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Dauerhafte Krankschreibung

Moien
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Dauerhafte Krankschreibung

#27666

Beitragvon Moien » 15.05.2021, 11:16

Hallo an Alle,

Ich wollte mal ein Thread aufmachen und erfragen für die, die nach Flox über einen längeren Zeitraum ins Krankengeld gefallen sind, was haben eure Ärzte auf die Krankschreibung geschrieben, da Flox nicht anerkannt ist offiziell.

Mein Hausarzt glaubt mir die Nebenwirkungen weiß aber nicht was er auf die Krankschreibung schreiben soll ohne, dass uns die Kasse alle 2 Wochen nervt. Zu Zeit steht da noch Darmgeschichten..... aber ich muss alle 2 Wochen jetzt bei meinem Arzt aufschlagen..... .


Daher mal an die Runde und auch ggf. für neu gefloxte interessant, was könnte der Arzt aufschreiben so, dass die Kasse einen in Ruhe lässt und man sich auf die Heilung konzentrieren kann ?


lg

Moien



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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27668

Beitragvon OFC1901 » 15.05.2021, 12:31

Somatoforme Störung und mittelschwere Depression steht bei mir drauf. Ich versuche aber demnächst zumindest mal die Diagnosen Fibromyalgie, CFS bzw SFN zu bekommen
LG
Levo 12/2010 500mg 7x
Norflox 02/2013 400mg 20x
Levo 02/2014 500mg 5x
Cipro 07/2014 250mg 10x
Levo 02/2017 500mg 7x
Oflox 12/2018 250mg 20x
Ausbruch aller Symptome 10/2019
Kortisontherapie IV 04/2020
Flox bekannt geworden 10/2020

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Brischid
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27672

Beitragvon Brischid » 15.05.2021, 14:52

Hallo Moien,
ich habe die Diagnosen Erschöpfungssyndrom und Depressive Episode bekommen.
LG, Brischid
Ciprofloxacin 250 mg / 11 Tabletten - September 2016
Ciprofloxacin 500 mg / 10 Tabletten - September 2016

Levoflox26
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27680

Beitragvon Levoflox26 » 15.05.2021, 19:23

Hallo zusammen,

bei mir waren es: schwere depressive Episode, beidseitige Achillodynie und
T78.8 "Sonstige unerwünschte Nebenwirkungen, anderenorts nicht klassifiziert"

Mein Krankschreibungsrhythmus betrug immer 4 Wochen. Stress mit der KK hatte ich zwei mal. Der erste MDK Doc glaubte mir nicht und schickte mich arbeiten (GsD einen Tag vor Weihnachten, mein AG ordnete an meinen Resturlaub zu nehmen. Ich hatte 6 Wochen, danach hab ich mich mit anderer Diagnose au schreiben lassen) 6 Monate später nächster MDK Termin. Diesmal mit einer Ärztin die sich eine ganze Stunde Zeit nahm und mich für glaubwürdig empfand. Eine Reha musste ich nicht machen. Ansonsten haben sie mich bis zur Aussteuerung nicht mehr belästigt.

Ich rate jedem, der KK nicht die Telefonnummer zu geben. Dann kommen die "wie geht es ihnen denn" Anrufe, die einzig dem Zweck dienen, heraus zu finden, wie man uns unter Druck setzen kann um Geld zu sparen.

Happy weekend.
lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

Moien
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27683

Beitragvon Moien » 16.05.2021, 12:42

Mein Arzt meinte das Problem mit Krankschreibungen die was mit der Psyche zu tun haben wäre, dass man ggf. dann keine Lebensversicherung mehr bekommen würde wenn man ein Haus oder ähnliches kaufen möchte.

Ich bin 31 noch bisschen entfernt von Häuserkauf und so aber vielleicht an die bisschen reiferen hier, ist das so ?

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27686

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 16.05.2021, 15:31

Ich bin zwar älter als du, aber das Problem der Geldanlage stellt sich mir nach dem Krankengeld und Flox nicht mehr, Flox löst also auch Probleme ;-/ *hüstel*

Levoflox26
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27688

Beitragvon Levoflox26 » 16.05.2021, 17:37

Mein Arzt meinte das Problem mit Krankschreibungen die was mit der Psyche zu tun haben wäre, dass man ggf. dann keine Lebensversicherung mehr bekommen würde wenn man ein Haus oder ähnliches kaufen möchte.


Kommt ja immer drauf an, was du bei Abschluss der Versicherung angibst. Bist du ehrlich, kann dir das natürlich passieren. Ich habe keine LV bekommen, weil ich eine Hepatitis A aus dem Urlaub mit gebracht hatte. Verstanden hab ich das nie, denn Hep A heilt ja wieder vollkommen aus. Darüber habe ich sogar ein Attest vorgelegt. Und irgendwie scheinen die Versicherungen das untereinander weiter zu geben. Denn ich hab danach auch bei anderen Anbietern keine LV abschließen können, obwohl ich die Gelbsucht da gar nicht mehr angegeben habe.
Gibt man Krankheiten nicht an und es kommt zum Versicherungsfall, muss man hoffen dass sie den "Schwindel" nicht merken. Sonst können sie die Leistung verweigern.
Dass dein Doc das jetzt allerdings auf psych. Krankheiten wie Depressionen bezieht...hm, daran stirbt man in der Regel ja nicht. Es sei denn man begeht Suizid aber da schließen die Versicherungen die Leistung eh meist aus.

Ich bin zwar älter als du, aber das Problem der Geldanlage stellt sich mir nach dem Krankengeld und Flox nicht mehr


Jepp... :roll:

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27691

Beitragvon Jens_86 » 16.05.2021, 19:35

Ich würde jedem anraten nichts zu verheimlichen. Denn die Versicherung hat Einsicht in das was Ärzte diagnostiziert und bei der Kasse abgerechnet haben.

Zudem hat man nicht nur das Risiko, tausende Euro Beiträge zu zahlen, und dann muss die Versicherung im Fall der Fälle nicht zahlen. Darüber hinaus ist es auch eine Straftat (Betrug).

An der Sache mit den psychischen Erkrankungen ist was dran. Hat man die nicht, ist das ne Diagnose die eher unvorteilhaft ist.

Viele Grüße
Leben ist was man draus macht.

Biggi
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27694

Beitragvon Biggi » 16.05.2021, 22:21

Hallo,
Ich kann Uschi nur zustimmen, bei Antragstellung einer Lebens -, Kranken-, oder Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, weil der Versicherer jeden Antrag genauestens prüft und wenn es für die Risikobewertung erforderlich ist, bei den Haus - oder Fachärzten Infos einholt. Wenn Krankheiten /Diagnosen bewusst verschwiegen oder verharmlost werden, handelt es sich um eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht und der Versicherer ist nicht zur Leistung verpflichtet!!!! Diagnosen von schwerwiegenden Krankheiten sind für den Abschluss von Versicherungen eher nachteilig. Es ist aber in jedem Fall besser alle Krankheiten im Antrag zu erwähnen und die Fragen richtig zu beantworten. Oftmals bieten Versicherer Ausschlussklauseln für Krankheiten an oder Risikozuschläge.
Suizid ist bei einer Lebensversicherung nur innerhalb der ersten 3 Versicherungsjahre nicht versichert, nach 3 Jahren schon.
LG Biggi

mfgoenk
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27696

Beitragvon mfgoenk » 17.05.2021, 10:15

Hallo zusammen,

ich hatte weit über ein Jahr lang gebraucht, um zu realisieren, das ich gefloxt war. Bis dahin war ich sehr oft sehr lange mit allen möglichen Diagnosen krank geschrieben. Die Krankenkasse hat wöchentlich angerufen, wann ich denn gedenke, wieder arbeiten zu gehen.

Ab dem Moment, ab dem ich realisiert habe, das ich gefloxt wurde, bin ich STUR WIE EIN ESEL dabei geblieben und habe dies, egal zu wem ich geschickt wurde, gesagt. Oft wurde ich ausgelacht, aber die wichtigen Leute haben mir geglaubt!

Als erstes habe ich den Telefonhörer in die Hand genommen und die Krankenkasse angerufen und diese darüber informiert. Siehe da, die Dame hat nie wieder bei mir angerufen!

Die Amtsärztin, zu der mein Arbeitgeber mich geschickt hat, hat mir ebenfalls geglaubt. Sie hat mir ein paar Tage später sogar Unterlagen zu Flox nach hause geschickt, um mich zu unterstützen. Gebracht hat es allerdings trotzdem nichts.

Als ich ins ALG1 gefallen bin hat das Arbeitsamt ein Gutachten auf Aktenlage über mich angefertigt, das ein absoluter Witz war. Auch dagegen habe ich mich gewehrt und die Damen vor Ort haben mir geglaubt und mich unterstützt. Aus diesem Grunde wartet nicht zu lange mit dem EMR Antrag. Das war eine sehr schlimme Erfahrung die kein Mensch braucht.

Als ich die EMR beantragte musste ich zu 2 Gutachtern vor Ort. Diese haben mir anstandslos geglaubt und ich die EMR bekommen.

Um jetzt deine Frage zu beantworten: Wenn ich es heute noch einmal zu machen hätte, würde ich mir einen Arzt suchen, der mir glaubt und dann den ICD Code 78.8 aufschreiben lassen! Nichts anderes bis es hoffentlich mal einen FQAD Code gibt!

Den Rest würde ich exakt identisch machen. Wenn ihr euch dauernd neue Diagnosen aufschreiben lasst macht ihr euch unglaubwürdig! Ihr müsst euch eventuell noch vor sehr vielen Leuten rechtfertigen, daher ist es von ELEMENTARER BEDEUTUNG glaubwürdig zu sein!

Besonders solche psychischen Anhängsel sind vernichtend. Das los zu werden ist extrem schwer! Versicherungen prüfen sehr genau wem sie welche Versicherung geben! Angenommen ihr erholt euch wieder recht gut von Flox, könnt wieder normal arbeiten gehen und wollt euch ein Haus kaufen und benötigt eine gro0en Kredit dazu. Die Bank wird sich wahrscheinlich durch eine LV absichern wollen und die bekommt ihr dann eventuell nicht. Das war es dann mit dem Hauskauf...

Des Weiteren muss Flox auch in den Statistiken der DRV/Krankenkassen/Arbeitamt auftauchen! Wenn dort andere Dinge angegeben werden, wird das nie was mit der Akzeptanz von FQAD, da es ja immer ganz ganz selten vorkommt...Das würde sich ja mit den Aussagen zu der Seltenheit der Nebenwirkungen decken...

Grüße

Moien
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27700

Beitragvon Moien » 17.05.2021, 13:59

Hey mfgoenk,

Danke für die ausführliche Erklärung also die Kasse hat dich über die ganzen 78 Wochen, die man Krankengeld beziehen kann mit der Diagnose T78.8 in Ruhe gelassen ?

Oder wollten die, dass du in die Reha gehst oder sonst irgendwelche Nachweise erbringst?

Hopesoon
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27701

Beitragvon Hopesoon » 17.05.2021, 21:13

Hallo Mojen,

ich war jetzt ein dreiviertel Jahr krank geschrieben. Meine Ärztin hat bei den ersten beiden Krankmeldungen M54.17G (Radikulopathie im Lumbosakralbereich) und dann M13.13G (Monoarthritis im Arm - das stand die meiste Zeit über alleine drin), zwischendurch ergänzt mit einer zweiten Diagnose M77.9G (Endesopathie - nicht näher bezeichnet).

In einem Anfrageschreiben von der Krankenkasse bzgl. der AU-Dauer hat sie dann auch T78.8 mit reingeschrieben.

Heutzutage würde ich auch auf die T78.8 bestehen, was aber nicht ganz so einfach ist, wenn der Arzt das nicht möchte. Als "Nichtmedizinstudierter" einem Arzt vorschreiben zu wollen, was er als Diagnose aufschreibt ist nicht das, was die Ärzte gerne haben... Aber nachdem dein Arzt da offensichtlich auf deiner Seite ist... Ich pflichte dem voll zu, was mfgoenk schreibt.

Am Anfang der Erkrankung habe ich aktiv bei der Krankenkasse um Mithilfe bei der Suche nach Kassenärzten und Therapeuten bzgl. FQAD angefragt, zugegeben, ein Spiel mit dem Feuer. Ich glaube, die waren von mir so genervt, dass die mich freiwillig in Ruhe gelassen haben. Es kam zwischendrin nur mal ein Fragebogen, den ich dann aber nicht beantwortet habe (da war ich dann zwischenzeitlich von deren Verhalten auch genervt und vorsichtiger).

Ich habe dann, als es mir etwas besser ging, von mir aus eine ambulante Reha beantragt.

Mit den besten Wünschen
hopesoon
Juni 2010 Levofloxacin 500 mg 7 Tabletten
Juli 2020 Ciprofloxacin 500 mg 1-0-1 für 5 Tage

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27706

Beitragvon Levoflox26 » 18.05.2021, 09:59

Hallo zusammen,

gut, dass du das schreibst, Hopesoon:

Es kam zwischendrin nur mal ein Fragebogen, den ich dann aber nicht beantwortet habe (da war ich dann zwischenzeitlich von deren Verhalten auch genervt und vorsichtiger).


Mit diesen Fragebögen werden die KK Mitglieder unter Druck gesetzt. In der Regel muss man diese nicht ausfüllen, den KK Mitarbeitern geht unsere Krankheit nämlich nichts an. Das darf nur der MDK einfordern.
Hier ein Link zur Verbraucherzentrale. Die freut sich übrigens über Meldungen von KK Mitgliedern, denen ein solcher Fragebogen geschickt wurde.

lg uschi

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27708

Beitragvon mfgoenk » 18.05.2021, 10:45

Hallo Moien,

ich würde es heute, rückwirkend nach über 5 Jahren Flox so machen und mir den ICD 78.8 eintragen lassen.

Damals wusste ich gar nicht das es diesen gibt. Bei mir wurden damals immer die unterschiedlichsten Probleme angegeben. Meistens die, die gerade besonders akut waren. Ich habe den 78.8 also nie drin stehen gehabt. Das war ein dauernder Tanz auf der Rasierklinge und ich verstehe deine Befürchtungen vollkommen.

Mit Hinblick auf die andauernden Rechtfertigung, die einem bei Arbeitgeber, KK, ALG und EMR bevorstehen, macht dies das bisschen Leben das man noch hat, etwas einfacher. Wenn man weiter schaut kann dies auch für eventuelle Berufsunfähigkeitsversicherungen und eventuelle Arztklagen/Herstellerklagen interessant sein.

Ja, nach relativ kurzer Zeit wurde ich von der KK gezwungen, einen REHA Antrag zu stellen. Dieser wurde allerdings abgelehnt und später in einen Rentenantrag umgewandelt. FunFact an dieser Stelle: Die DRV musste dann der KK Rückwirkend das gezahlte Geld zurückzahlen...

Ich kann auch nur den dringenden Rat geben, nicht zu warten bis die 78 Wochen abgelaufen sind um einen EMR Antrag zu stellen. Dieser dauert wahrscheinlich mindestens 6 Monate. Eher länger. Wenn ihr also erst nach 70 Wochen damit ankommt fallt ihr noch lange in das ALG1 rein. Ich habe mit dem Arbeitsamt extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Das wünsche ich keinem Floxie!

Grüße

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27711

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 18.05.2021, 11:55

@mfgoenk
Also, das kommt auf die Rentenhöhe an. Ich z.B. hoffe, dass ich die EMR erst nach dem ALG I bekomme... und bin froh, dass erst die Agentur (und nicht schon die KK) mich zum Antrag aufforderte (weil später). Denn das ALG I fällt weg, sobald es Rente gibt.

Ach übrigens, zu mir ist die Agentur übrigens nett und läßt mich in Ruher als die KK. Hab allerdings auch Nahtlosikeit mit allem medizinischem Schnickschnack.

mfgoenk
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27713

Beitragvon mfgoenk » 18.05.2021, 13:22

Hallo TheBestIsYetToCome,

du hast natürlich Recht das ALG1 höher sein kann als EMR. Wenn es einen in jungen Jahren trifft wahrscheinlich sogar erheblich. Daher immer prüfen welche privaten Vorsorgen man getroffen hat bzw. daran denken welche Vorsorgen der Arbeitgeber für einen getroffen hat.

Hier muss man sich genaustens informieren wie diese Zusatzversorgungen geregelt sind. Eventuell fallen diese größer aus als man denkt.

Es wäre nur logisch das höhere ALG1 beziehen zu wollen. Jetzt kommt mein großes Aber:

Wenn du 78 Wochen KG und sagen wir mal 10 Monate ALG1 bezogen hast und stellst dann einen EMR Antrag, dann dauert dieser nochmal wahrscheinlich 6 Monate. Wenn es ganz dumm läuft wird dieser nun abgelehnt. Wenn du gegen diese Entscheidung prozessieren musst, hängst du in Harz4. Lieber kleine EMR als Harz4.

Wenn ich solange schwer krank bin, muss man überlegen wie man sein Leben weiter führen und finanzieren kann. Zumal du meiner Meinung nach ganz erhebliches Glück mit der Nahtlosigkeit hattest. Ich drücke dir die Daumen das es so bleibt!

Grüße

Levoflox26
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27714

Beitragvon Levoflox26 » 18.05.2021, 13:33

Hallo zusammen,

Ich z.B. hoffe, dass ich die EMR erst nach dem ALG I bekomme... und bin froh, dass erst die Agentur (und nicht schon die KK) mich zum Antrag aufforderte (weil später). Denn das ALG I fällt weg, sobald es Rente gibt.


Das wäre auch mein Tipp, Alg1 beziehen so lange es geht und erst dann, wenn die AfA den Rehaantrag anordnet, diesen stellen. Bei mir hat die RV ihn auch von sich aus in einen EMR Antrag umgedeutet - Reha abgelehnt, weil bringt nichts mehr. Ich hab also weder eine Reha machen müssen, noch war ich bei einem Gutachter. Die EMR habe ich unbefristet bekommen. GsD gibt es seit 2019 das neue Gesetz, das die Zurechnungszeit erheblich erhöht hat. Ich bekomme somit die Rente, die ich auch bekommen hätte, wenn ich bis zum offiziellen Rentenbeginn gearbeitet hätte.
Wie das bei jungen Menschen, die noch nicht viel in die RV eingezahlt haben, weiß ich nicht. Ich schätze, die müssen dann wahrscheinlich aufstocken lassen.

Mit der AfA hatte ich nur zu Anfang Probleme, als sie mir erzählen wollten, ich bekomme erst Alg1, wenn der med. Dienst seine Stellungnahme abgegeben hat. Das ist nicht okay, der Anspruch besteht mit der Aussteuerung. Deshalb heißt es ja "Nahtlosigkeitsregelung".

Allen viel Erfolg mit den Behörden.

lg uschi

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Levoflox26
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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27715

Beitragvon Levoflox26 » 18.05.2021, 13:40

Wenn du 78 Wochen KG und sagen wir mal 10 Monate ALG1 bezogen hast und stellst dann einen EMR Antrag, dann dauert dieser nochmal wahrscheinlich 6 Monate. Wenn es ganz dumm läuft wird dieser nun abgelehnt. Wenn du gegen diese Entscheidung prozessieren musst, hängst du in Harz4. Lieber kleine EMR als Harz4.


Ja, das muss jeder genau anschauen. 6 Monate dauert der EMR Antrag mindestens, meist sogar länger. Aber man wird ja automatisch von der AfA gezwungen einen Rehaantrag zu stellen, wird der abgelehnt oder ist die Reha erfolglos, wird der Antrag umgewandelt. Wenn man, wie ich, das Glück hat schon älter zu sein, hat man längeren Anspruch auf Alg1 und somit mehr zeitlichen Spielraum.

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Dauerhafte Krankschreibung

#27717

Beitragvon TheBestIsYetToCome » 18.05.2021, 14:27

@mfgoenk

Na ja, Glück... ich bin arbeitsunfähig genug. Für mich ist das kein Glück - ich hab gerne gearbeitet.
Ja, das bleibt so, das wurde mir versprochen und bisher auch gehalten. Inzwischen habe ich Pflegestufe und meine geringste Sorge ist zur Zeit, dass die mich arbeiten schicken - muss erst mal aufs Klo kommen. Stubenreinheit ist für jeden AG wichtig ;)
Und wenn die kleine Rente reicht, dann geht dein Plan natürlich auf.


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