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Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

spacerat
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Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25817

Beitragvon spacerat » 21.12.2020, 14:52

Der Petitionsausschuss hat die Petition abgeschlossen.

Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 10.12.2020 abschließend beraten und beschlossen: Das Petitionsverfahren abzuschließen, - weil dem Anliegen entsprochen worden ist.

• Aufgrund des insgesamt positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses sieht sich das Bundesministerium für Gesundheit nicht veranlasst, eine Verbotsverordnung für Fluorchinolone als bedenkliche Arzneimittel nach § 5 Abs. 2 i.V. mit § 6 Arzneimittelgesetz (AMG) zu erlassen.

• Die Erweiterung des existierenden ICD Diagnoseschlüssels "T36.- Vergiftung durch systemisch wirkende Antibiotika" um Codierungen für "invalidisierende Vergiftungen" durch Fluorchinolone wird nicht befürwortet, da mit dieser Schlüsselnummer die irrtümliche Verabreichung oder Einnahme falscher Substanzen sowie die Überdosierung dieser Substanzen verschlüsselt werden sollen.

• Nebenwirkungen der FluorchinoIone lassen sich in den einzelnen Organkapiteln, z. B. ... abbilden

• Gesonderte Warnhinweise auf Arzneimittelverpackungen sind nach geltendem Recht möglich, wenn diese den Inhalten der europäisch abgestimmten Zulassungstexte entsprechen. Indes können spezielle Warnhinweise von anderen wichtigen Informationen ablenken.

• Rote-Hand-Briefe sind als wichtige Informationsquelle für die ärztlichen Verordner, nicht für Patientinnen und Patienten konzipiert.

• Arzneimittelnebenwirkungen sind vielfältig und können verschiedene Organsysteme betreffen. Betroffene Patientinnen und Patienten sollten entsprechende Spezialisten aufsuchen und darüber hinaus die Nebenwirkung an das BfArM bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) melden.

• Bei der Forschung zu Behandlungsmethoden spezifischer Nebenwirkungen nach Arzneimittelanwendungen handelt es sich um Therapieforschung im weiteren Sinn. Diese ist der allgemeinen Forschungsförderung zuzuordnen.

https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 68479.html

https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... ungpdf.pdf



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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25818

Beitragvon nino » 21.12.2020, 15:27

Habe ich im Grunde genommen erwartet. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt :roll:
Mitte 20
2x 500mg Ciprofloxacin, jeweils 1 Tablette am 29. und 30.10.2019

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25819

Beitragvon Jens_86 » 21.12.2020, 15:36

Mich würden ja die anderen wichtigen Informationen interessieren, von denen abgelenkt wird.

Karlken
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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25821

Beitragvon Karlken » 21.12.2020, 16:16

Hallo zusammen

Spacerat, Danke für deine Bemühungen.

Haben wir etwas anderes erwartet. :angry-cussing:

Das typische Drumherumgeschwurble mit der Botschaft:
Was willst du eigentlich, ist doch alles bestens geregelt.

Traurig, aber leider wahr!

Grüße
Karlken
Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25822

Beitragvon Karlken » 21.12.2020, 16:59

Hallo noch mal

Damit sich jeder ein Bild davon machen kann wie der Bundestag? abstimmt.

Abstimmung über Petitionen vom 10.12.2020

Die Petition befindet sich im Abstimmungspaket 701 ca. bei Minute 1 im Vid zu sehen.

Hier die Beschlußempfehlung des Petitionsausschußes Sammelübersicht 701

Sammelübersicht 701

Die für uns relevante Petition ist die mit der lfd. Nummer 23.

Fakt ist für mich dass die Beschließenden gar nicht wissen was sie da gerade beschlossen haben!
Ich bin ob dieser Praxis, ehrlich gesagt, erschrocken und irritiert.

m.f.G.
Karlken
Levofloxacin 30.04. - 03.05.2018 je Tag 1x500mg

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25823

Beitragvon S.Heuer » 21.12.2020, 18:26

Danke für eure Bemühungen!

Das macht mich sehr wütend. Den genau wie Karlken sagte, bin auch ich am zweifeln, ob alle Abstimmungsbevollmächtigte überhaupt wissen worüber sie da abstimmen.
Ok...wird juristisch alles einwandfrei sein...wie immer.
Dazu nur 30 Abgeordnete anwesend.

Viele Grüße
---

Sascha Heuer
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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25824

Beitragvon Hopesoon » 21.12.2020, 21:30

Bin sprachlos....




Aber nur im ersten Momet. Ganz ehrlich, ich bin der Auffassung, dass wir jetzt alle den Bundestag oder speziell die Abgeordneten, welche hierüber abstimmen mit Briefen bombadieren sollten und unserer Entrüstung Luft machen. Koordiniert würde das vielleicht am besten wirken (ok, ob das überhaupt wirkt, ist sicherlich fraglich - aber irgendwie, will ich das so nicht stehen lassen). Die sollen wenigstens merken, dass ihr Durchwinken nicht ohne Wirkung ist. :angry-tappingfoot:
Juni 2010 Levofloxacin 500 mg 7 Tabletten
Juli 2020 Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 für 5 Tage

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25825

Beitragvon Hopesoon » 21.12.2020, 21:34

Und die erste Bitte, die ich da reinschreiben werde ist, dass sie mir doch eine Liste mit den kompetenten Spezialisten schicken sollen, an die ich mich angeblich wenden kann :angry-cussing:
Juni 2010 Levofloxacin 500 mg 7 Tabletten
Juli 2020 Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 für 5 Tage

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25826

Beitragvon Gärtner » 21.12.2020, 22:30

Was bedeutet denn eigentlich die Formulierung "...das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen entsprochen worden ist"? Wer hat welchem Anliegen wie entsprochen? Dem Anliegen des Petenten würde ja offenbar nicht entsprochen?

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25833

Beitragvon Bauernme3865 » 22.12.2020, 17:50

Herzlichen Dank an alle Beteiligten für den Versuch, very much appreciated!

Ich wunder mich lediglich über meine niederen Triebe, die beim lesen der Info in meine Gedanken kommen - aber die sind ja zum Glück frei...

Eine schöne Bescherung allerseits und die allerbesten Wünsche für 2021!!!

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25836

Beitragvon Glühwürmchen » 23.12.2020, 07:49

Herzlichen Dank an alle, die die Petition verfasst haben und an alle, die sich daran beteiligt haben.
Ich muss die Entscheidung erst einmal verdauen. Ich bin lange genug krank um mit so etwas zu rechenen und trotzdem....
Wir müssen weiter machen. Unser Forum hier ist wichtig, weil wir hier viele Informationen aus allen Bereichen sammeln und man über die Einzelschicksale lesen kann. Dadurch bekommen abstrakte Nebenwirkungen Gesichter und wir zeigen auf, dass es uns und unsere Schäden wirklich gibt.

Ich wünsche euch trotz allem schöne Feiertage.

Glühwürmchen

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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#25840

Beitragvon EagleEyeC » 23.12.2020, 09:29

spacerat hat geschrieben:Der Petitionsausschuss hat die Petition abgeschlossen.

Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 10.12.2020 abschließend beraten und beschlossen: Das Petitionsverfahren abzuschließen, - weil dem Anliegen entsprochen worden ist.

• Aufgrund des insgesamt positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses sieht sich das Bundesministerium für Gesundheit nicht veranlasst, eine Verbotsverordnung für Fluorchinolone als bedenkliche Arzneimittel nach § 5 Abs. 2 i.V. mit § 6 Arzneimittelgesetz (AMG) zu erlassen.
Das war klar. Sind ja auch - korrekt eingesetzt - gute Antibiotika. Schade nur verbockt es hier die Ärzteschaft

• Die Erweiterung des existierenden ICD Diagnoseschlüssels "T36.- Vergiftung durch systemisch wirkende Antibiotika" um Codierungen für "invalidisierende Vergiftungen" durch Fluorchinolone wird nicht befürwortet, da mit dieser Schlüsselnummer die irrtümliche Verabreichung oder Einnahme falscher Substanzen sowie die Überdosierung dieser Substanzen verschlüsselt werden sollen.
Das nervt mich persönlich am meisten. Aber es wäre auch nicht eine gute Lösung gewesen. Es braucht einen ICD-Code für FQAD als eigenständige Erkrankung, wie es einen für CFS oder Fibromyalgie gibt.Bis dahin müsssen wir unsere Codes selber zusammensuchen, z.B. als SF-NP oder halt eben CFS wenns nicht anders geht

• Nebenwirkungen der FluorchinoIone lassen sich in den einzelnen Organkapiteln, z. B. ... abbilden

• Gesonderte Warnhinweise auf Arzneimittelverpackungen sind nach geltendem Recht möglich, wenn diese den Inhalten der europäisch abgestimmten Zulassungstexte entsprechen. Indes können spezielle Warnhinweise von anderen wichtigen Informationen ablenken.

• Rote-Hand-Briefe sind als wichtige Informationsquelle für die ärztlichen Verordner, nicht für Patientinnen und Patienten konzipiert. Und von den Ärzten kaum gelesen. Geniale Argumentation

• Arzneimittelnebenwirkungen sind vielfältig und können verschiedene Organsysteme betreffen. Betroffene Patientinnen und Patienten sollten entsprechende Spezialisten aufsuchen und darüber hinaus die Nebenwirkung an das BfArM bzw. das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) melden.

• Bei der Forschung zu Behandlungsmethoden spezifischer Nebenwirkungen nach Arzneimittelanwendungen handelt es sich um Therapieforschung im weiteren Sinn. Diese ist der allgemeinen Forschungsförderung zuzuordnen. Das hört sich gar nicht so schlecht an?

https://epetitionen.bundestag.de/conten ... 68479.html

https://epetitionen.bundestag.de/petiti ... ungpdf.pdf



naja, wir brauchen wohl noch bis 2030...
auch von meiner Seite Danke an die Ersteller der Petition!

mohogik
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Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#26022

Beitragvon mohogik » 09.01.2021, 12:09

Vielen Dank an die Initianten für ihren unermüdlichen Einsatz. Es ist wirklich schade und bedauerlich, dass die Petition von Seiten der Behörden abgeschmettert wurde. Aber ich würde den Kopf nicht hängen lassen und es irgendwann wieder versuchen, denn die Anerkennung von FQAD in Form eines Diagnoseschlüssels ist für uns das wichtigste Ziel. Entscheidend für den Erfolg solcher Initiativen und Petitionen ist auf jeden Fall die Sprache und der Umfang der Forderungen. Ich persönlich würde ein solche Petition mit wenigen aber dafür umso wichtigeren Forderungen gestalten und auch von einer aggressiven Sprache absehen. Im Wort Vergiftung steckt ein wenig ein vorsätzliches Handeln, was eine Behörde in dieser Form nie akzeptieren würde. Außerdem ist FQAD streng genommen auch keine Vergiftung. Aber wie gesagt: es ist ein Kampf, der sich lohnt und den ihr unbedingt in Deutschland weiterführen müsst. Weiter so!

Deleted User 153

Re: Beschluß des Deutsche Bundestages, 10.12.2020, bzgl der Fluorchinolone Petition

#27636

Beitragvon Deleted User 153 » 13.05.2021, 09:29

War doch klar. "Aufgrund des insgesamt positiven Nutzen-Risiko-Verhältnisses...." Weil wir hier im Forum und die anderen Betroffenen überall fast alle Maßnahmen selber tragen, angefangen von der Minderleistung oder Ausfall am Arbeitsplatz (im nächsten Moment wird die Leistungsunwilligkeit oder -unfähigkeit der Gesellschaft beklagt und die Leistungsgesellschaft betont) bis zur Selbstzahlung von Tests, von denen wir uns Klärung der Symptome und Wege der Besserung erhoffen. Bravo Politiker. Grüsse Zwinge


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