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Diagnose bei FQAD

TobX
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Diagnose bei FQAD

#31715

Beitragvon TobX » 07.08.2022, 13:22

Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen was eure Ärzte euch an Diagnose gestellt haben?

Bei mir wird leider nie etwas gefunden und bekommen darum auch keine Diagnose.. aber irgendwas muss ich ja nachweisen für die KK oder bei Anträgen…

Habt ihr Tipps?



Levoflox26
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Re: Diagnose bei FQAD

#31716

Beitragvon Levoflox26 » 07.08.2022, 14:11

Hallo Tobi,

allem voran, in Deutschland gibt es keine anerkannte "FQAD" Erkrankung, weshalb wir froh sein müssen, wenn wir mit den "Einzeldiagnosen" Anerkennung bei Ämtern/KK kriegen. Heißt dann eben: Sehnenentzündung, Muskelschmerzen, Arthrose, Depression, Angsterkrankung, generalisiertes Schmerzsyndrom usw., je mehr - desto besser. EDIT: also, je mehr der Symptome anerkannt werden - nicht, je mehr man hat :doh:

Tipps am Rande: musst du zu Fachärzten, lass dir immer eine Überweisung (am besten Hausarzt) ausstellen. Denn dann schreiben die Fachärzte Arztbriefe an den Überweiser. Ich bitte immer um eine Kopie. Hefte dir die Briefe gleich ab, notiere dir auch, wann du bei welchem Doc warst. Willst du irgendwann z.B. einen Behindertenstatus oder stellst einen Antrag auf EMR, wird das abgefragt.
Ich würde auch raten, mit möglichst viel Selbstsicherheit aufzutreten und den Bezug zu den FC gar nicht erst in Frage stellen zu lassen. Tritt auf, als wenn das bereits erwiesen ist. Du sparst dir lange Diskussionen. Klappt anfangs wahrscheinlich nicht so gut aber man bekommt Übung mit der Zeit.

Behindertenstatus, EM Rente etc. liegen bei dir in weiter Ferne oder werden wahrscheinlich nie zum Problem. Aber das weiß man halt erst mal nicht. Sollte es dann doch dazu kommen, bist du gut vorbereitet. Bei schwerem, langjährigen Verlauf leiden die kognitiven Fähigkeiten enrheblich. Das Gedächnis wird schlechter, die Konzentration nimmt ab. Anträge auszufüllen wird dadurch schwieriger und dann ist man echt froh, wenn man nicht jedem Arztbrief hinterher rennen muss und wichtige Daten festgehalten sind.
Sinnvoll ist auch ein Tagebuch, indem du möglichst regelmäßig festhälst wie es dir geht.

Aber langjährige Verläufe sind, Gott sei Dank, nicht so häufig. Ich schreibe das wirklich nur, weil man es nicht vorher weiß.

Alles Gute für dich.

lg uschi

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

gefloxt 10/2016 = 10 x 500mg Levo und 9/2017 = 5 x 250mg Levo
davor einige Male ohne Symptome Levo und mind. 1x Cipro

TobX
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Re: Diagnose bei FQAD

#31719

Beitragvon TobX » 07.08.2022, 14:54

Hallo Uschi!
Vielen Dank für deine Nachricht! Hat mich sehr gefreut!

Wie meinst du langwierige Schäden sind selten? Ich habe das Gefühl, dass die meisten hier seid vielen Jahren damit kämpfen :( oder verstehe ich das falsch? :)

TobX
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Re: Diagnose bei FQAD

#31720

Beitragvon TobX » 07.08.2022, 14:57

Das Problem ist, bei mir finden die Ärzte nichts. Außer natürlich die Angststörung. Die Schmerzen in den Armen, etc. kann nicht nachgewiesen werden also keine Diagnose

TobX
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Re: Diagnose bei FQAD

#31721

Beitragvon TobX » 07.08.2022, 15:03

Die Kognitiven Probleme sind jetzt schon stark. Ich schreibe meine Master Thesis und kann mich keine 5 min konzentrieren….

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Luketheman
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Re: Diagnose bei FQAD

#31723

Beitragvon Luketheman » 07.08.2022, 16:38

Hallo Tobx,

also ich hatte die ersten 3 Wochen nach der Einnahme von Levofloxacin auch heftige Angstzustände und immer diesen Druck auf der Brust. Das ging zum Glück relativ schnell wieder weg. Die Schmerzen in Sehnen und Muskeln sind leider geblieben.

Als erstes hat mein Hausarzt Psychosomatische Störung als Diagnose gestellt. Dann als es mir psychisch besser ging (obwohl ich jetzt natürlich sehr depressiv bin weil mein Leben zerstört wurde) bekam ich von ihm die Diagnose M77. 9
Enthesopathie das ist eine Sehnenschädigung.
Ich war ja auch ca. jede Woche bei ihm in der Praxis und bettelte um Hilfe, bei diesen fürchterlichen Schmerzen die dann total im Vordergrund standen. Man muss den Ärzten klar machen das die Lage sehr ernst ist und das man sich in einer schrecklichen Situation befindet welche die gesamte Existenz von einem bedroht.

Ich hoffe du hast Erfolg und dein Arzt kommt dir etwas entgegen.


Mit freundlichen Grüßen
Lukas
20 x 1mg Cirpofloxacin Ohrentropfen 2017
5 x 500mg Levofloxacin April 2022


Ohne Hinweise zu Risiken & Nebenwirkungen
vom Arzt oder Apotheker!

Levoflox26
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Re: Diagnose bei FQAD

#31727

Beitragvon Levoflox26 » 07.08.2022, 17:39

Wie meinst du langwierige Schäden sind selten? Ich habe das Gefühl, dass die meisten hier seid vielen Jahren damit kämpfen


Ich beobachte das hier im Forum jetzt seit fast 5 Jahren und mein Eindruck ist, dass es mehr Floxies gibt die wieder genesen.
Natürlich sind wir hier Einige, aber ich denke es sind mehr, die hier aufschlagen und nach einigen Wochen/Monaten nicht mehr auftauchen. Ich selbst bin auch schon zuvor gefloxt worden und nach ca. einem Jahr war ich wieder okay. Nur wusste ich damals nicht, dass die Symptome durch Levo entstanden waren, sonst hätte ich es nie wieder genommen.

Wenn du heute schon aufgibst, wirst du nie wissen ob du es morgen geschafft hättest.

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Re: Diagnose bei FQAD

#31734

Beitragvon TobX » 07.08.2022, 19:20

Alles klar!
Ich hoffe das beste für jeden!

TobX
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Re: Diagnose bei FQAD

#31745

Beitragvon TobX » 09.08.2022, 14:36

Hattet ihr auch lauter offene Stellen im Mund?

SlimShady99
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Re: Diagnose bei FQAD

#31747

Beitragvon SlimShady99 » 09.08.2022, 16:00

Wie meinst du langwierige Schäden sind selten? Ich habe das Gefühl, dass die meisten hier seid vielen Jahren damit kämpfen :( oder verstehe ich das falsch? :)


Da das ja anscheinend deine 1. Floxung war, du noch ziemlich jung und auch früh auf das Forum gestoßen bist, hast du sehr gute Chancen mit einem blauen Auge davon zu kommen. Dauert aber meist 12-24 Monate und erfordert viel Disziplin beim Umsetzen der Basistherapien.
Aber du hast jeden Grund zur Hoffnung dass es wieder gut wird:)

TobX
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Re: Diagnose bei FQAD

#31753

Beitragvon TobX » 09.08.2022, 19:03

SlimShady99 hat geschrieben:
Wie meinst du langwierige Schäden sind selten? Ich habe das Gefühl, dass die meisten hier seid vielen Jahren damit kämpfen :( oder verstehe ich das falsch? :)


Da das ja anscheinend deine 1. Floxung war, du noch ziemlich jung und auch früh auf das Forum gestoßen bist, hast du sehr gute Chancen mit einem blauen Auge davon zu kommen. Dauert aber meist 12-24 Monate und erfordert viel Disziplin beim Umsetzen der Basistherapien.
Aber du hast jeden Grund zur Hoffnung dass es wieder gut wird:)


Ich hoffe das so sehr mit dem blauen Auge!
Ob das das erste mal Flow war, weiß ich leider nicht :(

Muss diese Basistheraphie ein Leben lang durchgeführt werden?

Momo
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Re: Diagnose bei FQAD

#31759

Beitragvon Momo » 10.08.2022, 09:55

Hallo TobX,
mach dich nicht verrückt.
Ich hatte in der Woche nach Flox sowas von brainfog, keine Konzentration. Das ist wieder weg.
Psychologe wäre hilfreich. Das dauert, bis zu jemanden findest. Wenn du an der Stelle schon vorbelastet bist, dann hol dir Hilfe.

Niemand kann sagen, wielange es dauert oder wie es sich entwickelt. Deine positive Einstellung ist sicher auch wichtig.

Mir hat geholfen, mich zu fragen, was ich tun würde bei Symptomen , wenn ich nicht gefloxt wäre.
Liebe Grüße Momo
7 Tage Ciprofloxacin


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