogar einfacher länger zu fasten. Ich bin auch sehr dünn, aber mein Körper vermag das Locker. Die meisten Menschen können länger fasten als sie denken. Ausnahmen: Schwere Grunderkrankungen mit Kachexie. Bitte vorher im Netz informieren.

Lg.
Marco



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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24124

Beitragvon Nina » 11.09.2020, 13:29

Hallo Marco,

danke für deinen Beitrag.
Ich habe mich bis jetzt noch nicht an längere Fastenzeiten als 36 Stunden heran gewagt, wegen meines extrem niedrigen Blutdrucks.
Meinst du das könnte ich trotzdem versuchen?
Bei 36 Stunden nehme ich außer Wasser und Magnesium wirklich garnichts zu mir. Bin nach 36 Stunden dann vom Kreislauf her auch sehr schlecht aufgestellt. (Schwindel, Brainfog etc.)
Ginge das auch über mehrere Tage gut komplett ohne Nahrung bzw. Brühe oder sowas? Mit Brühe oder Gemüsesäften würde ich die Mitophagie erschlagen oder?

Liebe Grüße
Nina
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250 mg Ciprofloxacin

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24125

Beitragvon striker_06 » 11.09.2020, 13:39

Auch hier werfe ich mal nen link rein ;)

https://wiki.yoga-vidya.de/Trockenfasten


Hier wird die Aussage getroffen, dass beim Trockenfasten die Muskeln ein Stück weit außen vor bleiben, sprich nicht 50:50 (Fett und muskelgewebe) wie beim normalen Wasserfasten, sondern primär das Fett verbrannt wird

Momo
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24130

Beitragvon Momo » 11.09.2020, 16:48

Hallo Striker,
dem link zufolge wäre die Empfehlung Viren mit viel Wasser auszuschwemmen dann falsch.

Hast du schon Erfahrungen mit dem Trockenfasten gemacht?

LG Momo
Liebe Grüße Momo
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24135

Beitragvon EagleEyeC » 11.09.2020, 17:48

Trockenfasten würd ich nie empfehlen, v.a. über längeren Zeitraum.

Ich sehe sogar von Wasserfasten ab. Am besten macht man sich 1-2x pro Tag eine Fasten-Buillon und kippt jeweils 1 TL Basenpulver rein.
Bei mir ist auch ohne Buillon/Basenpulver ab ca. 40h recht problematisch mit dem Blutdruck.

Nun dank Einlauf, Leberwickel, Buillon und Basenpulver gehts prächtig, bereits Tag 6 hat begonnen. Einzig hab ich mir beim Wärmflasche vorbereiten etwas heisses Wasser über den Fuss geschüttet... da hats jetzt Blasen und ich muss aufpassen. Bei erstem Anzeichen einer Infektion muss ich das Fasten leider abbrechen, ansonsten klappts aber sehr gut bisher und ich werd das definitiv alle 3-4 Monate einbauen.

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24211

Beitragvon der_matze » 14.09.2020, 17:43

Ich würd gern mal wieder Fasten aber vom Gewicht her bin ich an einem Punkt wo ich nicht mehr abnehmen will.
Ich mach von Anfang an 16:8 und dabei werd ich es auch belassen, vorerst.

Ganz gratis ist auch das übrigens nicht.
Wenn man das öfters macht muss man sich entsprechend einmal komplett neu einkleiden ;)

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24213

Beitragvon EagleEyeC » 14.09.2020, 19:31

Da hast du recht!

Mit dem Gewicht, ja ist kritisch. Bin nun bei 70kg angekommen (bin mit 76kg gestartet)... Jetzt an Tag 9 :))

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24215

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 14.09.2020, 19:37

What???!!? :o
Soo viel nimmt man da ab? ... Ui, dat wird nix mit 20 Tagen.... bei 50kg brech ich ab... oder zusammen... ;)
....ich geh jetzt gleich noch mal an den Kühlschrank...vorfuttern....

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24216

Beitragvon EagleEyeC » 14.09.2020, 19:38

Unbedingt vorher vorfuttern ja :)

Ferdirsch
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24218

Beitragvon Ferdirsch » 14.09.2020, 22:50

Was gibt es eigentlich für Gründe, warum man als Floxie das fasten nicht vertragen kann?
Mir geht es ab 18-20h immer total komisch obwohl ich schon nach 12h als ein wenig Magnesium und ein bisschen Rosa Salz zu mir nehme. Mein blutzucker ist dann oft grenzwertig niedrig. Kann es sein, dass mein Körper Schwierigkeiten hat in die Ketose zu kommen weil zum beispiel noch zu viel glykogen gespeichert ist? (Ich esse nicht keto, eher low carb aber das die letzte zeit auch etwas lockerer)
Die mitophagie kanns ja nach so einer kurzen Zeit wohl eher nicht sein oder?
Und das mit den Blutzucker könnte auch noch eine NW von flox sein, in den ersten Monaten war ich einige male unter 40 (auch vom Arzt dokumentiert) das war heftig.

LG Ferdi
Moxiflox 5x 400 mg Dez' 18

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#24220

Beitragvon EagleEyeC » 15.09.2020, 06:54

Diabetes? Keto Flu? Gibt mehrere Ursachen. Am besten Basenpulver verwenden. Oft fehlt Kalium.
Lg.

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#25949

Beitragvon EagleEyeC » 31.12.2020, 20:54

Nina hat geschrieben:Hallo Marco,

danke für deinen Beitrag.
Ich habe mich bis jetzt noch nicht an längere Fastenzeiten als 36 Stunden heran gewagt, wegen meines extrem niedrigen Blutdrucks.
Meinst du das könnte ich trotzdem versuchen?
Bei 36 Stunden nehme ich außer Wasser und Magnesium wirklich garnichts zu mir. Bin nach 36 Stunden dann vom Kreislauf her auch sehr schlecht aufgestellt. (Schwindel, Brainfog etc.)
Ginge das auch über mehrere Tage gut komplett ohne Nahrung bzw. Brühe oder sowas? Mit Brühe oder Gemüsesäften würde ich die Mitophagie erschlagen oder?

Liebe Grüße
Nina


Ich hatte deinen Beitrag damals komplett überlesen. Ich habe gerade 5 Tage Wasserfasten hinter mir. Das geht deutlich mehr auf den Kreislauf als Fasten mit Einnahme von Brühe. Nach Buchinger sind 250-500kcal pro Tag erlaubt. Mit ein wenig Salz pusht die Suppe dann auch den Blutdruck. Die Mitophagie wirst du damit nicht gross beeinträchtigen.

Lg. Marco

Gloria
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#26743

Beitragvon Gloria » 12.03.2021, 13:09

EagleEye, kannst du etwas mehr zu der Stammzellaktivierung sagen, was hat es damit auf sich? Nach diesem Video https://youtu.be/gcyYYKQQA4Y fand ich anderthalb Tage am Stück Fasten eigentlich super und für die Mitophagie (die doch das Hauptziel darstellte?!) ausreichend...
Levofloxavin 2x täglich 375mg (=1 1/2 Tabletten à 250mg), 20.-23.7.2020 und zeitgleich Metronidazol

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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#26951

Beitragvon EagleEyeC » 29.03.2021, 15:53

36h fasten sind schon gut, wenns nicht in zu hoher Frequenz stattfindet - wegen dem Proteinverlust.

FQAD besteht nicht nur aus mitochondrialer Dysfunktion, sondern Kollagenschäden, evtl. direkte neurotoxische Nebenwirkungen und neuropsychiatrischer Veränderungen.

Stammzellen können solche geschädigte Gewebe regenerieren. Daher auch die vielen Kunden bei Dr. Ghalili und Co. in den USA.

Ich will nicht behaupten, dass 10 oder 14 Tage fasten potenter ist als Stammzellinfusionen.
Es ist aber deutlich kostengünstiger. :)

Fibi
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#27239

Beitragvon Fibi » 14.04.2021, 09:41

Erfahrungsbericht / Infos zum Fasten:

Fasten pusht die Mitos und führt circa ab Tag vier zur Stammzellregeneration.

Beginn mit mindestens zwei Entlastungstagen:
Jetzt fettarm und proteinarm essen, dafür balaststoff- und kohlenhydratreich, so als hätte man eine MagenDarmGrippe.
Bsp.: Porridge, gedünstetes Gemüse mit Reis, keine Nüsse/Fleisch/Eier/Milchprodukte

Fastentage:
An NEM nur Magnesium, Kalium (ins Wasser)
Salz, z.B. Meersalz (ohne Jod und Fluor)
Evtl. Melatonin zum Schlafen
Ausreichend trinken!

Leberwickel:
Wärmflasche mit feuchtem Tuch umwickeln.
In der Mittagszeit zwischen 12 und 14 Uhr eine halbe Stunde auf die Leber legen (rechter Oberbauch)

Einlauf:
alle ein bis zwei Tage mit körperwarmen Wasser (anschließend „Kerze“ machen)

Während des Fastens körperlich absolut schonen, denn das Gewebe ist jetzt sehr empfindlich!

Aufbautage:
langsam und kleine Portionen essen (ähnlich wie zu den Entlastungstagen)

Ich habe folgende Geräte angeschafft/geliehen:
Blutzuckermessgerät, Blutdruckmessgerät, Pulsoximeter

Folgende Probleme könnten auftreten:
Bei Schwindel könnte der Blutdruck zu niedrig sein: mehr Salz!
Pulsoximeter zu niedrieg: Kalium!
Fastenkrise/Kopfschmerz: Einlauf!
Übelkeit: Kamille-/Magen-/Fastentees, Leinsamenschleimsuppe (wie Porridge kochen)!
Blutzucker zu niedrig / unter 3,0: Fastensuppe nach Buchinger (250 bis max. 500kcal/d)!
Ciprofloxacin 500 (1-0-1) für 5 Tage

Zini
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#27847

Beitragvon Zini » 26.05.2021, 14:54

Ich habe da eine Frage zum Heilfasten nach Buchinger und hoffe, jemand kann da weiterhelfen.
Nach Buchinger heisst es, man darf täglich 250-500 Kalorien zu sich nehmen, wenn man sich aber einließt wird empfohlen, morgens einen Tee zu trinken, mittags einen frisch gepressten Saft 250ml (verdünnt) und abends 250ml Gemüsebrühe.

Zu meiner eigentlichen Frage, wenn ich bei meinen 250-500 Kalorien bleibe, indem ich 500ml Gemüsebrühe trinken und noch zwei Säfte mehr als nur einen, tu ich dann damit die Mitophagie beeinflussen, da es mir explitzit um die Mitophagie geht.

Liebe Grüße
Zini
gefloxt 01/2018 Levo, 12/2020 Levo und 01/2021
davor 10 mal Levo und 2 mal Cipro ohne Symptome

Fibi
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Re: Warum man NICHT 48-72h fasten soll

#27848

Beitragvon Fibi » 26.05.2021, 17:31

Ich habe auch Suppenfasten mit 250 bis 500kcal pro Tag gemacht. Wasserfasten hätte bei mir nicht funktioniert, da mein Blutzucker sonst immer viel zu niedrig geworden wäre. Ich gehe davon aus, dass ich die Mitophagie und den Stammzelleffekt trotzdem hatte.
Liebe Grüße
Ciprofloxacin 500 (1-0-1) für 5 Tage


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