Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

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Schorsch
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Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

#39

Beitragvon Schorsch » 28.10.2016, 21:44

Allgemeine Hinweise (keine Sammelklagen in Deutschland) ggf. durch Bildung von Verein Geschädigter organisieren

Allg. Vorwurfsstrategie in Zusammenarbeit gegen Hersteller entwickeln.

Verbraucherschutz ? - Es wird nicht alles erwähnt, vor allem kein Hinweis auf das persistente Schädigungspotential

Anzeigemöglichkeit wegen Betrug analog der erfolgreichen Herstellerklagen gegen Johnson und Johnson USA - bei Angaben der Statistiken von Packungsbeilagen, verschwiegenen Symptomen, Verharmlosung und nicht Darstellung potentieller dauerhafter Schädigungen.


Cori: Kein A-sehnenreizung sondern Ursache mitochonriale Zellschädigung /Stoffwechsel Kollagensynthese Magnesium etc. nur Symptomatik und Folge A-Sehnenreizung

Vorwürfe:

1. Keinerlei Hinweis von langfristigen bis persistenten Nebenwirkungen im Beipackzettel (Hinweispflichtverletzung) Wissenschaftlich bekannt, USA hat FQAD FDA spricht von persistenten Schäden.
2. Stoffwechselproblem und wisschaftlich unklarer Pathomechanismus ist Herstellern bekannt. Persönlich Telefonaussage wurden mehrfach bestätigt, man weiß nicht wie lange es dauert es gibt auch keine Therapieform. Hersteller Basics bestätigt potentielle Langfristigkeit der Schäden schriftlich s. Dokument anbei. Patient über unklaren Stoffwechselstörung und Mitochondrienschäden im BPZ nicht informiert.
3. Häufigkeiten der Erkrankungen für Sehnen stimmen nicht mit den Studien der Arzneimittelkommission veröffentlichten Zahlen.
4. Die Problematik ist seit Jahrzehnten bekannt. Die US Beipackzettel sind wesentlich kritischer und zeigen mehr Symptome auf. In den Deutschen Zetteln sind z.B. u.a. Neuropathien und Gelenkschädigungen nicht aufgeführt.
5. Sind die Studien der Zulassung möglicherweise manipuliert worden ? Klage gegen Bayer in Köln.

je nach Datum des Beipackzettels:
- falsche Zahlen im BPZ (Tendonitis 1:225 statt 1:10.000
- fehlenden Nebenwirkungen (Arthrose MCS etc.)
- fehlender Hinweis das NW chronisch / dauerhaft - persistent
- felender Hinweis darauf das NW verzögert sein können und nach absetzen an Intensität zunehmen (Hinweispflichtverletzung)


Weitere Vorwürfe in Cipro BPZ hier: viewtopic.php?f=26&t=416


siehe auch Vorwürfe aus inhaltlichem Zusammenhang mit dem Thema öffentliche Konfrontation mit Bfarm.


Inhalte von Konfrontation Bfarm / Petitions-Infos als weitere Vorwürfe anbringen.

Klage gegen Hersteller kann (rechtskräftig geprüfte Formulierung - Anwalt Med. Recht) mit sämtlichen Vorwürfen zur Klärung aller rechtlichen Belange eingereicht werden.



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Re: Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

#739

Beitragvon Schorsch » 04.04.2017, 21:33

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/sex/an ... 68186.html



hier ein sehr ähnlicher Fall und eine konkrete Möglichkeit da Floxbezug sehr ähnlich ist...


31-Jährige verklagt Bayer wegen Antibabypille

Eine 31-Jährige zählt zu den ersten Deutschen, die Bayer wegen Nebenwirkungen einer Antibabypille verklagen. Die Frau erkrankte 2009 an einer lebensgefährlichen Lungenembolie. Hat der Konzern genug vor der Gefahr gewarnt?



Felicitas Rohrer mit einer Packung "Yasminelle": Heute weist Bayer stärker auf das Risiko einer Embolie hin



DPA

Felicitas Rohrer mit einer Packung "Yasminelle": Heute weist Bayer stärker auf das Risiko einer Embolie hin





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Mittwoch, 16.12.2015 18:27 Uhr Drucken
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Nach jahrelangen zivilrechtlichen Auseinandersetzungen in den USA beschäftigt sich auch ein deutsches Gericht mit einer möglichen Gesundheitsgefahr durch die Antibabypille "Yasminelle". Das Landgericht im baden-württembergischen Waldshut-Tiengen verhandelt am Donnerstag die Klage einer Frau gegen den Pharmakonzern Bayer.





Felicitas Rohrer fordert von Bayer 200.000 Euro, weil sie - so ist ihre Darstellung - an den Nebenwirkungen der Antibabypille "Yasminelle" fast gestorben wäre. In den USA hat der Pharmakonzern Bayer in außergerichtlichen Einigungen bereits rund 1,9 Milliarden Dollar an Tausende betroffene Klägerinnen gezahlt.

Wenn sie das gesteigerte Risiko für die Blutgerinnsel gekannt hätte, hätte sie die Pille nie genommen, sagt Rohrer. Die 31-Jährige zählt zu den ersten Betroffenen in Deutschland, die wegen der Nebenwirkung moderner Antibabypillen Klage eingereicht haben. Ob die Antibabypille tatsächlich die Ursache für die lebensgefährliche Erkrankung der Frau war, ist jedoch ungewiss und lässt sich nicht direkt nachweisen.
Fest steht nur, dass die sportliche Nichtraucherin und Vegetarierin im Alter von 25 Jahren eine Lungenembolie erlitt und am 11. Juni 2009 nach einem Herzstillstand bereits klinisch tot war. Fest steht auch, dass "Yasminelle" das Risiko für lebensbedrohliche Blutgerinnsel erhöht, wenn auch nur gering. Die Blutgerinnsel können auf ihrem Weg durch den Körper wichtige Gefäße verstopfen und zum Beispiel die Blutversorgung der Lunge kappen.

Wie gut hat Bayer gewarnt?



In dem Zivilprozess wird mit entscheidend sein, wie die Richter den Warnhinweis auf das erhöhte Thromboserisiko (Thrombosen sind Blutgerinnsel) des Wirkstoffes Drospirenon bewerten werden. Der Klägerin zufolge entstand auf dem Beipackzettel der Pille der Eindruck, dass nur übergewichtige oder diabeteskranke Frauen betroffen sein könnten. In den neuen Pillenschachteln gibt es mittlerweile einen deutlicheren Warnhinweis, was zugunsten der Klägerin sprechen könnte.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte im März 2014 verkündet, dass von einigen Antibabypillen ein erhöhtes Thrombose-Risiko ausgehe und die Hersteller darauf aufmerksam machen müssten. Vor allem der Wirkstoff Drospirenon, der in Yasminelle enthalten ist, sei für das Risiko verantwortlich. Die Regelung trifft nicht nur Bayer, sondern auch andere Hersteller. Vom Markt genommen werden müssen die Pillen nach Einschätzung des Bundesinstitutes deshalb nicht.

Bayer: Ansprüche seien unbegründet

Die geltend gemachten Ansprüche seien unbegründet, Bayer werde sich dagegen zur Wehr setzen, teilte der Konzern auf Anfrage mit. Der Pharmariese zeigt sich überdies zuversichtlich, weil nach seinen Angaben bereits zwei Verfahren in Deutschland zu seinen Gunsten entschieden wurden: In einem Fall hatte das Gericht die erhobene Schadensersatzklage rechtskräftig abgewiesen. In einem anderen Fall wurde ein Antrag auf Prozesskostenhilfe vom Gericht mangels Erfolgsaussichten der Klage zurückgewiesen.



Auf einen außergerichtlichen Vergleich will sich Felicitas Rohrer, deren Antibabypillen-Klage als erste in Deutschland eingereicht wurde, aber jetzt erst zur Verhandlung kommt, offenbar nicht einlassen. Sie will erreichen, dass die Pille vom Markt genommen werden muss, sagt sie. Der Konzern verkauft Pillen mit der Hormonkombination Ethinylestradiol und Drospirenon auch unter den Namen Yasmin und Yaz und machte damit 2014 weltweit einen Umsatz von 768 Millionen Euro. Wegen ähnlicher Fälle existieren auch Klagen gegen Bayer in Frankreich, der Schweiz und Kanada.

Rohrer leidet seit der Lungenembolie unter anderem an Herz- und Atembeschwerden. Kinder dürfe sie keine bekommen, weil sie dauerhaft ein Blutverdünnungsmittel einnehmen müsse.

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Re: Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

#740

Beitragvon Schorsch » 04.04.2017, 21:35

Quelle: http://www.wiwo.de/unternehmen/pillen-k ... 570-4.html

Noch ein ähnliches Beispiel. Ggf. Kontaktaufnahme mit entsprechendem Anwaltsbüro.

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Re: Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

#2650

Beitragvon Schorsch » 11.11.2017, 19:16

Ich kopiere hierher zwecks Übersicht Infos eines anderen Beitrags von Maximus:

Hallo Peter,

das Gesetz über den Verkehr mit Arzneimitteln (AMG) regelt die Arzneimittelhaftung der Hersteller.

A)
Die Strafbarkeit, als Voraussetzung für die Zuständigkeit einer Staatsanwaltschaft, ist in den §§ 95, 96 normiert und
erfordern Verstöße gegen konkrete Normen des Arzneimittelrechts (AMG).

B)
Die Ersatzpflicht ist in § 84 geregelt. Zuständige Gerichte für die Ersatzpflicht sind je nach Streitwert Amts- oder Landgerichte !!

Eine Ersatzpflicht gemäß § 84 besteht nur, wenn
1.
das Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen oder
2.
der Schaden infolge einer nicht den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Kennzeichnung, Fachinformation oder Gebrauchsinformation eingetreten ist.

Aus anwaltlicher Sicht so die Kanzlei für Medizinrecht Heynemann können wir zukünftig die Geltendmachung entsprechender Ansprüche nur noch in Ausnahmefällen empfehlen. Nämlich dann, wenn keine andere Ursache als die Schädigung durch ein Arzneimittel denkbar ist, etwa bei verseuchten Blutkonserven.

http://www.medizinrecht-heynemann.de/de ... ttelrecht/

Die Gerichtskosten und die Anwaltskosten richten sich nach dem Streitwert der Ersatzpflicht.

Beispiel: Es werden 100.000 Euro Entschädigung verlangt. Streitwert: 100.000 Euro.

Gerichtskosten, Anwaltskosten:
1. Instanz 10.905,88 Euro
2. Instanz 14.167,60 Euro
3. Instanz 18.770,74 Euro

Sammelklagen wie in den USA sind in Deutschland nicht erlaubt. D.h. selbst wenn man einen Rechtsanwalt für Medizinrecht findet der eine Musterklage aufsetzt bzw. modifiziert, fallen für jeden Betroffenen noch die Gerichtskosten an ( die sind im voraus zu entrichten )
und falls man verliert auch die gegnerischen Anwaltskosten.

Ohne RSV ( Rechtsschutzversicherung ), die das abdeckt, ist das nicht machbar.

Ich z.B. habe keine RVS mehr.

Zu beachten ist des weiteren die Verjährung nach 3 Jahren, ab Kenntnis.

Gruß
Maximus

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Re: Klagemöglichkeiten gegen den Hersteller

#8188

Beitragvon Schorsch » 11.11.2018, 20:38

Infoquelle und Urheber:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/schad ... 35478.html


Durch ordentliche Medikamenteneinnahme erlittene Schäden sind zu ersetzen. Trotz Beweiserleichterung ist das für Betroffene nicht immer einfach - vor allem bei anderen vorhandenen Gesundheitsrisiken. Das Arzneimittelgesetz (AMG) regelt in § 84, dass Schäden an Körper und Gesundheit - erst recht solche mit Todesfolge - durch ein Medikament, von dem, der es in den Verkehr gebracht hat, zu ersetzen sind. Im Einzelfall kann der Nachweis hierfür jedoch schwierig werden. Denn einerseits gilt die Regelung - insoweit einleuchtend - nur bei bestimmungsgemäßen Gebrauch. Zum anderen muss im Zeitpunkt des Schadenseintritts aber auch bekannt sein, dass das Medikament nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Stand überhaupt erhebliche schädliche Wirkungen haben kann oder die Beschreibung solche entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse verschweigt.Dieses Wissen ist nicht immer leicht nachzuweisen. Ein Auskunftsanspruch, der den Schadensersatzanspruch begleitet, verpflichtet deshalb bei Vortrag entsprechender Tatsachen pharmazeutische Unternehmen, ihre vorhandenen Kenntnisse über Ursache und Wirkungszusammenhänge offen zu legen.

Vermutung an Reihe von anderen Schadensursachen zu messen

Steht eine solche Schädigungseignung dann im Einzelfall fest, wird vermutet, dass das Arzneimittel die Schadensursache bildete. Das heißt, der Hersteller, der es in der Regel in den Verkehr gebracht hat, muss diesen Vorwurf entkräften, will er nicht haften. Dennoch besteht aufseiten von Betroffenen kein Grund zur Erleichterung. Die Gefährdungshaftung nimmt ihnen zwar den konkreten Beweis „Medikament führte zum Schaden" ab. Im Einzelfall muss diese Schlussfolgerung aber auch nach einer Reihe vorgegebener Einzelfallkriterien bestehen bleiben. Laut § 84 AMG gehören dazu: die Art und Dauer der Anwendung sowie Zusammensetzung und Dosierung des Medikaments, der zeitliche Zusammenhang zwischen Einnahme und Schadenseintritt, das Schadensbild, der gesundheitliche Zustand der mutmaßlich geschädigten Person und was sonst noch für oder gegen die Schadensverursachung spricht. Spricht daraufhin einer oder mehrerer dieser Punkte für eine andere Schadensursache, war es das mit der Vermutung. Zumindest die Mitursache des Medikaments für den Schaden muss ein Patient dann voll beweisen.


Gesundheitliche Risikofaktoren können Beweiserleichterung verhindern

Diese die Beweisführung erschwerende Folge spürte ein Mann, der dem von ihm beklagten Pharmaunternehmen vorwarf, das von ihm eingenommene Rheuma- und Schmerzmittel habe bei ihm Anfang 2004 zu einem Schlaganfall geführt. Schuld sei der Wirkstoff Rofecoxib im Medikament Vioxx gewesen. Wissenschaftlich klar belegt war dessen Gesundheitsrisiko zur Zeit des Schlaganfalls aber noch nicht. Erst im Herbst 2004 wurde das Medikament nach einer diese Vermutung bestätigenden Langzeitstudie vom Markt genommen. Ob von diesen schädlichen Wirkungen auch davor schon fest ausgegangen werden konnte, ließ das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz allerdings offen. Denn seiner Ansicht nach war der Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch im vorliegenden Fall bereits nach den übrigen anzuwendenden Maßstäben nicht gegeben. Verhängnisvoll für den älteren Mann waren in dieser Hinsicht seine sonstigen gesundheitlichen Probleme. Denn neben Rheuma litt er auch an einer Fettstoffwechselstörung, Adipositas, Diabetes und den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums. Diese vom Unternehmen vorgetragenen Risikofaktoren des Klägers eigneten sich ihm zufolge genauso gut als Schlaganfallursache. Sie verhinderten nach Ansicht der Richter eine Anwendung der Vermutungsregel. Denn der das regelnde § 84 Abs. 2 S. 3 AMG, der nur von geeigneten anderen Umständen als Schadensursache spreche, fordere seinem Wortlaut nach keinen Beweis.

Bundesgerichtshof muss Frage abschließend klären

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser für die Beweiserleichterung bisher nicht höchstrichterlich geklärten Auslegung ließen die OLG-Richter jedoch die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) zu. Nach ihrer inzwischen erfolgten Einlegung durch den Kläger muss nun das höchste deutsche Gericht entscheiden. Frage wird dabei auch sein, ob der Betroffene für eine erfolgreiche Klage die mögliche Mitursache des Medikamentengebrauchs für den Schlaganfall beweisen muss, wie es das OLG bei der von ihm vertretenen Ansicht noch forderte oder nicht.

(OLG Koblenz, Urteil v. 15.02.2012, Az.: 5 U 320/11; Revision beim BGH anhängig unter Az.: VI ZR 109/12)

(GUE)


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